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Oh Mann!! Ich habs geschafft! Ich habe in meinem zweiwöchigen Urlaub einen weiteren Teil meiner Story geschrieben.

Es ist alles ein wenig eigenartig und unlogisch geworden, aber lest einfach selbst...

Dunkelheit - Teil 4

 

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Warum?

Was habe ich getan?

Wer rettet mich?

Bitte...

********************

Vegeta funkelte Piccolo noch immer wütend an.
Dann bemerkte er eine Bewegung hinter dessen Rücken und erkannte sofort die filigrane Gestalt von Gohan, den er in seiner Wut völlig vergessen hatte.
Der Junge versuchte gerade sich zu erheben, sackte aber immer wieder aufgrund seiner weichen Knie ein.

Er gab keinen Laut von sich, trotz der Ungelenkigkeit, die ihn anscheinend befallen hatte.

Der Saiyajin-Prinz blickte den Namekianer noch einmal düster an und eilte dann zu Gohan.

Piccolo wollte ihn aufhalten, doch Vegeta war zu schnell. Er sah, wie der Prinz dem Jungen aufhalf und ihn stützte.
Der Namekianer wurde noch wütender.
Wie konnte Vegeta es wagen Gohan zu berühren?

„Ganz ruhig Gohan. Ich tu dir nichts. Ich bring dich wieder nach Hause. OK?", flüsterte der Prinz dem Jungen ins Ohr.

Der warme Atem an seinem Ohr sorgte für einen kalten unangenehmen Schauer, der Gohan über den Rücken lief.
Er begann wieder zu zittern und wollte sich von Vegeta lösen.
Doch er war zu schwach. Statt sich weiter von dem Prinzen zu entfernen, krallte der Junge sich nun an ihm fest. Seine Beine hielten ihn kaum noch aufrecht und sein Atem ging stoßweise. Der Schock und die Erschöpfung der letzten Tage forderten nun ihren Tribut.
„Bitte...", wisperte Gohan.

„Keine Angst. Ich bring dich Heim. Vertrau mir.", sagte Vegeta an den Jungen gewandt.

„Tse...Vertrauen. Dass gerade du über Vertrauen sprichst?!", mischte sich Piccolo ein.

Vegeta sah den Namekianer emotionslos an.
Wut oder andere Gefühle würden ihm jetzt nur im Weg stehen.
Er wollte nicht noch einmal de Kontrolle verlieren.
Der Prinz hob Gohan hoch, drehte sich um und flog los.

Piccolo stand immer noch wie versteinert da.
Dann sackte er in die Knie.
„Scheiße...", flüsterte er und schlug mit der Faust auf den Boden.
So war das Ganze nicht geplant.
Er wollte Son-Gohan doch nur helfen...
Wie konnte er nur so die Kontrolle verlieren?
Genauso wie Vegeta!
Genauso...
Piccolo dachte noch einmal über Vegetas Worte nach...
Ja.
Der Prinz hatte recht.
Er hätte nicht aufgehört.
Hätte die völlige Kontrolle verloren.
Wahrscheinlich hätte er erst dann von dem Jungen abgelassen, wenn dieser sich ernsthaft gewehrt hätte.

„Scheiße...", flüsterte der Namekianer noch einmal zu sich selbst

„...du bist so ein Idiot..."

„Hey, hey. Ganz ruhig. Wir sind gleich da. Keine Panik. Gohan. Komm schon...", versuchte Vegeta den Jungen zu berühigen.

Gohan hatte während des Fluges angefangen zu zappeln und sich in den Armen des Prinzen zu winden.
Er wollte aus Vegetas Zugriff entfliehen.

Die Gegenwehr war zwar schwach, doch Vegeta wollte nicht fester zufassen, aus Angst er könnte Gohan wehtun oder der Junge könnte sich wieder bedrängt fühlen.
So war er also gelandet und versuchte nun den jungen Saiyajin zu beruhigen...
„Gohan. Wir sind gleich da. Nur noch ein Stück, dann lass ich dich runter. OK?, redete Vegeta auf den Jungen ein.
Wie konnte er nur auf einmal so einfühlsam sein?
Er verhielt sich völlig untypisch.
Dieser Rotzbengel machte ihn zu einem Weichei!
Einem Schwächling!!
Doch...
Wenn Vegeta es sich genau überlegte, würde er alles für diesen Jungen tun und sein.

„NEIN!!!", schrie Gohan plötzlich.

Der Prinz zuckte zusammen und ließ den Jungen vorsichtig herunter.
Beinahe hätte er ihn vor Schreck fallengelassen.
Solche einen Ausbruch hatte er nun wirklich nicht erwartet.

Zuerst stand Gohan noch aufrecht da, doch dann sackte er langsam zusammen, kniete nun vor dem Prinzen und starrte auf den Boden.

Vegeta hockte sich hin und wollte gerade etwas sagen, als er plötzlich eine bekannte Aura spürte.

"Hey Vegeta! Was ist denn mit Son Gohan los?!", fragte Son Goku gutgelaunt.

Vegeta stellte sich wieder aufrecht hin und sah auf den jünge´ren Saiyajin herab, die Person in seinem Rücken anscheinend vollkommen ignorierend.
Er schluckte.
Was nun?

********************

Vater?

Du bist hier?

Nein!

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Der Prinz sah noch wie sich Gohan die Tränen aus den Augen wischte und so gut er konnte aufstand, als er auch schon mit fester Stimme sagte:
"Es ist alles in Ordnung, Vater. Ich war nur noch etwas geschwächt. Danke für den Kampf, Vegeta."
Und dann flog er einfach davon.

Son Goku sah seinem Sohn verdutzt nach.
Er war sichtlich irritiert.
Doch dann zuckte er mit den Schultern.
Das musste die Pubertät sein.
Hormone...

Er sah noch einmal zu Vegeta, der immer noch mit dem Rücken zu ihm stand.

"Naja. Wir sehen uns. Tschüss Vegeta."

Und schon flog Son Goku seinem Sohn nach.
Er machte sich doch ein wenig Sorgen.
So eigenartig hatte sich Gohan noch nie verhalten.
Kalt und gefühllos hatte seine Stimme irgendwie geklungen.
Und die Augen...
Irgendwie leblos...
Oder irrte er sich?
Aber wo war das Feuer in den Augen seines Sohnes gewesen?
Wo war das Leben?
Er schüttelte den Kopf und belächelte seine eigenen Gedanken.
Nein. Er musste sich irren.

Vegeta schluckte und schloss die Augen.
Eine Maske...
Der Junge hatte tatsächlich seine wahren Gefühle verborgen.
Er hatte eine Maske aufgesetzt.
Seinen Vater belogen...
Genauso wie er es in dieser Situation getan hätte...

Die Erinnerung an den Blick, den Gohan an ihmvorbei seinem Vater zugeworfen hatte, ließ den Prinzen noch immer frösteln.
Dieser Blick war dunkler, intensiver.
Kalt...
Vegeta seufzte.
Jetzt wusste er wirklich nicht mehr was er machen sollte.
Das Beste wäre, wenn er dem Jungen ein paar Tage Zeit ließe und sich dann entschuldigte.
Irgendwie...
Die letzten Tage waren wirklich zu anstrengend.
Das Gefühlschaos musste nun erst einmal in Ordnung gebracht und unterdrückt werden.
So, wie er es immer tat...
Und...
...wie der Junge es anscheinend auch begann zu tun...
Eine Maske...

********************

Dunkelheit...

Schon wieder.

Für immer?

Bitte.

Lass sie für immer sein.

Bitte...

********************

Son Gohan öffnete die Augen und blickte an eine weiße Zimmerdecke.
An seine weiße Zimmerdecke.
Er war nach Hause geflogen und hatte sich gleich ins Bett gelegt, mit der Erklärung an seinen Vater, der kurz nach ihm eingetroffen war, dass er müde sei.
Nichts weiter.
Nur müde...
Der junge Saiyajin seufzte und schloss wieder die Augen.
Er ließ all das Geschehene dieses Tages noch einmal vor seinem inneren Auge Revue passieren.
Er wollte verstehen.

********************

Was soll das?
Ich verstehe das nicht.
Was habe ich getan?
Piccolo...
...mein Freund...
Vegeta...

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Der Junge öffnete wieder die Augen und bemerkte verwundert seine verschwommene Sicht.

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Tränen...?

Aber...

...warum...?

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Gohan verstand sich selbst nicht mehr.
Jedesmal, wenn er an Vegeta dachte, zog sich sein Herz zusammen.
Ja. Er hatte Angst gehabt.
Er hatte völlige Panik empfunden, als der Prinz ihn berührt und geküsst hatte.
Aber bei dem älteren Saiyajinwar es andersgewesen, als bei Piccolo.
Auf irgendeine Weise tief in seinem Innern hatten ihm die Liebkosungen von Vegeta auch gefallen.
Als der Junge sich dessen mit einer plötzlichen Klarheit bewusst wurde, riss Gohan die Augen auf und sein Atem stockte.
Sein Herz setzte einen Takt aus, nur um die nächste schneller zu schlagen.

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Ich...

...ich mochte es...?

Aber warum...?

Ich...

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Die Verwirrtheit über die Erkenntnis seiner tiefsten Gedanken und Gefühle verfolgte ihn noch bis in seinen unruhigen Schlaf hinein.
Der Einzige, der über diesen leidenden Jungen wachte, war der Mond, der in dieser Nacht mit einer nie dagewesenen Intensität schien, dass die Sterne verblassten.

********************

Ein Monat.

Nach einem Monat...

Und nun sehe ich ihn endlich wieder.

Vegeta...

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Gohan hatte seinem Vater und seiner Mutter nie erzählt oder gar nur angedeutet, was ihm wiederfahren war.
Genauso wenig wie seine Eltern ihm erzählt hatten, warum sein Vater für mehrere Tage spurlos verschwunden war.
Aber sie fragten ihn ja auch nicht, was geschehen war und was mit ihm los war.
Wieso sollte er es dann tun?
Sie schienen ihre eigenen Probleme zu haben.
Einmal, als Gohan sich mitten in der Nacht ein Glas Wasser aus der Küche holen wollte, entdeckte er seinen Vater, der im Wohnzimmer auf der Couch schlief.
Der Junge fragte nie nach dem Grund.
Wusste aber nun, dass sein Vater jede Nacht dort verbrachte...

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Es war mal wieder eines dieser Grillfeste, die Bulma fast jedes Jahr veranstaltete.

Jeder war eingeladen.

Und auch fast jeder kam.

 

Gohan hoffte inständig, dass Vegeta diesem Fest beiwohnen würde und dass Piccolo dem fern bleiben würde.
Beinahe hätte er dafür gebetet...
Und er hätte es tun sollen... 

Alle wurden aufs Herzlichste von Bulma begrüßt.

Natürlich bemerkte sie die Spannung in der Son-Familie und wollte diese durch ein wenig gute Laune wettmachen.
Sie begann sofort mit Chichi ausgelassen über den neuesten Klatsch zu tratschen und Son Goku gesellte sich zu Krillin und Yamchu, die wie immer an der Bar standen und Cocktails schlürften.
Niemand hatte den kalten und abweisenden Blick bemerkt, den Gohan Piccolo bei seiner Ankunft zugeworfen hatte.
Der Namekianer war schon früh zu der Party erschienen.

Es hatte Bulma schon sehr gewundert, dass er der erste Gast was, tat dies jedoch mit einem Schulterzucken ab.
Aliens...

Piccolo wollte so früh wie möglich in Ruhe mit Gohan reden.
Diese Party schien seine einzige und geeignetste Chance zu sein den Jungen überhaupt zu Gesicht zu bekommen.
Er versuchte sich schon seit einem halben Monat mit dem Saiyajin zu treffen oder ihn zu Hause aufzusuchen.
Aber der Junge kam nie zu den Vereinbarungen und verweigerte dem Namekianer jeglichen Zutritt in sein Zimmer oder gar ins Haus.
Aber hier konnte Gohan nicht vor einem Gespräch davonlaufen.
Das hoffte Piccolo zumindest...
Zuerst dachte der Namekianer es sei die Angst, die den jungen Saiyajin dazu veranlasste ihn fern zu halten.
Doch dieser Blick, den er eben noch von dem Jungen zugeworfen bekommen hatte, sprach eine andere Sprache.
Es fröstelte ihn noch immer und sein Vorsatz, ganz ruhig und allein mit Gohan reden zu wollen, löste sich in Luft auf.
Zum ersten Mal verspürte Piccolo eine leichte Furcht vor der Reaktion, die er bei dem Jungen auslösen könnte.
Er wollte Gohan nicht verlieren.
Was sollte er tun?

Vegeta stand schon seit Beginn des Tages an einen Baum gelehnt in der hintersten Ecke des Gartens.
Er wurde von den anderen nicht gesehen, konnte aber dennoch alles perfekt überblicken.
Die Party...die Gäste...und...

...Son Gohan...

Er sah den Jungen zwar nur von hinten, aber der entgeisterte Blick von Piccolo sprach Bände.

Gohan hasste...
Für den Prinzen wäre es nicht verwunderlich, wenn der junge Saiyajin auch ihm dieses Gefühl entgegenbringen würde.
Vegeta hatte einen Monat.
Genug Zeit also, um seine Gefühle für Gohan zu verdrängen und sein Verlangen unter Kontrolle zu bringen.

Das dachte er zumindest...
Aber wie schon so oft machte ihm sein Körper eine Strich durch die Rechnung.
Es war schlimmer geworden.
Er erzitterte vor Sehnsucht und sein Herz machte einen Hüpfer, als er den Jungen sah.
Er schloss schnell die Augen und atmete tief durch.
Allein schon der Anblick war zu viel für den älteren Saiyajin.

Wenn selbst ein kurzer Blick auf die Kehrseite des Jungen diese Reaktionen bei ihm auslösten, was würde dann geschehen, wenn er ihm nahe gegenüber stehen würde?

Was war nur mit ihm los?

Seit wann spielten seine Gefühle nur so verrückt?

Der Prinz war sich mit einem Mal nicht mehr ganz so sicher wie am Anfang, ob er die Kontrolle nicht wieder verlieren würde...

********************

Da ist er.

Mein Gott...

...er sieht mich an...!

Was soll ich tun...?

********************

Vegeta sah Gohan nun direkt in die Augen.
Von Außen schien er völlig ruhig und gelassen zu sein, in seinem Inneren aber herrschte das Chaos.
Minutenlang blickten sie sich an.
Trotz der mehreren Meter, die zwischen ihnen lagen, hatte Vegeta den Eindruck den Herzschlag des Jungen hören zu können.
Die plötzlichen Funken und das Feuer in dessen Augen hätte der Prinz nie erwartet.
Anscheinend ging es Gohan wieder gut.
Dieses wunderbare Feuer, das Leben, in seinen Augen zeigte Vegeta dies zumindest.
Aber warum blickte der junge Saiyajin ihn nicht hasserfüllt und abwertend an und kehrte ihm den Rücken zu?
Bis jetzt wurde der Prinz mit einem überraschten und verwirrten Blick angesehen, doch dann veränderte er sich.
Vegeta wusste nicht, wie er sich bei diesem unbekannten und unerwarteten Gefühl, das ihn zu überschwemmen drohte, verhalten sollte.
Ihm wurde gleichzeitig heiß und kalt und in seinen Bauch breitete sich ein angenehm warmes Kribbeln aus, das sich über seinen ganzen Körper verteilte, als Son Gohan ihm genau in diesem Augenblick auch noch ein zärtliches Lächeln schenkte.
Vegetas Atem stockte.
Er fühlte sich wie im Himmel.
Für solch ein Lächeln würde er tausendmal durch die Hölle gehen, hauptsache am Ende würde ihn dieser Himmel erwarten...

Und diese Augen...
Sie strahlten eine nie dagewesene Wärme und Zuneigung aus, dass der Saiyajin-Prinz genau hinsehen musste, um sicher zu sein, dass er nicht träumte.
Gerade, als er sich in Bewegung setzten wollte, um zu dem älteren Saiyajin zu gehen, wurde Gohan an der Schulter berührt.
Der Blickkontakt zwischen Vegeta und dem Jungen wurde abgebrochen, als sich der junge Saiyajin zu Piccolo umdrehte.

Der Zauber war dahin und der Herzschlag der Prinzen beruhigte sich allmählich wieder.
Er rutschte an dem Baum, an dem er die ganze Zeit gelehnt hatte, herab und setzte sich ins Gras.
Seine Beine hätten ihn keine Sekunde länger aufrecht gehalten.

„Hey...hast du mir überhaupt zugehört?
Du hast ja nur Augen für Vegeta...
Was soll das?
Ich schütte dir hier mein Herz aus und versuche mich zu entschuldigen und...“, sagte Piccolo gereizt, aber so leise, dass nur Gohan ihn hören konnte.
„Ich will deine Entschuldigung nicht hören.
Die kannst du dir sonstwohin schieben...
Ich will, dass du verschwindest. Sofort!“, unterbrach der junge Saiyajin ihn zischend und drehte sich um..

Er wollte gerade seinen Weg fortsetzen, als Piccolo ihn grob am Arm packte, ihn wieder herumdrehte und festhielt.
“Was willst du eigentlich bei Vegeta?
Der ist doch noch viel schlimmer als ich.“, sagte der Namekianer wütend.
Gohan war so überrascht von der plötzlichen Eifersucht und er heftigen Reaktion seines ehemaligen Mentors, dass er im ersten Augenblick nicht wusste, wie er sich verhalten sollte.

Als Vegeta die Hilflosigkeit. des Jungen bemerkte, stand er auf und wollte gerade zu ihm eilen, als Son Gohan sich von dem Namekianer losriss.

„FASS MICH NIE WIEDER AN!!!“

Der Schlag des Jungen war so kräftig und kam so unerwartet, dass Piccolo mehrere Meter weitergeschleudert wurde.
Als er sich wieder gefangen und langsam aufstand, bemerkte der Namekianer, dass die Musik nicht mehr lief und jeder Gast ihn und Gohan anstarrte.
Das hatte er vermeiden wollen...

Der junge Saiyajin stand heftig atmend da und funkelte Piccolo hasserfüllt an.
„Wenn du es jemals wieder wagen solltest in meine Nähe zu kommen, wirst du es dein Leben lang bereuen...
Falls du dann überhaupt noch am Leben sein solltest...“, sagte der Junge völlig emotionslos, aber mit gefährlichem Blick.

„Du solltest jetzt gehen, Piccolo.“, sagte Vegeta, der nun vor Son Gohan getreten war.
Er kreuzte die Arme vor der Brust und sah den Namekianer abwartend an, sich genau drüber bewusst, dass alle sie anstarrten.

Piccolo sah Vegeta fassungslos an,begab sich aber dann langsam in die Schwebe.
„Es tut mir Leid.“, flüsterte er noch, bevor er in den Nachthimmel davonschoss. 

Vegeta sah sich unter den Gästen, die sich nun wieder langsam verteilten und tuschelten, um.
Er atmete erleichtert aus.
Kakarott und sein Weib schienen nicht dabei zu sein.
Sie stritten wahrscheinlich wieder irgendwo, stellte er missbilligend fest.
Dann wanderten seine Augen zu Bulma.
Sie sah ihn mit einem undefinierbaren Blick an, dann gab sie ein Zeichen, das die Musik wieder einsetzen ließ und ging zu ihren Gästen, um die Party weitergehen zu lassen.
Mit Verwunderung stellte er fest, dass sie anscheinend auch so etwas wie Rücksichtsnahme besaß.
Vegeta drehte sich nun wieder zu Gohan um und sah ihm direkt in die Augern.
Er schluckte.
Sein Herz begann wieder heftiger und schneller gegen seine Brust du schlagen.
Er konnte kaum noch atmen.
Der Prinz blickte direkt in diese wunderbaren schwarzen Seen, die jeden einzelnen Stern zu reflektieren schienen.
Er schloss kurz die Augen und atmete tief ein.
Vegeta musste sich unbedingt zusammenreißen.
Er durfte nicht schon wieder die Kontrolle über seine Handlungen und Gefühle verlieren.
„Komm mit.“, versuchte der ältere Saiyajin mit fester Stimme zu sagen, doch er bekam nur ein leises Wispern heraus.
Wieso fühlte er sich nur auf einmal so schwach und zittrig?
So nervös...?

Als der Prinz an Gohan vorbei ins Haus ging, war er sich nicht sicher, ob der Junge ihn überhaupt gehört hatte, denn er folgte ihm anscheinend nicht.

Gohan stand unschlüssig in der Mitte des Gartens.

Um ihn herum unterhielten sich die Leute und amüsierten sich.
Aber er starrte ins Leere.
Schien in einer anderen Welt zu sein. 

********************

Was soll ich tun?
Er wird...
...er wird sich entschuldigen wollen.
Aber...will ich das denn?
Ja...
Ja, natürlich will ich das!
Er hatte meine Schwäche ausgenutzt!
Er hat mich benutzt! Aber...
...er hat mich auch gerettet.

Vor Piccolo...

********************

Der Junge versuchte mit aller Kraft seine Tränen zu unterdrücken, die allmählich begannen seine Sicht zu verschleiern.
In seinem Inneren fühlte er eine unbekannte Leere, die sein Herz schmerzen ließ.
Als wenn er endgültig etwas Wichtiges verloren hätte.
Und das hatte er...

Einen Lehrer.

Einen Vater.

Einen Freund...

Piccolo.

Vegeta stand in der Küche und goss sich ein Glas Orangenlimonade ein.
Nur die Lampe des Kühlschrankes, den er noch immer geöffnet hatte, spendete ihr Licht.
Er rechnete nun nicht mehr damit, dass Gohan zu ihm kommen würde.
Kurz nachdem der Prinz das Haus betreten hatte, hatte er mehrere Minuten auf den Jungen gewartet. War dann ertäuscht in die Küche gegangen.
Das Haus wurde glücklicherweise nicht für die Party genutzt.
Und nun stand er hier.
Nur vom Licht des geöffneten Kühlschrankes beleuchtet und völlig in Gedanken.
Das Getränk neben sich auf der Theke hatte er nicht angerührt.

Gohan ging vorsichtig in die Küche und räusperte sich leise.
Das Bild, wie Vegeta dort im Licht des Kühlschrankes stand und völlig in Gedanken versunken zu sein schien, jagte dem Jungen einen angenehmen Schauer über den Rücken.
Er musste schlucken.
Der ältere Saiyajin sah wirklich schön und stolz in diesem goldenen Licht aus.
Der Junge schluckte noch einmal, um den Kloß in seinem Hals loszuwerden und räusperte sich wieder.
Diesmal lauter.

Der verschleierte Ausdruck in Vegetas Augen verschwand und der Prinz sah den jungen Saiyajin überrascht an.
„Hy...“, flüsterte Gohan leise und versuchte zu lächeln, was ihm aber aufgrund seiner Nervosität nicht wirklich gelang.

#########

Immer wieder stieß er sein steifes, heiß pulsierendes Glied in den jungen, zarten Körper.

Labte sich an der Angst in den Augen des Jungen, die ihn noch wilder machte.

Er wollte diesen engen, heißen Körper einnehmen, ihn besitzen.

Die Schreie des Kleinen waren Musik für seine Ohren.

All seine Sinne konzentrierten sich auf den Körper unter sich und er versuchte weiter und tiefer einzudringen.

Er stieß immer rücksichtsloser und brutaler zu, spürte irgendwann wie es leichter ging und beobachtete belustigt die schreckgeweiteten Augen des Jungens, als dieser erkannte, dass es sein Blut war, das das Eindringen erleichterte.

Das Schreien hatte sich in ein Wimmern verwandelt, das ihn noch mehr anspornte.

Dann kam er zum Höhepunkt, als sich das Innere des Jungens noch mehr zusammenzog und ihn regelrecht quetschte.

Er genoss den Schmerz, der damit verbunden war und ergoss sich heiß und tief in dem Kind.

Sein Samen vermischte sich mit dessen Blut und lief die weißen, zarten Schenkel herab.

Er verweilte noch immer in dem geschundenen Körper, als der Junge begann sich zu regen.

Er wollte den Mann über sich wegstemmen, wollte den, der ihm wehtat von sich stoßen.

Durch die Bewegung und das Gezappel wurde er augenblicklich wieder hart und stöhnte unterdrückt auf.

„Wenn du so weiter machst, Kleiner, werd’ ich dich gleich noch mal nehmen.

Aber diesmal um einiges härter, als vorher. Du hast ja anscheinend noch genügend Kraft für einen weiteren Ritt...“, sagte er keuchend und grinste, als er diese wunderbare Panik und Angst in den von Tränen verschleierten Augen sah.

Er begann sich langsam aus dem Jungen hinauszubewegen und lächelte schadenfroh, als er einen erleichterten Seufzer unter sich hörte.

Kurz bevor er sich gänzlich aus dem heißen Körper zurückgezogen hatte, stieß er noch einmal kräftig zu und entfernte sich dann mit einem Ruck aus dem Jungen.

Dessen schmerzerfüllter Schrei wunderbar in seinen Ohren summte.

Er saß senkrecht auf seinem Bett und atmete stoßweise ein und aus.

Er berührte seine schweißnasse Stirn und sah sich um.

„Ein Traum...“, keuchte er und besah sich dann grinsend die große Beule, die sich auf der Bettdecke abzeichnete.

Warum musste er immer wieder an diesen Jungen denken?

War er denn so anders, als die anderen?

Anscheinend.

Sonst würde er wohl nicht immer gleich bei dem winzigsten Gedanken an den Kleinen hart werden.

Er berührte sein pulsierendes Glied und fuhr sich mit seinen Fingerspitzen sanft den Schaft entlang.

Dann ließ er sich stöhnend zurück in die Kissen fallen und lächelte selig.

„Warum machst du mich nur so an, mein Kleiner?

Ich muss dich wiedersehen...

Ich muss dich haben...“

Er keuchte laut auf und kam dann dunkel stöhnend in seiner Hand.

#########

„Hy...“, krächzte Vegeta einen Gruß zurück.

Eigentlich hatte er sich damit abgefunden, dass der Junge nicht mehr kam, aber nun stand er da und der Prinz kam sich plötzlich vollkommen hilflos vor.
Was sollte er denn jetzt sagen?
Ein ‚Es tut mir Leid’ würde niemals genügen und wäre ohnehin schon zu spät ausgesprochen gewesen.
Was sollte er tun?
Vielleicht seine Gefühle endlich aussprechen?
Ihm sagen, dass er ihn...

„Ich liebe dich...“, wisperte der ältere Saiyajin plötzlich
Es war nur ein Impuls.
Immer wieder waren diese drei Worte in seinen Gedanken gewesen.
Sie lagen ihm förmlich auf der Zunge.
Der Prinz hatte es nicht mehr ausgehalten und nun war es raus.
Der Schock auf das eben Gesagte trat ein, verdrängte die Erleichterung, und er schloss gequält die Augen, in dem Wissen, dass der Junge nun für immer gehen würde.

Ihn verlassen würde.

Er würde den Jungen verstehen.

Vor fast einem Monat hatte er ihn tief verletzt und nun gestand er ihm seine Liebe.
Die eigene Verwirrtheit und Angst ließen den Saiyajin erzittern und nichts mehr von seiner Umgebung wahrnehmen.

Die Augen waren noch immer verschlossen und er atmete schnell, da sein Herz vor Aufregung und unterdrückten Gefühlen raste.
Die Tränen, die Vegeta über die Wangen perlten, bemerkte er erst, als eine Warme Hand sie sanft wegstrich.
Der ältere Saiyajin öffnete zögernd die Augen und blickte in zwei tiefschwarze Seen, die nur Liebe und Wärme auszustrahlen schienen und durch das Licht des Kühlschranks einen goldenen Schimmer trugen.

So nah...

Er schloss wieder die Augen und atmete stoßweise.
Vegeta konnte nicht mehr länger diese Spannung ertragen, die ihn beinahe zerriss.
Konnte dem Jungen nicht länger in diese Augen sehen, die einst so viel Schmerz und Hass wiedergespiegelt hatten, dass er sich manchmal davor gefürchtet hatte sie je wieder erblicken zu müssen.
Doch nun war das Leben und das Feuer, die Liebe und die Wärme zurückgekehrt, aber er konnte noch immer nicht in diese Augen sehen.

Konnte die immer wiederkehrenden Stiche in seinem Herzen nicht mehr ertragen.
„Du solltest dich von nun an von mir fernhalten. Ich kann sonst für nichts mehr garantieren...bitte...“, flüsterte der Prinz erstickt.
Er spürte deutlich die Hitze des Körpers, der sich mehr und mehr an ihn drängte.

Der ältere Saiyajin würde sichtlich nervöser, spürte das deutliche Kribbeln in seinen Lenden.

Er unterdrückte erleichtert das Verlangen seines Körpers und versuchte ein wenig Abstand zwischen den beiden Körpern zu erlangen.

So nah...

Plötzlich wurde Vegeta von zwei Armen umfangen und dicht an den Jungen gepresst.

Er riss die Augen auf, rührte sich aber noch immer nicht.

Der Prinz erwiderte weder die Umarmung, noch verstand er das Handeln des jungen Saiyajins.

„Danke, Vegeta.“, flüsterte Gohan sanft und pustete spielerisch und mit einem warmen Glücksgefühl im Herzen seinen Atem in das Ohr des Älteren.

Vegetas Körper erzitterte und schließlich gab er auf und erwiderte die Umarmung heftig.

Presste sich näher an den Körper des Jungens.

Atmete tief dessen süßen Duft ein.

So nah...

Der Prinz spürte wieder das Kribbeln in der Lendengegend.
Er wollte Gohan streicheln, ihn berühren.
Er wollte den Jungen küssen und schmecken, traute sich aber nicht, aus Angst er könne wieder einen Fehler begehen und somit wieder das Vertrauen zwischen ihnen zerstören.
Der ältere Saiyajin ließ sich stattdessen von dem Jüngeren den Rücken und den Nacken streicheln.
Genoss den heißen Atem an seinem Ohr und ab und zu auch an seiner Wange und an seinem Hals.
Vegetas Hände ruhten auf Gohans Hüften und rührten sich keinen Millimeter.
Er wollte den Jungen nicht allzu sehr bedrängen, gab aber bald seinem eigenen Drang nach und drängte sich immer mehr an den Jungen.
Wollte dessen Wärme und Nähe vollends genießen.
Plötzlich hörten sie ein verhaltenes Räuspern und fuhren schreckhaft auseinander, als gleichzeitig das Licht eingeschaltet wurde.

Bulma stand im Türrahmen und hatte noch immer die Hand am Lichtschalter.
„Ich will euch ja nicht stören, aber ich denke, dass du...“, sie nickte Gohan zu und fixierte ihn mit einem kalten Blick, „...dass du dich mal um deine Eltern kümmern solltest.“

Fortsetzung folgt...

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