Autoren: Heero und Quatre                                                                                                back

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Pairing: Quatre x Heero

 

Warnings: angst, sad, violence, rape, Yaoi ( ist ja klar ^_^ ), lemon

blau= Heero
schwarz= Quatre

Im Labor von Dr. J Teil 4/6

Ich wachte irgendwann Nachts auf und gähnte. Ich streckte mich leicht und drehte den Kopf zur Seite. Ich keuchte auf, als ich sah, dass meine Arme um Quatres Rücken lagen und ich zog schnell meine Hände zurück. Kami, was machte ich da? Wenn er davon etwas mitbekommen hatte!

Ein paar Stunden später wachte ich auf und spürte, dass Heero seine Arme um mich geschlungen hatte. Ich hielt ganz still und genoss dieses herrliche Gefühl, auch wenn ich wusste, dass es nicht von Dauer war. Wenn er aufwachte, würde er sicher wieder zurückzucken. Und ich fühlte auch schon eine Bewegung in meinem Rücken, hörte sein erschrockenes Keuchen. Als er seine Hände schnell zurückriss, seufzte ich resigniert. Ich hatte es ja gewusst! Aber warum schmerzte es dann so? ‚Weil du ihn halt liebst. Du Trottel.’ dachte ich, während ich mich erhob. Ich faltete die Decke zusammen und legte sie auf den Stuhl. „Guten Morgen“ sagte ich leicht heiser. Ich hatte meine Stimme nicht ganz unter Kontrolle…

Ich hörte, wie er ein scheinbar enttäuschtes Seufzen von sich gab, doch was sollte ich machen. Er stand auf und legte die Decke wieder zusammengefaltet auf den Stuhl. "Guten Morgen", gab ich zurück und lächelte. Ich schob meine Decke beiseite und gähnte wieder."Hast du gut geschlafen?", fragte ich und streckte mich kurz. Ich spürte, dass ich noch immer etwas müde war, doch es half nichts, wir mussten ja schließlich fliehen.

Na immerhin, er lächelte. „Ja, danke.“ ‚Besonders das Aufwachen war gut’ dachte ich und musste trotz meiner Enttäuschung lächeln. „Lass uns abhauen, Heero!“ Ich öffnete die Türen und spähte nach draußen. Alles war ruhig. „Ich hole uns was zu essen aus der Küche.“ sagte ich leise und verließ das Zimmer. Ich schloss die Aussentür ab, nicht, weil ich Heero misstraute, sondern damit keiner Verdacht schöpfte, denn es konnte ja immer eine Wache vorbeikommen. In der Küche packte ich rasch soviel Essen, wie ich in der Eile fand, in einen Beutel und griff noch zwei Wasserflaschen. So beladen kehrte ich in die Zelle zurück. Auf dem Bildschirm konnte ich sehen, dass Heero ruhelos auf und ab wanderte. Er misstraute mir also immer noch! Schnell schloss ich auf und betrat den Raum. „Keine Sorge, ich lass dich nicht im Stich!“ sagte ich, vielleicht etwas schärfer, als ich wollte. Er konnte nichts für sein Misstrauen, er hatte genug durchgemacht, um es zu rechtfertigen. Trotzdem – ich war halt empfindlich, was ihn betraf…

Er kam wieder in die Zelle und sagte, er würde mich nicht im Stich lassen. Tief in meinem inneren wusste ich, dass er das niemals tun würde, aber ich war eben nervös gewesen. Es hatte mich beunruhigt, dass er die Tür abgeschlossen hatte. Ich seufzte und sah zu Boden. "Ich weiß, Quatre. Es ist nur....." Ich schüttelte den Kopf und atmete aus. "Ich würde dir so gerne vertrauen,bitte glaub mir!!" Dann sah ich wiederzu ihm hoch. "Gut, du hast uns Verpflegung geholt." Ich lächelte leicht.

„Ja, hab ich. Und es ist o.k. ich weiß, dass du mir nicht vertraust. Ich komm damit klar!“ sagte ich ruhig. Ich legte auch seine Decke zusammen und packte das Essen, die Wasserflaschen und die Decken in die Instrumententasche. Dann holte ich meine Daunenjacke aus dem Schrank. Wir hatten ein Problem. Heero hatte keine Jacke und auch sonst nichts wärmendes zum Anziehen. Also … „Ich muss noch mal los, dir was zum Anziehen holen! Mist!” Ich spielte mit dem Gedanken, die Tür dieses Mal offen zu lassen, doch ich entschied mich dagegen. Es war zu riskant. „Hör zu, ich schließe wieder ab. Bitte – ich komme wirklich wieder.“ Ich sah ihn flehend an. Er gab keine Antwort. Ich verließ schnell die Zelle. Auch gut. Musste ich mich halt beeilen, um seine Angst in Grenzen zu halten..

Er sagte, er käme wieder und sah mich flehend an. Ich fühlte mich nicht dazu in der Lage, etwas zu antworten. Was hätte ich auch sagen sollen? Ich konnte mein Misstrauen sowieso nicht vor ihm verbergen, Quatre war zu sensibel, er spürte alles. Ich sah ihm nach, als er aus der Zelle rannte und dann hörte ich, wie er abschloss. Ich schloss die Augen und schluckte. Okay, jetzt war ich wieder allein. Ich blickte auf die Bettdecke. Was war, wenn er mich hier zurückließ? Was würd ich tun? Würde ich jemals wieder von Dr. J wegkommen? So viele Fragen gingen mir durch den Kopf und dann sah ich ein Bild vor meinen Augen. Dr. J kam auf mich zu. Ich hatte mal wieder etwas falsch gemacht. Sein Blick war zornig und voller Hass. Dann schlug er mir mit der Faust ins Gesicht, immer und immer wieder, bis ich keuchend zu Boden ging. Meine Finger krallten sich in die Bettdecke und meine Augen weiteten sich. Wieder ein Bild. Dr. J kam mit einer Spritze auf mich zu. Ich spürte, wie mir der Schweiß runter lief und ich zu zittern begann. Ich presste die Augen fest zusammen und schüttelte den Kopf. Ich wollte das nicht mehr sehen. "NEIN", schrie ich.

Ich beeilte mich so gut ich konnte. Mit einer Jacke und einer warmen Hose im Arm eilte ich die Gänge von meinem Quartier zurück zu Heeros Zelle. Es begegnete mir niemand. Als ich die Zelle betrat, sah ich jedoch sofort, dass etwas nicht stimmte. Heero saß auf dem Bett und zitterte am ganzen Körper. Er keuchte. „Heero? Was ist los?“ er antwortete mir nicht. Ich trat auf ihn zu, und setzte mich auf das Bett neben ihn. Keine Reaktion. Er war wie weggetreten. Ich legte eine Decke um ihn und ließ meinen Arm auf seinen Schultern liegen. Er zitterte immer noch. Ich zog ihn leicht an mich und sprach sanft auf ihn ein. „Heero. Hey, Heero, komm zu dir, ich bin da! Alles ist gut… Heero! Wir müssen abhauen!“ Er sah mich mit einem verzweifelten Ausdruck an. „Kann nicht…“ Oh Gott, er hatte eine Panikattacke! Ich wühlte in der Tasche. So behutsam ich konnte sagte ich: „Heero, ich geb dir noch eine Injektion. Dann wirst du ruhiger. Nichts schlimmes, nur ein leichtes Beruhigungsmit…“ „NEIN!“ Er sprang auf und sah mich mit wild funkelnden Augen an. „Das tust du nicht! Es geht schon wieder!“ Offensichtlich hatte ihn meine Ankündigung aus seiner Starre gerissen. Umso besser! Von Spritzen schien er echt genug zu haben. Ich reichte ihm die Sachen. „Hier, zieh das über!“

Ich sah ihn keuchend an und schluckte. Dann griff ich nach der Jacke, die er mir hinhielt. "Arigatou", sagte ich leise, bevor ich mir die Jacke anzog. Ich blickte kurz auf den Boden und schloss die Augen, atmete tief durch. Ich versuchte das Zittern, dass durch meinen Körper ging zu unterdrücken, denn ich wollte nicht, dass er sich Sorgen machte oder mir wieder ein Beruhigungsmittel gab.

Ich sah ihn prüfend an. „Geht es wirklich?“ Er nickte nur und zog auch noch die Hose an. „Dann komm.“ Ich packte alles wieder in die Tasche. Im Hinausgehen schaltete ich das Licht aus. So würde man auf dem Monitor nicht sofort sehen, dass keiner im Zimmer war. Ich schloss beide Türen sorgfältig zu. Dann bewegten wir uns leise in Richtung Ausgang. Ich betete, dass uns niemand begegnen würde. Heero atmete schnell neben mir. Er tat mir leid, aber ich konnte nichts für ihn tun. Nicht mal seine Hand halten… Wir erreichten ohne Zwischenfall die Ausgangstür, doch es stellte sich ein weiteres Problem: Sie war verschlossen. Und ich hatte keinen Schlüssel dafür. Warum auch? Ich sah Heero ratlos an. „Und jetzt?“

Ich überlegte fieberhaft. Es war aber auch zu dumm, dass ich nichts dabei hatte, um die Tür öffnen zu können. Dr. J hatte mir alles genommen, was ich hatte. "Kennst du keinen anderen Ausgang?", fragte ich ihn schließlich und sah ihn an. Er überlegte kurz und sah mich dann mit großen Augen an. "Natürlich", sagte er plötzlich. "Komm mit" Wir liefen durch einen engen, dunklen Gang. Was für ein Glück, dass Quatre sich hier so gut auskannte.

Wir liefen viele Flure entlang bis wir zum Tor des Hangars kamen. Dafür hatte ich den Schlüssel! Wir traten durch die kleine Nebentür ein und standen vor dem Wing Zero. Ich stand dicht neben Heero und spürte, wie ihn ein Schauder überrannte. Der Gundam stand riesig und bedrohlich vor uns, und doch… er wirkte seltsam vertraut auf mich. Wieder flackerte eine Erinnerung leicht auf, und der schon vertraute Schmerz durchschoss meinen Kopf. „Aaah, Heero…“ ich hielt meine Schläfen fest und knickte leicht in den Knien ein.

Quatre hielt sich plötzlich den Kopf und knickte leicht ein. Ich reagierte sofort und hielt ihn fest, setzte mich mit ihm auf den Boden.
"Quatre", keuchte ich. "Was hast du?" Ich verstand das nicht. Ich hatte ihm doch das Implantat entfernt. Wieso tat ihm sein Kopf wieder weh? Ich schaute auf ihn herab und hob meine Hand, strich ihm über die Haare. Er lehnte sich kraftlos an mich. Ich erschauderte, doch ich wusste, dass er nicht so sehr mitbekam was er tat.

Mir schossen verschiedene Bilder durch den Kopf. Ich hatte irgendetwas mit der Konstruktion dieses Gundam zu tun. Und – Heero war auch manchmal dabeigewesen. Immer wenn ich jedoch versuchte, diese Bilder zu fassen, verstärkte sich der Schmerz in meinem Kopf. „Heero..“ ächzte ich. „Heero – du – und – ich … kennen uns schon lange! Erinnere dich! Aaah…“ der Schmerz wurde unerträglich. Was hatte dieser Mistkerl nur mit mir gemacht? Ich sackte hilflos gegen Heero und hoffte nur, dass er mich festhielt. Dann wurde mir schwarz vor Augen.

 Was??? Was sagte er da, wir kannten uns? Das konnte nicht sein. Ich runzelte die Stirn. Woher sollten wir uns...... Ich blickte zu dem Gundam rüber. Hn. Er konnte doch nicht der Junge sein der damals.....Ich sah ihn wieder an. Doch, er war es. Er musste es sein. Im selben Augenblick sackte Quatre gegen mich. Ich blickte hinunter und sah, dass seine Augen geschlossen waren. `Nein, nicht schon wieder`, dachte ich und schüttelte ihn leicht. "Quatre, wach auf" Ich wusste nicht, was ich tun sollte.

Ich regte mich und schlug die Augen auf. Über mir war Heeros besorgtes Gesicht. „Alles o.k.“ murmelte ich mühsam. „Lass uns endlich verschwinden!“ Nachdem der Schmerz vergangen war, wusste ich wieder alles. Ich hatte an diesem Gundam mitgebaut und Heero sollte ihn testen. Monatelang hatten wir zusammengearbeitet, bis Heero wegen des Zero-Systems plötzlich unkontrolliert aggressiv wurde. Ich weigerte mich deshalb, an dieser Maschine weiterzumachen, und wahrscheinlich wurde mir eine Gehirwäsche verpasst, während man Heero einsperrte. Er war zu unberechenbar. Dann hatten die Experimente an ihm begonnen. Ich hatte keine Erinnerung daran, wohl weil ich ständig unter Drogeneinfluss gestanden hatte. Doch wusste er das alles auch wieder? Und vor allem wusste er wieder – wie wir zueinander gestanden hatten? Mir wurde schmerzhaft klar, dass ich wahrscheinlich alles zerstört hatte, was damals gerade begonnen hatte…

Ich half Quatre wieder auf die Beine. "Bist du sicher, dass es dir gut geht?" Ich sah ihn besorgt an. Er nickte und schaute mir in die Augen. Ich hätte wirklich zu gerne gewusst, was er grade dachte. Ich kannte ihn also. Ja, er war der blonde Junge gewesen, der am Gundam mitgearbeitet hatte. Jetzt fiel mir plötzlich wieder alles ein. Wir hatten uns oft unterhalten und.....wir hatten uns gern. "Quatre", flüsterte ich lautlos und sah ihm in die Augen. Doch ich fuhr herum, als plötzlich die Tür hinter uns aufgerissen wurde. und zwei Wachen hereinstürmten.

„Scheiße. Hier sind auch Kameras!“ fluchte ich und sprintete zum Waffenschrank. Wie konnte ich das vergessen? Ich schloss ihn blitzschnell auf und riss zwei Pistolen der Marke Walther heraus. Sie waren glücklicherweise geladen. Ich warf Heero eine rüber und ging in Deckung. „Runter!“ schrie ich ihn an, denn die Wachen feuerten sofort. Er ging zu Boden und ich bekam einen eisigen Schreck. War er getroffen? „Nein…“ flüsterte ich.

Ich schrie auf, als ich einen brennenden Schmerz an der Schulter spürte und ging zu Boden. Die Waffe, die Quatre mir zugeworfen hatte, ließ ich fallen. Ich blieb geduckt und hielt mir keuchend die Schulter, kniff die Augen zusammen. `Mist` Sie hatten mich erwischt. Ich hoffte nur, Quatre war nichts passiert.

Ich hörte Heero schreien, und sprang hoch. Er lag am Boden und hielt sich die Schulter. Seine Waffe lag außerhalb seiner Reichweite. Ich musste handeln. Schnell. Voller Wut fixierte ich die beiden Schützen. „Das habt ihr nicht umsonst gemacht!“ stieß ich hervor. Zwei gezielte Schüsse, und sie fielen wie vom Blitz getroffen um. Ob sie noch lebten, war mir vollkommen egal. Ich riss die Tasche an mich, warf noch eine Halogenlampe aus dem Schrank hinein, hob Heeros Waffe auf und beugte mich über ihn. „Kannst du aufstehen?“ Er nickte nur. Trotzdem brauchte er meine Hilfe, um auf die Füße zu kommen. „Los. Lass uns endlich abhauen…“ sagte ich und zog ihn Richtung des Hangar-Tores, das nach draußen führte. „Sollen wir den Zero Wing nicht mitnehmen?“ fragte er. „Zu riskant. Er ist zu groß und du bist nicht fit. Wahrscheinlich beherrscht er dich im Moment. Außerdem kann ich ihn nicht so schnell anpassen… komm, wir müssen weg hier!“

Ich nickte und lief dann mit Quatre zum Tor hinaus. Wir rannten so schnell wir konnten durch den Wald. Immerhin mussten wir aus der Sichtweite kommen. Dr. J würde bald bemerken, dass wir weg waren. Völlig außer Atem blieben wir schließlich stehen. Ich wusste nicht, wo wir waren, aber es war auch egal. Wir waren frei und wir waren zu zweit. Keuchend schaute ich mich um. Ich sah meine Schulter an und presste meine Hand fester auf die Wunde, als ich das Blut meinen Arm herunterlaufen sah. "Wir müssen einen Unterschlupf finden", hauchte ich und blickte Quatre an.

Ich stimmte ihm zu. Die Wunde blutete stark, und musste verbunden werden. Wie ich dieses ständige Blut leid war… Wir kämpften uns weiter durch den Wald, abseits der Wege, und hatten bald die Orientierung verloren. Dazu war es lausig kalt. Mir fiel ein, dass wir nichts zum Feuer machen hatten. So ein Mist… aber ein Feuer hätte uns sowieso verraten. Wir mussten unbedingt ein Versteck finden… Mühsam quälten wir uns durch das Unterholz, bis wir nicht mehr weiterkamen. Eine Felswand versperrte den Weg. Ich wollte schon fluchen, als Heero mich sanft am Arm berührte. „Nicht aufregen, Quatre… wo ein Felsen ist, sind auch Höhlen…“ Er lächelte. Er lächelte mich an! Mir fiel ein, dass er das früher eher selten getan hatte, auch als wir an dem Gundam arbeiteten zuerst nicht, erst als… ich schüttelte den Kopf. Das war vorbei. „Du hast recht, lass uns mal nachsehen!“ sagte ich deshalb nur. Aber sein Lächeln hatte mich innerlich angewärmt…

Wir räumten die schweren Felsen weg und schoben die restlichen einfach beiseite. Ich lächelte. Ich hatte recht gehabt, da war tatsächlich eine Höhle. "Siehst du", sagte ich zu Quatre und kroch langsam hinein. Es war dunkel, aber warm. "Komm rein" Er nickte und kroch zu mir in die Höhle.

Ich tastete in der Tasche nach einem Verband. „Ist die Wunde tief?“ „Die Kugel ist nicht dringeblieben. Nur ein Streifschuß“. Ich zog ihm sanft die Jacke aus und legte eine Kompresse auf die Wunde. Dann wickelte ich so gut es ging, eine Bandage um den Arm. Heero zog die Jacke wieder an, lehnte sich an die Felswand und wir saßen schweigend in der Dunkelheit. Ich merkte, dass ich wieder todmüde wurde. Aber ich musste wachbleiben! „Heero, leg dich schlafen, ich übernehme die erste Wache.“ sagte ich leise. Er gab keine Antwort, offensichtlich schlief er schon. Ich zog eine Decke aus der Tasche, kniete mich neben ihn und legte sie um ihn. Als ich wieder aufstehen wollte, hörte ich ein leises „Arigatou“ aus der Dunkelheit. „Du brauchst mir nicht zu danken. Für dich würde ich…“ ich beschloss, den Satz lieber nicht zu Ende zu sprechen und ging vor die Höhle, um meinen Wachposten einzunehmen.

`Für dich würde ich...´ Ich blinzelte. Für mich würde er was? Er sprach den Satz nicht zu Ende, machte sich stattdessen auf den Weg nach draußen. Ja, er mochte mich wirklich sehr. Ich spürte, wie ich zitterte und mir war kalt. Ich hatte wohl einen leichten Schock. Ich keuchte leise und kuschelte mich enger in die Decke, die er um mich gelegt hatte. Sie war so schön warm und ich fühlte mich geborgen. Das erste mal....seit langem. Ich blickte in Richtung Ausgang der Höhle. Wie hatten Quatre und ich zueinander gestanden, bevor das alles passiert war? Waren wir Freunde gewesen oder.....mehr? Ich schloss die Augen und versuchte mich zu erinnern. Vor mir erschien plötzlich ein Bild. Quatre und ich vor dem Wing Zero. Er hatte seine Arme um mich gelegt und ich meine um ihn. Wir lächelten uns an. Doch das Bild verschwand schlagartig, als mich wieder der Schmerz meiner Verletzung heimsuchte und ich presste die Augen zusammen, stöhnte auf. `Kuso` Ich hatte mich mit der Schulter gegen den Felsen gelehnt. Ich hoffte, dass es jetzt nicht noch mehr blutete. Wieder ging ein Zittern durch meinen Körper und ich zog die Decke höher, bis zu meinem Gesicht.

Ich stand frierend vor der Höhle. Alles war still, nur die normalen nächtlichen Geräusche waren um mich herum. Ich kam zu dem Schluss, dass vor dem Morgengrauen keiner suchen würde. Also konnten wir noch mit 2-3 Stunden Ruhe rechnen. Ich hoffte nur, dass Heero keine Blutspur hinterlassen hatte, so dass die Hunde uns nicht sofort finden würden. Ich kehrte in die Höhle zurück. „Heero, wir können noch 2 Stunden schlafen, wir müssen nur vor der Dämmerung los. Jetzt wird keiner kommen…“ ich sah ihn entsetzt an. Er sah schlecht aus, blass und zitternd. Er hatte einen Schock! Ich musste schnell handeln. „Heero, leg dich auf den Rücken…“ ich zog ihn an den Schultern zu Boden und er schrie auf. Vor Angst? Vor Schmerz? Beruhigend schüttelte ich den Kopf. „Du musst deine Beine an der Wand hochlegen, damit das Blut zum Gehirn fließt. Du hast einen Schock…“ Zum Glück gehorchte er und ich stützte seine Beine mit einer Hand ab. Die andere streichelte automatisch über seinen Kopf, ich merkte es zuerst gar nicht richtig. Langsam ließ das Zittern nach und sein Atem beruhigte sich wieder. Dann spürte ich, wie er meine Hand, die immer noch sein Haar streichelte, festhielt. Erschrocken sah ich ihm in die Augen. Was würde ich darin lesen?

Ich spürte, wie seine Hand durch mein Haar strich. Kurz schloss ich die Augen und genoss es, doch dann schlug ich sie wieder auf und hielt seine Hand fest, sah ihm in die Augen. Ich musste ihn fragen, es ging nicht anders. "Quatre, du...du warst der blonde Junge von damals, nicht wahr?" Ich richtete mich auf und wickelte mich wieder mehr in die Decke ein.

Ich schluckte. ‚Ja!’, wollte ich sagen‚ ‚ja ich bin es und wir waren uns einmal sehr nahe…’ aber was hätte es genützt? Ich hatte es ja zunichte gemacht… dieser Vorfall würde für immer zwischen uns stehen, davon war ich überzeugt. „Ja, du hast recht“ sagte ich nur ruhig. “Wir haben zusammen gearbeitet.“ Mehr konnte ich nicht sagen, obwohl die Erinnerung an diese Zeit wieder voll da war. Es hätte für ihn wie Hohn geklungen, wenn ich ihm gesagt hätte, dass wir uns ineinander verliebt hatten. „Ich werde mal nach deiner Verletzung sehen…“ murmelte ich noch und wandte den Blick ab.

Er war es wirklich, ja. Ich hatte es gewusst. Ich schluckte, als ich wieder an das Bild dachte, dass mir vor kurzem in den Kopf geschossen war. Wir mussten uns sehr nahe gewesen sein. Ich sah ihn an, doch er hatte seinen Blick abgewandt, sagte, er wolle nach meiner Verletzung sehen. Ich beobachtete ihn, als er in seiner Tasche kramte. Er sah so hübsch aus. Ja, ich hatte ihn geliebt und meine Gefühle für ihn hatten sich auch nicht geändert. "Hai", sagte ich leise.

Ich holte einen neuen Verband, das Desinfektionsspray und ein Schmerzmittel aus der Tasche. ‚Nur nicht schwach werden!’ hämmerte es in meinem Kopf. ‚Beherrsch dich! Lass dir nichts anmerken, du würdest ihn nur wieder …!’ Mitten in meine Gedanken hinein hörte ich ein leise hingehauchtes „Hai“. Etwas in seinem Tonfall ließ mich stutzen. Ich drehte mich langsam zu ihm um. Er sah mir direkt in die Augen. Im Schein der Taschenlampe sah ich, dass er leicht lächelte. „Heero…“ flüsterte ich.

Er drehte sich um und wir sahen uns an. Er flüsterte meinen Namen und ich spürte, wie ein Schauder durch meinen Körper ging. Seine Augen waren so.....sanft. Ich konnte seinem Blick einfach nicht ausweichen, aber das wollte ich auch nicht. Ich wollte weiter in diese wunderschönen Augen sehn. "Quatre", flüsterte ich zurück und beugte mich vor.

Er beugte sich zu mir. Ich ließ die Sachen die ich in der Hand hatte, einfach fallen und krabbelte neben ihn. Dabei konnte ich den Blick nicht von seinen Augen wenden. Kein Zweifel, er sah mich wirklich liebevoll an. Keine Angst, und kein Hass waren in seinem Blick. Ich spürte, wie mein Herz wild anfing zu klopfen. Zögernd hob ich die Arme und legte sie leicht um ihn. „Heero, ich..“ ich brachte es nicht über die Lippen. Zuviel war inzwischen passiert. Außerdem hatten wir es uns auch vorher noch nie gesagt, weil irgendwie immer jemand reingeplatzt war. Mein Herzschlag steigerte sich ins Unermessliche. Ich lehnte den Kopf an seine Schulter und schloss die Augen.

Er legte den Kopf an meine Schulter und ich seufzte leise. Ich wusste nicht, ob ich mich bewegen sollte, er würde vielleicht wieder denken es wäre mir unangenehm, also blieb ich einfach ruhig sitzen. Ich hob meinen Arm und legte diesen um ihn. Mit der anderen Hand streichelte ich nun über seinen Kopf. Sein Haar war so unglaublich weich. Ich glaubte nicht, dass meines sich genauso schön anfühlte. "Quatre, ich.... ich hab dich noch immer lieb", sagte ich ihm schließlich leise. Ich glaubte selbst kaum, was ich da eben gesagt hatte, vor allem, dass ich mich getraut hatte, es zu sagen.

Als Heero seinen Arm um mich legte, hatte ich das Gefühl, gleich abzuheben. Er stieß mich nicht weg! Plötzlich fühlte ich, wie er mein Haar streichelte. Ich schmiegte mich an ihn und seufzte. War das schön! Und dann, ohne Vorwarnung, sagte er es. ‚ich hab dich noch immer lieb…’ ich konnte es nicht glauben. Ruckartig hob ich meinen Kopf und sah ihn an. „Wirklich?“ meine Stimme gehorchte mir nicht richtig und ich hielt den Atem an. Er sah mich an und nickte. Ich stieß die Luft heftig aus und senkte den Kopf. „Nach… nach all dem…?“ Er antwortete mir nicht und zog mich näher zu sich, bis mein Gesicht dicht vor seinem war. Er hob mein Kinn an. Dann berührten seine Lippen ganz zart meine.

Er war so niedlich, ich musste es einfach tun. Ich schloss die Augen und legte meine Lippen auf seine. Quatres Lippen waren so weich, mir wurde fast schwindelig. Meine Hand wanderte zu seinem Hinterkopf und ich vergrub sie in seinen Haaren, zog ihn näher. Es war unglaublich, ihn zu küssen.

Ich spürte seine Finger in meinen Haaren, er zog mich fester an sich und intensivierte so unseren Kuss. Ich war entzückt und erschrocken zugleich. Dann, nach einer Schrecksekunde, schlang ich fest meine Arme um ihn und erwiderte seinen Kuss. Wie von selbst öffneten sich meine Lippen etwas, und ich wartete auf das, was er nun tun würde…

Er schlang seine Arme um mich und küsste mich zurück. Er öffnete den Mund und ich erkundete seine Mundhöhle schließlich mit meiner Zunge. Es war so warm und weich in seinem Mund. Ich glaubte zu schweben und ich keuchte leise. Meine Hand kraulte inzwischen seinen Hinterkopf. "Mhm..."

Als ich seine Zunge an meiner fühlte, glaubte ich zu träumen. Seine Fingerspitzen kraulten sanft meinen Nacken und ein wohliger Seufzer entfloh mir. Ich hätte nie gedacht, dass so etwas jemals geschehen würde – nach allem, was ich getan hatte. Doch es schien ihm sehr zu gefallen, denn er keuchte leise und sein Kuss wurde noch etwas intensiver. Als wir uns schließlich voneinander lösten, waren wir beide außer Atem. Ich sah ihm tief in die Augen und sagte leise „Ich liebe dich, Heero.“

Ich bekam fast eine Gänsehaut, als er mir in die Augen sah. Seine Augen waren so blau, ich glaubte fast, mich darin sehen zu können. Ich keuchte noch immer leise. "Ich dich auch, Quatre", flüsterte ich und umarmte ihn.

Ich schloss meine Augen und holte erstmal tief Luft. Das war mehr, als ich im Moment begreifen konnte. „Das… fasse ich einfach nicht. Du – liebst mich wirklich… trotz – dieser Sache…“ meine Stimme versagte. Ich legte wieder den Kopf an seine Schulter und drückte ihn fest an mich. Doch das hätte ich lieber lassen sollen, denn ein leiser Schmerzensschrei war die Folge. Erschrocken ließ ich ihn wieder los. „Deine Schulter! Ich bin so ein Idiot…“ hastig suchte ich das Verbandzeug wieder zusammen.

Ich sah, wie er wieder in seiner Tasche kramte. "Ja, ich liebe dich und daran wird sich auch nie etwas ändern.", sagte ich. "Es ist nun mal passiert und es war nicht deine Schuld. Dr. J hat dich mit diesem Zeug vollgestopft, du wusstest nicht was du tust", fügte ich leise hinzu.
Er hielt einen Moment in seinem Tun inne.

Ich wusste nicht, was ich darauf antworten sollte. Ich machte mir Vorwürfe, dass ich es hatte so weit kommen lassen. Warum hatte ich zu dem Zeitpunkt auch vergessen, wie ich zu Heero stand? Aber vielleicht war es gerade deshalb so weit gekommen, weil ich ihn liebte, ihn begehrte… das Unterbewusstsein hatte mich gelenkt, das musste es sein. „Danke dass du mir Mut machst – Koi.. “ sagte ich schließlich. Ich drehte mich zu ihm um und wollte seinen Arm verbinden, als er meine Hand nahm und mich ernst ansah.

Ich konnte nicht ändern, dass mich das langsam nervte. Er machte sich noch immer Vorwürfe. Wie lange wollte er sich denn noch damit quälen? Ich verspürte den Drang, ihn jetzt zu schütteln oder ihm eine leichte Ohrfeige zu geben, doch ich konnte es nicht. Ich nahm etwas gereizt seine Hand und schaute ihm in die Augen. "Quatre. Ich will dir damit sagen, dass du dich nicht weiter damit quälen sollst. Es hat keinen Sinn. So machst du dich nur kaputt. Bitte hör auf damit!!" Ich sah ihn flehend an. Dann senkte ich den Blick und starrte auf seine Hand, die ich festhielt. "Ich will es nicht mehr hören.", sagte ich leise.

Seine Worte trafen mich. Ich entzog ihm meine Hand und wechselte schweigend den Verband. Aber so war er halt, daran erinnerte ich mich jetzt auch. Nahm kein Blatt vor den Mund. Sagte immer was er dachte. Knallhart. Und wenn er sagte, er wollte nichts mehr davon hören, dann meinte er es auch. Und wenn ich ehrlich war, warum hatte ich denn wieder davon angefangen? Doch nur, weil ich von ihm hören wollte, dass er mir nicht mehr böse war, und ich mir keine Gedanken mehr machen sollte. Naja, in gewisser Weise hatte er das ja auch gesagt. Nur eben auf seine Art. Der Verband war fertig. Jetzt atmete ich einmal tief durch und sah ihn an. „Ok. Du hast meine Entschuldigung angenommen. Lassen wir das Vergangene also ruhen.“ Er erwiderte meinen Blick und plötzlich grinste er breit. Ich sah ihn verständnislos an und wurde etwas ärgerlich. Was hatte er denn zu grinsen? „Das hatte ich mir schwieriger vorgestellt!“ gluckste er. „Ich dachte, ich muss jetzt stundenlang bei einer Tasse Tee mit dir diskutieren!“ „Oh, Duu!“ ich stürzte mich auf ihn und umschlang ihn. Dann küsste ich ihn wieder. „Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Ich liebe dich… du unsensibler Kerl!“

Ich musste lachen. Ich lehnte mich gegen ihn und ließ meinen Kopf an seiner Schulter ruhen, seufzte leise. "Mein kleiner Blondie", murmelte ich und kicherte.

„Wie nennst du mich?“ Ich zog seinen Kopf zu mir und näherte mich seinem Mund mit meinem. Dann biss ich ihn ganz leicht in die Unterlippe. Er riss die Augen auf und umschlang mich mit seinem gesunden Arm. Wieder spürte ich seine Zunge in meinem Mund, dieses Mal stürmisch, fordernd… ich erwiderte seinen Kuss genauso ungestüm, das ging solange, bis wir keine Luft mehr bekamen. Keuchend ließen wir voneinander ab. Ich sagte heftig atmend „Und – was wird das jetzt?“ Ich hoffte, er wollte nicht das, was ich dachte, das er es wollte. Ich war voller Angst, dass er, sollte ich mich ihm wieder nähern, Panik bekommen würde. Das hätte ich nicht ertragen…

Ich grinste. "Hn. Was glaubst du denn was es wird?" Ich lachte. Ich glaube es war das erste Mal seit langem, dass ich wieder so frei war, dass ich tun konnte, was ich wollte. Dass ich lachen konnte. Ich lehnte mich zurück, bis ich schließlich auf dem Boden lag und schaute ihn herausfordernd an.

Ich schloss die Augen und schluckte. Im Geiste sah ich sein Gesicht vor mir. Sein Blick war ausgesprochen aufreizend gewesen. Sollte ich? Ich schluckte noch einmal, dann ließ ich mich neben ihm nieder. Ich berührte sacht seine Wange, sah ihm in die Augen und sagte mit spröder Stimme: „Falls das ein Spiel ist, spielst du mit dem Feuer…“ dann beugte ich mich über ihn und küsste ihn leidenschaftlich. Ich fühlte, wie er mich umschlang und meinen Kuss ebenso leidenschaftlich erwiderte. Das ließ meine Vorbehalte verschwinden. Langsam öffnete ich seine Jacke und krabbelte mit meiner Hand unter sein Shirt. Dort hielt ich erschrocken inne, denn sein Herz raste wie verrückt.

Ich beendete den Kuss und sah ihm in die Augen. "Ich spiele gerne mit dem Feuer.", sagte ich grinsend. Doch dann hielt ich den Atem an, als er meine Jacke öffnete und mein Herz fing an wie wild zu schlagen, als er mit seiner Hand unter mein Shirt fuhr und meine Haut streichelte. Doch dann stoppte er plötzlich. "Was ist?“ fragte ich.

Dieser Blick würde einen Stein schmelzen. Und sein Spruch war ziemlich frech gewesen. Ich strich also mit meiner Hand noch etwas höher, bis ich eine seiner Brustwarzen spürte. Ich massierte sie zart, während ich ihm ins Ohr flüsterte: „Was ist? Du machst mich total scharf, das ist!“ Ich knabberte an seinem Ohrläppchen und streichelte weiter seine Brust. „Aber – sag jederzeit Stopp, klar?“ hauchte ich ihm zu, bevor ich ihn wieder küsste.

Ich keuchte auf, als ich seine Hand an meiner Brustwarze spürte und ich legte den Kopf zurück und kniff die Augen zusammen, als er sie vorsichtig massierte. `Du machst mich total scharf` ` Dieser Satz jagte einen Schauder durch meinen Körper und ich erzitterte. Er knabberte an meinem Ohrläppchen und ich lachte leise, denn das kitzelte, aber es war wundervoll. Ich hob meinen Oberkörper seiner Hand auf meiner Brustwarze etwas entgegen. "Hai", keuchte ich. Gott, er machte mich wahnsinnig und dabei hatten wir gerade erst begonnen.

‚Hai..’ die Art, wie er es atemlos hervorstieß und sich an meine Hand schmiegte, ließ mich alle Zweifel über Bord werfen. Entschlossen schob ich mit beiden Händen sein Shirt hoch und bedeckte seine Brust mit zarten kleinen Küsschen. Ich ließ meine Zunge umherwandern und genoss das Gefühl, seine samtige Haut unter meinen Lippen zu haben. Er stöhnte leise und strich über meine Haare. Ich war glücklich. Auch erregt, ja, aber ich war nicht unbedingt darauf aus, jetzt mit ihm zu schlafen, vielmehr war ich froh, dass er meine Zärtlichkeiten genießen konnte. Ich würde alles tun, um auch ihn glücklich zu machen.

Er küsste meine Brust und verwöhnte sie anschließend mit seiner Zunge. Es war unbeschreiblich. Seine Zunge hinterließ eine nasse Spur auf meiner Haut, die wie Feuer brannte. Ich vergrub meine Finger in seinen Haaren, um ihm zu sagen, dass er nicht aufhören soll, denn ich brachte nicht mehr heraus als zu keuchen. Ich öffnete meine Augen halb und sah ihn an. "Quatre", keuchte ich. "Ai Shiteru"

Er wühlte in meinem Haar und zeigte mir mit jeder Bewegung, mit jedem Laut, den er von sich gab, wie sehr es ihm gefiel. Schließlich sah er mich aus verschleierten Augen an. ‚Ai shiteru’ diese Worte waren wie Musik in meinen Ohren. Ich wäre in diesem Moment auch für ihn gestorben! Ich rutschte etwas höher und küsste nun seinen Hals abwärts, bis ich an seiner Schulter angekommen war. Dann biss ich ganz leicht zu. Er legte den Kopf zurück und stöhnte unterdrückt. Ich grub meine Zähne etwas tiefer in die Haut, und nun stöhnte er ziemlich laut. „Quatre, was ..“ Langsam, ganz langsam, glitt meine Hand zum Knopf seiner Hose. Ich legte die Hand dort ab, während ich seinen Hals wieder aufwärts küsste, über seine Wange, bis ich an seinen Lippen angelangt war… und wartete

Ich spürte, wie seine Hand meinen Hosenknopf berührte und ich schluckte. `Nein`, dachte ich. `Denk jetzt nicht an das, was passiert ist. Er liebt dich doch, er würde dir nicht wieder weh tun.´ Ich wurde jedoch von seinen wunderbaren Lippen abgelenkt, die meinen Hals aufwärts küssten und ich keuchte wieder. Als ich die Augen wieder öffnete sah ich, dass er mich unsicher anschaute. Ich lächelte. "Mach ruhig weiter, es ist in Ordung", flüsterte ich.

„Heero, ich…“ er unterbrach mich. „Ich sagte, es ist in Ordnung.“ Ich schwieg beschämt. Fing ich schon wieder damit an!  ‚Er will dich’ dachte ich nur noch und meine Finger öffneten den Hosenknopf völlig ohne mein Zutun. Meine Hand hatte sich einfach selbständig gemacht.. Dann zog ich den Reißverschluss auf, so langsam, dass ich Zahn für Zahn aufgehen spürte. Als er etwa in der Mitte angelangt war, schob Heero einfach meine Hand beiseite und zog den Zipper mit einem Ruck nach unten. „Gott, bist du umständlich!“ murmelte er, schob sich selber die Hose herunter und strampelte sie weg. Ich starrte ihn völlig fassungslos an. „Heero!“

Wieso starrte er mich so an? Wenn er das nicht schaffte, musste ich eben ein bisschen nachhelfen. Ich lächelte und zog ihn näher an mich. Ich wollte nicht wissen, wie lange er immer brauchte, um sich umzuziehen. "Komm her, Koi", hauchte ich.

Ich ließ mich in seine Umarmung sinken und fühlte, wie mein Herz heftig zu schlagen begann, noch heftiger, als vorher schon. Deutlicher konnte er mir ja nun nicht mehr zeigen, was er wollte. Ich sah ihm in die Augen. „Du machst mich wirklich verrückt!“ murmelte ich. Dann strich meine Hand seinen Bauch hinunter, bis zum Bund seiner Boxershort. Dieses Mal wartete ich nicht erst lange, sondern schob sie unter dem Gummizug hindurch, immer weiter, bis ich sein erregtes Glied spürte. Ich schloss meine Hand darum und drückte leicht zu. „So besser?“ flüsterte ich in Heeros Ohr und fing an, meine Hand zu bewegen.

"Aaaaah" Ich schrie auf, als ich seine Hand um mein steifes Glied spürte. Ich presste die Augen fest zusammen und legte den Kopf zurück. Dann fing er an, seine Hand zu bewegen und ich keuchte laut. Kami, wie konnte er mir das antun. Das war Wahnsinn. Er machte mich schwach. Ich spürte, wie sich eine leichte Spannung in meinem Unterleib aufbaute. "Quatre", keuchte ich. "Mehr...."

Mehr? Aber gerne… Ich griff fest zu und streifte langsam auf und ab. Er stöhnte und zog meinen Kopf zu sich herunter. Während meine Zunge tief in seinem Mund versank, steigerte ich die Intensität meiner Bewegungen und fasste noch etwas fester zu. Ich fühlte deutlich, dass es nicht mehr lange dauern würde. Ich sah in sein aufgewühltes Gesicht. Seine Extase ging auf mich über und ich stöhnte in seinen Mund. Es machte mich total an, ihn so erregt zu sehen, und zu wissen, dass er es genoss, es mit mir genoss. Er spannte sich unter mir an und ich wurde noch schneller. Er riss den Kopf zurück und schrie auf, als er in meiner Hand kam. Dann lag er keuchend mit geschlossenen Augen da und ich streichelte ihn, bis sein Atem ruhiger wurde. „Ich liebe dich, Heero!“ seufzte ich und küsste ihn auf die Stirn.

Kami, das war unglaublich. Noch immer tanzten Sterne vor meinen Augen und ich zitterte, lag keuchend und mit geschlossenen Augen da. Ich hörte, wie er "Ich liebe dich" sagte und dann spürte ich, wie er mir einen Kuss auf die Stirn gab. Ich schluckte schwer und leckte mir über die Lippen, die vom vielen Keuchen und Stöhnen schon ganz trocken waren. Nach einiger Zeit schlug ich die Augen wieder auf und sah Quatre an, der sich über mich gebeugt hatte und lächelte. "Arigatou", sagte ich leise und lächelte ebenfalls.

„Oh bitte, gern geschehen.“ Ein kleines bisschen Sarkasmus konnte ich mir nicht verkneifen. Heeros nüchterne Art konnte einem ganz schön zu schaffen machen. Besonders, wenn man so von ihm auf Hochtouren gebracht worden war. Doch er hatte den Seitenhieb verstanden und zog meinen Kopf zu sich hinab. Bevor er mir einen atemberaubenden Kuss gab, hörte ich ein leises „Baka“ an mein Ohr dringen. Dann spürte ich, wie Heeros Hand sich an meinen Hosenbund vorwagte.

Ich küsste ihn noch immer, während meine Hand den Knopf seiner Hose erreichte und diesen öffnete. Dann zog ich betont langsam den Reißverschluss runter und ich spürte, wie er ungeduldig wurde. Ich grinste in den Kuss hinein und zog die Hose von seinen Hüften, um dann auch die Boxershorts runterzuziehen. `Mal sehen, wie es sich für dich anfühlt.` Ich umfasste mit meiner Hand seine Erregung und er stöhnte in den Kuss hinein. Ich drückte fester zu und begann, meine Hand langsam auf und ab zu bewegen. Er löste sich aus dem Kuss und presste die Augen zusammen, schrie leise auf. Sein Anblick war einfach atemberaubend und ich spürte, wie mein eigenes Verlangen wieder wuchs.

Ich spürte wie er grinste, als er quälend langsam meinen Reißverschluss aufzog. ‚Er rächt sich’ konnte ich noch denken, als ich fühlte, wie er meine Hosen runterzog. Ich hielt den Atem an. Dann war seine Hand an meinem Glied und ich dachte gar nichts mehr. Ich konnte nur noch stöhnen, und als er nun auch noch seine Hand auf und abgleiten ließ, konnte ich nicht anders und schrie auf. Das war unglaublich… die Lust schoss in Wellen durch meinen Körper, und nur noch ein Gedanke beherrschte mich: „Oh Gott, ich will dich…“ erschrocken zuckte ich zusammen. Ich hatte es in meiner Erregung laut ausgesprochen. Was würde er nun sagen? Oder tun… Ich schloss die Augen und drehte den Kopf weg. ‚Bitte... stoß mich nicht weg’ dachte ich nur.

`Ich will dich` Ich erzitterte bei diesem Satz. Kami, wie konnte er nur so direkt sein? Gut, das hatte er wahrscheinlich von mir. Ich lächelte. Er machte mich verrückt. Ich sah, wie er die Augen schloss und den Kopf weg drehte. Ich ließ von seiner Erregung ab und zog ihn auf mich. Er ließ es geschehen, hatte aber die Augen noch immer geschlossen. Was hatte er? Bereute er, dass er das gesagt hatte? Ich hob meine Hand und strich über seine weiche Wange. "Quatre...ich will dich auch", flüsterte ich. "Du kannst mich haben."

Ich konnte ihn haben… die Gefühle, die diese paar Worte in mir auslösten, sind nicht zu beschreiben. Ich fing seine Hand ein, die über meine Wange strich, und presste sie an meine Lippen. „Heero… das…“ ich verstummte. Es gab nichts mehr zu sagen. Ich ließ mich etwas abwärts rutschen und legte mich zwischen seine Beine. Ich konnte fühlen, dass er wieder erregt war. Das machte mich total an und ich drängte mich an ihn. „Wenn du irgendwas nicht willst, sag es!“ keuchte ich und übte einen leichten Druck auf ihn aus. Er nickte und zog mein Gesicht herab. Wir küssten uns und ich hielt erstmal still. Ich streichelte ihn überall und vertiefte unseren Kuss noch mehr.

Ich legte meine Arme um ihn und drückte ihn fester an mich. Er roch so gut und er schmeckte wunderbar. Meine Zunge spielte mit seiner und ich erforschte seine Mundhöhle. Dann unterbrach ich den Kuss. "Ich will alles was du auch willst", keuchte ich. "Ich liebe dich." Ich schlang meine Beine um seinen Hintern und drückte ihn näher an mich.

Ich wollte… was wollte ich eigentlich. „Ich will dir vor allem nicht wehtun…“ flüsterte ich und begann, ganz langsam und sanft, in ihn einzudringen. Er verkrallte sich in meinen Schultern und warf den Kopf zurück. „Ist es schlimm? Soll ich wieder raus?“ fragte ich ihn.

Als er in mich eindrang spürte ich ein schmerzhaftes Ziehen und ich warf den Kopf zurück, krallte mich an seinen Schultern fest. Ich schluckte schwer, denn der Schmerz erinnerte mich wieder an......Kami, wie konnte ich jetzt nur daran denken? Das war vorbei. Ich durfte ihn nicht verunsichern und versuchte mich zu entspannen, keuchte leise. "Iie. Bloß nicht aufhören", hauchte ich. Es würde bestimmt gleich besser werden.

Ich war so unsicher. Ich konnte sehen, hören, fühlen dass es ihm wehtat. Ich wollte am liebsten alles abbrechen, ihn in Ruhe lassen, weglaufen. Bestimmt dachte er an… „.. nicht aufhören“ drang es fast unhörbar an mein Ohr. Ich senkte den Kopf auf seinen Hals und küsste ihn auf die empfindliche Haut. Ich hielt weiter ganz still. Als ich begann, an seinem Hals zu saugen, seufzte er und ich spürte, wie er sich entspannte. Ich biss ganz leicht zu und verstärkte mein Streicheln. Doch ich drang keinen Millimeter weiter in ihn ein.

Ich spürte, wie er an meinem Hals saugte und legte den Kopf zur Seite, seufzte. Dieses Gefühl seiner weichen Lippen auf meiner empfindlichen Haut. Das war so gut. Ich keuchte auf, als er leicht zubiss. Der Schmerz ließ langsam nach und ich atmete erleichtert auf. Ich wollte, dass er sich bewegte, doch Quatre hielt still, rührte sich kein bisschen. Ich konnte seine Angst spüren, er wollte mir nicht weh tun. Ja, er dachte auch wieder daran...es musste so sein. Ich musste irgendetwas sagen. "Es tut nicht mehr so weh", sagte ich leise. "Komm schon Koi, beweg dich!!", forderte ich ihn auf.

Er war unglaublich. Auch hier kam wieder seine sachliche Ader durch. Trotzdem jagten seine Worte wieder heiße Wellen der Lust durch mich. „Weißt du eigentlich, was du hier mit mir machst, Koi?“ ächzte ich. „Du treibst mich in aller Unschuld zum Wahnsinn! Hörst dich an, als ob du mich zum Dauerlauf antreibst…“  ich hielt es nicht länger aus und legte meinen Arm unter seine Hüfte und zog ihn hoch. Gleichzeitig drängte ich mich hart in ihn. Ich stöhnte laut auf und hörte auch sein Stöhnen…

Er zog mich an der Hüfte hoch und ich spürte, wie er sich heftig in mich presste. Laut aufstöhnend war ich den Kopf in den Nacken. Ich konnte nicht mehr denken. Wie konnte sich das nur so gut anfühlen? "Mhm...Quatre..du fühlst dich so...gut an." Ich hob mich ihm etwas entgegen und zog mit der Hand seinen Kopf zu mir runter, um ihn wieder zu küssen.

„Du ... auch…“ ich bewegte mich jetzt heftig in ihm. Er kam mir entgegen und wieder küssten wir uns heiß. Immer schneller bewegten wir uns gegeneinander, und ich massierte sein Glied im Takt unserer Bewegungen. Es war einfach zu gut… und ich wusste, dass ich gleich kommen würde. „Heero, ah, ich … kann nicht…“ 

Ich presste die Augen zusammen und keuchte laut auf, als ich seine Hand um mein Glied spürte. Kami, wenn er so weitermachte, würde ich gleich kommen und ich wollte nicht, dass es schon zu Ende war. Ich wollte das erste Mal mit ihm genießen. Ich sah ihn durch halb geöffnete Augen an. Er hatte die Augen zusammengekniffen und stöhnte. Er würde auch bald soweit sein. "Quatre", keuchte ich. "Mach..langsamer bitte. Ich ......ahh...will nicht, dass.....es zu schnell geht."

‚Langsamer?’ Gott, was verlangte er da von mir? Ich nahm alle Selbstbeherrschung, die als kümmerlicher Rest irgendwo vorhanden war, zusammen, und verharrte still in ihm. Ich legte meine Wange auf seine Brust und atmete tief ein und aus. Seine Hände fuhren in mein Haar und streichelten mich. „Das ist so gut…“ flüsterte er. Langsam begann ich wieder, mich zu bewegen, konzentrierte mich auf seine Reaktionen, um es nicht zu schnell enden zu lassen. Ein unbeschreibliches Gefühl durchströmte mich… ja, es war wirklich gut…

Er hatte seinen Kopf auf meine Brust gelegt und ich spürte, wie er langsam wieder anfing sich zu bewegen. Ich kraulte seinen Nacken und strich dann mit der Hand sanft über seinen Hinterkopf. "Mhm....." Ich hob meinen Kopf etwas und küsste seine Stirn. "Ai shiteru, Koi"

„Ich dich auch…“ mit diesen Worten begann ich, seine Brust zu küssen und mich deutlicher zu bewegen. Seine Hände packten fest, fast grob in meine Haare. Er kam mir wild entgegen. „Hnnja… mehr!“ Ich musste fast grinsen. Offenbar hatte er nun doch keine Zeit mehr… ich schob meine Arme unter seinen Rücken und zog ihn fest an mich. „Ich will es jetzt – du auch?“ keuchte ich in sein Ohr.

Kami, wieso machte er mich so wahnsinnig? Als er sich deutlicher zu bewegen begann konnte ich nicht mehr. Ich kam ihm heftig entgegen und flehte ihn nach mehr an. Er schob seine Arme unter meinen Rücken und zog mich an sich. `Ich will es jetzt` Gott, seine Direktheit brachte mich noch um, aber ich wollte es auch. Ich konnte einfach nicht mehr warten. Nicht, nachdem er mich so heiß gemacht hatte. "Hai", keuchte ich. "Gib mir alles!" Ich leckte mir über die Lippen.

Ich sah seine Zungenspitze auf seinen Lippen und überfiel ihn mit einem heißen Kuss. Ich saugte an seiner Unterlippe, zog ihn zu mir und stieß heftig in ihn. Er schloss die Augen und stöhnte abgehackt. Das brachte mich dazu, noch schneller zu werden. Ich presste ebenfalls die Lider zusammen, war nur noch fühlen… ich spürte wie er sich immer mehr anspannte und wie es mir ebenso erging. Dann bohrte er plötzlich seine Finger in meine Schultern und schrie rau auf. Ich fühlte etwas Feuchtes zwischen uns, doch bevor ich es richtig registriert hatte explodierten tausend Sterne vor meinen Augen und ich konnte nur noch Heeros Namen stöhnen, bevor ich auf ihm zusammensank.

Ich hörte, wie er meinen Namen stöhnte und keuchend auf mir zusammenbrach. Mir ging es nicht anders, auch ich musste schwer nach Luft ringen. Ich konnte noch immer die Nachwirkungen meines Orgasmus spüren. Es war unglaublich. Atemlos küsste ich sein Gesicht und meine Hände strichen über die weiche, glatte Haut seines Rückens. Dann legte ich den Kopf wieder zurück und versuchte, meinen Atem zu beruhigen. "Das war.....unbeschreiblich.", hauchte ich.

Als ich wieder sprechen konnte, was eine geraume Zeit dauerte, flüsterte ich: „Unbeschreiblich ist gar kein Ausdruck.“ Ich genoss die Streicheleinheiten auf meinem Rücken und schmiegte mich an ihn. „Du fühlst dich einfach unglaublich gut an…“ murmelte ich, während ich seinen Nacken kraulte. Eine träges Wohlbehagen breitete sich in mir aus. Ich hätte schlafen können… Doch Heero, der Meister im Idylle zerstören, flüsterte: „Langsam sollten wir daran denken, dass wir hier nicht in den Flitterwochen sind…“

Quatre seufzte. Ja, ich hatte ihn wahrscheinlich aus seinem Halbschlaf gerissen, aber wir waren nun mal auf der Flucht, ich konnte es nicht ändern. Wir durften nicht länger als nötig hier bleiben. Die Soldaten von Dr. J durften uns auf gar keinen Fall finden und ich wusste, dass sie nach uns suchen würden. Ich drückte Quatre enger an mich und ich zog die warme Decke über uns. "Ich bin so glücklich..", flüsterte ich. Okay, wenn man davon absah, dass wir verfolgt wurden, dann war ich glücklich.

Er milderte die nüchternen Worte mit einer liebevollen Umarmung ab und deckte uns beide zu. Als er mir noch ins Ohr flüsterte, wie glücklich er war, war ich auf der Stelle wieder versöhnt. Er hatte außerdem recht! Wir mussten bald weg hier. Ich gab ihm einen zärtlichen Kuss und sagte leise „Heero, du ahnst nicht, wie sehr ich dich liebe. Und ich sehe ein, dass wir langsam aufbrechen sollten. Ich wünschte nur, wir hätten mehr Zeit…“ ich grinste. „Mir fiele schon noch das eine oder andere ein…

"Ich liebe dich auch, Quatre", sagte ich und lächelte, strich über seine Haare. "Wann wollen wir denn aufbrechen?", fragte ich ihn.

„Am besten gleich.“ Widerwillig löste ich mich von ihm. Er sah verlegen auf die feuchte Stelle an meinem Bauch. „Vergiss es. Das ist eben so…“ ich griff mir ein Tuch und machte uns beide trocken. Entzückt sah ich, dass eine leichte Rosafärbung auf seinen Wangen war. Ich beugte mich zu ihm und sah ihm in die Augen. Er wich meinem Blick aus. „Du bist süß, wenn du verlegen bist!“ flüsterte ich in sein Ohr und küsste sein Ohrläppchen. Er packte mich und riss mich nach unten. Dann verpasste er mir einen Kuss, dass mir Hören und Sehen verging. „Nenn mich nie wieder süß!“ knurrte er mich an. Ich grinste ihn an während wir uns anzogen. „Du wolltest sagen: ‚Nenn mich nie wieder verlegen’, stimmts? Mr. Perfect Soldier wird nicht verlegen, habe ich recht?“

"Genau, Mr. Perfect Soldier wird nicht verlegen.", sagte ich und lächelte."Verlegenheit macht nur schwach, Quatre", sagte ich mit ernstem Blick und setzte mich auf. "Lass uns jetzt gehen!"

Da hatte ich es. Regel Nr. 1: Sprich Mr. Perfect Soldier nie auf seine Gefühle an, oder du wirst es bereuen. Resigniert stieß ich die Luft aus. „Schon gut, Heero. War nicht so gemeint.“ Ich sammelte alle Sachen zusammen und stopfte sie missmutig in die Tasche. Ich schaute mich mit Hilfe der Lampe um, ob auch nichts liegengeblieben war. Dann sah ich Heero an. „Wir können gehen!“ Damit trat ich an ihm vorbei aus der Höhle. Innerlich war ich etwas aufgewühlt. Aber ich sagte mir, so war er halt. ‚Gewöhn dich dran, oder gib es gleich auf.’ dachte ich.

Er lief aus der Höhle und ich ging ihm nach. Wir liefen weiter durch den Wald. Ich ging vor und er lief ein Stückchen weiter hinter mir. Keiner von uns beiden sagte ein Wort, wir marschierten schweigend weiter, bis Quatre plötzlich hörbar ausatmete. "Heero, wieso bist du so still?", fragte er. Ich sah mich nicht nach ihm um, sondern gab nur ein "Hn" von mir.

Verdammt! Er antwortete nicht. Was hatte ich denn schon getan? Mühsam kämpfte ich meinen aufkommenden Zorn nieder. Wir mussten uns auf die Flucht konzentrieren. Da war keine Zeit für sinnloses Gestreite. Außerdem wollte ich nicht wie eine alte Ehefrau auf ihm rumhacken. Das nun wirklich nicht! „Ok. Sagst du halt nichts.“ Wir liefen wieder stumm hintereinander her, als ich plötzlich, sehr fern, Hundegebell hörte. Ich holte die Pistole aus der Jacke. „Sie kommen.“ sagte ich nur. Auch Heero hatte die Pistole in der Hand. „Los jetzt. Beeilung!“ Wir rannten los.

Verdammt, wieso kamen die schon? Das war ja nicht zu fassen. Na ja, etwas anderes hatte ich auch von Dr.J nicht erwartet. Es war klar, dass er uns nicht einfach so entkommen lassen würde, dafür waren wir viel zu wertvoll für ihn. Wir hetzten weiter durch den Wald, kämpften uns durch die vielen Dornenbüsche und sprangen über herausragende Baumwurzeln, die aus dem Boden herauswuchsen. "Schneller", keuchte ich. "Sie dürfen uns auf keinen Fall kriegen."

Ich hastete hinter ihm her. Wie machte er das nur? Mit seiner verletzten Schulter und nach der Lungenentzündung… er war wirklich… „außergewöhnlich!“ keuchte ich. Er warf mir einen Blick über die Schulter zu, und ich hielt lieber meinen Mund und rannte weiter. Sonst würde er mir sicher wieder erklären, dass reden beim Laufen schwächte… Bockig murmelte ich „und du bist doch außergewöhnlich.“ Gleichzeitig überlegte ich fieberhaft, wo wir nun hin sollten. ‚Los Quatre, du Organisationstalent…’ Keuchend rief ich: „Heero, lass uns aus dem Wald raus gehen! Damit rechnen sie nicht…“

Aus dem Wald rausgehen? Hn. Es war egal, wo wir hinliefen, sie würden uns überallhin folgen. Sie waren schließlich Soldaten und man hatte sie auch dafür ausgebildet. Wir rannten weiter und schließlich aus dem Wald hinaus. Meine Schulter tat mittlerweile schon wieder schrecklich weh und blutete wahrscheinlich wieder. Ich sah zur Seite und bemerkte, dass Quatre etwas langsamer wurde.

Ich merkte, dass ich nicht in diesem Tempo weiterrennen konnte und wurde langsamer. „Heero“ ächzte ich „ich kann nicht so schnell…“ der Blick den er mir zuwarf verunsicherte mich zuerst, ich hielt ihn für vorwurfsvoll, dann las ich darin Schmerz. Ihm ging es auch nicht gut… Verdammt. So würden sie uns kriegen… „Was sollen wir tun? Wir brauchen ein neues Versteck.“

"Wir müssen weiterlaufen.Wenn wir anhalten, dann kriegen uns die Hunde", keuchte ich atemlos. "Halt noch etwas durch!" Ich presste vor Schmerz die Augen zusammen und überlegte fieberhaft, wo wir hin konnten. Ich blickte über die Schulter und sah, dass Quatre noch langsamer wurde. `Nein`, dachte ich. Ich griff nach seiner Hand und zog ihn mit.

Ich ließ mich von ihm weiterzerren. Wenn er nicht gewesen wäre, hätte ich mich irgendwo fallen lassen und auf die Hunde gewartet. Er konnte einen wirklich zu Höchstleistungen antreiben… ein leichtes Grinsen zog über mein Gesicht, als ich an die Höhle dachte. Er sah mich an, als ob er mich jetzt für total durchgeknallt hielte, doch ich sagte ihm nicht, was ich in diesem Moment gedacht hatte. Das würde ich irgendwann später tun, wenn wir das hier überlebten. Und ich wollte überleben. Schon, weil ich ja mit ihm noch einiges vorhatte… wieder grinste ich. Doch das verging mir schlagartig, als wir vor einer hohen Klippe zum Stehen kamen, über die sich ein Wasserfall stürzte.

`Kuso` Ich sah die Klippe hinunter und presste die Lippen zusammen. Dann hörte ich wieder das Gebell der Hunde. Ich sah zu Quatre. "Wir haben keine andere Wahl, wir müssen springen!!" Es war der einzige Ausweg, sonst würden sie uns auf jeden Fall kriegen. Ich konnte Quatre schlucken hören und er sah mich bedrückt an.

Das war ja klar! Wir springen jetzt einen Wasserfall runter… Ich schaute über die Kante. Das waren 10, vielleicht 12 Meter. Ich sah Heero verzweifelt an. „Ich kann das nicht.“ Er schaute über die Schulter zurück. Das Gebell war lauter geworden. „Wir müssen springen, bevor sie uns sehen…“ „ICH KANN NICHT!“ schrie ich ihn an. Er kam nahe zu mir und zog mich an sich. „Ich liebe dich, Quatre, und wir werden das hier überleben! Und… doch, du kannst!“ Damit stieß er mich über den Rand. Ich schrie laut auf. Im Fallen schaute ich nach oben und sah, wie er ebenfalls sprang. Als nächstes schlug das kalte Wasser über mir zusammen…

Teil 5                                                                                                                             back