Weiß Kreuz RPG `Romeo und Julia’ Teil 3                                                                back

Omi
*Ich warte gerade lange genug, bis es nicht mehr auffällig ist, wenn ich ebenfalls die Aula verlasse. Ich ahne schon, dass Nagi irgendwo auf dem Schulhof ist, aber da ich die normale Tür benutzt habe, muss ich erst um die ganze Aula herum bis ich ihn am Bühnenausgang finde. Er sitzt an die Mauer gelehnt, ist immer noch leicht rot im Gesicht, und starrt missmutig vor sich hin. Vorsichtig nähere ich mich ihm.* Bist du sauer? *Das war nicht meine Absicht. Ich wollte ihn nicht bloßstellen, oder mich auf seine Kosten amüsieren.* Die proben jetzt Mercutio mit Benvolio, also lass dir Zeit… *Ich überlege wieder zu gehen und ihn in Ruhe zu lassen, aber ich möchte erst wissen, ob er mir böse ist.* Nagi? Ich wollte dich nicht kränken. Es ist mir so rausgerutscht… ich… *ich schaue ihn unsicher an*

Nagi
*Ich seufze leise und lächele ihn dann, nur ein ganz kleines bisschen missglückt, an.* Iie, warum sollte ich sauer sein. Ich.. ähm... *Mist ich werde schon wieder rot. Verlegen schaue ich auf den Boden.* Ich sollte vielleicht etwas besser aufpassen, was ich mache. *Ich riskiere einen kleinen Seitenblick zu Omi. Er scheint immer noch nicht vollkommen beruhigt zu sein... also gehe ich einfach das Risiko ein mich -nochmal- zu blamieren, stehe auf, greife mir seine Hand und ziehe ihn an mich. Ich bin ein klitzekleines Bisschen vorsichtig mit dem Kuss, muss aber schon wieder lachen als ich meine Nase in seinen Haaren vergrabe. Großer Gott ist das alles hier absurd. Neckisch streife ich beim Flüstern sein Ohr mit meinen Lippen* Ich war selber ganz froh über die Pluderhosen.

Omi
*Erleichtert erwidere ich seinen Kuss und umarme ihn fest.* Das glaube ich dir aufs Wort. *Der Kuss, so vorsichtig er auch war, und seine Lippen an meinem Ohr haben eine ziemlich ähnliche Wirkung auf mich wie anscheinend gewisse Aktivitäten auf der Bühne auf ihn… und ich habe keine Pluderhosen an, sondern relativ enge Jeans.* Ich habe keine Ahnung wie das gehen soll, aber das muss aufhören. *Um zu demonstrieren was ich meine, schmiege ich mich eng an ihn und spüre mehr als ich höre, wie er nach Luft schnappt.*

Nagi
*Das -nicht mehr so kleine- Ärgernis in meiner benutzerfreundlichen Pluderhose meldet sich freudestrahlend zurück als sich Omi fest an mich kuschelt und es nun offensichtlich wird, dass ich mit meinem `Problem´ nicht ganz alleine bin. Offensichtlich haben wir beide -mehr- Wirkung aufeinander als wir geahnt haben.* Wenn wir spielen sollen was im -Drehbuch- steht, sollte es das besser.* Ich fange seine Lippen wieder ein und -diesmal- ist der Kuss alles andere als zurückhaltend... und wird auch alles andere als zurückhaltend erwidert. Ich schmunzele in den Kuss während ich leicht mit meiner Zunge über Omis Unterlippe streiche. -Das- ist allerdings bestimmt nicht die Art und Weise wie wir beide wieder bühnentauglich werden... aber im Moment ist mir das herzlich egal.*

Omi
*Wir brechen den Kuss und ich gebe ihm etwas atemlos Recht.* Hai… sollte es… *mit diesen Worten ziehe ich ihn an mich und presse mein Gesicht in seine Halsbeuge, wo ich undeutlich vor mich hinmurmle* Obwohl ich dich im Moment viel lieber in den nächstbesten Busch zerren würde… oder die nächstbeste Besenkammer, oder das… *seine Lippen und Zunge machen meinen Ausführungen ein Ende und ich bin nur allzu gerne ruhig… was allerdings lediglich den verbalen Ausstoß betrifft. Ansonsten bin ich alles andere als ruhig… als er meinen Mund wieder freigibt bin ich fast soweit, mich einfach mit ihm davonzuschleichen. Aber wohin??*

Nagi
*Die Nähe des Kätzchens, vor allem die sanften Bewegungen seines Unterkörpers gegen meinen lassen mir das Blut in den Ohren rauschen und ich unterbreche seinen – zugegebenermaßen -sehr- interessanten – Redefluss indem ich erneut seinen Mund erobere. Mein Atem geht mittlerweile bedenklich schneller und ich ziehe ihn während des Kusses noch näher an mich heran. Ich kann das rasche Heben und Senken seines Brustkorbes spüren als er sich in die Berührung lehnt, und im Moment wünsche ich mir nichts mehr als –anderswo- mit ihm zu sein als vor dem ziemlich leicht einsehbaren Seiteneingang der Aula. Jeden Moment könnte jemand rauskommen der von Kitada geschickt worden ist um uns zurückzuholen. Und dass –das- hier keine Probe mehr ist dürfte auf den ersten Blick klar sein. Ich vergrabe eine Hand in den seidigen Haaren des Kätzchens und überlege fieberhaft wo wir ungestört wären, während ich die empfindliche Haut unterhalb seines Ohres mit Zungen und Lippen liebkose. Eins der Fundus- und Requisitenzimmer hinter der Bühne? Das wäre zwar das nächste, aber die Gefahr, dass irgendeiner aus dem Kurs reinplatzen könnte ist ziemlich groß. Einfach in eins der leeren Klassenzimmer gehen? Ich hab keine Ahnung wann die Putzfrauen hier durch sind, außerdem ist das Klassengebäude ein ganzes Stück weg und wir müssten quer über den ganzen Schulhof. Meine Finger sind mittlerweile unter das Shirt des Kätzchens gekrabbelt und ich streiche sanft über die weiche Haut seines Rückens, während ich mich langsam von seinem Hals abwärts Richtung Schlüsselbein küsse. Das leise Seufzen des Kätzchens als ich einen besonders empfindlichen Punkt berühre fährt direkt in meinen Unterleib. Egal wohin, aber schnell muss es gehen! Mein Blick fällt auf ein großes Gebäude, nur ein paar Schritte von hier und durch Gebüsch gut abgeschirmt und ich habe eine Idee. Ich kann mich nicht dazu bringen meine Liebkosungen an der Halsbeuge des Kätzchens zu unterbrechen und so klingt meine Stimme heiser und undeutlich als ich zwischen den Küsschen flüstere.* Den Geräteraum in der Turnhalle. Da sind Matten und um die Uhrzeit ist da auch niemand mehr.

Omi
*Seine Hände, Lippen, und seine Zunge jagen wohlige Schauder durch mich. Ungeduldig fingere ich an seinem Oberteil, denn ich will ihn ebenfalls unter meinen Fingern spüren. Doch das Kostüm ist eng zugebunden, so dass ich keine Chance habe, ihn darunter zu streicheln. Das macht mich fast verrückt. Mussten diese Kostümbildnerinnen ihn wie ein Weihnachtspaket verschnüren? Jede seiner Berührungen entfacht ein neues Feuer auf meiner Haut, ich ergebe mich seinen Zärtlichkeiten ohne Einschränkung und schmiege mich wieder eng an ihn. Meine Hände wandern seinen Rücken hinunter und kommen auf seinem Hintern zu liegen. Als ich zuerst leicht, dann fester zupacke und ihn eng an mich drücke keucht er leise auf. Sein warmer Atem, der meinen Hals streift und der innige Kontakt mit seinen Lenden schicken Welle um Welle des Verlangens durch mich. Der Geräteraum den er vorschlägt, erscheint mir auf einmal als ein äußerst begehrenswerter Aufenthaltsort…  Als er mich dann, nach einem weiteren hungrigen Kuss, an der Hand in Richtung der Turnhalle zieht folge ich ihm bedenkenlos. Egal wohin er auch entscheidet zu gehen, ich gehe mit…

Nagi
*Als ich die Türklinke zur Turnhalle herunterdrücke - ziemlich erfolglos runterdrücke, wie ich zugeben muss- stöhnt Omi leicht auf. `Oh nein, abgeschlossen.´ Über die hörbare Enttäuschung in seiner Stimme muss ich lächeln. Scheint ja wirklich ungeduldig zu sein... aber irgendwie kann ich das nachvollziehen, vor allem als er sich mit einem kleinen Seufzer von hinten an mich presst. `Na wunderbar, und was jetzt?´ - anscheinend hat er vergessen, dass er es nicht mit einem `ganz normalen´ Schüler zu tun hat sondern mit -mir-. *Na, reingehen. Lass mich mal einen Moment los. *Es scheint ihm zwar jetzt zu dämmern was ich meine... aber loslassen tut er mich trotzdem nicht gerne. Aber ich kann mich nicht konzentrieren wenn ich seinen Atem im Nacken habe... von seinen Händen ziemlich weit unten auf meinem Bauch mal ganz zu schweigen. Ich atme tief durch und versuche mich zu sammeln. Sonst blase ich nachher noch die ganze Tür weg anstatt nur das Schloß zu öffnen... aber das leise `Klick´nach ein paar Sekunden klingt durchaus vielversprechend und die Tür lässt sich jetzt anstandslos öffnen. Mit einem zufriedenen Lächeln ziehe ich ihn in das Halbdunkel der Turnhalle. Die Tür ist hinter uns noch nicht wieder ganz ins Schloss gefallen da hat er bereits wieder die Arme um mich geschlungen und das bisschen klare Konzentration verschwindet in einem Wirbel aus Lust als er mich küsst und die Hände über meinen Körper wandern lässt. Ich habe grade die Augen geschlossen und mich damit abgefunden, dass wir es wahrscheinlich -nicht- bis auf die Matten im Geräteraum schaffen werden als er mit einem frustrierten Laut von mir ablässt und mit einem Schmollmund meine Brust fixiert...was mich mehr als nur ein bisschen irritiert. Aber bevor ich den Mund aufmachen kann um zu fragen was denn los ist fängt er schon an zu schimpfen und zupft erfolglos an den Schnürungen an meinem Kostüm. `Himmerverflucht nochmal wie soll man das denn aufbekommen!´ Sein Gesichtsausdruck hat dabei so eine unbeschreibliche Mischung aus Frustration und Schmollen, dass ich unwillkürlich loslachen muss.* Der Sempai hat beim Entwurf bestimmt nicht daran gedacht, dass es mal notwendig wäre, dass `Julia´ ihren Romeo möglichst schnell entblättern kann. *Ein weiterer Schmollmund ist die Reaktion und ich küsse ihn gutgelaunt weg bevor ich an seinem Ohrläppchen knabbere und ihm ein `aber warum versuchst du nicht mal den Reißverschluss am Rücken?´ zuflüstere.*

Omi
*Gerade genieße ich die kleinen lustvollen Stromstöße, die von meinem Ohr ausgehen, als ich Nagis Vorschlag vernehme. Ungläubig taste ich an seinem Halsausschnitt entlang und finde auch richtig den Zipper in seinem Nacken. Mit einem leicht protestierenden Schnaufen, dass er mich hat zappeln lassen ziehe ich den Reißverschluss auf. Sinnvollerweise geht er bis zur Taille und ist teilbar, das Oberteil lässt sich also leicht abstreifen. Mit dem Wams in der Hand halte ich einen Moment inne und gönne mir einen bewundernden Blick auf Nagi. Seine Haut schimmert seidig in dem diffusen Licht und ich kann meine Augen nicht von ihm wenden, als ich mich ihm wieder nähere und ihn in die Arme nehme. Als ich ihn endlich unter meinen Fingerspitzen fühle, kann ich mir ein genießerisches Seufzen nicht verkneifen. Das fühlt sich einfach irre gut an… Das Oberteil fällt unbeachtet zu Boden als meine Lippen seine Schulter entlang zum Schlüsselbein wandern, während meine Hände seine Wirbelsäule entlangstreicheln. Ich kann seine Gänsehaut fühlen und die kleinen Schauder, die durch ihn beben und hauche lächelnd in sein Ohr* Frierst du?

Nagi
*Ich schmunzele leicht.* Iie, ganz im Gegenteil. *Mir ist ehrlich gesagt -ziemlich- warm, es ist schon eine Ewigkeit her, dass mich jemand so gestreichelt hat. Und wahrscheinlich eines der ersten Male, dass ich es wirklich genieße. Mit geschickten Fingern mache ich mich an den Knöpfen seines Hemdes zu schaffen und ziemlich bald leistet es meinem Oberteil auf dem Boden Gesellschaft. Fair ist fair ne. Sanft dirigiere ich sein Kinn mit meinen Fingerspitzen wieder etwas nach oben damit ich ihn küssen kann, mit der anderen Hand ziehe ich ihn näher und genieße einfach das Gefühl seiner warmen Haut an meiner.*

Omi
*Während wir aneinandergeschmiegt dastehen wird der Kuss süßer, die Streicheleinheiten sanfter. Es scheint dass die Gier aufeinander nicht mehr so dominant ist und ich löse den Kuss, um meinen Kopf an seine Schulter zu legen.* Das ist schön, ne… *ich spüre sein Nicken und ziehe  ihn fester an mich. Die Lust ist immer noch da, aber da ist auch noch ein anderes, sehr intensives Gefühl.* Nagi.. *`hmmm?’ seine Lippen streifen meinen Hals während sein fragendes Brummen durch mich vibriert und ich schaudere wohlig.* Ich … denke wir sollten… ich meine, wir haben doch hier gar nichts an Hilfsmitteln dabei und wenn ich ehrlich sein soll.. *ich stocke einen Moment und lege dann meine Lippen an sein Ohr, meine Stimme wird sehr leise* wenn wir es `richtig’ machen dann möchte ich danach auch in deinen Armen einschlafen können… *ich halte ihn unwillkürlich fester und mein Herz klopft rascher als ich das ausgesprochen habe.*

Nagi
*Unwillkürlich versetzt mir das einen kleinen Stich. Nicht, dass er nicht mit mir schlafen will, schließlich haben wir hier wirklich nichts und aus schmerzhafter Erfahrung weiß ich, dass Geschlechtsverkehr -ohne- Hilfsmittel ein äußerst unangenehmes Erlebnis sein kann. Sondern dass es schlicht und ergreifend ein verfluchtes Problem darstellt, zusammen einzuschlafen. Er kann ja kaum zu mir nach Hause kommen, oder ich zu ihm. Durch den Schleier aus Verlangen dämmert mir erst jetzt wirklich, was für Schwierigkeiten in Zukunft auf uns zukommen werden und ich streiche ihm zärtlich durch die Haare. Der Gedanke ist ihm sicherlich schon selber gekommen, also keine Notwendigkeit ihn darauf hinzuweisen.* Hai das wäre schön... *… und das meine ich auch so. So sehr er mich auch erregt und so ansprechend ich die Idee eines quickies im Moment auch finden mag, einfach zusammengekuschelt mit ihm die Nacht zu verbringen hat mehr als nur einen kleinen Reiz zu bieten. Aber jetzt nach diesem `heißen Vorspiel´ alles sausen lassen will ich auch nicht. Ich kann seine Erregung immer noch deutlich gegen meine gepresst fühlen... und dank meiner Vergangenheit kenne ich durchaus ein paar Möglichkeiten, das zu ändern. Und zwar so, dass wir -beide- Spaß daran haben. Sanft lasse ich meine Finger über seinen Oberkörper gleiten bis ich kurz über seinem Hosenbund stoppe. Ich will nichts machen das er nicht will, wenn er es nur beim Kuscheln belassen möchte, werde ich ihn nicht drängen. Ich löse mich ganz leicht von ihm und schaue ihm etwas verlegen in die Augen. Gar nicht so einfach, das was ich gerne tun würde möglichst -nett- zu formulieren.* Ich würde dich gerne schmecken.... darf ich?

Omi
*Die Tatsache dass er –versteht- was ich meine und nicht darauf besteht, mit mir zu schlafen lässt mich aufatmen. Was noch wichtiger ist… er scheint sich genauso wie ich nach einer zärtlichen und ausgiebig kuscheligen Nacht zu sehnen. Ich seufze erleichtert und gleichzeitig ein wenig frustiert auf. Das wird nicht sehr einfach werden… aber  das jetzt auszudiskutieren ist nicht mein größter Wunsch, denn da ist immer noch das Verlangen in mir, das jetzt, als er sich an mich presst und mich wieder intensiver streichelt aufflammt und mich leise stöhnen lässt. Als er sich von mir löst bin ich zuerst etwas nervös, habe ich ihn jetzt frustriert? Doch seine Bitte überzeugt mich rasch vom Gegenteil. Sein Blick ist voller Begehren und doch schüchtern und ich bin etwas atemlos und auch verlegen als ich ihn nach einem weiteren heißen Kuss anschaue. Einfach `ja’ zu sagen bringe ich aber nicht über die Lippen und so kann ich nur nicken. Ärgerlich stelle ich fest, dass ich dabei rot werde.* Gomen, ich bin noch … ich meine ich hab noch nicht..   *meine Stimme verliert sich in einem Murmeln, das er mit einem Kuss zum Verstummen bringt, der mich alle Verlegenheit schlagartig vergessen lässt.

Nagi
*Er ist einfach -zu- niedlich wenn er verlegen ist, auch wenn mich die Tatsache, dass er noch Jungfrau zu sein scheint bei dem ganzen Tross von Bewunderern, die er ständig hinter sich herschleppt - und die wahrscheinlich alles andere als eine schwierige Beute wären, egal wonach einem der Sinn steht - schon ein bisschen verwundert. Aber eigentlich sollte ich gar nicht groß überrascht sein, für ihn ist Sex anscheinend etwas, das ohne Gefühle nicht geht... schon fast eine Anomalie wenn ich mir beschaue was hier an unserer Schule alles rumläuft. Aber es passt zu ihm. Und ich bin froh, dass er es mehr oder weniger `gestanden´ hat, ich will ihn ja nicht verschrecken oder sowas. Ohne den Kuss zu brechen dirigiere ich ihn sanft nach unten bis ich halb über und halb neben ihm knie. Er hat einen ganz leicht ängstlichen Gesichtsausdruck, er weiß wohl nicht, was er jetzt machen soll, aber das ist ja nicht verwunderlich. Zärtlich liebkose ich mit den Lippen seinen Hals, eine Hand streicht sanft über seine Wange während die andere sich langsam über seinen Oberkörper nach unten streichelt bis sie durch den Jeansstoff ganz sanft seine Erregung massiert. *Shhh...schließ einfach die Augen und mach dir keine Gedanken, aber sag wenn ich etwas tue das dir nicht gefällt. *Der letzte Teil des Satzes kommt mit Nachdruck, er wäre der Typ dafür, mich einfach machen zu lassen aus Angst etwas zu sagen was ich ihm übelnehmen würde. Und das will ich nicht. Ganz zärtlich beginne ich mich an seinem Schlüsselbein nach unten zu küssen, seinen Hosenstoff immer noch als Barriere zwischen meiner Hand und seiner Härte. Er soll sich erstmal etwas daran gewöhnen da unten angefasst zu werden, übertriebene Hetze wäre nicht gut. Erst als er sich mit einem leisen Seufzer merklich unter mir entspannt öffne ich den Knopf und lasse meine Hand -unter- den Stoff fahren, während ich beginne sanft seine Brustwarzen zu liebkosen... *

Omi
*Etwas nervös lasse ich mich auf dem Boden nieder. Ich habe keine Ahnung wie ich mich verhalten soll, ich will mich ja nicht dumm anstellen und alles verderben. Nagi ist sanft und zurückhaltend und gibt mir Zeit mich an die Situation zu gewöhnen. Er macht beruhigende kleine Geräusche, seine Lippen und Hände schaffen es auch ziemlich schnell, dass ich mich entspanne und  als er schließlich meine Erregung –ohne- die Stoffschicht dazwischen berührt und gleichzeitig meinen Nippel zwischen die Lippen nimmt stöhne ich leise auf.*

Nagi
*Das erregte Aufstöhnen des Kätzchens zeigt mir, dass ich offenbar bis hierher alles richtig gemacht habe. Zärtlich küsse ich mich nun an seinem Bauch entlang und lasse meine Zunge um seinen Bauchnabel spielen was ihm ein kitzliges Kichern entlockt. Als ich allerdings weiter nach unten wandere um die zarte Haut unterhalb seines Nabels zu liebkosen verwandelt sich das Kichern ziemlich schnell in kleine lustvolle Laute. Ohne mit Händen oder Zunge von ihm abzulassen hebe ich leicht seine Hüfte an und streife telekinetisch Hose und Shorts etwas nach unten, so das ich jetzt freien Zugang zu seinem Geschlecht habe. Als ich allerdings anfange die empfindsame Haut auf der innenseite seiner Schenkel zu liebkosen und meine Lippen so ihrem Ziel immer näher kommen spannt er sich unwillkürlich wieder an. Ich zögere einen ganz kurzen Moment ob ich es nicht erstmal bei meinen Fingern belassen sollte, aber mein Verlangen ihn wenigstens auf -diese- Weise in mir zu spüren, sein hartes lustvolles Atmen und die streichelnde Hand in meinen Haaren bringen mich doch dazu von seinen Schenkeln abzulassen und mich einem wesentlich empfindsameren Teil zu widmen. Ich nehme ihn allerdings noch nicht direkt ganz in den Mund sondern umspiele ausgiebig seine Eichel bevor ich mich sanft und eher neckisch als ernsthaft über die ganze Länge seiner Erregung hermache.*

Omi
*Die Empfindungen die mich durchpulsen sind so fremd und gleichzeitig von so gewaltiger Intensität, dass ich unwillkürlich meine Hände in seine Haare kralle und laut stöhne. Ich bin im ersten Moment nicht sicher ob ich das, was er da macht beschämend finde oder nicht… irgendwie hatte ich mir in meinen Phantasien immer nur vorgestellt, mit ihm zu schlafen. –Das- hier ist eine ganz andere Sache… ich fühle mich seltsam ausgeliefert, aber die Lust die mich durchwogt ist so heftig dass ich fast in seinen Mund stoße. Ich will mehr, und gleichzeitig weiß ich, dass das nicht lange dauern wird und ich frage mich, ob er das auch weiß…*

Nagi
*Hätte Omi mir nicht ohnehin schon gesagt, dass er noch Jungfrau ist, an seinen Reaktionen hätte ich es unweigerlich gemerkt. Allein schon auf diese an und für sich harmlosen Liebkosungen reagiert er ausgesprochen heftig und ich kann mir denken, dass das hier nicht lange dauern wird. Schliesslich habe ich noch gar nicht richtig angefangen. Ich weiß, dass ich nicht dazu kommen werde viele meiner hart erlernten Tricks zur Anwendung zu bringen...aber ich will ihm wenigstens einen kleinen Vorgeschmack geben. Während ich nun -wirklich- zur Sache gehe widme ich mich auch endlich meiner eigenen Erregung. Ich habe es zwar eigentlich etwas lieber dafür auch wirklich meine Hände zu benutzen, aber die brauche ich um seine Hüften wenigstens einigermaßen stillzuhalten. Irgendwie möchte ich das nicht telekinetisch tun, und egal ob ich mich so streichele oder mit den Händen berühre, der Effekt ist und bleibt derselbe. Wir kommen fast zeitgleich, ich gewohnt still und für mich alleine, er mit einem nur mühsam unterdrückten Aufschrei. Sein Geschmack gefällt mir auf Anhieb, salzig und leicht bitter aber irgendwie auch mit einem süßen Unterton und ich lecke mir genüsslich über die Lippen. Seine Hände sind immer noch fast schmerzhaft in meine Haare gekrallt als ich mich wieder aufrichte und in sein vor Lust gerötetes Gesicht sehe. Ich würde ihn gerne küssen, aber nicht jeder mag es, sich auf den Lippen seines Partners zu schmecken und so lasse ich ihn erstmal einfach wieder zu Atem kommen.*

Omi
*Als er von mir ablässt und sich aufrichtet fühle ich mich irgendwie alleine gelassen. Nach einem Moment des Atemholens ziehe ich ihn deshalb auf mich hinunter. Er lässt sich mit dem Gesicht an meiner Schulter nieder und atmet ebenfalls etwas schwer. Ich stutze kurz. Sollte er auch gekommen sein? Ich kann mich nicht erinnern, dass er die Hände von mir genommen hat… Geht das etwa auch telekinetisch? Ich muss grinsen. Praktische Sache… Aber etwas fehlt mir doch: Ich möchte ihn gerne küssen, er scheint das aber irgendwie nicht zu wollen, jedenfalls macht er keine Anstalten dazu. Zaghaft flüstere ich fragend in sein Ohr warum nicht … er richtet sich leicht auf. `-Ich- will schon…’ es dauert einen Moment bis mir dämmert was er meint. Ein winziges Zögern, dann umfasse ich sein Gesicht mit den Händen und biete ihm meine Lippen an.*

Nagi
*Immer noch ein ganz kleines bisschen zaghaft nehme ich sein Angebot an und küsse ihn zärtlich. Im ersten Moment stutzt er etwas wegen des ungewohnten Geschmacks und ich will den Kuss schon brechen, als er neugierig mit seiner Zunge meinen Mund erkundet... und offensichtlich gefällt es ihm, denn der Kuss zieht sich deutlich in die Länge.. der salzig-süße Geschmack seines Orgasmus und der leichte Pfirsichgeschmack seines Mundes vermischen sich auf meinen Lippen... und ich stelle vergnügt fest, dass das etwas ist, was ich heute nicht zum letzten Mal gemacht habe. Als wir beide -wirklich- keine Luft mehr haben, um den Kuss noch länger zu halten, schmiege ich mich an ihn und streiche, etwas schläfrig und zufrieden, über seine Wange.* Es hat dir gefallen?

Omi
*Nagi zögert immer noch etwas, mich zu küssen, und ich frage mich ob das, was mich erwartet wohl abstoßend sein wird. Als er es dann doch tut ist es jedoch alles andere als unangenehm. Der fremdartige Geschmack auf seinen Lippen macht mich neugierig auf mehr davon und meine Zunge geht auf Entdeckungsreise in seinem Mund. Die Vorstellung, dass er kurz vorher mein Glied mit seiner Zunge liebkost hat, zusammen mit dem Geschmack, der seinem Mund noch etwas stärker ist als auf seinen Lippen lässt mich wohlig schaudern. Ich kann gar nicht genug bekommen, und erst nach einer langen Zeit gebe ich seine Lippen frei. Das Gefühl, als er sich dann in voller Größe an mich kuschelt ist einfach unglaublich schön, ich streichle voller Inbrunst über seinen Rücken als er fragt ob es mir gefallen hat und nicke heftig.* Hai. Ich hätte das nicht gedacht… aber.. darf ich dich was fragen? *Er nickt ebenfalls und fragt mit irgendwie nur noch halbwach wirkender Stimme an meiner Schulter `Was denn?’ Ich muss mich überwinden, aber dann rücke ich doch damit heraus.* Naja… wieso… hast du es dir selber… *`gemacht’? Das Wort klingt irgendwie indiskret, die ganze Frage ist es eigentlich, also lasse ich den Satz unvollständig und hoffe, dass er auch so versteht was ich meine.* Irgendwie habe ich gehofft, dass ich dich auch… naja. */Es ihm besorgen kannst. Herrgott, hab dich nicht so/* Halt zärtlich zu dir sein kann. *Ich drücke ihn kurz und verstecke mein wieder leicht warmes Gesicht an seiner Schulter. Es ärgert mich, dass ich so gehemmt bin, aber das Lockersein in diesem Zusammenhang muss ich wohl erst noch lernen…*

Nagi
*Ich schmunzele leicht während ich mit halbgeschlossenen Augen seinem Herzschlag lausche. Ich brauche ihn gar nicht anzusehen um zu wissen, dass seine Wangen wieder diesen liebenswerten Rotton haben.* Du -warst- zärtlich zu mir. *Ich kann den Widerspruch, dass er das ja –so- gar nicht wirklich gemeint hat, förmlich in ihm blubbern spüren und spreche schnell weiter.* Ich wollte einfach, dass du etwas zum Genießen hast, zu viele neue Dinge auf einmal sind meist alles andere als `antörnend´. Man wird schnell viel zu nervös weil man Angst hat irgend etwas falsch zu machen, als dass man wirklich mit Genuss bei der Sache wäre.* Ich recke leicht den Hals um an seinem Ohrläppchen zu knabbern.* …und wir haben schliesslich alle Zeit der Welt, kein Grund also, sich zu hetzen.

Omi
*meine Verlegenheit wird bei seinen Worten eher noch größer. Ich seufze leise. Er hat ja recht wenn er meint, dass ich ein Anfänger bin. Trotzdem weiß ich irgendwie, dass er mich nicht hochnimmt sondern es mir leichter machen will. Als er mich wieder sacht liebkost schmiege ich mich an ihn. Bei seinem letzten Satz hebe ich allerdings den Kopf. Er will wirklich etwas … intensiveres?* `Alle Zeit der Welt’… Nagi… das ist… *es ist vollkommen überwältigend das von –ihm- zu hören und ich finde keine passenden Worte, deshalb küsse ich ihn einfach.*

Nagi
*Etwas verdutzt erwidere ich seinen feurigen kuss. warum macht ihn das denn so sprachlos? Er ist ja bald schon ausser sich vor Freude. Ich überlege kurz was ich gesagt habe. –direkt- ist eigentlich nichts zu finden was diese Reaktion hätte auslösen können...aber als ich mir überlege was man denn -indirekt- hätte daraus schließen können wird mir mit einem mal klar warum er so überwältigt scheint. Alle Zeit der Welt... im Klartext habe ich ihm gerade gesagt, dass ich nicht im geringsten vorhabe mich in näherer Zukunft auch wieder von ihm zu trennen. Daran muss ich erstmal selber kauen. Allmählich zieht mir allerdings die Kälte des Linoleumbodens in den Rücken.. und irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir gar nicht soviel Zeit haben sollten hier zu liegen und zu kuscheln. *Scheiße die Probe!* Mit der schlagartigen Erleuchtung habe ich mich abrupt aufgesetzt. Omi starrt mich leer an bis ihm dämmert was ich meine.* Mist, Kitada sucht bestimmt schon überall nach uns. *Ich sehe ihn bedauernd an, ich würde viel lieber weiter hier liegen bleiben und kuscheln als wieder zurück in die Aula zu gehen, aber der Sempai rastet aus wenn wir uns nicht bald blicken lasssen, schliesslich haben wir beide letztens schon gefehlt und Romeo und Julia sind ja nun leider mal die Hauptdarsteller* Wir sollten besser zurückgehen.

Omi
*Ich bin bereits dabei mich wieder anzuziehen* Hai du hast recht. Sicher wird er wieder rumspinnen. Wir sagen einfach wir haben die Todesszene für uns alleine geübt… irgendwie stimmt das ja auch fast. *Ich grinse ihn an und reiche ihm sein `Wams’. Als er es mit einer Grimasse überzieht und mir den Rücken zudreht, damit ich den Reißverschluss zuziehen kann kommt mir ein Gedanke.* Ahm… soll ich ein paar Papierhandtücher aus dem Waschraum holen?

Nagi
*Ich sortiere fluchend die Schnüre die er bei seiner vergeblichen `befreit den Nagi´-Aktion durcheinandergebracht hat und schüttele leicht den Kopf* Arigato ich gehe selber. *Ich gebe ihm noch einen zärtlichen Kuss auf die Lippen* Geh am besten schon mal vor und sag Kitada, dass ich nochmal auf dem Klo bin und dann komme. Ist ja nicht mal geschwindelt.

Omi
*Ich schließe kurz die Augen und genieße die Berührung, dann löse ich mich widerwillig von ihm. Das Schlimme ist, dass wir jetzt unbeteiligt tun müssen und nach der Probe gehen wir nach Hause… und wer weiß wann sich dann mal wieder eine Gelegenheit bietet, sich nahe zu sein. Nagi ist konsequenter als ich, er verschwindet in Richtung Waschraum. Daran muss ich noch arbeiten, denke ich bei mir während ich mich zur Aula aufmache. Wider erwarten lässt mich der Sempai in Ruhe, anscheinend haben sich Mercutio und Benvolio auch dumm angestellt, jedenfalls entnehme ich das der Standpauke, die der er ihnen gerade hält. Er stoppt kurz seine Tiraden und starrt mich misstrauisch an, was mir einen siedenheissen Schreck verpasst. Sieht man mir etwa an dass ich.. dass –wir-…? `Wo ist Naoe? Ich hoffe doch du hast ihn mit deinem dummen Gekicher nicht so verärgert, dass er die Probe geschmissen hat?’ Eins der Mädchen tuschelt, dass Naoe sowieso ein Stinkstiefel sei und es deshalb auch nicht schade ist, wenn er weg wäre, aber ich bin viel zu erleichtert um etwas dazu zu äußern. Stattdessen wende ich mich an Kitada.* Nein, er ist mal kurz auf der Toilette. Wir haben die Todesszene ein paarmal geübt, jetzt müsste es klappen. *Den –Text- beherrschen wir ja beide, und die anderen `störenden Umstände’ haben wir ja beseitigt… ich lächle vor mich hin. Als Nagi die Aula durch die Haupttür betritt sehe ich schnell weg, um ihn nicht verliebt anzuschmachten. Alleine seine Anwesenheit verursacht mir Herzklopfen und Schmetterlinge im Bauch. Gleichzeitig habe ich jetzt schon Sehnsucht, wenn ich daran denke, dass wir nachher jeder unseren eigenen Heimweg antreten. Doch der Sempai lässt mir wenig Zeit zum Grübeln. Kaum hat er Nagi gesehen, scheucht er uns auch schon auf die Bühne…*

Nagi
*Ich bin noch nicht ganz durch die Tür da jagt mich Kitada auch schon auf die Bühne und zu dem Sofa auf dem sich `Julia´bereits hübsch drapiert hat. Offensichtlich hat er entweder keine Zeit für eine seiner Tiraden oder er hat sich bei Mercutio und Benvolio - die ziemlich bedröppelt am Rand der Aula stehen - schon so verausgabt, dass er keine Lust mehr hat mit uns zu schimpfen weil wir solange weg bleiben. Die kleinen Zornfalten um seine Augen verschwinden jedoch völlig als ich wieder am Sofa niederknie und aufs tragischste meine tote Julia anschmachte. Irgendwie fällt mir es gar nicht schwer, aus dem eigentlich sporadischen Abschiedskuss einen richtigen, leidenschaftlichen Tränenbringer zu zaubern... was ja auch nicht verwunderlich ist wenn man bedenkt mit was wir beide vor gut zwanzig Minuten noch beschäftigt waren. Und diesmal drohe ich nur einzuschlafen als, ich mit geschlossenen Augen halb auf Omi liege... die typische Nachglühenmüdigkeit eben*

Omi
*Der erste Teil in dem Romeo seine vermeintlich tote Julia findet klappt hervorragend. Als Nagi mich küsst muss ich mich sehr beherrschen, ihn nicht wild zurückzuküssen, und als er auf mir zusammensinkt muss ich einen winzigen Moment Atem schöpfen ehe ich meinen Part ebenso gefühlvoll rüberbringe wie er es vorher getan hat. Als ich ihm nun meinerseits den Abschiedskuss gebe riskiere ich einen kleinen Zungenschlag und fange mir ein heftiges Zwicken, was mein tödliches Zusammenbrechen noch wirkungsvoller macht. Der Sempai ist begeistert. `Wunderbar! Das Üben hat sich echt gelohnt, Kinder! Schluss für heute.’ Und an Benvolio und Mercutio gewandt: `Ihr übt noch ein bisschen, dann klappt das auch. Nehmt euch ein Beispiel an Naoe und Tsukiyono!’ Damit sind wir entlassen. Wenig später stehen wir auf dem Schulhof. Die anderen steigen nach und nach in vorfahrende Autos ein, während ich unschlüssig das Schloss an meinem Motorrad aufschließe.* Wirst du abgeholt?

Nagi
*Ich zeige lächelnd über die Schulter auf mein einsames Mountainbike.* Ich werde wohl selber strampeln müssen. *Während ich meinen Schlüssel aus der Tasche fummele steht er unschlüssig neben seinem Motorrad und spielt mit seinem Helm. `Also... dann sehen wir uns morgen?´ Ich will schon fast ja sagen und mich verabschieden aber der seltsam traurig-bedauernde Unterton in seiner Stimme hält mich zurück. Ich überlege schnell. Eigentlich habe ich gar keinen Grund mich zu beeilen, für heute steht zu Hause nichts mehr an, es gab noch nicht mal Hausaufgaben.* Warum gehen wir nicht noch zusammen was essen? Ich bin halbverhungert.

Omi
*Hunger habe ich auch. Ich weiß zwar, dass bei uns höchstwahrscheinlich jemand gekocht hat, aber das ist mir egal.* Gute Idee. Wo wollen wir denn hingehen?

Nagi
Hm, mir egal. *Nach einem kurzen prüfenden Blick dass wir alleine auf weiter Flur sind ziehe ich ihn an mich und küsse ihn bevor ich in sein Ohr flüstere* Am besten irgendwohin wo uns niemand kennt.

Omi
*Ich schnurre fast bei seinem Kuss. Meine leichte Depression löst sich auf, als sein warmer Atem mein Ohr kitzelt. Vielleicht sollte ich mein Misstrauen gegenüber meiner Glückssträhne langsam ablegen… Offenbar ist es ihm wirklich ziemlich wichtig mit mir zusammen sein zu können. Also nicht nur ein kurzzeitiger Hormonstau…* Dann sollten wir das Motorrad nehmen. Wir müssen ziemlich weit fahren, in irgendein Restaurant in einem Vorort am besten.

Nagi
*Ich nicke bestätigend. Ich werde nachher einfach sagen, dass ich keine Lust hatte mit dem Rad zu fahren oder dass ich vielleicht noch etwas besorgen wollte und deshalb mit dem Bus gefahren bin.* In (frag mich doch nach ner tokioter vorstadt -.-) soll so eine Art Restaurant mit europäischen Spezialitäten aufgemacht haben. Ich finde das klingt ganz gut oder?

Omi
Hai. *Ich hole den Zweithelm aus einem der Koffer und reiche ihn ihm rüber.* Kennst du den Weg? *Er gibt mir eine grobe Wegbeschreibung und wir steigen auf. Er legt die Arme um mich und ich lehne mich kurz zurück. So gut… während ich mich auf der Autobahn einfädle denke ich an zu Hause, vor allem an Aya … wenn er das herausbekommt haben wir ein Problem. Aber im Moment ist mir das egal, ich werde jede Sekunde mit Nagi auskosten. Nach einer halbstündigen Fahrt tippt er mir auf die Schulter und deutet auf die nächste angezeigte Ausfahrt, und weitere fünf Minuten später stelle ich das Motorrad vor dem Restaurant ab.*

Nagi
*Ich bin beinahe ein bisschen traurig, dass wir so schnell den Weg gefunden haben, schließlich kann ich mich als Sozius soviel an Omi festklammern wie ich will. Aber sobald ich den Helm abgezogen habe ist ein bisschen der Enttäuschung bereits verflogen und ich schnuppere nach den unbekannten Gerüchen. Die amerikanische und irische Küche kenne ich zur Genüge, von der deutschen habe ich außer Bockwurst und Sauerkraut aus der Dose noch nicht wirklich was kennengelernt. Aber hier riecht es anders als das was ich kenne und mit wachsendem Appetit packe ich Omi an der Hand und ziehe ihn in das Gebäude. Die Atmosphäre hier ist eher Bistro-mäßig, halbdunkel und gemütlich und ich suche uns einen Tisch ein bisschen abseits von den besetzten Tischen. Mit einem zufriedenen Seufzen lasse ich mich auf den roten Plüschstuhl fallen und schnuppere noch einmal bevor ich mir die Karte schnappe.* Wenn das hier nur halb so gut schmeckt, wie es riecht, hat sich die Fahrt mehr als gelohnt.

Omi
*Ich studiere ebenfalls die Karte. Es sind hauptsächlich französische und italienische Gerichte, und alles klingt der Beschreibung nach wirklich gut. Nachdem ich mich für Muschelsuppe und `Lachs in Sahnecreme an Bandnudeln’ entschieden habe, beobachte ich heimlich Nagi, der vergnügt die verschiedenen Gerichte vorliest. Er ist so niedlich in seinem Eifer, die fremden Namen richtig auszusprechen dass ich ein ganz warmes blubberiges Gefühl bekomme. Am liebsten würde ich mich dicht neben ihn setzen und die Köpfe mit ihm zusammenstecken, den Arm um seine Schultern legen und die Karte mit ihm zusammen lesen. Aber ich bleibe auf meinem Platz und genieße nur ihm zuzuschauen. Als ein Ober kommt und fragt was wir trinken wollen schaut Nagi auf und ich wende rasch den Blick ab.*

Nagi
*Ich bin immer noch am überlegen was ich denn essen soll als der Kellner mit seiner Getränkebestellung stört. Da ich mich partout nicht für eine Nationalität entscheiden kann, ordere ich mir einen Grappa und ein Glas französischen Weisswein. Der Wein passt vielleicht nicht wirklich zu italienischer Lasagne und französicher Krabbensuppe aber das ist mir ziemlich egal. Omi bestellt auch und endlich verschwindet der Ober wieder und ich kann mich jetzt wieder ganz auf mein Kätzchen konzentrieren. Ich begnüge mich allerdings damit ihn genüsslich von oben bis unten zu beschauen und das warme Gefühl im Bauch, das ich dabei bekomme zu genießen.*

Omi
*Ich gucke gerade noch nach einem Nachtisch als ich registriere dass es ziemlich still zwischen uns ist. Meine Augen heben sich von der Karte und treffen auf Nagis Blick, der auf mir ruht. Ich lächle ihn an und er lächelt zurück. Ich greife nach seiner Hand und stelle die Frage die mir schon seit dem fast-Abschied auf dem Schulhof, seit der Probe, nein…  eher schon seit wir uns in der Turnhalle getrennt haben auf der Seele liegt, und die ich mich jetzt zu fragen trauen darf – zumindest glaube ich dass ich das jetzt kann.* Wie soll das eigentlich mit uns weitergehen? Hast du irgendeine Idee wie wir es, wie wir –uns- vor unseren Leadern geheimhalten und uns trotzdem sehen können? Ich meine natürlich nicht nur `sehen’… *ich grinse etwas hilflos bei der blöden Formulierung.*

Nagi
*Ich seufze leicht und streiche mit dem Daumen über seinen Handrücken. Ich habe eigentlich keine wirkliche Idee.* Ich glaube nicht, dass es da ein Patentrezept gibt. Wir werden uns von Mal zu Mal etwas anderes überlegen müssen. *Ich grübele ein bisschen bevor ich weiterspreche.* Ich weiß nicht... -Crawford- würde wahrscheinlich an die Decke gehen... aber Farfarello und Schuldig sind eine andere Geschichte, vor allem Farf. *Ich lege nachdenklich den Kopf schief. So wie er sich in letzter Zeit verhalten hat, das ständige `unauffällige´ Nachfragen nach dem Kätzchen und anderes... ich glaube nicht, dass er Omi an den Hals gehen würde. Aber selbst wenn Schuldig eigentlich meist friedlich ist und eigentlich Farf nur selten widerspricht, die Konsequenzen können bei so etwas ziemlich... `drastisch´ sein wäre es ihm zuzutrauen, sich bei einer seiner schier unerschöpflichen Streitereien mit Crawford zu verplappern, und sei es auch nur um den Ami mal unvorbereitet zu erwischen. Aber... -wie lange- kann man eine Beziehung wohl geheimhalten wenn man es mit einem Telepathen und einem Precog zu tun hat... ich seufze wieder* Ich werde es -ihm- wohl zumindest sagen... er wäre bestimmt bereit uns in irgendeiner Art und Weise zu decken... *Dass auch Schuldig und Brad in kürzester Zeit davon wissen werden sage ich lieber nicht, die beiden sind mein Problem, kein Grund Omi unnötig in Sorge zu versetzen*

Omi
*Die Getränke kommen und ich rühre in meinem Campari Soda herum. Nagi hat mit allem Recht, und ich weiß dass es fast unmöglich sein wird, vor Crawford oder Schuldig –irgendwas- geheimzuhalten. Wenn Schuldig Verdacht schöpft wird er es aus Nagi herausbekommen, und wenn es nur aus Neugier ist, -mit wem- dieser sich denn trifft. Da Nagi normalerweise nach der Schule immer sofort nach Hause geht wird es auffallen, wenn er plötzlich wegbleibt.. denn die Theater-AG wird, wenn das Stück aufgeführt wurde, zu Ende sein. Und Crawford mit seinen Visionen… * Du meinst Farfarello würde uns helfen wollen? Wieso? *Ich kann ja so tun als ob ich an die anderen beiden gar nicht denke. Nagi soll sich um mich nicht auch noch sorgen. Mein Problem ist eigentlich nur Aya. Er würde total ausrasten wenn er es wüsste. Sein altes Misstrauen mir gegenüber wäre wieder da, und ich könnte wahrscheinlich nach einem Gespräch Nagi betreffend umgehend aus dem Koneko ausziehen, - falls ich dann noch lebe…*

Nagi
*Ich  schmunzele, mit einem ganz winzig verlegenen Unterton dabei.* Naja, für ihn bin ich so etwas wie ein kleiner Bruder oder so. Ich war immer dafür zuständig ihn zu verarzten, wenn er einen seiner Anfälle hatte, schließlich war ich der einzige der ihn sich effektiv vom Hals halten konnte. Also haben wir zwangsläufig ziemlich viel Zeit zusammen verbracht und als er anfing, ausgesprochen gut auf die Medikamente zu reagieren und mich immer weniger brauchte hatte er wohl das Gefühl, es wäre jetzt an der Zeit sich zu revanchieren. *Mein Grinsen wird breiter* Er beschützt mich absolut eifersüchtig vor allem was er schlecht für mich findet... selbst Crawford überlegt sich lieber zweimal, ob er mich wegen irgendwas anschnauzt wenn Farf dabei ist.* Ich nippe an meinem Grappa* Wenn ich ihm sage wieviel mir an dir liegt würde er es nie zulassen das dir was passiert...und mir sowieso nicht.

Omi
Außer, er befindet –mich- für schlecht für dich. *Unbehaglich nehme ich den letzten Schluck des Campari-Gemischs. Farfarello als eifersüchtiger großer Bruder Nagis ist keine angenehme Vorstellung. Aber wie er den letzten Satz gesagt hat… -dass- er sowas überhaupt sagt, verursacht mir ein warmes Glücksgefühl. Meine Hand sucht wieder seine, die unter dem Tisch auf seinem Oberschenkel liegt. Ich möchte am liebsten die ganze Zeit Händchen mit ihm halten, aber –auf- dem Tisch wäre ihm das vielleicht etwas peinlich hier im Restaurant – mir allerdings auch. Ich sehe ihn verlegen, aber gleichzeitig glücklich lächelnd an.* Mir liegt auch sehr viel an dir, nur ich brauche Aya gar nichts zu erklären – er würde wahrscheinlich nicht mal zuhören. *Plötzlich bekomme ich Angst, dass diese Probleme das, was zwischen uns jetzt entstanden ist, wieder zerstören und ich streichele etwas hilflos seine Hand unter dem Tisch.* Wir kommen doch damit klar, oder? /Ich will dich nicht wieder verlieren/ *So wie ich mich kenne, steht mir wieder alles was ich fühle ins Gesicht geschrieben und ich warte bange auf Nagis Antwort.*

Nagi
*Seine Frage klingt so ängstlich und ein bisschen unsicher, dass mir das Herz schwer wird und ich gebe einen Scheiß auf Kellner und die anderen Besucher als ich ihn impulsiv fest an mich ziehe und ihn zärtlich küsse. Er ist leicht rot um die Nase als ich mich wieder von ihm löse und meine Finger sanft über seine Wange streichen und ich versuche soviel Überzeugung wie nur irgendwie möglich in meine Stimme zu legen.* Wir schaffen das! Wir haben schon ganz andere Sachen heil überstanden... und ich lasse dich mir nicht wegnehmen, egal von wem!

Omi
*Trotz der Sorgen die ich mir mache genieße ich den Kuss – bis mir wieder einfällt wo wir hier sind. Als Nagi mich freigibt wage ich erst gar nicht um mich zu schauen, aber niemand achtet auf uns. Die Zuversicht in Nagis Stimme tröstet mich, obwohl ich immer noch nicht ganz beruhigt bin. Aber ich will auch nicht den Rest des Abends Trübsal blasen, also nicke ich und lächle ihn an.* Du hast Recht. Ich lasse einfach alles auf mich zukommen – und so leicht wirst du mich nicht mehr los!  *Er grinst mich an. `Ist das eine Drohung oder ein Versprechen?’ Ich erwidere sein Grinsen und antworte nicht. Das was ich sagen will, kann man nicht einfach so in Worte fassen. Wenn ich jetzt den Mund aufmachen würde, käme wahrscheinlich nur Gestotterheraus … obwohl - ich sehe auf die Tischdecke und murmle vor mich hin.* #So einz’ge Lieb, aus großem Hass entbrannt! Ich sah zu früh, den ich zu spät erkannt. O Wunderwerk, ich fühle mich getrieben, den  ärgsten Feind aufs zärtlichste zu lieben…# *Ich sehe ihn wieder an.* Ein Versprechen.

Nagi
*Ich erwidere seinen Blick mit einem sanften Lächeln. Romeo und Julia passt eigentlich ziemlich gut auf die Situation in der wir sind. #Aus dieser Feinde unheilvollem Schoß, das Leben zweier Liebender entsprang...# der Satz aus dem Prolog passt auf uns* Glaub mir, auf -dem- Versprechen werde ich bestehen! *Alles weitere wird von dem Kellner unterbrochen der unser Essen bringt. Während ich meine Krabbensuppe koste hoffe ich nur, dass nicht ein weiterer Satz aus dem Prolog zu unserem Stück zutrifft...* Die durch ihr unglückselges Ende bloß Im Tod begraben elterlichen Zank... `nani?´ *Ich zucke leicht zusammen als ich merke dass ich den letzten Satz vor mich hingemurmelt habe und lächele Omis fragendes Gesicht an* Nichts nichts. Schmeckt deine Suppe? *Hoffen wir einfach mal dass die Parallelen zu Romeo und Julias tragischem Ende nicht auf uns zutreffen..*

Omi
Ja, schmeckt gut. *Ganz so frohgemut wie er tut ist Nagi wohl doch nicht. Die Ähnlichkeiten zwischen dem Schicksal von Romeo und Julia und uns sind offensichtlich… aber ich lasse mich nicht unterkriegen! Wir essen mehr oder weniger schweigend, und als die Teller fast leer sind sehe ich ihn fragend an.* Wenn wir fertig gegessen haben, wollen wir dann noch ein bisschen rumfahren oder spazierengehen? So spät ist es ja noch nicht. Ich fahr dich dann auch nach Hause, - jedenfalls so nahe, dass du es dann nicht mehr allzuweit hast. *Ich will es einfach so weit wie möglich ausdehnen. Kann ihn einfach nicht aus meiner Nähe lassen… zu meiner Enttäuschung schüttelt Nagi den Kopf. `Lass uns nicht übertreiben. Wir sind schon ziemlich lange unterwegs jetzt…’ Leider muss ich ihm da recht geben.* Also gut… *Traurig winke ich dem Ober zum Bezahlen.*

Nagi
*Die Fahrt auf dem Motorrad zurück ist irgendwie viel zu kurz und ich seufze leicht, als ich ein paar Blocks von unserer Wohnung entfernt Omi mit einem Klopfen auf die Schulter signalisiere, dass er anhalten soll. Es ist zwar noch ein Stück von dem leeren Parkplatz auf dem er hält bis nach Hause, aber warum ein Risiko eingehen. Ich würde viel lieber noch etwas mit ihm unternehmen oder vielleicht nur in einem Park sitzen und Händchen halten... aber Crawford kommt heute von seiner Tagung zurück und wer weiß, was er wieder alles an Arbeit für mich hat. Ich sollte mir in nächster Zeit vielleicht etwas Mühe geben, dass er keinen Grund hat auf mich sauer zu sein... auch wenn ich mal später nach Hause komme. Ich gebe Omi seinen Helm zurück und er schaut mich aus bedauernden Augen an. `Dann bis morgen in der Schule.´ Ich lächele ihn zum Abschied noch einmal an und gebe ihm einen kleinen Kuss auf die Nasenspitze, das ist das einzige wo ich drankomme ohne dass er den Helm abnehmen muss.* Hai. Oyasumi Omi.

Omi
Oyasumi… *Ich lege den Gang ein und lasse das Motorrad langsam anrollen. Mir fällt aber keine passende Abschiedsrede ein, also hebe ich nur die Hand zu einem kurzen Winken und fahre dann los. Wenn ich schon weg muss, dann aber auch sofort. Die Fahrt zum Koneko dauert etwas länger, weil ich Umwege fahre, um wieder aus Richtung der Schule zu kommen. Nur –falls- mir einer von meinen Kollegen entgegenkommen sollte… ich habe keine Lust, irgendwelche Fragen zu beantworten, wo ich denn herkomme. Es gefällt mir zwar nicht, aber notfalls würde ich sie alle hemmungslos belügen… alle außer Ken, denn er weiß ja sowieso was Sache ist. Vielleicht vertraue ich mich ihm ja an… aber ganz sicher nicht heute. Ich brauche jetzt erstmal eine Auszeit. Hausaufgaben habe ich auch noch zu machen, also habe ich einen Grund mich in mein Zimmer zu verziehen. Ich biege gerade in unsere Straße ein, als ein weißer Porsche mit ziemlichem Tempo an mir vorbeizischt. Ich sehe ihm verdutzt nach. Aya? Wo will der denn so eilig hin?? Achselzuckend fahre ich das Motorrad auf den Hof. Vielleicht noch schnell ins Krankenhaus, bevor sie ihn nicht mehr reinlassen...

Nagi
*Ich brauche gut und gerne zwanzig minuten bis sich zu hause bin, hatte die entfernung doch wohl etwas überschätzt. im geiste bastele ich schon an einer plausiblen ausrede warum ich erst fast drei stunden nach ende der theaterprobe nach hause komme, aber da mir nicht wirklich was gutes einfällt werde ich das wohl spontan entscheiden müssen Ich nehme ausnahmsweise mal den ´offiziellen´ Eingang durch das foyer des appartementkomplexes in dem wir wohnen statt den durch die tiefgarage, nicke yatate, unserem portier kurz zu und warte dann auf den aufzug, den schlüssel für unsere etage schon in der hand. als der aufzug kommt achte ich gar nicht darauf ob jemand drinne ist oder nicht sondern quetsche mich einfach ungedulidg durch die erst halboffene tür...das heisst, ich wollte...aber ein fester griff an meiner schulter und ein überrascht-amüsiert-angepisstes ´Gut, dass du vorhast dich zu beeilen, du bist spät dran!´ bremsen mich mittendrin. Ich seufze mental. Na wunderbar, ich hatte gehofft Crawford noch ein Weilchen aus dem Weg gehen zu können... aber das hat sich jetzt wohl erledigt.* Konban wa Crawford-san. Gomen dass ich so spät bin, wir mussten noch einiges für die Kostüme und Requisiten besorgen.* Ich lege den Kopf leicht schief. Wenn er auf dem Weg nach unten war wird er anscheinend weg wollen.* Soll ich irgendetwas erledigen solange du weg bist?* Er grinst leicht, während er aus dem Aufzug steigt. `Auf deinem Schreibtisch liegen ein paar Sachen, die ich wissen muss, aber du brauchst dich nicht zu hetzen, das Meeting heute wird lang, vor morgen bin ich wahrscheinlich nicht zurück.* Ich beuge kurz den Kopf um zu zeigen das ich verstanden habe, dann ist er auch schon weg und ich bin auf dem Weg in unsere Wohnung. Albernerweise fühle ich mich erleichtert dass unser Leader heute abend nicht da ist. Ich werde mir mal ansehen was er von mir will und vielleicht schon anfangen,... damit ich mich morgen nach der Schule nicht so hetzen brauche.*

Aya    *Ich bin etwas spät dran, nachdem ich die Gestecke für eine Hochzeitstafel fertig machen musste, die Omi eigentlich heute nach der Schule machen sollte. Ken hat mir einen Zettel hingelegt, dass Omi wohl durch die Theatergruppe später kommt und ist dann zum Fußball verschwunden, Yohji ist weiß Gott wo und von Omi fehlte tatsächlich den ganzen Nachmittag jede Spur. Grollend habe ich die Kiste mit der Ware etwas unsanft in den Kofferraum meines Autos gehievt, denn ich will nicht mit der dämlichen Blumenladen-Kutsche zu meinem Termin… außerdem ist das Ding auch viel zu auffällig. Ich beeile mich mit duschen und umziehen, denn das Zeitfenster ist recht eng. Wenn ich nicht innerhalb einer Karenzzeit von 20 Minuten am Treffpunkt bin, geht er wieder.. aus Sicherheitsgründen wie er sagt… während ich mich in meine Lederhosen und ein schwarzes Top zwänge und die Jacke über die Schulter werfe,merke ich, wie ein kribbeliges Gefühl sich meiner bemächtigt. Selbst nach den 3 Monaten, die das nun schon so geht bin ich immer noch aufgeregt… nun muss ich die Gestecke noch rasch ausliefern und dann eiligst zu dem Club fahren, in dem ich verabredet bin. Als ich die Strasse herunterbrause kommt mir ein Motorrad entgegen. Es ist Omi’s und leicht grollend stelle ich fest, dass –er- die Lieferung hätte machen können, wäre er nur 5 Minuten früher gekommen. Aber ihn jetzt anzuhalten, ihn zu instruieren und dann noch das Liefermoped zu holen damit er losfahren kann kostet unnötig viel Zeit, also fahre ich mit aufheulendem Motor an ihm vorbei. Der kann sich morgen was anhören…

Crawf  *ich stehe wie immer an der Bar und trinke an meiner Flasche Budweiser, die mir der äußerst schweigsame Bartender ungefragt und ohne weiteren Kommentar vor die Nase gestellt hat. Ich trinke -immer- ein Budweiser wenn ich auf Abyssinian warte.. und da ich das normalerweise mindestens einmal die Woche tue, manchmal öfter, hat er sich das gemerkt. Ich schaue wieder auf die Uhr und trinke den letzten Schluck aus der Flasche bevor ich - auch wie immer- das Geld und ein großzügiges Trinkgeld auf den Tresen lege und aufstehe. Entgegen meiner Gewohnheit warte ich schon seit 25 Minuten und irgendein kleiner Teil meines Gehirns verkündet sarkastisch, dass heute wohl der internationale Tag des Zu-spät-Kommens sein muss. Ich nehme mein Jackett von dem Barhocker über den ich es gehängt hatte und will es gerade anziehen als sich zwei Arme um meine Mitte schlingen und ich eine wohlbekannte, tiefe Stimme an meinem Ohr spüren kann. `Willst du schon gehen? `Mein Mund verzieht sich zu einem leichten Grinsen als ich mein Jackett wieder auf seinen alten Platz schmeisse und mich halb umdrehe* Du bist spät.

Aya *Ich drehe Crawford langsam an den Schultern vollends zu mir um und küsse ihn zur Begrüßung erst einmal tief. Dann löse ich mich wieder von ihm und setze mich auf den Barhocker neben seinem. Der Keeper hat bereits ein Glas Vodka-Lemon auf meinen Platz gestellt, und ich überlege flüchtig, ob es nicht Zeit ist, den Treffpunkt zu ändern, wenn wir hier schon so bekannt sind…. Dann gebe ich eine Erklärung für mein Zuspätkommen ab.* Ich musste noch was Ausliefern. War alleine im Laden, heute… dämliche Theatertruppe. Omi hatte eigentlich Dienst, aber er kam nicht rechtzeitig… und ich bin nun mal pflichtbewusst. *Ich grinse ihn halb an* Wie du weißt…

Crawf  *ich hebe nur leicht eine augenbraue und erspare mir das  `ein -wirklich- pflichtbewusster Abyssinian würde nicht mit mir ins Bett steigen´ das mir auf der Zunge liegt. Er hat mich schon mehr als einmal einen sarkastischen bastard genannt... und hatte auch schon mehr als einmal Recht damit. Normalerweise würde ich mir gar keinen Gedanken darum machen was ich sage und was nicht... aber ich habe keine Lust diese Nacht alleine zu verbringen, schliesslich haben wir uns drei Wochen nicht gesehen und Aya ist der Typ, der einfach geht wenn wir uns streiten. Also nehme ich einfach einen Schluck von dem frischen Bier dass der Kellner zusammen mit Ayas drink auf dem Tresen plaziert hat und `überhöre´ seinen Kommentar erstmal* Naoe kam auch erst, als ich gegangen bin, hat etwas von Besorgungen gemurmelt.

Aya    Naoe ist auch in der Theatertruppe, soso. *Ich nippe an dem Drink und ziehe die Brauen zusammen. Ich weiß, dass Omi eine Schwäche für den Wunderknaben hat.. auch wenn er es versucht zu verbergen. Aber es ist natürlich vollkommen abwegig… sie sind sicher deshalb beide zu spät dran, weil sie tatsächlich was mit der Theatertruppe gemacht haben…* Wenn ich nicht wüsste, dass euer Wunderkind ein Eisberg ist, und Omi viel zu schüchtern, hätte ich schon die eine oder andere Idee, -was- Naoe –wem- besorgt hat… *Ich kann mir ein leicht fieses Grinsen nicht verkneifen. 

Crawf  *Ich gebe das Grinsen eins zu eins zurück* Was, ungefähr so wie -ich- es -dir- besorge?* Sein Grinsen wird etwas blasser und seine Augenbrauen ziehen sich ganz leicht zusammen. Aus irgendeinem Grund hat er es nicht gerne, wenn ich ihn an die Art und Weise unserer `Beziehung´ erinnere... auch wenn er es jedesmal kaum erwarten kann, dass sich unser `Vorspiel´ in der Bar in etwas wesentlich `Handfesteres´ verwandelt. Meine Stimme bekommt einen hämischen Untertron als ich an den jüngsten Weiß denke. Ein überemotionaler goody-two-shoes mit einem Hang zu dramatischen Tränenausbrüchen und schlechtem Gewissen. Wohl kaum ein Match für Nagi.* Ich kann mir kaum vorstellen dass Nagi eurem Baby auch nur den Hauch einer Chance dazu geben würde.

Aya    *Die leise Wut, die in mir prickelt führt nur dazu, dass sich mein Verlangen nach dem arroganten Bastard erhöht. Ich weiß, dass er das mit Absicht macht, und er weiß, dass ich es weiß… meine Stimme klingt wieder etwas heiser als ich Omi in Schutz nehme* Vielleicht sehnt sich euer Küken ja mal nach ein bisschen Wärme… mit einem Haufen von gefühlskalten Zombies wie dir, Schuldig und Farfarello zusammen zu leben ist sicher nicht so einfach… *Ich nehme einen Schluck und stelle das Glas härter als beabsichtigt ab. Er reizt mich jedesmal, manchmal übertreibt er es, dann gehe ich. Aber meistens ist es so, dass es die Stimmung genau auf den richtigen Punkt anheizt…*

Crawf  *Ich grinse ein leicht wölfisches Grinsen. Er ist sauer... und das ist immer wieder etwas, was mich -mehr- als nur ein bisschen antörnt, vor allem nach drei Wochen Abstinenz. Die ein oder zwei Stricher die ich mir während der Konferenz gegönnt habe waren kaum eine Herausforderung, dumme Flittchen, die für den passenden Packen yen alles tun was man will. Das Kätzchen ist da schon eine ganz andere Liga.... mein Grinsen wird kälter, als ich mit einem geschmeidigen Schritt die Entfernung zwischen uns auf Null bringe, ich stehe jetzt direkt vor ihm zwischen seinen Beinen und verlagere betont unschuldig mein Gewicht, so dass unsere empfindlichsten Teile einen äusserst `anregenden´ Kontakt bekommen. Mein Mund ist ganz nahe an seinem, aber ich küsse ihn nicht, auch wenn seine  Augen jetzt eindeutig einen hungrigen Ausdruck bekommen haben* Auf jeden Fall sind wir für einen guten Fick zu gebrauchen... auch wenn das -Nagi- nicht sonderlich interessiert.

Aya  *ich weiche mit dem Kopf von seinem Gesicht zurück. Er mag kalt tun, aber er –will- meine Lippen… doch –so- leicht bekommt er mich nicht… Meine Augenbrauen heben sich* So? Sie sind ganz schön von sich überzeugt, Crawford-sama… *die Reaktion zwischen meinen Beinen straft meine kalten Worte Lügen und ich kann mir ein Grinsen nicht verkneifen. Er schafft es immer wieder… ich taste nach meinem Glas, doch ein harter Griff stoppt die Bewegung. Unser Blick verschränkt sich, tiefbraun trifft auf violett. Als sein Griff eben schmerzhaft wird, gebe ich nach. Meine Lippen teilen sich als meine Zunge über die Unterlippe fährt, eine kleine Bewegung Crawfords und ich erzittere unter einem Kuss, der mir direkt in die Lenden fährt, so dass ich unterdrückt aufstöhne /Teme/*

Crawf *er mag ja kalt tun soviel er will, aber ich habe auch allen grund von mir überzeugt zu sein. in sekundenschnelle haben sich seine Arme um meine Mitte geschlungen, seine Oberschenkel pressen sich fast schmerzhaft gegen meine als er versucht mich -noch- näher zu ziehen, sein Mund schmeckt nach Wodka und einem Gewürz, dessen Name mir nie einfallen will. Die Finger meiner rechten Hand greifen hart in seine Haare und ziehen seinen Kopf etwas schräg, damit ich besseren Zugang zu seinen weichen, warmen Lippen habe. Seine Augen sind halb glasig, sein Atem schwer und ein ganz kleines bisschen zitterig als ich den Kuss wieder breche und ich kann mir ein kleines Siegeslächeln nicht verkneifen.* Sieht ja fast so aus als hättest du mich vermisst.* Er beißt hart auf seine Unterlippe als sich meine linke Hand an seinem Oberschenkel entlang nach oben stiehlt und fest die harte Erhebung in seiner Körpermitte drückt*

Aya    *Das Stöhnen, das aus mir heraus will gönne ich ihm noch nicht. Natürlich habe ich ihn vermisst! Seit unserem ersten derartigen Treffen kann ich kaum die Zeit bis zum nächsten Mal erwarten. Aber das werde ich ihm nicht auf die Nase binden. Er weiß es sowieso, aber ich spreche es nicht aus. Das ist Teil unseres Spiels. Nicht nachgeben…* Warum sollte ich dich vermissen? Ich… *seine Hand wandert noch ein Stück höher und ich schließe die Augen. Bevor ich ihn um mehr anflehe stehe ich auf und drehe mich von ihm weg zum Tresen. Relativ schwer atmend nehme ich mein Glas. Drei Wochen waren doch eine lange Zeit…*

Crawf  *ich verkneife mir nur mit Mühe ein Lachen als er aufsteht und sich betont lässig wieder seinem Glas widmet. Irgendwer sollte ihm sagen, dass das besser wirkt, wenn seine Finger nicht dabei zittern und er ganz offensichtlich Probleme hat, in seiner engen Lederhose bequem zu stehen. Ich trinke meine Flasche aus und signalisiere dem Bartender, dass ich einen Neue will und nur Sekunden später ist sie auch da. Während ich genüsslich an der klaren Flüssigkeit nippe, lasse ich meinen Augen an dem Weiß entlangwandern... und  ich hätte mehr als nur ein bisschen Lust, diese ganzen Spielereien für heute mal zu kappen und sofort zum Wesentlichen zu kommen. Aber dieses ganze gegenseitige Teasing ist ja gerade das, was ihn von anderen hübschen Hintern unterscheidet... das, und dass er mich ohne mit der Wimper zu zucken töten würde sollte ich irgend etwas gegen seine Teamkollegen unternehmen... und das -mal theoretisch gesprochen- auch könnte. ich lehne mich mit dem Rücken an die Bar und beschaue mir genüsslich das ganze männliche und weibliche Frischfleisch auf der Tanzfläche. Ich bin nicht wirklich interessiert aber ich weiß, dass es ihn stört.*

Aya*   Aus dem Augenwinkel sehe ich, dass er von mir weg und zur Tanzfläche schaut. Ich weiß, dass er das macht um mich zu reizen, und er hat Erfolg damit –es ärgert mich-. Ich nehme den letzten Schluck meines Drinks und wedle mit dem Glas. Der Keeper bedient mich prompt. Ich drehe mich zu Crawford um und folge seinem Blick.* Was interessantes dabei? *Ich trinke einen Schluck und lächle ironisch* Dann hätte ich ja noch später kommen können. *Damit drehe ich ihm wieder den Rücken zu*

Brad    Nun, die Kleine mit dem schwarzen Kleid und den kurzen dunklen Haaren ist nicht übel. Nette Titten, nicht zu groß und nicht zu klein. Nur der Nasenring würde mich stören, damit sieht sie aus wie ein Bulle der an die Kette soll. Der Blonde, der grad mit dem DJ spricht ist auch nicht übel, kann ich nur weiterempfeheln. *Seine Augen sind kalt als er mich ansieht und ich trinke grinsend einen Schluck aus meiner Flasche. Es ist so leicht ihn eifersüchtig werden zu lassen wenn man es drauf anlegt. Dass er zwar eine meiner liebsten und längsten, aber durchaus nicht die einzige `Affäre´ ist die ich habe hat ihn schon immer geärgert. Und ich wäre nicht ich wenn ich nicht von Zeit zu Zeit genüsslich darauf rumreiten würde. Nur zu weit darf ich es nicht treiben, sonst muss ich mich wirklich mit dem Blondschopf abgeben. Talentierter Mund aber dumm wie Bohnenstroh. Ich habe mittlerweile so einige Tricks raus wie ich das Kätzchen  friedlich - und vor allem `hungrig´- bekommen kann wann immer ich das will und ich wende einen meiner Lieblingstricks an. Er wendet mir wieder betont den Rücken zu und durchbohrt sein Glas mit Blicken, sein weißer schlanker Nacken für mich klar zugänglich unter den kurzen flammendroten Haaren. Ich lege meine Hände von hinten auf seine Hüften, so dass ich die scharfen Knochen unter der dünnen Haut spüren kann und lasse meine Lippen gekonnt an seinem Nacken und hinter seinem Ohr entlangwispern.* Aber ich glaube heute ist mir nach rot.

Aya    *Ich lege den Kopf in den Nacken und dränge mich an ihn. Er fasst härter zu und zieht mich fester an sich. Ich wende den Kopf und biete ihm meine Lippen an, doch bevor er mich küssen kann mache ich mich frei und schlendere zur Tanzfläche.* Vielleicht ist mir ja nicht nach `Schwarz’… *Ich lasse meine Hüften ziemlich betont wiegen und denke gerade, dass das schon hart an der Grenze zum albernen sein muss, als besagter Blondie auf mich zutritt. Ich habe keinerlei Bedarf mit ihm zu sprechen und beehre ihn nur mit einem kalten Blick, bevor ich ihm den Rücken zuwende und für mich alleine zu tanzen beginne. Doch Blondie wieselt um mich herum. `Bist du der rattenscharfe Typ den Bradley immer `Kätzchen’ nennt? Ich schnaube verächtlich. `Bradley!’ Langsam drehe ich mich zu ihm um und sage leise, aber deutlich* Hai, mein Freund, und ich bin auch der, dessen Katana dir die Eier abschneidet, wenn du nicht sofort zusiehst, dass du Land gewinnst. *Damit lasse ich den schlagartig etwas bleich aussehenden jungen Mann stehen und tanze ungerührt weiter.*

Crawf  *Ich bereue es keine Sekunde lang an der Bar geblieben zu sein. Erstens mag ich dieses dumme Knochen verrenken was sie hier Tanzen nennen ohnehin nicht und Aya müsste schon deutlich mehr auffahren als ein paar beschwingte Hüften, um mich dazu zu bekommen ihm nachzugehen... außerdem ist es einfach zu schön zu sehen wie er Blondie auf der Tanzfläche anfunkelt, als ob er ihn auf der Stelle massakrieren wollte. Ich wüsste zu gerne was der kleine Punk zu ihm gesagt hat und überlege kurz ob ich ihn das nächste mal fragen soll... aber sein Mund ist das einzige was er ganz passabel handhabt und ich bin niemand der irgendetwas unnötig rauszögert. Normalerweise jedenfalls nicht. Blondie ist verschwunden und das Kätzchen hat einen so unnahbaren Gesichtsausdruck, dass sich keiner aus der Menge an ihn herantraut. Ich begnüge mich eine Weile damit ihm zuzusehen, aber ich kann mir soviel `nettere´ Sachen vorstellen, als ihm beim Tanzen zuzuschauen das es mich nicht lange fesselt. Ich widme mich wieder meinem Bier und schaue noch ein bisschen durch den Laden. In Gedanken gebe ich ihm den Rest der Flasche Zeit um wiederzukommen, sonst suche ich mir einen anderen Bettwärmer für heute Nacht. Ich hätte zwar am liebsten ihn, aber wenn er unbedingt den uninteressierten Unnahbaren spielen will kann er das gerne machen.*

Aya    *Crawford scheint es drauf ankommen lassen zu wollen. Das ärgert mich nun doch massiv. Ich hatte mich eigentlich auf heute gefreut… aber so ist das manchmal. Aus dem leichten teasen wird Ärger… das heißt –ich- ärgere mich weil er mir immer wieder zu verstehen gibt, dass er jeden anderen haben kann und das auch tut. Ich wiederum weiß, dass ich das auch könnte, aber ich will eben nicht jeden anderen. Und das weiß er ebenfalls. Darum hat er mich quasi immer am Haken… seufzend lasse ich die Tanzerei sein, ich habe eh keine Lust mehr und gehe zum Tresen zurück. Point taken.. aber er soll sich nicht einbilden, dass ich das zahme Kätzchen spiele… etwas zu schnell nehme ich mein Glas und funkle ihn an.* Wenn ich mir dieses dumme Brot so beschaue könnte ich glatt beleidigt sein. Ich hätte gedacht, du wärst wählerischer im Hinblick darauf, wer deinen Schwanz lutscht. *Eigentlich wollte ich ihm nicht so deutlich zeigen, was ich davon halte, aber nun ist es halt heraus. Das Grinsen das er auf dem Gesicht hat zeigt mir, dass es wirklich ein Fehler war, so zu reagieren. Verdammt Fujimiya, du kannst dich doch sonst zusammenreißen.*

Crawf  *Das Grinsen auf meinem Gesicht ist nicht nur amüsiert, sondern auch ein ganz kleines bisschen überrascht. Normalerweise lässt er sich seine Eifersucht nicht so anmerken, er schluckt es eher runter und tut so als ob nichts wäre. Meine beginnende Langeweile ist wie weggeblasen und ich ziehe ihn zu mir, auch wenn er sich dagegen sträubt. Meiner Zunge, die über seine Unterlippe streicht kann er allerdings nicht lange widerstehen, er lehnt sich förmlich in meinen Griff und erwidert den Kuss hungrig. An seinem Gesichtsausdruck kann ich sehen, dass er sich darüber ärgert dass ich ihn immer wieder rumbekomme und meine Stimme klingt trügerisch süß als ich seine Pobacken knete und in sein Ohr schnurre* Eifersüchtig?

Aya    *Wenn ich auch wütend bin… er kann mein Verlangen mit den leichtesten Berührungen nach Belieben aufflammen lassen und als er mich küsst und mich an sich presst wird mein Atem unwillkürlich heftiger. Es fühlt sich einfach so gut an in seinen Armen zu sein, seine Hände auf mir zu spüren. Das Adrenalin das noch in meinen Adern kreist vermischt sich mit der Lust, die seine Berührungen mir verschaffen. Ein Knurren dringt aus meiner Kehle* Vergiss es. Ich bin nicht eifersüchtig… *Ich falle förmlich über seine Lippen her und der Kuss wird lang und gierig. So langsam ist es an der Zeit, sich ein privateres Plätzchen zu suchen…*

Crawf  Wenn ich könnte würde ich lachen... aber das Kätzchen hat sich offensichtlich zur Aufgabe gemacht meinen Mandeln mit seiner Zunge mal Hallo zu sagen, die Gier in dem Kuss ist deutlich zu fühlen. Von seiner Härte die sich nachdrücklich gegen meine reibt und seinen Händen in meinen Haaren mal ganz abgesehen. Eifersucht hin oder her, heute ist nicht der richtige Zeitpunkt um noch etwas darauf rumzuhacken und mit ihm zu spielen. Drei Wochen ohne richtigen Sex machen einem gesunden Mann eben doch zu schaffen. Ich weiß, dass meine Augen denselben lusterfüllten Blick haben wie seine als ich ihn loslasse, mein Jackett nehme, Geld auf die Theke knalle und ihn dann auffordernd ansehe* ikuso

Aya    *Immer noch etwas außer Atem nehme ich meine Lederjacke und gehe mit ihm nach draußen. Was folgen wird ist schon fast Routine. Wir nehmen ein Taxi, fahren in ein verschwiegenes kleines Hotel und dann… fallen wir mehr oder weniger übereinander her. Heute eher mehr. Das Üble daran ist, dass ich weiß, dass es nur um Sex geht was manchmal etwas ernüchternd sein kann – das gute daran ist, dass es gerade deshalb nicht langweilig wird. Keiner hat dem anderen gegenüber eine Verpflichtung, jeder von uns kann jederzeit bye bye sagen – das macht das ganze  äußerst spannend und immer wieder prickelnd. Als das Taxi anhält, das Crawford herbeigewunken hat, kribbelt es in meinem ganzen Körper vor Erwartung…*

Crawf  *Abyssinian hat eindeutig Probleme, seine Hände bei sich zu behalten während wir auf dem Weg in eins der vielen kleinen Hotels in der Innenstadt sind, aber ein scharfer Blick von mir sorgt dafür, dass er sie brav im Schoß faltet und aus dem Fenster starrt. Ein bisschen groping in einer Bar in der ebensoviele Schwule wie Hetero-Pärchen unterwegs sind ist eine Sache, aber ich bin kein Freund von `öffentlichen Gunstbezeugungen´, schon gar nicht in einem Taxi, wo einen der überneugierige Fahrer direkt an eine Laterne befördern kann wenn er sich mehr auf die Geschehnisse auf seinem Rücksitz konzentriert als auf die Straße. Als wir endlich vor dem Hotel angekommen sind ist ihm die Ungeduld fast schon anzusehen und ich beeile mich etwas mehr als sonst mit dem Zimmer. Wir sind kaum durch die Tür da fällt er schon mehr oder weniger über mich her und ich habe es nicht leicht uns, mit gut 60 Kilo Abyssinian um den Hals, zum Bett zu dirigieren*

Aya    *während Crawfords Jackett und meine Lederjacke bereits mitsamt den Schuhen auf dem Boden verstreut liegen binde ich seine Krawatte los. Das Aufknöpfen seines Hemdes unterbricht er, indem er mich nötigt die Arme zu heben, damit er mir das Shirt über den Kopf streifen kann. Bevor ich die Arme wieder senken kann macht er sich schon mit Lippen und Zunge über meinen jetzt nackten Oberkörper her und drückt mich nach hinten auf die Bettdecke. Doch ich leiste Widerstand, ich will ihm erst das verdammte Hemd ausziehen…* Warte doch mal, Crawfmpf… seine Zunge unterbindet jegliche Konversation, er kniet sich über mich und nagelt mich auf dem Bett fest. Ich gebe mich geschlagen. Mit sich heftig hebendem und senkendem Brustkorb sehe ich zu, wie er sich langsam aufrichtet, und genüsslich langsam das Hemd aufknöpft. Es zuckt mir in den Fingerspitzen, ihm dabei zu helfen, doch sein Blick fesselt mich und so genieße ich regungslos die Show.…*

Crawf  *Der Anblick von Abyssinian unter mir, den Mund leicht geöffnet und glitzernd mit Feuchtigkeit und sein ungeduldig-hungriger Blick der meinen Fingern folgt als ich langsam und bedächtig mein Hemd aufknöpfe sind mehr als nur ein kleiner turn-on und die letzten zwei Knöpfe gehen schneller auf als ich vorhatte. Jetzt Hemdfrei und mit wachsender Gier mache ich mich wieder über die weiche Haut seines Oberkörpers her, lecke genüsslich über die lange weisse Narbe die quer über seine Rippen verläuft und sauge und beiße an seinen Nippeln bis auch noch das letzte bisschen an Selbstbeherrschung das er noch hatte verschwunden ist und er sich mir hart entgegenreckt, den Kopf weit in den Nacken gelegt und eine Hand schmerzhaft in meinen Haaren vergraben. `k´so Crawford lass die Spielerei und komm endlich zur Sache!´ Und ich bin mehr als bereit seiner `Bitte´ nachzukommen. Mit ein paar sicheren und gekonnten Griffen entledige ich uns beide unserer Hosen und Unterwäsche, auch wenn sich Ayas Lederhose als leicht widerspenstig herausstellt. Ich gebe seiner Eichel ein paar neckische Zungenschläge und er stöhnt ungeduldig auf als ich kurz wieder von ihm ablasse um die kleine Tube Lube aus der Innentasche meiner Jacke zu angeln. Aus dem ungeduldigen Laut wird allerdings ziemlich schnell einer aus purer Lust, als sich mein Mund wieder seiner Erregung widmet und zwei kühle, glitschige Finger in ihn eindringen um ihn zu dehnen*

Aya    *Der Gegensatz zwischen seinen heißen Lippen -um- mich und der Kühle –in- mir schickt pulsierende Lust durch mich und ich stöhne tief auf während ich ihm hart entgegenkomme. Unbewusst öffnen sich meine Schenkel weiter als er seine Finger tiefer gleiten lässt. Ich biege meinen Rücken durch als er sie heftiger in mir bewegt und bald den Punkt findet, der mich laut aufkeuchen lässt. Das ist zwar wirklich geil, aber ich will nicht seine –Finger- in mir spüren…* mot-to.. Crawf… worauf wartest.. wartest du denn verdammt? *Er lässt sich zum Glück nicht lange bitten, entzieht mir seine Finger, was mich nun doch erstmal enttäuscht aufstöhnen lässt, und schiebt sich zwischen meine Beine. Während er sich in Position bringt erobert seine Zunge schon wieder meinen Mund und ich lasse ihm willig die Oberhand.

Crawf  *normalerweise hätte ich jetzt etwas in der Richtung von `na, dass du bettelst´ gesagt, und es auch so gemeint... aber ich bin viel zu scharf darauf das Kätzchen endlich zu ficken um mir noch viel Gedanken um unsere üblichen kleinen Machtspielchen zu machen. Mit einem harten Stoß dringe ich in ihn ein und wir stöhnen beide in den Kuss als mir seine Hüften ebenso hart entgegenkommen. Seine Beine schlingen sich um meine Hüften damit er sich besser anheben kann und heute scheint er auch keine Lust auf irgendwelche seme und uke Diskussionen zu haben, sehr im Gegensatz zu sonst. Sex zwischen uns beiden ist eigentlich immer mehr ein Kampf zwischen uns beiden wer wie lange die Oberhand behält... auch wenn es immer gleich endet. Aber heute scheint Aya ganz zufrieden mit seiner Position zu sein... und das meine ich im wahrsten Sinne des Wortes. Während ich mit harten regelmäßigen Bewegungen in ihn stoße schließen sich meine Finger um seine pulsierende Erregung zwischen uns. Ich kann bereits spüren wie sich die kitzlige Spannung meines Orgasmus in meinem Bauch breitmacht und weiß, dass ich heute nicht lange brauchen werde.*

Aya    *Bereits sein erster Stoß sagt mir, dass er heute nicht spielen will. Das ist mir nur recht, denn die Spannung in mir ist inzwischen fast unerträglich geworden. Ich komme ihm heftig entgegen und öffne mich ihm um ihn so tief wie möglich zu spüren. Seine Hand, die mich hart pumpt greift unwillkürlich fester zu als ich seinen Hintern packe und ihn bei jedem Stoß noch fester in mich ziehe. Ich öffne halb die Augen um ihn anzusehen, ich liebe diesen Ausdruck auf seinem Gesicht, wenn er vor Ekstase ganz sanft errrötet und uns mit fest geschlossenen Augen, halb offenen Lippen und leise keuchend auf die Erlösung zutreibt… er stößt jetzt -wirklich- hart und ich spüre dass er gleich soweit ist… auch in meinen Lenden ballt sich bereits der Orgasmus zusammen. Ich löse eine Hand von seiner Kehrseite und lege sie in seinen Nacken, wo ich ihn mit bebenden Fingern kraule. Ich bin so nahe daran… Meine Stimme ist heiser und ich hauche mehr als ich spreche* Brad… bitte sieh mich an… *seine Augen öffnen sich halb und unsere Blicke treffen sich, als ich leise aufschreie und mich in seiner Hand verströme, während er noch einmal tief in mich eindringt. Ich klammere mich an ihm fest als die heiße Woge durch mich pulsiert, er stößt noch weiter in mich während sich meine Muskeln wieder und wieder fest um seine Härte schließen bis er sich einem erstickten Laut tief in mir ergießt.

Crawf  *Ich stütze meine Unterarme neben dem Kopf des Kätzchens auf das Kissen während ich langsam wieder zu Atem komme. Drei Wochen waren -wirklich- lang. Aya unter mir hat die Augen geschlossen und atmet hart, genau wie ich, und ich erlaube mir kurz, einfach sein Gesicht zu betrachten bevor ich mich von ihm löse und mich neben ihn auf die Seite lege. Ich könnte jetzt gut ein feuchtes Handtuch gebrauchen, aber ich will erst noch ein bisschen die angenehme Wärme in meinem Bauch genießen und wieder vollständig zu Atem kommen. Neben mir erwacht das Kätzchen aus seiner post-coitalen Starre.*

Aya    Die letzten Schauder sind abgeklungen und ich liege vollkommen erschöpft neben Crawford. Was mich allerdings stört ist das feuchte klebrige Gefühl auf meinem Bauch. Crawford amüsiert sich jedesmal, dass ich immer gleich aufspringe und was zum Abputzen hole, aber ich kann nicht anders. Als ich mit dem feuchtwarmen Handtuch erst mich und dann auch ihn gesäubert habe, lasse ich mich wieder neben ihm nieder, und lege mich ziemlich dicht zu ihm. Nur so kurz nach dem Sex gestatte ich mir, sanfter und anschmiegsamer zu sein. Er krault leicht mein Nackenhaar und schweigt, während ich den Augenblick genieße und leicht den Kopf hebe, um seine Brust mit meinen Lippen zu liebkosen. Plötzlich ertönt leise und leicht amüsiert seine Stimme.* Wieso hast du vorhin wegen dem Blondie so heftig reagiert? Das tust du doch sonst nicht. *Etwas alarmiert versteife ich mich leicht. Muss er davon anfangen? Dann zucke ich die Schultern.* Keine Ahnung. *Ich lasse meine Stimme schnippisch klingen* Vielleicht hatte ich gedacht, nach drei Wochen Trennung solltest du nur Augen für mich haben… was weiß ich. Ist doch egal, vergiss es. *Ich drehe mich auf den Rücken und starre an die Decke. Was mich wirklich wurmt ist, dass er diesem Blödie von mir erzählt haben muss. `Rattenscharf’. `Kätzchen’. Was solls. Ich will diese Sache heute so schnell wie möglich vergessen. Es hat ihm viel zu sehr gezeigt, dass ich vielleicht –doch- ein winziges bisschen mehr engagiert bin als er… etwas, was ich mir selber nur ungern eingestehen will. Der Ausbruch von vorhin hat mir gezeigt, dass mein Fell anscheinend nicht mehr ganz so dick ist wie früher.*

Crawf  *Ich zucke leicht mit den Schultern und drehe mich auf die Seite, den Rücken zu ihm* Wenn du willst. *Wenn er meint er müsste eifersüchtig sein dann soll er das so haben. Es interessiert mich nicht wirklich ob er sich darum schert dass er nicht der einzige ist mit dem ich in anonymen Hotels absteige. Ich schließe die Augen und lasse das leichte Nachglühen in meinem Körper den Rest übernehmen. Es hat uns beide ganz schön Überwindung gekostet nebeneinander zu schlafen, aber ich weiß, dass er mir nichts tun wird, das hätte ich gesehen. Unsere übliche Routine besteht aus drei Runden Sex und bis auf die letzte immer ein paar Stunden Schlaf dazwischen... und ich sehe keinen Grund das zu ändern*

Aya    Hai. Will ich. *Ich bin erleichtert dass er nicht weiter darauf herumhackt. Keine Lust auf Grundsatzdiskussionen, schon gar nicht nach so einer Session. In dieser Stimmung hätte ich vielleicht noch irgendwelchen gefühlsmäßigen Quatsch von mir gegeben. Ich drehe seinem Rücken meinen Rücken zu und gähne. Irgendwann stecke ich ihm aber mal, dass er mit solchen Luschen nicht über mich reden soll… das ist ja entwürdigend! Mir fallen die Augen zu und ich frage mich, wer von uns beiden wohl zuerst wieder wach werden wird…*

***

Omi     *Die Theatertruppe steht mit Sack und Pack auf dem Schulhof. Heute ist die Wochendfahrt angesagt, ein kleines Hotel außerhalb von Tokyo im romantischen Stil des Italien von Romeo und Julia eingerichtet, `damit wir uns in die Zeit finden können’ sagte der sempai. Der Bus ist gerade angekommen und das Gepäck wird verladen. Nagi steht etwas von mir entfernt und vermeidet den Blickkontakt. Seit wir uns an dem Abend in der Turnhalle so `nahe’ gekommen waren, haben wir in der Schule Kontakt zueinander gemieden. Was zur Folge hatte, dass wir –gar- keinen Kontakt hatten, mangels Gelegenheit. Und das eine ganze Woche lang, da der sempai wegen einer leichten Erkältung die letzten Proben ausfallen lassen musste. Ich weiß nicht was in Nagi vorgeht, aber er fehlt mir und ich würde ihn schrecklich gerne mal wieder in den Armen haben… Ich werfe einen verstohlenen Blick zu ihm, als wir einsteigen. Er blickt kurz zurück und geht sofort ganz nach hinten. Ich will ihm folgen, doch ich werde am Arm festgehalten.* Nishimura-san… *Er grinst mich fröhlich an. `Omi-kun.. komm, ich lass dir den Platz am Fenster!’ Mein Blick huscht auf die letzte Bank. Dort sitzen jetzt bereits zwei Mitschüler neben Nagi, der angestrengt und mit teilnahmslosem Blick aus dem Fenster starrt. Shimatta. Das fängt ja gut an… Seufzend lasse ich mich auf den Fensterplatz plumpsen.*

Nagi
*Mit mühsam teilnahmsloser Miene betrachte ich, wie Nishimura Omi in eine der Sitzreihen zerrt und sofort anfängt auf ihn einzureden... wobei er sich immer wieder etwas über ihn lehnt um `den Verladearbeiten´ zuzusehen, die draußen noch im Gang sind. Pah, ich wette eins zu einer Million, dass ihn die Kofferräumerei nicht die Bohne interessiert. Die beiden neben mir ignorierend packe ich meinen Laptop aus und fange an zu tippen. Hätte Nishimura sich nicht eingemischt wäre er bestimmt nach hinten durchgekommen.. und ich hätte gar nichts dagegen gehabt auf der Zwei-Stunden-Fahrt neben Omi zu sitzen. Ich verkneife mir ein kleines Seufzen. Wir hatten seit unserem kleinen `tete-a-tete´ in der Turnhalle keine Gelegenheit mehr, alleine zu sein.. was ich außerordentlich bedauere. In der Schule war ständig irgendwer oder irgendwas im Weg und Crawford hat mich so mit Arbeit zugebombt, dass ich es mir nicht erlauben konnte, nach der Schule noch zu bleiben. Theoretisch hätte ich nicht mal mitfahren können, es hat mich ganz schön Arbeit und ein paar nicht so versteckte Hinweise auf Noten und Englischkurse gekostet, dass er trotzdem seine Zustimmung gegeben hat. Aber ich werde mich ab und an absetzen müssen um weiterzuarbeiten, dass ich fertig werde war seine Bedingung. Nishimuras überlautes Gelächter geht mir schon nach ein paar Minuten auf die Nerven, offensichtlich amüsiert er sich über irgendetwas prächtig. Omi kann ich nicht hören. Irgendwie schlecht gelaunt, versuche ich mich auf meinen Laptop zu konzentrieren... allerdings nicht sehr erfolgreich.*

Omi
*Nishimura-kun belegt mich vollkommen mit Beschlag und redet wie ein Wasserfall. Er ist ja ein netter Kerl, aber muss er mich –wirklich- dauernd berühren? Ein Schulterklopfen hier, ein Anlehnen da, ein über-mich-beugen mit möglichst –viel- Körperkontakt dort… ich ahne dass das alles keine Zufälle sind und ich –weiß- dass Nagi das von seinem Platz aus sehr gut beobachten kann. Ich fühle mich zunehmend unwohl in meiner Haut und riskiere einen kurzen Blick nach hinten. Er sitzt über seinen Laptop gebeugt und sieht nicht auf. Meine Stimmung sinkt in den Keller. Ich bin fast sicher dass er verärgert ist. Ich drehe mich wieder nach vorne und blicke direkt in Nishimura’s Augen. `Na, Omi-kun, wohl etwas abgelenkt wie?’ Ich lehne erschöpft den Kopf an die Nackenstütze.* Bin etwas müde, gomen. *Damit schließe ich die Augen und hoffe, dass er mich den Rest der Fahrt in Ruhe lässt. Wir hatten doch eigentlich so eine Art Abkommen, dass es bei Freundschaft bleibt… und nun ist er so – anhänglich. Das kann nur Ärger geben, wenn wir erstmal im Hotel sind..*

Nagi
*Mit einem halben Ohr lausche ich immer auf Nishimuras Geplapper und Gekichere. Als er plötzlich still ist und sich dann über den Gang hinweg mit einem anderen Schüler unterhält fühle ich mich irgendwie erleichtert und lächele ganz leicht. Selbst Omi war das wohl eine Spur -zuviel- gute Laune, anscheinend hat er ihn irgendwie abgewimmelt. Der Rest der Fahrt verläuft ohne besondere Vorkommnisse, Nishimura konzentriert sich auf andere Sachen und ich kann mich endlich genug konzentrieren um etwas zu arbeiten. Bevor ich so richtig in Fahrt gekommen bin sind wir auch schon da, die 2 Stunden sind schneller vergangen als ich dachte. Kitada hat einige Mühe die Schülerschar zu sortieren als wir alle ausgestiegen sind, die Mädchen bekommen sich kaum noch ein vor lauter ahhhs und oohs und kawaiis, ich finde das Gebäude reichlich überladen mit Stuck und alles in so einem ekligen altrosa-ton angepinselt. Dass Shakespeare im Mittelalter gelebt hat und wohl kaum so einen Pomp jemals zu Gesicht bekommen hat, scheint keinen zu interessieren. Soviel also zur `Stimmung für das Stück´. Na, mir solls egal sein, die Zimmer haben einen Internet-Anschluss und das ist alles was mich interessiert. Ich schiele immmer mal wieder unaufällig zu Omi rüber, Nishimura hat ihn schon wieder voll mit Beschlag belegt, scharwenzelt um ihn rum und bietet ihm an seine Tasche zu tragen. Wie ein läufiger Hund. Mit einem kleinen unwilligen Kopfschütteln konzentriere ich mich wieder auf Kitada, sieht so aus als hätte er alle `hach wie romantisch´ und ´ich werde mich fühlen wie eine Prinzessin´ ausrufenden Mädchen wieder eingesammelt, denn er fängt jetzt an die Zimmereinteilung vorzulesen. Dass ich überhaupt irgendwas gehofft hatte diesbezüglich wird mir erst klar, als alle Hoffnungen zerstört werden ´Tsukiyono und Nishimura Zimmer 309, Matsushita und Tsuchiya Zimmer 310...´ich ärgere mich so sehr, dass ich nicht mit Omi auf ein Zimmer gekommen bin, dass ich meine eigene Nummer fast überhöre. `Asagi und Naoe zimmer 315....´ ich sehe leicht verstimmt zu Asagi-san rüber. Wenigstens ist er ruhig, etwas älter als ich, ziemlich schüchtern und für das  Licht zuständig. Er nickt mir nur kurz zu und ich muss zugeben dass ich es auch hätte schlechter treffen können. Ein Seitenblick auf Omi und ein kleines Seufzen. Aber auch bedeutend besser...*

Omi
*Als der Sempai die Zimmer-Belegungs-Liste vorliest zucke ich zusammen. Was um alles in der Welt hat er sich dabei gedacht? Wieso bin ich nicht mit Nagi in einem Zimmer? Immerhin haben wir beide die Hauptrollen! Kitada liest weiter und teilt Nagi Asagi-kun zu… ein Junge aus meiner Parallelklasse. So ein Mist. Grade will ich den Mund aufmachen um Einspruch einzulegen als Nishimura meine und seine Tasche schnappt und sich Richtung Treppe aufmacht.* Yasuhi.. Nishimura-kun! Bleib hier! Ich … *als mir die vertrauliche Anrede rausrutscht spüre ich Nagis Blick auf meinem Rücken und bleibe stehen, während Nishimura schon fast oben ist. Langsam drehe ich mich zu Nagi um. Er sieht nicht wirklich sauer aus, aber schon etwas verstimmt. Verdammt. Ich sehe ihn entschuldigend an, forme ein „Shimatta“ mit den Lippen und hebe bedauernd die Schultern. Als der Sempai uns antreibt, uns frisch zu machen, da es bald Essen gibt, beeile ich mich, in mein Zimmer zu kommen. Ich will wenigstens bei Tisch unbedingt neben Nagi sitzen, und wenn ich dafür jemanden vom Stuhl schubsen muss…*

Nagi
*Als Omi Nishimura fast beim Vornamen nennt zucke ich unwillkürlich zusammen. Es ärgert mich ja schon ein bisschen, dass wir, um den Schein zu wahren, immer noch Naoe-san und Tsukiyono-san sind sobald jemand in unserer Nähe ist, er bei Nishimura aber ohne Probleme ein -kun anhängen kann. Aber Omis alles andere als begeisterter Gesichtsausdruck darüber, dass er sich mit Nishimura ein Zimmer teilt versöhnt mich wieder ein bisschen. Offensichtlich war ich nicht der Einzige, der gehofft hatte, dass wir zusammen eins bekommen. Stumm steige ich hinter Asagi die Treppen hoch und zähle unwillkürlich die Türen zwischen mir und Omi. 6 Stück. Viel zuviel um ungesehen rüberschlüpfen zu können, vor allem da wir drei Mädchenzimmer dazwischen haben und die wie wildgewordene Hummeln über den Flur schiessen. während ich meine Sachen auspacke und mich zum Essen fertigmache hoffe ich nur für Nishimura, dass er die Finger von Omi lässt. Sonst erlebt er mich von einer Seite, die nur Tsukiyono, seine Kollegen und -meine- Teamkameraden kennen... und die dürfte Nishimura nicht im geringsten gefallen*

Omi
*Ich mache eilig eine Katzenwäsche und ziehe mir ein frisches Sweatshirt über. Dann sehe ich zu, dass ich in den Speiseraum komme. Ich bin bis auf Kitada-san und zwei Mädchen der einzige dort. Die beiden winken und lachen und versuchen, mich an ihren Tisch zu holen, aber der Sempai schüttelt den Kopf und winkt mich auf den Platz neben sich. `Die Jungen und Mädchen sitzen getrennt. Basta. Keine Anbandeleien hier. Ich habe die Verantwortung.’ Ich muss leicht grinsen. Er ahnt ja gar nicht, was für einen Gefallen er mir damit tut.. jetzt muss Nagi nur noch eher als Nishimura kommen…*

Nagi
*Als ich den Speisesaal betrete ist Omi schon da und Kitada schwafelt ihn gerade zu mit allen möglichen Spezialsachen, die er für die Aufführung plant. Omi sieht mich kommen und seine Miene hellt sich auf, er wirkt schon fast erleichtert. Mit einem nur für ihn sichtbaren Lächeln nähere ich mich dem Tisch an dem Kitada und er sitzen... aber bevor ich mich auf den Stuhl neben ihm setzen kann hat mich auch Kitada bemerkt...und klopft auffordernd auf den Platz rechts von sich. `Oy Naoe-san, setz dich neben mich ja? Ich habe mit euch noch einiges zu besprechen...’ Er brabbelt noch weiter aber ich höre ihm nicht mehr zu, sondern bewege mich wie automatisch auf den Tisch zu... und während ich noch nach einem Grund suche, warum ich -nicht- da sondern neben Omi sitzen muss, ist auch Nishimura wieder da und lässt sich unzeremoniell neben diesen plumpsen… mit versteinerten Gesicht setze ich mich neben Kitada.*

Omi
*Als Nagi den Saal betritt bin ich so erleichtert, dass man es mir sicher ansieht. Er steuert auch gleich auf den Platz neben mir zu und ein warmes Gefühl macht sich in mir breit. Endlich… als Kitada ihn zu sich auf die andere Seite beordert verwandelt sich das warme Gefühl allerdings in einen Eisklumpen. Ich könnte Kitada-san kaltlächelnd ermorden … Ich überlege noch wie ich verhindere, dass Nagi sich auf die andere Seite setzt, als auch schon Nishimura aufkreuzt und sich sofort und ohne zu fragen neben mir niederlässt. Kitada redet mit Nagi, so dass dieser keinen Blickkontakt herstellen kann und da spricht mich auch schon Nishimura an. `Na was essen wir denn?’ Automatisch antworte ich, den Blick immer noch auf Nagi gerichtet* Steht auf dem Speiseplan da, es gibt kein Essen a la carte, alles vorbestellt.. *Ich hoffe nur dass es Nagi nicht langsam reicht… wer weiß, was das für Auswirkungen haben könnte. Wenn ich doch wenigstens einen Moment mit ihm reden könnte… ich stehe etwas abrupt auf.* Muss noch mal aufs Zimmer Ich will telefonieren. *Ein warnender Blick auf Nishimura.* Und zwar –alleine-! *Soll er doch denken was er will.*

Nagi
*Als Omi so abrupt wieder aufsteht und Nishimura nach der ziemlich eindeutigen Abfuhr etwas verdattert aus der Wäsche guckt, kann ich mir das Lächeln kaum verkneifen. Kitada stoppt kurz um ihm verdutzt hinterherzuschauen, dann plappert er einfach weiter. Ich suche verzweifelt nach einer unauffälligen Möglichkeit um hinter Omi hergehen zu können und während sich der Saal langsam füllt entdecke ich eine Gelegenheit, auf das Zimmer zu können. Der Kellner ist wirklich gut, er versucht selbst im Fallen noch sein Tablett voller Gläser so zu drehen, dass ich nichts abbekomme...aber natürlich war ich nicht ganz unschuldig daran, dass ihn die Ecke des Teppichs plötzlich `angesprungen´ hat und zielsicher landet ein Glas mit Cola direkt in meinem Schritt. Nur um des Effektes willen tupfe ich kurz mit einer Serviette an der Sauerei herum bevor ich aufstehe und mich entschuldige. Mein verärgertes Gesicht muss ziemlich überzeugend gewesen sein, denn der arme Kellner hört gar nicht mehr auf sich zu entschuldigen während er die Scherben einsammelt und bietet sogar an, eventuelle Reinigungskosten zu übernehmen. Ich verliere kostbare Sekunden um ihn zu beruhigen aber irgendwann bin ich, ziemlich feucht und klebrig auf dem Weg nach oben. Ich habe ein leichtes Flattern im Bauch als ich, statt mich direkt umziehen zu gehen, erst an Omis Tür klopfe.*

Omi
*Ich sitze auf dem Bett und starre auf die Uhr in meinem Mobiltelefon. Wie lange kann ich hier oben bleiben ohne dass es auffallend ist? Wie lange telefoniert man mit `zu Hause?’ Vielleicht nehmen sie ja auch an, ich rede mit meiner Freundin.. ich grinse leicht. Nishimura zumindest weiß, dass das nicht der Fall ist. Aber wenn Nagi keine Chance bekommt, wegzukommen, sitze ich hier bis ich schwarz werde.. ich muss kichern bei dem Vergleich. Ein bisschen grau bin ich ja vielleicht schon geworden… ich starre weiter auf die Uhr und lasse es fast fallen als es an der Tür klopft.* Hai, doozo… *Ich bin aufgesprungen und starre erwartungsvoll auf die sich öffenende Tür.*

Nagi
*Ich bin kaum durch die Tür, da hängt Omi auch schon um meinen Hals und küsst mich, dass mir Hören und Sehen vergeht. Bevor ich allerdings den ersten Schreck so richtig überwinden und ihn zurückküssen kann, lässt er mich mit einem urkomischen Ausdruck im Gesicht wieder los und starrt an mir runter. `Warum bist du so nass?´ Ich grinse ihn schelmisch an* einer der Kellner hatte einen kleinen `Unfall´...

Omi
*Ich verstehe was er meint und kichere leise.* Soso. War ein böser böser Stuhl schuld? *`Teppich’ lautet die knappe Antwort, und dann bin ich in Nagis Armen und vergesse Kellner, Nishimura, Kitada und alles andere, als er mich leidenschaftlich küsst. Ich presse mich eng an ihn und murmle an seinen Lippen* Verdammt das war zu lange her … sein Nicken spüre ich mehr als ich es sehe, weil er schon wieder meine Lippen erobert. Wir küssen uns gründlich und hungrig, und es dauert auch nicht lange bis wir beide entsprechend reagieren, … soll heißen in den unteren Körperregionen. Allerdings spüre ich noch etwas: Meine Hose ist jetzt ebenfalls mit Colaflecken verziert, und die Feuchtigkeit klebt unangenehm auf der Haut. Atemlos löse ich mich von Nagi und sehe an uns hinunter.* Wenn uns jetzt jemand hier erwischt, sieht das ganz schön eindeutig aus…

Nagi
*Ich streiche sanft durch seine Haare und sehe schmunzelnd auf den `Beweis´ an seiner Hose* Nun, es -war- auch ziemlich eindeutig, nicht wahr? *Ich zupfe an meiner nassen Hose herum bevor ich ihn wieder an mich ziehe und den Kopf auf seine Schulter lege.* Zu dumm, dass der nur Cola auf dem Tablett hatte... aber das war es mir eindeutig wert.

Omi
*Ich lege die Lippen an sein Ohr* Wir müssen uns umziehen… und langsam wieder runtergehen… *ich überlege kurz ob ich noch eine zweite blaue Jeans eingepackt habe… es fällt sicher auf, wenn ich plötzlich auch umgezogen bin. Zögernd löse ich mich von Nagi und öffne den Hosenknopf.* Gehst du bitte raus? Wenn du hierbleibst garantiere ich für nichts… *Ich sehe ihn mit einer Mischung aus Bedauern und –eindeutig- Lüsternheit an. Wieso muss uns auch jeder soviele Steine in den Weg legen, wie es nur geht…*

Nagi
*Ich seufze leicht, gehe aber gehorsam zur Tür. Ich würde ihm nur -zu gerne- beim Ausziehen helfen... nur das wieder Anziehen könnte dann etwas dauern.* Hai... *Kurzentschlossen trete ich noch einmal auf ihn zu und gebe ihm einen kurzen, aber nachdrücklichen Kuss auf die Lippen.* Nur zur Vorsicht.... *Er sieht mich etwas fragend an aber ich lächele nur leicht schmerzlich als ich an Nishimura und sein einnehmendes Wesen denke und schlüpfe wieder raus auf den Flur um mich selber umzuziehen*

Omi
*während ich erleichtert eine blaue Jeans in meiner Tasche finde, denke ich über Nagis Äußerung nach. Vorsicht? Und sein Lächeln war so… traurig. Ich zucke ratlos die Achseln. Vielleicht weil wir so gar keine Zeit zusammen hatten, bisher… rasch ziehe ich mich fertig an, als mein Blick auf Nishimuras Koffer fällt. `Vorsicht’…  ich schüttle den Kopf. Nein. Nagi ist viel zu klug, um eifersüchtig zu sein… oder?? Als ich aus dem Zimmer trete ist alles ruhig. Er wird sicher schon wieder unten sein, aber ich warte lieber noch einen Moment, damit wir nicht unmittelbar nacheinander auftauchen. Im Speisesaal sitzt er wirklich wieder neben Kitada-sempai und ignoriert mich, dafür guckt mir Nishimura schon erwartungsvoll entgegen. Ich schneide eine kleine Grimasse und setze mich wieder auf meinen Platz.* Es wäre ganz schön, wenn du etwas weniger auffällig sein könntest.. *Er grinst mich frech an. `Iie. Bei –der- Konkurrenz muss ich doch was tun..’ Er wirft einen bezeichnenden Blick zu Nagi rüber und mir wird ganz anders…*

Nagi
*Ich habe mit einem Ohr die Unterhaltung der beiden mitbekommen und während ich in meinem Salat rumpicke fährt mir ein leichter Schreck durch die Glieder. Hat Nishimura irgendwas mitbekommen? Offensichtlich weiß er, dass Omi eine Schwäche für mich hat... aber das war ja auch relativ leicht zu merken. Aber egal ob er weiß, dass wir beide -mehr- als nur Schulkameraden sind und meine ganze Kühle Omi gegenüber in der letzten Woche nur Show war oder nicht, seine Antwort gefällt mir ganz und gar nicht. Ich zerbeisse heftig eine der Walnüsse aus meinem Salat. Er soll bloß aufpassen -was- genau er tut und was nicht. Ich lasse mir Omi nicht mehr wegnehmen, von diesem hyperaktiven aufdringlichen Nishimura schon gar nicht!*

Omi
*Kitada-sempai schaut zu Nishimura hinüber `Nishimura, das hier ist kein Wettbewerb. Du bist der Ersatz-Romeo, basta. – Aber vielleicht solltest du wirklich mit Tsukiyono langsam mal für den Ernstfall proben … nur zur Sicherheit. Naoe ist als Romeo perfekt, der braucht nicht mehr viel zu üben. Tsukiyono schon eher. Und da ihr beide ja das Zimmer teilt, bietet es sich doch an, dass ihr noch ein bisschen zusammen eure Rollen übt, ne?’ Ein verstohlener Blick zu Nagi zeigt mir, dass ihm diese Anordnung des Sempai ganz und gar nicht passt, denn seine Hand schließt sich fester um sein Glas. Um nicht zu sagen, -sehr- fest. Ich hoffe nur, dass er es nicht zum Zerpringen bringt… mir kommt ein Gedanke* Sempai, wieso gibt es eigentlich keine Ersatz-Julia? *Kitada sieht mich dümmlich an. `Äh… stimmt ja. Das habe ich total vergessen… verdammt.’ Ratlos stochert er in seinem Salat herum. `Mmhh… wer kann das denn noch sein… extra noch jemanden die Rolle lernen lassen klappt nicht mehr…’  Seine Miene hellt sich auf. `Ich hab’s! Naoe ist als Julia ebenso perfekt wie als Romeo, also ist –er- die Ersatz-Julia. Zwei von euch werden ja wohl nicht ausfallen, ne? Wenn du nicht kannst macht Naoe halt mit Nishimura-kun weiter. Aber das heißt, dass Naoe und Nishimura auch zusammen proben müssen…’ Nagis Glas ist jetzt –wirklich- in akuter Gefahr, vor allem als Nishimura zu kichern anfängt und ein `Na prima, Menage à trois…’ von sich gibt.*

Nagi
*Ich würde Kitada am liebsten meucheln für diese `tolle´ Idee... und Nishimura gleich hinterher, ein Problem weniger in meinem Leben. Der Sempai sieht mich hoffnungsvoll an.`Das ist doch kein Problem oder? Julias Text kannst du doch. `Ich würde ihm am liebsten sagen, dass ich eher eins der kleinen haarigen Krabbeltiere aus Schuldigs Terrarium küssen würde als Nishimura... und dass, wenn er seine Finger während der Proben nicht bei sich behält, nur Julia sich zum Applaus wieder von ihrem Sterbebett erhebt. Und einige Sekunden lang habe ich wirklich mit dem Drang zu kämpfen, ihm ein `Auf keinen Fall küsse ich diesen widerlichen Stalker!´ an den Kopf zu werfen... aber jahrelanges Training bringt mich dazu, nur ein `ich kann Julias Text.´ als Antwort zu präsentieren, auch wenn es mich Mühe kostet. Kitada sieht zufrieden aus, Nishimura hört gar nicht mehr auf zu grinsen während er Omis Hand grapscht, ihn anschmult wie ein schielendes Pferd und ein paar Zeilen Text lispelt. Omi schickt mir einen kleinen hilflos-bettelnden Blick... und ich wünschte mir zum ungefähr hundertsten Mal an diesem Abend woanders zu sein, vorzugsweise mit Omi und ansonsten –allein-. Das Essen in meinem Mund verwandelt sich in irgendeine undefinierbare, nach Pappe schmeckende Mmasse als Nishimura mit Kitada anfängt zu diskutieren dass es doch bestimmt `moderner´und `innovativer´ wäre, wenn Romeo Julia –richtig- küssen würde, mit Zunge und allem drum und dran, anstatt ihr nur so einen `altmodischen kleinen Schmatzer´ zu geben wie ich das immer täte. Natürlich hat Kitada sofort wieder diesen nachdenklich-begeisterten Blick drauf und Omi schaut mich etwas alarmiert an als der Sempai ein fröhliches `Das wäre bestimmt eine Überlegung Wert, danke für den Tipp Nishimura-kun´ von sich gibt und dann weiter das Essen in sich reinstopft. Meine Augenbrauen haben sich merklich zusammengezogen während ich wie automatisch weiter esse und Nishimura grinst mich triumphierend an. Sollte er –auch nur auf den gedanken kommen-Omi diesen ständig plappernden Lappen zwischen die Lippen schieben zu wollen brauchen wir definitiv einen neuen Ersatz-Romeo...*

Omi
*Ich weiß nicht genau wie ich das Mittagessen hinter mich gebracht habe. Mit wachsendem Entsetzen hatte ich den `guten Einfällen’ von Kitada-sempai und Nishimura-kun zugehört. Nagis Gesicht wurde mehr und mehr zu Eis, und ich hoffte nur, dass sich sein Ärger nicht auch auf mich ausdehnen würde… scheinbar war er tatsächlich etwas eifersüchtig auf Nishimura-kun, oder zumindest beunruhigt über dessen forsches Anbandeln mit mir. Kitada-sempai war aber auch sowas von ahnungslos.. als er die Idee mit dem Zungenküssen so angetan aufnahm, dachte ich, Nagi erstickt an seinem Essen. Als die Tafel aufgehoben wird geht er wortlos die Treppe hoch und als ich mit Nishimura oben ankomme ist der Gang bis auf die Mädchen, die sich nicht entscheiden können, in welchem ihrer Zimmer sie ein Schwätzchen halten wollen, leer. Ich gehe voran in unser Zimmer und setze mich auf das Bett am Fenster. Ich hatte ja auf Doppelstockbetten getippt, aber schließlich ist das hier keine Jugendherberge… Nishimura wäscht sich die Hände und lächelt mich an. Hier, ohne Zuschauer und ohne Nagi in der Nähe ist er wieder normal, nicht so macho-draufgängermäßig. `Wollen wir noch etwas proben?’ Ich sehe ihn erschrocken an.* Gomen… ich bin etwas schlapp. Vielleicht später. *Er sieht mich enttäuscht an. `Heute abend ist doch hier die Empfangsparty mit Karaoke und Tanzen… da kommen wir sicher nicht zum Proben!’ Ich schüttle bedauernd den Kopf.* Nimm es mir nicht übel, aber… *ich habe absolut keine Lust, hier, unter uns, irgendwelche Kuss-Szenen zu proben. Wer weiß was Nishimura in den Sinn kommt, und wer weiß ob Nagi nicht reinplatzt, und wenn wir abschließen und er will zu uns rein und bekommt es mit.. das will ich mir lieber nicht vorstellen was dann passiert. Vor allem muss er ja dann denken, ich habe irgendwas mit Nishimura-kun vor… mir brummt der Schädel vor lauter komplizierten Gedanken. Wäre ich doch bloß nicht mit Nishimura-kun ausgegangen. Ich kann ihm ja nicht sagen, dass Nagi und ich… solange Nagi das nicht auch will. Gott ist das alles kompliziert….* Ich werde ein Nickerchen machen, denke ich. *Ohne auf Nishimura-kuns enttäuschten Gesichtsausruck einzugehen, lege ich mich hin und schließe die Augen. Ich höre noch ein Murmeln. `Wie du meinst. Aber ich gebe nicht auf.. was will er mit diesem Eisklotz der ihn sowieso nur abfahren lassen wird…’ Mein Herz wird schwer. Nishimura tut mir leid… aber ich kann nichts tun.

Nagi
*Das Essen hat dermaßen an meinen Nerven gezerrt, dass ich einfach mal etwas Ruhe brauche. Sobald es nicht mehr unhöflich ist bin ich auch schon in mein Zimmer verschwunden. Asagi ist angenehmerweise nicht da und ich kann mich in aller Ruhe und ungestört meiner Arbeit widmen. Ich würde zwar eigentlich viel lieber in Omis Nähe bleiben - erstens könnte sich ja eine Situation ergeben in der wir alleine sind, und zweitens traue ich Nishimura nicht so weit wie ein Floh spucken kann - aber ich muss fertig werden, sonst kann kann ich solche Extratouren in Zukunft vergessen. Ich sitze mit dem Gesicht zur Tür an dem kleinen Tisch in der Mitte des Raumes, damit ich sofort merke, wenn jemand reinkommt und tippe in rasender Geschwindigkeit auf meinem Keyboard während ich mir mit Zettel und Papier Notizen mache. Ich muss einiges schaffen wenn ich nachher zu diesem komischen `Begrüßungsabend´ möchte... nicht, dass ich mir aus Karaoke oder Tanzen etwas mache, aber ich werde Nishimura bestimmt nicht aus den Augen lassen. Es wird voll sein in der Bar oder wo immer auch die Veranstaltung stattfindet, schließlich ist sie nicht nur für unsere Gruppe sondern für alle Gäste... und für meinen Geschmack ergeben sich da viel zu viele Möglichkeiten für Nishimura. Außerdem habe ich so ein Gefühl als ob sich Omi freuen würde wenn  ich auch komme. Ich schaue auf die Uhr. Noch eine Stunde. 5 Minuten brauche ich, um mich ein bisschen frisch zu machen... das dürfte reichen, den Rest mache ich halt in Nachtschicht oder morgen und übermorgen.*

Omi
*Ich werde wach weil man mich an der Schulter leicht schüttelt. `Omi-kun…. aufwachen! Wir können gleich runter gehen, die Party fängt schon an!’ Ich öffne verschlafen die Augen, schaue mich etwas orientierungslos um und sehe Nishimuras Gesicht dicht vor meinem. Ich fahre zurück und stoße einen erschrockenen Laut aus. Meine Assassinen-Instinkte, die mit mir ziemlich tief geschlafen haben müssen, melden sich mit voller Kraft zurück und ich taste unwillkürlich nach einem gewissen kleinen Etui… als mir bewusst wird, dass ich hier auf Gruppenfahrt bin, und dass das Nishimura ist, der mich da gerade weckt. Leider nur Nishimura… Der Traum aus dem er mich gerade aufgeschreckt hat, hatte als Hauptperson jedenfalls jemand anderen… Seufzend richte ich mich auf und sehe in Nishimuras befremdetes Gesicht. `Was hast du denn? Du hast reagiert, als ob dich jemand umbringen wollte…’ ich schüttle den Kopf.* Alptraum. *Meine Antwort ist knapp und ich gehe ohne weitere Worte ins Badezimmer. Ich bin keine Zimmergenossen gewohnt, außer auf Missionen. Und auf Missionen ist meine innere Alarmanlage eingeschaltet. Es scheint, als ob sie sich selbst aktiviert hätte… Ich klatsche mir kaltes Wasser ins Gesicht und schaue in den Spiegel. /Tja, Tsukiyono, doch kein `normaler’ Schüler, wie?/ Von draußen ruft Nishimura, dass er schon runter geht.* Hai! *Ich bin erleichtert, dass er weg ist und  schiebe die resignierten Gedanken beiseite. Etwas besser gelaunt kehre ich ins Zimmer zurück, um mich umzuziehen. Unwillkürlich frage ich mich, was Nagi an mir wohl gefallen würde. Ich habe eine schwarze Satinhose und ein weinrotes Top dabei, Sachen, von denen Yohji sagt sie machten mich affenscharf… aber was, wenn Nagi das ordinär findet? Oder schlimmer, wenn Nishimura darauf abfährt und mich nicht in Ruhe lässt? Irgendwie packt mich eine Art Trotz und ich ziehe die Sachen trotzdem an. Ich gehe sicher nicht in Sack und Asche, nur weil etwas sein –könnte-! Ich atme tief durch und mache mich auf den Weg nach unten.*

Nagi
*Untypischerweise für mich dehnen sich die 5 Minuten frisch machen auf fast 15 aus... ich kann mich einfach nicht entscheiden was ich anziehen soll und eine Strähne meiner Haare scheint sämtliche Naturgesetze ausser Kraft zu setzen indem sie, entgegen aller physikalischen Regeln, stur nach oben und außen zeigt, egal mit wieviel Wasser ich auch versuche sie ordnungsgemäß zu plazieren. Irgendwann gebe ich allerdings mit einem genervten kleinen Laut auf und lasse sie stehen wo sie ist... nur um dann 5 Minuten in meine Tasche zu starren weil ich mich nicht entscheiden kann ob ich das schlichte, dunkelgrüne Shirt oder ein engeres dunkelblaues Tanktop mit dem Drachenmotiv anziehen soll, das Schuldig mir mal geschenkt hat, weil es ihm zu klein war. Da eine meiner Hosen ja voll Cola ist habe ich keine wirkliche Wahl mehr was ich untenrum anziehe, eigentlich war die uralte, ausgeblichen blaue Jeans mit den ziemlich durchgewetzetn Partien an Hintern und Knien eher zum Rumlümmeln gedacht. Mit einem kleinen Schulterzucken streife ich mir das blaue Shirt über, wenn meine Hose schon aussieht wie aus der Altkleidersammlung kann ich wenigstens obenrum ein bisschen glänzen. Außerdem ist es unten bestimmt voll und heiß und so komme ich wenigstens nicht ins Schwitzen. Kurz überlege ich, ob ich den Laptop mitnehmen soll, lasse ihn aber dann doch liegen. Es wird zu laut sein zum Arbeiten.. ausserdem könnte ich dann genausogut oben bleiben. Die Zimmerschlüssel sicher in der Hosentasche gehe ich einfach einem Trupp unserer schnatternden Mädchen hinterher, da ich keine Ahnung habe wo genau diese Feier eigentlich ist. Als ich mir allerdings die Räumlichkeiten genauer ansehe bin ich froh, dass ich mich entschlossen habe herzukommen. Es ist ziemlich voll, bis auf die grell erleuchtete Bühne ist alles in schummriges dunkles Licht getaucht, man kann kaum etwas deutlich erkennen. Ich setze mich nach kurzen überlegen an einen der kleinen Tische an der Wand, von hier aus habe ich den Rest des Raumes ganz gut im Blick...und ich bin weit genung von der Bühne entfernt, um dem aufgedrehten `Animateur´ nicht aufzufallen, der gerade losschnattert wie von der Tarantel gestochen und einen Gast, der sich dummerweise genau vor die Bühne gesetzt hat, unter ständigem Gelaber zu sich zerrt. Eine Bewegung an der Tür erhascht meine Aufmerksamkeit. Nishimura. Unwillkürlich halte ich Ausschau nach Omi, der ist aber noch nirgendwo zu sehen. Das seltsame Gefühl der Erleichterung darüber, dass Nishimura alleine ist verschwindet aber schlagartig als Omi kurz darauf doch noch auftaucht. Dafür flattern jetzt allerhand Schmetterlinge - und allerhand weniger `unschuldige´ Tierchen - durch meinen Bauch. Er sieht einfach zum Anfressen aus*

Omi
*Ein Glas Sekt in der Hand, das mir ein an der Tür postierter Kellner in die Hand gedrückt hat, bahne ich mir einen Weg durch die –erstaunlich vielen- Gäste, die sich auf der Party eingefunden haben. So groß sah das Hotel gar nicht aus. Der Animateur auf der Bühne hat den bedauernswerten jungen Mann, der dort mit wackelnder Stimme ‚Are you lonesome tonight’ zum besten geben musste, aus seinen Krallen gelassen und schlägt nun einen Gong. Als es halbwegs ruhig ist begrüßt er die Gäste zur Party. Im Verlauf der kleinen Ansprache stellt sich heraus, dass viele Leute auch von außerhalb zu diesen Parties kommen. Das erklärt dann die Fülle. Laut dem Animateur sind sie sehr beliebt… ich lasse das Gelaber an mir vorbeirauschen, und sehe mich in dem ziemlich verwinkelten Raum um. Ob Nagi wohl auch hier ist? Und wenn ja, warum hat er sich noch nicht bei mir sehen lassen? Bevor ich noch weiter suchen kann ist Nishimura schon an meiner Seite. Ich seufze unhörbar. Mein Schatten… -wenn- Nagi hier ist, sollte es mich nicht wundern, wenn er wieder geht, einfach weil er genervt ist. Ich könnte es sogar verstehen… aber trotzdem fände ich es sehr schade. `Willst du was trinken, Omi-kun? Ups, du hast ja schon! Du siehst ziemlich gei… genial aus, weißt du das?’ Nishimura grinst mich an. Er wirkt als hätte er bereits einen Schwips. Na tolll! Ein vom Alkohol enthemmter Nishimura, ein womöglich stocksaurer Nagi..* Toller Abend! *Ich murmle es vor mich hin, bevor ich das Sektglas auf ex trinke.*

Nagi
*Omi scheint mich noch nicht gesehen zu haben als er ein bisschen verloren mitten im gewühle steht, ein glas sekt in der hand. als ich es endlich schaffe mit dem anstarren aufzuhören, meine gedanken wieder in in `keuschere´ bahnen gezwungen habe und gerade aufstehen will um `unauffällig´ in seine richtung zu schlendern taucht nishimura aus den schatten auf wie die sprichwörtliche heimsuchung. er rückt omi sofort ziemlich auf die pelle und ist nicht mehr so ganz sicher auf den beinen als er sich bei ihm unterhakt und ihn richtung bar zerrt. meine miene verdüstert sich wieder. ein angetrunkener nishimura ist mir noch weniger sympathisch als ein nüchterner, schliesslich traut man sich so allerhand mit der richtigen anzahl an promille im blut. omi wirkt auch alles andere als glücklich, als unser möchtegern-romeo ihm sein leeres glas aus der hand nimmt und durch ein anderes, offensichtlich wesentlich stärkeres getränk ersetzt, denn er trinkt nur einen kleinen schluck und verzieht dann leicht das gesicht. fieberhaft überlege ich wie ich es anstellen könnte ihn von omi wegzubekommen, oder wenigstens mich dazustellen zu können. ich schlängele mich langsam durch die menschenmenge und verliere die beiden dabei kurz aus den augen... als ich endlich an der bar angekommen bin sehe ich gerade noch wie nishimura omi in richtung  der tische in unmittelbarer bühnennähe führt und ihn neben sich auf einen stuhl zieht um sich sofort zu ihm rüberzubeugen und ihn zuzuschwafeln. ich zögere den beiden nachzugehen. der tisch an dem die beiden sitzen ist genau im blickfeld des übereifrigen animateurs, der es sich offensichtlich zur aufgabe gemacht hat nur -die- gäste auf die bühne zu schleppen die entweder nicht die geringste lust oder das geringste talent haben. grade röhrt eine deutlich übergewichtige mittfünfzigerin irgenwas von `without you´ ob es allerdings wirklich das berühmte lied von mariah carey sein soll ist nicht mehr zu erkennen, als ich sehe wie sich nishimuras arm - auf meiner meinung nach nicht mehr allzu unschuldige weise - omis nacken entlang krabbelt und kaum einen fingerbreit von seinem halsauschnitt liegenbleibt. bevor ich noch weiß was ich tue hat sich der `besitzergreifende´ teil in mir durchgesetzt und ich steuere, allen animateuren und verhinderten lkw-hupen zum trotz, auf den tisch zu. erst als ich angekommen bin und mich omi mit einer mischung aus erleichterung und röte im gesicht ansieht merke ich, dass ich immer noch keine idee habe wie ich meine anwesenheit rechtfertigen soll. also sage ich einfach mal das erste, unverfängliche was mir in den sinn kommt.* ne tsukiyono-san. ich habe ein problem mit den ram-steinen in meinem laptop, ich bekomme immer eine 311 angezeigt wenn ich versuche etwas von meinem div x in die cookies zu verschieben. hast du eine idee wie ich das ohne neukonfiguration der sysdats hinbekommen kann?* omis gesicht ist mindestens genauso verwirrt wie das von nishimura... und ich kann nur drei kreuze machen dass der offensichtlich nicht die allergeringste ahnung von computern hat, denn jeder mit auch nur einem mindestmaß an grundkenntnissen hätte kapieren müssen dass das was ich gerade von mir gegeben habe der größte und wahrscheinlich unzusammenhängendste mist seit erfindung der cpu´s war. omi blinzelt einmal, dann hellt sich seine miene merklich auf als er merkt das ich nicht etwa drei oder vier über den durst getrunken habe oder kopfüber eine treppe runtergepoltert bin sondern lediglich nach einem grund suche warum ausgerechnet -ich- mit ihm sprechen sollte.*

Omi
*Als Nishimura mich zu einem Tisch zieht bin ich ja noch halbwegs guter Dinge. So kann mich Nagi jedenfalls gut sehen, wenn er denn kommen sollte. Der Drink den mein anhänglicher, und mittlerweile deutlich -angegangener- verehrer mir ausgibt ist irgendein cola-plus-harter-alkohol Gemisch. Wohl um meine Hemmschwelle zu senken. Ich nippe kurz und will gerade dankend ablehnen, als Nishimura-kun seinen Arm um meine Schultern schlingt und beginnt, leicht meinen Nacken zu kraulen. Freundlich aber bestimmt nehme ich seine Hand und lege den Arm wieder auf den Tisch zurück.* Nishimura-kun… *Ich weiß nicht wirklich, was ich sagen will, doch was immer es war, es wird von Nagi unterbrochen, der an unserem Tisch auftaucht und irgendein krauses Zeug schwafelt, was angeblich ein Computerproblem darstellen soll. Ich starre ihn einen Moment lang an, und ärgere mich dann über meine Begriffsstutzigkeit. Nishimura lauscht verwirrt, bemerkt meine kurze Unsicherheit deshalb nicht.* Naoe-san… ich weiss nicht genau, setz dich doch. Kannst du mir das nochmal genauer erklären? *Er nimmt höflich nickend an und mir fällt ein Stein vom Herzen. Er ist nicht sauer mit mir… ich besehe ihn mir jetzt genauer. Im ersten Schreck war mir gar nicht aufgefallen, dass er nicht das übliche dunkelblaue Hemd mit Stehbundkragen anhat, sondern ein Top mit Drachenmotiv, dass ihn ganz fremd aussehen lässt. Zusammen mit den etwas verwegen abstehenden Haaren sieht er unglaublich sexy aus... Als mein Blick weiter abwärts gleitet, muss ich schlucken. Die  uralte Jeans hat an einigen Stellen Löcher, durch die seine Haut schimmert. Könnte ich zaubern, wäre ich jetzt schlagartig mit ihm an einem menschenleeren Ort… Er setzt sich endlich und mein Pulsschlag wird langsam wieder ruhiger, als er irgendwelches Fachchinesisch daherredet und ich vorgebe, interessiert zuzuhören. Nishimura steht auf und sieht mich schmollend an. `Ich geh mal tanzen.’ Zu Nagi gewandt: `Aber ich komme wieder!!!’ Damit trollt er sich und ich grinse Nagi breit an. Gefahr vorerst gebannt…*  Hi …

Nagi
 *Ich atme erleichtert auf als Nishimura endlich gelangweilt genug ist und sich in Richtung Tanzfläche verzieht und ich erlaube mir ein kleines Lächeln.* Hi.... *Ich schmunzele leicht und nutze die etwas großzügigere Beleuchtung in Bühnennähe aus um ihn gründlich von oben bis unten zu mustern und das Kribbeln im Bauch kehrt mit neuer Stärke zurück* Danke, dass du nicht gelacht hast wegen dem Unsinn den ich eben erzählt habe,... *ich nutze die Tatsache, dass gerade ein neuer `Künstler´ die mögliche Dezibelzahl der Musikanlage voll austestet und lehne mich – etwas näher als zur reinen Verständigung selbst bei dem Lärm nötig wäre - zu ihm rüber und flüstere ihm ins Ohr*.. aber du siehst einfach zum Anbeißen aus, da wollte mir einfach nichts Sinnvolles einfallen.

Omi
*Mehr noch als seine Stimme, die in meinem Ohr kitzelt, jagen mir die Worte eine Gänsehaut über den Rücken.* Arigatou… das Kompliment gebe ich zurück! *Ich lehne mich wieder auf meinem Stuhl zurück und nippe noch mal an dem Mixgetränk. Angewidert schiebe ich es dann weg.* Bah. Ich bestelle mir lieber Wasser, sonst bin ich gleich blau! *Mit einem feinen Grinsen sieht Nagi mich an. `Och, so ein bisschen locker kannst du doch ruhig werden…’ Wenn sein Kompliment es nicht geschafft hat, aber dieser Ausspruch lässt mich erröten, umso mehr, als ich weiß, was er damit meint, und ich weiß, dass er weiß, dass ich das weiß…* Ano…

Nagi
*Ich könnte ihn wirklich auffressen wenn er diesen verlegenen Gesichtsausdruck bekommt, er ist einfach zu niedlich mit diesem leichten Rotton um die Nase. Ich überlege gerade ob ich Nishimuras goldene Abwesenheit nicht ausnutzen und meine `Julia´ standesgemäß entführen soll und ich habe schon den Mund geöffnet um ihn zu fragen ob wir nicht lieber woanders hingehen sollen solange uns keiner groß beachtet... als plötzlich  das zweitschlimmste das ich mir vorstellen kann - das erstschlimmste ist, das nishimura so angesoffen wie er ist seine guten Manieren vergisst und mich zwingt sauer zu werden- passiert. Urplötzlich grellt mir ein Lichtspot in die Augen und ich sehe statt Omis hübschem Gesicht nur noch grüne Wirbel und Kleckse und ich hebe unwillkürlich eine Hand um das grelle Licht abzuschirmen als mir auch schon die Stimme des Animateurs in den Ohren dröhnt und mich jemand nicht gerade sanft am Ärmel in die Höhe zieht. `Uuuuund hier haben wir schon unseren nächsten Kandidaten meinedamenundherren, bitte stimmen sie -jetzt- ab zwischen `Stand by your man´und ´Probiers mal mit Gemütlichkeit´ aus Disneys berüüühmten Werk dem Dschungelbuuuch. `Ich bin so perplex, dass ich mich von der Witzfigur im rosa-gelben Karoanzug sogar einige Schritte mitziehen lasse... bis mein Kopf sich wieder betriebsbereit meldet und ich mit der Kraft der Verzweiflung die Fersen in den Boden stemme.* Ano, arigato aber ich möchte lieber nicht....* Ich zucke zusammen und werfe Omi einen hilfesuchenden Blick zu, als der Animateur mir mit einem breiten Scheißgrinsen durch die Haare wurschtelt und weiter in sein Mikrofon gröhlt. `Aww meinedamenundherren, ich bitte um einen großen Applaus für... `irgendwo neben mir höre ich ein ´Sein Name ist Naoe.´ ...und sollte es auf dieser Welt auch nur -einmal- gerecht zugehen müsste Nishimura sich mit seinem eigenen Grinsen verschlucken.. oder bei meinem Blick wenigstens den Anstand haben und tot umfallen. Hiinter mir schiebt der Animateur und seine Stimme strapaziert schon wieder das Mikrofon´...einen Applaus für Naoe-san bitteschön meinedamenundherren, er ist jung und braucht das Geld, hahaha, sie haben gewählt meinedamenundherren, die blue oyster bar präsentiert ihnen ´Stand by your man´ gesungen von Naoe-saaaaan.´ damit erhält mein Rücken einen letzten Schubs und wenn ich nicht der ganzen Bar verraten will dass ich kein `ganz normaler Schüler´ bin muss ich einen Schritt nach vorne machen um nicht umzufallen... und bevor ich weiß wie mir geschieht stehe ich mitten auf der Bühne, ein pinkes Mikro in der Hand und im Hintergrund fangen die ersten Takte von `Stand by your man´ an zu laufen. Nishimura die verräterische Kröte hat sich wieder neben Omi gesetzt und ihm ist mehr als nur deutlich anzusehen das ihn die ganze Sache ausserordentlich amüsiert. Omi sieht eher ängstlich aus, wahrscheinlich hat er Angst, dass ich den Laden hier in seine Einzelteile zerlege. Nishimura hebt leicht eine Augenbraue, als wolle er sagen `na superhirn, wie blamierst du dich am liebsten? Singst du oder kneifst du?´.... pah, als ob ich mir vor diesem Hampel auch nur den Hauch einer Blöße geben wollte. Mit dem Mut der Verzweiflung starre ich auf den Teleprompter vor mir und singe etwas zögerlich die ersten Zeilen bis ich die Melodie wieder halbwegs im Ohr habe und mich etwas mehr trauen kann*

Omi
*Mir ist äußerst unwohl als Nagi quasi gezwungen wird, sich auf der Bühne zu produzieren. Als der Animateur ihn anfässt und ihm auch noch über den Kopf streicht fürchte ich schon, dass er den Rest der Show nicht mehr wird moderieren können, so verhasst wie Nagi Berührungen durch Fremde sind.. aber erstaunlicherweise ist dieser sehr beherrscht und sieht eigentlich mehr verwirrt als sauer aus. Nishimura kommt zurück und setzt sich breit grinsend zu mir. `Ich hoffe  Mr. Unnahbar blamiert sich ordentlich..’ Ich starre ihn wütend an.* Warum bist du so gemein? Nagi hat dir doch nichts getan… Das einzige was dich an ihm stören könnte ist doch, dass ich ihn mag, oder? *Nishimura wendet mir erschrocken den Blick zu. `Omi… sei doch nicht so sauer! War ja gar nicht so gemeint.. Karaokesingen ist doch eigentlich ein Spaß!’ Ich bin sicher es war –doch- so gemeint, aber ich antworte nicht, sondern nehme noch einen Schluck von meinem Mixdrink und höre Nagi zu. Neben mir grummelt Nishimura was von `Möchte mal wissen, warum du dem Kerl immer noch so nachhängst’ aber ich ignoriere ihn. Nagi, dessen Stimme sich nach anfänglichem leichten Wackeln gefestigt hat, singt die Melodie fehlerfrei, beim Text hapert es manchmal aber er hat eine schöne Singstimme, sanft und trotzdem voll. Obwohl er immer noch nicht aussieht als ob es ihm einen Riesenspaß macht, scheint er sich mit der Situation abgefunden zu haben und kämpft sich durch diese Herausforderung durch. Ich lächle in mich hinein. Typisch er! Finde dich mit dem unabänderlichen ab und mach’ deinen Job… Schwarz hat seine Leute wirklich gut geschult! Unsere Blicke treffen sich und ich lächle ihn an, unmerklich nickend. Ich finde wirklich, dass er das gut macht… als er den Refrain das letzte Mal singt schaut er mir tief in die Augen und ich bekomme eine Gänsehaut. Bevor noch jemand merkt wie ich ihn anstarre schaue ich rasch auf mein Glas und beobachte aus dem Augenwinkel Nishimura-kun, aber der trinkt auch gerade, wieder ein Glas Sekt, und hat nichts mitbekommen. Er sieht schon bedenklich angegangen aus..* Solltest du nicht langsam aufhören zu trinken? *Er sieht mich leicht verschwommen an. `Ach was, ich vertrag eine ganze Menge!’ Diesen Eindruck habe ich zwar nicht, aber je betrunkener er ist, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er später relativ schnell schlafen wird. Denn wenn ich ehrlich sein soll habe ich mittlerweile einen regelrechten Horror davor, mit ihm alleine die Nacht zu verbringen. Der Song ist zu Ende und Beifall brandet auf. Als Nagi die Bühne verlässt und auf unseren Tisch zusteuert, ertönen Pfiffe und `Zugabe’ Rufe. Er lächelt einmal in die Runde, schüttelt bedauernd den Kopf und setzt sich an den Tisch zurück, während der Animateur schon wieder ein neues Opfer beim Wickel hat. Ich schiebe ihm sein Glas rüber.*  Du warst echt gut, Naoe-san… *Mein Blick sagt viel mehr als diese lapidaren Worte, ich habe immer noch Herzklopfen, besonders als Nagi mich wieder so anlächelt wie grade von der Bühne. `Arigatou, Tsukiyono-san, naja, ging so.’ Nishimura scheint nicht besonders fröhlich zu sein, dass Nagi zu uns zurückgekommen ist. `Seid ihr immer noch nicht fertig mit eurem Computergelaber?’ Die Antwort kommt wie aus einem Munde.* Nein. *Ich überlege, ob ich vorschlagen soll, zu Nagi aufs Zimmer zu gehen um `den Laptop zu checken’, doch ich habe Bedenken, dass das jetzt zu auffällig ist… also bin ich lieber ruhig.*

Nagi
*Nishimura sieht alles andere als zufrieden aus, als Omi seine ganze Aufmerksamkeit wieder mir widmet und ziemlich schnell sind wir in eine – diesmal ordentliche und fachgerechte - Diskussion über unsere Welt der bits und bytes vertieft. Omi kommt richtig in Fahrt, als er mir ein paar neue Sicherheitstricks verrät, die er auf irgendeiner obskuren Hackerseite gefunden hat... und ich stelle ein wenig erstaunt fest, dass es einen unheimlichen Spaß macht, sich –wirklich- mit ihm zu unterhalten. Viel gesprochen haben wir ja noch nicht miteinander, jedenfalls noch nie soviel und solange am Stück. Wir hatten ja einfach keine Gelegenheit bis jetzt. Nishimura scheint davon allerdings nicht gerade sonderlich begeistert zu sein, er starrt stumm und still in sein Glas und scheint wohl vorzuhaben sich mal richtig volllaufen zu lassen... und das gefällt mir kein bisschen. Als er sich mit einem grummligen `bin mal zum Klo´ erhebt und wir ihn zumindest für ein paar Minuten losgeworden sind kann ich mir ein ganz kleines, und zugegebenermaßen etwas fieses Lächeln nicht verkneifen.* -Er- hat sich diesen Abend bestimmt anders vorgestellt. *Omi schaut ein bisschen gequält und seufzt leise während er in seinem Drink rührt.´ Versuch ein ganz kleines bisschen nett zu ihm zu sein ja?´ Er grinst mich ein bisschen verschmitzt an. `Er ist halt verliebt und er weiß ja nicht, dass ich...´ Er stockt kurz und trinkt verlegen einen kleinen Schluck.* Dass du schon längst vergeben bist... und dass ich dich bestimmt nicht mehr hergebe. *Er sieht mich freudig-überrascht an und ich bin selber ein bisschen erstaunt wie sanft meine Stimme bei diesem Statement geklungen hat. Ich werde mir Omi bestimmt nicht mehr wegnehmen lassen... und von Nishimura schon gar nicht! Aber er scheint ihn trotzdem irgendwie zu mögen... und wenn es ihm dann besser geht werde ich halt versuchen etwas freundlicher zu sein. Ich schmunzele Omi an* keine Sorge ich werde ihn schon nicht fressen...* in Gedanken allerdings füge ich noch ein kleines `...solange er sich benimmt!´ hinzu. Die Vertraulichkeit, die Nishimura Omi manchmal aufzwingt, gefällt mir ganz und gar nicht. *

Omi
*Ich fühle mich nicht sonderlich wohl in meiner Haut, als Nishimura-kun so missmutig davonstapft. Es tut mir so leid für ihn… schließlich war ich vor gar nicht allzu langer Zeit in exakt derselben Situation. Ich weiß, wie man sich fühlt, wenn die Person seines Begehrens einen abweist. Dass Nagi ein klein wenig eifersüchtig ist, habe ich ja geahnt, aber seine spitze Bemerkung bestätigt mir den Verdacht erst. Ich sehe Nagi leicht lächelnd an, als ich ihn um Verständnis bitte. Irgendwie schmeichelt mir das ja auch… Nagis fast-Liebeserklärung schließlich macht mich vollends glücklich. Schließlich will ich ihn ja auch nicht mehr hergeben… grade will ich etwas in der Richtung zu ihm sagen als Nishimura-kun, leicht grün im Gesicht, zurückkommt. Er lässt sich auf seinen Stuhl plumpsen und verkündet lakonisch `Mir ist schlecht!’ Als er die Hand vor den Mund presst ist schnelle Reaktion angesagt. Blitzartig reiße ich einen Sektkühler vom Nachbartisch, nehme die Flasche heraus und schütte die Eiswürfel kurzerhand  auf den Boden. Besser Eis als… naja. Keine Sekunde zu spät, denn kaum habe ich Nishimura den Kübel auf den Schoß gestellt, geht es auch schon los. Kitada-sempai kommt eilig heran, inspiziert erstmal mein und Nishimuras Glas und fängt sofort an zu schimpfen. `Seid ihr wahnsinnig, euch zu besaufen? Wenn das rauskommt war das die letzte Fahrt ohne Lehrer, das kann ich euch sagen. Tsukiyono, du bringst Nishimura-kun sofort in euer Zimmer, und da bleibt ihr dann auch. Und wehe ich sehe einen von euch noch mal Alkohol trinken! Misstrauisch riecht er an Nagis Glas. `Gut, Wasser. Du darfst bleiben! Aber ihr’ er deutet auf Nishimura und mich und macht eine eindeutige Geste Richtung Treppe. Damit lässt er uns sitzen. Am liebsten würde ich Nishimura den Hintern versohlen. Indem er sich hat vollaufen lassen, hat er mal locker auch mir den Abend versaut. Nagi kocht offensichtlich vor Wut, aber was soll ich machen? Kitada hat nun mal das Sagen, und irgendwie ja auch Recht… Seufzend helfe ich Nishimura beim Aufstehen und drücke ihm den Kübel wieder in die Hände. Indem ich ihn stütze gehen wir langsam zum Fahrstuhl,  denn die Treppe will ich mir mit ihm jetzt nicht antun. Doch Nishimura hängt wie ein Sack an mir und droht, den verschmutzten Kübel fallen zu lassen, so dass ich mich hilfesuchend zu Nagi umschaue. Der versteht sofort und steht auf, um mir zu helfen.*

Nagi
*Ich könnte Nishimura umbringen. Nicht nur, dass er sich selber reichlich mit Ärger versorgt hat, jetzt hat Omi auch noch unter seiner Dämlichkeit zu leiden. Aber Omi zuliebe beiße ich die Zähne zusammen und hake mich, allerdings nicht besonders zärtlich, auf der anderen Seite von Nishimura ein und zusammen schaffen wir es, ihn in den Aufzug zu verfrachten. Omi hält ihm den Kübel unter während ich dafür sorge, dass er uns nicht einfach wie ein Sack Mehl umkippt. Eine unappetitliche Kotzattacke und ein paar fast-Unfälle mit Kübel und Nishimura später haben wir es endlich bis in das Zimmer geschafft und ihn mehr oder weniger unzeremoniell neben der Toilettenschüssel abgesetzt. Omi will den wenig ansprechenden Inhalt des Kübels entsorgen und Nishimura ein nasses Handtuch reichen, aber ich packe ihn nur am Ellenbogen und ziehe ihn aus dem Bad, während Nishimura erneut dem Keramikgott ein Opfer darbringt.* Lass ihn, er ist selber schuld.

Omi
*Immer noch mit dem Handtuch in der Hand stehe ich vor Nagi und versuche mich loszumachen, doch er sieht mich unbeugsam an. Seufzend lasse ich die Hand sinken.* Er tut mir leid. Es geht ihm nicht gut… *Nagi zuckt die Schultern. `Soll er halt weniger trinken! Jetzt musstest –du- seinetwegen auch aufs Zimmer.’ Das stimmt zwar, aber…* Nagi! Dass er zuviel getrunken hat liegt vielleicht auch ein bisschen an mir, schließlich hat Nishimura-kun meinetwegen ja Kummer… *Wahrscheinlich ist Nagi das herzlich egal, sein Gesicht bleibt jedenfalls unbewegt. Ich sehe ihn entschuldigend an.* Gomen, aber ich schaue mal kurz nach ihm. Wartest du solange? Bitte… *Ich will nicht dass er jetzt geht, wegen Nishimura möchte ich mich nun –wirklich- nicht mit Nagi streiten, oder auch nur eine Mißstimmung aufkommen lassen.* Ich bin gleich wieder hier.

Nagi
*Ein bisschen angesäuert sehe ich Omi hinterher, wie er wieder ins Bad verschwindet.. aber -er- ist bestimmt nicht der Grund dafür, dass meine Stimmung wieder irgendwo in Kellernähe umherschwebt. mit einem kleinen Seufzen lasse ich mich auf einen der Stühle fallen und warte, dass er wiederkommt. Das ist wieder so typisch Omi, er muss sich immer direkt um alles kümmern und für jeden die Verantwortung übernehmen, Nishimura ist doch wohl alt genug um zu wissen wann er aufhören sollte sich Cocktails in den Rachen zu gießen. Mit einer kleinen `na was solls’ Geste zucke ich die Schultern. Naja, Omi ist halt so, Mitleid pur. Als er mit einem leicht schuldigen Seitenblick wieder aus dem Bad kommt habe ich irgendwie ein schlechtes Gewissen und ich nutze die geschlossene Badezimmertür aus, indem ich ihn kurz, aber fest an mich ziehe.* Gomen, ich wollte dich nicht so anekeln. *Mein Gesicht verzieht sich leicht* Ich mag es halt nicht wenn du Nishimuras Dummheiten ausbaden musst.

Omi
*Nishimura nimmt dankbar das Handtuch. Er hat aufgehört sich zu erbrechen, ist aber sehr blass und elend. Ich will ihm aufhelfen, doch er schüttelt den Kopf. `Lass mich hier sitzen, falls es wieder los geht. Ich komm schon klar.’ Unschlüssig stehe ich noch einen Moment herum und wende mich dann ab. Ein leises `Gomen’ ertönt und ich winke ab.* Lass nur. Das kann schon passieren… *Ich verlasse das Bad und lasse die Tür zuschnappen. Nagi sitzt mit verdrießlichem Gesicht auf einem Stuhl. Ich nähere mich ihm langsam, nicht sicher, wie seine Stimmung ist. Immerhin ist er nicht weggegangen… Plötzlich kommt er auf mich zu und nimmt mich in seine Arme. Ich schmiege mich erleichtert an ihn und seufze in seine Halsbeuge, meine Stimme ist nur ein Murmeln, meine Lippen kitzeln an seiner Haut.* Immerhin hatten wir einen Grund, nach oben zu gehen.. und jetzt sind wir sogar mal ein paar Minuten unter uns… *ich hauche ein Küsschen auf seinen Hals, lausche aber dabei immer in Richtung Bad. Ein leises Stöhnen tönt durch die geschlossene Tür, offenbar ist Nishimura-kun noch leidend. Das ermutigt mich, Nagi meine Lippen zum Kuss anzubieten. Wenn sich schon mal die Gelegenheit bietet..

Nagi
Hmmm...wo du recht hast... *Ich lasse meine Lippen erst ganz leicht über die sanft geschwungene Linie seines Jochbeins gleiten bevor ich mich voll und ganz auf seine weichen, warmen Lippen konzentriere. Am liebsten würde ich einfach die Badezimmertür blockieren und meine Zunge über ganz andere Regionen wandern lassen als Omis Mund... aber irgendwie glaube ich, dass er von der Idee nicht sonderlich begeistert wäre. Verlangen und Lust hin oder her, er würde sich wohl kaum von mir vernaschen lassen während sich Nishimura nebenan im Bad die Seele aus dem Leib kotzt. Viel zu früh für meinen Geschmack breche ich daher wieder den Kuss und genauso bedauernd bringe ich ihn wieder ein bisschen mehr auf Abstand. Aber ich kann mich noch nicht dazu bringen, schon wieder ganz auf Körperkontakt zu verzichten und ich lasse eine Hand locker auf seiner Hüfte liegen während ich mit der anderen sanft durch seine Haare streiche. Meine Stimme klingt sehnsüchtig als ich mit den Fingerspitzen zärtlich die Linie nachzeichne, die vorher meine Lippen liebkost haben* Ich würde dich am liebsten einfach unter den Arm packen und irgendwohin verschwinden wo uns niemand stört, Nishimura hin oder her.* Er lächelt leicht, aber bevor er antworten kann bringt uns das Geräusch der Badtür und ein leises Stöhnen wieder zurück in die harte Realität. Etwas widerwillig lasse ich Omi wieder los aber Nishimura schaut uns einen Moment verdattert an und dass Omi schlagartig wieder rot um die Nase wird hilft der ganzen Sache auch nicht. Ich stöhne innerlich auf. Ich hätte besser aufpassen sollen, wir können uns nicht leisten, dass jemand etwas von unserer Beziehung erfährt, das würde sich zu schnell rumsprechen, Omi ist immerhin einer der beliebtesten Schüler an der Schule. Und dann würde es auch nicht lange dauern bis unsere Teamkollegen davon wüssten und so sehr mir dieses Versteckspiel auch auf die Nerven fällt, auf -diese- Konfrontation habe ich ganz bestimmt noch keine Lust. `Geht es dir besser?´ Omi hat sich offensichtlich von seinem ersten Schreck erholt und kümmert sich wieder um Nishimura, der wie ein Schluck wasser in der Kurve am Türrahmen hängt und immer noch irgendwie ungläubig vor sich hin blinzelt und erst den Kopf schüttelt um dann doch zu nicken. `Ähm, ein bisschen glaub ich.´ Omi enthält sich jeden Kommentars und zusammen schaffen wir es, Nishimura auf sein Bett zu bugsieren wo er sofort mit der Eleganz eines nassen Sacks in sich zusammensackt und leise stöhnt. Meine Miene hat sich wieder eindeutig verdüstert. Wenn er versucht Omis Aufmerksamkeit auf die hilfsbedürftige Tour auf sich zu lenken dürfte das bisschen Übelkeit und der schwere Kopf das wenigste sein, über das er sich Sorgen machen sollte. Als Omi ihm die Decke bis an die Nase zieht und den jetzt wieder sauberen Sektkübel neben das Bett stellt stelle ich irgendwie enttäuscht fest, dass ich jetzt keinen `offiziellen´ Grund mehr habe, noch hier zu bleiben. Ein wenig zögerlich gehe ich in Richtung Tür.* Ich bin in meinem Zimmer solltest du Hilfe brauchen, Tsukiyono-san.

Omi
*Als die Badtür geht fährt mir der Schreck in die Knochen. Wir sind zwar nicht wirklich in einer verfänglichen Situation, aber ich spüre, dass ich rot werde. Nishimura-kun schaut auch entsprechend verwirrt aus der Wäsche, lässt sich aber widerstandslos zum Bett geleiten und legt sich gehorsam hin.  Er sieht immer noch schlecht aus also stelle ich den gesäuberten Sektkübel, in Ermangelung eines Eimers oder ähnlichem, neben sein Bett. Nagi verlässt mit schon wieder leicht genervem Gesichtsausdruck das Bett und stellt sich am Ausgang auf. Ich frage Nishimura-san ob ich ihm noch eine Flasche Wasser holen soll und er nimmt dankend an. Auf Nagis Angebot muss ich leicht grinsen und ziehe ihn mit mir auf den Flur. Als die Zimmertür hinter uns ins Schloss gefallen ist, küsse ich ihn noch einmal zärtlich.* Ich könnte –schon- Hilfe gebrauchen, aber bestimmt nicht wegen  Nishimura-kun… *Ich muss noch etwas los werden und sehe ihm ernsthaft in die Augen.* Egal was er tut, und egal wie sehr er mir auch leid tut… das ändert nichts. –Überhaupt- nichts. Ok?

Nagi
*Ich lächele leicht* Wakarimashita.* Dann seufze ich leicht.* Wenn dir das Babysitten zu langweilig wird... du weisst ja wo du mich findest.* Es ist noch ziemlich früh und Asagi wird wohl so schnell nicht zurück sein... auch wenn ich etwas daran zweifele dass Omi bereit ist, so ein Risiko einzugehen. Verstehen kann ich es ja. Ich beuge mich schnell nochmal vor um ihm noch einen letzten Kuss zu geben, dann drehe ich mich schweren Herzens um und gehe in Richtung meines Zimmers.* Oyasumi, Omi.

Omi
*Ich sehe ihm nach, wie er sich langsam auf die Tür zubewegt.* Oyasumi… *Eigentlich sollte ich ja jetzt das Wasser holen gehen. Aber noch bevor Nagi die Hand auf die Türklinke legen kann, geschweige denn den Schlüssel ins Schloss stecken, bin ich bei ihm und ziehe ihn stürmisch an mich. Ich küsse ihn ausgiebig und verlangend, unsere Körper pressen sich aneinander und meine Hand ist in seinen Haaren. Das fühlt sich so verdammt gut an… meine Lippen lösen sich kurz von seinen.* unfair… das ist so.. unfair… *Er nickt nur und ein weiterer leidenschaftlicher Kuss folgt. Ich weiß, wenn ich das nicht sofort beende, dann gibt es kein Wasser für Nishimura und wer weiß was sonst noch passiert… also gebe ich Nagi widerstrebend frei. Ihm muss der gleiche Gedanke gekommen sein, denn er lässt mich bereitwillig los. Schwer atmend sehen wir uns in die Augen.* Lange geht das nicht mehr gut… *Nagi nickt und streicht mir sanft über die Wange. `Hai…’* Bevor ich mich wieder an ihn klammern kann hat er aufgeschlossen und steht in der schon fast wieder geschlossenen Tür. `Wir kriegen das hin. Nur eine Frage der Zeit… ich…’ Sein Blick sagt das, was er nicht aussprechen kann oder will. Zumindest glaube ich fest daran, dass es so ist…* Hai. Oyasumi. *Als ich mich zum Aufzug wende, höre ich das leise `Klick’ der Tür. Trotz allem fühle ich mich total glücklich…*

Nagi
*Seufzend lehne ich mich gegen die geschlossene Zimmertür und starre in den dunklen Raum.*Die Pest auf beide eure Häuser....*wenigstens in seiner Sterbeszene hatte Mercutio mal recht. Ich würde jauchzend auf meine Telekinese und sonstige `Extras´ verzichten, wenn das bedeuten würde, dass ich nicht ständig aufpassen müsste wenn Omi und ich uns mal küssen... oder dass ich jetzt, anstatt sauer auf meinen zwickenden Unterleib zu schauen, seine Hände wieder in meinen Haaren spüren könnte. Ich lecke mir über die Lippen und mir ist fast so, als könnte ich Omi immer noch dort schmecken und für einen Moment schliesse ich die Augen und genieße einfach die Erinnerung an seinen warmen Körper, fest gegen meinen gepresst, sein Atem an meinem Hals und das Gefühl seiner seidigen Haut unter meinen Fingerspitzen. Aber ziemlich ungebeten drängt sich der Gedanke an meinen Laptop und die unerledigte Arbeit, die noch auf mich wartet dazwischen und ich knurre leicht genervt auf während ich mir ein paar Haare aus der Stirn streiche. Dämlicher Crawford und dämliches Esszet und dämliche Feindseligkiet sogar noch nachdem es diese Organisation gar nicht mehr gibt.* Die Pest auf beide eure Häuser... und ich schwöre, ich würde wenn ich könnte!* Mit dieser mehr-oder-weniger-Drohung schubse ich rabiat die Badtür auf und schliesse hinter mir ab. Ich werde mich schon um meinen Job kümmern... aber erst muss ich einen kleinen Störfaktor loswerden. Auch wenn es mir gar nicht gefällt, das alleine zu tun.*

Omi
*Mit einer Flasche Mineralwasser und einem großen Teller voller Leckereien vom Buffet bewaffnet betrete ich das Zimmer, in dem Nishimura hoffentlich schon schläft. Ich stelle den Teller ab und nähere mich leise seinem Bett. Wider Erwarten liegt er mit offenen Augen da und schaut mir entgegen. Innerlich fluchend erkundige ich mich nach seinem Befinden. `Es geht.’  Sein Blick ist forschend, aber im Moment sagt er noch nichts. In mir rumort es. Wenn er etwas mitbekommen hat könnte das ziemlich unangenehm werden… ich versuche mir eine plausible Erklärung auszudenken, aber mir fällt nichts ein, als er mich anspricht `Was läuft zwischen dir und Naoe?’ Unwillkürlich zucke ich zusammen. Was soll ich sagen? Meine Gedanken wuseln wieder durcheinander. Ich will Nagi eigentlich nicht verleugnen. Ich glaube jedoch nicht, dass Nagi es gerne hätte, unsere Beziehung an die große Glocke zu hängen. Außerdem ist da immer noch das `kleine’ Problem, dass wir eigentlich Gegner sein sollten… und wenn ich Nishimura einfach sage, dass ich Nagi immer noch liebe? ... ich hole tief Atem und sehe ihm in die Augen.* Das weißt du doch. Ich mag ihn. Sehr. *Er sieht mich mit einem seltsamen Augenausdruck an. `Hai. Ich weiß.’ Eigentlich erwarte ich jetzt etwas a la `Und was war das vorhin, als du so rot geworden bist?’ aber er sagt nichts mehr. Ich stelle die Wasserflasche ab und er bedankt sich knapp. Ich stehe noch einen Moment unschlüssig herum, dann widme ich mich den mitgebrachten Leckereien. Nishimura brauche ich davon wohl nichts anzubieten… aber Nagi hätte ich schon gerne was vorbeigebracht. Ich hoffe, dass Nishimura-kun jetzt bald einschläft...

Teil 4                                                                                                       back