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Hier kommt der zweite Teil. Ist ein bisschen kurz diesmal, aber ich hatte wenig Zeit diese Woche! Pairings: Vegeta/Kakarott, Kakarott/Chichi, Vegeta/Bulma Viel Spass! Haruka
You may have my body, but you can’t get my soul - Part 2 Kakarott saß auf dem Bett in seiner Zelle und starrte düster auf das Essen, das die Wache eben auf den Tisch gestellt hatte. Es war ein gutes Essen, viel zu gut für einen Gefängnisinsassen. Er hatte großen Hunger, aber keine Lust etwas davon anzurühren. Er wusste es kam vom Prinzen. Von diesem brutalen Scheißkerl, der sein Leben zerstört hatte. Was sollte das alles? Warum sperrte er ihn ein, um ihm dann die feinsten Speisen servieren zu lassen? Seit drei Tagen saß er hier und könnte die Wände hochgehen. „Er will mich aus dem Weg haben, damit ich nicht in die Hochzeit von Chichi und diesem – diesem Grafen hineinplatze“ dachte er zornig. Dass er ihm an die Kehle gegangen war, schien den Prinzen weder zu stören, noch hatte es irgendwelche Folgen nach sich gezogen. Im Gegenteil, die Wachen hatten ihn quasi mit Samthandschuhen angefasst. Er war auch nicht in den Verliesen eingesperrt worden, sondern in eine leerstehende Kammer mit Tisch, Stuhl und Bett. Er grübelte Tag und Nacht über sein Leben nach. Dachte an Chichi. Ob sie wohl wusste, dass er nichts dafür konnte? Wahrscheinlich glaubte sie, er hätte sie im Stich gelassen! Das war für ihn am schlimmsten zu ertragen, dass sie das Vertrauen in ihn verlieren würde! Er ballte in ohnmächtiger Wut die Fäuste. Wenn er diesem Mistkerl doch die Kehle richtig zugedrückt hätte.. In diesem Moment hörte er den Schlüssel im Schloss drehen. Die Tür wurde geöffnet, und der Prinz stand vor ihm. Die Wache trat ebenfalls ein, doch der Prinz winkte, und der Mann verbeugte sich leicht und verließ den Raum, schloss die Tür, jedoch ohne abzusperren. „Guten Tag, Kakarott!“ „Hoheit…“ antwortete dieser kalt. Der letzte, den er hier sehen wollte, war Prinz Vegeta! „Du weißt, wie du mich anreden sollst… nun, lassen wir das!“ Der Prinz setzte sich auf den einzigen Stuhl. „Gar keinen Hunger, Kakarott?“ Dieser antwortete ihm nicht. Er sah starr auf den Boden vor seinen Füßen. „Du willst nicht mit mir reden. Also gut. Ich wollte dir nur sagen, dass der Graf und Chichi bereits verheiratet sind. Sie war – nun ja, etwas überrascht, würde ich sagen. Aber..“ weiter kam er nicht. Kakarott war aufgesprungen und ging mit erhobenen Fäusten auf ihn zu. „DU SCHWEIN!“ brüllte er den Prinzen an. Die Tür wurde aufgerissen und zwei Wachen stürmten herein. Doch der Prinz hob die Hand und schüttelte den Kopf. Auf einen Wink verschwanden die beiden wieder. Kakarott stand schwer atmend vor dem Prinzen. „Du solltest dir darüber klar sein, dass, wenn du mich auch nur anrührst, du hier nicht lebend herauskommst!“ sagte dieser ernst. „Das ist mir völlig egal!“ knirschte Kakarott. „Mein Leben ist sowieso zerstört!“ „Du könntest ein schönes Leben haben.. mit mir!“ sagte der Prinz leise. „Schönes Leben? Ich wollte eine Ehefrau und ein Kind, mein Kind, und mein Leben!“ stieß Kakarott hervor, dem Tränen der Wut und des Schmerzes in den Augen standen. „Statt eines Perversen, der dich vergewaltigt meinst du wohl?“ sagte der Prinz ironisch. Kakarott schwieg. Er resignierte. Jetzt war sowieso alles egal. Aber er irrte sich. Der Prinz war noch nicht fertig! Dieser erhob sich jetzt. „Denke darüber nach! Denn…“ er ging zur Tür und klopfte. Die Wachen öffneten und er trat hinaus. Im Weggehen beendete er seinen Satz: „…solltest du dich doch noch anders entscheiden, so werde ich davon absehen, Graf Kordonn zu sagen, wessen Kind er da großziehen soll, und dass es von einem Unterklasse-Krieger abstammt. Falls nicht – nun, ich möchte nicht wissen, was er dann mit dem Kind tut, wenn es geboren ist, oder mit Chichi…“ die Tür schloss sich. Mit einem Aufschrei warf sich Kakarott dagegen und trommelte mit den Fäusten darauf ein. „Aufmachen! Aufmachen! Komm zurück du Bastard! Ich hasse dich! Ich hasse dich! Ich..“ ein wildes Schluchzen hinderte ihn daran, weiterzubrüllen. Er ließ sich an der Wand herabrutschen und verbarg sein Gesicht in den Händen. Heiße Tränen quollen dazwischen hervor. „Chichi, was soll ich nur tun?“ flüsterte er verzweifelt. „Was soll ich tun?“ Vegeta ging mit starrem Blick in sein Privatgemach. Kakarotts Aufschrei war ihm durch Mark und Bein gegangen. ‚Ich hasse dich! Ich hasse dich..’ „Ich hasse mich selbst, Kakarott!“ murmelte er vor sich hin, als er sich auf sein Bett warf. Er fühlte sich müde und verzweifelt. Er wusste doch, dass er Kakarotts Herz nie bekommen konnte, es sei denn, er würde es ihm aus der Brust schneiden! Warum quälte er ihn so? Es tat ihm selber weh, Kakarott so leiden zu sehen, aber er konnte nicht anders. Er konnte ihn nicht seiner Braut überlassen, weil er ihn verzweifelt für sich begehrte. Warum musste Kakarott auch schon verlobt sein! Verdammt, hätte er nicht noch ungebunden sein können? Vielleicht, ja vielleicht wäre dann alles anders gekommen! Grundsätzlich war es auf Vegeta egal, ob man als Mann einen Mann oder als Frau eine Frau oder einen Partner vom anderen Geschlecht liebte. Vielleicht hätte er Kakarott für sich gewinnen können, wenn, ja wenn er ihn früher getroffen hätte. In ihm zog sich alles zusammen. Er hatte Sehnsucht… „Du bist vollkommen irsinnig!“ sagte er sich. „Verzehrst dich nach dem einzigen Menschen im Universum, den du auf keinen Fall bekommen wirst, weil er dich abgrundtief hasst. Und daran bist du auch noch selbst schuld!“ Resigniert stand er auf. Er würde sich betrinken, damit er wenigstens schlafen konnte. Es gab zwar Medikamente dafür, aber ihm war Alkohol im Moment lieber… Es klopfte. „Was ist!“ rief er unwirsch. Mardek betrat den Raum. „Hoheit…“ „Lass mich in Ruhe, Mardek, ich habe jetzt keine Lust auf Staatskram“ blaffte Vegeta ihn an. „Hoheit, in einem Monat wird Euch Eure Braut hier am Hof vorgestellt werden. Ihr solltet dann einen Empfang geben!“ fuhr Mardek unbeeindruckt fort. Er wusste, er konnte es sich erlauben, denn er war einer der wenigen, denen Vegeta vertraute. Als Kind, der Prinz war etwa fünf Jahre alt gewesen, hatte er ihm sogar mal gesagt, er würde ihn lieben. „Onkel Mardek?“ „Ja, Hoheit?“ „Onkel Mardek, kannst du mich nicht Vegeta nennen? Niemand nennt mich bei meinem Namen, alle sagen immer nur Hoheit, oder Prinz, und sind so, so höflich zu mir! Bitte, sag doch Vegeta und du zu mir!“ „Wenn du es wünschst, Vegeta, so werde ich es gerne tun, wenn wir unter uns sind!“ hatte er lächelnd geantwortet. Der Prinz war ihm strahlend um den Hals gefallen. „Danke, Onkel Mardek! Ich hab dich lieb!“ hatte er gerufen, und ihm einen Kuss auf die Wange gedrückt… „Was lächelst du so, Mardek?“ Der schrak auf. Der Prinz starrte ihn misstrauisch an. „Oh, nichts, Hoheit, ich dachte nur gerade an früher..“ beeilte er sich zu antworten. Früher.. ein Schatten flog über das Gesicht des Prinzen. Solange er sich erinnerte, gab es in seinem Leben nichts, woran er sich mit einem Lächeln zurückerinnern würde. An seine Mutter erinnerte er sich kaum, und sein Vater, nun, er war ein sehr harter Mann gewesen. Der einzige, der ihn immer sowohl liebevoll als auch mit Respekt behandelte, war Mardek. Er sah auf und lächelte zurück. Dann sagte er etwas Unerwartetes. “Ich bin froh, dich zu haben, Mardek. Auch wenn du mich immer mit meinen Pflichten nervst!“ Überrascht sah ihn dieser an. Eine leichte Röte lag auf seinem Gesicht. „Hoheit…“ „Schon gut. Jetzt zu dieser lästigen Angelegenheit. Ich werde wohl nicht umhin kommen, mir dieses Mädchen anzusehen. Also veranlasse alles, um diesen Empfang vorzubereiten. Ich möchte damit jedoch nicht behelligt werden, du weißt, wie ich diese Festlichkeiten hasse. Ich empfange sie an diesem Tag dann später alleine, in deiner Anwesenheit wird wohl nichts dagegen sprechen. Ich weiß, du wirst das schon regeln, nicht wahr?“ Mardek wollte etwas erwidern, doch der Prinz schob ihn Richtung Ausgang. „Nun geh schon, ich habe schon weit genug nachgegeben, denke ich!“ Damit schloss er die Tür hinter Mardek. Er hörte, wie Mardek sich entfernte. Unschlüssig stand er noch einen Augenblick vor der geschlossenen Tür, dann ging er zu seiner Anrichte und griff seufzend nach der Karaffe mit dem Wein. Er wollte sich schon ein Glas eingießen, als ihm einfiel, dass in dieser Karaffe ja der Wein mit dem bewußten Mittel war! Er stellte sie wieder weg. Das fehlte noch, dass er sich selber in so eine Stimmung versetzte! Stattdessen griff er nach einer Flasche mit Branntwein. „Ist sowieso besser, dann geht es schneller“ murmelte er und goss sich ein großes Glas voll. Er nahm einen Schluck und verzog das Gesicht. Widerlich! Aber er wollte nicht genießen, er wollte sich betrinken. Also ’runter damit! Er setzte an und leerte das Glas auf einen Zug. Er schenkte noch einmal nach und trank auch dieses Glas leer. Dann ließ er sich auf sein Bett fallen und wartete, dass es wirkte. Er konnte nichts dagegen tun, in seinen Ohren gellte immer noch Kakarotts Schrei. Ich hasse dich.. Alles was er sich wünschte war, Kakarott einmal sagen zu hören, dass er ihn liebte, und alles was er tat brachte Kakarott nur dazu, ihn immer noch mehr zu hassen… Der Alkohol begann langsam zu wirken. Er merkte, wie eine tiefe Verzweiflung ihn erfasste. „Kakarott, ich liebe dich doch. Warum nur tue ich dir so weh?“ dachte er niedergeschlagen. „Manchmal sind Menschen zu denen, die sie lieben, besonders grausam…“ hatte Kakarott zu ihm gesagt. Aber doch nicht so! Er war sicher, dass Kakarott das etwas anders gemeint hatte, oder? ‚Wahre Liebe kann verzichten’ das hatte er mal irgendwo gehört. War es also keine wahre Liebe, die er empfand? Wollte er Kakarott nur, weil dieser ihn nicht wollte? Aber als er ihn das erste Mal gesehen hatte, als er neben seinem Vater zum Rapport erschien, da hatte es ihn wie ein Blitz getroffen. Da konnte er noch nicht wissen, dass Kakarott ihn ablehnen würde. „Ich liebe dich, Kakarott!“ flüsterte er. Seine Lider wurden schwer. Er schlief ein. Mardek beschloss, Kakarott aufzusuchen und ihm von Chichi zu berichten. Graf Kordonn war ein junger Adeliger, etwa drei Jahre älter als Kakarott, und durch den Tod seines Vaters vorzeitig zum Erben seines Besitzes geworden. Deshalb hatte er eine Ehefrau gesucht. Er war kein schlechter Mensch und würde Chichi und das Kind sicher gut behandeln. Auch er war ein guter Krieger, der mit seinen jungen Jahren schon viel für seinen König erobert hatte. Er sah auch gar nicht schlecht aus… nun, das würde er Kakarott vielleicht nicht gerade auf die Nase binden… aber vielleicht konnte er ihm die Sorge nehmen, dass Chichi unter einem hässlichen alten Knacker zu leiden hatte … er seufzte. Wahrscheinlich war es für Kakarott egal, solange sie nicht mit ihm zusammen war. Aber für Chichi war es sicher nicht egal. Frauen hatten sich zu fügen, das wusste auch sie. Und wenn der Mann dann nicht gerade einer der hässlichsten war, umso besser! Durch ihre Schwangerschaft war sie vor Annäherungen durch Kordonn vorläufig weitgehend geschützt, sie brauchte ja nur Unwohlsein vorzutäuschen. Wie er Kordonn kannte, würde der sicher Rücksicht nehmen, zumal er ja glaubte, sie trüge des Prinzen Kind. Seine Mutter, die Gräfin, war eine herzensgute Frau, die sich Chichi’s sicher liebevoll annehmen würde. Ja, Chichi war erstmal relativ sicher, und das wollte er Kakarott so schnell wie möglich berichten, um ihn zu beruhigen. „Ich soll dem Gefangenen etwas vom Prinzen ausrichten“ sagte Mardek zu der verdutzten Wache, als er ihm Einlaß verwehren wollte. Die Wache zögerte. „Willst Du mein Wort anzweifeln?“ fragte Mardek drohend. Der Mann schluckte und schloss die Tür auf. Beim Eintreten erschak Mardek. Kakarott saß bleich und mit starrer Miene am Tisch und sah nicht einmal auf. „Kakarott!“ sprach Mardek in an. Der sah ihn an. Eine abgrundtiefe Verzweiflung lag in seinem Blick. „Was wollt ihr?“ „Kakarott, ich weiß das du dich schlecht fühlst, deshalb wollte ich dir berichten, dass es Chichi nicht allzu schlecht getroffen hat. Der Graf ist ein guter Mann, nicht viel älter als du und er wird sie gut behandeln.“ sagte Mardek leise, damit die Wache sie nicht belauschen konnte. Kakarott sah ihn spöttisch an. „Und darüber soll ich mich jetzt wohl freuen?“ sagte er mit Bitterkeit in der Stimme. „Du kannst dich freuen oder nicht, aber für sie ist es besser, als mit einem alten Widerling verheiratet zu werden, oder? Der Graf hat eine sehr liebevolle Mutter, die sich sicher rührend um Chichi kümmern wird. Ich wollte dir nur die Sorge nehmen!“ sagte Mardek besänftigend. Kakarott tat ihm sehr leid. Aber Mardek wollte auch mal eine Lanze für den Prinzen brechen. „Ich kann dir versichern, dass Chichi in guten Händen ist…“ „Ja, ich weiß! Ich kenne den Grafen! Ich habe bereits einmal unter ihm in einem Einsatz gedient,“ sagte Kakarott unwirsch. „Er ist kein schlechter Mann und – er sieht gut aus“ schloss er leise. Mardek nickte. „Du musst zugeben, dass sie es hätte schlechter treffen können..“ sagte er vorsichtig. Kakarott sah ihn misstrauisch an. Warum beharrte Mardek so auf dieser Tatsache? Langsam dämmerte es ihm. Er wollte für den Prinzen um gut Wetter bitten! „Gebt Euch keine Mühe! Es bleibt Unrecht, was der Prinz getan hat!“ sagte er hart. Mardek seufzte. „Der Prinz hat den Grafen sehr sorgfältig ausgewählt. Er hat Sorge dafür getragen, dass es Chichi gut haben wird, kannst du das nicht anerkennen?“ fragte er sanft. „Könnt Ihr mir das versprechen? Dass es Chichi immer gut haben wird?“ fragte Kakarott. „Nein, das kann ich natürlich nicht. Aber hättest du ihr das versprechen können?“ fragte Mardek zurück. Kakarott blieb stumm. Da war was dran. „Ich kann dir versprechen, dass, nach Lage der Dinge, es Chichi und dem Kind wahrscheinlich gut gehen wird. Sofern sie mitspielt.“ „Das wird sie! Sie ist so erzogen worden…“ sagte Kakarott bitter. Nur er kannte eine zwanglose, fröhliche Chichi. Sie wäre eine perfekte Ehefrau, devot, gehorsam, höflich. Ihm war es ab und zu gelungen, ihre fröhliche, mädchenhafte Seite herauszulocken. Aber normalerweise zeigte sie stets die beherrschte Maske, die ihr anerzogen worden war. <Jaja ich weiss, Chichi und beherrscht *gg*> „Na, umso besser. Du brauchst dir also nicht allzu viele Sorgen zu machen. Ich denke, dass du hier bald wieder raus kommst…“ Mardek erhob sich. „Und wozu? Um dem Prinzen wieder ausgeliefert zu sein?“ fragte Kakarott sarkastisch. Mardek sah ihn an. „Ist er dir denn wirklich so zuwider?“ „Ich bitte Euch! Er hat mich missbraucht und mein Leben zerstört. Soll ich ihn dafür lieben?“ „Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass du der erste Mensch bist, nach dem er sich so verzehrt…“ sagte Mardek. Dann erhob er sich. „Ich muss gehen. Ich wünsche dir, dass du mit dir und dem Prinzen ins Reine kommst…“ damit verließ er ihn. Kakarott starrte ihm nach. „Ins Reine…“ murmelte er vor sich hin. Er überdachte das eben Gehörte. Chichi ging es relativ gut. Es gab so gut wie keine Möglichkeit, jemals wieder mit ihr zusammenzusein. Der Prinz begehrte ihn nach wie vor. Also.. Ein entschlossener Zug trat in Kakarotts Gesicht. Er traf eine Entscheidung…
Der Prinz erwachte davon, dass er unsanft an der Schulter gerüttelt wurde. „Hoheit! Hoheit, wacht bitte auf!“ „Mardek? Wieso weckst du mich mitten in der Nacht?“ „Es ist bereits Morgen, Hoheit! Aber das ist nicht der Grund, sondern Kakarott…“ weiter kam er nicht. Der Prinz war bereits aufgesprungen. „Kakarott? Was ist ist mit ihm?“ fuhr er Mardek an. „Hoheit… es – sieht schlecht aus…“ „Mardek, was zum … verdammt, sag mir was los ist!“ Der Prinz hatte ihn an den Schultern gepackt und schüttelte ihn. „Er schwebt in Lebensgefahr. Wahrscheinlich wird er es nicht schaffen…“ „NEIN! Das kann nicht sein! Das kann doch nicht sein! Wie…“ schrie der Prinz ihn an während er bereits dabei war, sich hastig anzuziehen . “Er hat versucht, sich selbst zu töten. Hat einen Wachtposten in die Zelle gelockt, ihn überwältigt, den Dolch aus dessen Gürtel gerissen und sich in die Brust gerammt. Das alles in Sekundenbruchteilen! Der Posten konnte noch seine Hand hochdrücken, so dass der Dolch nicht ins Herz eingedrungen ist, sondern darüber. Doch er hat viel Blut verloren. Die Heilerin ist bei ihm, und…“ Er kam nicht dazu, den Satz zu beenden. Der Prinz war bereits an ihm vorbeibestürmt und in Richtung Gefängnistrakt gerannt. Schwer atmend erreichte er die Zelle von Kakarott, nur um zu sehen, wie dieser an ihm vorbeigetragen wurde. Sein Gesicht war totenbleich. Eine Heilerin ging nebenher. Der Prinz bekam einen eisigen Schreck. „Ist… ist er…“ flüsterte er mit zitternder Stimme. „Nein. Noch lebt er. Aber er ist sehr schwach. Wenn er kein Blut bekommt, wird er es nicht schaffen…“ sagte die Heilkundige ernst. „Nehmt mein Blut! Ich gebe soviel ich kann!“ fiel der Prinz ihr ins Wort. Erstaunt blickte sie ihn an. „Hoheit, das ist ein einfacher Gefangener! Wollt Ihr wirklich…“ „Fragt nicht lange herum, nehmt mein Blut!“ befahl dieser mit finsterem Gesicht. Eingeschüchtert nickte sie. „Dann folgt mir bitte in die Krankenstation, Hoheit“ sagte sie gehorsam. Eilig wurde Kakarott dorthin getragen, während der Prinz und die Heilerin neben der Trage herliefen. Prinz Vegeta ließ Kakarotts Gesicht nicht aus den Augen. War er nicht schon etwas blasser geworden? Atmete er noch? Am liebsten hätte er seinen Puls gefühlt. Doch Eile war geboten. In der Krankenstation angekommen musste sich der Prinz auf ein Bett neben Kakarott legen. Da die Blutgruppen nicht übereinstimmten, musste zuerst das Plasma gewonnen werden. Das hatte den Vorteil, dass man davon mehr entnehmen konnte, und den Nachteil, das das volle Blut mehr geholfen hätte. Doch die Heilerin war zufrieden, dass sie überhaupt so schnell eine Spende bekommen hatte, und sagte dies dem Prinzen. Doch der schüttelte den Kopf. „Das ist das mindeste. Es ist alles meine Schuld!“ flüsterte er mit rauher Stimme. Die Heilerin zog verwundert die Augenbrauen hoch, und verließ wortlos den Raum. Es stand ihr nicht zu, Fragen zu stellen… Die Blutspende hatte dem Prinzen mehr zugesetzt, als er gedacht hätte. Ihm war schwindelig und er wurde sehr müde. Erschöpft schlief er ein. Als er wieder wach wurde, war es bereits Abend. Das Bett neben ihm war leer. Entsetzt richtete er sich auf. Doch er sank sofort wieder zurück. In seinem Kopf drehte sich alles. Eine Krankenpflegerin kam eilig auf ihn zu. “Hoheit, Ihr müsst liegen bleiben! Es war eine große Blutspende, die Ihr geleistet habt! Ihr braucht Ruhe!“ „Wo ist Kakarott?“ stöhnte der Prinz. Sein Herz krampfte sich zusammen. Wenn er… wenn er tot war würde er sich das niemals verzeihen! „Wir haben ihn in ein Zimmer gebracht, wo ein Apparat seine Lebensfunktionen überwacht. Im Moment ist er stabil. Aber wir müssen abwarten. Wenn er die Nacht überlebt, wird er es wahrscheinlich schaffen.“ „Ich will zu ihm!“ Ächzend richtete er sich wieder auf. Die Pflegerin wollte ihn daran hindern, doch er kam irgendwie auf die Beine und schnauzte sie an: „Bringt mich in das Zimmer von Kakarott!“ Eingeschüchtert führte sie ihn zu einem Raum, in dem mehrere Apparate blinkten und piepten. Schläuche führten in Kakarotts Arme und ein großer Verband bedeckte seine Brust. Bleich und reglos lag er da. Dieser Anblick war zuviel für den Prinzen. Er sank vor dem Bett auf die Knie und griff nach Kakarotts Hand. „Verzeih mir! Das habe ich nicht gewollt… ich .. ich..“ aufschluchzend nahm er Kakarotts Hand und presste sie an seine Wange. „Ich liebe dich doch!“ flüsterte er verzweifelt. „Bitte, geh nicht! Ich verspreche dir, dass ich dich in Ruhe lassen werde! Und ich werde dir Chichi zurückholen, das verspreche ich dir.. aber bleib am Leben!“ Eine Hand legte sich auf seine Schulter. Es war Mardek. „Hoheit, Ihr könnt nichts tun. Überlasst das den Heilern. Ihr solltet Euch ausruhen, denn Ihr seid geschwächt.“ Der Prinz wollte schon auffahren, besann sich aber eines besseren. „Du hast ja Recht! Aber ich bleibe hier im Zimmer!“ „Das geht nicht! Aus Gründen der Hygiene darf ich das nicht erlauben!“ Eine ältere Heilerin schob beide Männer energisch hinaus auf den Flur. Trotzig warf der Prinz den Kopf in den Nacken. „Es geht mir nicht gut! Wollt Ihr mir die Hilfe verweigern? Mir, dem Prinzen?“ fauchte er sie an. Doch die ließ sich davon nicht sonderlich beeindrucken. „Mein lieber Prinz, ich habe Euch schon auf die Welt geholfen. Wollt Ihr mir vorschreiben, wie ich die Krankenstation zu führen habe?“ sagte sie resolut. „Ihr könnt Euch gerne im Nebenzimmer niederlassen, aber solange ich hier das Sagen habe, betritt heute keiner mehr dieses Zimmer!“ Sie deutete auf eine Tür. Widerstrebend ließ sich der Prinz von Mardek hineinführen. „Ruht Euch erst einmal aus, Hoheit! Morgen sehen wir weiter!“ sagte dieser begütigend. Jetzt merkte der Prinz, dass er immer noch sehr erschöpft war. Ihm wurde auch schon wieder schwindelig. „Vielleicht hast Du recht, Mardek..“ murmelte er und ließ sich auf das Bett fallen. „Gute Nacht, Hoheit!“ sagte dieser leise. Doch der Prinz war bereits eingeschlafen. ... to be continued Teil 3 |
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