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Dies ist mein erstes Original
Pairing: Alec x Rick Warnings für diesen Teil: Sad, Yaoi, Lime haruka@kirei-na-yume.de wie immer sind Kommis sehr willkommen
After darkness there will be light - Kapitel 2 – Ein Date der anderen Art Zu Hause angekommen wollte Alec sofort ins Bett. Sein Vater schnarchte immer noch auf dem Sofa. Alec stellte den Fernseher ab und schaute dann noch mal in Timmies Zimmer. Auch er schlief bereits fest. Kein Wunder, es war fast drei Uhr. Er warf sich auf sein Bett und starrte in die Dunkelheit. Rick… er war so unbekümmert, obwohl er auch Halbwaise war und offensichtlich auch nicht viel von seinem Vater hielt… Alec berichtigte sich. Rick schien seinen Vater zu hassen. Er hingegen hatte Mitleid mit seinem Vater. Harold Williams hatte den Tod seiner Frau nicht verwinden können, er war daran zerbrochen. Es war nicht seine Schuld… und er hatte seinen Söhnen selbst im schlimmsten Vollrausch nie etwas getan. Sie nicht einmal angebrüllt. Er wurde nur immer gleichgültiger. Die schwere Krankheit von Timmy hatte ihm dann den Rest gegeben. Er hatte sich schlicht und einfach aufgegeben… Alec drehte sich seufzend auf die Seite und schloss die Augen. Sofort sah er wieder Rick vor sich. Er seufzte noch einmal. „Lass das träumen, er ist kein Schwuler.“ murmelte er vor sich hin Als er einschlief, dachte er immer noch darüber nach, warum Rick ihn überhaupt angesprochen hatte… Dieser saß immer noch auf seinem Sofa und hörte zum dritten Mal die Spiderman-CD. Er hielt ein Glas Whiskey in der Hand und fluchte leise vor sich hin. „Verdammt. Verdammter Mist!“ Er nahm einen Schluck. „Warum? Warum? Warum hat er eine Freundin! Verdammt!“ Er war verknallt in diesen Kerl! Irgendwie war er sicher gewesen, dass auch Alec ihn irgendwie anziehend fand. Warum war er sonst in den Coffeeshop mitgegangen? Als er bis 22 Uhr nicht gekommen war, hatte er enttäuscht gedacht, dass es ihm dann wohl nicht so wichtig gewesen sein konnte. Und als er dann doch erschienen war, hatte er wieder geglaubt, dass er seinetwegen hergekommen war, aus – Interesse… resigniert trank er das Glas leer und stellte den CD-Player ab. Er würde schlafen gehen. „Vergiss es!“ ‚Ich hätte gern einen Freund’ er lachte über sich selbst, als er an seine Äußerung von vorhin dachte. Sicher, Freund! Nur dass Alec darunter wahrscheinlich etwas ganz anderes verstand als er!
25.12.01 Der nächste Tag verging für Alec wie ein böser Traum. Sein Vater trank ununterbrochen von morgens bis abends, er hatte kein Weihnachtsgeschenk für Timmy, und der Braten brannte ihm an. Dazu ging ihm den ganzen Tag Rick im Kopf herum. Nachdem er vor dem Schlafengehen drei Partien Schach gegen seinen Bruder verloren hatte, fiel er völlig erledigt in sein Bett. „Hoffentlich wird morgen ein besserer Tag!“ dachte er, bevor er einschlief. Was er damit meinte, war ihm allerdings nicht ganz klar. Rick hatte den Weihnachtsabend bei seiner Tante verbracht. Sie hatte gebacken und gekocht und ihn fürstlich bewirtet. Ihr Geschenk an ihn war ein Designer-Lederjacke. „Emilia! Warum gibst du so viel Geld aus?“ hatte er gestöhnt und sie heftig gedrückt. Dann hatte er ihr sein Geschenk überreicht, einen echt silbernen Bilderrahmen. „Oh danke, mein Lieber, den nehme ich für Silvana’s Bild.“ sagte sie gerührt. Er lächelte sie an. „Dafür hatte ich ihn auch gedacht, Tante Millie.“ Sie umarmte ihn. „Betest du mit mir?“ Er schnitt innerlich eine Grimasse, tat ihr aber den Gefallen. Sie traten vor Emilias Madonnenfigur, und er faltete die Hände und schloss die Augen, während sie das Gebet sprach. Dann seufzte sie und drehte sich um. Er öffnete seine Augen wieder. „Enrico, caro, was ist mit dir? Du siehst traurig aus!“ Sie sah ihren Neffen forschend an. „Nichts, Tante Millie, alles im grünen Bereich. Nur die übliche Weihnachtsdepression!“ grinste er sie an. „Mir machts du nichts vor, ’rico! Du hast was! Hast du Liebeskummer?“ Er zuckte die Schultern. „Wie mans nimmt…“ „Erzähl! Erzähl mir alles!“ forderte sie. „Naja, er ist ein…“ „ER? Enrico! Was sagst du da?“ „Komm schon, Tante Millie, tu nicht so, als ob das was Schlimmes für dich wäre! Ja, ich bin schwul, na und?“ Rick sah sie herausfordernd an. „Ein guter katholischer Junge…“ „Ich bin nicht gut, und nur bedingt katholisch! Und wenn dir das nicht passt, kann ich auch gehen!“ blitzte er sie an. Da schritt sie schnell auf ihn zu und schloss ihn in ihre Arme. „’Rico, Junge, ich liebe dich und es ist mir egal! Ich war nur erschrocken… also deshalb hast du nie eine kleine Freundin mitgebracht!“ Sie sah ihn an. „Erzähl mir von ihm!“ bat sie. „Schwarzes, schulterlanges Haar, graugrüne Augen, sehr muskulös, ahm… genau mein Typ halt…“ sagte Rick betont lässig. „’Rico! Etwas genauer, bitte!“ „Wenn alles gut läuft, lernst du ihn morgen kennen!“ „Du bringst ihn hierher? Das…“ „Soll ich nicht?“ „Doch, caro, ich will ihn doch kennenlernen, deinen Freund!“ „Er ist nicht mein ‚Freund’ wie du es meinst! Er steht nicht auf Jungs. Er hat eine Freundin!“ sagte Rick resigniert. „Oh caro, das ist eine Katastrophe, vero?“ „Tja, vielleicht, aber nicht zu ändern!“ Er stand auf. „Ich geh nach Hause. Bin müde…“ „Trink nicht wieder soviel Whiskey, caro!“ ermahnte ihn seine Tante und gab ihm einen Klaps auf die Wange. „Nein, Tante, wo denkst du hin?“ grinste er und ging hinaus. Sie schimpfte noch etwas hinter ihm her, doch er machte, dass er wegkam. Als er draußen war, stieß Emilia einen tiefen Seufzer aus. „Enrico, das sind ja Sachen…“ sie sah dem nächsten Tag voller Spannung entgegen. Auf dem Heimweg dachte er über das Gespräch nach. Seine Tante war ein super Kumpel. Sie hatte es bemerkenswert locker aufgenommen. Er wusste selbst nicht genau, warum er es ihr ausgerechnet heute gesagt hatte. „Vielleicht, weil ich das erste Mal das Gefühl habe, den Richtigen gefunden zu haben…“ sagte er vor sich hin. „Nur das dieser ‚Richtige’ wahrscheinlich aus allen Wolken fallen würde, wenn er es wüsste.“ Zuhause angekommen hörte er wieder die Spiderman Filmmusik. „Es hat ihm gefallen…“ er saß lange auf dem Sofa und dachte an Alec. Wenn doch schon morgen wäre… ihm fielen die Augen zu.
26.12.01 Am nächsten Morgen wurde Rick vom Klingeln seines Mobiltelefons geweckt. Ein freudiger Schreck durchzuckte ihn. Alec? Doch dann schüttelte er den Kopf. Der hatte doch gar nicht seine Nummer! Schlechtgelaunt meldete er sich „Ja!“ Es war die Sekretärin seines Vaters. „Mr. Di Angelo, Ihr Vater wünscht mit Ihnen Mittag zu essen! Im Sheraton Hotel, Sie werden um 12 Uhr abgeholt!“ „Und wenn ich nicht wünsche, mit ihm zu essen?“ fragte Rick aufsässig. Er hasste diese aufgetakelte Ziege, weil er wusste, dass sie mit seinem Vater ins Bett stieg. Sie beschmutzte das Andenken seiner Mutter, fand er. Wenn sein Vater wieder geheiratet hätte, wäre das vielleicht noch o.k. gewesen, aber die ständig wechselnden Geliebten widerten Rick an und führten dazu, dass er seinen Vater noch mehr hasste. Ungerührt sagte die Sekretärin: „Ich glaube nicht, dass das klug wäre!“ dann legte sie auf. „Miststück!“ knurrte Rick. Er sah auf die Uhr. Schon zehn! Er ging unter die Dusche. Was wollte sein Vater denn von ihm? Als zwei Stunden später die Limousine seines Vaters unten hielt, stand Rick in Jeans und Lederjacke, jedoch mit einem dunkelblauen Seidenhemd, vor der Tür. Zu seiner Überraschung saß Massimo Di Angelo im Fond des Wagens. Rick stieg ein und der Chauffeur fuhr sofort los. Rick grinste. Sein Vater war immer in Eile. „Guten Tag, Vater!” “Frohe Weihnachten, mein Sohn!” Rick verzog das Gesicht. „Du weißt, was ich von Weihnachten halte, Vater!“ Massimo ging nicht darauf ein. „Warum bist du gestern nicht zum Bankett gekommen?“ „Ich war bei Tante Millie. Ich mag solche Veranstaltungen nicht.“ „Du bist mein Erbe! Du darfst bei so einem Anlass nicht fehlen!“ „Ich will dieses Erbe aber nicht! Ich will selber was erreichen!“ Wütend blitzte Rick seinen Vater an. Am liebsten hätte er gesagt „Dein schmutziges Geld will ich nicht!“ doch er hielt sich zurück. Sie waren am Sheraton angekommen. Wie erwartet, hatten sie einen Raum für sich, mit Getränkekellner und eigener Bedienung. Unter dem tat es sein Vater nicht. Er stöhnte genervt. Immer dieser Aufwand! Sie hätten auch eine Pizza essen gehen können! Der Aperitif wurde gebracht, doch Rick schüttelte den Kopf und bestellte einen Whiskey. Sein Vater hob die Brauen, sagte jedoch nichts. Rick wollte ihn provozieren… „Enrico…“ „Vater! Würdest du mich bitte Rick nennen!“ „Enrico, in drei Wochen wirst du 18 Jahre alt. Zeit, dich etwas zu orientieren, was dein weiteres Leben betrifft. Du weißt, dass ich mir wünsche, du würdest eine Advokatenlaufbahn einschlagen…“ „Ja, damit ich deine ‚Firma’ vertreten kann, bei all deinen zwielichtigen Geschäften!“ Rick war wütend. Dieses Thema hing ihm zum Hals heraus! Sein Vater nervte ihn jedes Mal, wenn sie sich sahen, aufs neue damit. „Ich will im Moment nicht studieren! Ich will selber entscheiden, was ich mit meinem Leben anfange!“ „Aber es wird Zeit! Mit achtzehn Jahren sollte man die Weichen stellen!“ „Noch bin ich nicht achtzehn, Vater!“ Die Vorspeise wurde serviert, und sie aßen schweigend. Als die Teller abgeräumt wurden, fuhr sein Vater mit dem Gespräch fort. „Ich werde dich in Harvard anmelden!“ Wütend fuhr Rick auf. „Das wirst du nicht! Wenn ich volljährig bin, lass ich mir nichts mehr von dir vorschreiben!“ „Was willst du denn werden? Drugstorebesitzer? Ja, ich weiß dass du arbeitest. Du hast das nicht nötig, Enrico! Mein monatlicher Scheck dürfte für ein angemessenes Leben ausreichend sein!“ „Ich will dieses Geld nicht haben, Vater!“ Massimo legte einen Autoschlüssel auf den Tisch. „Und diesen Mercedes CLK dann wohl auch nicht? Frohe Weihnachten, mein Sohn!“ wiederholte er. Rick riss die Augen auf. „Mercedes…“ „Zugelassen auf die Firma, er steht in der Tiefgarage. Du kannst sofort losfahren, er ist sogar vollgetankt!“ Ricks Gedanken überschlugen sich. Sollte er das Auto annehmen? Er wollte keine Geschenke von seinem Vater, aber wenn er es einfach als ‚Benutzung eines Firmenwagens’ deklarierte… vor sich selbst… „Im Handschuhfach liegt eine Tankkarte, damit kannst du an jeder Tankstelle bezahlen!“ Während der Hauptgang aufgetragen wurde, dachte Rick scharf nach. Das wurde ja immer besser! Er kämpfte noch einen Augenblick mit sich. „Danke Vater!“ sagte er dann förmlich. „Danke, dass du mir einen Firmenwagen zur Verfügung stellst!“ Sein Vater sah etwas enttäuscht aus. „Ich hatte mir das Danke etwas herzlicher vorgestellt!“ sagte er. „Es sollte ein Weihnachtsgeschenk sein!“ „Danke!“ wiederholte Rick. Er konnte seinen Vater nicht ansehen, geschweige denn umarmen. Er hasste ihn. Aber das Auto konnte noch nützlich sein, also würde er es nehmen. Einen 100000 Dollar Wagen konnte er sich jedenfalls nicht leisten… Er aß sein Steak auf und sah dann auf die Uhr. „Ich verzichte auf die Nachspeise, ich bin noch verabredet. Danke für das Essen, und für das Auto!“ Er stand auf und griff nach den Schlüsseln. Damit wollte er gehen. Doch sein Vater hielt ihn zurück. „Warte, Enrico!“ „Was!“ genervt blieb er stehen. „Davon abgesehen, dass du ruhig noch etwas länger bleiben könntest, möchte ich, dass du zu meinem Silvester-Empfang kommst. Er findet zu Hause statt.“ ‚Zuhause’ war die riesige Villa, die sein Vater in einem Vorort besaß. „Mein Zuhause ist die dreizehnte Strasse!“ murmelte Rick. Laut sagte er: „Ich werde sehen, was ich tun kann!“ „Enrico! Du wirst kommen! Das ist ein Befehl!“ sein Vater wurde nicht laut. Er wurde nie laut. Aber Rick spürte die Autorität in dessen Stimme, die gleiche, mit der er seine unzähligen ‚Angestellten’ die seine schmutzigen Geschäfte für ihn erledigten, im Griff hatte. „Also gut, Vater!“ sagte er nur. Er verließ den Speisesaal mit einem unguten Gefühl. Sein Vater sah ihm nach. „Und dann werde ich dir deine zukünftige Frau vorstellen, mein Sohn!“ murmelte er zufrieden. Er bestellte sich einen opulenten Nachtisch. Er erreichte was er wollte. Immer. Rick ging an die Rezeption und gab dem Portier den Autoschlüssel. „Es ist ein Mercedes CLK, die Farbe weiß ich nicht…“ „Selbstverständlich, Mister Di Angelo, es ist alles vorbereitet!“ Wenig später stand der dunkelblau-metallic-farbene Wagen vor dem Eingang. „Sogar meine Lieblingsfarbe!“ murmelte Rick. Er stieg ein und war begeistert. Beim losfahren spürte er die unbändige Kraft, die durch die seidenweiche Automatik nicht im Geringsten geschmälert wurde. Er fuhr auf den Highway und genoss das Gefühl, so ein edles Auto zu fahren, in vollen Zügen. Dann fuhr er nach Hause, denn er hatte noch etwas zu erledigen. Als er in die Garage seines Wohnhauses fuhr, war es bereits drei Uhr am Nachmittag. Er fuhr mit dem Fahrstuhl in seine Wohnung hoch und war ausgesprochen gut gelaunt. Wenn jetzt noch Alec bald kommen würde… Dieser beseitigte gerade die Überreste des Mittagessens, indem er in der Küche stand und abspülte. „Eine Geschirrspülmaschine, das wärs…“ murmelte er missmutig. Er seufzte. Kein Geld für solchen Luxus! Er sah auf die Uhr. Schon nach vier! Wann sollte er zu Rick gehen? Sie hatten keine Uhrzeit abgesprochen. Der Abwasch war fertig und er ging zu Timmy. Der lag in seinem Bett und schlief. Er sah schlecht aus, mit dunklen Augenringen und kalkweiß im Gesicht. Leise schloss Alec die Tür. Er hatte ein schlechtes Gewissen, jetzt zu gehen, aber er wollte unbedingt Rick sehen. Sein Vater saß mit leerem Blick vor der Glotze. Von ihm verabschiedete er sich nicht extra, er würde es sowieso nicht mitbekommen. Er griff sich seine Lederjacke und verließ die Wohnung. Auf dem Weg zur 13. Street wurden seine Schritte immer schneller. Sein Herz klopfte wild. Er freute sich so auf Rick… vor dem Haus blieb er stehen. „Bleib ruhig! Er will nur Freundschaft! Nichts weiter! Also cool bleiben, sonst verjagst du ihn nur!“ Er atmete tief durch und klingelte. Sofort ertönte Ricks Stimme im Lautsprecher. „Alec? Warte, Fahrstuhl kommt!“ und der Summer ertönte. Alec stutzte. Hatte Rick neben der Tür gestanden? Kopfschüttelnd stieg er in den Aufzug. Oben angekommen, stand die Wohnungstür halb offen. Von drinnen ertönte Ricks Stimme. „Komm rein!“ Er betrat die Wohnung und schloss die Tür hinter sich. Im Wohnzimmer herrschte geheimnisvolles Zwielicht, nur zwei Kerzen brannten. Rick saß auf dem Sofa und strahlte ihm entgegen. „Schön, dass du kommen konntest! Setz dich!“ Er sprang auf und lief in die Küche. Die Kaffeemaschine sprang an und eine Minute später kam Rick mit einem Tablett, auf dem zwei Tassen Kaffee und ein Panetone standen, wieder herein. „Hab ich gebacken!“ grinste er. „Du?“ Alec staunte. „Ja! Extra für dich, eine italienische Spezialität! Hab ich von…“ „…meiner Tante Millie gelernt!“ vervollständigte Alec lachend den Satz. Rick sah ihn schweigend an. „Was? Was ist? Warum schaust du so?“ „Du siehst schön aus, wenn du lachst. Vielleicht, weil es so selten vorkommt!“ gab Rick zurück. Dann griff er nach einem Messer. „Ich schneid ihn jetzt an! Probieren musst du ihn auf jeden Fall!“ Alec griff nach seiner Tasse und sah Rick über den Rand hinweg zu. Er hatte schöne Hände. Wie es wohl wäre, von diesen Händen… er schloss die Augen. Verdammt, alles an Rick war schön! Und er verliebte sich immer mehr in ihn! „Rick…“ Ein fragender Blick. „Ja?“ „Hast du keine Freundin?“ „Nein.“ Alec schwieg wieder. Sollte er fragen, warum nicht? Er entschied sich dagegen. Es ging ihn nichts an. Rick wartete. Als nichts nachkam, legte er ein Stück Panetone auf einen Teller und reichte ihn Alec. „Bitte sehr. Wohl bekomm’s!“ Er nahm sich auch ein Stück und setzte sich auf das andere Ende des Sofas. Er beobachtete Alecs Gesicht. Dieser kostete. „Hm. Etwas trocken…“ Rick sah ihn enttäuscht an. „Aber gut… wirklich…“ „Lügner! Er schmeckt dir nicht!“ er sah Alec finster an. Dieser wand sich. „Nun, ähm, ich…“ Rick lachte los. „Mir schmeckt er auch nicht! Und ich habe ihn nicht gebacken, sondern in der Pizzeria an der Ecke gekauft! Ich wollte dich nur aufziehen!“ Alec stellte langsam, sehr langsam, den Teller auf den Tisch. Dann stand er auf und ging auf Rick zu, ohne ihn aus den Augen zu lassen. Der stellte ebenfalls seinen Teller ab und sprang auf. „Alec, bitte, es war nur ein Scherz…“ dieser stand jetzt direkt vor ihm und packte seine Oberarme. „Warum machst du sowas! Das ist nicht witzig!“ knurrte er. Rick sah ihn bestürzt an. „Sei doch nicht so sauer, Alec, ich …“ plötzlich wurde er sich Alecs Nähe bewusst. Wo dieser ihn berührte, brannte seine Haut regelrecht. Er wollte einen Schritt zurücktreten, doch das Sofa war direkt hinter ihm und er knickte ein und zog Alec mit sich hinunter. So kam es, dass er schließlich auf dem Sofa saß, Alec über sich, der sich gerade noch an der Lehne abstützen konnte. Ihre Gesichter waren sich so nahe, dass er Alecs Atem spürte. Der hatte jetzt einen verwirrten Gesichtsausdruck. Er richtete sich hastig auf und grinste. „War nur Spaß! Ich bin nicht sauer, wollte dich nur erschrecken, Rache für die Verarsche!“ sagte er so lässig wie möglich. Damit setzte er sich wieder auf seinen Platz und ergriff seine Tasse. Sein Herz klopfte zum Zerspringen und er nahm schnell einen Schluck Kaffee. Rick sah ihn wieder einmal mit seinem seltsamen Blick an. ‚Was sind denn das für Spielchen?’ fragte er sich. Doch auch er griff nach seiner Tasse. „Du musst ihn eintunken, dann geht’s“ sagte er ruhig. „Dann schmeckt er ganz gut!“ Alec tat, wie ihm geheißen. „Hmmm, stimmt!“ Er sah Rick an. „Und diesmal sag ich die Wahrheit!“ „Das will ich auch hoffen!“ Alec senkte die Augen. „Du hast auch gelogen, als du gesagt hast, du hättest ihn gebacken….“ sagte er leise. Rick schwieg. Das stimmte. Aber irgendwie… war das was anderes. Er wusste nicht warum, aber er wünschte sich plötzlich, dass Alec ihn nie anlügen würde. ‚Vertrauen’ wisperte eine Stimme in ihm. ‚Du willst ihm vertrauen können.’ „Ich schlage vor, wir gehen zu Tante Millie!“ sagte er schließlich. „Sie möchte dich gerne kennen lernen!“ „Meinst du,…?“ „Aber ja! Sie ist toll, du wirst sehen!“ Sie machten sich zu Fuß auf den Weg. „Ist nicht weit, und ein Stück laufen ist doch o.k., oder?“ meinte Rick. „Du bist eh ein Läufer, stimmst?“ „Ja, ich habe schon zweimal am New York Marathon teilgenommen, und war gar nicht schlecht. Und du?“ „Ich hab mal Karate, Kung Fu und Taek-won-do gemacht, aber seit…“ „Verstehe schon. Aber du warst sicher gut, so wie du aussiehst…“ er stockte und errötete. „Naja, wie mans nimmt, also, na gut, ja!“ Alec lächelte. ‚Warum wird er denn rot?’ Bevor er diesen Gedanken vertiefen konnte, waren sie angekommen. Tante Millie wohnte in einem ebenfalls eleganten Appartmenthaus. Alec schluckte. Waren denn in Ricks Familie alle reich? Er fühlte sich seltsam deplaziert. Doch dieser Eindruck schwand sofort, als Tante Millie auf sie zustürzte und Rick in die Arme schloss, und danach gleich auch noch Alec. „’Rico, caro mio, kommt herein, und du musst Alec sein, willkommen!“ Sie begleitete sie in die Küche, die im toskanischen Stil eingerichtet war, einfach und gemütlich. Keine Spur von kühler Eleganz, wie das Haus hatte vermuten lassen. Alec fühlte sich auf Anhieb wohl. Kurze Zeit später stand ein Cappuccino vor ihm und die unvermeidlichen Plätzchen. Tante Millie redete unentwegt. Er betrachtete sie. Sie war klein und etwas pummelig, aber sehr hübsch. Ihre Haarfarbe, ein helles Goldblond ähnelte der von Ricks Mutter, nur dass sie blaue Augen hatte. Ihre Hände bewegten sich lebhaft, wenn sie sprach. Jetzt richtete sie ihren Blick auf Alec. „Du bist also der Freund von meinem ’Rico, ja?“ sagte sie lächelnd. „Ich, nun ja, wir kennen uns erst seit drei Tagen…“ gab dieser zurück. Rick sah angestrengt zu Boden. ‚Hoffentlich fällt sie nicht gleich mit der Tür ins Haus’ betete er innerlich. Alec wand sich unter ihrem Blick, doch sie redete gleich weiter. „Er ist ein guter Junge, du wirst sehen…“ sagte sie nur und stand auf. „Ich hol uns mal ein Glas Amaretto, ihr Lieben, bin gleich wieder da!“ damit schwebte sie ins Wohnzimmer. „Du musst entschuldigen, sie ist etwas impulsiv, aber sehr lieb, du wirst sehen…“ sagte Rick leise. Alec grinste. Rick sah ihn irritiert an. „Was ist?“ „’Du wirst sehen’… ist das ein Standardsatz bei euch?“ Zu seinem Erstaunen wurde Rick rot. „Es muss sich anhören, als ob wir uns dir gegenseitig schmackhaft machen wollten…“ murmelte dieser. „Sorry!“ Alec legte seine Hand auf Ricks Arm. „Blödsinn! Ihr seid beide wirklich lieb, und ich bin gerne hier!“ Rick lächelte, aber es war ein etwas trauriges Lächeln. ‚Hab ich was Falsches gesagt?’ dachte Alec ‚Ich wollte ihn doch aufmuntern, und nicht traurig machen!’ Er nahm seine Hand von Ricks Arm und beschloss, lieber den Mund zu halten. ‚Na toll, wir verkrampfen uns immer mehr! Was soll ich nur sagen? Mir fällt nichts ein…’ Da rief Tante Millie: „Kommt her, wir setzen uns ins Wohnzimmer!“ Erleichtert standen beide auf und folgten der Aufforderung. Im Wohnzimmer stand ein prächtiger Weihnachtsbaum mit angeschalteter Lichterkette. Auf dem Tisch stand eine Karaffe Amaretto und drei Gläser. Alec verzog das Gesicht. Rick sah es und sagte zu seiner Tante: „Äh, Alec trinkt keinen Alkohol, Tante Millie!“ Sofort sprang sie auf und fragte: „Einen Orangensaft vielleicht? Oder Soda?“ „Orangensaft, bitte!“ Er sah Rick dankbar an. Der grinste nur. „Und bring einen Aschenbecher mit, Tante!“ Sie kam wieder, in der einen Hand einen Ascher, in der anderen ein Glas Orangensaft. Sie stellte beides vor Alec hin und blinzelte ihn an. „Ein Laster braucht man, hab ich Recht?“ sagte sie und setzte sich neben ihn. In Alec wurde es ganz warm. Er lächelte zurück, es war ein warmes, offenes Lächeln. Rick sah es und es gab ihm einen Stich. Fuhr Alec jetzt etwa auf seine Tante ab? „Cheers!“ sagte er etwas zu laut und griff nach seinem Glas. Die beiden anderen taten es ihm nach, wobei Emilia Rick einen fragenden Blick zuwarf. Doch der sah auf sein Glas. Sie schmunzelte und sagte: „Enrico, caro, machst du uns etwas Musik an?“ Er stand wortlos auf und ging zur Anlage. Er griff die Brandenburgischen Konzerte von Bach heraus und legte die CD in den CD-Player. Seine Tante schloss bei den ersten Klängen genießerisch die Augen und lehnte sich zurück. Auch Alec gefiel die Musik und er lauschte aufmerksam. Es entging ihm daher, dass Ricks Gesicht verschlossen war und er ihn nicht ansah. Ein längeres Schweigen trat ein. Schließlich trank Rick sein Glas leer und sagte kurz: „Ich geh mal frische Luft schnappen…“ und war auch schon draußen. Tante Millie und Alec sahen sich verdattert an. „Was ist denn mit dem los?“ fragte Alec ratlos. Er griff sich eine Zigarette. Er musste jetzt eine rauchen. Er bot Millie auch eine an, und sie nahm dankend an. Er gab ihr Feuer, und sie ergriff seine Hand und sah ihm tief in die Augen. „Du gefällst mir, Alec…“ sagte sie und lächelte. Er zog schnell die Hand zurück. Was sollte das denn? Machte sie ihn etwa an? „Sie sind sehr nett, äh, Millie?...“ „Nenn mich ruhig so! Gefall ich dir auch?“ ihr Lächeln verstärkte sich noch. „Nein, äh, ich meine, ja, aber, nicht .. so!“ er hielt die Luft an. Was wurde das hier eigentlich? „Gut!“ Ein breites Grinsen stahl sich in ihr Gesicht, und plötzlich sah sie aus wie Rick! „Das war ein Test, caro mio!“ Ein selten dummer Ausdruck stand in Alecs Gesicht geschrieben. „Ich weiß, warum ’Rico wegläuft. Ich habe auch den Blick gesehen, den du ihm eben nachgeworfen hast, und wie du ihn die ganze Zeit vorher angeschaut hast. Und ich habe da so einen Verdacht. Deshalb das kleine Spielchen eben. Hör zu! Rick wird mich umbringen, wenn er erfährt dass ich dir das gesagt habe, aber – er mag dich sehr. Verstehst du? Sehr!“ sie starrte ihn beschwörend an. „Tu ihm nicht weh, Alec, ich will nicht, dass man meinem Rico weh tut!“ sie atmete tief den Rauch ein und stieß ihn heftig aus. „Er hat schon soviel Böses erlebt, der Kleine. Und …“ wieder sah sie Alec an und stockte. Der saß da wie vom Donner gerührt. Die Zigarette verglimmte vergessen im Ascher. Was hatte sie gerade gesagt? ‚Rick mag dich sehr!’ Ja, das hatte er auch schon gemerkt, aber wie? Auf welche Art mochte er ihn sehr? „Warum hat Rick keine Freundin?“ fragte er plötzlich. Fast musste er lachen. Es war so einfach! Und er war so vernagelt gewesen! „An deinem Gesicht sehe ich, dass du dir die Frage selbst beantwortet hast!“ lächelte Emilia. Sie drückte die Zigarette aus. „Und jetzt geh ihm nach. Das heißt…“ sie sah ihn an „wenn er dir was bedeutet. Wenn es dir ernst ist…“ „Das ist es, Tante Millie!“ Alec stand auf und nahm ihre Hand. „Danke!“ sagte er und wollte ihr die Hand küssen. Plötzlich ging die Tür auf und Rick stand im Zimmer. Er erfasste die Situation mit einem Blick, drehte sich auf dem Absatz um und stürmte hinaus. Sie hörten die Ausgangstür knallen. „Porco dio!“ murmelte Emilia. „Los, lauf ihm nach, Alec!“ Er stand da wie erstarrt. „Nun mach schon! Rico ist sehr impulsiv…“ sie gab ihm einen leichten Schubs. „Ab mit dir!“ Er eilte hinaus und die Treppen hinunter. Auf der Straße war niemand mehr zu sehen. Es war stockfinster geworden. Er rannte einfach los, in Richtung Ricks Haus. Dort angekommen, wollte er bei Rick klingeln, doch er überlegte es sich anders und klingelte bei einem anderen. Er behauptete, er liefere etwas aus. Der Summer wurde gedrückt und er lief die Treppen hoch. Keuchend stand er in der letzten Etage und hörte dröhnende Musik aus Ricks Appartement. Er war also da! Er klingelte und hämmerte gegen die Tür wie ein Verrückter. Die Musik ging aus. Die Tür wurde aufgerissen und Rick stand zornig vor ihm „Ich mach ja schon leis…“ fassungslos starrte er Alec an. „DU! Was willst du?“ Er wollte die Tür wieder zuknallen, doch Alec trat schnell dazwischen. „Rick! Hör zu!“ Dieser schüttelte den Kopf und drehte ihm den Rücken zu. Er ging Richtung Wohnzimmer. „Geh bitte.“ Alec trat vollends in den Flur und schloss die Tür. Dann lief er Rick hinterher. Der saß in Shirt und Jeans barfuß im Schneidersitz auf dem Sofa und drehte ein Whiskeyglas in den Händen hin und her. „Ich wäre jetzt gerne alleine!“ Alec setzte sich neben ihn und nahm ihm das Glas aus der Hand. „Aber warum denn? Was habe ich dir getan?“ Rick sah ihn nicht an. Was sollte er ihm antworten? ‚Ich bin eifersüchtig’? „Musstest du gleich mit meiner Tante rummachen?“ fragte er und atmete heftig aus. „Rick, ich habe nicht mit ihr rumgemacht! Ich wollte ihr nur danken!“ „Für den Orangensaft? Mit einem Handkuss?“ Rick starrte ihn düster an. „Willst du mich verarschen?“ „Nein. Was glaubst du, warum ich hier bin?“ „Keine Ahnung.“ Alec stellte das Glas auf den Tisch. „Ich bin deinetwegen hier. Deine Tante hat mir da was gesagt, das hätte ich gerne von dir bestätigt…“ Rick sah ihn groß an. „Was hat sie gesagt?“ Alec ergriff Ricks Hand. Er drehte sie um und begann, mit dem Zeigefinger in der Handfläche herumzumalen. Immer wieder das Gleiche. Dabei sah er Rick in die Augen. Diese weiteten sich leicht, als der die Form erkannte. Ein Herz… Rick schluckte. „Das… ich hab…“ „Rick... ich muss dir was sagen. Ich habe keine Freundin. Ich hatte auch noch nie eine. Ich habe mal einen Freund gehabt…“ Alec sah auf den Boden. „Entschuldige, dass ich gelogen habe. Ich dachte, wenn du erfährst, dass ich auf Jungs stehe, willst du nichts mehr mit mir zu tun haben. Und das wollte ich nicht…“ er sah Rick wieder in die Augen. Der erwiderte seinen Blick. Eine lange Zeit schwiegen sie, saßen nur Hand in Hand da. Dann räusperte sich Rick. „Und? Hast du im Moment einen bestimmten Jungen, auf den du stehst?“ fragte er leichthin. Sein Herz klopfte stürmisch, während er auf die Antwort wartete. Alec zog ihn näher zu sich. „Ja!“ sagte er leise. „Wen?“ flüsterte Rick zurück und kam seinerseits näher. „Dich!“ Ihre Gesichter waren sich sehr nahe. Grüne Augen versanken in blauen. Alec hob die Hand und strich sacht über Ricks Wange. Der schloss die Augen. Alec beugte sich das letzte kleine Stück nach vorne, und legte seine Lippen auf die von Rick. Der umfing ihn mit den Armen und zog ihn an sich. Dann legte er seine Wange an Alecs. „Ich hab mich sofort in dich verliebt, als ich dich gesehen habe.“ murmelte er Alec ins Ohr. „Sofort!“ Dieser lächelte. „Wenn ich genug Geld gehabt hätte, was hättest du dann gemacht?“ „Weiß nicht. Irgendwas wäre mir schon eingefallen!“ Rick richtete sich etwas auf. „Und du?“ „Und ich?“ „Wann hast du dich in mich verliebt?“ „Wer sagt denn, dass ich in dich verliebt bin?“ neckte Alec ihn. „Alec!“ „Ok. Ich weiß nicht. Ich denke, als ich an dem Einpackstand gewartet und dich beobachtet habe, wie du bezahlt hast…“ „Du hast mich beobachtet?“ „Klar! So ein Prachtexemplar bekommt man nicht alle Tage zu sehen!“ Rick sah ihn irritiert an. „Wie meinst du das?“ Alec fuhr mit seinen Fingern langsam Ricks Gesichtszüge nach, seine Brauen, seine Nase, seine Lippen. Dann glitt seine Hand zu Ricks Nacken und löste das Haarband, das den Zopf zusammenhielt. Eine kupfergoldene Flut breitete sich über Ricks Schultern und Rücken aus und Alec strich sanft hindurch. Wortlos zog er Rick an sich und küsste ihn, diesmal fordernd. Der öffnete seine Lippen und erwiderte den Kuss voller Leidenschaft. Alec ließ sich nach hinten sinken und zog Rick mit sich. Er strich weiter mit den Händen über Ricks seidige Haare und flüsterte: „Du bist ein Engel, Rick! Du siehst jedenfalls wie einer aus!“ Er küsste seine Wange, sein Kinn, seinen Hals und ließ seine Lippen jeden freien Millimeter Haut kosten. Rick stöhnte leise und fuhr nun seinerseits mit den Händen in Alecs schwarzen, seidigen Schopf. Er schmiegte sich eng an ihn und murmelte: „Engel? Engel gibt’s nicht!“ „Doch, dich! Du heißt ja sogar so! Di Angelo, mein Engel, my Angel…“ Alec ließ seine Hände unter Ricks Shirt gleiten und streichelte die samtene Haut seines Rückens. Der seufzte und bekam eine Gänsehaut, begann aber gleichzeitig, Alecs Hemd aufzuknöpfen. Der runzelte die Stirn. „Was wird denn das?“ fragte er, doch Rick war schon fertig und schob die beiden Hemdhälften auseinander. Er senkte seine Lippen auf Alecs Brust. „Wonach sieht es denn aus?“ schnurrte er leise und leckte leicht darüber. Alec keuchte. „Rick! Rick, aufh… mmh…“ Dieser fuhr unbeirrt fort, Alecs Brust mit der Zunge zu liebkosen. Bald konnte er die entsprechende Reaktion an seinem Unterleib fühlen, sowohl bei sich als auch bei Alec. Zufrieden lächelnd strich er mit beiden Händen an Alecs Seiten hinab und war im Begriff, sich an Alecs Reißverschluss zu wagen, als dieser seine beiden Hände ergriff und festhielt. „Stop!“ Rick hob den Kopf. Er sah in ein Paar leicht erzürnte graugrüne Augen. „Nicht so hastig!“ Rick ließ seinen Kopf wieder auf Alecs Brust sinken. „Sorry! Ich war nur so…“ „…scharf auf mich?“ vollendete Alec den Satz. Seine Stimme klang sanft. Rick nickte und schmiegte sich fester an ihn. Alec streichelte wieder seinen Rücken. „Lass uns nichts überstürzen, o.k.?“ Er zog Rick ein Stück höher und sah ihm tief in die Augen. „Es ist doch alles noch ganz neu! Ich …“ „Du bist dir nicht sicher, hab ich recht?“ Rick sah ihn traurig an. „Sicher? Ich bin mir über meine Gefühle absolut sicher!“ „Und wie sind deine Gefühle? Was fühlst du gerade?“ Rick sah ihn auffordernd an. „Was fühlst du jetzt, hier, in meinen Armen?“ „Ich fühle – Liebe! Und Verlangen, ist ja wohl klar…“ er sah Rick lächelnd an. „Ich fühle mich vor allem wohl in deiner Nähe… schon von Anfang an…“ er küsste Rick wieder, zärtlich und liebevoll. Ohne dass Alec gefragt hätte, sagte Rick: „Ich liebe dich, Alec. Mehr habe ich nicht zu sagen.“ Dann legte er seinen Kopf wieder an Alecs Brust und schwieg. Der legte seine Arme um ihn und sagte leise: „Ich liebe dich auch. Ich würde am liebsten Tag und Nacht mit dir zusammensein, seit wir in dem Cafe waren…“ „Aber du musst zu deinem Bruder zurück, hab ich recht?“ murmelte Rick. Alec seufzte. „Du hast recht, ja! Ich kann dich nur um Geduld bitten, ich werde jede freie Minute mit dir verbringen, das verspreche ich dir.“ „Sehen wir uns morgen?“ „Ich muss arbeiten.“ „Ich doch auch! Ich meinte, abends!“ „Abends muss ich auch arbeiten.“ „Dann nachts!“ Rick ließ nicht locker. Alec wurde es ungemütlich. Er musste morgen nacht diesen Koffer transportieren! „Ich werde sehen, was ich tun kann!“ Doch Rick war nicht zufrieden. „Was soll das? Du wirst doch irgendwann morgen mal Zeit haben! Oder…“ er blitzte Alec herausfordernd an, „oder du bleibst heute nacht hier!“ Alec schluckte. „Ich kann doch nicht…“ seine Gedanken überschlugen sich. Er konnte zu Hause ja sagen, er hätte länger gearbeitet. Das kam öfter vor. Rick spürte seinen Zwiespalt und begann, seinen Hals zu küssen. „Ich verspreche dir“ hauchte er „dass ich dir nicht zu nahe treten werde…“ er küsste ihn intensiver. Alec schloss die Augen. ‚Wenn er so weitermacht, werde ich ihm zu nahe treten!’ dachte er belustigt. „Das tust du bereits… Angel“ keuchte er dann. Rick hielt inne. „Ich sagte doch, Engel gibt es nicht!“ Dann fuhr er fort, Alec zu küssen. Der nahm ihn fest in dir Arme und fing seine Lippen mit seinen ein. „Und ich sage“ flüsterte er zwischen zwei intensiven Küssen „ich sage, du bist einer!“ „Gefallener Engel, meinst du wohl! Was ist nun?“ Alec zögerte nur noch kurz. Dann siegte sein Wunsch, mit Rick zusammenzusein. „Du hast gewonnen. Ich bleibe. Aber unter einer Bedingung!“ Rick seufzte. „Ich ahne es. Nur Kuscheln. Richtig?“ „Richtig!“ Rick stand auf. „Na, dann komm!“ Er zog Alec an der Hand hoch und hinter sich her in sein Schlafzimmer. Dort stand ein Bett, das maximal einen Meter breit war. Alec riss die Augen auf. „Das soll reichen? Das brauch ich alleine für mich!“ „Was hast du erwartet? Ich wohne allein! Und Damenbesuch hab ich normalerweise nicht…“ Rick band gerade seine Haare wieder zusammen und grinste ihn hinreißend frech an. „Herrenbesuch auch nicht?“ Zu seiner Überraschung wurde Rick ziemlich rot. „Was ist denn? Hab ich was Falsches gesagt?“ Er bekam keine Antwort. Langsam dämmerte es ihm. „Sag nicht, du hast, du bist…“ „Jungfrau? Nein! Wo denkst du hin?“ die Antwort klang lockerer, als Rick zumute war, das merkte Alec sofort. „Was ist es denn dann?“ Statt einer Antwort streifte sich Rick Shirt und Jeans ab und warf sich auf das Bett. Er wedelte mit der Hand. „Komm!“ Plötzlich befangen, zog sich auch Alec bis auf die Shorts aus. Er legte sich vorsichtig neben Rick. Dieser legte seinen Arm um ihn und zog ihn an sich. „Hier war noch keiner vor dir. Ich wollte…“ er verstummte und legte sein Gesicht an Alecs Schulter. Dieser hob seinen Kopf mit einem Finger an und sah ihm forschend in die Augen. „Du wolltest?“ fragte er sehr sanft. Rick versteckte sein Gesicht wieder. „Ich wollte warten, bis ich den Richtigen treffe…“ murmelte er an Alecs Schulter. Dieser umschlang ihn und drückte ihn fest an sich. „Ich werde alles tun, um dich nicht zu enttäuschen… Rick.“ Der seufzte und schmiegte sich in die Umarmung. Gleichzeitig ließ er seine Hand wieder abwärts wandern, und wieder wurde er von Alec gestoppt. Mit einem enttäuschten Murren drehte er ihm den Rücken zu. „Ok. Ok. Lass uns schlafen.“ Er löschte das Licht mit einem Händeklatschen. „Wooow! Es gibt nichts, was du nicht hast, oder? Alec war platt. „Pure Langeweile. Jetzt brauch’ ich solche Spielereien nicht mehr“ grinste Rick, drehte sich rasch um und hauchte Alec eine Kuss auf die Brust.Als kein Protest erklang, begann er, dessen Brustwarze mit seiner Zunge zu umspielen. Alec stöhnte auf. „Rick… Rick lass das sein, sonst…“ Dieser grinste und begann, daran zu saugen. „Hmmm?“ gab er von sich. Alec massierte Ricks Rücken und stöhnte wieder. „Du weißt, was sonst!“ Rick rutschte etwas hoch und küsste ihn heiß. „Da könntest du glatt Recht haben!“ murmelte er und presste seinen Unterleib an Alecs. „Aah, Rick! Du Teufel…!“ „Erst Engel, dann Teufel, was denn nun?“ flüsterte dieser und biss in Alecs Ohrläppchen. „Rick! … Rick! Bitte…“ „Aber gerne doch!“ Rick glitt mit einer Hand in Alecs Shorts. „RICK! So meinte ich das nicht… aaah!“ „Hmmm, mal sehen, vielleicht so?“ Rick begann seine Hand leicht zu bewegen. „Hnnnn, ja, – Rick…“ Alec zog ihn noch fester an sich. „Ja, Alec?“ „Ich will dich …!“ Sie versanken in einem leidenschaftlichen Kuss. Rick streifte Alec’s Shorts herunter, und ließ seine folgen. Als er Alec auf sich zog, hauchte er „Sei sanft, bitte, ich hab schon lange nicht mehr…“ Alec küsste ihn wieder heiß. „Ich werde sanft sein, my Angel…, ich werde dir keine Feder krümmen…“
to be continued… back |
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