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Fanfiction: FAKE Rating: PG Warnung: [depri] Kommentar: Die Idee zu der Geschichte liefert eigentlich ein alter Film mit Harrison Ford...vielleicht kennt den sogar jemand^-^ Prinzipiell leiden in meinen Geschichten immer meine Lieblinge, aber wer hier mehr leidet dürfte fraglich sein...... Ein spezieller Dank geht ab den Teil hier an meine liebe Freundin Youko, ohne die ich die Fic wohl gar ned weiter schreiben könnte.... Disclaimer: Gehört mal wieder nix mir, sondern Sanami Matoh und wohl noch ein paar anderen *seufz* und Geld kann ich mit meinem Geschreibsel wohl kaum machen...^.^;;
Tag vor Heiligabend Teil:1/5 "W-w-w-w-würdest d-d-du b-b-bitte au-au-austeigen......ich ha-ha-hab k-k-kalt......" Ryo wirkte mitleiderregend. Zusammengekauert sass er im Beifahrersitz. Die dicke Jacke fest um sich geschlungen und den Kragen hochgeschlagen, so daß selbst seine Nasenspitze darin verschwand. "Hmmm?" Dee beugte sich rüber zu seinem Partner und schob dann den Kragen etwas beiseite. Er kniff ein Auge zusammen, während er ein Grinsen unterdrücken musste. "Du hast wirklich kalt, ne?", meinte er mit einem Wink auf Ryo bereits blau gewordene Lippen. "Ich wüsste schon, wie wir die wieder warm bekommen." "Untersteh dich", fauchte Ryo. "Komm gar nicht erst auf falsche Gedanken...Jetzt steig endlich aus und hol mir nen heissen Kaffee. Ich.....ha...ha...haaa...tschiiii........" Dee beeilte sich aus dem Wagen zu kommen, ansonsten hätte er für dieses dämliche Grinsen garantiert eins übergebraten bekommen. Er trabte durch den Zentimeter dicken Neuschnee und schüttelte sich den frisch gefallenen von seinen Klamotten, als er ins Innere der Tankstelle trat. Okay, er verstand Ryos Missmut. Es war ein Tag vor Heiligabend, die Leute waren zwar in Hektik, aber seltsamerweise kaum zu kriminellen Handlungen in Stimmung. Dementsprechend langweilig war der Nachdienst und kalt war es obendrein wirklich. Nun ja, morgen würden sie beide frei haben. Beide.....wie das mal wieder in Dees Ohren klang. Himmlisch, göttlich, einfach unbeschreiblich...dabei wusste der New Yorker Cop noch nicht einmal, ob Ryo überhaupt Lust dazu hatte, den 24. Dezember mit ihm zu verbringen. Andererseits, entweder Dee, oder diese nervigen, kleinen Ratten aus der Gosse. Dee schauderte schon nur bei dem Gedanken an Bikky. Oh nein, diesmal nicht. Diesmal würde er die Tür sicher verschliessen, sobald er Ryo über die Schwelle geschoben hatte. Die Tür verrammeln und verriegeln und sie nicht eher öffnen, bis er...ein ziemlich eindeutiges Grinsen, daß seine heimlichsten Gedanken an die Oberfläche trug, breitete sich in seinem Gesicht aus. Das Grinsen lag noch in seinen Gesichtszügen, als er sich in dem kleinen Tankstellenshop umsah. Ah ja....er war nicht der einzige, der kurz vor Mitternacht noch etwas Warmes brauchte. Vor dem Kühler mit Fertiggerichten stand eine junge Frau und sah ziemlich hilflos aus, womit für Dee daß das Vorurteil, nur Männer können nicht kochen, wieder mal enthärtet wurde. Noch immer mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck marschierte er zu dem Tankwart, der gerade mit einem ziemlich verlumpt wirkenden Mann redete. Im Vorbei gehen schnappte sich Dee eine Tüte mit Marchmellos. Ryo liebte diese, auch wenn er es niemals zugeben würde. Mit Schwung knallte er die Tüte auf den Tresen, smilte den Tankwart an und deutete mit dem Kinn auf die Kaffeemaschine. "Zwei mal, wenn's nicht zu viele Umstände macht." Der alte Mann sah ihn beinahe entgeistert an und auch der andere Mann starrte Dee völlig überrascht an. Dee blinzelte. Verwirrt darüber, daß man ihn so seltsam ansah und sonst nicht weiter reagierte. Seine Augenbrauen verengten sich. "Och, kommt schon. Mir ist kalt und ich....." Sein Blick war in diesem Moment an dem Burschen gegenüber hinab gewandert und erstarrte. /Oh nein! Nicht auch das noch! Nicht heute! Nicht JETZT/ Am liebsten hätte er nun laut aufgestöhnt, aber das war so ziemlich das dümmste was er gerade hätte machen können. Die Ausbuchtung in der Jacke des Typen war mehr als unverkennbar und zu dem war er reichlich nervös. Was Dee allerdings erst jetzt auffiel. Der Blick huschte suchend umher und die Hand, die nicht in der Jackentasche stecke zitterte merklich. Vorsichtshalber ging Dee einen Schritt zurück, doch sofort herrschte ihn der Typ an, er solle stehen bleiben. Dee tat wie ihm geheissen wurde. Er hob seine beiden freien Handflächen nach vorne, um zu zeigen, daß keinerlei Gefahr von ihm ausging. Er hatte Mühe, daß Gefasel zu verstehen, daß der Junkie von sich gab, dennoch versuchte er irgendwie ruhig mit ihm zu reden. Inzwischen schlotterte sich Ryo weiter einen ab. Selbst die dicke Daunenjacke schien jedes Lüftchen durchzulassen und er erzitterte erneut. Sein Blick fiel grumelnd zur Tankstelle. Von hier aus konnte er Dee sehr wohl erkenne. Gab's denn so was? Während er sich hier etwas abfror, laberte der seelenruhig mit dem Verkäufer und einem...einem jungen Mann. Augenblicklich wurde Ryo wärmer. Eigentlich sogar kochend heiss. Na super, so viel bedeutete er seinem Partner also: Er verfror hier draussen und der amüsierte sich da drinnen. Leise fluchend stieg Ryo schliesslich doch noch aus dem Zivilwagen und stampfte durch den Schnee zur Tankstelle. Mit Schwung stiess er die Glastür auf und wollte schon mit einer Schimpftirade über Dee herfallen, als der Mann neben seinem Partner herum fuhr. Dee glaubte einen Moment, sein Herz würde stehen bleiben. Alles lief ab wie in Zeitlupe. Binnen Sekunden war der Junkie herumgefahren und hatte eine Waffe aus der Jacke gezogen und abgedrückte. Zwei mal...Herzschlag für Herzschlag rasten die Kugeln durch den Raum. Ryo wurde nach hinten gegen die Glastür geschleudert, die krachend nachgab. Mit einem dumpfen Aufprall landete Dees Partner auf der Strasse. Dessen Augen waren schreckgeweitete und er schien einen Moment unfähig sein zu reagieren. Konnte sich nicht rühren und den Junkie, der nun flüchtete, auch nicht aufhalten. Alles um ihn herum schien zu verschwimmen. Die Geräusche der Grossstadt drangen nur noch gedämpft zu ihm hindurch. Nur sein eigener lauter Atem und sein Herzschlag konnte er vernehmen, als er schliesslich mit wankenden Schritten nach draussen ging. Blut...über all....Blut.....Ryos Blut. Seine Hand fuhr fahrig über Ryos Brust, die sich schwach hob und senkte. Er lebte. Oh mein Gott, er lebte! Aber er war getroffen worden. Zwei mal...... Dee beugte sich tief runter. "Ryo? Ryo, kannst du mich hören?" Keine Reaktion. Nur ein stockendes Ein- und Ausatmen. Auch noch, als die Sirenen des Krankenwagens, den der Tankwart verständigt hatte. Dee wurde von den angekommenen Sanitätern ziemlich unsanft zur Seite gestossen. Während er sonst jedem an die Kehle gegangen, der das mit ihm gemacht hätte, so blieb er jetzt ruhig, beinahe beängstigend ruhig, daneben stehen. Beobachtete wie der Notarzt und seine Helfer seinen Partner versorgten. Wie sie eine Nadel in seine Armvene stachen und ihn an eine Infusion legten. Wie sie ihm eine Beatmungsmaske anlegten und ihn schliesslich auf einer Trage in den Krankenwagen schoben. Die Türen schlossen sich gerade, als zwei Polizeiwagen vorfuhren. Aus einem sprang ein junger Mann mit fliederfarbenen Haaren. Doch entgegen seines sonstigen Auftreten, daß darin bestand Dee nahe zu über den Haufen zu rennen, trat er still neben ihn. "Dee-sempai? Was ist passiert?" Aber Dee reagierte nicht im geringsten auf J.J.s Frage, sondern starrte dem davon fahrenden Krankenwagen hinterher. Erst als Berkeley Rose ihn anschubste, sah er hoch. Gleich darauf stieg die Wut in seinem Gesicht hoch. Doch ehe er überhaupt ansetzen konnte, hatte in sein Chef schon zu dem Polizeiwagen gestossen und die Tür geöffnet. "Rein da! Wir fahren hin!" Die Fahrt schien unendlich lang zu dauern. Doch noch länger schien es zu gehen, nachdem sie im Krankenhaus angekommen waren, bis sich endlich ein Arzt bei ihnen meldete. Der Mann stellte sich ihnen als Doktor Braket vor. Sein Gesicht verriet Spannung und Unwohlsein. Rose hob den Arm um Dee davon abzuhalten gleich wie ein Irrer auf den Arzt einzureden. Statt dessen stellte er selber die entscheidende Frage um den Zustand seines Detektivs. Der Arzt atmete tief durch. "Nun...zur Zeit ist er noch im OP....sein Zustand ist...kritisch, aber stabil......." "W-wie kritisch?", fragte Dee leise. "Die eine Kugel hat sein Herz nur knapp verfehlt, konnte aber ohne Probleme entfernt werden. Die zweite Kugel jedoch...ist zwar an der Schädeldecke abgeprallt, hat jedoch trotzdem erheblichen Schaden angerichtet. Teile des vorderen Stirnlappens..........." Die folgenden Worte nahm Dee gar nicht mehr richtig wahr. Zu kompliziert um sie zu verstehen. Noch einmal lies er das ganze vor seinem inneren Auge ablaufen. Was war passiert? Was hatte er falsch gemacht? Hätte er es eventuell abwenden oder verhindern können? Hätte er den Junkie gestellt, wäre er vermutlich über den Haufen geschossen worden, worauf hin Ryo ziemlich sicher auch gekommen wäre und es wieder den selben Endeffekt gehabt hätte. Wie er es auch drehte und wendete, das Ende blieb das gleiche. Als er wieder hochsah, sah er direkt in die ernsten Gesichter seines Vorgesetzten und seines Mitarbeiters und er vernahm die letzten Worte des Arztes. Nur wenige Worte, doch sie reichten, um ihm das Blut in den Adern gefrieren zu lassen: ,Koma' und ,wissen nicht wie lange' "K-kann ich zu ihm, wenn er........." "Dee........?" Die unsichere Mädchenstimme riss Dee aus seinen Gedanken. Er fuhr herum und blickte in die ängstlichen Augen eines jungen Mädchens und eines Jungen. "Carol...Bikky...was...was macht ihr hier?" "Bikky hat den Polizeifunk abgehört und da....da......" "...sie haben gesagt, daß ein Kollege angeschossen wurde und da sind wir auf dem Revier vorbei gefahren und......" Bikkys sonst so nervtötende Stimme war kaum zu verstehen gewesen und brach nun gänzlich ab. Dee ging langsam auf die beiden Kinder zu und ging vor ihnen in die Hocke. Noch ehe er sich versah waren ihm beide um den Hals gefallen. Carol schluchzte leise auf, während der 12-jährige noch versuchte die Tränen zurück zu halten. "Ryo..ist er...ich meine........" Und schon war der Kampf verloren. Dee schüttelte den Kopf an den beiden schmalen Schultert. "Er liegt im Koma....es kann also noch alles gut werden......wenn........." "Sie können mitkommen, wenn sie möchten......." Die Worte des Arztes liesen Dee zusammen fahren. Er nickte und löste sich sanft aus den Kinderumarmungen. "Wartet hier...ich fahr euch nachher nach Hause." Dee folgte dem Arzt, der ihn auf die Intensivstation führte. Langsam öffnete sich die Tür vor seiner Nase und für einen Moment schloss er die Augen. Dann trat er langsam in den Raum. Noch trennte ihn eine Wand mit einer Glasscheibe von seinem Partner. Dee wagte es nicht, auch die letzte Tür zu durchschreiten. Er blieb vor der Scheibe stehen. Seine Hände legten sich flach an das kühle Glas. Er zitterte. Der Anblick der sich ihm bot, zerriss beinahe sein Herz und er musste einen Augenblick abermals die Augen schliessen. Nur sehr zögernd öffnete er diese wieder. Was er sah schmerzte bis tief in sein Inneres. Überall waren Kabel und Schläuche an Ryos leblosem Körper befestigt. Durch einen kleinen Lautsprecher vernahm er das nervöse Gepiepse, daß Ryos Herzschlag schwach anzeigte. Ein merkwürdiges Nebengeräusch lies Dee schaudern, bis er es schliesslich der Beatmungsmaschine zuordnen konnte. Eine warme Hand legte sich auf seine zitternde Schulter und der Arzt streckte ihm einen sterilen Klinikkittel hin. Wortlos streifte Dee ihn sich über und sah den Mann im weissen Kittel unsicher an. Dieser nickte ihm aufmunternd zu und denn betrat er das kleine Zimmer durch die geöffnete Tür. Im Innern waren die Geräusche der Maschinen beinahe unerträglich und es kostete Dee sämtliche Überwindung, um nicht aus dem Zimmer zu flüchten. Schliesslich aber trat er doch neben das Bett seines Partners und betrachtete ihn unsicher. Seine Haut war bleich, beinahe so weiss wie das Kissen, in dem er lag. Nur der weisse Verband um seinen Kopf war an einer Stelle etwas rot verfärbt. Besorgt warf Dee einen Seitenblick auf den Arzt, aber der schüttelte nur beruhigend den Kopf und der junge Polizist wandte sich wieder seinem Freund zu. Langsam ging er neben dem Bett in die Hocke und nahm Ryos Hand in die seine. Normalerweise schienen die beiden Männer in etwa gleich gross und gleich kräftig gebaut zu sein und doch schien Ryos Hand in diesem Moment so zerbrechlich in Dees. Vorsichtig, beinahe ängstlich, strich er über die weiche Haut unter seinen Fingern. Etwas heisses, schmerzhaftes, brannte in seinen Augen und noch ehe er sich versah, floss die erste Träne seine Wange hinab. Taktvoll verliess der Arzt das Zimmer und lies Dee einen Moment alleine mit seinem Schmerz zurück. Noch immer flossen Tränen seine Wangen hinunter. Zum ersten mal seit langem. Doch seit langem fühlte er sich so hilflos und allein. Wie nur sollte er seinen geliebten Freund wieder zurück holen? Wie ihn wieder aus dem Todesschlaf zurück bringen? Leise flüsternd kam drang seine Bitte über seine Lippen. "Ryo...bitte......komm zurück......bitte........" Seine Schultern erbebten als er versuchte ein Schluchzen zu unterdrücken. Schliesslich erhob er sich und beugte sich tief über den bewusstlosen Körper seines Partners. Zärtlich drückte er seine Lippen auf Ryos Stirn und beinahe huschte ein Lächeln über Dees Gesicht. "Ruh dich aus...Ich werd morgen wieder kommen." Die leere Wohnung schien Dee beinahe verschlingen zu wollen, als er sie eine halbe Stunde später betrat. Unruhig lies er seinen Blick durch das Wohnzimmer gleiten. Auf dem Salontischchen stand noch immer die Cornflakesschüssel vom morgen. Dafür war allerdings die sonst immer so zerknautschte Decke schön ordentlich zusammengelegt. Dee musste schmunzeln. Jap, Ryo war heute morgen hier gewesen, hatte die Wohnung jedoch fünf Minuten vor Dee verlassen und schon sah man wieder die Zerstörungskraft des jüngeren Cops. Nun schien die ganze Wohnung leer zu sein, auch wenn Bikky und Carol hinter ihm standen. Ein kalter Windhauch lies Dee frösteln und er schloss endlich die Wohnungstür hinter sich zu. Die beiden Kinder schliefen wenig später zusammengerollt auf einer Hälfte des grossen Doppelbettes, nur Dee fand keinen Schlaf. Er war müde, ihm war kalt, aber Schlaf fand er trotzdem keinen. Zu sehr taten die Bilder, die dann vor seinem inneren Auge auftauchten, weh und waren nur sehr schwer zu vertreiben. Schliesslich viel er in den frühen Morgenstunden doch noch in einen unruhigen Schlaf, knallte jedoch keine drei Stunde später schon zum vierten mal erschreckt hoch. Die Schüsse halten noch lange in seinen Ohren und sein Atem ging heftiger als nach einem Dauerlauf um vier Häuserblocks. Carols Gesicht tauchte besorgt dreinblickend vor Dee auf. In der rechten Hand hielt sie eine Tasse mit dampfendem Kaffe, den sie ihm nun unter die Nase hielt. Dee nahm zwei Schlücke und stellte die Tasse dann bei Seite. Irgendwie hatte der Kaffee einen bitteren Beigeschmack und das lag nicht an Carol, denn sonst mochte er ihren Kaffee eigentlich, auch wenn er reichlich stark war. Auch Bikky tauchte nun hinter Carols Rücken auf. Er mampfte gerade auf einen Stück Toast herum und reichte Dee ebenfalls eins. Doch der verzog nur das Gesicht. Allein bei dem Gedanken an Essen hätte er sich schütteln mögen. Trotz Bikkys Enttäuschung, weil er sich doch extra die Mühe gemacht hatte, den Toast nicht zu verkohlen, weigerte sich Dee überhaupt etwas essbares zu sich zu nehmen. Noch immer halbwegs angezogen kroch er aus dem Bett und torkelte in Richtung Bad. Dort flogen erst mal sämtliche Klamotten in den Wäschekorb und gleich darauf konnte man die Dusche rauschen hören. Die beiden Kinder sassen nebeneinander auf dem Sofa, als Dee etwas später mit einer sauberen Jeans und einem frischen Shirt bekleidet ins Wohnzimmer kam. Ohne ein Wort zu sagen zog er sich seine Turnschuhe über und schlüpfte in die Jacke. "Dee........? Wohin......?" Carol brauchte die Frage eigentlich überhaupt nicht zu stellen. Sie verstumme bei Dees Blick augenblicklich wieder und rutschte zurück zu Bikky aufs Sofa. Ohne sich weiter um die zwei zu kümmern jagte Dee die Treppe hinunter und sprang in seinen Wagen. Die Uhr zeigte bereits halb zehn und Dee wollte nicht unnötige Zeit von seinem Partner getrennt sein. Also gab er ordentlich Gas und erreichte das Krankenhaus knapp zehn Minuten später. Als er das Zimmer auf der Intensivstation betrat, überkam ihn wieder dieses mulmige Gefühl. Eine innere Unruhe breitete sich in ihm aus und er verfluchte sich selber dafür. Noch immer schien Ryos Zustand unverändert zu sein. Puls und Blutdruck wurden ebenso regelmässig kontrolliert wie die restlichen Vitalfunktionen. Während der ganzen Zeit, in der Dee an Ryos Bett sass, hielt er die feine Hand seines Geliebten und strich vorsichtig mit dem Daumen über dessen Handrücken. Nur ganz leise sprach Dee mit seinem Freund. verstummte, wann immer jemand das Zimmer betrat. Es war merkwürdig niemals eine Antwort zu erhalten, dennoch dachte Dee nicht im geringsten daran, aufzuhören. die Ärzte hatten ihm gesagt, dass Ryo ihn wahrscheinlich hören könne, es aber nicht bewiesen sei. Jedoch war klar, dass das einzige, was Dee in diesem Moment tun konnte, reden war. Reden und bei ihm sein, Ihm zeigen, dass er nicht allein wahr. Und so redete und redete Dee, doch selbst ihm ging irgendwann der Gesprächsstoff aus und die Zuversicht sank von Stunde zu Stunde. Nach Einbruch der Nacht, der heiligen Nacht, in der Dee eigentlich so viele Pläne verwirklichen wollte, sass er noch immer bei seinem Partner. Doch seine Erzählungen waren stockender geworden und langsam begann die Angst in ihm zu nagen. die ersten 48 Stunde waren entscheidend, dass wusste er. Je mehr Zeit verstrich, um so schwerer würde es werden Ryo überhaupt wieder zurück zu bekommen. Dees Verzweiflung wuchs und er begann stumme Gebete gen Himmel zu schicken. Leise redete er auch noch auf Ryo ein, als kurz vor Mitternacht Berkeley Rose ins Zimmer trat. Ohne sich bemerkbar zu machen, lauschte er Dees flehenden Worten. "Komm bitte zurück. Du wirst hier noch gebraucht. Hast du das schon vergessen? Was soll denn aus Bikky und Carol ohne dich werden? Meinst du sie überleben meine Kochkünste? Bitte....ich versprech' dir alles....wir können meinetwegen auch ne verdammte Katze anschaffen, wenn du sie immer noch unbedingt haben willst. Nies ich mir eben einen ab oder ich jag mir diese Antiallergiespritze in den Hintern. Kein Problem, aber du musst dich um das Vieh kümmern...verstehst du? Du musst sie versorgen....." Dees Stimme begann langsam zu versagen, dennoch sprach er weiter. Erzählte Ryo, was sie noch alles zusammen unternehmen würden, wenn er nur wieder aufwachen würde. "Und so bald es wärmer wird, fahren wir runter zum Strand und dann schwing ich mich hinter dir auf ein Pferd. Ich werde sterben vor Angst, aber hei....du bist dann glücklich, oder? Oder willst du noch immer nach Disneyland? Wir können hin, so bald es dir besser geht... auch jetzt schon im Winter. Ich werd dich einfach ganz warm einpacken und dann wirst du schon nicht krank....versprochen....." Er schluchzte, konnte sich die aufkeimenden Tränen nicht mehr verkneifen. "Ryo...komm zurück...bitte!!!" Rose schwieg die ganze Zeit. Jetzt etwas zu sagen, käme etwa einem Faustschlag ins Gesicht gleich. Lautlos zog er sich wieder aus dem Zimmer zurück. er seufzte. Er würde eine lange, eine sehr lange Zeit ohne zwei seiner bessten Detectives auskommen müssen. Teil 2 back Tag vor Heiligabend 2 von Yamica ===================================
Titel: Tag vor Heiligabend Teil:2/? Autor: Yamica Email: sano@rkwelt.de Fanfiction: FAKE Rating: PG Warnung: [depri] Kommentar: Die Idee zu der Geschichte liefert eigentlich ein alter Film mit Harrison Ford...vielleicht kennt den sogar jemand^-^ Prinzipiell leiden in meinen Geschichten immer meine Lieblinge, aber wer hier mehr leidet dürfte fraglich sein...... Ein spezieller Dank geht ab den Teil hier an meine liebe Freundin Youko, ohen die ich die Fic wohl gar ned weiter schreiben könnte.... Disclaimer: Gehört mal wieder nix mir, sondern Sanami Matoh und wohl noch ein paar anderen *seufz* und Geld kann ich mit meinem Geschreibsel wohl kaum machen...^.^;;
Tag um Tag verstrich, ohne dass sich Ryos Zustand wesentlich veränderte. Je länger sein komatöser Zustand andauerte, um so schlechter schien es Dee zu gehen. Er war kaum mehr noch als ein Schatten seiner selbst. In wenigen Tagen hatte er etliche Kilos abgenommen. Die Pullover flatterten um die ausgemergelten Schultern. Jeder, der ihn sah, tat der Anblick weh, aber Dee schaffte es nicht auch nur einen vernünftigen Bissen herunter zu bekommen. Am dritten Tag des neuen Jahres platzte Carol der Kragen und als Dee abermals das Mittagessen verweigerte, dass eine Freundin extra gekocht hatte, knallte sie ihm eine, dass man den Handabdruck auf seiner Wange regelrecht sehen konnte. Entgeistert starrte er das junge Mädchen an, dass den Kampf gegen die Tränen bereits verloren hatte. Ihre Stimme zitterte, dennoch konnte man ihren eisigen Entschluss daraus heraus hören. "Was soll das? Sag mal spinnst du? Was glaubst du was du hier treibst? Du isst nichts, trinkst kaum was und geschlafen hast du seit Tagen nicht mehr. Glaubst du allen ernstes, dass Ryo glücklich über diesen Zustand wäre? Hei!! Er braucht dich! Was kannst du ihm für eine Hilfe sein, wenn er aufwacht, wenn du bald umkippst?" Carols Worte brannten sich schmerzhaft in Dees Geist. Sie hatte recht. Natürlich hatte sie das!! Er ertrank beinahe in Selbstmitleid und Sorge um seinen geliebten Freund. Dabei benötigte der gerade jetzt jemanden, auf den man sich verlassen konnte. Noch in seine Worte hinein klingelte das Telefon. Wie immer war Bikky der erste der am Apparat war und den Anruf in Empfang nahm. Seine blauen Augen wurden mit einem mal riesengross und ein breites Grinsen erschien auf seinem Gesicht, als er wieder aufhängte. Carols Blick schien Bikky beinahe zu durchbohren. Mit ihren Lippen formte sie ein lautloses 'Was ist?' Dessen Gesicht hatte sich zu einem breiten Grinsen verwandelt, dass vom einen Ohr bis zum anderen reichte. "Er-ist-aufgewacht!!!!!" Den beiden Kindern blieb nicht genügend Zeit, um überhaupt zu Dee zu sehen, als dieser auch schon an ihnen vorbei raste und die Treppe runter polterte. So schnell wie an diesem Morgen war er in den vergangenen Tagen noch nie im Krankenhaus gewesen. Er hastete durch die weissen Korridore und schlitterte geradewegs vor die Zimmertür seines Partners. Er wollte gerade rein stürmen, als Doktor Braket ihn an der Schulter festhielt. Dee sah den Arzt verwundert an. "Mr. Latener..." "Er ist aufgewacht, oder?" "Ja, das ist er. Heute morgen erst.....aber...Mr. Latener...ich muss sie leider warnen, sie dürfen nicht erschrecken..." "Warnen? Wovor in aller Welt warnen? Und warum erschrecken...?" Seine Hand ruhte bereits auf dem Türgriff und war bereit runter zu drücken. "Sie werden nicht mit ihm reden können...." Dees Gesicht schien eine einzige Frage zu sein. "Nicht...reden....aber...warum...?" Die Hand sank nun von dem Griff und er sah den Mann unsicher an. "Bei der Verletzung ihres Partners wurden wichtige Hirnsynapsen zerfetzt oder durchtrennt...." "Hä? Seine was? Doktor...was ist mit ihm...so, dass ich es verstehe, bitte......" Der Arzt atmete tief durch. "Ihr Freund ist zwar wieder aufgewacht, aber er leidet unter Amnesie....dass heisst, er kann sich an nichts mehr erinnern, was vor dem Unfall war...." "Am-ne-sie...? Gedächtnisverlust." Dee nickte verstehend, doch der Arzt war noch nicht fertig mit seinem Bericht. "Nicht nur Gedächnisverlust. Teile seines Gehirns, die für die Motorik verantwortlich sind, wurden beschädigt. Zwar parabel, wie wir glauben, doch es wird ein schwieriger Weg sein bis dahin...." "Was genau heisst das...?" "Randy wird von vorne anfangen müssen.....er wird lernen müssen zu gehen, zu sprechen, selbständig zu schlucken....er wird lesen und schreiben lernen müssen, genau so wie er alles wieder lernen muss, was mit anderen Menschen zu tun hat. Es kann Monate, sogar Jahr dauern, aber es ist auch gut möglich, dass er sich mit einem mal wieder an die Leute aus seiner Vergangenheit erinnert...doch vorerst werden sie sehr viel Geduld mit ihm haben müssen." Dee nickte stumm. Die Freude, die gerade noch in ihm geherrscht hatte war verschwunden. Beinahe zögernd trat er ins Zimmer und schloss die Tür wieder hinter sich. Ryo lag in seinem Bett und starrte an die Decke. Sein Brustkorb hob und senkte sich regelmässig und die Töne der Überwachungsmaschine schienen leiser als an den Tagen zuvor. Langsam trat Dee an das weisse Bett. Ryos Augen waren noch immer an die Decke über sich gerichtet. Erst als Dee mehr als vorsichtig seine Hand auf die seines Freundes legte, zuckte er zusammen und schien zu realisieren, dass jemand bei ihm war. Sein Kopf drehte sich und er sah Dee aus grossen, dunklen Augen an. Sah ihn aus diesen Augen an, die Dee so sehr liebte. Die so sanft und wissend schienen. Doch gerade jetzt schienen die sonst so lebhaften Augen leer und hoffnungslos aus und...unwissend. /Wer...bist du...?/ Ryo blinzelte. Versuchte sich an das Gesicht und die Person, die vor ihm sass zu erinnern. /Wer...was....bist du...? Wer....bin...ich.....?/ Die Erkenntnis, dass er sich weder an das Gesicht, noch an sonst was erinnern konnte, schien schmerzhaft zu sein. Gequält kniff der junge Polizist die Augen zusammen. "Ryo...." Dee versuchte aufmunternd zu lächeln, doch es war lediglich ein schiefes Grinsen, was er zu Stande brachte. /Ryo...bin...ich das...? Wer bist du...?/ Sein Mund öffnete sich leicht, doch keine Worte drangen daraus hervor. Dee spürte wie ihm heisse Tränen in die Augen schossen. "Ryo...." Sein Griff um die schmale Hand wurde stärker. Als Dee an diesem Abend nach Hause kam, war er nachdenklicher, als all die Tage zuvor. Sein Hirn arbeitete unter Hochdruck. Versuchte zu verarbeiten, was ihm die Ärzte noch vor wenigen Stunde versucht hatten zu erklären. Zu viele Informationen auf einmal prasselten auf ihn ein und nun allein zu Hause hatte er endlich Zeit um nach zu denken. Bikky und Carol schienen noch unterwegs zu sein und so verkrümelte sich der dunkelhaarige Cop auf dem Sofa. Eines der grossen Kissen hatte er sich vor die Brust geklemmt und sein Gesicht darin vergraben. Je mehr er nachdachte, je mehr er sich versuchte die Zukunft vor zu stellen, um so unruhiger schien er zu werden. Sein Blick starr gerade aus auf den schwarzen Fernsehbildschirm gerichtet schien leer. Er war so sehr in Gedanken versunken, daß er noch nicht einmal hochsah, als die Kinder nach Hause kamen. Bikky verschwand in der Küche um gleich darauf mit einer Milchtüte wieder auf zu tauchen. Er hatte sie angehängt und nuckelte zufrieden daran. Carol sah ihn tadelnd an. "Bikky....." "Ryo hasst das.......du zerkaust immer die Tüten............" "Eh?" Carol fuhr verwundert zu Dee herum. Doch der sass noch immer in der selben Position auf dem Sofa und sah gerade aus. Etwas unsicher sah sie ihren grossen Freund an. War etwas mit Ryo? Sie wollte fragen, verkniff es sich dann aber doch lieber. Sie kannte Dee schon so gut, daß sie wusste, daß er momentan nicht in der Stimmung zum Reden war. Also verzog sie sich zum Schlafen und warf Bikky einen Blick zu, der bedeuten sollte, es ihr gleich zu tun. Schulterzuckend folgte ihr der blonde Junge. Mitten in der Nacht quälte sich Bikky aus dem Zimmer um in die Küche zu tapsen. Es war zwar durch die Strassenlichter nicht stockfinster in dem Zimmer, dennoch stiess er mit dem Knie gegen die Ecke des Sofas und fluchte darauf hin leise. Doch erst im Zurückkommen erkannte er, daß das Sofa nicht nachgegeben hatte, weil es noch immer ein Gewicht zu tragen hatte. "Dee...?", fragte Bikky ungläubig, als ob die Chancen, daß wer anders auf dem Sofa sass 1:1'00'000 standen. "W-was machst du noch hier? Willst du nicht schlafen?" Langsam tastete sich Bikky zum Lichtschalter vor und knipste die kleine Eckbeleuchtung an. Beinahe wäre er erschrocken, als er Dee auf dem Sofa erkannte. Seit er und Carol ins Bett gegangen waren, hatte Dee sich anscheinend keinen Zentimeter gerührt. Nun war es Bikky aber doch etwas zu seltsam und er pflanzte sich neben Dee in die weichen Polster. "Was ist...? Willst du den Rekord im Dauer-Still-Sitzen gewinnen?" "Hn...." "Aha.....alles klar..........was ist los? Stimmt etwas mit Ryo nicht? Er kommt doch wieder in Ordnung oder? Braucht nur etwas Zeit......also worüber machst du dir Gedanken?" Forschend sah Bikky in Dees Gesicht und schreckte fast zurück, als dieser ihn plötzlich ansah. "W-was ist los?" Bikky fand es nun langsam überhaupt nicht mehr spassig, sondern begann sich ernsthaft Sorgen zu machen. In nächsten Augenblick wäre er fast rückwärts von der Sofalehne gekippt, als er sah, daß das glänzende Etwas in Dees Augen sich löste und als Träne ihren Weg über seine Wange suchte. Er war kaum zu verstehen, als Dee Bikky endlich stockend berichtete, was los war. ".....und...." Er schloss die Augen. "Und....was?" "Ich hab Angst......." "A-angst? Vor...vor was.........?" "Vor...allem...vor der Zukunft....Er...er wird wieder ganz von vorne anfangen müssen. Er wird mich nicht kennen und sich selber nicht. Was ist, wenn er sich nie wieder erinnern wird? Was....was wenn er sich nicht mehr an unsere.....unsere Gefühle erinnert? Ich hab Angst davor....davor genau das zu erfahren.....die ganze Zeit der Ungewissheit....und ich hab Angst davor, daß ich nicht genug Kraft dafür hab....." Einen Moment herrschte totenstille in dem Zimmer. Nur Dees schneller Atem war zu vernehmen. "Und ich hab Angst davor, daß meine Liebe nicht stark genug ist, das alles durch zu stehen....", schloss er schliesslich leise. "Hm....verstehe...." Bikky fuhr herum und sah Carol fragend an: "Echt? Ich nicht......" Wieder sah er zu Dee, der sich nun ganz leicht vor und zurück wiegte. "Weißt du Dee", fuhr Carol fort, während sie sich neben ihn auf das Sofa zwängte und sich an ihn kuschelte. "Allein schon die Tatsache, daß du dir solche Gedanken darüber macht, lässt mich eigentlich nicht daran zweifeln, daß du das alles durchstehen wirst." Dee sah das Mädchen aus dunklen, traurigen Augen an. Ein leises Seufzen entwich seiner Kehle. "Und nun schlaf ne Runde! Du musst morgen fit sein, wenn du zu Ryo fährst......." Carol drückte Dee einen feuchtwarmen Kuss auf die Wange und zog ihm dann die Ellbogen weg, so daß er sich hinlegen musste. Lust darauf ihn jetzt auch noch ins Bett zu bringen hatte sie nicht sonderlich.
Tag vor Heiligabend 3 von Yamica =================================== Titel: Tag vor Heiligabend Teil:3/? Autor: Yamica Email: sano@rkwelt.de Fanfiction: FAKE Rating: PG Warnung: [depri] Kommentar: Die Idee zu der Geschichte liefert eigentlich ein alter Film mit Harrison Ford...vielleicht kennt den sogar jemand^-^ Prinzipiell leiden in meinen Geschichten immer meine Lieblinge, aber wer hier mehr leidet dürfte fraglich sein...... Ein spezieller Dank geht ab den Teil hier an meine liebe Freundin Youko, ohen die ich die Fic wohl gar ned weiter schreiben könnte.... Disclaimer: Gehört mal wieder nix mir, sondern Sanami Matoh und wohl noch ein paar anderen *seufz* und Geld kann ich mit meinem Geschreibsel wohl kaum machen...^.^;;
Am nächsten Morgen schlug Dee die Augen aus einem dankbar, traumlosen Schlaf auf. Ein Schmerz durchfuhr seinen Kopf und stöhnend hielt er sich die Stirn. Was war geschehen? Er hatte nicht auf Carol gehört und hatte noch getrunken....... aber warum....... /Ryo/ durchfuhr es ihn. /Ryo war......./ Tränen liefen über seine Wangen. Eine Tasse Kaffee tauchte vor ihm auf. Schwarz und dampfend stieg ihm der Duft des koffeinhaltigen Getränkes in die Nase. "Danke Carol!" sagte er leise wimmernd und nahm die Tasse in die Hand. Er setztte sich auf, auch wenn das nicht gut war.... gar nicht gut. "Hoi....Dee......du weisst das du nichts verträgt und....hmpf........." Carol hielt Bikky blitzschnell den Mund zu und zischte ihm etwas ins Ohr, worauf der blonde Junge krampfhaft schluckte und anscheinend bereit war zu schweigen. Carol lies in wieder los und setzte sich neben Dee, versuchte ihn aufmunternd an zu lächeln. "Tut ihr zwei mir einen gefallen? Neben dem Telefon hängt die Nummer vom Chef. Ruf ihn an und sag ihm ich sei tot oder so, ich fahr ins Krankenhaus!" Carol nickte traurig. "Dee......du musst doch eh die nächsten zwei Wochen nicht hin....." ".......du sollst dich um Ryo kümmern, mein Rose, sonst würde ER das tun." Bikkys Grinsen wirkte etwas schief und längst nicht so unbekümmert, wie die Worte die er ausgesprochen hatte. "Sehr gut........" Dee stand auf und zog seine Sachen vom Vortag an. Dann kramte er eine Tasche heraus und packte ein paar Sachen ein. Carol sah ihm dabei zu und verschwand dann kurz im Schlafzimmer. Zurück kam sie mit einem plüschigen, braunen Etwas, dass sie Dee auf die Tasche legte. "Sein Lieblingskuschelhund? Gute Idee Kleine!" Dee wuschelte ihr durch die Haare. Sein Kopf brachte ihn um, aber dennoch setzte er sich in den Wagen und fuhr los. Zurück blieb eine besorgte Carol, die nur all zu gerne mit gefahren wäre, aber sie hatte sich vorgenommen für die Wohnung zu sorgen und Bikky daran zu hindern, irgendwelchen Blödsinn an zu stellen. Dee sah den Lastwagen noch rechtzeitig und lenkte wieder auf seine Spur. Dennoch wurde der Wagen gestreift, aber der Polizist kümmerte sich nicht darum. Mehr schelcht als recht erreichte er das Krankenhaus und schlich durch die Gänge. Gerade als er das Zimmer erreicht hatte, dass ihm inzwischen ein vertrauter, wenn auch trauriger Anblick war, zupfte ihn eine Krankenschwester am Arm. "Mr. Latener.....der Arzt würde gern mit ihnen sprechen, bevor sie zu ihrem Partner gehen......." "Hm? Ah ja gut ich komme!" Dee schlich hinter ihr her und gab einen jämmrlichen Eindruck ab. Dieser Eindruch erschreckte auch den behandelnden Arzt, als er Dee in sein Sprechzimmer kommen sah. Ein stummer Wing zur Krankenschwester und diese huschte davon, um gleich darauf mit einem Glas Wasser und zwei Tabletten zurück zu kommen. Mit einem Lächeln stellte sie beides vor Dee auf den Tisch. "Danke!" murmelte Dee und schluckte beide auf einmal. Abwartend sah er den Arzt an. "Sagen sie mir bitte, dass sie gute Nachrichten haben!" "Nun......" Der Arzt atmete tief durch. "Ihrem Partner geht es besser....physisch gesehen. Es spricht im Grunde nichts dagegen, dass wir mit der Therapie beginnen, nur.....nur, er will nicht. Er lehnt konsequent jede Anteilnahme an Etwasem ab. Er lässt sich bewegen wie eine Puppe, die kein Eigenleben besitzt. Sowohl Sprach. wie auch Phsyotherapie hat er heute Morgen schon vollkommen ignoriert." "Ich will nicht überheblich klingen Doc aber vielleicht ist es einfach nur, weil sie ihm fremd sind!" "Darauf wollte ich hinaus. Uns kann er nicht wieder erkennen, aber Sie. Nur seine Freunde und Familie kann ihn jetzt wieder dazu bringen Anteil am Leben zu nehmen. Nur werden sie dafür sehr viel Kraft und noch mehr Geduld benötigen." Der Arzt erhob sich us seinem Bürosessel und trat neben den Schreibtisch. In ausführlichen Erklärungen erläuterte er Dee die Ziele der Therapie. Einige schienen lächerlich einfach zu sein, bei anderen schien es, als würde Ryo diese niemals erreichen können. "......überfordern sie aber nicht nur ihn, sondern vor allem sich selber nicht. Wenn er in einer Woche ihre Hand drücken kann, ist das schon sehr viel", schloss der Arzt schliesslich ab und ein aufmunterndes Lächeln hüschte über die schmalen Lippen des Mediziners. "Doc ich habe einfach Angst! Ich will ja für ihn da sein aber ich glaube nicht, dass ich stark genug dazu bin!" Der ältere Mann legte Dee eine Hand auf die Schulter und ging dann vor ihm in die Hocke. Dann sprach er zu ihm, wie zu einem Kind. "Sie können das. Und sie werden strak genug sein, weil er sie braucht. Sie haben die vergangenen Wochen gezeigt wie Stark sie sind und diese Kraft verschwindet nicht einfach, weil er jetzt wach ist. Im Gegenteil, ab jetzt geht es nur noch bergauf, denn jetzt werden wir die Fortschritte sehen, nicht wie in der Vergangenheit, als er nur dalag und wir nicht mit verfolgen konnten, wie sein Körper sich regeneriert." "Ich kann es versuchen.......", Dee klang immer noch nicht überzeugt. "Verusuchen sie es nicht...tun sie es einfach......" Der Arzt zog Dee auf die Beine. "Ryo würde auch nicht aufgeben, wenn er an ihrer Stelle wäre, oder? Also zeigen sie ihm, dass auch auf sie Verlass ist......." Er öffnete Dee die Tür und lies Dee auf den Krankenhauskorridor treten. Ziemlich verlohren stand Dee da und es brauchte eine Weile bis er sich in Bewegung setze. Er klopfte leise an die Tür zu Ryos Zimmer und trat dann ein. Der Raum war leicht abgedunkelt, doch die Rollläden waren etwas hochgezogen, liesen einen Blick auf den Krankenhauspark zu. Einige Sonnenstrahlen verirrten sich in das sterile Zimmer und krochen über die weisse Bettdecke, die zurückgeschlagen über dem Bettende tronte. Nur ein leichtes Bettlacken deckte Ryo zu, dessen schlanker Körper sich darunter abzeichnete. Sein Kopf war abgedreht in Richtung Fenster und er schien aus dem Fenster zu sehen, doch um wirklich etwas zu realisieren, war sein Blick viel zu stumpf. "Ryo..... ich bin es..... Dee.....", Dee nahm seine Sonnenbrille ab. Ganz leicht nur schien sich Ryos Kopf zu bewegen, als würde er sich gleich umdrehen und Dee ansehen. Aber dann lies er den Kopf wieder zurück rollen und starrte wieder nach draussen. Nur ein etwas kräftigeres Ausatmen wollte zu verstehen geben, dass er keine Gesselschaft wünschte. Dee nahm sich einen Stuhl und setzte sich genau in Ryos Blickfeld. Die leeren Augen erschreckten ihn, aber er versuchte sich nichts anmerken zu lassen. "Wie geht es Dir?" Roy schloss die Augen, öffnete sie aber kurze Zeit wieder. Was wollte der schon wieder? Heute waren wahrlich genügend Leute bei ihm gewesen und jeder schien etwas von ihm zu wollen. Seine Nasenflügel bebbten unwillkührlich und er sah Dee kurz und nur sehr flüchtig an. "Bikky und Carol vermissen Dich sehr, ich soll Dich lieb grüßen........ dass ich Dich vermisse brauche ich nicht erst zu betonen oder?" /Von was redest du da? Wer ist Bikky und wer ist Carol? Diese Namen.........../ Ryo schloss gepeinigt die Augen. Die Namen kamen ihm bekannt vor, doch er konnte sie keinem Bild zu ordnen, genau so wenig wie das Gesicht des Mannes, der ihm gegenüber sass. War das ein Freund von ihm? Kannte er ihn? Wenn ja, warum konnte er sich nicht an ihn erinnern? Wütend, mehr über sich selber, als über alle anderen, schnaubte Ryo und drehte den Kopf auf die andere Seite. Dabei rutschte eine Hand unter der Decke hrvor und hing nun über die Bettkante. Vergeblich versuchte der blonde Polizist den Arm zu heben und die Hand wieder aufs Bett zu legen. Dee ergriff die Hand und hielt sie lange fest. Er betrachtete sich nachdenklich. Es war immer noch die selbe Hand die so oft seine Wange gestreichelt hatte und doch gehörte sie nun einem Fremden. Aber sie fühlte sich noch genauso an... glaubte Dee zumindest. Prüfend legte er sie wieder an sein Gesicht. Ja da war die vertraute Wärme, auch wenn sie abweisend war, aber sie war da. Ryos Augen weiteten sich. Er konnte spüren, dass der andere seine Hand genommen hatte, aber ihm fehlte die Kraft sie ihm wieder zu entziehen. Erschrocken wandte er sich Dee wieder zu und sah ihm direkt in die Augen. Ein kaum merkliches Zittern ging durch seinen Körper, der sich an irgend etwas zu erinnern schien. Zaghaft und kaum spürbar, bewegte sich der Zeigefinger und tippte gegen Dees Wange. Dee lächelte ihn liebevoll an. "Das hast Du früher auch immer getan!" Ryo zuckte abermals zusammen. /Früher? Wie früher? Du kennst mich? Sag mir wer ich bin, ich weiss es nicht.....bitte hilf mir, sag mir wer und was ich bin...../ Die Unnahbare Mauer aus Abweisung und Ignoration bröckelte langsam und in die rehbraunen Augen trat eine seltsam vertraute Sanftheit und Wärme. Er wollte etwas sagen, seine Lippen bewegten sich, doch kam kein Laut darüber. Voller Enttäuschung schlug Ryo die Augen nieder. "Was willst Du mir sagen Liebster? Kannst Du nicht? Warte ich rate und Du zwinkerst wenn ich richtig liege ja? Möchtest Du etwas haben?" /Liebster? Wer bist du.....? Verdammt noch mal wer bist du und wer bin ich......./ Tränen begannen den Blick zu verschleiern und seinen Partner undeutlich verschwimmen zu lassen. "Nicht Ryo... weine doch nicht!" Dee wischte ihm die Tränen aus den Augen. Doch neue flossen nach und ein seltsamer Schmerz bereitete sich in Roys Brust aus. Er versuchte die Hand des anderen zu umfassen, aber konnte es nicht, so sehr er sich auch anstrengte. Dee half ihm und schloß Ryos Hand leicht um die Seine. Ein merkliches Zittern ging erneut durch Ryos Körper und er blinzelte Dee dankbar an. Dannach fiel es ihm immer schwerer den Mann an seiner Seite an zu sehen. Immer öfters flackerten seine Augenlider, bis er sie nicht mehr offen halten konnte. Dee sah zufrieden auf den schlafenden Köper und deckte ihn zu. Die Hand hielt er trotzdem fest. Ryo benötigte mehrere Stunden, ehe er sich wieder genügend erholt hatte. In der Zwischenzeit war die Krankenschwester mehrere Male im Zimmer gewesen und hatte Dee unter anderem etwas kleines zu Essen gebracht. Kurz vor vier Uhr tauchte sie wieder auf, doch diesmal in Begleitung einer jungen Frau, deren Trainerjacke aussagte, dass sie zur Physiologischen Abteilung des Krankenhauses gehörte. "Sie können ruhig bleiben, wenn sie wollen", meinte sie zu Dee und beugte sich dann über Ryo. "Warten sie........ hören sie, vielleicht ist es besser wenn sie mir sagen was ich tun soll und ich mache die Übungen mit ihm! Er hat Angst vor ihnen!" "Huh?" Verwirrt sah ihn die Therapeutin an. "Wieso denn Angst?" "Er reagiert nicht auf sie, hat man mir gesagt! Seien sie mir nicht böse, er kennt sie nicht....... bei mir erinnert er sich anscheinend irgendwie......" "Irgendwie? So.....na gut.....es sind im Grunde nur einfache Bewegungsübungen, aber sehr wichtig, damit seine Muskeln sich nicht zurück bilden." Die junge Frau begann Dee genau zu erklären, wie er seinen Partner bewegen musste, um ihm zu helfen. Dee nickte und beugte sich über ihn. "Ryo? Hörst Du mich? Hast Du verstanden was wir machen sollen?" Ein kaum wahr zu nehmendes Blinzeln folgte einzigst als Antwort. Er hatte zu gehört, ja, aber es vorgezogen den Fremden nicht zu verraten, dass er wach war. Erst als diese das Zimmer verliesen, öffnete er langsam die Augen und sah geradewegs in zwei smargadgrüne Augen. Dee lächelte ihn an. "Wußte ich es doch das Du wach bist! Keine Angst! Wenn es Dir zu viel wird, dass sag es!" Dee nahm erneut seine Hand. "Kannst Du sie schließen?" Ryo umschloss Dees Hand, oder glaubte das zumindest. Tatsächlich aber schaffte er es immerhin, leichten Druck aus zu üben. Allerdings brauchte er alleine dazu seine vollste Konzentration. "Gut! Du machst das sehr gut!" munterte Dee ihn auf. "Noch einmal!" Wieder schlug Ryo aus Resignation die Augen nieder und starrte auf die Bettdecke. "Gib nicht auf Ryo! Es wird alles wieder gut!" Nur wie? Ryo konnte es sich im Moment beim besten Willen nicht vorstellen. Traurig rollte er den Kopf auf die andere Seite und sah wieder aus dem Fenster. Dee verstellte ihm erneut den Weg. Verblüfft hob Ryo den Kopf. Dann trat Trotz in seinen Blick und er drehte sich auf die andere Seite. Dee trat wieder auf die andere Seite und hielt ihn auch noch den Kopf fest. Aber er lächelte immer noch. "Komm schon! Es ist doch nicht so schwer! Du willst doch auch wieder laufen und springen oder?" Empört schnaubte Ryo auf und versuchte seinen Kopf zu befreien und mit einem mal legte sich seine rechte Hand auf Dees Unterarm und versuchte diesen weg zu drücken. Dee verstärkte noch seinen Griff ohne Ryo allzu sehr wehzutun Verzweifelt versucht Ryo sich zu befreien, in dem er den Kopf hin und her drehte. Tränen traten ihm bereits in die Augen und sein Griff um Dees Arm begann sich zu verstärken, bis er sogar schmerzhaft zu werden schien. "Ieks!" Dee ließ grinsend los "Siehst Du? Das war doch schon super!" Ryos Atem ging schwer und er verstand nicht, wie der andere solche Freude daran haben konnte, ihn zu quälen und solche Angst zu machen. Dee schob seinen Ärmel hoch und zeigte Ryo den Abddruck seiner Finger. "Das warst Du! Aber tu mir einen Gefallen und laß mich Dich nicht immer so quälen! Das tut nämlich mir mehr weh als Dir!" Verwirrt sah Ryo seinen Partner an, dann wieder dessen Arm und zum ersten mal seit Wochen, erschien etwas wie ein Lächeln auf seinen Lippen. Dee strich ihm die Haare sanft aus der Stirn. "Das ist wieder mein Ryo, so mag ich Dich!" Langsam beruhigte sich Ryos Atem und er drückte sich leicht an Dees Hand. /Ich weiss nicht wer du bist. Was du bist. Aber ich vertraue dir, aus welchem Grund auch immer......bitte lass mich einfach nicht im Stich..../ Dee umarmte ihn liebevoll. "Ich denke es reicht für heute....... wenn Du doch nur sprechen könntest........." Auf einmal richtete er sich wieder auf. "Mein Name ist Dee...... kannst DU das sagen? Dee?" Ryo blinzelte und seine Lippen öffneten sich, aber es kam kein Laut daraus hervor. Er schloss den Mund wieder und versuchte es erneut. "Aaahaahhaa....." Er schnaubte und versuchte es wieder. "Ddddd....." "Gut...... das ist sehr gut! Weiter!" "Haaa~aa..Dddiii...." "Dee, ja genau das ist es!" freute sich Ryos Partner und streichelte ihm weite über die Stirn. "Wunderbar! Und Dein Name ist Ryo!" Ryo nickte. So viel hatte er inzwischen begriffen, dass das wohl sein Name sein musste. "Du machst mir viel Freude!" lächelte Dee sanft. "Ich hatte Angst, dass wir beide es nicht schaffen......... ich will Dich nicht überfordern!" /Immer wir, wir, wir.....wer sind wir......warum ist dir das so wichtig.....?/ Ryo sah Dee zweifelnd an, nickte aber artig. "Wir müssen zusammenhalten! Ich liebe Dich, das weißt Du.... das wußtest Du zumindest und Du sollst es wieder wissen. Ich liebe Dich mit Haut und Haaren!" Ryos Blick wurde versteinert. /Liebe? A-aber..../ Sein Mund öffnete sich, als ob er etwas sagen wollte, schaffte es aber nicht. Entgeistert starrte er Dee an. Dee lächelte. "Genauso hast Du ausgesehen als ich es Dir das erste mal gesagt habe........ oder besser als ich Dich geküßt habe..... damals habe ich es in erster Linie getan um Dir eine Lehre zu erteilen, dass Du meine Gefühle nicht veralbern sollst...... Du bist hingefallen und hast zu mir mit genau dem gleichen Blick aufgesehen....... später warst Du es der mich geküßt hat...... okay ich hab Dich öfters geküßt, aber Du mich auch......" Der Blick aus Ryos Augen blieb nach wie vor verstört. /Da-das ist doch ein Mann und ich auch....und...wie...ich meine...../ Blitzartig kniff Ryo die Augen zusammen, nur um Dee nicht länger an sehen zu müssen. "Entschuldige...... jetzt habe ich Dich doch verschreckt!" Dee sah ihn traurig an. Zaghaft wagte es der ältere Polizist, der im Moment so viel jünger als Dee wirkte, ein Auge zu öffnen. Irgendwie tat es ihm weh, den anderen so traurig zu sehen. "Gib mir ruhig einen Wink wenn Du willst, dass ich gehe!" Schwach schüttelte Ryo den Kopf. Nein, er wollte nicht, dass das ging, was ihm von allem hier noch irgendwie vertraut erschien. "Okay..... ich wollte Dich wirklich nicht verschrecken Ryo! Es tut mir leid...... kann ich Dir irgendwas gutes tun? Willst Du essen? Trinken? Soll ich dir was erzählen?" Abermals verzog Ryo die Lippen zu einem Lächeln. Das dauernde Geschwafel fing an ihm zu gefallen. Beinahe zärtlich sah er Dee an, ehe ihm langsam und unaufhaltsam wieder die Augen zu fielen. Dee saß ruhig neben ihm und hielt ihm die Hand fest bis er endgütlig einschlief. Dann setzte er sich auf die Bettkante und beobachtete das treiben draußen, ohne jedoch von Ryo abzulassen. Ein Paar fiel ihm ins Auge, dass gerade das Krankenhaus verließ. Sie ging an Krücken und er war mehr als bemüht um sie, was sie zum lachen brachte. Er nahm sie zärtlich in die Arme und küßte sie. Aus einem plötzlichen Impuls heraus beschloß er seine Liebste dann zum Auto zu tragen. Beide lächelten sie sich verliebt an. Dee wünschte sich anstelle des Mannes und in seinen Armen Ryo, dass er ihn endlich wieder mitnehmen könnte. Sein Blick wurde traurig. Ein leises Klopfen riss Dee aus seinen Gedanken. Gleich darauf sahen sich zwei grüne Augen vorsichtig in dem Zimmer um. Bikky allerdings lies Carol gar nicht erst Zeit zum lange in der Tür stehen, sondern schupste sie hinein. Entschuldigend grinste er dann erst sie an und dann Dee. Das langhaarige Mädchen allerdings achtete gar nicht erst auf ihren kleinen Freund, sondern ihre Aufmerksamkeit galt einzig und allein dem jungen Mann, der schlafend in dem so riesig wirkenden Krankenhausbett lag. Zögernd tratt sie näher. Der Anblick schien ihr weh zu tun, war es doch das erste mal seit dem Unfall, dass die beiden Kinder ihren Freund so sahen. Dee deutete ihnen mit dem Finger an ruhig zu sein. Er winkte sie näher an sich heran und flüsterte in Carols Ohr. "Es geht ihm schon besser, keine Angst!" Augenblicklich ging ein Leuchten über Carols Gesicht. "Honto?", flüsterte sie leise. "Hai! Aber pssssssssht!" Carol nickte, aber Bikky schien sich vielmehr für die Apparate zu interessieren. Neugierig bestaunte er wie Tröpfchen um Tröpchen die Infusion herunter tropfte. Dabei hatte er es sich natürlich kurzerhand auf Ryos Bett bequem gemacht. De schnappte sich ihn. "Wenn Du ihn aufweckst, kannst Du was erleben!" Entwaffnend fuchtelte Bikky mit den Händen vor Dees Gesicht herum. "Mate, mate, nein sicher nicht, keine Sorge....." "Ne Dee....wie geht es ihm denn wirklich? Ich meine, ist es wirklich so schlimm, wie die Ärzte gesagt haben...?" "Er kann nicht reden, kann sich nicht ordentlich bewegen und erinnern tut er sich auch nicht....... leider......." "Es ist also so schlimm......", meinte Carol leise. "Aber das wird wieder, oder?" "Klar, was denkst du denn?! Das ist Ryo....der gibt nicht so schnell auf, ausserdem könnte er sonst nicht mehr für uns kochen....." "Ist das eignetlich alles woran Du denkst, du kleiner.........", auf einmal fiel Dee ein, dass Ryo ja noch schlief und wurde wieder still. "Dee.....Bikky meint es doch nicht so.....", versuchte Carol den Cop zu beschwichtigen. "Du kennst ihn doch inzwischen...entweder so oder er fängt hier an rum zu plärren, was ist dir lieber?" "Hey, ich plärr nicht hier rum......" "Halt's Maul!" zischte Dee ihn an. Bikky zog sich verschreckt zurück. Wären sie jetzt daheim gewesen hätte er Dee ohne weiters Paroli geboten, aber in letzter Zeit war der zu ernst gewesen, als dass man es noch als Spielerei ab tun konnte. Dee maulte eine Weile, doch dann strich er Bikky versöhnlich über den Kopf. Der traute dem Frieden aber nicht so ganz und schwieg. Er und Carol blieben den ganzen Nachmittag bis zum späten Abend. Gerade als die Krankenschwester ihnen mitteilte, dass die offizielle Besuchszeit vorbei sei, blinzelte Ryo verschlafen an die Decke. "Hey Sleeping Beauty.... aufgewacht?" Dee strich ihm erneut die Haare aus den Augen und lächelte sanft. Es dauerte einen Moment, ehe Ryo sich wieder Dees Namen ins Gedächtnis gerufen hatte. "D...ee.....", kam es leise über seine Lippen. Carol wär in dem Moment bestimmt fast vom Stuhl gekippt, wenn Bikky nicht daneben gestanden hätte. "D-d-dee....er kann ja doch reden.." Ryos Blick wanderte verschreckt zu den beiden Kindern. "Aah...er lernt es wieder!" Dee lächelte und legte seine Hand auf Ryos Wange. "Das sind Carol und Bicky.... ich habe Dir doch von ihnen erzählt!" Ryo sah sich die beiden Kinder genauer an. Die Gesichter waren ihm irgendwie vertraut. Oder zumindest glaubte er das, wollte es glauben. Irgend etwas regte sich in ihm, als er die beiden Kleinen doch recht verschreckt da stehen sah. Schwerfällig zog er eine Hand unter der Decke hervor und es schien, als wolle er nach den Kindern greifen. Dee schubste die beiden etwas näher zu Ryo. Carol fasste als erstes den Mut und trat zu Ryo udn ergriff etwas zittrig dessen Hand. Kaum merklich schloss sie diese um die kleine Kinderhand. Nun wagte auch Bikky einen Schritt näher ans Bett. Aus Verlegenheit grinste er Ryo an, was dem wiederum so seltsam vertraut war, dass er zurück lächelte. Dee nickte befriedigt. Die beiden würden Ryo seinen Erinnerungen vielleicht wieder ein Stück näher bringen. Das taten sie, doch die Anstrengung und die kurzen Erinnerungsfetzen, die durch Ryos Kopf schossen, brachten auch Kopfschmerzen mit sich und er verzog kaum merklich das Gesicht. Dee bemerkte es doch. "Bikky? Carol? Es ist besser wenn ihr morgen wiederkommt!" "Okay........schlaf gut Ryo....." Carol lächelte ihren grossen Freund noch einmal an und legte seine Hand dann vorsichtig auf die Bettdecke. Sie nickte Dee zu und wollte gehen, dann aber entschied sie sich anders und umarmte den Polizisten und kuschelte sich an dessen Bauch. "Ich bin so froh, dass er dich hat.....ihr zwei schafft es sicher", murmelte sie leise. Dee sah verschähmt zur Seite. Er wünschte er würde Carols Zuversicht teilen. Nachdem die beiden Kinder wieder gegangen war, herrschte absolute Stille in dem Zimmer und Ryos Blick ruhte auf Dee. "Sind Deine!" sagte er sanft, "Du hast sie beide sozusagen adoptiert!" Verstehend nickte Ryo seinen Partner an. Dann blinzelte er wieder und sah Dee auffordernd an. "Was soll ich tun? Willst Du Deine Übungen machen?" Kopfschütteln. Ryo streckte seine Hand nach Dee aus, um ihn näher heran zu winken. Dee beugte sich so über Ryo, dass der ihm in sOhr flüstern konnte. "Eh....ehr.....zähl....." Wieder ein Wort und damit verbunden, neue Hoffnung. Der Verdacht der Ärzte, dass die verlorene Sprache nicht auf die Kopfverletzung zurück zu führen war, sondern eher psychischer Natur war, verstärkte sich. Dee strahlte regelrecht und begann einen Redeschwall wie sie sich kennen gelernt haben, wie sie Bikky und Carol getroffen hatten. Er erzählte von JJ, von Rose und vom Chief, was sie beide verband und unzählige Einsatze die sie erlebt hatten. Ryp blieb die ganze Zeit über wach, doch kurz nach Mitternacht hob er die Hand und legte die Finger an Dees Lippen. "Entschuldige jetzt hab ich DIch schon wieder zu sehr angestrengt oder?" lächelte Dee. Ryo schüttelte nur leicht den Kopf und ein leises seufzen kam über seine Lippen. Seine Hand rutschte herunter und umgriff leicht Dees Hand. Kurz darauf war er eingeschlafen, hielt die Hand aber weiter hin fest so gut er konnte. |