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So, Leutz, hier ist Teil 2 meiner herzzerreißenden Story um Liebe und Eifersucht ^^. Klein Haruka war fleißig bis spät in die Nacht (*dierotenÄugleinreib*) damit ihr bald wisst, wie es weitergeht.

 

Auch wieder: bissi lemon, depri, love, eifersucht

Auch wieder: alle Figuren gehören Toriyama-san, keine meine (buääh, will haben)

Danke fĂĽr die lieben mails (Bussi an A-chan, P-chan, B-chan!!), die mich zum Weiterschreiben ermutigt haben

Viel SpaĂź beim Lesen!

Haruka

Der Weg zu dir - Teil 2

Es war später nachmittag, als Goku aufwachte. Benommen richtete er sich im Bett auf. Die Beule am Hinterkopf schmerzte immer noch, aber die dröhnenden Kopfschmerzen waren weg. Vorsicht stand er auf und zog sich was über. Es war still im Haus, nur im G.R. Raum hörte er Vegeta herumschreien. Er schüttelte den Kopf und verzog sogleich schmerzlich sein Gesicht. Aua! Sowas sollte er lieber noch eine Weile vermeiden. Aber Vegeta hatte sie doch nicht alle! Wollte er bis zur Erschöpfung weitermachen? Na egal, langsam mußte er nach Hause. Ihm war etwas mulmig, wenn er an Chichi dachte. Dann hellte sich sein Gesicht auf. Heute kam ja Gohan mit Piccolo von Gottes Palast zurück! Er hatte einen Teil der Ferien dort verbracht um mit Piccolo zu trainieren. Das hatte Chichi natürlich überhaupt nicht gepaßt, sie hätte es lieber gehabt wenn Gohan die ganzen Ferien zuhause gelernt hätte. Aber in diesem Fall hatte Goku sich durchgesetzt und Gohan erlaubt, wenigstens die letzten 3 Wochen bei Piccolo zu sein. Etwas fröhlicher ging er hinaus. Bulma war noch nicht zurück. Er grinste. Was die beiden in Yamchu’s Wohnung wohl gerade machten? Er konnte es sich lebhaft vorstellen (was beweist, dass Goku gar nicht sooo naiv ist, wie alle immer denken ^^’). Bulmas Vater war immer noch im Labor. Er sagte ihm bescheid, dass er nach Hause fliegen würde. Dann sah er zum Trainingsraum hinüber. Sollte er sich von Vegeta verabschieden? Gerade hatte er sich dagegen entschieden als die Tür sich öffnete und dieser heraustrat. Er hatte schon geduscht und stand mit freiem Oberkörper mit dem Rücken zur Abendsonne. Seine Haare hatten einen rötlichen Lichtkranz, und die Sonne malte bläulich-rote Schatten auf seine mächtigen Muskeln. Was für ein Bild! Dieses Mal war es Goku, der schwer schlucken mußte. Vegeta kam zum Haus herüber.

„Vegeta, ich fliege dann nach Hause…“ sagte Goku mit belegter Stimme und versuchte ein Lächeln.

„Mir doch egal. Wiedersehn“ damit ging Vegeta an ihm vorbei. Gokus Lächeln fror ein. Ohne zu antworten machte er sich auf den Weg. „Vegeta“ dachte er deprimiert, „warum hasst du mich nur so?“

Im Haus stand Vegeta vor dem geschlossenen Kühlschrank. Er hatte mächtigen Hunger. Doch Gokus Gesichtsausdruck nach seiner unfreundlichen Antwort ließ ihn nicht los. Er hatte verletzt ausgesehen.

„Du …. Idiot!“ sagte Vegeta laut und schlug seinen Kopf gegen die Kühlschranktür. Eine Beule in der Tür war die Folge. Er ging in sein Zimmer. Der Appetit war ihm irgendwie vergangen. Warum musste er Goku immer so abweisend behandeln? Eigentlich wollte er das doch gar nicht. Wenn Goku ihn anlächelte, überlief ihn ein Schauer, und wenn er in seine Augen sah.. am liebsten würde er ihn dann in den Arm nehmen und küssen. Ärgerlich wischte er diese Gedanken beiseite. Er konnte nicht gegen seinen Stolz an. Er würde nicht um Goku werben! Und wenn Goku was von ihm wollte, dann musste er zu ihm kommen. ‚Er zeigt dir doch immer wieder, das er dich mag’ flüsterte wieder die Stimme in ihm. ‚Lass es doch zu!’ Mit verkniffenem Mund starrte Vegeta vor sich hin. Dann gab er sich einen Ruck. „Gut!“ knurrte er. „Ich kann es ja mal versuchen…“

Als Goku zu Hause ankam waren Piccolo und Gohan schon lange da und aĂźen in der KĂĽche zu abend. Die beiden Kleinen begrĂĽĂźten ihn kurz und tobten dann weiter hinter dem Haus herum.

„Hallo Papa, naa wie geht’s?“ neckte Gohan ihn. Goku verzog das Gesicht. Wahrscheinlich hatte Chichi schon ausführlich über seine „Entgleisung“ herumgezetert, denn auch Piccolo sah ihn grinsend an.

„Na, wieder auf dem Damm?“ fragte er anzüglich. Goku stöhnte.

„Hört bloss auf!!“

Chichi trat in die Küche. „Da bist du ja. Willst du was essen?“ fragte sie mit normaler Stimme. Goku war verblüfft.

„Ja, gerne!“ Er hatte ein Mordstheater erwartet und nun das!

Wortlos tat Chichi ihm auf. Erst jetzt merkte Goku, dass er einen Heißhunger hatte. Die nächste halbe Stunde tat er nichts anderes als Essen. Gohan und Piccolo sahen amüsiert zu. „Hast Du bei Bulma nichts zu essen bekommen?“ fragte Gohan.

„Oder hast du dich die ganze Zeit mit Vegeta herumgeprügelt?“ spielte Piccolo auf seinen Kopfverband an. Goku sah zu Chichi hinüber. Sie stand mit steinerner Miene am Abwasch. Er gab den beiden ein Zeichen, mit der Neckerei aufzuhören, als Chichi plötzlich sagte: „Gohan, Piccolo, laßt uns allein. Wir müssen reden“. Die beiden sahen Goku an, der nickte. Schweigend verließen sie darauf die Küche.

„Goku, ich habe nachgedacht.“

„Chichi, ich…“

„Hast Du eine andere Frau?“

Goku war schockiert.

„Nein, natürlich nicht!“

Chichi holte tief Luft.

„Bist Du dir im klaren, ob du mich noch liebst?“

„…“

„Falls das nämlich nicht der Fall sein sollte, schlage ich vor, dass wir uns eine Weile trennen, damit du dir darüber klar wirst. Es hat keinen Sinn, aufeinanderzuhocken und sich ständig zu streiten.“

Goku sah sie sprachlos an. Kein Gekeife, keine Szene. Nur ein ziemlich vernĂĽnftiger Vorschlag. Bevor er antworten konnte, sprach Chichi schon weiter.

„Ich schlage vor, du wohnst bei Bulma. Sie haben genug Platz, und wenn du es willst kannst du dich ja täglich von Vegeta zusammenschlagen lassen..“ sie sah, dass er bei der Nennung dieses Namens zusammenzuckte. „Ich muss schon sagen, er hat dich ganz schön zugerichtet! Bist du nicht in Form oder was?“ spottete sie.

„Chichi, es tut mir leid, dass ich dir nicht der Ehemann bin, den du wohl erwartet hast..“ begann Goku.

„Nun warte doch erstmal ab, Goku, vielleicht haben wir ja noch eine Chance…“

„Ja, vielleicht…“ aber in seinem Geist erschien das Bild von Vegeta in der Abendsonne, und er musste wieder schlucken. Dann gab er sich einen Ruck.

„Ich spreche mit Gohan. Sagst Du es dem Kleinen?“

„Wozu, er wird keinen Unterschied merken. Du bist doch sowieso nie hier!“

Das klang nun doch ein wenig bitter.

„Chichi, es tut mir leid…“

„Das hast Du schon gesagt, Goku. Am besten gehst du gleich, damit nicht noch ein Drama draus wird!“ In Chichis Augenwinkel glänzte eine Träne.

Goku wuĂźte nichts mehr zu sagen und holte ein paar Sachen. Als er sich verabschieden wollte drehte Chichi ihm den RĂĽcken zu, und so ging er einfach los. Vor dem Haus standen Piccolo und Gohan und unterhielten sich anscheinend sehr intensiv, denn sie bemerkten ihn zuerst gar nicht. Als er sie ansprach fuhr Gohan herum und zu Gokus Verwunderung wurde er leicht rot. Auch Piccolo wirkte etwas verlegen.

„Papa…“

„Gohan, ich ziehe eine Weile zu Bulma. Deine Mutter und ich müssen uns über unsere Beziehung klar werden..“ sagte Goku, über Gohans und Piccolos Reaktion allerdings etwas verwundert. Doch er war zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um sich Gedanken darüber zu machen.

„Ihr trennt euch??“ fragte Gohan entsetzt.

„Vorerst – ja! Aber sag Goten noch nichts, wir wollen ihn nicht beunruhigen.“

„Ok, Papa. Aber..“

„Gohan, glaub mir, es ist das beste im Moment. Wir streiten uns doch nur noch!“

„Wenn du es sagst, Papa..“

„Bis dann!“ Goku nickte Piccolo zu und flog ab. Er wollte zu Yamchu, sehen ob er Bulma noch erwischte. Doch diese war schon weg. Yamchu war zwar erstaunt, akzeptierte aber Gokus und Chichis Entschluß und bot ihm Hilfe an.

„Willst Du bei mir wohnen? Ist zwar ein bißchen eng, aber..“

„Ich ziehe zu Bulma“ Goku sah Yamchu’s Gesichtsausdruck und fragte ihn geradeheraus:

„Yamchu, bist du eifersüchtig?“

„Naja, es ist nur, weil du doch jetzt quasi wieder solo bist…“

„Blödmann! Ich liebe Bulma, aber wie meine Schwester, also keine Sorge!”

Yamchu nickte. „Klar, Goku, war ’ne blöde Reaktion von mir. Nichts für Ungut, du hast jetzt sicher andere Sorgen! Und ich wünsche Dir, dass du bald wieder klar kommst…“

‚An mir soll es nicht liegen!’ dachte Goku ‚Und – allerdings, ich habe jetzt ganz andere Sorgen…’ Er seufzte. „Man wird sehen!“ sagte er und machte sich auf den Weg zur Capsule Corp.

Als er ankam war zu seiner Ăśberraschung auch Piccolo da. „Chichi will nicht, dass ich bei euch schlafe, und ich habe keine Lust nach Hause zu fliegen“ knurrte der. Goku muĂźte grinsen. Typisch Chichi! Sie konnte Piccolo einfach nicht leiden. „Mach dir nichts draus, ich bin froh, dass du hier bist!“ sagte er zu ihm. Bulma kam mit Vegeta heran und beide hatten noch den letzten Satz gehört. Während Vegeta dreinsah, als ob er auf etwas Saures gebissen hätte,  und sofort verschwand, grinste Bulma vor sich hin.

‚Ich auch’ dachte sie hinterhältig. Sie hatte einen Plan…

Spät nachts, als alles ruhig war, saĂź Goku vor dem Haus. Er konnte nicht schlafen, da er ja den ganzen Nachmittag verpennt hatte. Es war Vollmond. Das weiĂźe Licht umspielte seine Gestalt und lieĂź seine schwarzen Haare schimmern. Goku lieĂź den vergangenen Tag noch einmal an sich vorĂĽberziehen und seufzte. Er stand vor einem TrĂĽmmerhaufen! Seine Famile war im Begriff sich aufzulösen, und die einzige Person, um die seine Gedanken immer wieder und wieder kreisten hatte nichts anderes im  Sinn, als ihn ständig verdreschen zu wollen. Wieder sah er das Bild von Vegeta im Abendlicht vor sich. Er seufzte tief.

„Na, Goku, bist ganz schön deprimäßig drauf, was?“ Piccolo setzte sich neben ihn. Goku fuhr zusammen, doch dann stützte er seinen Kopf in die Hand und sah verzweifelt zu Piccolo auf.

„Ach Piccolo, ich mache anscheinend alles falsch! Meine Frau ist unzufrieden, ich krieg’ irgendwie nix auf die Reihe und Vegeta hasst mich…“

„Na, das dürfte ja wohl das geringste Übel sein!“ meinte Piccolo abfällig, als er aber Gokus Gesichtsaudruck sah, stutzte er.

‚Aha, so läuft der Hase also’ dachte er amüsiert. ‚Hat er sich doch tatsächlich in den kleinen Hitzkopf verknallt. Da hat er ja noch was vor…’ Aber er hatte eigentlich ein anderes Anliegen..

„Goku, weißt du noch, als du noch klein warst?“

„Hmm?“

„Wir waren damals die schlimmsten Feinde, oder?“

„Ja, aber was…“

„Und heute? Wie stehst du heute zu mir?“

„Naja…“ auf was wollte Piccolo um Himmels willen hinaus? Doch nicht etwa??

„Sind wir Freunde?“ Piccolo ließ nicht locker

„Sind wir das???“ Goku starrte ihn an. Warum kam er jetzt damit? Bitte, nicht..

„Das hoffe ich doch sehr…“

Piccolo legte Goku die Hand auf die Schulter. Der versteifte sich. Nein! Piccolo wollte doch nichts von ihm? Oder? Oder?!

„Goku, ich kann dich wirklich gut leiden… ich würde dich sogar als sehr guten Freund bezeichnen..“ Piccolo näherte sein Gesicht dem von Goku. „Aber, nimmst Du mich auch …“

Panikartig sprang Goku auf. Er grinste und lachte verlegen, und ging vorsichtshalber noch einen Schritt weiter weg. Seine Gedanken jagten sich. ‚Schnell, sag irgendwas, um Gottes willen, lass Piccolo nicht weiterreden, sonst macht er dir gleich einen Antrag’ schoss ihm durch den Kopf.

Piccolo sah ihn verständnislos an. Was hatte Goku denn auf einmal?

„Danke, dass du das sagst, Piccolo, ja, Freunde, Freunde sind gut, ich kann einen guten Freund gebrauchen! Ich bin wirklich froh, und ich …“ weiter kam er nicht, denn Piccolo wurde es zu dumm, und er beendete seinen Satz, als wenn keine Unterbrechung stattgefunden hätte.

„…als Schwiegersohn?“

„Ääh, wie bitte?“ Er starrte Piccolo an. Selbst im Mondlicht sah man, dass dieser knallrot geworden war. Er konnte Goku nicht in die Augen sehen, sprach aber weiter:

„Goku, ich sage es dir am besten rundheraus: Gohan und ich lieben uns. Wir wollen zusammenbleiben.“

Goku fehlten die Worte. Er war völlig fassungslos. Das war das letzte, was er erwartet hätte. Er schloss die Augen und schluckte.

„Piccolo, das ist…. ich…“

Piccolo stand jetzt ebenfalls auf. „Ich hatte eigentlich gehofft, dass du nicht so reagieren würdest. Aber was solls. Ich kann dir nur eines sagen: Ich werde um Gohan kämpfen! Auch mit dir! Notfalls auch jetzt gleich!“ Er ballte die Fäuste.

„Aber Piccolo, das ist toll! Einen besseren Fang kann Gohan nicht machen! Ich freu mich für euch!“ Goku fiel Piccolo um den Hals und drückte ihn. Der war etwas perplex. Das hatte er nun nicht mehr erwartet. Und körperliche Nähe war eigentlich nicht so sein Ding (bis auf gewisse Ausnahmen, hehe). Trotzdem erwiderte er die Umarmung.

„Ich bin froh, dass du es akzeptierst, Goku!“ sagte er erleichtert.

Dann setzten sie sich wieder nebeneinander und Piccolo schilderte Goku, wie es zwischen ihm und Gohan „gefunkt“ hatte. Goku war gerührt, aber auch etwas wehmütig. Wenn es doch für ihn auch so laufen würde!

Diese Möglichkeit war aber in diesem Augenblick in fast unerreichbare Ferne gerückt, denn was Goku und Piccolo nicht wußten: Vegeta hatte die ganze Szene von seinem Fenster aus gesehen. Er hatte Goku alleine im Mondlicht sitzen sehen und war von dem Anblick fasziniert gewesen. Gerade hatte er überlegt zu ihm zu gehen, als Piccolo auftauchte. Sein Gesicht verfinsterte sich und er wartete ab und beobachtete die beiden. Als Piccolo dann Gokus Schulter berührte, hatte es ihm einen Stich versetzt. Auch er hatte sehen können, dass Piccolo rot geworden war, und als Goku diesen schließlich umarmte, war er fast verrückt geworden vor Eifersucht. Er konnte es nicht mehr mit ansehen und wandte sich vom Fenster ab.

„Piccolo, du Bastard, das wirst du büßen!“ zischte er. Wutentbrannt ging er ins Bett. „Soviel zum Thema ‚Goku mag mich’“ verhöhnte er seine eigene innere Stimme und wälzte sich lange hin und her, bevor er in einen unruhigen Schlummer fiel. Er träumte:

Er war mit Goku an einem einsamen See, und sie schwammen um die Wette hindurch. Goku gewann. Sie stiegen aus dem Wasser und Goku, glitzernd vor Nässe,  lachte ihn an. Vegeta-Schatz, komm her, und bring das Sonnenöl mit, ich will dich damit einreiben… Vegeta lächelte zurĂĽck. Er schnappte sich die Ă–lflasche und ging langsam auf Goku zu. Er legte sich vor ihm auf den Bauch in den heiĂźen Sand, und Goku begann zärtlich, seinen RĂĽcken zu massieren. Vegeta schnurrte wie ein Kätzchen. Plötzlich drehte er sich um und zog Gokus Kopf zu sich herab. Der sah ihm tief in die Augen, seine Lippen kamen näher und öffneten sich leicht. ‚Vegeta’ murmelte er, jetzt ganz nah an dessen Mund…

„Ah!“ Vegeta fuhr hoch und wischte sich die Stirn. Er war wohl verrückt geworden! Jetzt verfolgte ihn dieser Kerl schon in seinen Träumen! Das musste aufhören. Sofort! Er ging unter die Dusche und drehte den Wasserhahn auf eiskalt. Danach warf er noch einen Blick aus dem Fenster. Dort war niemand mehr. Zitternd vor Kälte kroch er wieder unter seine Decke und schlief bald wieder ein, diesmal tief und traumlos…

Am nächsten morgen stand Vegeta früh auf. Er hatte vor, Goku zu einem Trainingskampf herauszufordern. Doch Bulma sagte ihm, dass dieser schon mit Piccolo aufgebrochen war, wohin wusste sie nicht.

Vegeta schäumte. Das wurde ja immer besser! Bockig ging er in den Trainingsraum und knallte die Tür hinter sich zu. Bulma grinste ihm hinterher.

„Das wird ja langsam!“ murmelte sie zufrieden. Sie hatte den Vorschlag gemacht, dass Goku und Piccolo zusammen trainierten. Goku hatte gern angenommen, er fürchtete sich, Vegeta zu begegnen. Und Piccolo hatte sich nichts dabei gedacht, wieso auch?

Mittags tauchten Goku und Piccolo wieder auf, Goku war etwas besser drauf und lächelte wieder.

Vegeta stand vor dem Haus.

„Na, so gut gelaunt, Kakarott? War wohl ein schöner Vormittag, was?“ spottete er.

„Ja, danke Vegeta! Ich bin jetzt wieder etwas entspannter“ sagte Goku harmlos. Was hatte der den schon wieder?

Vegeta glaubte, platzen zu müssen. „Schön, dass Piccolo zu deiner ‚Entspannung’ beigetragen hat!“ sagte er mit beißendem Spott, und stolzierte von dannen.

„Was ist denn mit dem los?“ staunte Goku.

Piccolo zuckte die Schultern. „Mir doch egal, der hat sie doch nicht alle! Ich habe jedenfalls Hunger!“ knurrte er und ging hinein, um Bulma nach etwas zu Essen zu fragen.

„Gute Idee!“ Auch Goku hatte Bärenhunger.

Bulma tischte ihnen auf und sagte nebenbei: „Ich fahre gleich zu Yamchu..“ Goku grinste sie an und sie errötete. „Nicht was Du wieder denkst, wir wollen bummeln gehen!“ sagte sie patzig, lächelte aber dabei.

„Piccolo, kannst du dich mit Goku um die Kids kümmern? Chichi hat heute keine Zeit Trunks zu hüten und Goten will hier übernachten!“

Piccolo nickte. Bulma war zufrieden. Das klappte ja wie am SchnĂĽrchen!

„Ok, dann zisch ich los. Viel Spass noch!“ sprachs und war verschwunden. Draußen hupte der Schulbus und Goten und Trunks kamen angerannt.

„Papa, Piccolo! Trainieren wir alle zusammen, ja?“ schrie Goten atemlos, und auch Trunks begrüßte Goku und Piccolo.

„Ich schlage vor, wir gehen alle schwimmen“ meinte Goku.

„Jaaa, hurra“ schrien die Kinder, und Trunks rannte los, um Vegeta zum mitkommen zu überreden. Zu aller Überraschung sagte der zu und bald lagerten sie alle an einem See (nein, nicht der See!! ^_^).

Die Kinder tobten im Wasser herum, Vegeta schwamm stur seine Bahnen und Piccolo und Goku veralberten sich gegenseitig:

“Wir sind die idealen Eltern!“

„Ja, lass uns heiraten“ .. immer weiter schmückten sie ihre Alberei aus „Ja, ein weisses Brautkleid“ „und eine Hochzeitskutsche“ „Blumenmädchen…“.

Vegeta konnte es nicht mehr hören. Er schnappte sich seine Sachen und meinte bissig:

„Mir langts. Ich hau ab.“

„Ok, tschau“ Goku tat gleichgültig, obwohl es ihn fast zerriss. Warum zum Teufel war Vegeta so kaltschnäuzig?

Piccolo nickte Vegeta zu und ging ins Wasser zu den Kindern. Als dieser auĂźer

Hörweite war, machte Vegeta im Weggehen noch eine Bemerkung, die Goku einen Stromstoß versetzte:

„Ihr habt die Hochzeitsnacht vergessen, Goku…“

Goku sah ihm fassungslos nach. Nicht wegen des  Spruches, der passte zu Vegeta. Aber – Vegeta hatte ihn Goku genannt!

Als Piccolo mit den Kindern aus dem Wasser kam, fand er einen sehr nachdenklichen Goku vor. Da der aber nichts sagte, lieĂź er ihn einfach in Ruhe. Bald flogen sie nach Hause.

Bulma hatte schon das Abendessen fertig und alle langten kräftig zu. Vegeta sagte beiläufig:

„Na, Kakarott, hast du morgen Lust auf eine Trainingsrunde im G.R. Raum mit mir?“

„Sorry, Vegeta, aber mein Schädel ist dem noch nicht gewachsen, fürchte ich“ sagte Goku verlegen.

„Weichei. Wie du willst!“ Vegeta stand auf. „Ich gehe auf jeden Fall jetzt noch mal in den G.R. Raum.“ Weg war er. Goku war immer noch verunsichert. „Goku… warum hat er mich vorhin so genannt? Das tut er doch nie?“ dachte er.

Später lag er in seinem Bett, als es an der Tür klopfte. Er fuhr hoch. War das Vegeta? Piccolo steckte den Kopf herein. „Bist du noch wach?“

„Ach du bist es, Piccolo…“

„Hast du wen anderes erwartet?“

„Nein, nein. Komm ruhig rein!“

Piccolo setzte sich auf den Stuhl gegenĂĽber Goku hin.

„Ich wollte mal hören, was mit dir los ist..“ begann Piccolo.

„Los.. ach, gar nichts, Piccolo. Mir geht’s gut!“ doch sein trauriger Blick strafte Goku lügen.

„Piccolo…“

„Ja?“

„Hast du, ich meine hattet ihr, also du und Gohan, habt ihr..!“

„Du meinst Sex? Nein. Gohan ist noch nicht bereit dazu, und das akzeptiere ich.“

„Oh.. schade..“

„…“

Als Goku Piccolos Gesichtsausdruck sah, wurde er rot. „Nein, nein, ich meinte das nicht so, ich wollte, … naja, also, wenn ihr das mal macht, dann…“ er kam nicht weiter.

Vegeta, der aus dem G.R. Raum gekommen war ging vor dem Zimmer vorbei. Dann blieb er plötzlich stehen. Er hatte Gokus Stimme gehört. Er glaubte es selbst nicht, aber er lauschte an der Tür! Egal, er mußte wissen, mit wem Goku da sprach!

„Goku, hast du ein Problem?“

Vegeta wurde es heiĂź. Das war ja Piccolo! Er unterdrĂĽckte den Impuls die TĂĽr aufzureiĂźen und presste sein Ohr an das Holz.

„Piccolo, also, äh ich weiß ja nicht wie das ist, Sex unter Männern … und… ich mache mir Sorgen!“

Vegeta glaubte, nicht richtig zu hören. WAS hatte Goku da gesagt? Zu Piccolo!?

Der antwortete leichthin „Ach, das ist es. Das brauchst du nicht, es ist nicht viel anders als mit einer Frau, glaube mir.“ Er grinste „Zumindest für einen! Für den anderen ist es am Anfang etwas schmerzhaft, wenn man nicht aufpasst, aber es gibt Mittel die es erleichtern…“

„Da bin ich ja beruhigt. Weh tun soll es schließlich nicht. Was für Mittel sind das denn?“

„Naja, es gibt Cremes, oder Öl als Gleitmittel.. und Enspannungstechniken…“

Vegeta konnte es nicht glauben. Da besprachen die beiden offensichtlich in aller Ruhe ihre erste Liebesnacht! Er verließ fluchtartig seinen Lauschposten und verzog sich in sein Zimmer. Das Gehörte hatte zudem bei ihm Vorstellungen erzeugt, die eine heftige Reaktion ausgelöst hatten, welche sich in einer qualvollen Enge in seiner Hose äußerte. Zu seinem eigenen Erstaunen war er nicht zornig, sondern von einer tiefen Traurigkeit erfüllt.

„Was solls, du Trottel. Das wars dann halt – verloren“ sagte er zu sich selbst. 

Er legte sich auf sein Bett und tastete nach seiner Erektion. Dann stellte er sich vor, was Piccolo und Kakarott jetzt taten. Er packte fester zu. Er konnte nicht anders, er muĂźte den Gedanken zu Ende denken.

„Sie schlafen miteinander. Sie treiben es. Verdammt!“ Zu seinem Ă„rger stiegen ihm Tränen in die Augen. Er zwinkerte wĂĽtend. Plötzlich schob sich ein anderes Bild vor diese Vorstellung. Er und Kakarott an dem See aus seinem Traum. Kakarott lag unter ihm und stöhnte seinen Namen, wieder und wieder. Vegeta begann, seine Hand zu bewegen. Fester. Schneller. Er fĂĽhlte, wie er  immer leichter wurde. Leise stöhnte er. Ja! Seine Handbewegungen wurden noch schneller. „Goku… aah – Goo..kuuuuu…….“

Währenddessen hatte das Gespräch in Gokus Zimmer eine Wendung genommen. Piccolo sah Goku forschend an.

„Goku?“

„Hmm“

„Warum fragst Du mich eigentlich so intensiv darüber aus? Doch nicht wegen Gohan, oder?“

Blush. Knallrot im Gesicht stammelte Goku:

„Doch.. natürlich. Was denn sonst?“

„Und warum wirst Du so rot?“

„Weil es mir peinlich ist. Ääh, sorry, aber ich würde jetzt gerne schlafen.“ Goku drehte sich um und schloß die Augen. Hoffentlich fragte Piccolo nicht weiter!

„Ok, ok. Gute Nacht!“ Grinsend verließ Piccolo das Zimmer.

‚Ihr seid schon zwei arme Irre’ dachte er als er an Vegetas Zimmer vorbeiging. Plötzlich blieb er stehen. Er hatte ein Keuchen gehört. Dann, unterdrücktes Stöhnen: „Go..kuuu…“

Nachdenklich ging Piccolo in sein Zimmer. Dort setzte er sich aufs Bett und stützte den Kopf in die Hände.

Am nächsten morgen flog Goku zu Chichi, um noch ein paar Sachen zu holen. Vegeta und Piccolo saßen in eisigem Schweigen am Frühstückstisch. Bulma wunderte sich, sagte aber nichts. Als die Kinder zur Schule weggefahren waren und sie abgeräumt hatte, ging sie ins Labor, um ihrem Vater zu helfen. Vegeta sah Piccolo kalt an.

„Na, wie war die Nacht?“ fragte er aufreizend.

„Sehr ruhig und erholsam, denke ich“ gab dieser ironisch zurück.

„Na, dann kannst Du dich ja mit mir auf einen Trainingskampf einlassen!“

„Jederzeit!“

Wenig später waren sie bei 25 G im G.R. Raum am kämpfen. Keiner schenkte dem anderen etwas, aber Piccolo war Vegeta leicht ĂĽberlegen. Das erfĂĽllte Vegeta wieder mit heiĂźer Wut. Dieser grĂĽne Bastard! Nahm ihm den Geliebten weg – Badamm! Moment mal, was hatte er da gerade gedacht? Die Erkenntnis traf ihn mit derselben Wucht, wie der nächste Schlag von Piccolo. Er ging zu Boden und wischte sich das Blut aus dem Mundwinkel. Er blieb einen Moment lang sitzen. Ja, verdammt noch mal, er liebte Kakar.. Goku. Er konnte, er wollte nicht ohne ihn leben! Er wollte mit ihm im Bett liegen, wollte ihn  seinen Namen stöhnen hören.

„Nanu, Vegeta, so schlapp heute?“ spottete Piccolo.

Mit einem Wutschrei sprang Vegeta auf. Das war zuviel gewesen. Er ließ sich nicht von diesem Namekianer den Geliebten wegnehmen, sich verdreschen und dann auch noch verspotten. Das hatte er, Prinz Vegeta, nicht nötig.

„Na warte, du Dillgurke, dir werd’ ich’s zeigen!“ brüllte er und stürzte sich auf den fast doppelt so großen Rivalen. Dieser war zuerst überrascht, fing sich aber schnell und wehrte sich kraftvoll. Eine Stunde lieferten sie sich eine Schlägerei, dass die Wände wackelten. Bulma, die das Gebrülle bis ins Labor gehört hatte, lief zum G.R. Raum und spähte durch das Fenster.

„Die sind wahnsinnig geworden“ stöhnte sie, konnte aber nicht eingreifen. Da kamen Goku und Gohan angeflogen.

„Was ist denn hier los?“ fragte Goku.

„Vegeta und Piccolo wollen sich anscheinend gegenseitig umbringen“ meinte Bulma ratlos. Gohan, der durch das Fenster den Kampf beobachtete, drehte sich um.

„Nein, Vegeta will Piccolo plattmachen, aber der wehrt ihn nur ab“ widersprach er.

Jetzt schaute auch Goku durch das Fenster. Nach einer Weile sagte er:

„Stimmt. Lassen wir sie.“ Gohan und Bulma schauten ihn sprachlos an. Goku zuckte die Achseln. „Ist doch nicht unsere Sache, oder?“

„Hast eigentlich recht. Ich hol schon mal Verbandzeug“ sagte Bulma. Gohan sah unentschlossen aus. Goku legte den Arm um seine Schultern.

„Keine Sorge, Gohan, deinem Geliebten wird schon nichts passieren.“

„…“

„Du brauchst nicht rot zu werden, ich weiß Bescheid. Piccolo hat mir gestern Nacht alles gesagt. Ich freue mich für dich, mein Sohn!“

Erleichtert lächelte Gohan seinen Vater an, blickte dann aber wieder besorgt auf die Kämpfenden.

„Komm schon, Gohan, die tun sich nichts!“ Widerstrebend ging Gohan mit seinem Vater zu Bulma ins Haus.

Der Kampf tobte weiter. Piccolo merkte, dass Vegeta nicht mehr lange durchhalten wĂĽrde und nahm seine Angriffskraft etwas zurĂĽck.

Vegeta begann, Piccolo zu verhöhnen.

„Na, ist es nicht schön, Sex mit einem Kerl zu haben? Mal was anderes, wie?“

Piccolo, der diesen Spruch natĂĽrlich auf Gohan bezog, griff Vegeta jetzt doch wieder wĂĽtend an. Was hatte den denn das zu interessieren?

„Das geht dich zwar einen Scheißdreck an, aber wir hatten noch keinen Sex“ knurrte er.

„Noch nicht? Also willst du es!“ Vegeta schäumte vor Wut.

„Allerdings. Und – er – will es – auch!“ gab Piccolo zwischen seinen Schlägen zurĂĽck.

„Das glaube ich!“ keuchte Vegeta, der jetzt rot angelaufen war, und versuchte seine Angriffe noch mehr zu verstärken. Doch er war völlig fertig und wankte schon.

Da packte Piccolo Vegeta an den Schultern und presste ihn gegen die Wand.

„Du Idiot!“ schrie er ihn an. „Willst Du dich umbringen? Bei 25 G macht dein Kreislauf nicht mehr lange mit, und dann krepierst du!“

„Das ist mir egal, aber dich nehme ich auf jeden Fall mit! Du kriegst Kakarott nicht!“ knirschte Vegeta zwischen den Zähnen.

Piccolo war über diese Äußerung so überrascht, dass er ihn losließ und einen Schritt zurücktrat. Das machte Vegeta sich sofort zunutze und stürzte sich auf ihn. Da er durch die hohe Schwerkraft aber schon sehr geschwächt war, schaffte er es nicht, Piccolo zu überwältigen. Dieser wich einfach zur Seite aus und Vegeta prallte, mit dem Gesicht voran, an die gegenüberliegende Wand. Ihm wurde schwarz vor Augen. Piccolo trat hinter ihn und hielt ihn an beiden Schultern an der Wand fest.

„Jetzt hör mir mal gut zu, du eifersüchtiger Volltrottel, Goku will nichts von mir und ich nichts von ihm! Ich habe eben nicht von ihm geredet. Ist das klar?“ zischte er ihm ins Ohr. Dann ließ er einfach los, und Vegeta sackte in sich zusammen. Piccolo drehte die Schwerkraft auf normal und verließ den Trainingsraum. Schwer atmend saß Vegeta auf dem Boden. In seinem Kopf rotierte alles. Was hatte Piccolo da gesagt? Und gestern Nacht? Er hatte es doch mit eigenen Ohren gehört! Verwirrt wankte er aus dem G. R. Raum. Bulma, die mit Verbandzeug ankam, scheuchte er mit einer Handbewegung beiseite und schleppte sich in die Dusche. Unter dem kalten Wasserstrahl klärten sich seine Gedanken aber auch nicht, und so verzog er sich in sein Zimmer und begann zu grübeln. Wenn Goku nichts von Piccolo wollte, wieso hatte er sich so ausführlich mit ihm über Sex zwischen Männern unterhalten? Wer war der Kerl, den Goku liebte?

to be continued…

[jaja, ich quäl’ euch (und Vegeta) noch ein bisschen… *sfg* (^.^)]

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