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Sooooo... hier ist das nächste Stücken.
Viel Spahaaaß!!!


Dunkelheit - Teil 3

Der Junge lag ganz ruhig und entspannt atmend im Gras.
Der Wind ließ die Blätter der Bäume rauschen und verlieh damit der Situation etwas ganz Besonderes.

Der Namekianer dachte, er würde gerade auf einen jungen Engel herabsehen.
Das einzige, was falsch war, war der dunkle Fleck an Gohans Hals, auf dem man noch deutlich die Abdrücke der einzelnen Zähne von diesem Monster sehen konnte.

Piccolo kniete sich vor den Jungen und berührte sachte die noch tränennasse Wange.
Er wischte die schimmernden Salztropfen weg und lächelte dabei leicht.

Diese Haut...

Weich und wunderbar zart.

Wie Seide.

Dieses Gesicht...

Jugendlich und wunderschön.

Wie ein Engel.

Der Namekianer sah an dem Jungen herab und bewunderte ihn nun vollends.
Die Finger streichelten noch immer unbewusst über die Wange hinunter zum Hals des Jungens.

Dieser Körper...

Schlank und begehrenswert.

Heiß, erotisch, für Berührungen geschaffen...

Piccolo leckte sich über die trockenen Lippen.
Sein Atem ging nun deutlich schneller.
Umso mehr er Gohan streichelte und begutachtete, ihn mit seinen Blicken auszog, umso mehr stieg das Verlangen nach dem Jungen in dem Namekianer.

Piccolo sah nur noch diesen jungen Körper, fühlte nur noch diese weiche Haut.
Sein Denken hatte sich von dem Moment ausgeschaltet, als er auf Gohan hinuntergeblickt hatte.

********************

Hmmmm...

Warm und weich...

Schön.

Sicher und geborgen....

Bin ich noch bei dir?

Piccolo?

Ja...bestimmt.

Ich bin sicher...

Bei dir bin ich sicher vor den Monstern dieser Welt...

Denn du würdest mir das niemals antun.

Du bist mein Freund...

Du bist wie ein Vater zu mir...

Dafür danke ich dir.

Piccolo...

Ich hab dich lieb...

********************

Langsam wachte Gohan auf und bemerkte ein leichtes Streicheln an seinem Hals.
Er öffnete die Augen nicht.
Zu friedlich und schön war dieser Augenblick, um zurück in die harte Realität geschleudert zu werden.
Der junge Saiyajin lächelte leicht.
Er genoss die zarten Berührungen.
Er schnurrte leise und räkelte sich diesem streichelndem Etwas entgegen.
Diese Zärtlichkeiten waren ja so schön.
So anders...
Beruhigend...

Plötzlich stockte er und hielt die Luft an.
Der Frieden, der soeben in seinem Innern herrschte, musste nun wieder der Angst und der Panik Platz machen.
Gohan kniff die Augen so fest er konnte zusammen und versuchte das Zittern, das seinen Körper einzunehmen versuchte, zu unterdrücken.

********************

Nur nicht bewegen.

Nichts anmerken lassen.

Gleich ist es vorbei.

Ganz ruhig...

...ruhig...

********************

Der Junge versuchte seinen wilden Herzschlag und den langsam aufsteigenden Luftmangel unter Kontrolle zu bringen.

Doch er scheiterte, als die Zunge, die gerade noch über seine Wange und über seine Lippen geleckt hatte, versuchte in seinen Mund einzudringen.

Das plötzliche und heftige Ausatmen des Jungen ließ den Namekianer zurückschrecken.

Piccolo stand so schnell er konnte auf und entfernte sich ein paar Schritte von Gohan.

Er fühlte wie der Selbstekel und die Schuldgefühle in ihm aufstiegen, als er die zitternde Gestalt im Gras liegen sah.

Doch dieser traumhafte und wunderbare Augenblick war noch immer nicht ganz für den Namekianer erloschen.
Sein Blick wurde verträumt und er betrachtete den Jungen von Neuem eingehend, als ihm bewusst wurde, dass Gohan nur geträumt haben musste.

Doch dem war nicht so...
Gohan versuchte immer noch sich so wenig wie möglich etwas anmerken zu lassen.

Er bemerkte, wie Piccolo sich wieder zu ihm herab beugte.
Der junge Saiyajin spürte den warmen Atem des Namekianers, wie er seinen Hals und seine Wange entlang strich bis er schließlich nur noch auf seinen Lippen zu spüren war.

Piccolo beugte sich langsam zu dem Jungen herunter und schloss langsam dabei die Augen, um sich diesem Gefühl ganz hingeben zu können.

Er wollte nur noch einmal diese Lippen spüren.
Diese rosig, weichen Lippen, die für Küsse wie geschaffen schienen.

Das leise Wimmern, das der Namekianer von unten hörte und das offensichtlich von Gohan kam, ignorierte sein narkotisierter Verstand geflissentlich.


"He! Piccolo! Was soll den das werden, wenn’s fertig ist!?", zischte plötzlich Vegetas Stimme.

Der Namekianer wirbelte zu dem Saiyajin herum und sah diesen geschockt an.

"I...ich...ich..."

"Du?...du?...", äffte Vegeta ihn nach.
"Was? Wolltest du ihm Trost spenden, du verdammter Mistkerl!? Du bist auch nicht besser, als dieses Monster!"

Bei diesen Worten gewann der Namekianer seine Fassung mit einem Schlag wieder.

"Ach ja? Das musst du gerade sagen! Mister ich-bin-hier-der-prinz-und-der-junge-gehört-mir!!
Ich hab ihn wenigstens nicht bedrängt oder wollte ihn mir einfach nehmen, wie ein gewisser Jemand!", beschuldigte Piccolo Vegeta.

Der Prinz schnaubte verächtlich und kreuzte die Arme vor der Brust.
"Und was wäre passiert, wenn ich nicht gekommen wäre? Wenn ich dich nicht aufgehalten hätte? Wenn du weitergemacht hättest?
Hättest du einfach so aufgehört? Nur ein kleiner Kuss hier, eine kleine Berührung da und schwups, dein Gewissen hätte dir natürlich sofort Einhalt geboten. Natürlich Piccolo! Erzähl das einem Idioten, wie Kakarott, aber nicht mir!!!", redete Vegeta sich in Rage.
Er kochte vor Wut.

Er wollte doch einfach nur zurückfliegen.
Den Jungen und Piccolo erklären, was in ihn gefahren war.
Wollte sich entschuldigen.
Er hatte sich furchtbar gefühlt.
Schmutzig und schuldig.

Aber mit dem, was er hier angetroffen hatte, hätte er niemals gerechnet.

 

Fortsetzung folgt…

 

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