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Engelsgeduld Teil 3/3
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Zira *Nachdem ich mein Frühstück fast beendet habe knabbere ich noch an einem Stück Wassermelone und beobachte Crowley. Ich frage mich,
was in ihm vorgehen mag. Diese `Flucht’ aus seinem Zimmer heute morgen… Nach gestern Nacht weiß ich ehrlich gesagt nun gar nicht mehr, was ich von der ganzen Sache halten soll. Hoffentlich findet er mich jetzt nicht
aufdringlich… Er scheint irgendwie hin und hergerissen zu sein. Dass er mich will hat er schließlich nicht wirklich verbergen können, und doch hat er sich eisern zurückgehalten… und ich weiß immer noch nicht, ob ich darüber nun
gerührt oder enttäuscht sein soll. Ganz offensichtlich macht er sich Sorgen um mein Seelenheil, wenn wir … nun ja, das tun worauf ich es gestern ja geradezu schamlos angelegt habe… Schon lustig. Er war deswegen regelrecht
–sauer- auf mich… Es ist fast, als hätten wir die Rollen getauscht. Falls ich seine Flügel jemals wieder zu Gesicht bekomme, muss ich unbedingt nachsehen, ob nicht plötzlich ein paar weiße Federn zwischen den schwarzen
erschienen sind… und bei mir müssten eigentlich ein paar schwarze gewachsen sein. Ich schmunzle vor mich hin. Crowley dagegen starrt düster in seine Tasse und vermeidet sorgfältig jeden Blickkontakt. Selbst wenn ich ihn
anspreche knurrt er nur unfreundlich vor sich hin. Ich nehme es ihm nicht übel, denn es ist ja nichts Ungewöhnliches nach einer `harten’ Nacht… nur dass ich dieses Mal ja –weiß-, was er in dieser speziellen Nacht `getrieben’
hat… Ich habe nicht die leiseste Ahnung, worüber ich mit ihm reden soll, also …* Ich nehme nicht an, dass du heute besonders unternehmungslustig bist? Ich wollte noch mal durch die Altstadt und vielleicht in ein paar Geschäfte
… *Er verzieht nur das Gesicht und schüttelt den Kopf. Nach einem weiteren Schluck Kaffee murmelt er etwas von `ins Bett und ausschlafen’. Ich nicke und spiele beiläufig mit dem Teelöffel. Ich wollte ihn ja in Ruhe lassen, also
werde ich nicht darauf drängen, dass er mich begleitet. Ich nehme noch einen Schluck Tee und überlege was ich jetzt sagen soll, während ich schräg zu ihm rüberschiele. Schließlich stelle ich eine -hoffentlich unverfängliche,
weil nicht unübliche - Frage.* Und heute abend? Wollen wir wieder zusammen essen?
Crowl *Im ersten Moment bin ich wieder versucht, genauso grummelig abzulehnen wie vorhin, aber irgend etwas im Blick meines Engels hält
mich dann doch davon ab. Er -klingt- zwar unverfänglich, aber irgendwie bin ich der Meinung, sowas wie +Hoffnung+ in seinem Blick zu sehen und ich weiß, dass er enttäuscht wäre wenn ich ihm absage. Außerdem ist es ja nichts
Ungewöhnliches, dass wir abends zusammen essen gehen, das haben wir ja auch schon vorher gemacht. Und da ich ja jetzt schon den größten Teil des Tages auf meinem Zimmer verbringen `muss´ - ich bin wirklich noch reichlich
erschöpft, das war nicht einfach so eine Ausrede, um ihm aus dem Weg zu gehen - werde ich wahrscheinlich ganz froh sein, heute abend ein bisschen an die frische Luft zu kommen. Außerdem ist es wahrscheinlich besser, wenn wir
unser kleines `Gespräch´ nach einer guten Mahlzeit und etwas Wein haben, als auf leeren Magen. Denn ein Gespräch ist definitiv fällig und ich –weiß- dass Zira nicht gefallen wird was ich ihm sagen will... und -mir- gefällt es
auch nicht wirklich. Aber ich habe ja noch den ganzen Nachmittag Zeit, um mir den Kopf zu zergrübeln wie genau ich ihm meine Entscheidung -keinen Sex für meinen Engel, inklusive passendem Grund- möglichst schonend beibiegen
kann. Also nicke ich nur kurz und brummele mit leicht hochgezogener Augenbraue* Sicher, aber ich suche das Lokal aus. Dieser Gumbo zu dem du mich überredet hast liegt mir immer noch schwer im Magen.
Zira *Ich nicke abermals und erhebe mich nach einem letzten Schluck von meinem –mittlerweile kalten- Tee.* In Ordnung. Sagen wir um sieben
in der Lounge? *Ich warte noch sein zustimmendes Brummen ab und wende mich dann dem Ausgang zu. Trotz aller gespielter Lockerheit habe ich einen kleinen kalten Knoten im Bauch. Hoffentlich habe ich gestern Nacht nicht alles
komplett verdorben… - Der Tag vergeht quälend langsam. Alle Buch- und Kunsthandlungen und sämtliche verfügbaren Cafes habe ich heimgesucht, doch es hat nichts genutzt. Ständig waren meine Gedanken bei Crowley. Irgendwann bin
ich genervt ins Hotel zurückgekehrt und habe mich in meinem Zimmer vergraben… ich habe mir eingeredet, mich ausruhen zu wollen. Doch je näher der Abend rückt umso unruhiger werde ich. In mir hat sich das ungute Gefühl
festgesetzt, dass Crowley so etwas wie eine `Aussprache’ vorhat… etwas, das mir überhaupt nicht in den Kram passt. Am liebsten wäre mir, alles so `in der Luft’ hängen zu lassen und einfach zu sehen, was daraus wird. Ich will
ihn und er will mich… das steht mal fest. Aber aus naheliegenden Gründen scheint er dieses eine Mal seine Wünsche zurückstellen zu wollen. Obwohl ich das gar nicht gut finde… Um sechs dusche ich schon zum zweiten Mal, um auf
andere Gedanken zu kommen habe ich sogar das TV angeschaltet. Irgendwelche soap-operas flimmern über den Bildschirm aber ich schenke ihnen keine Beachtung. Ich muss Outfits ausprobieren. Ich will Crowley nicht mit irgendwelchen
aufreizenden Sachen kommen, das wäre zu plump, deshalb entscheide ich mich nach einigen Versuchen dieses Mal für ein schwarzes Seidenjackett mit ebensolcher Hose und ein cremefarbenes Hemd. Nach kurzem Überlegen lasse ich eine
Krawatte weg und öffne stattdessen den oberen Knopf. Ich bin schon fast auf dem Flur als ich kurz inne halte und mich konzentriere. Der Trick mit den dunkleren Wimpern hat zwar neulich nicht gezogen, aber er ist unauffällig
genug um nicht aufdringlich zu wirken… und wer weiß… mit leicht schwitzigen Händen mache ich mich auf den Weg in die Lobby. Um Punkt sieben trete ich aus dem Fahrstuhl. Crowley ist mir nicht begegnet, also nehme ich an, dass er
schon unten ist. Umso größer ist mein Erstaunen, als ich ihn weder an der Bar noch an einem der Tische entdecken kann. Man kann von ihm sagen was man will, aber Crowley ist –immer- pünktlich. Er wird mich doch nicht etwa hängen
lassen?? Frustriert setze ich mich an den Tresen und winke dem Keeper. Ich denke jetzt werde ich einen Whiskey gebrauchen können… schottischen. Das beruhigt immerhin…
Crawl *Der Blumenstrauß auf dem kleinen Beistelltisch in meinem Flur verdorrt schlagartig, als ich mit einem gepfefferten Fluch auf einem
Bein an ihm vorbeihopse und nach meinem zweiten Schuh suche. Damit leistet er seinen bereits verschiedenen Kollegen in Wohn- und Schlafzimmer Gesellschaft, denn -wenn- ich einmal fluche -was selten genug vorkommt-dann ist das
meistens ziemlich schlecht für alles lebendige um mich herum.* Irgend wo hier muss er doch... ahaaa!* Eine Spinne fällt tot von der Wand als ich den widersinnigen Schnürsenkel mit ein paar zusätzlichen `Liebesworten´ bedenke,
dann ist alles lebendige in meinem Zimmer erst einmal sicher als ich die Tür hinter mir zuknalle und in Richtung Foyer eile. -Das- ist mir wirklich schon lange nicht mehr passiert, `Verschlafen´ ist normalerweise etwas das bei
Wesen die eigentlich gar nicht schlafen -müssen- ziemlich selten vorkommt. Aber ausgerechnet heute habe ich es natürlich geschafft über der rasch herbeigezauberten Playstation einzupennen und auch mein innerer Wecker hat sich
freundlich verabschiedet während ich schnarchend neben der Konsole herumgelegen habe. Jetzt ist es nicht Sieben sondern bald Viertel vor Acht und ich hoffe wirklich, dass Zira mir diese reichlich fadenscheinige Entschuldigung
abkauft... wenn er überhaupt noch hier ist. Ein schneller Rundumblick zeigt mir, dass er zumindest nicht mehr im Foyer ist -was auch reichlich verwunderlich wäre- und ich atme erleichtert auf als ein etwas gründlicherer check
mir zeigt, dass der Engel irgendwo in Richtung Hotelbar sein muss... und schon ziemlich betrunken wenn mich meine `Engelaufspürsinne´ nicht gründlich getäuscht haben. Mit einem irgendwie reichlich schlechten Gewissen trete ich
in die schummrige Bar und entdecke auch schnell Ziras blonden Schopf ... der in einem ziemlich aussagekräftigen Winkel über der Bar hängt. Ich atme noch einmal tief durch und versuche mich schonmal direkt in einem
entschuldigenden Lächeln während ich auf ihn zumarschiere und schlangengleich auf den Stuhl neben ihm gleite. Ein kurzer Blick zeigt mir, dass er in meiner Abwesenheit einen anderen `Begleiter´ gefunden hat... irischen
Whiskey.* Zira? Entschuldige bitte die Verspätung ich habe verschlafen.
Zira *Als Crowley so frisch und munter neben mir auftaucht und sich auch noch bei mir –entschuldigt- regt sich mein Gewissen. Während der
ersten Viertelstunde habe ich nur an meinem Glas genippt, schließlich sollte man jedem ein Viertelstündchen zugestehen. Als diese 15 Minuten jedoch um waren sah ich keinen Grund mehr, das Glas –nicht- auf einen Zug zu leeren.
Die Wirkung war verblüffend. Der kalte Knoten in meinem Bauch, er inzwischen ziemlich angewachsen war, schmolz ein wenig, und auch meine Hände fühlten sich gar nicht mehr so feuchtkalt an. Flugs orderte ich ein zweites Glas.
Danach gelang es mir sogar, mich zu beruhigen. /Er wird schon kommen… sicher ist er nur… was auch immer. Er –wird- kommen…/ Als eine halbe Stunde verstrichen war genehmigte ich mir noch ein Glas, … nach 35 Minuten noch eins und
nach einem weiteren ließ der Keeper die Flasche gleich vor mir stehen. So kommt es, dass, als Crowley neben mir auftaucht, bereits etwa die Hälfte des Whiskeys meine Kehle hinabgeflossen ist. Ich stütze den Kopf in die Hand und
fixiere ihn mühselig.* Aso. Naja… kann vorkommen nicht wahr? *Damit will ich wieder nach der Flasche greifen doch er hält meinen Arm fest. `Ich denke wir wollten essen gehen.’* Eine leise Bitterkeit regt sich in mir, doch ich
schaffe es, meine Stimme nur ganz wenig beleidigt klingen zu lassen.* Ja - das dachte ich eigentlich auch. Aber irgendwie war jemand nicht pünktlich… *An seinem Gesichtsausdruck sehe ich, dass das nicht die richtige Antwort
war. Seine Miene verdüstert sich und er knurrt mich an. `Werd erstmal wieder nüchtern.’ Ich will aber nicht nüchtern werden. Irgendwie regt sich Trotz in mir und ausserdem habe ich Angst davor, dann ein `Gespräch’ aufgedrückt
zu bekommen.* Ich kann mir nicht vorstellen, wozu das nütze sein soll…
Crowl *Ich kann mich gerade noch soweit beherrschen dass ich -nicht- genervt seufzend die Hand vor die Stirn schlage und mich wieder auf
mein Zimmer verziehe. Na wunderbar, der Engel ist zickig. -Das- habe ich jetzt wirklich noch gebraucht. Sicher ist es nicht die feine englischen Art, jemanden eine Dreiviertelstunde warten zu lassen aber ich habe das ja
schließlich nicht -absichtlich- gemacht. Immerhin habe ich gestern meine dämonischen Kräfte mehr als nur ein bisschen verausgabt und auch ein Dämon ist irgendwann einfach mal platt. Woher soll ich denn bitteschön wissen, dass
ich mitten in Final Fantasy 10 einfach so einschlafe?* Na, erst mal wär es ganz nützlich für meine Nerven, die sind im Moment ohnehin nicht die allerbesten. -Und- es wäre ganz nützlich weil die uns in dem Zustand in dem du bist
sicher nicht in dieses kleine, sündhaft teure Spezialitätenrestaurant unten am Hafen lassen, in das ich dich als Entschuldigung einladen wollte, Engel. Aber wenn du lieber hier sitzen und die beleidigte Leberwurst spielen
willst kann ich da auch nichts dran ändern, mehr als entschuldigen kann ich mich nicht.
Zira Ja ja schon gut - du musst mich nicht gleich fressen, Dämon. *Mit immer noch schlechtem Gewissen, aber trotzdem leicht angepiekt
lasse ich den Alkohol aus meinem System verschwinden und erhebe mich, den verdutzen Blick des Barmannes ignorierend. Ich kann mir schon vorstellen dass er sich wundert, wie man von sturzbetrunken zu stocknüchtern in weniger als
einer Sekunde wechseln kann, aber das ist mir jetzt egal.* Ich entschuldige mich, wenn ich deine Nerven strapaziere. /Fragt eigentlich mal einer nach –meinen- Nerven?/ *Ich muss mich schon fast wieder ein bisschen amüsieren
über seine Wortwahl. Crowley und –Nerven-?? Mr. `ich interessiere mich einen Scheiß für irgendwen’ zeigt also Nerven… da muss ich ja fast stolz sein. Ein halbes Lächeln auf den Lippen sehe ich ihn unter halbgesenkten Lidern
an.* Es wird mir ein Vergnügen sein, dich `sündhaft’ auszunehmen, Crowley.
Crowl *Ich kann mir eine kleine Gänsehaut bei Ziras plötzlichem `Stimmungsumschwung´ nicht so ganz verkneifen
und ein kleines fieses Stimmchen in mir meint hämisch, dass mir ein betrunkener, zickiger Zira iergendwie lieber gewesen wäre als ein nüchterner, `lüsterner´ Zira. Es fällt mir ziemlich schwer, mir meine plötzliche `wankende Entschlossenheit´, was Engel und Sex angeht, nicht anmerken zu lassen, trotzdem kann ich mir ein kleines Grinsen nicht verkneifen als ich gespielt dramatisch seufze und einen kleinen Schritt zur Seite mache um ihn durchzulassen.* Und da erzählt man sich immer Engel seien nicht rachsüchtig...
Zira *Ich grinse vor mich hin als ich vor ihm Richtung Taxistand laufe. Nicht rachsüchtig… ganz und gar nicht. Ich bin nach ganz was
anderem `süchtig’ – aber das behalte ich lieber für mich.* Ach naja… so ein bisschen Rache dann und wann ist gar nicht schlecht… wenn es auch nicht wirklich `vorschriftsmäßig’ ist… *Damit steige ich in das Taxi ein und schnaube
belustigt vor mich hin, als Crowley die Beifahrertür öffnet und vorne neben dem Fahrer Platz nimmt. So berechenbar… denkt er, ich vernasche ihn auf dem Rücksitz? Wieder durchzuckt mich der Gedanke, dass wir irgendwie die Rollen
getauscht haben müssen, aber ich verkneife mir eine Bemerkung und so verläuft die Fahrt zum Hafen in tiefem Schweigen, nur unterbrochen von gelegentlichen Funkmeldungen aus dem Radiolautsprecher des Taxis. Am Hafen angekommen
zahlt Crowley und wenig später stehe ich mit ihm auf einem Steg vor einem zum Restaurant umgebauten Schiff, an dessen Eingang uns ein befrackter Empfangschef freundlich begrüßt und uns zu einem Tisch geleitet. Ich sehe
mich begeistert an dem stilvollen Ambiente satt.* Respekt Crowley, das ist –wirklich- exklusiv!
Crowl *Ich grinse breit während ich den `Platzanweiser´ dazu `überrede´, uns einen der Tische direkt neben dem großen Süßwasseraquarium in
der Mitte des Raumes zu geben -wobei wundersamerweise das `Reserviert´-Schild auf ebendiesem Tisch keine Rolle zu spielen scheint- und beglückwünsche mich innerlich selber zu meiner Wahl. Das hier war eine der
Ausweichmöglichkeiten falls es mit dem Dinner am Strand nicht klappen sollte und ich war mir ziemlich sicher, dass Zira das schicke, aber doch irgendwie rustikale Ambiente inklusive Fischen und allem was dazu gehört gefallen
würde... und wie es scheint habe ich mit meiner Vermutung richtig gelegen. Mein tierverrückter Engel klebt bereits mit der Nase an der Aquariumscheibe und beobachtet staunend die ganzen bunten Fische während der Kellner schon
mit einer eisgekühlten Flasche Chardonnay auf unseren Tisch zuwuselt. Immer noch lächelnd nehme ich ihm die Flasche ab und erledige das Eingießen selber.* Du solltest doch mittlerweile wissen, dass ich einen ausgesprochenen
Riecher für alles `exklusive´ habe Engel... Völlerei und Dekadenz sind schließlich mehr oder weniger mein Job...
Zira *Ich nehme ihm lächelnd das Glas ab das er mir reicht und hebe es ihm entgegen.* Stimmt. Also auf Völlerei und Dekadenz? *Ein ganz
kleines Flackern in seinen Augen, dann hat er sich wieder gefangen. `Auf alles was das Leben schöner macht…’ Das sollte vielleicht unverfänglich klingen aber mir fallen schlagartig so einige Dinge ein, die speziell –mein- Leben
schöner machen würden… naja. Lassen wir das.* Cheers. Ich trinke einen Schluck von dem ausgezeichneten Wein und überlege gleichzeitig, ob er mit dem `unangenehmen Teil’ wohl bis nach dem Essen wartet… eigentlich anzunehmen. Der
Kellner bringt die Karten und die nächsten Minuten verbringen wir damit, die erlesenen Köstlichkeiten zu erörtern, die dort angeboten werden.* Meeresfrüchteplatte,
Thunfischsteak auf Salat und als Nachtisch .. *So eine kleine, gemeine Stimme flüstert mir deutlich `Crowley’ ins Ohr, aber ich klappe nur seufzend die Karte zu.* Na mal sehen…
Cowl *Ich hebe ganz zart eine Augenbraue, als Zira mit so untypischer Unentschlossenheit auf seinen Nachtisch zu sprechen kommt und sie
wandert noch ein bisschen höher, als ich den leichten Rotschimmer bemerke, der plötzlich seine Wangen ziert. Ich würde wirklich meinen rechten Arm geben um zu wissen welcher Gedanke diese Farbe wohl dorthin gezaubert hat...
aber wenn ich es mir recht überlege will ich es wahrscheinlich doch lieber nicht wissen. Wenn mir schon unwohl wird, weil ein Engel auf eine der sieben Todsünden anstoßen will, sollte ich meine Neugier im Bezug auf seine
Gedanken wohl besser zügeln.* Ich denke ich nehme als Vorspeise die Hummercreme und als Hauptgericht den Loup de Mer. Wenn du willst können wir ja als Nachtisch ein Stück Eissplittertorte in dem Cafe neben dem Hotel essen...
oder zumindest als zweiten Nachtisch... *...erstens weiß ich, dass er diese Torte liebt... und zweitens kann ich den Spaziergang dorthin als `Gesprächszeit´ nutzen... dann hat mein Engel direkt im Anschluss daran was Süßes für
seine Nerven...*
Zira *Während ich an der Thunfischmayonnaise-Baguettescheibe knabbere, die der Ober soeben gebracht hat gibt Crowley unsere Bestellung
auf. Zweiter Nachtisch im Cafe… Wieder ist das hartnäckige Stimmchen da, aber ich ignoriere es beharrlich. Sicher wird der unangenehme Teil des Abends irgendwann zwischen Hauptgang und Dessert folgen, also sollte ich gewappnet
sein. Entschlossen esse ich den Rest meines Baguette-Scheibchens und nicke zustimmend.* Das ist ok bei mir, wir brauchen hier nicht unbedingt noch ein Dessert zu nehmen… außerdem liebe ich Eissplittertorte. *Crowleys Blick sagt
`Ich weiß’ und ich bekomme ein kleines, warmes Gefühl im Bauch. Er gibt sich so viel Mühe… Meine Gedanken wandern unwillkürlich wieder zum gestrigen Abend zurück und das warme Gefühl verstärkt sich. Er wollte mich, – und er
-hätte- mich haben können. Trotzdem hat er sich zurückgehalten. Und das um meine `Unschuld’ zu retten… falls es dabei überhaupt noch was zu retten gibt verdanke ich das alleine ihm. Und ich benehme mich wie ein Kleinkind, dem
man den Lutscher weggenommen hat…* Also gut. Nach dem Essen Eis im Cafe… ich schlage vor wir laufen da hin?
Crowl *Ich nicke nur kurz, weil ich gerade den Mund voller Hummercreme und Kräckern habe... und weil ich meiner Stimme im Moment
nicht so ganz traue. Irgendwie habe ich so den Verdacht, dass Zira ziemlich genau -weiß-, was ich nachher noch vorhabe. Und auch wenn mir das die Sache vielleicht etwas einfacher macht - es ist immer schwierig jemandem
unvorbereitet eine schlechte nachricht zu überbringen, so kann er sich wenigstens schon mal mental drauf einstellen - ist es mir doch schon ein bisschen unheimlich wie `durchsichtig´ und `berechenbar´ ich für Zira im Laufe der
Jahrtausende geworden zu sein scheine. Das Essen verläuft für unsere Verhältnisse eigentlich recht normal - Zira isst und redet, ich esse und höre mehr oder weniger schweigend zu - trotzdem kann ich nicht umhin, langsam nervös
zu werden je näher wir dem Ende kommen. Als schließlich der Kellner die Rechnung bringt, bin ich schon fast wieder so hibbelig wie heute morgen und ich würde im Moment alles für eine Zigarette geben... und für einen stärkeren
Drink als den Wein. Aber ich beherrsche mich und zumindest für einen oberflächlichen Betrachter bin ich ein Bild der Ruhe während wir über die Strandpromenade Richtung Hotel zurücklaufen. Innerlich allerdings bin ich ein
kleines wimmerndes Häufchen Nervosität, und dass sich ein kleines Stimmchen in meinem Hinterkopf die ganze Zeit hämisch darüber auslässt, was für ein Waschlappen ich geworden bin, dass ich nicht mal dem Engel verklickert
bekomme, dass das nichts wird mit mehr als Freundschaft für uns beide hilft auch nicht gerade weiter...*
Zira *Ab und an werfe ich einen Blick zu Crowley, der in tiefem Schweigen gedankenverloren neben mir hergeht. Seit wir das
Restaurantschiff verlassen haben hat er kein Wort mehr gesagt. Nicht, dass er vorher besonders redselig gewesen wäre… Seine Miene wirkt ziemlich entschieden. Sicher grübelt er darüber nach, wie er mir die Abfuhr am schonendsten
beibringt. Oder vielmehr… die alte `lass uns Freunde sein’ Schiene. Denn darauf läuft es hinaus, nur dass die Beweggründe –etwas- andere sind als sonst bei solchen Gelegenheiten. Ich weiß, dass er mich nicht wirklich los sein
will. Ich glaube sogar zu wissen, dass er genau so wie ich eine etwas… oder auch deutlich … engere Beziehung zu mir möchte. Aber er macht sich Sorgen, dass er mir damit Schaden zufügt. Ein kleiner Gedanke, der schon einige Zeit
in meinem Kopf herumspukt, nimmt langsam festere Formen an. Wenn Crowley sich wirklich solche ernsten Sorgen macht, müsste er eigentlich etwas für mich empfinden… und zwar mehr als das Begehren, das ich neulich am Strand und im
Zimmer bei ihm gespürt habe… und genau das zeigt diese ganze Situation in vollkommen neuem Licht. Ich kann spüren wie mein Herz etwas rascher zu schlagen anfängt, doch bevor sich der Gedanke weiter manifestiert und sich etwa
noch unsinnige Hoffnung in mir breit machen kann, sind wir an dem netten, lauschigen Eiscafe neben unserem Hotel angekommen und mein Herz schlägt noch etwas schneller... diesmal vor leiser Furcht, was er mir wohl für Argumente
auftischen wird, warum er meine Gesellschaft in Zukunft eher vermeiden wird... der Gedanke verursacht mir körperliches Unbehagen. Indem wir an einem der Marmortische auf der Terrasse Platz nehmen senke ich ergeben den Blick auf
die Hände. Jetzt kommts… Ich nehme mir fest vor, alles was er zu sagen hat geduldig anzuhören und sachlich zu antworten … doch meine guten Vorsätze
sind einer schweren Geduldsprobe ausgesetzt, denn auch als mein Früchtebecher und sein Bananasplit sowie zwei Espressi vor uns stehen schweigt sich Crowley noch weiter aus. Sein Gesichtsausdruck zeigt eine Mischung aus Unbehagen und Entschlossenheit, was meine Vermutung hinsichtlich des Gesprächsthemas noch erhärtet. Sicher weiß er nur nicht, wie er beginnen soll. Und obwohl ich gar nicht sonderlich darauf aus bin, dass er auf `den Punkt’ kommt, beschließe ich, den Anfang der Konversation zu machen und räuspere mich leicht.* Schöne milde Nacht heute, nicht wahr?
Crowl Hm? Jaja sehr schön... *mit einem leisen innerlichen Fluch senke ich meinen Blick wieder auf das Eis vor mir und fahre fort, die
verschiedenen Soßen auf meinem Teller zu neuen Mustern zusammenzurühren. Ich habe ja sowas von überhaput keinen Appetit auf dieses süße Zeugs und nach zwei, drei Löffeln schiebe ich meinen Teller einfach wortlos zu Zira rüber.
Der ist schon halb durch seinen Fruchtbecher durch und so ein kleines Bananensplit hat sicher auch noch Platz in dem schwarzen Loch, das er Magen nennt. Seinem fragend-forschenden Blick weiche ich aus und spiele stattdessen ein
bisschen mit der Papierserviette vor mir. Ich weiß -immer- noch nicht wie ich anfangen soll und das, obwohl ich mir schon seit Stunden den Kopf darüber zerbreche. Irgendwie will mir einfach nichts einfallen und diese
`Sprachlosigkeit´ zerrt gewaltig an meinen Nerven. Zira schaut erschrocken von seinem Eis auf als ich in plötzlichem Frust die Hand auf den Tisch fallen lasse und tief seufze. Der Engel weiß doch sowieso schon Bescheid, warum
druckse ich hier eigentlich so rum? Ein einfaches `Zira mit Sex ist nicht, egal wie sehr du oder ich das auch wollen´ und basta die Sache wäre erledigt, ich hätte meine Schuldigkeit getan und könnte mich auf den Weg machen um
etwas zu finden an dem ich meinen Frust ablassen kann. Nur dummerweise würde ich ihm das gerne ein bisschen -schonender- beibringen... wenn mir denn endlich was einfallen würde. Er schaut mich immer noch mit großen Augen an und
ich muss ein klitzekleines bisschen grinsen als ich sehe, dass er einen Schokosoßenfleck im Mundwinkel hat. Für einen Moment muss ich mit der Versuchung kämpfen, das süße Zeug einfach wegzuküssen und mein Gewissen in Urlaub zu
schicken... dann schiebe ich aber doch einfach mit einem kleinen entschuldigenden Achselzucken meine Serviette in seine Richtung.* Du hast Soße am Mund, Engel ... Zira?
Zira *Die Art, wie Crowley auf seinem Teller herumfuhrwerkt ohne zu essen sagt ziemlich viel über seinen Gemütszustand aus.
Ich würde mich mit Sicherheit amüsieren, nur leider ist es so, dass ich ziemlich genau weiß, warum er denn so appetitlos ist, und dass mich dieser Grund ganz und gar nicht amüsiert. Als er schließlich auch noch seinen kaum angerührten Split zu mir schiebt weiß ich endgültig Bescheid. Schluss mit lustig… die Geste mit der er auf den Tisch haut drückt gleichzeitig Resignation und Frust aus. Dann sieht er mich an und hat ein Grinsen im Mundwinkel. Einen wahnwitzigen Moment lang denke ich fast, jetzt sagt er `Verdammt, ich will dich und ich scheiß auf diesen Bestrafungsquatsch!’ … aber der Moment geht vorbei und er schiebt mir nur seine Serviette hin. Während ich noch meine Mundwinkel säubere wechselt seine Mimik. Auf einmal sieht er unsicher aus … und traurig. `Zira?’ Ich lege die Serviette seufzend auf den Tisch zurück.* Ja Crowley. *Er nimmt die Sonnenbrille ab und sieht mir in die Augen. Ganz offensichtlich will er `es’ mir jetzt sagen, doch eine Handbewegung von mir stoppt ihn.* Schon in Ordnung, Crowley. Ich kann mir ungefähr vorstellen was jetzt kommt. Kein Problem. Lass uns einfach so weitermachen wie … wie vor der Reise. Das ist doch sicher nicht so schwer… und wir können - *Ich stocke, denn - er schüttelt den Kopf. Auf meinen ängstlichen Blick lächelt er etwas schmerzlich. `Ich fürchte das wird nicht funktionieren.’ Mein Blick muss jetzt vollkommen entsetzt sein, denn er hebt schnell die Hände. `Ich meine das nicht so .. ich wollte nur sagen, vielleicht sollten wir uns erstmal nicht sehen, oder besser, vielleicht…’ mit nur einer Spur Resignation in der Stimme, obwohl es mir fast die Seele zerreißt, vervollständige ich den Satz.* So die nächsten ein-zweitausend Jahre etwa … ? *Er nickt und senkt den Blick. `So in etwa, ja.’ Ich atme einmal tief durch. Dazu fällt mir erstmal nicht wirklich was ein.* Ahso … heißt das, du willst abreisen?
Crowl *Ich seufze leise und nicke dann kurz. So wenig mir diese Lösung auch gefällt weiß ich doch, dass es die einzige Möglichkeit ist,
mein `Versprechen´ einzuhalten. Ziras Gegenwart wäre einfach -zu- verführerisch und diese Art von Selbstkontrolle ist mir eigentlich ja mehr als fremd. Ich bin und bleibe schließlich ein Dämon und Versuchungen sind mein
tägliches Geschäft. Mich selber von einer abzuhalten ist ja gerade das Gegenteil von dem was meine `Natur´mir vorgibt und allzulange dürfte ich das nicht durchhalten... außer es liegen ein paar tausend Kilometer zwischen mir
und meinem Engel.* Ja. *Ich kann sehen wie bei diesem einen kleinen Wort Ziras Gesichtszüge den Ausdruck schmerzhafter Kontrolle annehmen und es tut mir selber weh ihn so zu sehen. Innerlich geht es mir ganz genauso aber um
Ziras Willen versuche ich eins meiner üblichen schiefen Lächeln während ich aufstehe und mich -zum allerletzten Mal wie ich mir vorgenommen habe- zu ihm herüberbeuge um ihm einen sanften Kuss auf die Lippen zu hauchen.* Du,
mein Freund, bist einfach unwiderstehlich... und genau das ist das Problem an der Sache... *Ich sehe ihm für ein paar Sekunden tief in die Augen um mir alles an ihm noch einmal ganz genau einzuprägen… dann drehe ich mich um und
gehe bevor ich endgültig das letzte bisschen Verstand verliere das mir noch geblieben ist. Ein Blinzeln, ein kurzes Fingerschnippen und meine Sonnenbrille ist wieder an Ort und Stelle... verfluchte Strassenbeleuchtung, ist
einfach zu hell für meine empfindlichen Augen...*
Zira *Wieso zum… - wieso halte ich ihn nicht auf? Stattdessen starre ich ihm wie verblödet hinterher, spüre noch immer seine Lippen auf
meinen, und seine Worte dröhnen in meinem Kopf wie eine Glocke. –Wer- hier unwiderstehlich ist, sei mal dahingestellt… aber ich kann ihn doch nicht einfach so gehen lassen. Wenn –das hier- das Resultat dieser ganzen Ereignisse
der letzten Tage ist, dann kann ich es nur bitter bereuen, überhaupt hierher mitgeflogen zu sein. Hier ist diese ganze Chose doch überhaupt erst eskaliert! Ich könnte schön friedlich in meinem Buchladen hocken, staubige
Wälzer sortieren und mich ab und an mit einem nachsichtigen Lächeln fragen, was Crowley hier wohl treiben mag… aber nein! Ich muss mich ja Hals über Kopf verlieben oder zumindest endlich zugeben, dass es so ist… und ich muss
zum `Vamp’ werden, der versucht einen Dämon zu verführen. Ich - Idiot. Ich knalle den Eislöffel auf die Tischplatte und stehe halb auf, bereit, ihm nachzulaufen und ihn einfach festzuhalten. Doch meine Beine wollen nicht
gehorchen. Also rufe ich ihm, halb erstickt weil ich auf einmal einen Kloß in der Kehle habe, leise etwas nach.* Sechs-tau-send Jahre, Crowl. Schmeißt du das wirklich einfach so weg? */nur weil ich mich nicht zusammenreißen
konnte…?/ Er reagiert nicht, geht einfach weiter, und ich lasse mich mutlos auf den Stuhl zurückfallen und winke dem Ober, in der Absicht mir etwas Hartes zu Trinken zu bestellen. In diesem Moment biegt eine Gruppe lärmender
Mopeds um die Ecke, so dicht an der Steinterrasse vorbei, dass der Ober zusammenzuckt und fast seinen Bestellblock fallen lässt. `Verdammte Bengels, das machen die jeden Abend… was darf ich Ihnen bringen, Senor?’* Irischen
Whiskey, doppelt. *Betäuben, nur betäuben…*
Zira *Ich bin wirklich mehr als froh, dass Dämonen nicht weinen können, sonst würde ich wahrscheinlich mittlerweile eine 1a-Show hier
abziehen. Mir -wäre- wirklich nach Weinen zumute, vor allem weil ich -gehört- habe was Zira mir als `Abschiedsgruß´ hinterhergerufen hat. Versengt nochmal, was denkt er sich eigentlich? Dass mir das hier etwa leichtfällt? Dass
ich diese sechstausend Jahre einfach so `wegschmeiße´? Dummer Engel. Ich weiß im Moment gerade nicht so genau ob ich jetzt lieber traurig oder wütend sein soll dass es Zira anscheinend so wenig interessiert wie sehr ich hier
gegen meine Natur - und gegen das was ich eigentlich will - handele nur um seinen Heiligenschein zu retten und ihn davor zu bewahren, den Rest seiner Existenz als Schatten am Rand der Hölle zu verbringen. Ich trete unwillig
nach einer leeren Getränkedose im Rinnstein und stopfe missmutig die Hände in die Hosentaschen während ich mich daran mache die Straße zu überqueren. Am besten ich denke da gar nicht erst drüber nach, genau, ich werde mir
irgendwo ein schönes warmes Plätzchen mit viel Sonne und starken alkoholischen Getränken suchen an dem ich die nächsten paar hundert Jahre verbringen kann -ohne- irgendwelchen Engeln über den Weg zu laufen. Ich werde Unheil
bringen wo ich nur kann und ich werde es -genießen- das tun zu können ohne ständig ein paar veilchenblaue Augen in meinem Nacken zu spüren. Afrika wäre vielleicht gar nicht so schlecht eigentlich, oder irgendwas
südamerikanisches. Ja, Südamerika klingt gut, ich werde ein paar schöne Bürgerkriege anzetteln, ein paar Naturkatastrophen basteln und alles flach legen was zwei Beine hat... oder meinetwegen auch mehr ich bin da ja nicht
wählerisch. Ich könnte auch ein paar alte Maya-Tempel in Schutt und Asche legen das würde den Archäologen bestimmt gar nicht... erschrocken blinzele ich in das plötzlich so grelle Licht* was zum...
Zira *Aus dem Augenwinkel sehe ich, wie Crowley nach meinem Ausspruch ruckartig die Straßenseite wechseln will, jedenfalls tritt er auf
die Fahrbahn. Die Mopeds sind vorbei, und ich habe gerade meine Bestellung ausgesprochen und der Ober wendet sich zum Gehen, als ich ein hässlich schepperndes Krachen aus eben dieser Richtung höre. Ich fahre blitzartig herum
und sehe drei der Mopeds am Boden liegen, die Fahrer die sich gerade aufrappeln, jeweils daneben. Doch das ist es nicht, was mich in heller Panik aufspringen lässt.* Crowley! *Ich reiße den Stuhl um und renne fast den Kellner
über den Haufen als ich auf das Durcheinander aus Blech und Körpern zurenne, während mein Herz wild gegen die Rippen schlägt. Mein Mund ist trocken und ich merke wie mir der Schweiß ausbricht. /Sie haben Crowley über den Haufen
gefahren… mein Gott und ich bin Schuld daran…/*
Crowl *Von einer Sekunde auf die andere sind sämtliche Gedanken über Engel, Südamerika und die-nächsten-tausend-Jahre-alleine-sein durch
einen einzigen anderen Gedanken verdrängt... nämlich `Autsch´. -Das- hat mir jetzt wirklich noch gefehlt, auf diesen ganzen bürokratischen Quatsch wegen Entkörperung hab ich nun wirklich keine Lust, aber vielleicht ist ja gar
nicht soviel kaputtgegangen wie ich denke... oder besser gesagt fühle... probehalber versuche ich mal mit den Zehen meines urplötzlich so sperrig gewordenen Körpers zu wackeln, aber bis auf eine neue Schmerzwelle die mich
fluchen lassen würde wenn ich mit einem Mundvoll abgebrochener Zähne sprechen könnte passiert nichts. Ein kleines Stimmchen in mir lacht hämisch über `dramatische Abgänge´ während ich spüren kann, wie sich langsam aber sicher
die Verbindungen zwischen mir und meinem Körper anfangen zu lösen. Irgendwie wäre es mir lieber, wenn mein erster Eindruck mich getäuscht hätte... manchmal hasse ich es wirklich, recht zu haben.*
Zira *Bevor ich auch nur zwei Schritte an die Unfallstelle herangekommen bin sind die Jugendlichen bereits wieder auf ihre Mopeds
geklettert und machen dass sie weg kommen. Der Ober flucht und schreit ihnen etwas nach, doch die Typen sind mir vollkommen gleichgültig, denn ich habe mit einem Blick die Situation erfasst. Crowley ist schwer verletzt, und
wenn ich nicht sehr schnell etwas tue wird er… wird dieser Körper den Weg alles Irdischen gehen und Crowley bis auf weiteres verschwunden sein. Und ich habe keine Ahnung ob ich ihm dann jemals wieder begegne… also kann man das
durchaus als eine Art `Sterben’ ansehen, jedenfalls kommt es für mich darauf hinaus. Ich gehe neben ihm in die Hocke und nehme behutsam seine Hand… soweit ich das sehe, scheint diese das einzige Körperteil zu sein, das nichts
abbekommen hat. Er will sie wegziehen und den Kopf schütteln, doch es knackt vernehmlich in seinem Genick und mir wird schlecht. Dieser Körper –ist- so gut wie tot… es eilt also.* Crowley - ich krieg das hin… beweg dich nicht
sonst machst du - noch mehr kaputt. *Er öffnet den Mund doch ich fahre ihn grob an. Ich habe jetzt keine Zeit für Spielereien.* Klappe jetzt, Dämon. Ich tue was ich für richtig halte… *Ich beuge mich zu ihm hinunter und hebe
ihn auf die Arme, indem ich unauffällig meine Kraft etwas steigere, denn Crowley ist ein kräftiger Typ und durch seine Verletzungen nicht eben eine Hilfe. Der Kellner fragt entsetzt nach ob er einen Krankenwagen holen
soll, doch ich schüttle nur den Kopf. Mit einem liebenswürdigen Lächeln bitte ich ihn, mir ein nasses Tuch zu holen und er verschwindet kopfschüttelnd im Cafe, um meinen Wunsch zu erfüllen. Als er jedoch die Tür durchschritten
hat sorge ich dafür, dass er alle Geschehnisse bis zu dem Zeitpunkt, wo die Jugendlichen aufgetaucht sind, vergessen hat und sich wundert, was er dort drin eigentlich wollte. Ein Fingerschnipp und ein Geldschein liegt auf dem
Tisch an dem wir gesessen haben, während ich bereits auf dem Weg durch die Lobby des Hotels bin. Auch hier muss ich unsere `Spur’ auf dem Weg zum Aufzug verwischen, und so kommt es, dass mir leichter Schweiß auf der Stirn
steht, als ich Crowleys zur Zeit ziemlich lädierten Körper auf mein Bett lege. Er war bewusstlos, doch jetzt öffnet er die Augen als ich beide Hände auf seinen Brustkorb lege. Er scheint protestieren zu wollen doch ich
verstärke etwas den Druck während ich spüre, wie sich um mich eine leichte Aura bildet. Meine Augen schließen sich wie von selbst als ich mich konzentriere.* Bleib still liegen und wehr dich nicht… *
Crowl *Ich will noch irgend etwas sagen um ihn davon abzuhalten - hey, was wäre besser als Ort, um sich aus dem Weg zu gehen als das
untere Departement? - Doch Zira macht mir schlicht und ergreifend einen Strich durch die Rechnung. Von einer Sekunde auf die andere kriege ich eine volle, unabgeschwächte Dosis Engelheilkraft verpasst... und dieses mal brülle
ich wirklich. Himmel Arsch und Zwirn, das tut -weh-!!! Bis jetzt habe ich ja immer nur winzig kleine `Hilfestellungen’ beim Heilen bekommen, meist auf das verletzte Körperteil beschränkt, aber dieses Mal bombardiert mich Zira
förmlich mit allem was er hat. Und bei einem Seraphim ist das -verdammt- viel. Ich kann förmlich spüren wie sich die beschädigten Muskeln, Knochen und Eingeweide meines Körpers wieder zusammenknoten und mit einem vernehmlichen
`rumms´ wird der teil Crowley, der sich bereits auf der Reise nach unten befand wieder zurückgezogen und verankert. -Das- macht die ganze Sache nur noch schlimmer, denn die Verletzungen die ich eben nicht gespürt habe machen
sich jetzt mehr als deutlich bemerkbar. Es ziept im Genick und plötzlich spüre ich meine Zehen wieder und es ist ein -verdammt- dämliches Gefühl zu spüren, wie einem ein paar abgebrochene Zähne nachwachsen. Zu alledem kommt
auch noch das berühmt-berüchtigte Kitzelgefühl, das ich bei jedem von Ziras Heilungsversuchen grundsätzlich bekomme und ehe ich mich versehe setzt mein komplettes `rationales´ Denken aus und der dämonische Teil nimmt wieder
überhand.* Zzzzzira.... *das ist alles was ich noch an Warnung herausbekomme, bevor ich sprichwörtlich rot sehe und ich kann nur hoffen, dass mein Engel schlau genug ist, mich nicht -ganz- betriebsbereit zu machen sondern
erstmal nur die `lebensgefährlichen´ Verletzungen zu heilen.. bevor sich so eine Szene wie am Strand wiederholen kann.*
Zira *Sobald ich genug Konzentration aufgebracht habe lasse ich die Kraft durch meine Hände in Crowleys Körper strömen. Ich habe keine
Zeit gezielt zu arbeiten, denn ich spüre wie seine Aura schwindet, das bedeutet, er beginnt sich von diesem Körper zu trennen. Jetzt genau festzustellen –was- alles betroffen ist würde viel zu lange dauern. Also flute ich
Crowley pauschal mit all der Heilkraft die mir zur Verfügung steht, konzentriere mich jedoch anfangs auf sein gebrochenes Genick. Er schreit qualvoll auf und ich verliere kurz das volle Maximum an Kontrolle weil ich die Augen
aufmache um in sein Gesicht zu schauen. Es ist vor Schmerz ganz verzerrt, … ich quäle ihn - aber ich kann es nicht ändern. Die Macht ist nun mal sehr stark und wenn es auch einem guten Zweck dient,.. es ist wirklich nicht
angenehm, und bei diesen Verletzungen schon gar nicht. Ich verziehe mitleidig das Gesicht und schließe die Augen wieder. Nachdem die Verletzungen, die Crowleys Leben akut bedroht haben beseitigt sind, spüre ich seine Aura
zurückkehren und große Erleichterung erfasst mich. Ich werde ihn nicht verlieren… jedenfalls nicht auf diese Weise. Das Gefühl, schuld daran zu sein ist jedoch immer noch da. Schon leicht erschöpft, aber fest entschlossen, jede
noch so kleine Schramme zu beseitigen, halte ich deshalb den Hautkontakt aufrecht und lasse weiter meine Kräfte wirken, als er sich plötzlich anspannt. Seine Hände umgreifen meine Oberarme, packen fest zu. Ich öffne die Augen
erschrocken wieder und schaue in seine… in ihnen lodert der gleiche Blick den ich auf den Klippen bei ihm gesehen habe. Jetzt beißt er die Zähne fest aufeinander und stößt meinen Namen dazwischen hervor, sicher soll das eine
Warnung sein… in meinem Kopf wirbeln die Gedanken durcheinander und ich presse die Lider zusammen. Ich -weiß- was jetzt passieren wird, wenn ich nicht reagiere, ich weiß, dass er sich gleich nicht mehr unter Kontrolle haben
wird. Schon kann ich die Veränderung spüren, seine Aura wird viel dichter, düsterer und sein Griff… ich brauche nicht hinzuschauen um zu wissen, dass sich gleich nadelspitze Klauen in meine Haut bohren werden … der Teil in mir,
der noch über ein bisschen Vernunft verfügt, drängt, meine Macht wieder in mich zurückzuziehen und mich meiner wahren Gestalt anzunähern… doch ich habe nicht mehr viel Kraft in diesem Körper. Wenn ich schon der Seraphim wäre,
der ich nun mal bin spielte, das keine Rolle… aber ich schaffe es momentan garantiert nicht. Ich bin von diesem Körper abhängig… Außerdem ist es scheußlich schmerzhaft, wenn die Flügel die –wenngleich auch sehr dünne- Haut an
den Schulterblättern durchbrechen… schließlich ist das einer meiner sensitivsten Spots! … und wenn ich die Schwingen wirklich ausbreite dürfte das Zimmer sowieso zu klein sein. Ein Knurren dringt an mein Ohr und ich erwidere
erneut diesen lohfarbenen Blick. Mein Herz fängt an zu rasen und ich spüre Schweiß auf meiner Stirn. Crowleys Blick wird einen kurzen Moment fast flehend, seine Stimme klingt heiser und gepresst. `Verdammt… Zira...
Verschwinde…’ Schweißtropfen laufen auch Crowleys Schläfen herab und auf seiner Miene kämpfen Verzweiflung und ein solches Begehren, dass ich einen Ganzkörperschauder nicht unterdrücken kann. Er –kann- es nicht mehr leugnen, er
–will- mich, und ich bin zu schwach, das zu verhindern… die Stimme der Vernunft in mir mahnt, dass ich es ja wenigstens mal versuchen könnte aber Crowleys eindringliche, mir alle Rationalität raubende Präsenz, der harte Griff
an meinen Oberarmen und das unglaubliche –Verlangen- das in mir erwacht ist bringen mich dazu, diese Stimme wider besseres Wissen zu ignorieren. Statt zu machen, dass ich wegkomme starre ich nur wie hypnotisiert in Crowleys
Augen…*
Crowl *Im Moment wäre mir wirklich -sehr- danach den Engel am Schopf zu packen und ihn ein paar mal Haaransatz voran gegen die nächste
Wand zu pfeffern damit er wieder Vernunft annimmt, denn anstatt aufzuhören oder zu verschwinden starrt er mich nur an wie ein hypnotisiertes Karnickel... und jagt weiter Welle um Welle an Heilkräften durch mich hindurch. Meine
Selbstbeherrschung bröckelt wie Eis im Hochofen und ich kann schon das vertraute Ziehen in meinen Armen und Beinen spüren, das erste Anzeichen für eine anstehende `Verwandlung´. Meine Finger hinterlassen jetzt schon blaue
Flecken an seinen Oberarmen und ich laufe mich ja sozusagen gerade erst warm!* Himmelverflucht nochmal Zira! Hör auf! *Mit einem letzten Aufbäumen versuche ich von ihm wegzukommen, meinen Griff um seine Arme zu lösen und
endlich diesen verfluchten Kontakt zwischen uns zu brechen... aber meine Hände gehorchen mir nicht mehr und anstatt mich von ihm -wegzubewegen- mache ich auch noch anstalten ihn -näher- zu ziehen... und er wehrt sich noch nicht
einmal dagegen! Mein rationales Denken verabschiedet sich mit einem letzten gequälten Aufstöhnen als Zira auf einmal das Gleichgewicht verliert... und ich von einer Sekunde auf die andere in vollen Körperkontakt mit ihm komme.
Schlagartig dröhnt mir der Kopf und ich bin sozusagen auf `dämonischem Autopiloten´ als ich eine meiner Hände in seinen Haaren verkralle... und ihn dann hart und hungrig küsse...*
Zira *Es dauert nicht lange und meine Kräfte erlahmen vollends. Ich habe alles was ich an Power besitze in die Heilung gesteckt, und jetzt
habe ich keine Kraft mehr. Obwohl die Anzeichen, dass Crowley nicht mehr lange Herr über seine Taten sein wird mehr als deutlich sind, und er mich schon fast anbrüllt endlich aufzuhören, bleibe ich wo ich bin. Erst als auch der
letzte Kratzer und der kleinste Bluterguss Vergangenheit sind, lasse ich die Verbindung zusammenfallen. In meinem Inneren weiß ich, dass das zu spät ist, denn Crowleys Griff ist inzwischen so hart dass es schmerzt und als er
mich brutal zu sich zieht knicken mir einfach die Arme weg und ich sacke auf ihm zusammen. Nach einer Schrecksekunde will ich mich aufstützen und wieder von ihm runter doch schon hat er mich am Haar gepackt. Sein anderer Arm
umschlingt mich und das nächste was ich spüre sind seine Lippen, die meine wie beim letzten Mal mit einem sengenden Kuss versiegeln. Und wieder kann ich nicht anders, ich –muss- einfach antworten, meine Lippen teilen sich fast
noch bevor er es fordert. Es ist dumm, unvernünftig, schwachsinnig… vor allem aber ist es gefährlich. Crowley ist jetzt in einem Stadium das er nicht mehr unter Kontrolle hat. Ich müsste ihn eigentlich stoppen, ich sollte all
meinen Mumm zusammen nehmen und ihn aufhalten… aber im Moment bin ich einfach zu sehr damit beschäftigt, mich von ihm bewusstlos küssen zu lassen, während meine Hände wie von selbst wieder den Kontakt zu seiner Haut suchen…
auch ich bin offenbar langsam nicht mehr ganz zurechnungsfähig. Mein rationales Denken hat sich abgeschaltet, mein Körper übernimmt jetzt das Regiment. Genau wie beim letzten Mal… und es sieht nicht danach aus, dass Crowley
dieses Mal wieder die Notbremse ziehen wird. Jedenfalls schließe ich das daraus, dass er mir gerade das Hemd in Fetzen reißt….*
Crowl *Das kleine wild zeternde Stimmchen in meinem Kopf das den jämmerlichen Rest meines `Bewusstseins´ darstellt schreit Zeter und
Mordio als sich die Kleider meines Engels von voll funktionsfähigen Kleidungsstücken in Fetzen verwandeln die nicht mal mehr für einen Flickenteppich zu gebrauchen wären, doch der -hungrige- Teil in mir zerquetscht diesen
Nörgler wie ein rohes Ei... -jetzt- ist wirklich alles zu spät, anders als mit einem flammenden Schwert durchs Herz kann auch Zira mich jetzt nicht mehr aufhalten. Ich falle förmlich über ihn her, hier mal ein festes
Saugen
in der Schulterbeuge, da mal ein ordentlicher Biss in einen dieser wunderschönen cremefarbenen Nippel und alle Körperteile die ich im Moment nicht mit dem Mund erreichen kann `liebkose´ ich mit Händen und allem was mir sonst noch so zur Verfügung steht. Sechstausend Jahre latenter sexueller Frust brechen sich hier gerade Bahn, alles auf einen Schlag. Mir schwirrt der Kopf während ich soviel von meinem Engel koste wie es nur irgendwie gerade geht... und das wunderbarste daran ist... es -gefällt- ihm. Er reckt sich meinen Händen entgegen, stöhnt auf wenn ich eine besonders empfindliche Stelle küsse, wimmert wenn einer meiner Bisse blut zieht... und das ist wirklich mehr als ausreichend dass selbst mein dämonischer, lustgesteuerter Teil klein beigibt und mit einem letzten Schulterzucken das Zepter an den neuen Herrscher im Ring weitergibt... meinen Instinkt...*
Zira *Wenn ich geglaubt habe, das letzte Mal wäre grandios gewesen, so kann ich jetzt getrost aufhören nach einem Ausdrück –hierfür- zu
suchen. Crowley schafft es buchstäblich, mich überall gleichzeitig anzufassen und die anfänglich ruppigen, fast brutalen Berührungen werden nach der ersten hitzigen Phase etwas sanfter. Sie sind immer noch hart und fordernd
aber gleichzeitig unglaublich subtil und bringen mich damit um das letzte bisschen Vernunft. Die Töne die jetzt aus mir heraus kommen erstaunen mich selber, und auch als Crowley mit seinen Zähnen und auch Nägeln an
einigen Stellen meine Haut durchbricht entlockt mir das nichts als Laute der Lust. Ich bin ihm hilflos ausgeliefert, und ich genieße es mit jeder Faser meines Seins. Meine Arme umschlingen ihn, ich fühle dass seine Haut
schweißnass ist, - genauso geht es auch mir. Alles in mir verlangt danach, dass er endlich Ernst macht, ich vergehe fast vor Begierde. Wild presse ich mich fest an ihn als er wieder in meinen Nacken beißt und bringe meine
Lippen nahe an sein Ohr. Meine Stimme ist kaum zu hören aber ich –weiß- dass er meine Worte trotzdem versteht.* Ich will dich Crowley … -in- mir!
Crowl *Ein breites Grinsen zerbricht mein Gesicht fast in zwei Hälften, als ich gierig die winzigen Blutperlen abschlecke die mein letzter
Biss auf der alabasterweißen Haut meines Engels hinterlassen hat und ich kann nicht umhin, die Farbe mit schwerem alten Wein zu vergleichen, einem Bordeaux vielleicht oder einem Burgunder. Nur dass -das- hier unendlich mal
anregender und köstlicher ist, als die beste Flasche Wein. Soso, mein Engel will also ernst machen ja? Ich spiele ihm zuviel rum ja? Ungeduldig nicht wahr? Nun, Zira hat mich noch nie wirklich -zweimal- um etwas bitten
müssen... warum sollte ich also jetzt damit anfangen? Er schaudert leicht als ich meine Zunge mit unmenschlicher Gewandheit sein Ohrläppchen liebkosen lasse um direkt danach ein bisschen daran zu saugen. Das Schaudern wird zu
einem ausgewachsenen Zittern, als ich in meiner rauhesten und verführerischsten Stimme in sein Ohr flüstere..* Dein Wunsch ist mir Befehl, angel mine.... *Dann vergeht Zira sogar das Zittern als ich ihn mit einer einzigen
gekonnten Bewegung auf den Bauch befördere und mich sofort über die weiche Haut an seinen Schulterblättern hermache während meine eine Hand dafür sorgt dass sich das `Flammenschwert´ meines Engels nicht etwa wieder entspannt
und die andere sich anschickt, alles für die Erfüllung von Ziras Wunsch vorzubereiten. Das -muss- zwar nicht unbedingt sein aber ich habe schon vor langer Zeit festgestellt dass es auch für mich deutlich angenehmer ist in einen
vorbereiteten Körper einzudringen als in den einer absoluten Jungfrau... und Zira ist ja definitiv einer von der jungfräulichen Sorte...*
Zira *Crowleys Stimme, sein Gesichtsausdruck und vor allem das was er mit mir macht lassen nicht den geringsten Zweifel daran aufkommen,
dass er -meint- was er sagt. Mein Herzschlag dröhnt wie eine Dampframme in meinen Ohren als er mich blitzschnell umdreht und keinen Augenblick zögert, das Versprechen einzulösen. Seine Lippen auf den ihm jetzt ungeschützt
preisgebenenen Flügelansätzen zu spüren lässt mich heftig aufkeuchen. Diese Stelle ist so hyperempfindlich dass es fast schmerzt… dass er unverzüglich beginnt, sich mit den Fingern einen Weg in meinen Körper zu bahnen geht fast
in dem überwältigenden Gefühl unter, dass sich von meinen Schulterblättern über den ganzen Körper ausbreitet. Sollte ich meine Flügel später wirklich wegen dieser Aktion hier verlieren so ist dieses Gefühl, das sich momentan
verdächtig schnell in meiner Körpermitte zusammenballt, der einzige Grund, warum ich es eventuell bereuen könnte… Ich biege meinen Rücken durch um sowohl seinen Lippen als auch seinen Fingern entgegenzukommen, ich kann einfach
nicht genug von ihm kriegen. Mittlerweile ist er dabei, mich entschlossen mit drei seiner Finger zu bearbeiten, und selbst der leichte Dehnungsschmerz lässt meine Nerven vor Lust vibrieren. Ich lasse den Oberkörper wieder auf
die Matratze fallen und keuche erstickt in das Kissen.* Mehr!
Crowl *Ich glaube, es gibt nicht viel was ich mir in diesem Augenblick mehr wünsche als eine Videokamera. Schließlich ist das hier ja
sozusagen ein historischer Moment... und ich könnte die nächsten paar tausend Jahre alleine damit verbringen mir immer und immer wieder meinen Engel anzuschauen wie er so unter mir liegt und eine fast schon greifbare Aura der
Lust verströmt. Ich hab wirklich Glück, dass es sowas wie `vorzeitigen Samenerguss´ bei uns Dämonen nicht gibt, ich hätte mich schon längst genauso zum Affen gemacht wie jeder blutige Anfänger der zum ersten Mal... naja eben
beim ersten Mal. So muss ich mich zum Glück nur darum kümmern, dass meinem Engelchen nicht etwas ähnliches passiert, denn dummerweise hat er in diesem menschlichen Körper ja genau die gleichen Probleme wie jeder x-beliebige
pubertierende Jüngling. Deshalb kann man es durchaus mit Absicht bezeichnen dass ich grober als unbedingt nötig in ihn eindringe... und es kostet mich ein paar äußerst überraschte blutige Lippen, als ich zu meinem großen
Erstaunen merke, dass solche Dinge wie `ein Dämon kommt nur dann wenn er es will´ anscheinend nur auf Menschen bezogen sind und nicht etwa auf Engel. Mit zusammengebissenen Zähnen zwinge ich die plötzliche Welle aus Erregung in
mir wieder auf ein betriebsgerechtes Höchstmaß... dann sorge ich dafür, dass es meinem Engel genauso geht...*
Zira *Plötzlich sind die heißen Lippen von meiner Schulter verschwunden, dafür spüre ich etwas anderes, nicht minder heißes, -großes- an
der Stelle, die kurz zuvor noch Crowleys Finger besetzt hatten. Man kann es nicht gerade vorsichtig nennen wie er mich nimmt – das Gefühl ist eigentlich nur mit `heiß, hart .. zu voll’ zu beschreiben. Mein erschrockenes Keuchen
wird halb vom Kissen erstickt, in dass ich mein Gesicht gepresst habe, aber es ertönt unisono mit seinem, offenbar hat auch er gerade ein `aha’-Erlebnis gehabt. In der darauffolgenden Pause schaffe ich es halbwegs, das Gesicht
allerdings immer noch in das mittlerweile verschwitzte Kopfkissen vergraben, mich an seine Größe zu gewöhnen – aber als er anfängt mit gleichmäßigen Bewegungen in mich zu stoßen durchfährt mich eine solche Lust dass ich fest in
das Kissen beiße um nicht das ganze Hotel zusammenzuschreien...
Crowl *In einer kleinen, sehr weit entfernten Ecke meines Unterbewusstseins stellt sich kurz die Frage ob und wie Zira eigentlich atmen
kann... solange bis mir klar wird dass er das ja eigentlich gar nicht -muss-. Trotzdem halte ich in meinen Bewegungen kurz inne - eine Aufgabe die wesentlich schwieriger ist als man sich das so vorstellt - und arrangiere meinen
Engel so, dass er sich jetzt auf die Unterarme stützen kann bevor ich mit festen, aber nicht -zu- festen gleichmäßigen Bewegungen da weitermache wo ich eben aufgehört habe. So fällt es mir auch wesentlich leichter, mit
tödlicher Präzision jedesmal diesen kleinen Zauberpunkt der männlichen Anatomie zu treffen, die schon ganz andere Kaliber als Zira in hilflos wimmernde Häufchen Lust verwandelt haben. Zira ist sofort begeistert mit von der
Partie und es braucht nicht lange bis er jede meiner Bewegungen eins zu eins mitmacht und ich selber schwer am Schwitzen bin was solche Dinge wie `Durchhalten´ anbelangt...*
Zira *Crowley stoppt kurz was mir einen Frustlaut entkommen lässt, doch nach einer kurzen Korrektur meiner Körperhaltung verwandelt sich
der Frust in ein geradezu überwältigendes Lustgefühl. Crowleys Hände auf meinen Hüften geben einen Takt vor in dem er jedesmal, wenn er tief in mir ist, eine Stelle berührt die mich beständig lauter aufstöhnen lässt. Ich nehme
den Rhythmus auf und komme ihm fest entgegen – er verstärkt die Stöße noch einmal und ich kann nicht mehr anders als keuchend immer wieder mit aller Kraft dagegenzuhalten, ich will nicht mehr warten, ich –kann- nicht mehr
warten… * Crowl…. Härter! *Mit einem kleinen Knurren packt er mich um die Mitte, zieht mich leicht hoch und tiefer in seinen Schoß, seine Hand umfasst wieder meine Erektion und dieses Mal bin ich mit Sicherheit mindestens bis
ins Erdgeschoss zu hören als er fester zustößt und jedes Mal mit voller Wucht wieder diesen einen Punkt trifft – bis es mir fast die Sinne raubt als ich mit einem letzten hellen Schrei jeden einzelnen Muskel meines Körpers
anspanne und mich in seiner Hand ergieße.
Crowl *Ich habe gerade noch einen Sekundenbruchteil Zeit um die Verwunderung und dann den Stolz über das verbale Lautstärkevermögen meines
Engels auszukosten bevor auch das letzte bisschen Selbstkontrolle in mir in tausend Scherben zerspringt und mich die Lust förmlich überwältigt. Mit einem tiefen kehligen Knurren und einem letzten harten Stoß in den warmen
Körper meines Engels tue ich es ihm gleich und ehe ich noch weiß was ich tue schlage ich im Moment der Erlösung meine Zähne in seinen Nacken. Dann kommt erst mal nichts mehr außer dem vagen tingeligem Geschmack von Blut auf
meiner Zunge und einem überwältigenden weißen Rauschen in meinen Ohren... zumindest solange bis ich feststelle, dass ich meine Zähne noch immer in Ziras Schulter habe und dieser
mittlerweile soweit wieder bei sich ist um anscheinend die Schmerzen zu spüren die ich ihm so verursache...*
Zira Autsch. Ich hoffe du bist gegen Tollwut geimpft… *Ich stelle fest, dass meine Kehle doch recht trocken ist also schweige ich nach
dieser Äußerung meines Schmerzes erstmal wieder, vor allem als Crowley seine Fänge aus meiner Schulter zieht und ich die letzten paar Krümel Heilkraft verwende um die doch recht tiefe Wunde rasch zu schließen. Dann schiele ich
über die Schulter, Crowley liegt schwer auf mir drauf und atmet heiß in mein Ohr, sein Herzschlag ist deutlich gegen meinen Rücken zu spüren. Ich bin so ausgepowert dass ich nicht mehr denken, geschweige denn, mir Sorgen machen
kann. Morgen ist auch noch ein Tag… Ich genieße jetzt
einfach seine Wärme und sein Gewicht auf mir, das der ganzen Sache hier irgendwie etwas Reales gibt… wenn ich auch gerne in seinen Armen liegen würde. Aber man soll ja nicht zu viel verlangen, nicht wahr.*
Crowl *Es braucht doch ein ganzes Weilchen, bis ich mich wieder soweit erholt habe, dass ich meine Umgebung eher bewusst als unbewusst
wahrnehmen kann und das Erste was ich `höre´ sind Ziras tiefe, gleichmäßige Atemzüge und mein eigener Herzschlag, der immer noch ziemlich flott durch meine Adern bumpert. Liebe Güte, -das- war doch ein ganz anderes Kaliber als
meine üblichen menschlichen `Eroberungen´. Sicher, ich bin schon früher anderen Engeln auf den Leib gerückt aber das waren `einfache´ Engel der untersten Ränge.. und die wenigsten davon waren auch wirklich `willig´ sondern
meist einfach unzufrieden mit ihrere Behandlung im oberen Departement und demzufolge anfälliger für Versuchungen als andere. Ich hätte mir nie zu Träumen gewagt, dass ich eines Tages mal einen ausgewachsenen Seraphim in die
Finger bekommen würde, geschweige denn, dass dieser Seraphim auch noch seinen Spaß an der ganzen Sache hat... schlagartig gehen mir sämtliche Nackenhaare in die Höhe und Zira gibt einen unwilligen Laut von sich als ich mich
ruckartig von ihm löse als hätte ich mich verbrannt. Seraphim!!! ich verflu... verdamm... ich unendlich -dämlicher- Idiot!!! Ungläubig starre ich mit offenem Mund auf die schlafende alabasterweiße Figur vor mir im Bett als mir
so langsam aber sicher -bewusst- wird was um alles in der Welt ich eigentlich gerade hier getan habe. Engel und Dämon, Zira und ich, zusammen in -Sünde- ... ach du lieber Herr Gesangsverein! Mir läuft es eiskalt den Rücken
runter als die Rädchen in meinem Verstand nach und nach wieder anfangen sich zu drehen und in meinem Magen ist schlagartig ein heißkalter, schwerer Klumpen. Ich habe Zira verführt! Das, was ich unter -allen- Umständen
verhindern wollte... Herr im Himmel, wenn er aufwacht... oder noch schlimmer wenn Michael oder Raphael oder einer der anderen hochrangigen Flattermänner hier auftaucht um ihn... um ihn -abzuholen- ... meine Fänge hinterlassen
blutige Löcher in meinem Handballen als ich hineinbeiße um das plötzliche Wimmern in meiner Kehle zu unterdrücken. Zira wird fallen... und -ich- bin Schuld! Weil ich mich nicht genug unter Kontrolle hatte! Mein bester und
einziger Freund wird seine Flügel verlieren und für den Rest der Ewigkeit in absolutem Elend am Rand der Hölle dahinvegetieren... und das nur weil ich es nicht geschafft habe mit etwas anderen zu denken als meinem Schwanz!
Dieses Mal nutzt selbst Blinzeln nichts gegen das plötzliche Brennen in meinen Augen und bevor ich noch weiß was ich tue bin ich auch schon aus dem Bett gesprungen, habe mir frische Klamotten gezaubert und bin auf dem Weg zur
Tür. Ich kann... sie können jeden Moment kommen... um ihn zu holen... dann wird er aufwachen und er wird realisieren -was- passiert ist und... und... er wird mich -hassen-! Weil -ich- schuld bin! Ich hatte ihm -versprochen-,
dass ich niemals, -niemals- so etwas tun würde... und kaum habe ich das gesagt wacht er mit dem Gesicht zuunterst und einer wunden Kehrseite auf weil Michael ihn weckt, um ihn abzuholen. Mit wachsender Panik und einem Gefühl in
meiner Brust, als hätte ich ein paar Meter rotglühenden Stacheldraht verschluckt stolpere ich durch die Flure ins Freie wo mich zwischen den Bäumen hindurch ein großer, fetter Vollmond hämisch angrinst. Er wird mich hassen...
und er wird mich töten wenn er mich in die Finger bekommt. Was gar nicht mal schlimm wäre denn im Moment bin ich schwer in Versuchung ihm diesen Job abzunehmen. Hier in der Nähe ist eine Kirche, eine von den alten aus der
Kolonialzeit - und wo eine Kirche ist da ist auch Weihwasser und wo Weihwasser ist... da gibt es auch eine Möglichkeit für mich, wie ich Ziras Blick aus Hass und Abscheu und betrogenem Vertrauen entgehen kann...*
Zira *Langsam tauche ich aus einem Zustand der Bewusstlosigkeit wieder in die Realität ein. Offensichtlich hat mich diese absolut
überwältigende Erfahrung in eine Art Koma befördert … ein Blick auf die Uhr zeigt mir, dass mindestens zwei Stunden vergangen sein müssen seit ich… seit wir… Moment mal. Wo ist eigentlich Crowley? Ich fahre aus meiner gemütlich
ins Kissen gekuschelten Lage hoch und blicke mich im Zimmer um aber natürlich ist niemand außer mir hier – das hätte ich gemerkt. Ich erhebe mich mit leicht verzogener Miene, mein Hinterteil meldet eine leichte Überlastung…
aber ich verzichte auf heilende Kräfte. Irgendwie ist der Schmerz, der sich da rührt, Teil der Erinnerung an das, was heute Nacht hier passiert ist.. und irgendwie habe ich den Verdacht dass nur –ich- im Moment sehr begeistert
darüber bin, -dass- es passiert ist… denn warum sonst sollte Crowley einfach abgehauen sein? Ich gehe etwas staksig hinaus zu der Freiluft-Dusche, aber sie ist leer. Mist! Ich will ja nicht hoffen dass Crowley mich einfach wie
eins seiner one-night-stands behandelt und das Weite sucht, sobald er hat was er wollte… zumal er es ja eigentlich –nicht- wollte. In mir regt sich ein massives schlechtes Gewissen. Ich habe es darauf angelegt… ?voll bewusst
?und habe seine Situation schamlos ausgenutzt. Kein Wunder, wenn er sauer auf mich ist… ich lehne mich an die Wand unter dem herabrieselnden Wasser wie schon einmal und bade in Schuldgefühlen. Crowley wird mich dafür hassen…
Wütend beginne ich, mich mit Unmengen von Duschgel abzuschrubben. #DAS NUTZT JETZT AUCH NICHTS MEHR. SÜNDER!# Mir fällt vor Schreck die Flasche mit dem Duschgel aus der Hand.* Ga.. Gabriel? *Die Stimme in meinem Geist gibt ein
sarkastisches Schnauben von sich. #NEIN. DER ÖRTLICHE SEXUALTHERAPEUT. DU SCHAMLOSES SUBJEKT!# Schlagartig werde ich eine Handbreit kleiner, als ich mich unter dem Vorwurf in dieser Stimme ducke.* Gabriel.. ich kann das
erklären. Es ist nicht so wie du.. wie ihr… wie – der HERR vielleicht denkt…. Ich.. Crowley – er… #SCHWEIG!# Ziemlich verschüchtert halte ich den Mund und gehe in mein Zimmer zurück um mich mit einem Handtuch zu verhüllen. Auch
wenn Gabriel nicht in Erscheinung tritt, ich weiß, dass er mich sehen kann und ich bin nicht gerne nackt vor anderen Engeln wenn ich nicht meine wahre Gestalt inne habe. Leicht beklommen warte ich auf das, was er mir zu sagen
hat. Denn das wird er… ganz ohne Zweifel. Gabriel ist einer, der nicht lange um den heißen Brei herumredet, im Gegensatz zu Raphael, der sich gerne reden hört und schonmal ohne Ende labern kann. #DU HAST GLÜCK, AZIRAPHALE.
NORMALERWEISE BEDEUTET SEINER WOLLUST NACHZUGEBEN EINE TODSÜNDE, UND DAS HEISST, DASS DU DIE WAHL ZWISCHEN ABGEHACKTEN FLÜGELN UND EWIGER VERDAMMNIS ODER SOFORTIGER ABSOLUTER VERNICHTUNG HÄTTEST… WIE DU SEHR WOHL WEISST…# Ich
hebe zaghaft die Hand.* Aber… *#RUHE!!! JETZT REDE ICH. FERNER HAST DU GLÜCK, DASS –MEINE- WENIGKEIT DEN AUFTRAG HAT DICH ZU MASSREGELN… DENN WENN RAPHAEL…# leichten Trotz in der Stimme falle ich ihm ins Wort.* Ich weiß ich
weiß. Also was ist nun die Strafe? *Ich kann mich irren, aber es scheint, als ob ein leichtes Schmunzeln in der machtvollen Stimme in meinem Kopf mitklingt. Ich hebe die Augenbrauen. Schmunzeln?? #DIE STRAFE IST…# jetzt ist es
ganz eindeutig ein Schmunzeln, fast schon an der Grenze zum Kichern! #DEINE STRAFE? DU MUSST WEITERHIN AUF DIESE LÜSTERNE KREATUR AUFPASSEN, UND OBENDREIN HAST DU IHN JETZT ENDGÜLTIG AM HALS, DENN…# ein weiteres amüsiertes
Schnauben #ACH, DAS FINDEST DU AM BESTEN SELBER HERAUS! VIEL VERGNÜGEN… ACH JA. BEVOR ICH ES VERGESSE… DU SOLLTEST ZUSEHEN, DASS DU IHN BALD FINDEST, DENN SONST HAT SICH DIE GANZE SACHE SCHNELLER ERLEDIGT ALS DU GLAUBST…
SAYONARA.# Ich warte ob noch etwas kommt, aber mein Kopf ist wieder leer, nur ich bin noch darin.* Gabriel? *Keine Antwort. Während ich mich hastig mit Kleidung versehe überlege ich, was seine letzten Sätze wohl zu bedeuten
haben. Was finde ich am besten selber heraus… aber ich habe keine Zeit, jetzt groß darüber nachzudenken, denn offenbar droht Crowley irgendeine Gefahr! Aber was könnte ihm, denn schon zustoßen, mitten in der Nacht? Nach dem
Unfall vorhin wird er vorsichtiger sein, wenn er die Straße überquert, und
sonst… plötzlich schlage ich mir vor den Kopf. Ich Trottel. Warum war er denn immer so vehement gegen Sex mit mir? Weil er Sorge hatte, dass ich danach stracks zur Hölle fahren. Und wenn er das immer noch glaubt… und sich dafür die Schuld gibt… dann – dann… /Er wird doch keine Dummheiten machen? Verdammt… er wird sich doch nichts - antun?/ Schlagartig erfasst mich eine wilde Panik und ich bin kurz davor die Flügel auszufahren und einfach aus dem Fenster zu fliegen. Aber dann behält die Vernunft die Oberhand und ich fange an fieberhaft zu überlegen. –Wenn- Crowley wirklich sowas Dummes vorhat, -wie- würde er es bewerkstelligen? Dämonen rufen die ihn holen? Oder vielleicht seinen menschlichen Körper endgültig zerstören… nein. Das ist nicht –endgültig-. Er würde nur zur Hölle fahren und irgendwann einen neuen Körper zugewiesen bekommen… und die ganze Zeit würde er unter dem leiden, was er glaubt, mir angetan zu haben. Das ist nicht Crowley. Er würde es –wirklich- unwiderruflich beenden – und zwar…* Mit Weihwasser! *Ich habe es laut herausgebrüllt als mir endlich die Erleuchtung gekommen ist. Also muss ich Kirchen suchen… also muss ich doch fliegen. Wenn mich jemand sieht ist das halt Pech. Ich muss es einfach riskieren! Rasch ziehe ich das Jackett wieder aus lege es über den Arm und trete auf die Terrasse. Ein kurzer Moment der Konzentration, ein Rauschen und der Rücken meines Hemdes ist Vergangenheit. Die paar Stoffstreifen die noch übrig sind flattern davon, als ich mit mächtigem Flügelschlagen abhebe. Es schmerzt und blutet wie gewöhnlich, aber ich ignoriere das. Ich habe keine Zeit zu verlieren… das hier ist schließlich ein Notfall! Ich schwebe über der Altstadt dahin, weit genug oben dass mich niemand der relativ vielen Leute bemerkt, die noch unterwegs sind, aber nah genug um alles zu sehen was ich sehen muss. Auf dem alten Marktplatzt steht die schöne Kolonialkirche, die ich zuerst besuchen werde. Sie ist nicht weit vom Hotel entfernt, und ich denke, wenn Crowley vorhat was ich glaube, wird er nicht allzu weit laufen wollen… ich schicke ein Stoßgebet zum Himmel, dass es noch nicht zu spät ist und lande hinter der Kirche. Die Flügel verschwinden und ich ziehe die Jacke wieder über, während ich schon um das Schiff herumrenne um zum Tor zu kommen. Die Kirche ist offen, wie ich es erwartet habe, aber im Vorraum ist niemand. Ich betrete leise das Kirchenschiff und sofort sehe ich die dunkelhaarige Gestalt, die vor dem Altar kniet. Es zerreißt mir fast das Herz als ich ihn so sehe. –Crowley- kniet unter dem -Kruzifix-? Eine riesige Woge von Liebe und Mitleid durchflutet mich und ich muss an mich halten um nicht laut seinen Namen zu schreien. Stattdessen will ich leise auf ihn zugehen, aber jetzt erhebt er sich und wendet sich leicht nach links, zum Ende des Altars. Ich merke erst jetzt, dass ich seit geraumer Zeit nicht mehr atme, denn ich muss erst mal tief Luft holen bevor ich etwas sagen kann. Seine Absicht ist mir sofort klar: Er will zum Taufbecken…* Crowley. Bitte nicht…
Crowl *Ich habe keine Ahnung, wie lange genau ich mittlerweile eigentlich hier kniee oder -warum- genau ich eigentlich so tue als wäre ich
jeder x-beliebige Mensch... und damit jemand, dem Gott zumindest theoretisch zuhört wenn er mit ihm spricht. -Dieses- Privileg habe ich schon vor langer Zeit verloren - aber auch wenn sich durch nichts die Anwesenheit des
obersten Chefs bemerkbar macht kann ich irgendwie nicht aufhören zu... naja, zu beten könnte man wohl sagen, auch wenn es eigentlich eher ein Selbstgespräch als eine wirkliche Unterhaltung ist. Ganz tief in mir drinnen habe ich
immer noch so etwas wie ein Fünkchen Hoffnung, dass ja vielleicht doch -irgendjemand- zuhört... und dass dieser Jemand dann das übernimmt, was ich selber nicht tun kann, nämlich `oben´ ein gutes Wort oder zwei für Zira
einzulegen. Schließlich konnte er ja eigentlich gar nichts für das, was passiert ist. Sicher, es -hat- ihm gefallen -ich bin Experte genug in solchen Angelegenheiten, um das beurteilen zu können- und er hat sich auch nicht
wirklich gewehrt... aber schließlich ist es ja überhaupt nur zu diesem ganzen Dilemma gekommen weil er seinen verfluchten -Job- erledigt hat! Selbst wenn er sich hätte wehren -wollen- hätte ihm das, so ausgepowert wie er nach
dieser heilungsaktion gewesen ist, gegen meine frisch aufgepowerte, dämonische Form nicht viel geholfen… Es wäre höchstens dazu gekommen, dass ich ihn verletzt hätte um an das zu kommen was ich haben wollte. Sicher, es -war-
falsch von ihm mich einfach gewähren zu lassen... aber was um alles in der Welt hätte er denn tun sollen? Seinen Freund einfach in einem unkoordinierten Kraftausbruch zu töten? Das wäre nach himmlischen Regeln mit Sicherheit
genauso schlimm, wenn nicht sogar noch schlimmer. Zu töten ohne Gottes Befehl dazu erhalten zu haben... das muss doch bestimmt ein schlimmeres Vergehen sein als Unzucht mit einem Dämon? Hoffe ich jedenfalls. Aber wenn ich
ehrlich bin... so sehr ich es mir auch wünsche, ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass sämtliche Versuche meinerseits um Rücksicht oder Gnade für den Engel irgendetwas bezwecken könnten. Schließlich bin ich ein
-Dämon-... und jeder -Mensch- hat damit mehr Einfluss auf die Entscheidungsträger da oben als ich. So sehr ich auch hoffe, es wird nichts ändern können... weder für Zira noch für mich. Meine Knie knirschen als ich aufstehe, ich
muss wirklich lange hier gehockt haben, aber ich achte nicht weiter darauf als ich mich endgültig in Richtung des randvoll gefüllten Taufbeckens aufmache. Der Geruch brennt mir schon jetzt unangenehm in der Nase, aber ich
unterdrücke den Reflex zur Flucht der mich bei so einer Masse an Weihwasser wie der, der ich mich jetzt nähere, unweigerlich überkommt. Wenn ich zögere wird es nur umso schmerzhafter für mich, das Beste ist, ich reiße das ganze
versdammte Ding einfach aus dem Boden und schütte mir den Inhalt direkt über den Kopf. Auf die Art und Weise bekomme ich von dem, was das Zeug mit dem Rest meines Körpers anstellt, nicht mehr viel mit... hoffe ich jedenfalls.
Aber egal wie schmerzhaft es werden sollte... ich kann mir nichts schmerzhafteres vorstellen, als den Ausdruck von Hass und Abscheu in Ziras azurblauen Augen, wenn er mich zu Gesicht bekommt. Dementsprechend erschrocken zucke
ich zusammen als ich hinter mir eine leise Stimme höre und wie von selber bleibe ich förmlich wie zur Salzsäule erstarrt stehen, die rechte Hand kaum drei Zentimeter vom Rand des Taufbeckens entfernt. Am besten ich mache
schnell, bevor Zira irgendetwas unternehmen kann um mich zu stoppen... nur dummerweise verweigern mir meine Gliedmaßen die Mitarbeit...*
Zira *Mit leichter Panik in der Stimme wiederhole ich meine Worte von eben, dann mache ich ein paar Schritte durch den Mittelgang der
Kirche auf den Altar zu. Ich habe eine Riesenangst, dass er kurzschlussmäßig etwas -sehr- Dummes tut, aber ich bin noch zu weit weg von ihm, um einzugreifen. Er sieht mich nicht an als er mit sehr leiser Stimme spricht. `Komm
nicht näher.’* Crowley… lass uns reden. Ich will nicht dass dir was passiert… *Er hebt leicht den Kopf, fast so als ob er nicht glaubt was er hört. Er denkt doch wohl nicht wirklich, -ich- sei böse auf ihn? Jetzt schüttelt er
den Kopf und seine Hand nähert sich millimeterweise dem Rand der Marmorschüsssel. Ich stoße zischend die Luft aus.* Verdammt Crowley, LASS ES! *Er zuckt zusammen und wendet jetzt doch den Kopf. Um seine Lippen geistert der
Schatten seines spöttischen Grinsens, als er leise antwortet.* Fluchen auf heiligem Boden, Engel? Bring dich nicht noch mehr in Schwierigkeiten als du sowieso schon bist… *Statt einer Antwort zerre ich mir das Jackett von den
Schultern und im Bruchteil einer Sekunde entfalten sich meine mächtigen Schwingen, makellos weiß wie immer -bis auf ein paar kleine Blutspritzer- und vollkommen intakt.* Du törichter Dämon! Ich -bin- nicht in Schwierigkeiten!
Oder glaubst du, sonst wäre ich hier? Ganz offensichtlich muss irgendwas von deinem Gebabbel da oben angekommen sein, und jetzt weiß ich auch, was Gabriel meinte mit `ich muss es selber herausfinden’! *Bevor er reagieren kann
falte ich die hinderlichen Flügel eng an meinen Rücken und stürme auf ihn zu.* Wage es ja nicht, in dieses Wasser zu fassen!
Crowl *Selbst wenn ich das noch wollte bin ich im Moment einfach -zu- baff um irgendetwas zu machen, geschweige denn ein zentnerschweres
Marmortaufbecken aus dem Boden zu reißen und mir den Inhalt über den Kopf zu kippen. So... sauer habe ich meinen Engel schon lange nicht mehr gesehen... und er ist nicht etwa sauer auf das was ich getan habe sondern auf das was
ich -tun- wollte... und was zum Teu... was zum Henker hat -Gabriel- damit zu tun? So ganz, ganz langsam macht sich noch ein weiteres kleines tidbit in meinem Kopf bemerkbar... Ziras Flügel. Ziras persilreine, duftig-wolkige,
absolut perfekte -weiße- Flügel! Die sich jetzt gerade als große, undurchdringliche Federwand um mich schlingen als der Engel mich förmlich in einer Umarmung erdrückt und so effektiv daran hindert, dem Taufbecken auch nur noch
einen Millimeter näher zu kommen. Der Engel... -mein- Engel... Zira ist immer noch ein Engel!!* Was zum... *mehr bekomme ich nicht raus, denn Ziras Lippen hindern mich ziemlich intensiv am Weitersprechen. Ich bin immer noch so
baff dass ich nicht einmal antworte auf diesen Kuss sondern einfach nur doof glotzend rumstehen kann während mein Engel in eine Schimpftirade ausbricht. `Du dummer Dämon, was um alles in der Welt hattest du vor? Dich
-umbringen-? Du Idiot, wie um alles in der Welt bist du nur auf so eine gottverfl... schreckliche Idee gekommen? Bist du eigentlich noch ganz bei Trost? Ich...´ Dieses Mal ist es Zira, der von einem Finger auf den Lippen am
Sprechen gehindert wird. Zira ist immer noch ein Engel! Keine abgerissenen Flügel, keine Ewigkeit in Verdammnis, kein Hass oder Abscheu im Blick sondern lediglich erzürnte Besorgnis... langsam, ganz langsam breitet sich ein
Grinsen auf meinem Gesicht aus und ich kann nicht anders als ihn zu küssen, so erleichtert bin ich. Zira ist immer noch ein Engel... warum auch immer...*
Zira *Bevor ich mich wieder in diesem süßen, alles um mich herum versinken lassenden Kuss verliere löse ich mich von Crowley, ohne jedoch
die Barriere aus Federn zwischen ihm und dem –für Crowley so verderblichen- heiligen Wasser zu lüften.* Lass uns .. wir sollten ins Hotel zurückgehen. Ich glaube hier ist momentan nicht so ganz der passende Ort für… naja. Lass
uns einfach gehen. *Er sieht mich verdutzt an, folgt mir aber widerspruchslos und im Vorraum `verstaue’ ich meine Flügel und ziehe mir das Jackett über. Ich würde am liebsten wieder fliegen, je schneller ich mit Crowley unter
vier Augen bin umso besser, aber ich wage es dann doch nicht. So wird ein zehnminütiger, schweigsamer Fußmarsch daraus, denn keiner von uns beiden scheint zuerst das Wort ergreifen zu wollen. Nichtsdestotrotz halte ich die
ganze Zeit Crowleys Hand in meiner… man weiß ja nie. Als wir endlich im Aufzug stehen sehen wir uns das erste Mal wieder in die Augen. Crowley öffnet den Mund `Ich..’ Gleichzeitig versuche ich, einen Satz anzufangen* Also..
*Wir verstummen wieder, und glücklicherweise geht gerade die Tür zu unserer Etage auf. So haben wir noch eine `Galgenfrist’. Ich lasse ihm gar nicht erst die Wahl sondern ziehe ihn kurzerhand mit zu meiner Tür. –So- schnell
entkommt er mich jetzt nicht… ich schließe auf und deute auf die Tür.* Bitte. Nach dir… *Er tritt zögernd ein und ich schließe hinter uns ab. Indem ich ihn auf das Bett zuschiebe überlege ich fieberhaft, was ich jetzt sagen
soll. Ich habe da schon so eine Vorstellung was ich ihn fragen will, eine ganz bestimmte Sache die mir vorschwebt, aber – mir fehlen schlicht die Worte. Das, was ich in der Kirche gesehen habe, Gabriels merkwürdiges Gerede und
schließlich ein ganz untrügliches Gefühl in mir sagen, dass es gar keinen Zweifel an dieser ganz bestimmten Sache geben kann… aber ich trau mich trotzdem nicht, Crowley so direkt danach zu fragen…
Crowl *Meine Gedanken wirbeln immer noch wild durcheinander, auch der kurze Fußmarsch hat daran nicht wirklich etwas ändern können, und so
lasse ich mich einfach von Zira schieben und ziehen, bis wir beide schließlich auf dem Bett landen. Wir liegen zwar nebeneinander, berühren uns aber nicht ganz, auch wenn höchsten zwei oder drei Millimeter Luft zwischen uns
sind. Ich versuche immer noch, aus den Geschehnissen der letzten halben Stunde oder so einen sittlichen Nährwert zu gewinnen, scheitere aber immer wieder kläglich wenn ich nach einem logischen Grund suche warum um alles in der
Welt Zira noch seine Flügel haben sollte. Auch wenn er was von Gabriel erzählt hat finde ich es bei weitem nicht einleuchtend genug dass einem Seraphim eine Todsünde verziehen wird, nur weil ein Dämon darum gebeten hat. Die
Jungs da oben machen zwar gerne Werbung mit Nachsicht und Gnade, aber bei den eigenen Angestellten ist das meist eine ganz andere Sache als bei den Menschen. Und ich habe noch nie von einem Engel gehört, der nach einer Sünde so
einfach davongekommen wäre wie Zira. Und irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass sie ausgerechnet bei Zira eine Ausnahme machen sollten. Das ließe dann ja nur noch einen Schluss zu: Dass die Sünde aus irgendwelchen
Gründen gar keine Sünde war, jedenfalls nicht nach himmlischen Maßstäben. Meine Finger wandern wie von selber in Ziras Haare während ich verzweifelt versuche, mich an das ganze Kleingedruckte der himmlischen Regeln zu erinnern
die ich vor so langer Zeit mal wie jeder gute Engel-Azubi auswendig gelernt habe. Aber Wolllust bleibt Wolllust, da gibt es nicht mehr viel Kleingedrucktes was die jetzige Situation hier erklären würde. Auf -Befehl- hat Zira ja
sicherlich nicht gehandelt, und die einzige andere `Lücke´ die mir noch einfallen würde... nein, nein das kann nicht sein. Ich seh ja gerne ein, dass ein Dämon nach genügend Zeit auf der Erde und in Gesellschaft eines Engels so
einiges an un-dämonischen Verhaltensweisen annehmen kann, aber trotzdem ist er immer noch ein -Dämon-! Und das mit diesem `Liebe verzeiht alles´-Paragraphen müsste ja schließlich auch auf Gegenseitigkeit beruhen... und auch
wenn Zira als Engel ja sozusagen hauptberuflich liebt kann auch er sicher nicht soweit aus seiner Haut schlüpfen. Freundschaft zu einem Dämon schon und gut, Zuneigung meinetwegen auch... aber Liebe?...*
Zira *Obwohl es mich danach verlangt, mich in Crowleys Arme zu kuscheln und ein bisschen mit ihm rumzuschmusen bleibe ich ruhig liegen und
sehe ihn nur ab und zu mal an. Ich seinem Gesicht arbeitet es sichtlich, er sieht sehr nachdenklich aus… gar nicht erleichtert oder erfreut. Eher so, als ob er sich fürchterlich den Kopf zerbrechen würde, warum wir beide hier
liegen anstatt jeder in seiner ganz persönlichen Hölle zu schmoren… Ich würde ihm ja gerne meine Theorie davon unterbreiten, aber irgendwie fehlt mir immer noch der Mut, ihm so ohne Umschweife zu sagen was ich für ihn fühle…
und dass ich halt vermute, dass er ebenso für mich empfindet. Eine andere plausible Erklärung gibt es nämlich nicht dafür, dass ich nicht bestraft worden bin. Gerade komme ich zu dem Schluss, dass ich ihn am besten mal eine
Weile in Ruhe lasse, denn sicher will er jetzt nicht unbedingt diskutieren… als ich plötzlich seine Finger spüre, die sanft durch meine Haare kraulen. Ich seufze tief auf und schließe die Augen. Plötzlich fühle ich mich wieder
`zu Hause’, das Fremde, die Barriere die zwischen uns stand seit er im Cafe vom Tisch aufgesprungen war ist weg, geschmolzen wie Schnee in der Sonne. Und plötzlich wird mir sonnenklar, dass es auch bei ihm nicht nur die
wollüstige Gier nach meinem Körper gewesen sein kann, wenn es sicherlich auch so ausgesehen haben mag. Wir haben ja beide nicht gerade lange gefackelt … aber alles was seitdem passiert ist sollte eigentlich auch ihm klar sein
lassen, was hier los ist…* Crowley… *Seine Finger werden augenblicklich still, bleiben aber in meinem Nacken liegen. Ich habe die Augen geöffnet und er sieht mich mit einer Mischung aus Erwartung und Furcht – ja, Furcht! an.
Obwohl ich fest entschlossen war diese einfachen, läppischen und doch so schwer auszusprechenden drei Wörtchen –jetzt- zu ihm zu sagen ist mein Kehle plötzlich trocken und ich bringe keinen Ton heraus. Stattdessen rücke ich
nahe zu ihm, lege die Arme um seinen Nacken und küsse seine Lippen, nicht fordernd oder leidenschaftlich, sondern ganz sanft und zärtlich. Er ist zwar manchmal ein vernagelter Klotzkopf, aber das sollte eigentlich selbst er
verstehen…
Crowl Die letzten paar Minuten haben meinem Mut nicht gerade gut getan und ich muss wirklich sämtliche verbliebenen Fitzelchen davon
aufsammeln und zum Einsatz bringen um nicht schreiend aufzuspringen und wegzulaufen als Zira mich küsst... nicht etwa, dass er so ein schlechter Küsser wäre, ganz im Gegenteil sogar, nicht mehr lange und ich bin ein kleines,
schnurrendes Häufchen Dämonen-Pudding... es ist die Tatsache -wie- er mich küsst die mir die Nackenhaare hochgehen lässt und meinen Fluchtreflex triggert. Davor die Küsse waren meist ziemlich deutlich durchsetzt mit
Leidenschaft und Hunger, dieser hier jedoch ist... -anders- und ich vermute ganz stark dass Zira mit diesem Kuss eine Art non-verbales Statement abgeben will... und zwar eins, von dem ich mir eben noch versucht habe einzureden,
dass es unmöglich ist. Außerdem ist mir so mittlerweile ein ziemlich `böser´ Verdacht gekommen, was Ziras Flügel anbelangt, denn so sehr ich mir auch den Kopf zerbrochen habe, etwas anderes außer dieser einen einzigen Erklärung
will mir einfach nicht einfallen. Aber was für Zira theoretisch unmöglich ist müsste für mich -absolut- unmöglich sein und trotzdem... bleibt einfach keine andere Erklärung übrig als diese eine. Ich liebe Zira... und er liebt
mich. Keine `Wolllust´ oder reines körperliches Verlangen gepaart mit einem bisschen Zuneigung, sondern richtige Liebe... die mit Rosen und Herzschmerz und Balladen und kleinen fetten Cupidos, die einem Pfeile in den Hintern
schiessen wenn man nicht auf sie aufpasst... zu sagen, ich wäre nur -etwas- sprachlos wäre die Untertreibung des Jahrhunderts... aber Zira zeigt mir ja gerade ziemlich eindeutig, dass man nicht unbedingt -reden- muss um seinem
Gegenüber etwas zu verklickern...*
Zira *Einen langen Moment bleibt der Kuss ziemlich einseitig, soll heißen, -ich- küsse, Crowley erstarrt zur sprichwörtlichen Salzsäule.
Ich kann förmlich Rädchen und Stangen in seinem Kopf rattern hören, als seine Gedankenmaschinerie anfängt, sich zu überschlagen. Meine eine Hand liegt inzwischen locker in seinem Nacken während die andere sanft seine Wange
liebkost… wie gesagt, Engel haben ja Geduld. Nach Äonen wie mir scheint, erwacht er aus seiner Trance und schlingt seine Arme um mich. Seine Lippen geben nach und er erwidert meinen Kuss voller Inbrunst und doch Zartheit. In
mir macht fühlbar etwas `knack' und dann bricht sich die ganze angestaute Zuneigung gewaltsam ihren Weg aus mir heraus und ich lache und weine gleichzeitig als ich ihn eng an mich ziehe, sein Gesicht mit vielen kleinen Küsschen
pflastere und zwischen Gekicher und Schluchzen mit leicht brüchiger Stimme auf ihn einrede.* Das hat ja vielleicht gedauert… Hast du es jetzt endlich kapiert du verbohrter… *der Rest bleibt unausgesprochen, denn mit einem paar
Lippen auf den eigenen, die deutlich zum Ausdruck bringen -wie- sehr Crowley verstanden hat spricht es sich nunmal ganz schlecht…
Crowl *Allmählich kommt mir so der Verdacht, dass es einen -Grund- hat, warum Dämonen und Liebe meist einfach nicht zusammenpassen... es
gibt einfach viel zu viele unvorhersehbare Dinge und Dämonen -hassen- so etwas. Mir wäre gerade fast das Herz stehengeblieben als Zira auf einmal angefangen hat zu weinen… -Naja, es -wäre- wenn es -könnte- … und mich an sich
gezogen hat. Im ersten Moment habe ich gedacht ich hätte ihn doch falsch verstanden und irgendeinen Riesenmist gemacht, und der Stein der von meinem Herzen gefallen ist, als ich Ziras plötzlichen Ausbruch als Erleichterung
klassifizieren konnte, dürfte mindestens genauso groß gewesen sein wie seiner. Zira schluchzt und giggelt immer noch abwechselnd als ich den Kuss wieder breche und ehe ich mich versehe werde ich schon mit einer neuen
unbekannten Situation konfrontiert... nämlich wie um alles in der Welt bekomme ich in wieder beruhigt?? Weil mir nichts Besseres einfällt versuche ich es einfach mal mit kleinen Streicheleinheiten und ein paar schnurrähnlichen
Lauten, bei Kätzchen klappt das schließlich, warum also nicht auch bei meinem Engel? Und wirklich, diese Methode zeigt Wirkung und nach ein paar Minuten ist Zira wieder ruhig und hat sich mit dem Kopf gegen meine Brust
gekuschelt. Auch wenn ich es ja eigentlich jetzt nicht mehr bräuchte streichele ich ihn trotzdem weiter denn ich muss -zu meiner Schande- gestehen, dass Zira nicht der einzige ist, dem das zu gefallen scheint. Er schnüffelt
allerdings immer noch ein bisschen vor sich hin und ehe ich weiß was ich tue ist mir auch schon ein besorgtes `Alles wieder gut, Engel?´ entfleucht. Mann ich werde wirklich noch weich auf meine alten Tage...*
Zira *Ich liege auf dem Bauch, dicht an Crowley geschmiegt, den Arm über seiner Mitte, den Kopf an seiner Schulter, und muss bei seinem
besorgten Unterton leicht grinsen, denn sonst ist er doch immer so um seine Coolness bemüht… die heutigen Ereignisse haben ihn wohl doch mehr mitgenommen als er sich selber jemals eingestehen würde. Doch mir ist momentan nicht
nach Neckereien, also nicke ich nur und fange mir seine Hand, die sacht über meinen Arm streichelt.* Und bei dir? *Er antwortet nicht gleich und ich warte geduldig. Nach einer Weile des Schweigens seufzt er tief, drückt dann
leicht meine Hand und murmelt `Irgendwann musst du mir mal ganz genau erklären, was heute eigentlich abgelaufen ist. Ich wollte…’ Ich richte mich leicht auf, ziehe seinen Handrücken an meine Lippen und lächle vor mich hin.* Du
wolltest mir eine gepflegte Abfuhr erteilen, und dann ist das Ganze etwas – na sagen wir mal… eskaliert. *Ich hebe den Blick und grinse ihn breit an. *Wenn das immer so eine Wirkung auf dich hat wie heute, wenn ich meine
Heilkraft einsetze, dann solltest du dich vielleicht in Zukunft öfter mal verletzen… *Ich will seine Fingerspitzen küssen, doch er schnaubt und verpasst mir einen Nasenstüber. `So siehst du aus, du lüsterner Seraphim! Dafür,
dass du knapp der ewigen Verdammnis entronnen bist, riskierst du eine ganz schöne Lippe!’ Er will noch etwas hinzusetzen als eine Stimme durch meinen – und seinem Gesichtsausdruck nach zu urteilen auch Crowley’s - Kopf dröhnt.
#DAS KANNST DU LAUT SAGEN, DÄMON!# Ich verziehe mein Gesicht.* Gabriel! Halt dich da raus, das hier ist privat!! *Crowley sind gerade die Gesichtszüge wieder in die richtige Position gerutscht, als eine zweite Stimme ertönt.
#ZIRA, DU WEISST SCHON, DASS DU VERD.. ZIEMLICHES GLÜCK GEHABT HAST? LAUT UNSERER STATUTEN SIND WIR IM FALL DES BEGEHENS EINER TODSÜNDE NORMALERWEISE GEHALTEN….# Ich stöhne gequält auf. Raphael!! Und ganz offensichtlich hat er
vor, mir einen hübschen Vortrag über die offizielle Verfahrensweise in Punkto Sünde und Todsünde zu halten…* Ja ja, Raphie. Ich weiß. Aber Gabriel hat mir bereits gesagt, dass das keine … *#HÖR MIR BITTE ZU, ZIRA. DARUM GEHT ES
NICHT. ICH WILL NUR, DASS DIR EIN FÜR ALLE MAL KLAR IST, DASS, WENN DU SO ETWAS NOCHMAL ABZIEHST...# Ich kann nicht anders, ich muss laut lachen. Falls er damit meint, dass ich mir wieder mal einen sexy Dämon angle, so werde
ich die nächsten paar Tausend Jahre wohl genug mit diesem hier zu tun haben... falls er jedoch - und davon gehe ich eigentlich aus - mit `so etwas’ das meint, was heute hier in diesem Bett geschehen ist, wird er eine passende
Antwort von mir bekommen.* Ja, Raphael? Dann? *Mein Tonfall klingt aufreizend, und es folgt ein Schweigen, das fast noch lauter dröhnt als das Gesprochene vorher. Dann, etwas ungeduldig im Unterton, ertönt, jetzt etwas
entfernter, wieder Gabriels Stimme. #GOTT DER GERECHTE, RAPHAEL! LASS DIE BEIDEN DA UNTEN DOCH MACHEN WAS SIE WOLLEN UND KOMM ENDLICH INS BETT!# Das entsetzte Schnaufen von Raphael bringt mich zum Kichern. Da hat ja Gabriel was
angerichtet…* Nun geh schon, Raphie, das Bett ist sicher einsam ohne dich! #ACH MACHT DOCH ALLE WAS IHR WOLLT. UND GABRIEL, DARÜBER WERDEN WIR NOCH ZU REDEN HABEN.# Gabriel setzt gerade in besänftigendem Ton zum Sprechen an als
die Stimmen verklingen und ich sehe, immer noch grinsend, Crowley an, dessen Augen groß wie Untertassen sind. `-Wusstest- du davon?’ Ich lächle amüsiert.* Das von Gabriel und Raphael? Klar. Jeder oben weiß es. *Ich zucke mit
den Schultern.* Sie dürfen. Sie lieben sich eben –auch-… *Im selben Moment erkenne ich, was ich da gesagt habe und starre Crowley groß an. Er starrt einen Moment zurück, dann lächelt er. `Ja…’*
Ende und Anfang^_^
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