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Disclaimer: Die Figuren gehören Toriyama-san, die Story ist frei erfunden

Pairings: Vegeta/Kakarott, Vegeta/Bulma, Kakarott/Chichi

Widmung: Immer noch: FĂĽr alle, die mir soo liebe Kommis geschrieben haben!

Warnings: Sad, lime, lemon, romance, depri 

Viel Spass!

Haruka

 

You may have my body, but you can’t get my soul - Part  8

Sekundenlang lagen sie so da und sahen sich schweigend in die Augen. Kakarott schluckte. Was wĂĽrde jetzt geschehen? Der König war ihm so nah, zu nah… „Was … hast du mit mir vor, Vegeta?“ fragte er tonlos. „Ich… will dich, Kakarott!“ antwortete der König rau. Gequält schloss Kakarott die Augen. Sein Herz schlug hart gegen seine Rippen. ‚Ich will Dich auch, Vegeta, Gott weiĂź, dass ich dich will, aber – wozu? Damit du mich hinterher fortwirfst, wenn du zu deiner Königin zurĂĽckkehrst?’ Er spĂĽrte, wie Vegeta sich zu ihm hinunterbeugte, seinen Hals mit den Lippen streifte, dann strich der König zart mit der Zunge ĂĽber sein Ohrläppchen. So gut… Alles in ihm schrie danach, Vegetas Zärtlichkeiten zu erwidern, und er stöhnte leise auf. Dadurch ermutigt schloss der König Kakarott fest in seine Arme und lieĂź seine Lippen ĂĽber den Wangenknochen zu dessen Mund wandern. Panik stieg in  Kakarott auf, Angst vor seinen eigenen GefĂĽhlen, und er wehrte sich wild gegen den Kuss. Sofort lieĂź der König von ihm ab. Kakarott sprang auf, zitternd vor Verlangen, Verzweiflung, und unterdrĂĽckten Tränen, und sah ihn zornig an.

„Was soll das jetzt wieder werden?“ fragte er mit versagender Stimme, „Eine neue Quälerei? Du erzählst ständig von deiner Liebe zu mir. ‚Ich liebe dich, Kakarott!’ Du hast diese Phrase so lange auf mich eingedroschen, bis ich es tatsächlich geglaubt habe, ich Idiot! Ich habe die ganze Zeit, als ich unterwegs war, Tag und Nacht nur an dich gedacht, ich wusste selbst nicht warum. Lachhaft. Und du? Auf deiner verwĂĽnschten Krönungsfeier, wolltest du mich da fertigmachen, oder was? Turtelst mit deiner tollen Gemahlin ’rum, aber so, dass ich es auch ja sehe! Und noch was: Warum hast du mir meinen Sohn gezeigt? Warum tust du mir sowas an, wenn du mich doch so liebst? Ich hasse dich! Du hast mich monatelang gequält mit deiner angeblichen Liebe. Du hast mir fast die Luft zum Atmen geraubt. Du hast dir meinen Körper genommen, wann immer du es wolltest, und fast, ja, fast hättest du mein Herz auch bekommen, … stell dir vor, ich hätte es dir beinahe geschenkt! Was fĂĽr eine Ironie! Denn jetzt ist dir das doch sowieso alles egal, wegen ihr! Der Frau, die du ja nur ‚heiraten musstest', das waren deine Worte, falls du dich erinnerst! Also, was willst du bitte noch von mir? Wieder meinen Körper benutzen? Nein, ohne mich! Lass mich endlich in Ruhe, du bist ja abartig!“ Seine Stimme lieĂź ihn im Stich. Die letzten Worte waren kaum noch zu verstehen. Er drehte dem König den RĂĽcken zu, damit dieser die Tränen nicht sah, die er jetzt nicht mehr zurĂĽckhalten konnte. Der stand langsam  auf. Ein ungeheures GlĂĽcksgefĂĽhl hatte ihn ergriffen.

‚Er ist ja eifersĂĽchtig. Sogar total eifersĂĽchtig! Er – er  …’ Vegeta trat ganz nahe an Kakarott heran. Dieser spĂĽrte die Bewegung in seinem RĂĽcken, drehte sich um und starrte ihn aus tränenfeuchten Augen an. Vegeta erwiderte seinen Blick und hob die Hand. Kakarott spannte die Muskeln an, er erwartete einen Schlag. Aber der König legte seine Hand nur leicht an Kakarotts Wange und sagte, ganz sanft:

„Ich kann mich ja irren, aber du hast mir da gerade eine Liebeserklärung gemacht, oder, Kakarott?“ Dieser zuckte zurück. Er war völlig fertig und erst einmal sprachlos. Dann schrie er den König an: „Sag mal, hörst du mir eigentlich zu? Ich hasse dich! Ich will dich nie wieder in meiner Nähe haben, du Arschloch.“ Er wollte Vegeta einen Schlag verpassen, doch dieser fing seine Faust auf, es folgt die zweite, er fing auch diese ein. Dann drehte er Kakarott die Arme auf den Rücken und warf ihn zu Boden. Kakarott versuchte, sich aus seiner Umarmung herauszuwinden, doch Vegeta hielt ihn eisern fest. Er küsste ihn wieder, diesmal fordernd, ließ nicht locker, bis seine Zunge Einlass gefunden hatte. Er spürte, wie Kakarotts Widerstand erlahmte, und löste probehalber seinen Griff, bereit, sofort fest zuzupacken, falls dieser sich wieder wehren sollte. Doch der tat nichts dergleichen, sondern blieb keuchend liegen, nachdem sich ihre Lippen wieder getrennt hatten. Der König zog seine Hände unter Kakarotts Rücken hervor und umfasste zärtlich dessen Gesicht.

„Wie kannst du nur glauben, dass ich aufgehört habe, dich zu lieben. Ich liebe dich mehr denn je. Durch die Angst, die ich um dich hatte, ist diese Liebe gewachsen bis sie mich beherrscht hat, mein Denken, mein FĂĽhlen, mein ganzes Sein.“ Kakarott sah stur an ihm vorbei. „Das glaube ich dir nicht. Du hast doch jetzt deine Königin… und alle sagen, du liebst sie!“ stieĂź er trotzig hervor. „Kakarott...“ sagte Vegeta sanft. Keine Reaktion. Dieser starrte weiter in den Himmel. „Kakarott!.. sieh mich an.“ Widerstrebend gehorchte dieser. „Bulma ist meine Ehefrau, und sie ist sehr liebenswĂĽrdig. Und… sie liebt mich sogar.“ Er lächelte „Obwohl ich nicht weiss, wieso eigentlich..“ Kakarott kämpfte mit sich. Dann fragte er doch. „Und du? Liebst du sie?“ Vegeta schwieg einen Moment, dann... „Ja. Das heisst, ich… ich mag sie sehr gerne, ich respektiere sie. Aber – dich liebe ich auf eine Art, die damit nicht zu vergleichen ist.“ „Aber du hast es genossen, mit ihr zu schlafen, oder?“ Der König dachte an die vergangene Nacht. Dachte daran, was er im Augenblick der größten Lust gedacht, und wen er dabei im Sinn gehabt hatte, und musste lächeln. „Ja und Nein…“ Kakarott sah ihn verständnislos an. Doch es kam keine Erklärung, und irgendwie wollte er gar keine Einzelheiten wissen… 

Vegeta sah ihm wieder in die Augen. „Kakarott, ich wĂĽnschte, ich könnte dir meine GefĂĽhle fĂĽr dich begreiflich machen… Ich bin … ich habe …  verdammt, als du verschollen warst, auf diesem Planeten, da dachte ich, ich werde verrĂĽckt, weil ich so lange nichts von dir gehört habe. Ich habe so groĂźe Angst gehabt, ich dachte, ich sehe dich nie wieder. Ich… ich dachte… “ er konnte nicht weitersprechen. Eine Träne rollte ĂĽber seine Wange. Zögernd hob Kakarott die Hand und wischte sie weg. „Was hast du gedacht, Vegeta?“ fragte er leise. Der König schloss die Augen. „Dass… du es wieder getan hast. Und dass ich dir dieses Mal nicht helfen konnte…“ flĂĽsterte er. Wieder floss eine Träne. Und noch eine. Etwas in Kakarott gab nach. Er glaubte ihm. Er wusste nicht, ob Vegeta ihn morgen, in einer Stunde, in einer Minute auch noch so lieben wĂĽrde, aber das war ihm im Moment vollkommen egal. Er wusste nur, was sein Herz jetzt wollte … Er umfasste Vegetas Nacken und zog ihn zu sich herunter.

„Nicht weinen, mein König, jetzt bin ich ja da…“ sagt er sanft. Vegeta sah ihn ungläubig an. Kakarott hielt seinem Blick stand. Er zog Vegeta noch näher und berĂĽhrte mit seinen Lippen  zart dessen Mund. Mit einem Aufschluchzen warf sich dieser in seine Arme, und erwiderte den Kuss mit fast verzweifelter Leidenschaft. Als sich ihre Lippen wieder trennten, suchte der König den Blick Kakarotts. Suchte nach Unsicherheit oder Angst, doch jener starrte ihm nur vernarrt und voller Verlangen in die Augen. Da zog der König vorsichtig, mit fragendem Blick, an Kakarotts Oberteil. Der zögerte nicht länger und streifte gleich alle seine Sachen ab. Vegeta befreite sich ebenfalls von seinen  Kleidern und sie standen sich nun nackt gegenĂĽber, betrachteten sich gegenseitig, so als ob sich jeder den Anblick des anderen besonders gut einprägen wollte. Vegetas Blick glitt ĂĽber Kakarotts Körper und blieb an der frischen Wunde hängen. Zart fuhr er sie mit dem Finger nach, was Kakarott erschaudern lieĂź. Vegeta fasste seine Arme und zog ihn an sich. „Was ist das, Kakarott?“ fragte er fast flĂĽsternd. „Das willst du nicht wissen…“ murmelte dieser und umschlang ihn fest. „Doch, das will ich!“ sagte der König, darauf bestehend. Kakarott zögerte. „Erinnerst du dich an das Katana, das du mir hast schicken lassen?“ Der König riss die Augen auf. „Du wolltest… oh mein Gott, … aber wieso…“ „Mardek hat es gerade noch verhindert…“ Vegeta sah ihn verzweifelt an. „Er kriegt einen Orden von mir! Aber Du… versprich mir, dass du nie wieder so einen ScheiĂź machst, Kakarott… oder – töte mich zuerst!“ Dieser konnte nur nicken. Seine Kehle war wie zugeschnĂĽrt. Sie lieĂźen sich zu Boden sinken und ihre Lippen fanden sich erneut zu einem leidenschaftlichen Kuss. Vorsichtig, zögernd gingen ihre Hände auf Wanderschaft, jeder erkundete den Körper des anderen, ganz so, als ob sie das erste Mal so zusammen wären. In stummer Ăśbereinkunft lieĂźen sie sich Zeit, genossen den Augenblick, das GefĂĽhl, beieinander zu sein. Doch die Erregung stieg, stieg immer weiter. Ihr Atem wurde heftiger, und Kakarott wurde als erster ungeduldig. Er kĂĽsste Vegeta fordernd, und zog ihn an sich. „Meinst du nicht, wir sollten langsam zur Sache kommen? Ich will dich! Oder vielmehr, ich vergehe gleich…“ sagte er an dessen Ohr. Dann drehte er sich unmissverständlich um und wartete. Vegeta war ĂĽberwältigt vor Freude. Kakarott wollte ihn… hatte es sogar ausgesprochen …

Er kĂĽsste Kakarotts Nacken, und lieĂź seine Hände zärtlich ĂĽber dessen RĂĽcken gleiten, um dann sehr langsam und sanft  in ihn einzudringen. Kakarott stöhnte und kam Vegeta heftig entgegen, doch der stoppte ihn und beugte sich ĂĽber ihn. „Warte, Koi, es ist das erste Mal, dass wir es uns beide wĂĽnschen, und ich möchte, dass es so lange wie möglich dauert…“ Er steigerte sich langsam in seinen Bewegungen. Kakarott wurde immer erregter, und diese Erregung war so stark, dass sie sich vollkommen auf Vegeta ĂĽbertrug. Dieser verlor fast die Kontrolle, deshalb hielt er sich wieder etwas zurĂĽck, was Kakarott gar nicht gefiel. Er presste sich fest in Vegetas SchoĂź, griff nach hinten und zog ihn enger an sich heran. Vegeta umklammerte ihn voller Leidenschaft. „Kakarott, oh  Kakarott,… ich liebe…  dich, … bitte… glaub mir, … du bist … der … einzige Mensch …den ich fĂĽr … immer… so, …mit ganzer Seele und … ganzem Herzen … lieben werde… Vegeta hatte seine Bewegungen wieder verstärkt,  während er sprach und Kakarott war fast von Sinnen vor Lust. Und als Vegeta mit einem Aufschrei der Erlösung ein letztes Mal in ihn stieĂź, sich an ihm festhielt, da ĂĽberrollte auch ihn der Höhepunkt wie eine Sturmwelle, und diese Sturmwelle riss die Worte von seinen Lippen, die schon so lange darauf gewartet hatten, ausgesprochen zu werden.. „Vegeta ich... ich liebe dich auch, ich liebe dich ĂĽber alles, Vegeta, ... mein König... ich liebe dich… “ stöhnte er immer leiser werdend, bis er es zum Schluss nur noch hauchte. Und als Vegeta schlieĂźlich zitternd ĂĽber ihm zusammensank und ihn, fest an sich gepresst, mit sich auf die Seite zog und an seinem Ohr „Ai shiteru, Koi...“ wisperte, konnte er nicht anders, als es immer wieder zu flĂĽstern...

Sie lagen lange eng aneinandergeschmiegt da. Es war, als stĂĽnde die Zeit still. SchlieĂźlich sagte Vegeta leise in Kakarotts Ohr „Ich möchte dich nie wieder loslassen, mein Geliebter.“ Kakarott gab keine Antwort und reagierte auch sonst nicht. Vegeta wartete, aber es geschah – nichts. Er schob Kakarott von sich und wollte ihn zu sich herumdrehen, aber dieser lieĂź es nicht zu. Da spĂĽrte Vegeta etwas Feuchtes auf seinem Arm. „Weinst du?“ keine Reaktion, aber er merkte jetzt, dass Kakarott zitterte. Seine Schultern zuckten. Als Vegeta ihn streichelte, schluchzte Kakarott heftig auf. Der König zog ihn wieder an sich, aber das Schluchzen wollte nicht nachlassen. Er streichelte Kakarotts Haar und fuhr sanft mit der Hand an seiner Seite auf und ab, hoffte, ihn so zu beruhigen, aber Kakarott konnte einfach nicht aufhören. „Warum weinst du?“  fragte Vegeta schlieĂźlich behutsam, aber er bekam keine Antwort. Er fragte wieder „Kannst du es mir sagen?“ KopfschĂĽtteln. „Es ist wegen Chichi, nicht wahr?“ Keine Reaktion. „Kakarott? Sag es mir doch! Oder – oder ist es wegen deines Sohnes?“  Ein zögerndes Nicken. Vegeta wurde sehr still. SchlieĂźlich gab er Kakarott frei. Dieser wollte ihn festhalten, doch der König stand auf und zog sich langsam an. Eine tiefe Traurigkeit hatte ihn ergriffen. Endlich hatte Kakarott die Worte gesagt, die er sich so lange von ihm zu hören gewĂĽnscht hatte, und doch wusste er, dass er Kakarott dennoch, oder gerade deshalb, aufgeben wĂĽrde. Er sah ihn durcheinander und verzweifelt an, aber als dieser ihn mit heiserer Stimme fragte „Vegeta? Was machst du?“ drehte er sich wortlos um, und flog alleine in den Palast zurĂĽck.

Kakarott sah ihm traurig nach. ‚Ich habe ihn verletzt. Er versteht mich nicht. Immer noch nicht… aber ich verstehe mich ja selbst nicht. Ob ihm klar ist, dass ich ihn vorhin absichtlich habe gewinnen lassen? Ich glaube nicht …’ Während er sich anzog, fragte er sich, was jetzt wohl in Vegeta vorgehen mochte. Dieser Mann war ihm ein Rätsel… und er? Was fĂĽhlte er eigentlich? Das gerade erlebte hatte ihn zutiefst aufgewĂĽhlt. Hätte der König unmittelbar danach zu ihm gesagt, ‚Lass uns hier weggehen, auf einen anderen Planeten’, er wäre sofort mit ihm mitgegangen, ohne zu Zögern. Aber jetzt, wo er wieder klar denken konnte  – da war immer noch Gohan, sein kleiner Sohn … Er war inzwischen soweit, dass er Chichi hätte aufgeben können. Sicher, er liebte sie immer noch. Doch die Liebe zu Vegeta war unvergleichlich stärker, regelrecht elementar, sie hatte ihn bis in sein Innerstes berĂĽhrt. Aber er konnte seinen Sohn nicht verlassen, das wusste er, nicht nachdem er ihn gesehen hatte… Er konnte es nicht. BedrĂĽckt machte auch er sich auf den Heimweg.

Bulma erwartete Vegeta in seinem Arbeitszimmer. Unbehaglich sah er sie an. Was wollte sie hier? „Du warst bei ihm, richtig?“ Er war so perplex, dass er nur nickte. „Und, habt ihr …“ Vegeta wandte sich von ihr ab. „Das ist mir Antwort genug. Na wunderbar! Das hat ja nicht lange gedauert…“ Er drehte sich wieder um und sie sah die Verzweiflung in seinem Blick. ‚Offensichtlich ist es nicht ganz so einfach. Er scheint unglaublich zu leiden’ dachte sie. „Willst du reden?“ Er sah sie unglücklich an. „Ich glaube nicht, dass du das wissen willst…“ sagte er verzagt. „Immerhin bin ich deine Ehefrau. Noch nicht lange, zugegeben, aber ich möchte nicht, dass es vorbei ist, bevor es richtig angefangen hat, abgesehen von den politischen Konsequenzen liebe ich dich nämlich wirklich. Und was ich in unserer Hochzeitsnacht gesagt habe, gilt immer noch. Ich kann warten! Du darfst mich nur nicht bloßstellen!“ Ungläubig sah er sie an. „Nun schau nicht so. Ich sehe doch, dass es dich quält. Du liebst diesen Kerl wirklich, habe ich Recht? Und immerhin, er war ja vor mir da…“ Wieder konnte er nur nicken. Er war völlig beeindruckt von ihrem Großmut. Waren alle Frauen so? Oder nur sie? Er stellte wieder fest, dass er auch sie irgendwie liebte, wenn auch nicht so leidenschaftlich wie er Kakarott liebte, so doch auf eine warme, zärtliche Art. Sie schickte sich an, den Raum zu verlassen. „Werde dir in Ruhe über alles klar. Wir sehen uns.“ Vegeta starrte auf die geschlossene Tür. Was für eine Frau. Sie hatte wirklich Format. Er setzte sich an seinen Schreibtisch und begann zu sinnieren.

Kakarott war unterdessen in sein Quartier zurückgekehrt. Er war von widerstreitenden Gefühlen erfüllt, wobei er sich seiner Liebe zu Vegeta jetzt völlig sicher war, aber wenn er an sein Kind dachte, kamen wieder die Zweifel … was sollte er nur tun? Den Rest des Tages meldete er sich krank wegen seiner Wunde und verbrachte die Zeit grübelnd im Bett.

Vegeta bestellte Kakarott am nächsten Vormittag zu sich in sein Arbeitszimmer. Er ließ ihn eintreten und schloss hinter ihm ab. Dieser sah ihn stumm an. „Keine Sorge, es geschieht nichts, was du nicht willst“ beeilte sich Vegeta zu sagen, und Kakarott dachte ‚dann fang schon mal an’ und musste unwillkürlich grinsen.Vegeta grinste auch, schliesslich lachten sie beide. Dann wurde der König wieder ernst. Fast förmlich trug er die Rede vor, die er während der vergangenen, schlaflosen Nacht vorbereitet hatte.

„Kakarott, ich habe einen Entschluss gefasst. Ich stelle dich vor die Wahl, zu gehen oder zu bleiben. Wenn du bleibst, musst du aber akzeptieren, dass Chichi und dein Sohn bei Graf Kordonn leben, und du keinen näheren Kontakt zu ihnen haben darfst. Was mich betrifft… ich werde mich nicht von meiner Gemahlin trennen, denn erstens kann ich ihr das nicht antun, und zweitens… die politischen Folgen wären fürchterlich. Ich kann natürlich nicht von dir verlangen, als mein Geliebter heimlich neben meiner Ehefrau zu existieren, aber wie es aussieht, können wir auch nicht voneinander lassen… ich überlasse die Entscheidung also dir.“ Aufatmend verstummte der König. Das war wirklich schwer gewesen…

Kakarott war wie vor den Kopf geschlagen. Er war frei? Konnte gehen oder bleiben, wie er wollte? Doch in seinem Geiste bohrte es wieder ‚Du und frei? Wo hast du denn die Entscheidungsfreiheit? Du kannst ihn nicht verlassen, das weißt du ganz genau!’ „Mein König, ich kann doch gar nicht gehen. Nicht mehr...“ in Gedanken setzte er den Satz fort ‚du ziehst mich unwiderstehlich an, wie ein Magnet ein Stück Eisen... wie soll das nur weitergehen... Ich liebe dich, verzehre mich nach dir, irgendwann werde ich aufgezehrt sein, wie ein Holzscheit vom Feuer…’

Der König sah ihn an. „Wegen Chichi und deinem Sohn.“

‚Nein, weil ich dich nicht verlassen will …’ laut sagte Kakarott: „Ich muss gestehen, dass ich Chichi und besonders das Kind nicht verlassen möchte…“  Vegeta nickte, doch er sah Kakarott enttäuscht an. „Das dachte ich mir…“ ‚Nicht meinetwegen? Nicht ein winziges biĂźchen?’

Kakarott sah diesen Blick, und all seine Vorbehalte waren hinweggefegt. Er streckte die Arme aus und machte einen zögernden Schritt auf Vegeta zu. „Ich…“ weiter kam er nicht, weil ein Paar Lippen sich auf seine pressten, und ihn am Weiterreden hinderten. Vegeta hatte ihn in seine Arme gerissen, und Kakarott verlor sich wieder in einem Wirbel der Leidenschaft, verlor sich nur zu gerne darin...

‚Er brennt wirklich heiss, wie Lava, ich merke, wie ich verglühe, bald bin ich nur noch Asche…’

Später lagen sie sich in den Armen und versuchten, ihre Fassung wiederzugewinnen. Der König wusste, dass es nicht mehr lange dauern wĂĽrde, bis sie nicht mehr voneinander lassen können wĂĽrden. Er wusste aber ebenso, dass dies eine aussichtslose Liebe war. Die Vorzeichen waren einfach zu ungĂĽnstig. Er hätte damit weniger Schwierigkeiten, aber Kakarott war zu aufrichtig, um sein heimlicher Liebhaber zu werden. Wenn er es zuerst auch wollen wĂĽrde, auf die Dauer wĂĽrde er sich vor sich selbst ekeln. Bulma… sie wusste von Kakarott. Sie wĂĽrde es sich ganz sicher nicht gefallen lassen, einen Nebenbuhler zu haben. Und ihr Vater erst recht nicht … Und das Kind, nach dem Kakarott solche Sehnsucht hatte… Es war aussichtslos. Er wĂĽrde Kakarott aufgeben mĂĽssen, weil dieser sonst an seiner Liebe zu ihm zerbrechen wĂĽrde. Und es musste bald sein. Er liebte ihn inzwischen so sehr, dass er sogar bereit war, auf ihn zu verzichten. Er lächelte mĂĽde. Was war er doch fĂĽr ein Weichei geworden… Aber jetzt davon zu sprechen war ihm nicht möglich…

Kakarott regte sich in seinem Arm. „Ich möchte eine neue Mission“ sagte er plötzlich. Der König starrte ihn misstrauisch an. Er wollte doch nicht… Kakarott las seine Gedanken und lächelte. „Nein, keine Sorge, keine Dummheiten, ich brauch’ nur ein bißchen Abstand, denn so…“ er sah an ihnen beiden herunter und seufzte, und der König errötete leicht „so kann ich keinen klaren Gedanken fassen.“ „Das will ich doch hoffen“ gab Vegeta zurück, doch innerlich zerriss es ihn fast. Kakarott wollte weg… Weg von ihm? … Nachdem sie wieder angezogen waren, kramte der König auf seinem Schreibtisch herum. „Mission 151, Planeten erobern, nein.. zu gefährlich, .. 152, Eskorte für Abordnung… hmm, gut.“ Kakarotts Gesicht hatte sich verfinstert. „Ich will die Eroberung!“ maulte er. „Nichts da, du bekommst die 152! Du wirst 2 Monate weg sein, das reicht zum Nachdenken!“ bestimmte der König. Wütend riss Kakarott ihm den Auftrag aus der Hand. „Danke!“ schnappte er. Vegeta grinste. Seine grausame Ader kam mal wieder durch, als er meinte: „Die Mission 151 wird vom Grafen Kordonn geleitet, also, wenn du darauf bestehst…“ er sah wie sich Kakarotts Gesicht schmerzlich verzog, und bedauerte seine Gemeinheit auf der Stelle. „Tut…. Tut mir leid, Kakarott, ich wollte nicht… aber, er leitet sie wirklich, sieh her!“ Dieser beäugte das Papier misstrauisch. Als er sah, dass der König die Wahrheit sprach, war er etwas versöhnt, sagte aber nur „Unter diesen Umständen verzichte ich!“ Vegeta schloss die Tür auf. „Wegtreten!“ Kakarott salutierte und wollte das Zimmer verlassen. Bevor er jedoch die Tür öffnen konnte, hielt ihn der König am Arm fest. „Salutiere nie wieder vor mir wenn wir alleine sind, Kakarott!“ knurrte er. „Das ist ein Befehl! Ich fühle mich verarscht, wenn du das tust!“ Dieser packte ihn, zog ihn an sich und küsste ihn leidenschaftlich. „Zu Befehl, mein König. So besser?“ Er grinste, riss die Tür auf und stürmte davon, bevor dieser ihm den Faustschlag versetzen konnte, zu dem er schon ausgeholt hatte.

Aus irgend einem Grund war Kakarott in allerbester Stimmung. Trotz der schwierigen Lage, in der er sich befand, siegte sein Optimismus. Endlich wieder fliegen zu können, eine Aufgabe zu haben, versetzte ihn in Hochstimmung. Als er ĂĽber den Platz ging, auf dem die Transportgleiter und Shuttles landeten, änderte sich das jedoch schlagartig, denn er sah Chichi, die mit dem Baby im Begriff war, in einen Gleiter zu steigen. Da ihr keiner behilflich war, fasste er sich ein Herz und trat zu ihr, wohl wissend, dass man den ganzen Hof von Vegetas Fenster aus ĂĽberblicken konnte. Aber das war ihm egal. Er musste zu ihr, zu seinem Sohn! Er verbeugte sich förmlich und sagte deutlich:  „Einen Moment, Madame, ich helfe Ihnen.“ Er nahm ihr Gepäck in die eine Hand und reichte ihr die andere. Sie sah ihn ĂĽberrascht an, lieĂź sich jedoch in den Gleiter helfen, Gohan fest an sich gedrĂĽckt. Kakarott sah sich um. „Wo ist der Graf?“ „Er ist schon gestern abgereist, er muss wieder los, Planeten erobern“ sagte sie befangen. Sie sah Kakarott unverwandt an. Er hatte sich irgendwie verändert… Der konnte den Blick nicht von seinem schlafenden Sohn wenden. Er sah sich im Innenraum des Gleiters um. Sie waren allein. „Darf, .. darf ich ihn mal nehmen?“ fragte er schĂĽchtern. Lächelnd reichte sie ihm den Kleinen. „Aber natĂĽrlich!“ Er nahm das winzige Baby in seine Arme und betrachtete sein Gesicht. „Er ist wunderschön…“ flĂĽsterte er ergriffen und kĂĽsste seine kleine Stirn. Das Baby erwachte und begann zu weinen. „Shsh, mein Sohn, Papa ist ja da…“ flĂĽsterte Kakarott zärtlich und wiegte ihn hin und her. Lächelnd sah er zu Chichi und erschrak. Ihr Gesicht war tränenĂĽberströmt. „Chichi, nein, nicht…“ hilflos sah er sie an. Er hätte sie gerne getröstet, aber er konnte, er durfte sie nicht in den Arm nehmen! „Ist schon gut, Kakarott, ich dachte nur daran, wie du mir im Schlosspark gesagt hast, du wärst noch nicht bereit fĂĽr Kinder, und nun…“ Darauf wusste er nichts zu antworten. Er konnte ihr nicht sagen, dass der König daran schuld war… vielmehr wollte er es ihr nicht sagen…

“Das ist so lange her“ sagte er mit erzwungener Ruhe. „Aber nun, da ich Gohan gesehen habe, will ich euch wiederhaben. Und ich werde versuchen, einen Weg zu finden. Das verspreche ich!“ Er gab ihr das Baby wieder in die Arme und ging zur Luke. Er drehte sich noch einmal um. „Vielleicht wird alles noch gut.“ Dann sah er zu seinem Sohn, der schon wieder am einnicken war. „Mach’s gut, Sohnemann. Falls wir uns nicht wiedersehen, wünsche ich Dir ein schönes Leben…“ Dann, bevor er die Fassung verlor, ging er schnell hinaus. Er hörte Chichi hinter sich schluchzen, und eilte davon. Er konnte ihr nicht helfen. Er nicht …

Vegeta hatte Kakarott natĂĽrlich beobachtet. Als dieser mit Chichi und dem Kleinen in den Gleiter stieg, zog sich sein Herz zusammen. Er stöhnte. Aber dann riss er sich zusammen. Er musste damit fertigwerden, dass Kakarotts Liebe nicht ihm allein gehörte, ebenso wie dieser ihn mit Bulma teilte … Als er wieder erschien, und mit gesenktem Kopf davonging, tat er ihm unendlich leid. Was mochte in dem Gleiter gesprochen worden sein? 

Am nächsten Tag brach Kakarott zu seiner neuen Mission auf. Er vermied es, dem König noch einmal über den Weg zu laufen, das hätte er nicht verkraftet. Er fühlte sich wie gerädert. Er hatte fast die ganze Nacht grübelnd wachgelegen, ohne zu einem Ergebnis zu kommen. Wenn er ehrlich zu sich selbst war, wollte er – Gohan und Vegeta! Nur dass diese Kombination wohl die einzige war, die garantiert nicht zur Wahl stand… obwohl, wenn der Graf nicht wäre, und Vegeta so tun würde, als wäre Gohan tatsächlich sein Sohn, dann hätte er einen Erben, und Bulma könnte verschwinden, und Chichi, nun ja… Kakarott war über sich selbst entsetzt. Was dachte er denn da? Er schämte sich. Das war ja unglaublich… Und außerdem… ein schwules Königspaar? Plötzlich musste er grinsen. Irgendwann war er eingeschlafen, und hatte davon geträumt, mit Vegeta zusammen Gohans Windeln zu wechseln… Kopfschüttelnd stieg er in den Gleiter. Alles Hirngespinste. Ein König hatte eine Königin zu haben. Und bei Gohan würde man sicher einen Gentest machen, wenn Vegeta so eine wahnsinnige Behauptung aufstellen würde. Langsam sollte er sich der Realität stellen. Wahrscheinlich war er am Ende ganz alleine…

Der König sah ihm vom Fenster aus zu, wie er seinen Gleiter bestieg. Zu gerne hätte er gewusst, was Kakarott jetzt dachte. Auch er haderte mit seinem Los. Warum musste er ein König sein! Warum musste er verheiratet sein! Warum hatte Kakarott ein Kind! Warum… Es klopfte. Unwirsch drehte er sich um „Ja!“ Natürlich! Mardek.

„Guten Morgen, Hoheit!“ „Morgen.“ „Ihr schickt ihn wieder weg?“ „Er wollte es selbst.“ „Das ist ein weiser Entschluss, Hoheit!“ „Sag du mir nicht, was weise ist, und was nicht. Ich habe mit dir zu reden!“ Mardek sah ihn besorgt an. Was kam jetzt? „Sagt dir das Wort ‚Katana’ etwas?“ Mardek wurde nervös. Was wusste der König? Doch der sprach schon weiter. „Ich danke dir, dass du ihn vor dieser Dummheit bewahrt hast. Aber warum hast du mir nichts davon gesagt?“ Finster starrte er Mardek an. Der straffte sich. „Das war mir zu gefährlich. Ihr hättet unüberlegt reagieren können.“ „So. Dann hast du ihm sicher auch eingeredet, dass ich meine Gemahlin über alles liebe, wie?“ „Ist das denn nicht so, Hoheit?“ Mardek wurde ungeduldig. „Ihr solltet Euch langsam über Eure Pflichten und Verantwortung klar werden, Hoheit. Die Zeit der Spielereien ist vorbei. Ihr seid jetzt König!“

„Verfluchter Mist, Mardek! Ich fühle mich beschissen. Interessiert das eigentlich irgendjemanden? Dich gewiss nicht! Dir ist das doch sowieso egal! Das Reich, die Politik, blablabla…“ Mardek sah ihn betroffen an. „Mir ist es keineswegs egal, wie du dich fühlst, Vegeta. Aber leider ist es …“ „meine Aufgabe, dich in politischen Fragen zu beraten“ vollendete Vegeta den Satz. „Das kann ich mitsingen. Aber du hast wohl recht. Ich bin einfach unglücklich.“ „Vegeta,…“ „Du brauchst nichts zu sagen. Trösten kannst du mich sowieso nicht, und fang’ jetzt nicht wieder mit Bulma an, ich weiß, dass ich mich nicht gerade nett ihr gegenüber verhalte… ich denke, da müssen wir alle jetzt durch.“ Damit drehte er Mardek den Rücken zu, um ihm zu zeigen, dass das Gespräch für ihn beendet war. Ratlos verließ Mardek das Zimmer. Was hatte er davon nun wieder zu halten?

Das Leben ging seinen Gang. Der König kümmerte sich ausgiebig um sein Training, seine Regierungsaufgaben, und eher weniger um seine Ehefrau. Die ritt dafür oft aus, und wusste sich auch sonst gut alleine zu beschäftigen. Eine Weile hatte sie mit dem Gedanken gespielt, mit einem jungen Soldaten zu flirten, nur um ihren Gemahl etwas zu provozieren, diesen Gedanken dann aber wieder verworfen. Das brachte nichts ein. Obwohl, so zwei, drei der ihr zugeteilten Wachen hätten ihr schon gefallen können…

Als der König ein paar Tage später seine Papiere durchsah, fiel ihm eine Meldung ins Auge

Misson 151

Alle Mitglieder des Teams tot. Graf Kordonn bei Rettungsversuch umgekommen

Er sah von dem Blatt auf. Ihm war nun klar, was er tun wĂĽrde. Er setzte sich hin und begann, ein Schreiben aufzusetzten.

Einige Tage später traf Chichi mit Gohan am Hof ein. Sie bekam einige Gemächer zugewiesen und das Gerede ging wieder los. Gerüchte, dass es sich bei dem Baby um ein Kind des Königs handelte, machten die Runde. Bulma schnappte das eine oder andere davon auf und machte sich Sorgen. Wenn das stimmte, und sie nicht bald schwanger wurde, war ihre Ehe in Gefahr. Denn wenn nach einem Jahr kein Erbe geboren war, wurde die Ehe ungültig…

Eine Woche nach Chichis Ankunft kam Kakarott von seiner Mission zurück. Er hatte unterwegs lange über alles nachgedacht, und war zu dem Schluss gekommen, dass er erstmal am Hof bleiben wollte. Er wusste, Chichi und Gohan ging es gut, und seine Sehnsucht nach dem König überdeckte alle Bedenken und Vorbehalte. Er liebte den König, und Vegeta liebte ihn. Punkt. Alles andere würde man sehen. Der Gleiter landete. Kakarott stieg aus und meldete sich sofort zu einer Audienz beim König an. Auf dem Weg dorthin sah er sie plötzlich. Wie vom Donner gerührt stand er da. Was machte Chichi denn am Hof? War Gohan auch hier? Die Möglichkeit, seinen Sohn wiederzusehen, ließ sein Herz schneller schlagen. Schnell machte er sich auf den Weg zum König.

Dieser empfing ihn alleine. Wie immer wenn sie sich zum ersten Mal wieder gegenüberstanden, waren sie befangen. Es war auch keine Rede von dem Auftrag, sie sahen sich nur an. In Kakarotts Kopf rotierten die Gedanken. ‚Kann ich ihn nach Chichi fragen? Was hat das zu bedeuten?’ Der König sah ihm an, dass er sie schon gesehen hatte. Sein Herz wurde schwer. Er holte tief Atem.

„Graf Kordonn ist tot.“ Eine absolute Stille breitete sich im Raum aus. Kakarott starrte ihn an. Was hatte Vegeta da gesagt? Seine Gedanken rasten. Der Graf … tot? Chichi war frei… Seltsamerweise freute ihn das gar nicht so wie er gedacht hätte. „Schade um ihn, er war ein guter Mann“ sagte er mit neutraler Stimme. Vegeta sah ihn an. „Mehr fällt dir dazu nicht ein?“ fragte er. Kakarott starrte zurĂĽck. Was wollte der König hören? „Was soll ich denn sagen?“  „Chichi ist jetzt wieder frei. Nach der Trauerzeit werde ich sie mit dir vermählen,“ erklärte der König. Kakarott glaubte, nicht richtig zu hören. „Wie bitte?“ „Das ist es doch,  was du immer wolltest, oder? Jetzt wird es wahr. Freu dich doch!“ Kakarott war geschockt. Die Stimme des Königs klang so unbeteiligt. Was war denn los? Er ging auf ihn zu. „Vegeta…“ doch dieser schĂĽttelte nur den Kopf und wandte sich von ihm ab. „Vergiss es. Wir sollten uns darauf besinnen, wer wir sind…“ Verwirrt blieb Kakarott stehen. Dann verstand er. Es war  Selbstschutz. Der König rang verzweifelt um seine Fassung. Voller Zärtlichkeit machte er zwei schnelle Schritte auf  ihn zu. Er umschlang ihn von hinten und flĂĽsterte: „Du brauchst dich nicht zu verstellen, mein König. Ich weiĂź dass du mich liebst…“ Doch dieser löste sich vorsichtig aus Kakarotts Armen und ging auf Distanz. „Kakarott, bitte geh jetzt.“ Verständnislos sah ihn dieser an. „Glaube mir, ich weiĂź, was ich tue.“ Kakarott blieb nichts anderes ĂĽbrig, als zu gehen. Seine Gedanken jagten sich. Der König gab ihn auf. Er wollte, dass Kakarott Chichi heiratete. Warum auf einmal? Was war mit ihrer Liebe fĂĽreinander? Er versuchte es noch einmal. „Vegeta…“  „GEH!“ Verzagt verlieĂź Kakarott das Zimmer. Er war wie vor den Kopf geschlagen. Das konnte doch nicht sein! Er glaubte, nein er wusste, dass Vegeta ihn genauso liebte wie er ihn. Es konnte doch nicht schon wieder vorbei sein! Es hatte doch gerade erst angefangen…

Doch die Tage vergingen, und er sah Vegeta nicht wieder. Der König schottete sich vollkommen von ihm ab. Er wurde nicht zu ihm vorgelassen, und das nächste was er von ihm hörte war ein weiterer Auftrag. 6 Monate Patrouille fliegen… 6 Monate war die offizielle Trauerzeit. Kakarotts Augenbrauen zogen sich zusammen. Langsam wurde er zornig. Sehr zornig. Er riss dem Überbringer den Befehl aus der Hand und stürmte zum Arbeitszimmer des Königs. Eine Wache wollte ihn aufhalten, doch er brüllte „Lass mich durch!“ und schob den Wachtposten einfach beiseite. Ohne anzuklopfen riss er die Tür auf und erstarrte. Vegeta stand mitten im Raum und hielt eine blonde Frau im Arm, die er gerade auf den Hals küsste. Als die Tür aufflog sah er kurz auf und meinte nur „Raus. Und das nächste Mal klopfe gefälligst an.“ Kakarott sah ihn vernichtend an und machte ohne Kommentar kehrt. Das Türknallen konnte man noch am anderen Ende des Palastes hören. Der König öffnete nach einem Moment vorsichtig die Tür. Als er sich vergewissert hatte, dass der Gang leer war, sagte er: „Du kannst gehen. Und danke.“ Die Frau knickste und verschwand. Vegeta setzte sich an seinen Schreibtisch und stützte den Kopf in die Hände. „Ich hoffe, das hat gereicht…“ murmelte er. Doch in seinem Gesicht stand der Schmerz geschrieben, der in ihm tobte…

 

To be continued…

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