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So, hier kommt Teil 4

Disclaimer: Die Figuren gehören Toriyama-san, die Story ist frei erfunden (sehr frei, hehe)

Pairings: Vegeta/Kakarott, Vegeta/Bulma, Kakarott/Chichi

Warnings: Sad, lemon

Viel Spass! (^^’)
 

You may have my body, but you can’t get my soul - Part  4

Warm… ihm war so warm… was war das nur an seinem Gesicht, was da so kitzelte…

Der Prinz schlug die Augen auf. Direkt vor seiner Nase war der dichte Schopf von Kakarotts Haar. Er schlief fest, eng an den Körper des Prinzen geschmiegt, seine Hand auf dessen Unterarm, der ihn immer noch umschlungen hielt. Vegeta schloss die Augen wieder. So schön… dann durchfuhr ihn ein Schreck. Er musste sofort weg hier. Wenn Kakarott jetzt aufwachte… was hatte er sich nur dabei gedacht, sich einfach zu ihm zu legen? Behutsam versuchte er, Kakarotts Hand von seinem Arm zu lösen. Dieser murrte und drehte sich auf den Rücken, wodurch Vegetas Hand etwas weiter nach unten rutschte… Der Prinz starrte auf ihn nieder. Ihn erfasste ein heftiges Verlangen. Kakarotts Mund war so nahe… ob er… er riss sich zusammen, rutschte vorsichtig nach hinten und stand auf. Leise ging er hinaus, um seinem Schützling etwas zu Essen zu besorgen.

„Wenn er wach wird, plärrt er sicher gleich wieder nach Futter“ grinste er vor sich hin. Er seufzte. Wenn doch Kakarott ewig im Bett bleiben müsste! Am liebsten würde er ihn nie wieder rauslassen, ihn für immer umsorgen, ihm alle Gedanken an Chichi oder egal wen auch immer austreiben… Er schüttelte den Kopf. ‚Lass die Spinnerei. Bald ist er wieder weg, also vergiss es!’

Als der Prinz mit dem Frühstück kam, war Kakarott wach. Er bedankte sich für das Essen, war jedoch seltsam einsilbig und sah dem Prinzen nicht in die Augen. Dieser wurde nervös. Hatte Kakarott doch was von der Nacht im selben Bett mitbekommen? Aber seine Sorge wurde zerstreut, als dieser ihn schnippisch fragte „Na, war der Ausritt schön, gestern?“ Der Prinz hob erstaunt die Brauen. Daher wehte der Wind also! Man war beleidigt!

„Ja, danke!“ sagte er leichthin. „Aha. Dann ist es ja gut!“ Wieder Schweigen. Kakarott widmete sich dem Essen. „Dafür, dass du dem Tod gerade von der Schippe gesprungen bist, haust du ganz schön rein!“ zog Vegeta ihn auf. „Ich will so schnell wie möglich zu Kräften kommen, damit ich hier ’rauskann!“ grollte Kakarott. Er dachte an die Umarmung, in der er gelegen hatte. Ihm wurde mulmig, und er versuchte, dies zu überspielen. Die Miene des Prinzen verdüsterte sich. „Jaja, ich weiß. Bloß schnell weg von mir. Ich bin ja so widerlich!“ schnappte er ein und räumte das leere Geschirr weg. „Hast du immer noch nicht gefressen, dass es mir leid tut? Warum tue ich das denn alles hier?“ Am liebsten hätte er Kakarott jetzt eine ’reingehauen, Liebe hin oder her. „Um dein Gewissen zu beruhigen?“ reizte Kakarott ihn. Vegeta knurrte: „Ich habe kein Gewissen. Also brauche ich auch nichts beruhigen! Hier, deine Medizin! Dann geht’s noch schneller!“ Ausnahmsweise ohne Widerworte nahm Kakarott die Medizin ein. Als der Prinz die Flasche zuschraubte, warf Kakarott einen verstohlenen Blick auf sein Gesicht. Hatte er ihn sehr geärgert? Eigentlich wollte er gar nicht so sehr sticheln. Doch die Miene des Prinzen war ausdruckslos. „Los, richte dich auf. Ich muss deinen Verband wechseln“ sagte er  jetzt schroff. Kakarott gehorchte. Schnell war alles erledigt, und Kakarott wunderte sich wieder, woher der Prinz das wohl konnte. Doch er wollte nicht fragen. Er wollte eigentlich gar nicht mit ihm reden, weil er viel zu befangen war. „Umdrehen! Zeit für die Massage!“ Kakarott erschrak. Das nicht auch noch! „Uh, äh, heute lieber nicht, ich habe irgendwie komisch gelegen, mir tut alles weh…“ so eine dämliche Ausrede! War er denn total verblödet? Vegeta wusste, wie er gelegen hatte! Doch der ließ sich nicht beirren. „Keine Widerrede! Umdrehen!“ Vegeta packte ihn an den Schultern und drehte ihn schnell um.  Nicht schnell genug. Kakarott hatte gesehen, dass ein leichtes Rot in seine Wangen gestiegen war. Doch auch sein eigenes Gesicht fühlte sich seltsam heiß an, also ließ er sich bereitwillig umdrehen und versteckte es im Kissen. Eigentlich freute er sich auch auf die Massage, Vegeta machte das sehr gut, soviel Sanftheit hatte er ihm gar nicht zugetraut. Doch weit gefehlt! Da der Prinz leicht angesäuert und außerdem verlegen war, griff er dieses Mal ziemlich hart zu. „Aua! Du Grobian, vielleicht passt du mal ein bißchen auf!“ keuchte Kakarott erstickt in sein Kissen. „Ruhe! Wenn du schnell hier weg willst, stell dich nicht so an, dann musst du das abkönnen!“ blaffte Vegeta zurück. Doch er knetete ihn jetzt weniger fest. Während er arbeitete, schweiften seine Gedanken ab. Nun war bald Schluss damit, dass Kakarott ihm allein gehörte. Er musste zugeben, dass er es genossen hatte, ihn ganz für sich zu haben. Im Laufe der letzten Tage war dieser auch weniger abweisend geworden. Er ließ den Prinzen zwar immer noch spüren, dass er sein Handeln verurteilte, aber gleichzeitig… es war fast eine Vertrautheit entstanden. Und gestern Nacht… ein warmes Gefühl breitete sich in dem Prinzen aus. Es war so schön gewesen, ihn einfach nur im Arm zu halten… ohne dass er es richtig merkte war er dazu übergegangen, Kakarott zu streicheln, statt zu massieren. Er strich zärtlich über seine Schultern, die Arme herab und an seinen Seiten wieder hinauf.

Dieser merkte ganz genau, wie sich die Berührungen veränderten. Er bekam eine Gänsehaut. Was tat der Prinz denn da? Es.. es war… so gut! ‚Los, sag ihm er soll das lassen’ forderte eine Stimme in ihm. Aber was schadete es schon, wenn er es noch einen Augenblick genoss? Er seufzte. Das riss den Prinzen aus seiner Versunkenheit. Er nahm abrupt die Hände von Kakarotts Rücken und sagte rau: „So, das wars. Schlaf jetzt noch etwas. Ich sehe dich nach dem Mittagessen. „Danke“ murmelte Kakarott undeutlich in sein Kissen. Eine wohlige Müdigkeit machte sich in ihm breit. Als der Prinz schon an der Tür war, hörte er Kakarott noch leise sagen: „Das war sehr angenehm…“ Ohne zu antworten, ging er schnell hinaus. ‚Lange halte ich das nicht mehr aus. Als er voller Ablehnung war, ging es einfacher…’ dachte der Prinz. Sein Herz schlug schnell. Er wünschte, er könnte zu Kakarott zurückgehen und ihn wieder umarmen. ‚Das wirst du schön sein lassen’ dachte er grimmig. Dann ging er in sein Arbeitszimmer und klingelte nach dem Diener, um sich selber etwas zum Frühstück kommen zu lassen.

Nachdem er gegessen hatte, ließ er die Heilerin rufen. Er besprach mir ihr Kakarotts Fortschritte.

„Langsam sollte er mal wieder aufstehen. Sein Kreislauf muss angekurbelt werden“ sagte diese zu Vegeta. Er stimmte ihr zu. „Das werde ich gleich nach dem Mittagessen in Angriff nehmen!“ Doch die Heilerin bestand darauf, mitzukommen. „Wenn er schlapp macht, kann ich ihm gleich helfen!“ wandte sie ein. Er verabredete sich zum Mittagsläuten mit ihr in seinem Gemach. Dann ging er noch etwas trainieren.  Nach dem Training saß er in seinem Arbeitszimmer und grübelte. Wenn Kakarott wieder auf den Beinen war, was sollte er dann tun? Es war besser, ihn dann nicht mehr zu sehen, denn er wusste, dass er ihn sonst nicht in Ruhe lassen konnte. Also was tun? Am besten schickte er ihn weg. Weit weg. Ihm würde schon was einfallen Doch erstmal musste Kakarott wieder fit sein.

Die Heilerin kam. Vegeta machte sich mit ihr auf den Weg zu Kakarott. Dieser lag mit offenen Augen im Bett und starrte erwartungsvoll zur Tür. Als der Prinz in Begleitung der Heilerin erschien, richtete er sich auf. „Gute Nachrichten, Kakarott, du kannst heute versuchen, aufzustehen!“ sagte der Prinz. Ein Strahlen ging über dessen Gesicht. Er wollte die Beine aus dem Bett schwingen. „Halt, halt, nicht so hastig!“ bremste die Heilerin seinen Eifer. Der Prinz war schnell an das Bett getreten, um Kakarott aufzufangen, falls er umkippen würde. „Euer Kreislauf ist sicher nicht der stabilste, also erstmal hinsetzen und einen Moment abwarten!“ bestimmte die Heilerin. Sie stellte ihre Tasche ab. Kakarott tat wie ihm geheißen. „Wunderbar, es klappt, mit ist nicht schwindlig!“ meinte er und wollte aufstehen. Die Heilerin gab dem Prinzen ein unaufälliges Zeichen, und der hielt sich bereit. Dann nickte sie Kakarott zu. Ohne große Umstände setzte der die Füße auf den Boden, stieß sich von der Bettkante ab – und hing in Vegetas Armen. Kakarott waren die Beine weggeknickt. Der Prinz hievte ihn wieder auf das Bett zurück. „Wirklich wunderbar!“ knurrte er. „Mach langsam, Kakarott, ich habe keine Lust, dich ständig ’rumzuschleppen!“ Dieser sah bestürzt die Heilerin an. „Warum kann ich denn nicht stehen?“ fragte er erschrocken. Bin ich etwa gelähmt?“ Die Heilerin beruhigte ihn. „Nein, aber das Medikament entspannt die Muskeln sehr stark. Wir setzten es heute ab, und in zwei bis drei Tagen könnt Ihr Eure Beine wieder normal gebrauchen. Der Prinz horchte auf. Zwei bis drei Tage? Das hieße ja, dass er Kakarott noch nicht wegschicken musste… Doch die Heilerin sprach schon weiter. „Ich werde einen meiner Assistenten schicken, die werden Euch dreimal täglich unterstützen, bei Geh-Übungen. Das wird schon ...“ „Das mache ich natürlich!“ unterbrach sie der Prinz. Kakarott und die Heilerin starrten ihn an. Der Prinz errötete. „Was glotzt ihr so? Ich lasse doch nicht jeden Idioten in meine Privatgemächer“ blaffte er wütend. „Natürlich nicht!“ murmelte die Heilerin. „Ich darf mich verabschieden, ich habe alles gesagt“. Sprachs und verließ den Raum.

„Ist die jetzt beleidigt oder was? Zimtzicke!“ knurrte der Prinz. Kakarott grinste leicht. „Was hast du zu grinsen?“ fuhr der Prinz ihn an. „Ich habe keine Lust, dich ’rumzuschleppen“ äffte Kakarott ihn nach. Vegeta, der jetzt tiefrot war, schrie „Dann sieh doch zu, wie du aus dem Bett kommst! Idiot!“ Er rannte raus und knallte die Tür hinter sich zu. Kakarott lehnte sich in die Kissen zurück. „Darauf kannst du Gift nehmen, mein Prinz!“ murmelte er. Dann beschloss er, noch ein Nickerchen zu machen. Er schloss die Augen und dachte an Vegetas Umarmung in der letzten Nacht. Sein Herz schlug schneller. Er war schön gewesen. Er konnte nicht glauben, dass er so empfand, aber es war so. Immer noch erstaunt über sich selbst schlief er schließlich ein.

Vegeta saß in seinem Arbeitszimmer und kochte. Was bildete dieser Unterklasseheini sich denn ein? Er bot ihm seine Hilfe an, und der machte sich über ihn lustig! Unglaublich! Doch das Schlimmste war, dass er sich darüber freute, dass Kakarott ihn neckte. Denn wenn er ihn aufzog, hieß es doch, dass sein Hass nicht mehr ganz so groß war, oder? Sie waren heute fast wie – Freunde gewesen. Der Prinz seufzte. Freunde.. ob ihm das wohl genügen würde? Ihn nicht zu besitzen, nur Freunde? Es musste wohl genügen, es war mehr, als er eigentlich erwarten konnte. Er nahm sich fest vor, wenigstens das zu erreichen…

Bis zum Abend hatte Vegeta sich etwas abgeregt und ging wieder zu Kakarott. Dieser brannte darauf, mit den Geh-Übungen anzufangen. Also stellte der Prinz sich neben ihn und legte Kakarotts Arm um seinen Nacken. Dann richtete Kakarott sich vorsichtig auf. Sofort knickte er wieder ein. „Auu, Kakarott, lass dich doch nicht so hängen! Streng’ dich mal ein bisschen an!“ fluchte der Prinz. „Sorry, ich krieg’ das noch nicht so gut hin!“ murmelte dieser, rot vor Verlegenheit. Der Prinz sah es und schon tat ihm sein Spruch leid. „Schon gut, macht nix, also weiter!“ Schritt für Schritt setzte Kakarott einen Fuß vor den anderen, aber schließlich konnte er nicht mehr. Dummerweise waren sie am anderen Ende des Raumes angekommen, und keine Sitzgelegenheit war erreichbar. Schweißgebadet hing Kakarott an Vegetas Hals. „Ich schaffe es nicht zurück zum Bett, lass mich einfach runterrutschen“ keuchte er.

„Quatsch!“ der Prinz schob einen Arm in Kakarotts Kniekehlen und den anderen unter seinen Armen durch und hob ihn hoch. Dieser protestierte. „Hey,  du kannst doch nicht…“ „Und ob ich das kann!“ quetschte der Prinz sich heraus, denn Kakarott war wirklich sehr schwer.

„Hast du Blei in den  Knochen oder was?“ keuchte er. Er wankte die paar Schritte zum Bett. Kurz davor stolperte er und fiel samt Kakarott auf die breite Liegefläche. Dieser lag jetzt unter ihm und hatte den Prinzen vor Schreck fest umklammert. Einen Augenblick lagen sie eng umschlungen da. Beider Herzen rasten wie verrückt. Kakarott schloss die Augen. „Er soll mich loslassen… hoffentlich läßt er nicht so schnell los… nein, er soll sofort loslassen… Der Prinz dachte: „Verdammt, ich verliere gleich die Beherrschung. Ich … will nichts so sehr, wie ihn…“ Mit aller Willenskraft die ihm geblieben war, befreite er sich schließlich aus Kakarotts Umarmung und stand schwer atmend auf. „Alles in Ordnung? Ich hoffe, es ist nichts passiert“ sagte er. ‚Nein,  aber eine Sekunde länger, und…’ Kakarott grinste ihn an. „Nein nein, aber du vernachlässigst dein Training, habe ich recht?“ „Unverschämtheit! Du traust dich ja was!“ Der Prinz war froh, die peinliche Situation überspielen zu können. „Im übrigen gehe ich jetzt. Ich habe auch noch andere Dinge zu tun!“ „Ja, Krafttraining zum Beispiel. Das war ja echt ne schlappe Vorstellung gerade!“ „Du wagst es? Du wiegst eine Tonne! Aber warte nur, wenn du wieder gesund bist kämpfen wir, und dann mach’ ich dich platt!“ Damit wollte er den Raum verlassen. Doch Kakarott musste natürlich das letzte Wort haben. „O.K., wenn du mich danach wieder so schön pflegst…“ griente er. Ohne Antwort schloss der Prinz die Tür von außen. „Dafür schlage ich sogar noch einmal extra zu!“ grummelte er im Weggehen.

Mit Prinz Vegetas Hilfe machte Kakarott schnell Fortschritte. Nach drei Tagen konnte er tatächlich wieder alleine gehen. Er freute sich wie ein kleiner Junge. Der Prinz sah es mit zwiespältigen Gefühlen. Einerseits war er froh, dass Kakarott anscheinend wieder völlig gesund werden würde, andererseits – nun ja. Es war wie es war. Unauffällig machte er sich immer rarer, schickte immer öfter Bedienstete um Kakarott Essen zu bringen oder ihn zu stützen. Dieser merkte es zwar, war aber zu beschäftigt, wieder voll zu Kräften zu kommen, um sich groß Gedanken zu machen. Nur Abends lag er oft lange wach und wartete insgeheim auf den Prinzen. Aber er kam nie. Nach einer Woche zog Kakarott wieder in sein eigenes Quartier um. Vorher war der Prinz noch einmal zum Mittagsläuten bei ihm aufgetaucht. Sogar eine Massage hatte er noch einmal bekommen. Dann war die Heilerin erschienen, hatte ihn untersucht und ihn für geheilt erklärt. Als sie gegangen war, blieb es still im Raum. Keiner wusste so recht, was er sagen sollte. Dann sprach der Prinz.

„Kakarott…“ „Ja?“ „Am besten bleibst du noch eine Woche dem Dienst fern, dann wirst du einen Auftrag bekommen. Du hast natürlich nach wie vor dein Kommando.“ „Dafür muss ich mich wohl noch bedanken…“ „Lass gut sein, du hast es verdient.“ Eine leichte Röte war in die Wangen des Prinzen gestiegen. Nur nicht daran erinnert werden! Kakarott sah es und schwieg. Vielleicht sollte man die alten Geschichten ruhen lassen… Er wollte gehen. Doch der Prinz hielt ihn noch einmal zurück. „Warte..“ Fragend sah Kakarott ihn an. „Ich wollte dir nur sagen, dass es mir immer noch leid tut. Ich hoffe,  du kannst mir irgendwann verzeihen…“ sagte Vegeta mit abgewandtem Gesicht.

„Verzeihen ja, das habe ich eigentlich schon. Vergessen – nein. Tut mir leid.“ antwortete Kakarott. Damit wandte er sich um und verließ Prinz Vegetas Gemach.  Der sah ihm nach und murmelte: „Ist klar. Ich kann es ja auch nicht…“

Vier Wochen später.

Der Prinz war aufgeregt. Gerade hatte er die Meldung bekommen, dass Kakarott mit seiner Mannschaft wieder eingetroffen war. Er würde also bald bei ihm erscheinen und Bericht erstatten. Vegeta freute sich unbändig, ihn wiederzusehen. Das letzte Mal hatten sie sich gesehen, als er Kakarott den Auftrag erteilte, abtrünnige Sayajins aufzuspüren und gefangenzunehmen. Doch er wusste, dass er ihm den Gleichgültigen vorspielen musste. Kakarott sollte sich vor ihm sicher fühlen. Das hatte er ihm damals, als Kakarott im Fieber lag, versprochen. Und er würde sein Versprechen halten. Es klopfte „Ja!“ Ein Diener öffnete die Tür. Kakarott stand neben ihm. Er war alleine gekommen. Vegeta schloss kurz die Augen. Nicht gut. Gar nicht gut…

‚Oh, Kakarott. Komm herein.“ Lässig wedelte Vegeta mit der Hand. „Hoheit..“ Kakarott salutierte vor dem Prinzen. Dieser winkte ab. „Schon gut. Setz dich.“ Kakarott setzte sich auf die Kante des Stuhls vor dem Schreibtisch und wartete ab. Keiner sagte ein Wort. Endlich sprach der Prinz wieder „Was willst du?“ Kakarott schluckte. Diese kalten Augen… und die hochmütige Stimme! Der Prinz war also nicht mehr an ihm interessiert. Er war erleichtert. Oder zumindest sollte er das sein. Er salutierte erneut. Unwillkürlich fiel er wieder in die förmliche Anrede zurück. Die Zeit der Vertraulichkeiten war wohl vorbei. „Hoheit, ich bin gekommen, um zu melden, dass die Abtrünnigen  dingfest gemacht worden sind.“ „Sehr gut. Wegtreten. Die nächsten zwei Tage kannst du frei nehmen, dann wirst Du mit einer Mannschaft nach Süden reisen. Dort soll eine Bande von Räubern Gehöfte und Händler überfallen. Du scheinst so etwas ja im Griff zu haben.“ „Zu Befehl, Hoheit.“ Kakarott erhob sich und verließ den Raum. Er ging zu seinem Quartier zurück. Widerstreitende Gefühle machten sich in ihm breit. War er dem Prinzen so schnell gleichgültig geworden? Er sollte jetzt froh sein! ‚Ist doch gut so. Hast du deine Ruhe vor ihm…’ dachte er grimmig. Doch das letzte Gespräch bevor er wieder in sein eigenes Quartier umgezogen war, spukte immer wieder in seinem Kopf herum… ‚Kakarott, komm gesund wieder. Ich habe keine Lust, dich wieder zusammenflicken zu lassen und ewig die Krankenschwester spielen zu müssen!’ ‚Es schien dir doch zu gefallen, oder täusche ich mich?’ ‚Bilde dir bloß keine Schwachheiten ein. Und jetzt dreh dich um, du bekommst jetzt deine letzte Massage von mir. Also genieße sie! Danach ist Schluß mit Exklusivbetreuung.’ Wenn er an  die Massage dachte, die dann gefolgt war, bekam er eine Gänsehaut. Ärgerlich schüttelte er den Kopf. Diese Gedanken! Was war nur los mit ihm? In seinem Quartier fand er schon den Einsatzplan seiner nächsten Mission vor. Er besah sich die Karte des Gebietes, in das er reisen sollte, und seine Augen wurden groß. Dort lag doch Graf Kordonns Anwesen! Er sollte den Mann, der seine geliebte Chichi bekommen hatte, beschützen. Er wurde zornig. Machte der Prinz das, um ihn zu quälen? Doch dann kam ihm ein Gedanke. Vielleicht, ja, vielleicht konnte er es erreichen, Chichi wiederzusehen. Aufregung ergriff ihn. Es musste klappen! Er würde es einfach versuchen! Auf seine Männer war Verlaß, ihn würde keiner verraten, alle hatten damals mitbekommen, wie sehr er litt.

***

Kakarott und seine Männer hatten die Diebesbande unschädlich gemacht, was hieß, dass sie sie alle umgebracht hatten. Der Prinz hielt nichts von vollen Kerkern, und in diesem Falle wären die Räuber sowieso hingerichtet worden, da es sich um Deserteure handelte. Das konnte man auch gleich vor Ort erledigen. Nun näherte Kakarott sich dem großen Park am Herrenhaus des Grafen Kordonn. Er hoffte, irgendwo Chichi zu sehen, und vielleicht sogar mit ihr reden zu können. Und er hatte Glück. Sie saß auf einer Bank an einem Goldfischteich und strickte. Als er sich näherte, zog sich Kakarotts Herz zusammen. Sie strickte ein Babyjäckchen! Für sein Kind! An ihrer Hand blitzte ein goldener Ring. Sie summte vor sich hin. Einen Augenblick wollte er sich davonstehlen, doch sie sah auf und erkannte ihn. Schockiert sah sie ihn an. „Kakarott, mein Herr, was macht Ihr…“ „Nenn mich nicht mehr so, Chichi“ sagte er rau. „Dein Herr ist jetzt der Graf.“  Ihre Augen füllten sich mit Tränen. „Ich habe nie verstanden, warum Ihr mir das angetan habt!“ sagte sie zornig. „Warum habt Ihr mich im Stich gelassen?“ Kakarotts Gedanken rasten. Wenn er ihr von dem Prinzen erzählte, würde sie nur voller Hass und Unzufriedenheit sein und mit dem Schicksal hadern. Wenn er sie weiter an ihre Version glauben ließ, dass er sie verlassen hatte, konnte sie ihn irgendwann vergessen, und vielleicht noch glücklich werden.
“Behandelt er dich gut?“ „Ich sehe ihn selten, er ist immer irgendwo auf Eroberung aus. Er nimmt – Rücksicht.“ Sie deutete auf ihren Bauch. „Wie lange noch?“ fragte Kakarott mit belegter Stimme. „Zwei Monate. Aber Ihr habt meine Frage nicht beantwortet.“ „Weil ich ein Krieger bin. Ich will keine Familie. Ich kann keine plärrenden Bälger gebrauchen, jedenfalls jetzt noch nicht. Und hier hast du es offensichtlich gut! Das hätte ich dir nie bieten können. Also sei zufrieden.“ sagte er schroffer, als beabsichtigt. Aber es hatte die gewünschte Wirkung. Ihre Tränen versiegten. Sie sah ihn nachdenklich an. „So etwas habe ich mir schon gedacht. Also werde ich mich fügen! Dann werdet Ihr sicher Euer Kind auch nicht sehen wollen?“  „Ich denke nicht, dass das sinnvoll wäre!“ entgegnete er. Innerlich zerriss es ihn fast. Am liebsten hätte er seine Geliebte in die Arme geschlossen und mitgenommen, aber das durfte er nicht tun. Plötzlich sagte sie: „Ihr müsst gehen. Die Wachen kommen.“ „Ich brauche mich nicht wie ein Dieb davonzustehlen. Ich bin im Auftrag des Prinzen hier, um dieses Anwesen vor Räubern zu schützen.“ Die Wachen waren heran. „Wer seid Ihr, und was wollt Ihr von der jungen Gräfin?“ fragte einer der beiden streng. „Ich bin Kommandant Kakarott und habe im Auftrag des Prinzen eine Bande von Räubern in dieser Gegend beseitigt. Jetzt seid Ihr wieder in Sicherheit. Doch die junge Gräfin“ er deutete auf Chichi, „sollte so weit vom Haus nicht alleine sein.“ Zerknirscht sah ihn der Sprecher an. „Ihr habt recht, Kommandant! Mylady?“ er reichte ihr den Arm. Ohne einen Blick zurück ließ diese sich zum Haus führen. Kakarott starrte ihr nach. Jetzt hatte er sie wirklich verloren… Niedergeschlagen ging er zurück zu seinem Lager. Seine Männer tauschten vielsagende Blicke und ließen ihn erstmal in Ruhe…

***

Prinz Vegeta ließ das Schreiben sinken, dass er soeben von Graf Kordonn erhalten hatte. Seine Augen waren schmal. Der Graf bedankte sich dafür dass die Gegend wieder sicher war. Das war ja an sich kein Grund zum Ärgern. Aber ein Satz hatte den Prinzen wie ein Peitschenhieb getroffen: „Besonderen Dank an Kommandant Kakarott, der umsichtig meine Wachen angewiesen hat, meine Gemahlin besser zu bewachen. Er hatte sie alleine im Park angetroffen und sofort für ihre Sicherheit gesorgt…“ Kakarott war bei Chichi gewesen… worüber hatte er mit ihr gesprochen? Der Prinz spürte, wie er vor Eifersucht zitterte. Er musste Kakarott sehen. Sofort. Er musste wissen, was da vorgefallen war… Er klingelte. Dem Diener befahl er, Kakarott zu ihm zu holen.

Kurze Zeit später stand dieser vor ihm. „Kakarott, ich habe einen Brief vom Grafen Kordonn erhalten. Er bedankt sich für die rasche Erledigung des Auftrags.“ Der Prinz beobachtete genau Kakarotts Gesicht. Dieser errötete und schwieg. „Besonders dankt er dafür, dass du seine Gemahlin vor Gefahr bewahrt hast…“ fuhr der Prinz fort, den Blick immer noch auf Kakarott gerichtet. Dieser wurde noch röter, schwieg aber beharrlich. Dies machte den Prinzen fast.wahnsinnig.

„Du warst bei ihr!“ fuhr er Kakarott an. „Wie konntest du es wagen?“ „Hoheit, ich sah sie im Park sitzen, ich musste einfach mit ihr reden… nur reden! Es war nichts kompromittierendes dabei. Ich weiß nicht, was ihr von mir wollt... Ich…“ Weiter kam er nicht. Vegeta packte ihn an den Schultern und stieß ihn zur Wand. Dort hielt er ihn fest, sein Gesicht nahe vor Kakarotts. „Was ich von dir will? Du weißt, was ich von dir will! Ich… was hast du mit ihr geredet? Wie du sie entführst? Mit ihr durchbrennst?“ „Aber nein! Ich habe ihr nicht mal gesagt, warum ich sie aufgegeben habe.“ „Das glaube ich dir nicht!“

Kakarott sah ihn verächtlich an. „Also doch! Ich hatte fast schon geglaubt, Ihr wärt anders. Anders als zu Anfang… nicht so... Ich hatte fast schon an das Gute in Prinz Vegeta geglaubt. War wohl ein Irrtum.“  Kakarotts abfälliger Tonfall und sein Blick brachten etwas im Prinzen zum Bersten. Alle seine Vorsätze waren vergessen. Kakarott hatte ihn hintergangen, in zum Narren gehalten, so jedenfalls sah er es. Er schubste ihn auf seine Liege und warf sich auf ihn. „Du gehörst mir! Mir allein! Ich kann dich nicht aufgeben. Ich will dich! Ich liebe dich…“  flüsterte er heiser. Kakarott überlief ein Schauder. Das hatte er doch schon einmal gehört… Er schloß ergeben die Augen. Sollte der Prinz machen, was er wollte, er kannte es ja schon. Umso schneller war es vorbei. Doch dann spürte er die Lippen des Prinzen an seinem Hals. Glühende Küsse brannten auf seiner Haut. Der Prinz öffnete Kakarotts Oberteil und seine Hände strichen über dessen Oberkörper, er umfing ihn mit seinen Armen und seine Lippen glitten langsam hinab, hinterließen eine brennende Spur auf seiner Haut, bis er schließlich über die Brustwarzen leckte.

Kakarott überlief es heiß. Doch nicht so! Warum machte der Prinz das? Sollte er ihn einfach nehmen, und ihn dann gehen lassen, so wie damals... Aber.. nicht… das!

„Du … was...  aufhören!…“ keuchte er. … weiter… weitermachen …“lass mich los, du Perverser…“ …  lass mich nie wieder los… „was soll das? Das kannst du nicht….“ … ich will dich …  „nicht schon wieder! Nein!“ .. ,ja.. Ja.. JA! ...  Die Hand des Prinzen war an Kakarotts Hose angelangt. Er öffnete den Gürtel. Kakarott atmete schwer, die Augen fest zugekniffen. `Es ist schrecklich, ich will das nicht’ dachte er. … doch, du willst es! lass es doch zu ... ‚nein!’ … doch… ‚Nein!’ … Doch… ‚NEIN!’ ‚SCHNAUZE!’ Inzwischen hatte der Prinz ihn von seiner Hose befreit. Kakarott zitterte am ganzen Körper. Er war praktisch wehrlos. Er spürte die Zunge des Prinzen an seinem Bauchnabel. Langsam ließ dieser sie weiter abwärts wandern.  Er ergriff das voll erregte Glied Kakarotts, umschloss es mit seinen Lippen und begann, es mit seiner Zunge zu umspielen. Kakarott unterdrückte ein Aufstöhnen. “Hör … auf… das .. ist … uh … Arschl..“ statt einer Antwort verstärkte der Prinz seine Bemühungen noch, und Kakarott konnte nicht weitersprechen. Er war kurz vor dem Orgasmus, da ließ der Prinz plötzlich von ihm ab. Er richtete sich auf und wollte von der Liege aufstehen. In Kakarott brannte eine Sicherung durch. Er spürte, wie heißes Verlangen ihn überwältigte. Mit einem Aufschrei packte er den Prinzen, und warf ihn auf die Liege. Er legte sich auf ihn drückte fest seine Hände auf die Polster. „Oh nein, mein Prinz! So haben wir nicht gewettet!“ keuchte er und presste  seine Lippen auf Vegetas Mund. Dieser gab einen überraschten Laut von sich, doch er gewährte Kakarotts Zunge Einlass. Sie küßten sich leidenschaftlich. Der Kuss ließ Kakarotts Erregung ins Unerträgliche steigen. Er streifte dem Prinzen die Kleider ab und ließ seine Hände auf die Wanderschaft gehen. Er strich über Vegetas Brust und spürte das Herz des Prinzen genau wie seines in wilder Raserei an die Rippen schlagen, hörte dessen schnellen Atem und sein eigenes Keuchen, während seine Hände immer weiter glitten und er schließlich das erregte Glied Vegetas erreichte. Der Prinz umklammerte seine Schultern und zog ihn zu sich herab. Kakarott drückte schwer atmend sein Gesicht in Vegetas Halsbeuge. Er konnte sich jetzt nicht mehr lange beherrschen. Er wollte ihn! Da spürte er plötzlich Vegetas Zähne an seinem Schultermuskel. Der Prinz biss kräftig zu… Kakarott warf den Kopf in den Nacken und schrie laut auf. Er schob sich zwischen die Schenkel des Prinzen und brachte sich in die richtige Position. Dann übte er einen leichten Druck aus und sah Vegeta in die Augen. Sein Blick war voller Ekstase.

„Wenn du mich wegstoßen willst, dann solltest du es jetzt tun. Aber mach’ schnell, denn sonst…“ flüsterte er wie im Fieber. Der Prinz starrte ihn stumm an. Kakarott  starrte zurück. ..   er ist so wunderschön.. sehe ich das erst jetzt?..  ich will ihn.. mein Gott, wie ich ihn will…„Na los, sag’ es, sag, dass ich von dir runtergehen soll…“ Statt einer Antwort packte Vegeta seine Hüften und zog ihn ruckartig zu sich heran. Er schrie auf und seine Finger krallten sich in Kakarotts Rücken, weil dieser dadurch ziemlich heftig in ihn eindrang. Kakarott war überrumpelt. Völlig überwältigt von der heißen Enge, mit der Vegeta ihn umschloss, konnte er sich nicht mehr zurückhalten. Er drängte er sich tiefer in ihn hinein und fing an zu stoßen. Beide stöhnten laut vor Lust. Kakarotts Stöße wurden immer ungestümer, und gleichzeitig massierte er heftig Vegetas Männlichkeit. Der Prinz kam seinen Bewegungen entgegen. „Kakarott, ah, ich, hah… ich liebe dich.. ich… “ doch dieser verschloss Vegetas Lippen erneut mit den seinen um nun auch noch mit seiner Zunge in ihn einzudringen. Nachdem dieser so völlig von Kakarott erfüllt war überließ er sich ganz seiner Leidenschaft. Er  klammerte sich an ihn und riss blutige Spuren in seinen Rücken, während dieser immer härter zustieß, bis schließlich  ein gewaltiger Orgasmus sie beide erschütterte.

Außer Atem, mit rasendem Pulsschlag, lagen sie da, festumschlungen, Kakarott immer noch in Vegeta, jeder hatte das Gesicht an der Schulter des anderen. Sie wagten nicht, sich zu bewegen , wagten es nicht, sich in die Augen zu sehen. Keiner wusste, was jetzt geschehen würde. Es hatte sie einfach überrollt, eine völlig neue Situation war entstanden.

To be continued…   Teil 5

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