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DBZ-Fanfic by Haruka & Nuriko back Pairing: Vegoku Warnung: Komme, was da kommen mag!!! Kommentar: Wir sind jung, schön und extrem verdorben!!!^^ Nuriko spielt Vegeta, Haruka spielt Goku
Strohwitwer... 4/?
Ich war schon immer gut darin gewesen meine Gefühle zu verbergen, die starre Fassade kalter Gleichgültigkeit aufrechtzuerhalten.... aber
sobald er verschwunden war, brach sie zusammen wie ein wackliges Gebäude, dessen Grundfeste bis ins Innerste erschüttert worden war. Ich fühlte mich stumpf, ausgehöhlt einfach nur leer. Seine Worte schallten noch
immer in meinem Kopf wieder, bereiteten mir fast physische Schmerzen. Er hatte sie nicht ganz beendet, ich hatte es nicht dazu kommen lassen, aber ich war davon überzeugt gewesen, welche Worte am Ende auch unausgesprochen
geblieben waren, ich hätte sie nicht ertragen können...... Meine Augen brannten aus einem unerfindlichen Grund und als ich eine Hand zu ihnen führte, spürte ich dort Nässe. Schockiert starrte ich auf die glitzernde
Flüssigkeit auf meinen Fingerspitzen.......Das durfte doch nicht war sein! Heulte ich etwa wegen diesem verdammten Mistkerl? Nein! Niemals! Wenn es etwas gab worüber ich heulen konnte, dann war es höchstens meine eigene
Blödheit. Wie konnte ich auch nur einen einzigen Augenblick daran glauben, dass er tatsächlich bereit war für mich sein bisheriges Leben aufzugeben? Ich war so ein Idiot. Alles was er gewollt hatte war eine schnelle Nummer
für zwischendurch und er hatte wahrscheinlich nie auch nur im Traum daran gedacht sein kitschiges Gesülze von gestern Nacht ernst zu nehmen..... und ich sollte das auch so handhaben. Scheiße ja, es war gut gewesen.....um
nicht zu sagen irre..... aber das spielte jetzt keine Rolle mehr! Ich brauchte ihn nicht, hatte ihn nie gebraucht! Von wegen Liebe, Treue und dem ganzen anderen hohlen Mist. Was brachte das schon? Nichts, absolut rein gar
nichts! Es lenkte einen höchstens noch von wichtigen Dingen ab, machte einen schwach und gefühlsduselig... und das waren Dinge, die ich einfach nur zum Kotzen fand...
Wütend raffte ich meine Trainingsklamotten zusammen. Ich musste mich jetzt abreagieren. Als ich draußen vor dem Haus stand frischte der Blick auf einen Haufen verkohlten Schrott mein Erinnerungsvermögen dahingehend
wieder auf, dass der G.R.-Raum ja immer noch nicht einsatzfähig war. Und nun? Wenn ich hier irgendwo anfangen würde zu trainieren und richtig in Fahrt kam, dann konnte es sein, dass von diesem mickrigen Planeten nicht
viel übrig blieb....obwohl das auch seine Vorteile haben könnte...immerhin würde dann dieser verdammte Kakarott auch...."Bist du jetzt total Banane, Vegeta? Du denkst schon daran die Erde in die Luft zu jagen, nur um
dieser Unterklasseniete eins auszuwischen?! Ich. Fass. Es. Nicht. Soweit bist du also schon gesunken.....und obendrein führst du auch noch Selbstgespräche. Mann, ist das erbärmlich!" Frustriert ließ ich mich auf den
Rasen plumpsen und grübelte über einen geeigneten Trainingsort nach..... und da fiel es mir ein. War eigentlich naheliegend gewesen, aber wahrscheinlich stimmte der Spruch doch: `Ficken macht doof!` Ab jetzt hieß es
also: Absolute Abstinenz! Ich würde mich nur noch auf mich und mein Training konzentrieren.... und Kakarott....Wer war eigentlich Kakarott? Entschlossen erhob ich mich in die Lüfte und steuerte Gottes Palast an....
Während ich also hoffnungslos das Telefon anstarrte, gingen mir die verschiedensten Gedanken durch den Kopf. Und je länger ich dort
saß, umso weniger erfreulich waren diese Gedankengänge. Zuerst hatte ich ja noch die irrwitzige Hoffnung, dass das Telefon gleich klingeln würde, und sich alles als ein Irrtum herausstellen würde, oder dass Vegeta mir sagen
würde, er wolle nun doch wissen, was ich nicht ausgesprochen hatte, oder dass es nicht so gemeint war… oder, oder, oder! Doch die Zeit verging und nichts geschah. Nach zwei Stunden war meine Stimmung auf dem Nullpunkt
angelangt. Ich hasste mich dafür, doch ich hob den Hörer ab und wählte die Nummer der C.C. Einen Augenblick später wurde abgehoben. Mein Herz klopfte zum Zerspringen, und ich bekam kein Wort heraus. Doch es meldete sich
Bulmas Vater. „Hallo? Hallo, wer ist da?“ Mühsam antwortete ich „Ich bin es, Goku. Ich…“ was sollte ich sagen? „Ich wollte mit Vegeta trainieren, ist er da?“ „Nein, der ist schon vor fast zwei Stunden hier weg.
Keine Ahnung, wohin, er redet ja nicht viel.“ Bulmas Vater lachte. Ich bedankte mich und legte auf. Vegeta musste unmittelbar nach mir die C.C. verlassen haben. Hier war er nicht, also wo war er dann? Ich ahnte, dass die
Situation ernst war. Sehr ernst sogar. Ich verstand nur nicht, warum. Was hatte Vegeta dazu gebracht, mich quasi mitten im schönsten Liebesspiel rauszuschmeißen? Was hatte er denn gemeint, was ich als nächstes sagen würde?
Und wieso um alles in der Welt hatte er mich nicht mal ausreden lassen? Nach allem, was in den letzten 24 Stunden zwischen uns gelaufen war, konnte ich das nicht verstehen. Glaubte er mir denn immer noch nicht? War er so
misstrauisch? Oder hatte ihn Bulmas Erscheinen so aus der Bahn geworfen? Je mehr ich darüber nachdachte, umso logischer wurde es. Und umso beschissener fühlte ich mich. Es ging in Wahrheit gar nicht darum, dass er mir nicht
glaubte, dass ich seinetwegen alles aufgeben würde! ER war derjenige, der das nicht wollte. Als Bulma so plötzlich aufgetaucht war, hatte er wahrscheinlich erst die Konsequenzen erkannt, die das alles haben würde, und
nachdem ihm das erst einmal so richtig bewusst geworden war, hatte er seine Entscheidung getroffen. Leider nicht zu meinen Gunsten… Und da er schon mal so weit war, sich entschieden zu haben, hatte er mich dann auch gleich,
kaltschnäuzig wie er nun mal war, ‚entsorgt’. Und damit ich nicht zurückkommen und ihm auf den Geist gehen konnte, war er sicherheitshalber ausgeflogen. Perfekt! Mir fiel alles wieder ein, was ich zu ihm gesagt hatte. All
die Liebesschwüre, und dass ich bei ihm bleiben würde, egal was passieren würde… lächerlich! Es mochte sich in dem Moment ja gut und richtig angehört haben, aber wozu? Er wollte es doch gar nicht… oder nicht mehr…
„Gut gemacht, Goku!“ flüsterte ich heiser vor mich hin. „Jetzt hast du dich so richtig, für alle Zeiten, zum Löffel gemacht…“ Ich spürte einen unerträglichen Druck auf der Brust, und ein Schluchzen wollte mit
aller Macht aufsteigen. Doch ich unterdrückte es gewaltsam. Nein. Ich würde nicht weinen. Das war ich mir selber schuldig. Mein Blick fiel auf das Telefon. Plötzlich musste ich lachen, aber es war ein bitteres Lachen. Was
war ich doch für ein naiver Trottel! Vegeta und mich lieben! Mich! Eine Unterklasse-Niete… Ein Blitz funkte auf und das Telefon war ein Klumpen Plastikschrott. Nochmal würde mir das nicht passieren! „Zumindest wirst du
deinen Spaß gehabt haben!“ sagte ich zu den Überresten des Telefons, und meinte ihn damit. „Das kannst du nicht leugnen. Naja, ich ja auch…“ Die Erinnerung daran hatte jetzt leider einen etwas bitteren Touch bekommen.
Ärgerlich schob ich den Gedanken beiseite. Vorbei war vorbei! Aber was sollte ich jetzt machen? Hier zu Hause fiel mir die Decke auf den Kopf. Ich hatte aber auch keine Lust, jemanden zu sehen… Egal, erst mal raus
hier. Ich flog in die Stadt und lief die Straße am Fitnesscenter entlang. Der Anblick rief mir die vergangene Nacht überdeutlich in Erinnerung, und ich änderte schnell die Richtung, um dieses verwünschte Gebäude
nicht mehr sehen zu müssen. Während ich mich in entgegengesetzer Richtung davon entfernte, hörte ich plötzlich jemanden meinen Namen rufen. Es war Yamchu, der heftig winkend auf der anderen Straßenseite stand. An
seinem Arm hing ein Mädchen, was mich nicht weiter interessiert hätte, wenn es sich nicht bei diesem Mädchen um Setsuko gehandelt hätte… Das musste nun wirklich nicht sein! Mein Abgang am gestrigen Abend war oberpeinlich
gewesen, und ich hatte keine Lust, ihr jetzt Rede und Antwort stehen zu müssen. Doch sie waren schon ziemlich nah und ich konnte nicht mehr so tun, als ob ich sie nicht bemerkt hätte. „Hallo Goku, sag mal, schläfst du
mit offenen Augen? Wir winken schon eine ganze Weile!“ lachte Yamchu und Setsuko lächelte. „Hallo, ihr zwei, wie geht’s?“ antwortete ich lahm. Meine Gedanken rasten. Was, wenn Yamchu mich auf Vegeta ansprach? Oder
Setsuko mich fragte, ob ich meinem ‚Freund’ hatte helfen können? Ich musste leicht verächtlich grinsen. Und wie ich ihm geholfen hatte. Nichtsdestoweniger durfte diese Frage nicht gestellt werden. Yamchu würden die Augen
rausfallen, wenn sie Vegeta als meinen Freund bezeichnete! „Ich hab leider keine Zeit, Montag kommt meine Familie wieder, ich muss einkaufen, und…“ Yamchu sah mich an, als ob ich plötzlich senil geworden wäre. „Goku?
Hallooo! Heute ist Montag. Die kommen erst in einer Woche! Was ist denn mit dir los? Du bist ja völlig von der Rolle!“ Die ganze Zeit hatte Setsuko keinen Blick von mir gewendet. Langsam wurde es mir ungemütlich. Was sah
sie mich denn so an? Sie war doch mit Yamchu unterwegs! Bevor ich mir etwas überlegen konnte, um elegant die Kurve zu kratzen, hatte sie ihre Hand auf meinen Arm gelegt und bittend gesagt: „Och, Goku, komm mit uns, ja? Wir
wollten gerade ein Eis essen gehen… du kriegst auch eins mit Amarenakirschen, wie gestern“ sie lächelte verschmitzt. Ich zuckte leicht zusammen. Jede Erinnerung an den letzten Abend war unmittelbar mit einem scharfen
Schmerz in meiner Herzgegend verbunden… trotzdem, oder gerade deshalb, wurde ich bockig. Ich würde mit Sicherheit nicht zu Hause Trübsal blasen! Wenn der Herr Prinz beliebte, alleine auszukommen, dann konnte ich das
auch. Pah, wer war ich denn? „Eis hört sich gut an! Klar komme ich mit!“ grinste ich, und hakte Setsuko auf der anderen Seite unter. Zu dritt machten wir uns auf den Weg in die Eisdiele.
Mit einer irrsinnigen Geschwindigkeit raste ich meinem Ziel entgegen. Ich spürte die druckvolle Kraft des Luftwiderstandes in meinem
Gesicht und wünschte mir, dass sie die Erinnerungen der letzten 24 Stunden einfach aus meinem Kopf pressen könnte. Aber es funktionierte nicht. All meine Gedanken kreisten um das erst kürzlich Geschehene... und um ihn... wie
er mich angesehen, mich in den Armen gehalten hatte, mich küsste... Wütend versuchte ich diese Bilder vor meinem geistigen Auge zu vertreiben und beschleunigte auf Überschallgeschwindigkeit.... Daher war es wohl auch kein
Wunder, dass ich Gottes Palast in einer neuen Rekordzeit erreichte. Suchend blickte ich mich um aber konnte niemanden entdecken. Was soll`s?! Ich hatte sowieso nicht mit einem Empfangskommitee gerechnet und wenn niemand da war,
dann konnte auch niemand stören (oder dumme Fragen stellen). Sogleich machte ich mich auf den Weg in Richtung des Raumes von Geist und Zeit. In dem Moment als ich vor der Tür stand und diese öffnen wollte,
berührte mich etwas an der Schulter. Ich hatte weder etwas gehört noch eine Präsens gefühlt, deshalb fuhr ich aus einem in mir verinnerlichten Reflex herum, bereit einen Ki-Strahl auf meinen vermeintlichen Feind abzufeuern,
als ich in ein wohlbekanntes, grünes und ziemlich erschrockenes Gesicht blickte. "Scheiße, Dende! Warum schleichst du dich so von hinten ran? Ich hätte dich beinahe gegrillt." Dieser fuhr sich verlegen über den
Hinterkopf und brachte ein zwar noch recht blasses aber aufrichtiges Lächeln zu stande. "Tut mir leid, Vegeta. Ich hatte meine Aura für eine Meditation gesenkt, als ich deine Ankunft fühlte und habe nicht dran gedacht,
dass..." "Ja, ja! Schon gut.", schnitt ich ihm das Wort ab. Ich hatte jetzt keinen Nerv dafür mir langwierige Erklärungen anzuhören. Alles was ich wollte, war meinen Frust durch eine Haufen
ki-strahl-geschwängerter Atmosphäre Luft zu machen. "Ich habe vor im Raum von Geist und Zeit zu trainieren." Mit dieser knappen Erklärung meiner Absicht, wollte ich die Tür öffnen, als ich ein erneutes Mal von
ihm davon abgehalten wurde. "Warte, ich..." " Was denn noch? Ich werde verdammt noch mal nicht jünger während wir hier rumstehen. Oder willst du mir vielleicht den Eintritt untersagen?" Abwährend
streckte er seine Hände aus und verneinte heftig mit einen Kopfschütteln. "N..nein, nein, natürlich nicht! Ich wollte dir nur..." "Na also. Und wenn du nichts dagegen hast, dann werde ich jetzt
trainieren." Mit diesem Ton, der keinen Widerspruch zuließ, drehte ich mich um, betrat den Raum.....und sah die, von einem hellen Schein umgebene, schwebende Gestalt vor mir. Ich verharrte einen kurzen Augenblick und zog
geräuschvoll die Luft duch meine Nase ein, bevor ich mich über meine Schulter wieder an Dende wandte. "Wolltest du mir rein zufällig mitteilen, dass Piccolo schon hier rumturnt?" Bestätigendes Nicken. "Man
ey, könntet ihr dann nicht sowas wie ein `Besetzt`-Schild draußen dran hängen?" Durch die nicht ganz ernstegemeinte, geknurrte Bemerkung, versuchte ich mir nicht anmerken zu lassen, dass mir mein unwirsches Verhalten
gegenüber dem jungen Namekianer von eben leid tat. Trotzdem beabsichtigte ich jetzt nicht mein Vorhaben zu trainieren aufzugeben. "Hey Grünling, deine Zeit is abgelaufen. Schwing die Hufe! Ich bin jetzt dran." Meine
Worte hatten nicht die Wirkung, die ich mir vorgestellt hatte... genaugenommen hatten sie gar keine. Mit gerunzelter Stirn trat ich näher zu ihm heran. "Hast du deine zu groß geratetenen Horcher auf Durchzug gestellt? Du
sollst dich verdünnisieren!" Null Reaktion. "Ist dir in all den Jahren nicht aufgefallen, dass es nicht das Klügste ist einen Sayajin zu reizen?...oder bist du scharf darauf von mir hier rausgeschleift zu
werden?" Wieder nichts. "Ehm...Vegeta, ich glaube er hat sich zu tief in Trance versetzt um dich zu hören." "Das oder er will meine Geduld auf die Probe stellen um die, wie ich noch hinzufügen möchte, es
gerade nicht allzu gut bestellt ist." Ich war nahe daran mit ein paar gezielten Fausthieben zu testen, ob ich nicht doch Piccolos Aufmerksamkeit erlangen könnte, aber ich riss mich zusammen und rief mir ins Gedächtnis,
dass nicht er es war, gegen den sich meine Wut richtete. Der, auf den ich wütend war amüsierte sich sicher gerade köstlich darüber, wie einfach es doch gewesen war, den Prinzen der Sayajin dazu zu bringen für ihn die Beine
breit zu machen. Ein paar leere Versprechungen hatten gereicht meine Verstand auszuschalten. Verdammt! Früher wäre mir das nie passiert. Die Schwäche der Wesen auf diesen Planeten färbte anscheinend langsam auf mich ab. All
diese Gefühlsduselei war reines Gift für einen Sayajin. Sie machte einen schwach... und diese Schwäche hatte Kakarott eiskalt genutzt. Verflucht sollst du sein! Ich atmete ein paar Male tief ein und aus um mein Wut,
die mich innerlich kochen ließ, zu kontrollieren. Es gelang mir, wenn auch nur mühsam, aber ich wusste nicht wie lange ich mich noch beherrschen konnte. Ich blickte in das allgegenwärtige Nichts, was uns in diesem Raum ungab
und traf eine Entscheidung. Solange er hier nur weiterhin rumschwebte, würde er mich auch nicht behindern können und wenn er sich tätsächlich wieder mal dazu herabließ von seiner transzendentalen Odyssee in die
Wirklichkeit zurückzukehren, dann würde es ja wohl möglich sein, sich in dieser Unendlichkeit aus dem Weg zu gehen. Ich sagte Dende, dass er uns jetzt alleinlassen konnte und sobald er die Tür hinter sich geschlossen hatte,
flog ich soweit in die Leere, bis ich Piccolo nur noch als winzigen Punkt erkennen konnte. Ich landete. Dieser Platz war so gut wie jeder andere hier. Als Aufwärmübung formte ich aus der überschüssigen Energie, die mir
meine Wut beschehrte eine Kugel und feuerte sie ins Nirgendwo. Meine Lippen formten sich zu einem grimmigen Lächeln. Es würden ihr heute noch eine ganze Reihe weiterer Gesellschaft leisten...
„Goku, Yamchu, da am Fenster ist ein Tisch frei. Ich möchte am Fenster sitzen. Oooh, seht mal, ein Springbrunnen, wie hübsch…“
Setsuko zog uns mit sich und plapperte ununterbrochen. Ich tauschte einen Blick mit Yamchu, er blickte amüsiert, ich eher genervt. In meiner jetzigen seelischen Verfassung konnte ich alles gebrauchen, nur kein hirnloses
Gefasel. Seufzend setzte ich mich an den Tisch, und Setsuko pflanzte sich sofort neben mich und strahlte mich an. Irritiert sah ich zu Yamchu. War er nicht eifersüchtig? Plötzlich sprang Setsuko wieder auf. „Ich geh mir mal
das Näschen pudern, hihi“ kicherte sie und entschwand. Ich sah ihr verdattert nach. Als mein Blick wieder den von Yamchu traf, sah ich, dass er breit grinste. „Du musst vorsichtig sein, Goku, die fährt total auf dich
ab!“ meinte er nur. „Ich… aber… und du?“ Er winkte ab. „Die ist mir zu anstrengend. Außerdem, wie gesagt, ich seh bei ihr keinen Stich, solange du in der Nähe bist! Seit ich sie heute morgen getroffen habe, liegt
sie mir in den Ohren, ich soll sie mit dir zusammenbringen. Ihr ist es sogar egal, dass du verheiratet bist!“ Er sah mich an. „Und du? Ich hab das Gefühl, zwischen dir und Chichi ist nicht mehr alles so, wie es sein
sollte? Was hältst du von ihr?“ Er deutete mit dem Daumen über die Schulter. Ich schüttelte den Kopf. „Sie ist hübsch, und auch nett, aber… nein, das ist nichts für mich!“ Ich stand auf. „Yamchu, ich gehe lieber.
Sag ihr, es tut mir leid, aber ich musste dringend weg…“ Er machte den Mund auf, um etwas zu sagen, dann schloss er ihn wieder. „Danke!“ sagte ich warm und wollte machen, dass ich davonkam. „Moment!“ Yamchu hielt
mich fest. „Das sagst du ihr bitte selber, klar?“ Ich sah ihn entsetzt an. „Aber…“ „Nichts da. Außerdem wird sie es sonst nicht glauben! Und dann läuft sie dir bis zum Sankt Nimmerleins-Tag nach!“ Bevor ich
antworten konnte, war Setsuko schon wieder da. Sie strahlte mich an. Nun, da ich wusste warum, war mir nicht sehr wohl in meiner Haut. Zu allem Überfluß stand Yamchu jetzt auf und meinte: „Ich geh dann mal, hab noch was
vor..“ Er grinste mich an und verließ die Eisdiele. ‚Verdammt. Du Arsch!’ dachte ich. Wie konnte er mir das antun? Setsuko strahlte weiter. Ob sie das abgesprochen hatten? Meine Gedanken rotierten. Der Kellner kam
und Setsuko bestellte für uns beide. Während wir auf das Eis warteten, war ich sehr schweigsam. Ich starrte auf die Tischplatte. Wo war nur Vegeta? Ich versuchte, seine Aura zu orten, aber ich konnte nichts ausmachen. Warum
hatte er sie gesenkt? ‚Ist doch klar, du Idiot. Damit du ihn nicht findest. Sieh es endlich ein, du warst ein One-night-Stand, eine kleine Zerstreuung, weiter nichts. Du glaubst doch nicht im Ernst, dass Vegeta Angst vor
Bulma oder irgendwelchen Konsequenzen hat?’ Meine Meinung zu dieser Sache wurde immer negativer, und irgendwie kam Vegeta dabei immer schlechter weg. Das war nicht sehr fair, aber war es nicht so gelaufen? Ich seufzte. Da
stupste mich jemand am Arm an. Setsuko sah mich besorgt an. „Was hast du?“ Ich wusste nicht, was ich antworten sollte. ‚Der Kerl den ich liebe hat mich nur ausgenutzt…?’ das war wohl keine so gute Idee. Da brachte der
Ober das Eis. Ich bezahlte ihn, und sie sah mich lächelnd an. „Danke!“ „Gern geschehen.“ Dann geschah etwas Unerwartetes. Sie legte den Arm um mich und ich erstarrte. Sie flüsterte mir ins Ohr: „Soll ich dich
trösten? Ich bin gut im Trösten!“ und küsste mich auf den Hals. Das war ja nun offensichtliche Anmache. Aber es hatte einen Fehler, es machte mich nicht im geringsten an. Ich antwortete: „Lass uns das Eis essen, o.k.?“
Sie schaute muffig, ließ aber von mir ab. Ich schaufelte das Eis wie immer in Rekordzeit in mich hinein, und wartete höflicherweise noch, bis auch sie aufgegessen hatte. Dann sagte ich: „Es tut mir leid, Setsuko, aber ich
muss jetzt wirlich los, trainieren…“ mir fiel einfach nichts besseres ein. „Ja, toll, ich komme mit, ich muss auch mal wieder was tun!“ strahlte sie. Oh Mann, wurde ich sie denn nie los? Abermals seufzend machte ich
mich auf den Weg zum Fitness-Center, sie hing wieder an meinem Arm und textete mich zu. Dort angekommen, rollte ein Film vor meinem inneren Auge ab, wie ich mit Vegeta auf dem Parkplatz…, auf der Treppe…, in diesem
Privatzimmer… ‚Verdammt, du Trottel, denk nicht mehr daran. Vorbei!’ Entschlossen betrat ich den Trainingsraum. Dort lag ein völlig zerstörter Haufen Schrott von einem Trainingsgerät, und wieder erschien Vegeta mit
schmerzhafter Deutlichkeit in meinem Gedächtnis. Ich schloss gequält die Augen. So ging das nicht. Die Erinnerung verfolgte mich überall. Ich musste ihn finden und zur Rede stellen. Sollte er mir ins Gesicht sagen, dass das
alles nur wegen Sex geschehen war! Vorher hatte ich keine Ruhe… Aber zuerst… „Setsuko, hör zu. Ich bin nicht in dich verliebt, tut mir leid. Ich will dir nicht weh tun, deshalb sage ich es dir lieber gleich. Sorry!“
Sie starrte mich nur an. Dann nickte sie. „Da kann man dann wohl nichts machen… sag mir Bescheid, wenn du es dir anders überlegen solltest…“ sie zwinkerte mir zu, lächelte verführerisch, und verließ den Raum. Ich
sah ihr nach und irgendwie hatte ich das ungute Gefühl, als ob das Thema noch nicht erledigt war… Doch ich hatte im Moment ein ganz anderes, dringenderes Problem: Wo war Vegeta?
Ich liebe es zu trainieren. Sich an die Grenzen seiner Belastbarkeit zu bringen, alles um sich herum auszublenden und sich einzig
und allein darauf zu konzentrieren die absolute Kontrolle über Körper und Geist zu erlangen.... Immer nachdem ich mich total verausgabt habe, erfüllt mich ein Gefühl, welches zu beschreiben ich
nicht im stande bin und selbst wenn ich es doch tun könnte, es niemand verstehen würde. In mir herrscht dann stets völlige Ruhe, absolute Ausgeglichenheit... ich bin mit mir eins...Mir ist vollkommen klar,
wie seltsam das klingen muss `Mit sich selber eins sein`, aber genau das ist es, was ich in diesen kostbaren Momenten erlebe. Körper und Geist pullsieren in den selben heißen Wellen des Lebens..... und für einen
Augenblick bin ich glücklich..... Leider hält dieser Zustand nie lange an. Das Gefühl verfliegt und man wird wieder mit der Wirklichkeit konfrontiert. Immer noch keuchend lag ich auf den Rücken. Jede
einzelne Faser meines Körper schmerzte und ich zweifelte daran, ob ich mich jemals wieder normal bewegen könnte. Langsam beruhigte sich mein Atmung wieder, das Hochgefühl, welches aus dem Kampf mit sich
selber geboren worden war, verschwand..... und die Bilder, die ich hatte vergessen wollen, kamen mit unvermittelter Intensität zurück. Ungebändigtes pechschwarzes Haar, Augen wie dunkles Bernstein, samtweiche
Lippen.... Scheiße! Scheiße!! SCHEIßE!!! An was denkst du schon wieder, Vegeta?? Du brauchst ihn doch gar nicht! Hast ihn nie gebraucht und wirst ihn nie brauchen!! Genau! So und nicht anders! Ich wollte mich
aufsetzen, aber dieses Vorhaben musste ich dank meiner zitternden Muskeln erstmal wieder aufgeben. Stöhnend drehte ich mich auf die Seite und blieb wie ein Säugling zusammengekrümmt liegen. Ich fühlte mich
noch mieser als vor meiner Ankunft und ehe ich es verhindern konnte entrang sich meiner Kehle ein Laut. Es war nicht mehr als ein Wimmern aber es klang doch verdächtig nach Kakarott. "Kannst du
aufstehen?" Erschrocken riss ich meine Augen auf, von denen ich jetzt erst realisierte, dass sie zugefallen waren und starrte in das Gesicht von Piccolo, welches plötzlich vor mir aufgetaucht war. Oh bitte
nicht! Bitte lass ihn das nicht gehört haben! Ich kniff meine Augen zusammen und wünschte mir, dass wenn ich sie wieder öffnete, er verschwunden war. Natürlich tat er mir den Gefallen nicht und hockte, als
ich meine Lider hob, immer noch vor mir. "Hau ab!" Ich würde den Spott jetzt nicht ertragen, der mir von ihm entgegenschlagen würde, wenn er es gehört hatte.... und die Chancen, dass es nicht so
war, waren bei seinen namekianischen Ohren geringer als... Eher ich den Gedanken zu Ende führen konnte, spürte ich plötzlich, wie mich zwei starke Arme umfassten und ich hochgehievt wurde. Als ich das Kinn
Piccolos von unten aus bewundern konnte, schnitt ich erst, dass er gerade im Begriff war mich wie Baby durch die Kante zu tragen. Ich fühlte, wie mir das Blut in das Gesicht schoss. "DU HAST SIE WOHL NICHT
MEHR ALLE, GRÜNLING??! LASS MICH SOFORT RUNTER!! ICH KANN ALLEINE LAUFEN!" Ich wehrte mich mit Händen und Füßen gegen diese oberpeinliche Situation und schaffte es, mich von ihm zu lösen und auf die
eigenen Beine zu kommen... zumindest für ungefähr 2 Sekunden. Danach knickten meine Beine wie gebrochene Streichhölzer um und ich hätte wohl eine weitere und ziemlich schmerzhafte Bekanntschaft mit dem Boden
gemacht, wenn mich Piccolo nicht wieder aufgefangen hätte. "DAS sehe ich." Ich wusste in dem Moment nicht, was mir am meisten zu schaffen machte. Die Vorstellung, dass er mitbekommen hatte, wie ich
nach Kakarott gerufen hatte, dass er mich hier so hilflos sehen konnte, dass mein Gesicht in Flammen stand oder dass ich noch warten musste, bis ich wieder fit genug war um ihn killen zu können. Ich machte
mich auf ein paar hämische Bemerkungen gefasst, aber alles, was mir von seiner Seite aus begegnete, war Schweigen. Da ich es genauso hielt, wurde die Stille erst wieder unterbrochen, als ich mitbekam, dass er
mich nicht, so wie ich es angenommen hatte, zu einem der Betten brachte, die ich schon von früheren Besuchen her kannte, sondern er den Ausgang aus dem Raum von Geist und Zeit ansteuerte. Ohne dass ich die
Frage stellen brauchte, gab er mir auch schon die Anwort. "Wir haben keine magischen Bohnen mehr, also muss Dende deine Wunden heilen." Auch das noch! Als ob das hier alles nicht schon tödlich genug
für meinen Stolz war, jetzt musste mich auch noch Dende in diesem erbärmlichen Zustand sehen. Ich hatte gerade beschlossen, dass ich lieber dahinsiechen wollte als wir, das hieß also Piccolo mitsamt mir als
Gepäckstück, die Tür erreichten. Bevor ich auch nur ein weiteres Wort des Protestes verlauten lassen konnte, waren wir auch schon draußen und sahen uns dem für alle Zeiten grün hinter den Ohren
bleibenden Gott gegenüber, der uns mit einem blöden Grinsen im Gesicht begrüßte und uns anscheinend schon erwartet hatte. Gepeinigt verzog ich mein Gesicht und fragte mich, was ich verbrochen hatte, um DAS
zu verdienen.
Halbherzig versuchte ich eine der Trainingsmaschinen. Doch ich musste bald feststellen, was Vegeta wohl schon vor mir gemerkt hatte: Sie
waren Sayajin-Trainingsmethoden ganz und gar nicht gewachsen. Zwar hatte ich das Gerät nicht wie er gleich völlig schrottreif gemacht, aber so ganz in Ordnung war es nach zwei Handgriffen von mir auch nicht mehr. Ich seufzte.
Das wurde doch nichts. Und meine Gedanken wurden auch nicht in eine andere Bahn gelenkt, sie kreisten vielmehr unablässig um den einen, der mich innerhalb eines einzigen Tages aus banger Ungewissheit in die herrlichen
Gefilde des Glücks gehoben und mich dann in das schwärzeste dunkle Loch gestoßen hatte, das man sich nur vorstellen kann. ‚Gott, Goku, wie pathetisch. Versuch doch mal sachlich zu bleiben…’ schalt ich mich selbst.
Langsam wuchs in mir die Erkenntnis, dass ich wohl auf dem falschen Weg war. Ich hatte Vegeta nach und nach immer miesere Beweggründe unterstellt, ihm in meinem verletzten Stolz nur das schlechteste zugetraut. Nicht sehr fair,
Goku… Schließlich hatte ich mit meinem Wegrennen auch nicht gerade intelligent reagiert Wie immer ließ ich mich völlig und ausschließlich von meinen Gefühlen leiten. Das ungewöhnliche daran war aber, und das machte es
so verdammt schwer, daraus schlau zu werden, dass auch Vegeta im Grunde sehr emotional reagiert hatte. Er hatte es hinter seiner gewohnt kalten Fassade verbergen wollen, doch im Nachhinein fiel mir auf, dass er auch verletzt geklungen haben könnte. In meinem Trotz hatte ich das zuerst nur nicht erkannt… Ich ließ mich auf eine Bank fallen und stützte den Kopf in die Hände. Da es noch relativ früh war, hatte ich den Raum für mich alleine. Ich sprach halblaut vor mich hin „Jetzt mal der Reihe nach. Du wolltest Vegeta sagen, dass…“ ich schloss die Augen. Was ich ihm hatte sagen wollen, klang jetzt so lächerlich in meinen Ohren, dass ich es nicht mal jetzt, alleine mit mir selbst, über mich brachte, es auszusprechen. Dabei hätte es in diesem Moment so richtig für mich geklungen…
Doch jetzt schien genau das Gegenteil davon der Fall zu sein. Ich riss mich zusammen. ‚Nicht schon wieder jammern, du wolltest nachdenken’ wies ich mich erneut zurecht. Also gut. „Er wurde plötzlich wütend.
Warum?“ Ich ahnte, das dies der Schlüssel war. Warum war er plötzlich so kalt und abweisend gewesen? Was hatte er geglaubt, dass ich sagen würde? Hatte er befürchtet, ich würde ihn abwimmeln wollen, oder hatte er Angst
bekommen, ich würde klammern? Das war die zentrale Frage, und ich würde es herausfinden. Falls ich ihn finden sollte. Noch einmal versuchte ich, seine Aura zu orten. Wieder nichts! Entweder hatte er sie wirklich komplett gelöscht, um sich vor mir zu verbergen, oder… ein Gedanke durchzuckte mich. Ob er zu Gottes Palast geflogen war? Im Raum von Geist und Zeit konnte ich ihn nicht orten. Aber er konnte doch Piccolo nicht leiden, war das überhaupt wahrscheinlich?
Ich blieb auf der Bank hocken und überlegte, ob ich einfach nachschauen sollte. Müßig suchte ich nach Piccolos Aura, doch auch sie war nicht aufzuspüren. Ich konnte nur Dende ausmachen. Sollte Piccolo auch im Raum von
Geist und Zeit sein? Plötzlich sah ich ein Bild vor meinem geistigen Auge: Vegeta im Raum von Geist und Zeit – in Piccolos Armen… Ich musste lachen. Vollkommen absurd! Wie kam ich denn auf diese idiotische Idee? „Langsam
wirst du kindisch, Goku!“ murmelte ich. Was würde mir mein verletzter Stolz noch alles vorgaukeln? Während ich noch über mich selbst den Kopf schüttelte, flammten plötzlich neben Dende’s noch zwei weitere Auren in
meiner Wahrnehmung auf: Piccolos vertraute, starke, und Vegetas, die seltsamerweise etwas schwächer war als gewohnt. Also war mein Gedanke richtig gewesen… Vegeta war in Gottes Palast. Dann tat ich etwas völlig sinnloses.
Ohne zu überlegen, was ich überhaupt zu ihm sagen würde, hatte ich mich schon auf die Aura von Vegeta konzentriert und mich dorthin teleportiert. Im selben Moment verfluchte ich auch schon meine Impulsivität, denn der
Anblick, der sich mir bot, ließ mein Blut fast gefrieren. Beide mit dem Rücken zu mir stehend, hatte Vegeta den Arm in, wie es schien, vertraulicher Geste um Piccolos Schultern gelegt, sein Kopf lehnte an seiner Seite. Dieser
hatte seinen Arm wiederum um Vegetas Taille geschlungen. Dass Vegeta ja nun erheblich kleiner als Piccolo ist, hatte zur Folge, dass sie äußerst eng aneinandergeschmiegt dastanden, und, mir zugewandt, stand Dende, der über
das ganze Gesicht grinste. Dieses Grinsen wich jedoch Verblüffung, als er mich hinter den beiden erblickte. „Oh, hallo Goku! Was machst du denn so plötzlich hier?“ Ich sah, wie Vegeta zusammenzuckte, und Piccolo wandte
den Kopf und starrte mich perplex an. ‚Bingo. Wieder voll in die Sch… gepackt, Goku’ konnte ich nur denken. „Hallo zusammen. Störe ich?“ mehr fiel mir dazu im Moment beim besten Willen nicht ein.
Lass es eine Halluzination sein! Das Produkt von Sauerstoffmangel durch Überanstrengung!....oder noch besser: ein Traum!...ja, ein
Alptraum, aus dem ich gleich erwachen werde und eine gewisse Person nicht hinter mir steht, mich nicht in diesem absolut entwürdigenden Zustand sieht... zerschlagen... festgeklammert an Piccolo... hilflos wie ein Kleinkind...
Oh bitte! Bitte!! BITTE!!!..... Zeitlupenartig wandte ich meinen Kopf in die Richtung, in die Piccolo und Dende schon schauten... und allen Hoffnungen und Bitten entgegen stand er dort. VERDAMMT!!! Mit einem Ruck wandte ich
meinen Kopf wieder ab und starrte stur die Luft in der entgegengesetzten Richtung an. Der Wunsch panikartig die Flucht zu ergreifen war in diesem Moment überirdisch groß, aber leider war ich einfach nicht dazu im stande, da
sich schätzungsweise der Energiepegel einer Fliege mit dem meinigen messen konnte und trotzdem musste ich den Drang es trotzdem darauf ankommen zu lassen, massiv bekämpfen. "Natürlich störst du nicht, Son Goku. Wie
gehts dir denn so?" "Nun ja, eigentlich ganz gut, Dende." Ich wünsch dir die Pest an den Hals! "Das ist schön." "Du warst ja schon eine ganze Weile nicht mehr hier oben." Auch das noch!
Small-Talk! "Ähm...nun ja, ich hatte in letzere Zeit einiges um die Ohren." Ja klar, Tussen anbaggern, mich flachlegen, daraufhin wieder abservieren.... das Leben ist wirklich hart. "Und? hast du einen
bestimmten Grund uns hier oben zu besuchen?" Das war nun mal ausnahmsweise eine Frage, die mich auch interessierte. Ohne auch nur das geringste Anzeichen von Interesse zu zeigen, wartete ich auf die Anwort. "Nun...
eigentlich schon. Ich wollte mit Vegeta reden." Was zum Teufel.... "Mit Vegeta? Worher wusstest du denn, dass er hier ist?" Mir war fast, als könnte ich seinen Blick in meinem Nacken spüren. "Ich habe
seine Aura gespürt, als ich nach ihm gesucht habe." Er hatte mich gesucht um mit mir zu reden? Aber warum? Es war doch alles klar gewesen. Wir hatten Spaß miteinander gehabt und ich war blöd genug gewesen, mir mehr zu
erhoffen. Schluß. Ende. Aus. Das letzte was ich jetzt hören wollte, waren irgendwelche lahmen Rechtfertigungsversuche, die sein Gewissen beruhigen sollten, damit er dann wieder ruhig schlafen konnte. Nee Kakarott, nicht
mit mir! "Ich verspüre aber nicht das geringste Interesse daran mit dir zu reden, Kakarott." Seinen Namen spuckte ich so verächtlich aus, wie es mir nur möglich war. "Vegeta ich..." "Sprich mich
nicht an!" Obwohl ich sein Gesicht nicht sehen konnte, wusste ich genau wie es in diesem Moment aussah und ich schloss kurz die Augen um nach dem Rest Kraft in mir zu suchen, den ich für die nächsten Worte brauchte.
"Und wenn du mir wirklich einen Gefallen tun willst, dann verschwinde von hier." Kaum hatte ich sie ausgesprochen, da wusste ich, dass es die größte Lüge war, die mir je über die Lippen gekommen ist. Ich wollte
nicht, dass er wieder ging. Ich wollte, dass er bei mir blieb... Gott, Vegeta reiß dich zusammen! Seine Anwesenheit macht dich schwach und wenn du nicht sofort eine gewisse Distanz zwischen dir und ihm schaffst, dann mach ich
ihm womöglich noch eine Szene wie die von seiner unerträglichen keifenden Ehefrau... und das auch noch vor Publikum. "Tu mir einen Gefallen Piccolo. Stell mir keine Fragen! Hilf mir einfach hier so aufrecht wie möglich
fortzukommen!" Ich hatte die Worte so leise gesprochen, dass nur er sie hören konnte und zu meiner grenzenlosen Erleichterung reagierte er sogar noch besser, als ich es mir erhofft hatte. Er wandte sich kurz zu Kakarott
und Dende. "Vegeta und ich haben noch etwas unter vier Augen zu besprechen." Mit dieser Erklärung verstärkte er seinen Griff um meinen Arm, was durch seinen Umhang allerding unsichtbar für die anderen geschah,
und bugsierte mich in das Innere des Palastes. Auf den Weg dorthin war ich ein paar Mal knapp davor zu straucheln, aber mit dem Willen, mich nicht vor Kakarotts Augen dermaßen zu entblößen und auch der einen oder anderen
Stützhilfe Piccolos, brachte ich endlich eine Mauer zwischen mich und ihn.... Allerdings kaum erreicht verließen mich meine Kräfte vollends und ich ließ mich mit zitternden Beinen zu Boden sinken. Ich fühlte mich wie
zerkaut und wieder ausgespuckt und wollte mich einfach nur verkriechen. "Er wird nicht einfach so wieder gehen." Ich hatte fast vergessen, dass Piccolo immer noch hier war. "Soll er doch meinetwegen warten, bis
er Moos ansetzt." "Du solltest mit ihm reden." "Lass mich in Ruhe, Grünling! Was weiß du schon?!" Seine Antwort bestand aus einem hintergründigen Lächeln..... und mir wurde schlecht.... Ich HASSTE
diese verdammten spitzen Ohren!!!!!
Teil 5 back
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