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Die Geschichte spielt auf dem Planeten bzw. im Königreich Vegeta. Die Figuren gehören Toriyama-san, die Handlung hat allerdings nicht viel mit DBZ zu tun, eher so ein bisschen Zetsuai meets Vegoku...

Pairings: Vegeta/Kakarott, Kakarott/Chichi, Vegeta/Bulma

Warning: Sad, Rape, Lemon, lime (jaja, ziemlich harter Stoff diesmal  ;P)

Viel Spass!

Haruka

 

You may have my body, but you can’t get my soul - Part 1

Prinz Vegeta verdrehte genervt die Augen. Seit sein Vater auf EroberungszĂĽgen war, hatte er keine ruhige Minute mehr. Statt sich in Abenteuer zu stĂĽrzen blieb ihm nur BĂĽrokratie.

„Muss das jetzt sein?“ murrte er seinen Sekretär und Berater Mardek an.

„Majestät, das Eroberungskommando von Oberst Bardock ist zurück. Sie haben gute Neuigkeiten. Ihr solltet den Rapport abnehmen.“

„Hoffentlich kommt mein Vater bald zurück. Diese Staatsgeschäfte gehen mir auf den Geist..“

Seufzend stand Vegeta auf und ließ sich in seinen offiziellen Mantel helfen. Er setzte die Krone des Königreichs Vegeta auf und machte sich, immer noch grollend, auf den Weg in den Saal. Er nahm auf dem Thron Platz und nickte kurz. Der Haushofmeister öffnete die große Flügeltür und das Kommando erschien, an der Spitze Oberst Bardock und ein junger Krieger, der ihm zum Verwechseln ähnlich sah, wenn man von den Narben in Bardocks Gesicht einmal absah. Prinz Vegeta hob interessiert die Augenbrauen und musterte den jungen Krieger genau. Er beugte sich zu Mardek nach hinten.

Wer ist das da neben Bardock?“

„Das ist sein Sohn, Kakarott.“

„Kakarott. Hmmm.. jung für einen Krieger!“

„Er ist zwanzig, Majestät…“

„Ah, nur zwei Jahre jünger als ich … er scheint sehr stark zu sein…“

Der Berater sah den Prinzen besorgt von der Seite an, schwieg aber.

In der nächsten Stunde nahm Prinz Vegeta den Bericht seines Obersten entgegen. Die Nachrichten waren in der Tat zufriedenstellend, sie hatten mehrere Planeten erobert und gewinnbringend verkauft. Doch der Prinz hörte nur mit halbem Ohr zu. Er konnte seine Augen nicht von dem jungen Krieger lösen. Nachdem der Bericht erstattet war, entließ er die Abordnung mit einer Handbewegung. Wieder beugte er sich zurück zu Mardek.

„Kakarott soll sich nach dem Abendläuten zu einer Privataudienz bei mir melden!“

„Majestät!“

In Prinz Vegetas Augen blitzte es gefährlich auf.

„Das ist ein Befehl!“

Resigniert nickte Mardek. „Sehr wohl, Majestät.”

Die Krieger hatten gerade ihr Abendessen beendet, als das Abendläuten ertönte. Kakarott streckte sich und gähnte.

„Aah, bin ich müde. Ich geh in die Falle.“ sagte er zu seinen Kameraden und erhob sich. Die grinsten.

„Müde?“ rief einer. „Ich gehe jetzt in das teuerste Bordell und lasse mich die ganze Nacht verwöhnen.“ Grinsend schwenkte er seine Beuteprämie. Die anderen nickten zustimmend und lachten und murmelten durcheinander.

Kakarott grinste ebenfalls und deutete auf seine legere Kleidung. Er war nicht ausgehfein…

„Viel Spaß, Leute, ihr wisst ja, ich bin in festen Händen…“

„Kakarott?“ Mardek persönlich führte den Auftrag des Königs aus.

„Berater Mardek!“ Kakarott sah diesen überrrascht an. Was führte den in die Mannschaftsquartiere?

„Sie sollen sich sofort bei seiner Majestät, Prinz Vegeta, melden.“

Kakarott riss die Augen auf. Was?

„Aber…, ich.., habe ich das Missfallen seiner Majestät erregt?“

„Ganz im Gegenteil, Kakarott, ganz im Gegenteil“ seufzte Mardek.

Kakarott wurde es siedendheiss. Er hatte schon von den – Ausschweifungen des Prinzen gehört, und dass dieser keinen Unterschied machte, ob er sich Mann oder Frau ins Bett holte.

Seine Kameraden grinsten sĂĽffisant.

„Privataudienz! Das ist eine große Ehre, Kakarott“ meinte einer. „Du solltest stolz sein…“

 â€žFolgen Sie mir bitte!“

„Ich bin nicht standesgemäß gekleidet…“

„Sie sollten auch in Privatkleidung erscheinen.“

Kakarott’s Gedanken jagten sich. Was wollte der Prinz von ihm? Wenn es so war, wie er befürchtete, dann…

Er hatte keine Wahl. Erhobenen Hauptes ging er mit Mardek hinaus. Er fĂĽhrte ihn bis vor das Gemach des Prinzen und verabschiedete ihn mit den Worten:

„Geben Sie acht, was Sie sagen. Der Prinz ist – nun ja, nicht einfach…“ damit entfernte sich Mardek.

Kakarott klopfte an die Tür. Der Prinz öffnete ihm persönlich. Es war kein Diener anwesend. Der Raum war mit Vorhängen verdunkelt, aber viele Kerzen tauchten ihn in ein warmes Licht. „Komm herein, … Kakarott!“ Bei der Nennung seines Namens zuckte Kakarott leicht zusammen. Was war das für ein Klang in der Stimme des Prinzen? Er riss sich zusammen.

„Guten Abend, Eure Majestät! Sehr gütig von Euch, mich zu empfangen“ sagte er, um die Etikette zu wahren.

Eine Karaffe Wein und zwei Gläser standen auf dem Tisch, an den der Prinz sich jetzt setzte. „’Prinz Vegeta’ soll genĂĽgen. Je nachdem, wie wir uns vertragen, kannst du vielleicht später auch das 'Prinz’ weglassen.“ grinste dieser.

 

Kakarott schluckte.

Der Prinz schenkte persönlich Wein ein und stellte Kakarott ein Glas hin. Er selbst behielt sein Glas in der Hand. Kakarott wartete ab.

„Setz dich.“ Kakarott gehorchte, rührte sein Glas jedoch nicht an.

„Willst du keinen Wein?“

„Nein, ich trinke niemals.“

„Heute trinkst du mit mir.“

„Majestät…“

„Wie heisse ich?“

„Prinz Vegeta…“

„Trink ein Glas Wein. Das ist ein Befehl“

Kakarott  nippte an seinem Glas. Der Wein schmeckte sĂĽĂź, aber gut.

„Trink aus!“

Kakarott gehorchte. Der Prinz trank nur wenig und stellte sein Glas ab.

Er stand auf und näherte sich Kakarott. Dieser sah ihn an.

„Hast du Angst?“

„Nein, Ma.. Prinz Vegeta.“

Ohne ein weiteres Wort streifte der Prinz Kakarott das Oberteil ab und lieĂź es achtlos fallen. Er trat hinter ihn und begann, seinen RĂĽcken zu massieren.

„Du bist sehr gut trainiert, Kakarott“ murmelte er.

Diesem wurde langsam warm. Die Berührung der Hände des Prinzen erzeugte ein Prickeln auf seiner Haut. Verwundert stellte er fest, dass er es angenehm fand, von diesem

gestreichelt zu werden. Plötzlich spürte er die Lippen des Prinzen auf seiner Schulter. Er zuckte zusammen.

„Prinz..“

„Shsh…“ machte Vegeta an seinem Ohr, und biss sanft in sein Ohrläppchen. Es durchfuhr Kakarott wie ein Blitz. Er stöhnte. Nein! Das durfte nicht sein! Er war doch verlobt… mit Chichi.. ein Biss in seinen Hals.. aaaah..

Die Hände des Prinzen waren in der Zwischenzeit nicht untätig geblieben. Er hatte Kakarott hochgezogen, ihm die restlichen Sachen abgestreift und führte ihn nun zu seinem Bett. Er bedeutete ihm, sich hinzulegen und begann sich selbst zu entkleiden. Mit einem letzten Rest von Widerstand versuchte Kakarott, wieder aufzustehen, doch der Prinz war schneller. Er legte sich zu ihm und drückte ihn, mit der Hand auf seiner Brust, zurück in die Kissen. Er beugte sich über ihn, die Lippen sehr nahe an Kakarotts Mund, und flüsterte:

„Das Mittel, das ich dir gegeben habe, wird dir helfen, ganz entspannt und bereit zu sein. Jetzt werden wir viel Spaß haben!“ Damit presste er seine Lippen auf Kakarotts. Der stöhnte wieder, als Prinz Vegetas Zunge Einlass forderte, konnte aber nicht anders, als ihn ihr zu gewähren. Wieder durchschoß ihn Verlangen wie ein Feuerstrahl, ebenso wie die Erkenntnis, dass der Prinz ihm ein Aphrodisiakum in den Wein gemischt haben musste, denn sonst… würde er doch niemals…

Die Hände und Lippen des Prinzen machten sich inzwischen auf die Reise. Er streichelte Kakarott überall, küsste seine Brust, seine Lippen liebkosten dessen Brustwarzen, während seine Hände immer weiter nach unten wanderten.

Kakarott war jetzt völlig willenlos. Er ließ die Zärtlichkeiten des Prinzen zu, doch als dieser sich zwischen seine Beine legte und vorsichtig begann, in ihn einzudringen, und dann sein erregtes Glied massierte, schloss er vor Scham und Schmerz die Augen und dachte

„Es ist gleich vorbei, gleich ist es vorbei… Chichi verzeih mir…“; aber das Aphrodisiakum in seinem Blut, die leidenschaftlichen Küsse, das Eindringen von Vegeta und die Berührung seiner Männlichkeit führten dazu, dass er bald vor Lust keuchte. Vegeta war wild vor Verlangen. Er nahm Kakarott ziemlich hart, und dieser ließ es zu, nein, er genoß es, sein Körper genoß es mit jeder Faser, von Vegeta genommen zu werden, doch seine Seele schrie um Gnade, selbst dann, als er, zusammen mit dem Prinzen, in einen gewaltigen Orgasmus driftete.

Es war vorbei. Der Prinz hatte bekommen, was er wollte, und lieĂź von ihm ab.

Er richtete sich auf und strich Kakarott eine feuchte Haarsträhne aus der schweißnassen Stirn.

„Das war sehr schön. Du darfst dich jetzt entfernen!“

Ungläubig sah Kakarott zu ihm auf. Doch dann stand er auf, suchte mit zitternden Händen seine Sachen zusammen und zog sich an. Er wollte den Raum verlassen, als ihn die Stimme des Prinzen aufhielt.

„Gar kein Wort des Abschieds, Kakarott? War ich nicht gut?“

„Majestät, ihr wart sehr gut. Ich danke euch“ sagte Kakarott, verbeugte sich sarkastisch und ging voller Zorn zu seinem Quartier. Er war vor allem zornig auf sich selbst, dass er sich nicht hatte beherrschen können. Aber auch auf den Prinzen, der so gnadenlos seinen Rang ausgenutzt hatte, ihn einfach benutzt hatte, um seine Lust zu befriedigen.

 

Im Quartier war alles ruhig. Die Kameraden waren noch unterwegs. Er legte sich auf sein Lager und grübelte. Warum er? Wieso musste sich der Prinz ausgerechnet ihn als Bettgenossen aussuchen? Und warum hatte er, Kakarott, dabei so eine wahnsinnige Lust gespürt? Warum hatte er sich nicht beherrscht? Er haderte mit dem Schicksal. Wie sollte er Chichi jemals wieder in die Augen sehen? Sie wollten doch heiraten, sobald der König wieder da war, denn dieser musste die Erlaubnis erteilen wenn einer seiner Krieger sich verehelichen wollte.. Kakarott stöhnte verzweifelt. Hoffentlich war das das einzige Mal, dass es dem Prinzen gefiel, ihm eine ‚Privataudienz’ zu gewähren, dachte er, bevor er erschöpft und deprimiert einschlief.

 

Prinz Vegeta lag in seinem Gemach und grübelte. Dieser Kakarott… er war zornig gewesen. Die meisten Unterklasse-Krieger, die er sich ins Bett geholt hatte, waren sowohl willig als auch dankbar, weil sie sich Vergünstigungen erhofften. Nun ja, sie bekamen sie ja auch. Und meistens beschränkte es sich auch auf einmal. Das hatte sich herumgesprochen, deshalb wurden diese Privataudienzen allgemein zwar belächelt, doch akzeptiert. Dieser hier war anders gewesen. Er hatte nicht nach Privilegien gefragt. Es hatte ihn anscheinend gedemütigt, seinem Prinzen zu Willen sein zu müssen. Er war – stolz. Anscheinend erhoffte er sich nicht nur keine Vergünstigungen, er wollte sie gar nicht! Der Prinz war erstaunt über sich selbst. Normalerweise war ihm das Seelenleben seiner Bettgenossen und –genossinnen egal. Doch Kakarott hatte ihn nur geduldet, wenn er auch zum Höhepunkt gekommen war, es war nur körperlich gewesen, und hatte nicht sein Innerstes erreicht. Kakarotts Seele war weit weg gewesen… wo nur?

Der Prinz fühlte sich in seinem Ehrgeiz gepackt. Er würde ihn bekommen. Er würde seinen Namen noch stöhnen, nein, schreien würde er ihn! Er wollte, dass Kakarott nur noch an ihn dachte, sich nach ihm verzehrte. Mit diesem Gedanken schlief der Prinz ein. Er ahnte selbst noch nicht, dass er sich in Kakarott verliebt hatte…

 

Am nächsten Morgen bekam Kakarott einiges zu hören. Seine Kameraden fragten ihn aus und gratulierten ihm grinsend zu der Ehre. Er hörte sich die Scherze eine Weile an, dann hielt er es nicht mehr aus und ging entnervt zum Kampftraining. Nach zwei Stunden intensiver Betätigung ging er in den Waschraum und begann, sich den Schweiß abzuspülen, als ihn die Stimme des Prinzen aus seiner Tätigkeit riss.

„Lass es sein, Kakarott, du wirst gleich wieder durchgeschwitzt sein…“

Dieser zuckte zusammen und drehte nur den Kopf, um dem Prinzen nicht seine Blöße zu zeigen. Doch der kam schon näher. Er griff nach der Seife und begann, Kakarott von oben bis unten einzuseifen, wobei er keine Stelle ausließ. Kakarott ließ das völlig kalt. Schließlich stand er heute weder unter Alkohol, noch unter Drogen, wie gestern nacht. Also würde er sich beherrschen können! Der Prinz atmete etwas heftiger, als seine Hand Kakarotts Schritt näher kam. Kakarott zeigte keinerlei Regung. Enttäuscht wandte Prinz Vegeta sich von ihm ab.

„Ich sehe, du bist nicht in Stimmung, Kakarott“ spottete er. „Nun ja, wir werden sehen…“ damit ließ er ihn allein. Kakarott starrte ihm nach. ‚Wir werden sehen’? Sollte das heißen, dass… Oh nein!

 

Vier Tage lang geschah nichts. Seine Mannschaft ließ Kakarott inzwischen wieder in Ruhe, und gemeinsam bereiteten sie sich auf ihre nächste Expedition vor. Jedes Mal beim Abendläuten wurde Kakarott nervös, doch nichts geschah. Niemand kam ihn abholen. Langsam beruhigte er sich wieder. Am vierten Abend beschloß er, seiner Verlobten seine Aufwartung zu machen. Er zog sich angemessen an und machte sich auf den Weg. Nach dem üblichen Höflichkeitsgeplänkel mit ihrem Vater zog dieser sich zurück, um das junge Glück in Ruhe zu lassen. Ohne dass der Vater es merkte, gingen sie heimlich in Chichis Zimmer. Kakarott stand Chichi nervös gegenüber. Sollte er ihr alles beichten? Er schüttelte den Kopf. Nein. Niemals!

„Was habt Ihr, mein Herr?“ fragte Chichi schüchtern.

„Du sollst mich nicht so förmlich anreden, wenn wir alleine sind, Chichi“ sagte Kakarott unwirsch.

Verletzt sah sie ihn an.

„Verzeih, Kakarott. Ich wollte nicht…“

Er bemerkte den Schmerz in ihrem Blick.

„Es tut mir leid. Ich wollte dich nicht so anblaffen!“ sagte er und nahm sie in den Arm. Sie sah zu ihm auf. In ihren Augen lag so viel Liebe… Er kĂĽĂźte sie. Willig erwiderte sie seinen Kuss und presste sich an ihn. Er atmete schneller. Seine Hände begannen, sie zu streicheln, er wollte sie ĂĽberall berĂĽhren, er wollte sie… Sie bemerkte seine Erregung und ihre Hände wanderten unter sein Obergewand, streichelten seine Brust. Ein leises Stöhnen entrang sich seinen Lippen. Plötzlich erstarrte er.  Ihre Hände machten sich an seinem GĂĽrtel zu schaffen, öffneten seine Hose… er schob sie etwas von sich und sah in ihre Augen.

„Willst du das wirklich, Chichi?“ murmelte er. Sie nickte. Ihre Augen leuchteten vor Verlangen.

Aufstöhnend riss er sie an sich und küsste sie wild. „Ich auch“ keuchte er. „Ich auch…“

In dieser Nacht, in ihren Armen,  vergaĂź er die erlittene DemĂĽtigung und begann, an die Zukunft zu glauben.

 

Am nächsten Tag machte er sich vor dem Morgengrauen auf den Weg, um nicht Chichis Vater über den Weg zu laufen. Schließlich sollte der nicht wissen, dass sie die Nacht zusammen verbracht hatten! Er schlich sich in sein Quartier, wo er mit Spott empfangen wurde, weil alle dachten, er käme wieder vom Prinzen. Er sagte dazu nichts. Nach dem Morgenappell wurde er zu Oberst Bardock gerufen, seinem Vater. Dieser und ein Adjutant erwarteten ihn in Bardocks Dienstraum.

„Kakarott, ich darf dir mitteilen, dass du zum Oberkommandierenden befördert worden bist. Du wirst also demnächst deinen eigenen Einsatz mit mehreren Teams anführen.“

Kakarott war sprachlos. Warum? Dann dämmerte es ihm. Er wurde rot vor Zorn. Bardock sah es mit Verwunderung, sagte jedoch nichts.

„Ich verzichte auf die Beförderung, Herr Oberst“ sagte Kakarott steif.

Jetzt war Bardock sprachlos. „Wie bitte? Wie kannst du es wagen…“ polterte er los.

Dann sah er in Kakarotts Augen und schwieg.

„Ich sagte du bist befördert, und das bleibst du!“ sagte er nur und reichte ihm das Abzeichen. Kakarott blieb nichts anderes übrig, als es sich anzustecken. Und dann sagte Bardock noch, ganz leise, so dass der Adjutant es nicht hörte:

„Um acht Uhr kommst du in mein Quartier, mein Sohn!“

Kakarott nickte nur, salutierte und verließ das Zimmer. Bardock sah ihm nach und schüttelte den Kopf. Dann griff er seufzend nach der nächsten Akte.

„Krieger Setlock zum Gespräch..“ sagte er zu seinem Adjutanten.

Doch der Gesichtsausdruck Kakarotts spukte in seinem Kopf herum. Musste er sich Sorgen machen?

 

Wieder in seinem Quartier fand Kakarott seine Sachen nicht mehr vor. Ein Adjutant führte ihn zu seinem eigenen kleinen Raum. Er war sparsam, aber bequem eingerichtet. Kakarott knirschte mit den Zähnen. Er wollte das nicht! Er konnte sich lebhaft vorstellen, was seine Kameraden – jetzt Untergebenen – von ihm dachten. Es erfüllte ihn mit Scham und ohnmächtiger Wut.

„Haben Sie noch einen Wunsch, Kommandant?“ fragte der Adjutant.

„Nein, danke, danke, Sie können gehen!“

Der Adjutant salutierte und ging.

Kakarott liess sich seufzend aufs Bett fallen. Er hatte Hunger, traute sich aber ehrlich gesagt nicht in den Speisesaal. Da klopfte es.

„Herein!“

Es erschien eine Dienerin mit einem Tablett voller Leckereien.

„Frühstück, mit besten Grüßen von Prinz Vegeta, Kommandant“ lächelte sie.

Das wurde ja immer besser! Doch was sollte er machen?

„Danke, stellen sie es auf den Tisch!“ Sie tat wie geheißen und verließ knicksend den Raum.

Kakarott saß da wie vom Donner gerührt. Schließlich setzte er sich an den Tisch und begann zu frühstücken. Wo es schon mal da war…

 

„Auftrag ausgeführt!“ Kakarott stand salutierend vor seinem Vater. Es war 8 Uhr abends, und er war mit einem Team von einer Patrouille zurückgekehrt. Bardock winkte ab.

„Setz’ dich, mein Sohn.“

„Vater, ist das ein privates Treffen?“ fragte Kakarott nervös.

„Nachdem du deine Meldung ja nun gemacht hast – ja.“

„Vater, ich…“

„Ich weiß, was dir passiert ist. Es ist ja in aller Munde.“ Bardock lehnte sich zurück.

„Ich…“

„Kakarott, das haben schon viele aus der Truppe erlebt. Prinz Vegeta ist genau wie sein Vater – unersättlich. Bardock grinste in sich hinein, doch Kakarott war das nicht entgangen.

„VATER!“

„Ja, ganz recht. Nur ist es bei mir etwas anders. Ich habe meinen Rang schon gehabt, bevor der König geruhte, auf mich aufmerksam zu werden. Das erleichtert die Sache um einiges. Und… nun – es ist wie es halt ist. Ich liebe meinen König, und er liebt mich auch, und da wir beide Witwer sind …“

„Soll das heißen..“ Kakarott sah seinen Vater entsetzt an.

„Ja. Ja, wir teilen schon lange das Lager miteinander, und auch sonst haben wir ein, mh, Vertrauensverhältnis, möchte ich sagen. In diesem Punkt ist der Prinz anders. König Vegeta wechselt die Partner nicht.“ Wieder grinste Bardock vor sich hin.

„Was ich eigentlich sagen will ist, dass der Prinz normalerweise keine gefühlsmäßigen Bindungen eingeht. Aber bei dir…“

„Vater?“

Bardock legte die Fingerspitzen aneinander und sah Kakarott ins Gesicht.

„Nun, es scheint, als hätte der Prinz ein Auge auf  dich, mein Sohn!“

„Woher…“

„Ich habe so meine Quellen. Sehr zuverlässige Quellen, möchte ich meinen.“

„Das ist ja.. schrecklich.“

Bardock sah Kakarott nachdenklich an. „Du bist zornig auf den Prinzen, habe ich Recht?“

„Zornig.. ja zornig und .. irgendwie enttäuscht. Ich hätte mehr von ihm erwartet, als dass er nur sein Vergnügen sucht..“

„Täusche dich nicht, er ist wohl etwas ausschweifend in der Liebe, aber ein großer Krieger.“

„Ich hasse ihn!“ stieß Kakarott hervor. „Er hat mich missbraucht! Gegen meinen Willen!“

„Da habe ich aber anderes gehört!“ grinste Bardock.

„Er hat mir was eingegeben, das hat mich willenlos gemacht!“ fauchte Kakarott.

„Es hat dir also nicht gefallen?“ befriedigt registrierte Bardock, dass Kakarott blutrot wurde.

„Körperlich, ja schon!“ brachte dieser dann hervor. „Aber das ist nicht wichtig. Ich liebe ihn nicht. Ich..“

„Ja, ich weiß. Deine Verlobte. Du warst heute nacht bei ihr, nicht wahr?“

„Ich…“

„Ich sagte doch, ich habe zuverlässige Quellen! Der Prinz allerdings auch. Und er rast vor Eifersucht…!“

„Ich liebe ihn nicht! Verdammt, ich liebe Chichi, und ich werde sie heiraten!“

„Aber sie ist nur eine einfache Frau! Er ist ein Prinz. Ich würde es mir überlegen!“

Kakarott stand auf. „Darf ich gehen?“

„Geh nur. Aber in einem Punkt täusche dich besser nicht: Prinz Vegeta bekommt immer, was er will, mein Sohn!“

Wortlos ging Kakarott. Bardock sah ihm nachdenklich nach. Das war ein Problem. Hoffentlich kam der König bald zurück, um den Prinzen zur Vernunft zu bringen. Und wenn der es nicht schaffte? Keine Ahnung! Seufzend schlug Bardock seine Unterschriftenmappe auf. Er hatte noch zu arbeiten.

Kochend vor Wut stürmte Kakarott in sein Zimmer. Er knallte die Tür zu. Seine Mannschaft tauschte vielsagende Blicke, doch niemand machte sich lustig über ihn. Jeder ahnte, dass da etwas im Spiel war, worüber man besser nicht lachte…

In den folgenden Wochen befahl der Prinz Kakarott noch zweimal zu sich. Es war jedesmal dasselbe. Kakarott zeigte nie GefĂĽhle, musste das Mittel schlucken und war dem Prinzen dann zu Willen. Jedesmal hasste er ihn mehr dafĂĽr, jedesmal wurde sein Zorn auf sich selbst größer. Der Prinz schickte ihn jedesmal unmittelbar danach wieder fort. Und am nächsten Tag nach dem Dienst wartete immer ein Geschenk auf Kakarott in seinem Quartier. Er legte sie unangetastet in seinen Schrank. Bardock beobachtete seinen Sohn und den Prinzen mit Sorge. Vegeta wurde immer unleidlicher und launischer, Kakarott immer verschlossener. Er bekam einen grimmigen Zug um den Mund, war besonders streng zu seinen Männern, die anfingen zu murren und ihm vorwarfen, durch die Gunst des Prinzen hochmĂĽtig zu werden.

Eines Tages, zwei Wochen nach seiner letzten „Privataudienz“  wurde Kakarott wieder zu seinem Vater gerufen. Dieser sah ihn ernst an.

„Kakarott, ich muss zum König. Er ist in einen Hinterhalt geraten und braucht Verstärkung. Ich breche sofort auf. Sieh dich inzwischen vor! Der Prinz ist unberechenbar. Ich kann dich nur schützen, wenn ich hier bin, also mach’ keinen Fehler!“

„Mich schützen? Aber..“

„Mardek, der Sekretär des Prinzen, ist mein Vertrauensmann. Ihm kannst auch du vertrauen, hör auf seinen Rat! Ich bitte dich, mein Sohn!“ damit war Kakarott entlassen. Verdrossen ging er in sein Zimmer. Was sollte das nun wieder? Sein Vater schützte ihn? Wovor?

An diesem Abend ließ Vegeta Kakarott wieder rufen. Wie immer kam Mardek, um ihn abzuholen. Auf dem Weg zum königlichen Gemach sprach er plötzlich.

„Kakarott, der Prinz hat seit eurem letzten Zusammentreffen enthaltsam gelebt. Er will niemand anderen mehr zu sich ins Bett nehmen. Ich warne Sie! Er ist sehr – angespannt.“

„Danke, Mardek, ich werde es beherzigen.“ Dieser verneigte sich leicht und verließ ihn vor der Tür des Prinzen.

Wieder öffnete Prinz Vegeta die Tür eigenhändig. Es war niemand außer ihm anwesend. Dieses Mal brannten jedoch keine Kerzen, und die Fenster waren nicht verhangen. Es stand auch kein Wein auf dem Tisch. Erstaunt sah Kakarott den Prinzen an.

„Ich möchte mit dir reden, Kakarott.“ Die Worte klangen normal, doch in den Augen des Prinzen brannte es wie ein Fieber. Er lief ruhelos hin und her.

„Was..“ er blieb vor Kakarott stehen und sah ihm direkt in die Augen, „was stört dich so an mir? Sage es mir, ich werde dich nicht bestrafen, egal was es ist.“

„Nichts.“

„Nichts? Warum zum Teufel behandeltst du mich dann so abweisend?“

„Ich bitte um Vergebung, Majestät, aber ich kann nicht anders.. ich..“ weiter kam er nicht. Vegeta war auf ihn zugesprungen und hatte ihn zu Boden gerissen. Er packte seine Kehle.

„Verdammt! WIE heiße ich?“ fauchte er Kakarott an.

„Prinz.. Prinz Vegeta“ keuchte der. Unvermittelt ließ Vegeta los und stand auf. Kakarott erhob sich ebenfalls und sah den Prinzen an. Dieser grinste schief.

„Tut mir leid, aber dieses ‚Majestät’ war eine Unverschämtheit!“ meinte er. Doch dann wurde sein Gesicht wieder hart. „Warum wehrst du dich gegen mich?“

„Ich..“

„Kakarott, gibt es jemand in deinem Leben? Jemanden, den du liebst?“

Kakarott ĂĽberlegte fieberhaft. Was sollte er sagen?

„Ich warte…“

„Nun, äh, Ma.. Prinz Vegeta, ich äh, ich bin verlobt.“

„Gut für dich, dass du mir die Wahrheit sagst. Ich wußte es natürlich längst. Das zeigt mir, dass du ehrlich bist.“

Kakarott fiel ein Stein vom Herzen. „Richtig entschieden!“ dachte er zufrieden. Doch Vegetas nächster Satz ließ sein Blut gefrieren.

„Nun gut! Du wirst dich von ihr trennen. Selbstverständlich werde ich ihr eine Abfindung zukommen lassen…“

„NEIN!“ schrie Kakarott den Prinzen zornrot an. Dieser hob die Augenbrauen.

„Nein? Ich fürchte, du hast in dieser Sache leider keine Entscheidungsfreiheit. Finde dich damit ab!“

„Das könnt Ihr nicht von mir verlangen! Ich liebe sie! Und…“ er stoppte und wurde leicht rot.

„Und?“ Vegeta sah ihn misstrauisch an.

„Und wir wollen heiraten…“ schloß Kakarott etwas lahm. Er wollte dem Prinzen nichts von seiner Nacht mit Chichi sagen.

„Das weiß ich bereits. Aber das ist nicht alles, habe ich Recht? Hast du sie geschwängert?“

Kakarott wurde dunkelrot. „Es wäre möglich!“

Finster sah der Prinz Kakarott an. „Das ist egal. Ich behaupte, es wäre von mir und werde sie mit einem Landadeligen verheiraten, dann ist sie und auch das Kind versorgt… und jeder Adelige ist dankbar, einen königlichen Bastard großziehen zu dürfen. Das ist das beste Angebot, dass ich dir machen kann. Wenn du ihr Schande ersparen willst, nimm es lieber an!“

Kakarott starrte ihn nur an. Er konnte nicht glauben, was er da hörte. Der Prinz zerstörte aus einer Laune heraus sein Leben, Chichis Leben und nahm dem ungeborenen Kind den leiblichen Vater, sofern es existierte. Er schüttelte den Kopf. „Was seid Ihr nur für ein Mensch?“ flüsterte er fassungslos.

Die Antwort ĂĽberraschte ihn.

„Ein sehr einsamer Mensch, Kakarott. Mich hat niemand je geliebt…“

Kakarott sah ihn wieder an. Das Gesicht des Prinzen war undurchdringlich. Und doch – seine Haltung, seine Stimme, deuteten auf eine tiefe Traurigkeit in ihm hin. Etwas wie Mitleid regte sich in Kakarott. Doch dann straffte er sich. Durfte der Prinz deswegen anderer Leute Leben zerstören? Nein!

Wieder ertönte die Stimme von Prinz Vegeta, sehr leise diesmal: „Könntest.. könntest du nicht wenigstens versuchen, mich zu lieben, Kakarott?“

„Euch lieben? Liebe kann man nicht erzwingen. Nicht mit Gewalt. Ihr besitzt vielleicht meinen Körper, könnt darüber verfügen, wann immer ihr wollt, aber meine Seele gehört mir, die werdet Ihr nie bekommen!“ sagte dieser langsam.

Prinz Vegetas Gesicht wurde zu einer steinernen Maske.

„Ehrliche Worte, Kakarott. Nun gut, du kannst gehen. Ich werde dich rufen, wenn ich nach dir verlange…“ damit war Kakarott entlassen. Wie betäubt kehrte er in sein Zimmer zurück. Er hatte große Angst um Chichi. Doch ihm blieb wenig Zeit zum Grübeln, denn er wurde sofort zu einer Grenzpatrouille eingeteilt. Mit 10 Männern machte er sich auf den Weg, der ihn weit von zu Hause, und von Chichi, wegführte. So war er zwei Wochen unterwegs und ohne Nachricht von zu Hause. Als er wieder heimkehrte, war das Erste, was er sah, dass in der Stadt Trauerbeflaggung aushing. Besorgt eilte er zu seinem Quartier. Dort herrschte eine gedrückte Stimmung.

„Was ist los?“ fragte er den nächstbesten, der ihm über den Weg lief.

„König Vegeta und Oberst Bardock sind beide im Kampf gefallen“ sagte dieser niedergeschlagen. Erst da erkannte er, wen er vor sich hatte und erschrak.

„Kommandant Kakarott! Ich.. es tut mir leid..“ stammelte er. Doch Kakarott ließ ihn stehen und rannte in sein Zimmer. Dort setzte er sich an den Tisch und schlug die Hände vors Gesicht. „Vater…“ flüsterte er fassungslos.

Die Tage bis zur Bestattung vergingen wie im Traum. Es stellte sich heraus, dass der König irgendwann einmal verfügt hatte, dass Bardock und er ein gemeinsames Grab bekommen sollten. Er begründete das in seinem letzten Willen damit, dass dieser ihm immer treu gedient hätte. Dass sie auch ein gemeinsames Begräbnis bekommen würden, hatte er damals sicher nicht geahnt…

Die Trauerfeier war lang und anstrengend, da die gesamten Verdienste der beiden Gefallenen aufgezählt wurden. Kakarott in Galauniform stand neben dem Prinzen. Beide waren bleich und verschlossen. Sie sahen sich nicht an. Regungslos verharrten sie, als die Hymne gespielt wurde. Erst als die Särge mit den Flaggen des Königreiches und der jeweiligen Häuser in das Grab gesenkt wurden, ballten beide die Fäuste. Mardek sah es und seufzte. Er hatte zwei geliebte Herren verloren, und diese beiden jungen Männer, die er auch von Kindesbeinen an liebte, hatten ihre Väter verloren. Sie hätten sich gegenseitig trösten können, doch sie waren nur voll Zorn. ‚Sie hätten wie Brüder sein können, nein, sein sollen’, dachte der treue Gefolgsmann, ‚warum muss Prinz Vegeta nur mit dieser unseligen Leidenschaft alles zerstören?’

Nach dem Leichenschmaus bat Kakarott, sich zurückziehen zu dürfen, doch der Prinz befahl ihn in sein Gemach. Kakarott wollte eigentlich mit seiner Trauer allein sein, musste sich aber fügen. Wieder wurde er zum Prinzen geführt. Dieses Mal saß dieser einfach nur am Tisch und starrte auf seine Hände.

„Nimm Platz, Kakarott…“ sagte er mit belegter Stimme. Doch dieser blieb lieber stehen.

„Prinz Vegeta, ich möchte Euch noch einmal mein Beileid aussprechen…“ begann Kakarott

„Schweig! Was weißt denn du!“ fuhr dieser ihn an. Er war aufgesprungen. „Mein Vater hat mich nie geliebt, er war immer gnadenlos hart und streng zu mir. Schläge waren an der Tagesordnung. Und seit ich erwachsen bin, ignoriert er mich. Ich konnte machen was ich wollte, soviel erobern oder Beute machen wie nur möglich – er hat es nie gewürdigt. Ich habe ihn gehasst!“

Fassungslos starrte Kakarott ihn an. „Prinz…“ Doch dieser zeigte wieder eine undurchdringliche Miene. Kakarott schien es nötig, etwas zu sagen. Er hatte plötzlich tiefes Mitleid mit dem Prinzen, der sich anscheinend nichts verzweifelter wünschte, als geliebt und anerkannt zu werden.

„Manchmal sind Menschen zu denen, die sie lieben, besonders grausam…“ sagte er leise.

Der Prinz sah ihn an. Kakarott blickte in seine Augen und sah darin soviel Pein, dass er impulsiv einen Schritt nach vorne machte und ihm die Hand auf die Schulter legte. Der Prinz versteifte sich zuerst, dann schlang er seine Arme um Kakarotts Hals und verbarg sein Gesicht an dessen Brust.Zögernd erwiderte Kakarott die Umarmung.

„Verdammt, Kakarott, jetzt bin ich alleine.“ flüsterte der Prinz mit tränenerstickter Stimme.

„Prinz Vegeta, ich wĂĽrde gerne fĂĽr Euch.. da sein“ sagte Kakarott tröstend. „Als Freund“ fĂĽgte er schnell hinzu. Vegeta hob den Kopf.  Dann machte er sich von Kakarott los. Mit immer noch tränenĂĽberströmtem Gesicht sah er zu ihm auf.

„Ich liebe dich, Kakarott. Wenn du mich nicht lieben kannst, dann geh mir aus den Augen!“ sagte er bitter.

„Mein Prinz… ihr wisst doch…“

„GEH!“

„Sehr wohl.“ Er verließ das Gemach. Der Prinz blieb wie versteinert auf seinem Platz stehen.

„Kakarott…“ flüsterte er. „Du hast mich verschmäht. Das wirst Du bereuen!“

Die nächsten Wochen verliefen ereignislos. Kakarott machte seinen Dienst, und sah und hörte nichts von Mardek oder dem Prinzen. Auch von Chichi kam keine Nachricht. Es gingen nur Gerüchte durch die Quartiere der Krieger, dass der Prinz plötzlich niemanden mehr zur ‚Privataudienz’ holte, und sich vielmehr in Training und Meditation übte. Kakarott, der dies natürlich auch mitbekam, fragte sich, was dies wohl zu bedeuten hatte. Es gelang ihm, Mardek abzufangen und in sein Zimmer zu lotsen. Sie setzten sich.

„Mardek, könnt Ihr mir sagen, was an den Gerüchten wahr ist?“

„Der Prinz trainiert und meditiert abwechselnd, er lebt auch keusch, aber seit Sie das letzte Mal bei ihm waren kam kein Lachen, kein Lächeln, nicht einmal ein Wutausbruch mehr von ihm. Ich mache mir Sorgen. Er wirkt wie versteinert…“ antwortete dieser.

„Muss ich mir Sorgen machen? Ich meine, um Ch. um meine Verlobte?“

„Ich weiß, wer sie ist. Noch nicht, denke ich. Sollte sie jedoch tatsächlich schwanger sein, weiß ich nicht, wie der Prinz reagiert. Aber“ er blickte Kakarott streng an „das sind nur kleine unwichtige Dinge gegen die politischen Auswirkungen, die Prinz Vegetas Zustand haben könnte!“

„Politische… was denn ?“ fragte Kakarott erstaunt.

„Da der König tot ist“ Mardek verzog schmerzlich das Gesicht „ist es natürlich klar, dass der Prinz zum König gekrönt werden muss. Dazu muss er jedoch heiraten. Entweder vorher, oder zumindest muss er sich verloben! Jedoch macht er keinerlei Anstalten, die ihm versprochene Braut auch nur zu empfangen, geschweige denn, eine Verlobung bekannt zu geben.“

Kakarott starrte ihn an.

„Und ihr meint… ihr glaubt…“

„Nein, Kakarott, ich bin mir völlig sicher, dass Sie Grund dafür sind! Diese unselige Leidenschaft hat ihm den Verstand verwirrt. Er denkt an nichts anderes mehr.“

Kakarott schlug wütend mit der Faust auf den Tisch. „Nein! Das lasse ich mir nicht anhängen.Ich bin nicht Schuld daran, dass der Prinz nicht bei Sinnen ist! Ich habe nichts getan!“

„Sicher haben Sie nichts getan. Aber Sie sind  trotzdem der Grund.“ Mardek seufzte und erhob sich. „Ich muss zum Prinzen. Es wird gleich zum Abend läuten. Dann erwartet er, dass ich bei ihm bin.“

Es klopfte an der Tür. “Ja!” rief Kakarott. Ein blutjunger Adjutant trat ein, mit hochroten Wangen. „Herr Mardek, Kommandant Kakarott, der Prinz verlangt nach Ihnen beiden!“ japste er. Mardek und Kakarott tauschten einen Blick. Zusammen standen sie auf, und gingen zum Gemach des Prinzen. Mardek bedeutete Kakarott, zu warten und trat erst einmal alleine ein.

„Ah, Mardek, da seid Ihr ja. Ich habe nach Euch geschickt!“ klang die ungeduldige Stimme des Prinzen an Kakarotts Ohr. Seine Nackenhaare stellten sich auf. Was für ein Gefühl beschlich ihn da? Eine Vorahnung? Er unterdrückte einen Seufzer. Er hatte Angst. Angst um Chichi und Angst vor dem Prinzen, davor, dass er seine Zukunft zerstören würde. Er konnte nicht hören was gesprochen wurde, doch bald darauf ging die Tür auf und Mardek erschien. Sein Miene war undurchdringlich. Er kam auf Kakarott zu und sagte leise: „Der Prinz wünscht dich zu sehen. Jetzt!“ Dann entfernte er sich schnell. Kakarott wartete noch einen Augenblick, dann klopfte er.

„Kakarott, lange nicht gesehen!“ Der Prinz lächelte freundlich. Kakarott sah sich misstrauisch um. Keine Karaffe mit Wein. Er atmete auf. Vielleicht nur ein Gespräch diesmal…

„Kakarott, wie geht es dir?“

„Danke, es geht so!“ antwortete Kakarott, in Gedanken jedoch knirschte er mit den Zähnen. ‚Wie soll es mir schon gehen, du Mistkerl? Ich habe Angst um meine Verlobte, und um meine Zukunft!’

„So zornige Augen, Kakarott?“ der Prinz beugte sich zu ihm. Er nahm Kakarotts Kinn und zwang ihn, ihm in die Augen zu sehen. Der unterdrückte den Impuls, gewaltsam den Kopf wegzudrehen und starrte den Prinzen an. Der lächelte nur und ließ ihn los. Er begann eine ruhelose Wanderung durch den Raum.

„Du wirst sicher schon gehört haben, dass sie mich verheiraten wollen. Mit einer Fürstentocher. Bulma ist ihr Name. Soll sehr hübsch und außergewöhnlich intelligent sein.“

Plötzlich starrte er Kakarott wieder in die Augen.

„Ist deine Verlobte hübsch?“

„Nun.. ja! Ja, sie ist hübsch.“

„Und intelligent?“

„Ich denke schon. Sie liest viel und interessiert sich für alles mögliche…“ Kakarott war unsicher. Was sollte das jetzt?

„Kakarott, ich habe mir folgendes überlegt. Wenn du mir versprichst, dass wir uns regelmäßig sehen werden, dann werde ich heiraten, und dir werde ich es auch gestatten. Du kannst mit deiner Frau in meiner Nähe wohnen, und … wenn ich dich rufe, dann …“ er brach ab. Der Blick aus Kakarotts Augen war so mörderisch, dass ihm eine Gänsehaut den Rücken hinunter lief.

„WAS? Was verlangt Ihr da von mir? Ich soll sie betrügen und wie eine Hure zu Euch ins Bett kriechen? Was haltet Ihr von mir? Wie soll ich mir selber jemals wieder mit Achtung begegnen? Und Ihr? Könnt Ihr vor Euch ein solches Tun rechtfertigen?“

Vegeta trat dicht an ihn heran und sagte leise: „Ja. Ja, das kann ich. Weil ich dich liebe. Ich verzehre mich nach dir. Ich muss der Pflicht genügen, Erben zu produzieren. Mit wem auch immer. Aber dich, dich liebe ich mit all meiner Leidenschaft. Nur dich will ich wirklich.“

Kakarott wich zurĂĽck, doch der Prinz folgte ihm dichtauf. SchlieĂźlich stieĂź Kakarott mit den Kniekehlen an das Bett des Prinzen und knickte ein. Er fiel rĂĽckwärts auf das Bett. Der Prinz folgte ihm sogleich und lieĂź sich neben ihm nieder. Er legte den Arm ĂĽber Kakarotts Brust und vergrub sein Gesicht in dessen Halsbeuge. „Ich habe es mir doch nicht ausgesucht!“ flĂĽsterte er gepresst. „Es hat mich wie ein Blitz getroffen. Ich kann nichts dagegen tun! Als ich dich neben deinemVater stehen sah, konnte ich die Augen nicht von dir abwenden. Es hat ein paar Tage gedauert, bis ich erkannt habe, dass dies ĂĽber ein normales Begehren hinausging. Ich liebe dich. Ich brauche dich. Und…“ er hob den Kopf. Ohne ein weiteres Wort waren seine Lippen plötzlich auf Kakarotts Mund. Dieser presste seine Lippen zusammen und wollte den  Kopf wegdrehen. Der Prinz unterbrach seinen Kuss.

„Ich werde dir heute kein Mittel einflößen“ keuchte er. „Es erreicht zwar, dass du willig wirst, aber ich möchte, dass du dich mir freiwillig hingibst. Und…“ seine Augen hatten einen seltsamen Glanz, „dass du etwas dabei empfindest…“ Damit küsste er Kakarott erneut. Dieser war entsetzt. Ohne das Mittel konnte er die Berührung fast nicht ertragen. Er wollte weg! Vorsichtig schob er den Prinzen von sich. „Prinz Vegeta, bitte lasst mich gehen“ sagte er flehend. „Ich kann Euch nicht lieben, und ich kann mich Euch so nicht hingeben.“

Ein gefährliches Funkeln trat in Vegetas Augen. „Bin ich dir so zuwider?“ fragte er sehr ruhig.

„Nein, ich .. es..“ „Sag es! Sag, dass ich dich anekle!“ „Aber so ist es nicht. Ich kann Euch nur nicht lieben, und deshalb kann ich nicht mit Euch schlafen..“ Verzweifelt dachte Kakarott ‚Kapier es doch endlich!’ Doch der Prinz hörte nicht zu. Er riss Kakarotts Hemd auf und zerrte ihm die Hose von den Beinen. Dieser wollte sich wehren, doch der Prinz hatte in seinem Zorn Bärenkräfte entwickelt und außerdem war er unheimlich schnell. Blitzartig hatte er Kakarotts Hände an das Betthaupt gefesselt, indem er einfach die Kordeln der Vorhänge verwendete. Dieser lag nun völlig hilflos vor ihm. Vegeta war schrecklich zornig – und begann jetzt, sich selbst zu entkleiden. Kakarott stellte fest, dass der Prinz trotz seines Zorns erregt war. Er legte sich auf ihn und presste sich brutal in ihn hinein.

„Dann… werde.. ich.. dafĂĽr .. sorgen.. dass .. du .. mich .. hasst!“ keuchte er zwischen seinen Stößen. „Denn.. dein..  Mitleid.. will..  ich..  nicht!“

Kakarott stöhnte vor Schmerzen. Es war furchtbar. Das Aphrodisiakum hatte wohl sonst auch etwas entspannend gewirkt, und ohne dieses Mittel war es wirklich – sehr schmerzhaft. Schließlich brach der Prinz keuchend über ihm zusammen und rollte sich auf die Seite.

Nach einer Weile stand er auf und warf sich einen Morgenmantel über. Dann löste er Kakarotts Fesseln. Dieser richtete sich auf. Er rieb seine Handgelenke, sah den Prinzen aber nicht an.

„Nun? Du sagst ja gar nichts. Willst du mich nicht anschreien? Verfluchen?“ der Prinz lächelte ironisch. „Oder hat es dir vielleicht doch gefallen?“

Kakarott fĂĽhlte, wie sich seine Kehle zuschnĂĽrte.

„Ihr seid ja krank!“ stieß er hervor. „Ihr könnt einem wirklich nur leid tun!“

„Krank? Ja! Ich bin wie im Fieber, seit ich dich das erste Mal gesehen habe. Du lässt mich nicht mehr los. Nicht am Tag und auch nicht bei Nacht. Ich liebe dich!“

Er kam wieder sehr nahe an Kakarotts Gesicht heran. „Sag doch, dass du mich hasst!“

„Nein, ich hasse Euch nicht..“

„Immer noch nicht? Nicht nach dem, was ich dir gerade angetan habe? Dann hör mir jetzt gut zu: Ich habe deine Verlobte, Chichi heißt sie doch, nun, ich habe Mardek angewiesen, ihre Vermählung mit Graf Kordonn innerhalb der nächsten Woche zu veranlassen, wenn du meinen Vorschlag ablehnen solltest. Kordonn ist mir treu ergeben und denkt, das Kind, dass sie trägt, wäre meines. Denn sie trägt ein Kind, das habe ich in Erfahrung gebracht. Dein Kind, nicht wahr?“

Kakarott hatte die Augen geschlossen, während der Prinz sprach. ‚Lass es nicht wahr sein’ dachte er immer wieder. ‚Lass es nicht wahr sein..’

„Du siehst, der Weg ist frei. Sie wird es gut haben, und eine Gräfin werden. Das hättest du ihr nicht bieten können, auch dem Kind nicht…“ Vegeta stockte. Kakarott hatte einen Satz auf ihn zu gemacht und packte mit beiden Händen seinen Hals.

„Du Bastard, ich bringe dich um“ knirschte er und drückte zu. Doch der Prinz hatte schon die ganze Zeit einen Glockenzug in der Hand, den er jetzt betätigte. Die Tür ging auf und zwei Wachen traten in das Zimmer.

„Tut, was ich gesagt habe. Er wird zwei Wochen in den Kerker gesperrt, aber verletzt ihn nicht.“

„Ich hasse dich! Ich werde dich kriegen, und dann töte ich dich!“ schrie Kakarott, als die Wachen ihn hinauszerrten.

„Nein, mein Freund, ich werde dich kriegen“ dachte Vegeta, und schloss die Tür hinter ihnen.

 

To be continued…     Teil 2

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