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Disclaimer: Die Figuren gehören Toriyama-san, die Story ist frei erfunden

Pairings: Vegeta/Kakarott, Vegeta/Bulma, Kakarott/Chichi, Bulma/Yamchu ^.^

Widmung: Für alle, die diese Geschichte mögen und mir immer so liebe Kommis geschrieben

haben. Ich danke Euch!! ^.^

Warnings: Schaun mer mal… 

Viel Spass!

Haruka

 

You may have my body, but you can’t get my soul - Part  10

Die ersten Wochen nach Kakarotts Abreise vergingen schleppend. Der König verbrachte die meiste Zeit in seinem Arbeitszimmer, jedoch ohne sich um seine Regierung zu kĂĽmmern. Das ĂĽberlieĂź er alles Mardek. Dieser hatte ihm im Stillen eine Art Schonzeit eingeräumt und da es sich ausschlieĂźlich um Routine handelte, lieĂź er Vegeta weitgehend in Ruhe. Bulma sah wenig von ihrem Gemahl, und sie begann, wĂĽtend auf ihn zu werden. Seit dem Tag, an dem Kakarott mit seiner Familie den Planeten verlassen hatte, hatte Vegeta nur das notwendigste mit ihr gesprochen. Sie wusste nicht, was sie tun sollte. Einerseits hatte er sie nicht verstoĂźen obwohl sie noch keinen Erben hatten. Dass sie dafĂĽr nichts konnte, war zweitrangig. Er war der König, und er hatte das Recht, die Ehe aufzulösen. Doch er hatte es nicht getan. Also musste ihm doch etwas an ihr liegen, oder? Doch andererseits  – warum behandelte er sie dann so, als wäre sie nicht da?

Vegeta war wie gelähmt vor Trauer. Er musste immer daran denken, dass Kakarott jetzt mit seiner Familie auf diesem Planeten namens Erde lebte. Ob er glĂĽcklich war? Er holte oft das StĂĽck Seide hervor und starrte auf die Blutflecken. Kakarotts Blut. Ob er ihn jemals wiedersehen wĂĽrde? Und wenn – wie wĂĽrden sie sich gegenĂĽbertreten? Denn eigentlich hatte er es definitiv beendet. Vegeta stöhnte. De facto war es zu Ende, aber sein Herz sagte deutlich etwas anderes. Diese Liebe wĂĽrde nie aufhören. Und er wĂĽrde Kakarott nie vergessen. Seufzend legte er das StoffstĂĽck zurĂĽck in die Schublade. Gerade ĂĽberlegte er, ob er Hunger hatte oder lieber trainieren sollte, als Mardek und Oberst Mattren gemeldet wurden. Er lieĂź sie hereinbitten und sah sie erwartungsvoll an. „Meine Herren?“ 

Mardek sah den Oberst an, und dieser nickte. „Hoheit, eine fremde Flotte bedroht unseren Planeten. Sie kommen im Auftrag eines Invasors, der wie wir Planeten erobert und verkauft. Er hat von unseren Aktivitäten erfahren und stellt uns vor die Wahl, entweder für ihn zu arbeiten, oder von seiner Flotte eliminiert zu werden. Für Unterhandlungen soll eine Abordnung geschickt werden, der er selber angehört. Er nennt sich Freezer.“ Der Oberst räusperte sich. „Wie lauten Eure Befehle, Majestät? Ich schlage vor, diese Flotte anzugreifen und auszulöschen. Sie sieht nicht sehr stark aus.“ Mardek hob die Hände. „Ich bin dagegen. Es würde vielleicht hohe Verluste auf unserer Seite geben. Ganz zu schweigen von der Gefahr, dass weitere Angreifer folgen. Das ist ein zu hohes Risiko für die Zivilbevölkerung! Ich bin für Verhandlungen.“ Der Oberst sah unzufrieden aus, doch der König gab Mardek im Stillen recht und sprach das auch aus.

„Ich stimme Euch zu, Mardek, wir werden sie zunächst empfangen. Oberst?“

„Majestät, ich werde mich natürlich Eurem Wunsch fügen, muss aber zu bedenken geben, dass es ein großes Wagnis bedeutet…“ „Oberst, bei der Wahl der Sicherheitsvorkehrungen haben Sie natürlich freie Hand!“ „Zu Befehl, Hoheit!“

Vegeta sah seine beiden Vertrauten mit zusammengezogenen Brauen an.

„Na, dann wollen wir doch mal hören, was dieser Freezer uns zu erzählen hat!“ sagte er ruhig.

Er konnte nicht ahnen, dass damit das Schicksal seiner Heimatwelt besiegelt war.

 

                  ***

 

Nachdem Yamchu und Krilin etwas überstürzt gegangen waren, blieb Kakarott allein vor dem Haus zurück. Er hatte keine Lust, hineinzugehen und sich Chichis Gekeife anzuhören, das er undeutlich vom oberen Stockwerk aus vernahm. Wenn es um Gohans Erziehung ging, wurde sie zur Furie. Er seufzte. Ob alle Frauen so waren? Wieder einmal dachte er an Vegeta. Wenn er sich mit ihm gefetzt hatte, hatten sie sich ordentlich geprügelt, und das wars. Und zum Schluß folgte dann die leidenschaftliche Versöhnung… ein Schauder überlief ihn. Er glaubte immer noch, Vegetas brennende Berührungen zu spüren, wenn er an ihn dachte. Wenn er sich hingegen mit seiner Frau stritt, was er tunlichst versuchte zu vermeiden, dann war an Versöhnung nicht zu denken. Vielmehr schmollte sie tagelang und im Bett lief dann sowieso nichts. Notgedrungen hatte er sich daran gewöhnt, mit seiner Frau zu schlafen, man war ja nicht aus Stein… aber es war kein Vergleich zu den Empfindungen, die er mit Vegeta geteilt hatte. Mitten in diese düsteren Gedanken hinein erregte ein Blitzen am Himmel seine Aufmerksamkeit. Er kniff die Augen zusammen. Ein gleißender Lichtpunkt, der langsam größer wurde, war dort zu sehen. Er erstarrte. Das war doch… Zwanzig Sekunden später hatte er Gewissheit. Es handelte sich um eine Raumkapsel, und zwar um dieselbe Art, die man auf seiner Heimatwelt gebaut hatte. Sein Herz begann wie wild zu schlagen. Was hatte das zu bedeuten? Mühsam versuchte er, die Fassung zu bewahren. Er würde es so oder so gleich wissen… Er schätzte den ungefähren Ort des Aufpralls ab und wartete gespannt. Zehn weitere Sekunden vergingen, dann schlug die Kugel mit einem dumpfen Geräusch in ein nahes Gesträuch ein. Mit vor Aufregung trockenem Mund ging Kakarott auf die Kapsel zu, deren Luke sich jetzt öffnete. Er trat näher heran… und riss die Augen auf. „Mardek! Was macht Ihr denn hier – und …“ zu seinem großen Entsetzen sah er, dass es diesem offensichtlich nicht gut ging. Er hatte schwere Verletzungen und war sehr schwach. Mühsam hob er die Hand und Kakarott wollte ihm aus der Kapsel helfen, doch Mardek schüttelte nur den Kopf.

„Zwecklos… habe nicht mehr … viel Zeit … unsere Welt … zerstört… Raumschiff… König Vegeta, Prinzessin Bulma, … Trunks… warten … Orbit.“ „Mardek, in unserem Orbit?“ Kakarott zitterte vor Erregung. Der Planet war zerstört?

„Was kann ich tun?“ „Signal in Kapsel auslösen… Koordinaten schicken…  können… sie… hier..  landen?“ „Ja, ja klar können sie landen, die Koordinaten der Kapsel plus 1 Kilometer, hier ist ein groĂźes freies Feld in der Nähe…“ „Gib Koordinaten ein… Signal auslösen… Gleiter dann zerstören…“ „Aber Mardek, erstmal mĂĽsst Ihr doch in ein Krankenhaus!“ „Hat keinen Zweck, Kakarott, ich … sterbe … sowieso. …“ Mardek schloss erschöpft die Augen.

„Chichi! CHICHIIIIII!“ brĂĽllte Kakarott. Diese kam aus dem Haus gerannt und wollte schon loszetern, als sie die Kapsel sah. „Was…“ „Schnell, hol Verbandszeug und Schmerzmittel, es geht ihm nicht gut!“ Alle Freundlichkeit und Nachgiebigkeit war aus Kakarotts Stimme verschwunden, er war jetzt wieder ganz der befehlsgewohnte Krieger. Ohne ein Widerwort tat Chichi, was er gesagt hatte und eilte ins Haus. Doch es war zu spät. Als sie wiederkam, hielt Kakarott Mardek in den Armen. Er schĂĽttelte den Kopf. Es war vorbei, die Verletzungen waren zu schwer gewesen. Er trug ihn ins Haus und legte ihn auf den Boden. Traurig sah er in das stille Gesicht. Mardek… er kannte ihn von klein auf. Er war ein guter Freund seines Vaters gewesen, und dazu der Vertraute von König Vegeta senior, und auch von dem jetzigen König Vegeta. „Er war ein guter Mann…“ murmelte Kakarott. Wenn er auch nicht immer das getan hatte, was Kakarott gefallen hätte, so hatte er sich doch immer bis zum letzten fĂĽr das Reich und seinen König eingesetzt. Und jetzt… hatte er sich anscheinend sogar fĂĽr ihn geopfert… Was mochte nur passiert sein? Seine Heimatwelt war zerstört… Vegeta wartete mit Bulma im Orbit? Und wer zum Teufel war Trunks? Er straffte sich. Keine Zeit fĂĽr GrĂĽbeleien, er musste tun, was Mardek ihm aufgetragen hatte. Er ging auf die Kapsel zu. Sein Gehirn wiederholte immer wieder einen Satz. Er wĂĽrde Vegeta wiedersehen! Die Umstände waren denkbar ĂĽbel, doch eine wilde Freude hatte sich seiner bemächtigt, gepaart mit Angst. Wie wĂĽrde ihr Wiedersehen verlaufen? Mit leicht zitternden Fingern gab er den verschlĂĽsselten Code ein und schickte ihn in den Ă„ther. Dann ging er los, in Richtung auf den festgelegten Landeplatz, und wartete. Chichi, die spĂĽrte, dass etwas wichtiges geschehen war, ging sorgenvoll zu Gohan. Der stand neugierig am Fenster. „Mama, was ist denn los? Was ist das fĂĽr ein Ding, und wer war der Mann, den Papa ins Haus getragen hat? Kommt der von unserem alten Planeten?“ Chichi war entsetzt. „Wieso weiĂźt du denn von unserer Herkunft?“ fragte sie streng. Gohan wurde rot. „Na, äh, ich hab mal gehört, wie du und Papa euch darĂĽber unterhalten habt, und dann habe ich Papa danach gefragt, und er hat mir alles erzählt…“

Weiter kam er nicht, denn Chichi war aus dem Zimmer gestürzt. „GOKUUUUUUUUU!“ Sie rannte ihm nach und machte ihm schwere Vorwürfe. Dessen Gesichtsausdruck wurde hart. „Ich wüsste nicht, warum ich ihm das verheimlichen sollte! Es ist nichts, worüber ich – oder du – uns schämen müssten, oder siehst du das anders!“ Verlegen sah sie ihn an. „Ja, wie Ihr meint“ sagte sie eingeschüchtert. Er lächelte. „Du brauchst deshalb nicht in die formelle Anrede zu fallen, wir sind hier immerhin auf der Erde. Aber denk drüber nach, unsere Herkunft werde ich nie verleugnen.“ Sie nickte stumm und ging ins Haus zurück. Sie spürte, dass sich etwas ändern würde, und zwar bald. Und sie war ziemlich sicher, dass es ihr nicht gefallen würde…

Gohan war inzwischen hinuntergeschlichen und stand fasziniert vor dem Toten. „Mama, ist er jetzt eine echte Leiche? Wer ist der Mann? Warum ist er gestorben…“ „Gohan, geh auf dein Zimmer“ sagte Chichi nur. Er sah seiner Mutter ins Gesicht und gehorchte wortlos. Auch er spürte, dass irgend etwas nicht in Ordnung war.

Währenddessen wartete Kakarott auf dem Feld, dass der Gleiter landen wĂĽrde. Wenige Minuten später konnte er ihn schon hoch oben ausmachen, und weitere drei Minuten später schwebte der Gleiter auf einem Magnetfeld ĂĽber dem Acker. Die Luke ging auf und heraus trat Königin Bulma. Sie trug einen Raumanzug und hatte die Haare kurzgeschnitten. Kakarott fiel auf ein Knie. „Hoheit… willkommen auf der Erde“ sagte er mit gesenktem Kopf. Sie kam die Rampe herunter und zog ihn hoch. „Vergiss es, Kakarott, ich bin froh, dass ich noch lebe und jemanden von der Heimat treffe. Das mit der Königin dĂĽrfte wohl vorbei sein,  kein Königreich, keine Königin, oder?“ Sie lächelte ihn verschmitzt an. „Ich bin jetzt Wissenschaftlerin und Ingenieurin. Ich habe die letzten Jahre vor der Abreise wie verrĂĽckt studiert, und ich glaube, ich bin ganz gut.“ Kakarott brannte nur eine Frage auf den Lippen, doch er wagte nicht, sie zu stellen. Wo war der König? Bulma sah ihn an. Sie wusste genau, was in ihm vorging.

„Du willst sicher wissen, wo der König ist?“ zufrieden stellte sie fest, dass Kakarott rot anlief. „Ich habe schlechte Nachrichten für dich. Er …“ erschrocken sah sie, dass Kakarott schlagartig kalkweiß geworden war. „Nein, nein, er ist nicht tot… aber er ist sehr schwer verwundet worden und liegt schon die ganze Reise in einem künstlichen Koma. Ich hoffe, ihr habt hier gute Ärzte… obwohl ich nicht weiss, ob du dir wünschen solltest, dass er wieder gesund wird, denn wenn er sieht, dass du seinen Befehl nicht ausgeführt hast, wird er dich wegen Verrat töten!“ „Seinen Befehl?“ „Na ich denke doch, dass dein Auftrag war, die Erdbevölkerung auszulöschen, oder irre ich mich?“ „Ach das! Ja, … das ist eine lange Geschichte…“ „Die kannst du mir beim Essen erzählen, jetzt muss ich erstmal meine Eltern und meinen Sohn aufwecken“. „Euren – Sohn?“ „Meine Güte, Kakarott, wie begriffsstutzig kann man denn sein? Ja, mein Sohn! Mein und Vegetas Sohn, um genau zu sein. Was hast du denn erwartet?“ Sie kletterte die Rampe wieder hinauf. Kakarott folgte ihr mit klopfendem Herzen. Was war nur geschehen? Was hatte sie gemeint mit: Das mit der Königin dürfte vorbei sein? Im Raumschiff standen vier Sarkophag-ähnliche Behälter, drei große, und ein sehr kleiner. „Die Dinger habe ich selbst entworfen, für unsere Krieger, damit sie auf dem Weg zu neuen Planeten keine Energie verschwenden und schwach werden. Die Geräte versetzen den Körper in Tiefschlaf. Den kleinen Trunks und meine Eltern werde ich jetzt aufwecken, bei Vegeta warte ich, bis er in ärztlicher Obhut ist… Falls es hier so etwas gibt!“ Trunks! Kakarott zuckte zusammen. Trunks – Prinz Trunks… Vegetas Sohn! Schmerzhafte Eifersucht krallte sich in sein Herz. Jetzt wusste er, was Vegeta durchgemacht hatte…

Er sah durch Scheiben der anderen Sarkophage, während Bulma den kleineren und danach zwei der groĂźen auf Weckmodus programmierte. „Wer ist das alles?“ „Na, Trunks, Vegeta und meine Eltern. Sie waren bei uns, als der Angriff begann, so konnte ich auch sie retten. Sie sind beide gesund…“ Durch die Scheibe konnte er Vegetas Gesicht deutlich sehen, Schläuche fĂĽhrten in seine Nase und er war sehr bleich. Sein Herz zog sich vor Liebe und Sorge zusammen. Wie schlimm stand es um ihn? „Was ist mit ihm passiert?“ fragte er mit belegter Stimme. „Er ist im Gefecht schwer verwundet worden, und war mit der Kapsel auf dem Weg zu uns, als dieses Schwein unseren Planeten gesprengt hat. Eigentlich hätte er sofort in eine Klinik gemusst. Ich fing die Kapsel ein, und musste ihn, meine Eltern und Trunks so schnell wie möglich einpacken, um mit dem Leben davonzukommen. Mardek hat sich dann mit Vegetas Kapsel vor uns auf den Weg gemacht, um dich zu suchen und zu informieren. Wo ist er ĂĽbrigens?“ Kakarott sah sie traurig an und schĂĽttelte den Kopf. Sie holte tief Atem und schwieg eine ganze Weile. SchlieĂźlich strich sie sich kurz ĂĽber die Augen und wandte sich wieder den Lebenserhaltungsapparaten zu.  Inzwischen blinkten an den drei aktivierten Geräten grĂĽne Lichter. Sie betätigte einige Schalter, und die Deckel öffneten sich mit leisem Zischen. Während sie ihren Eltern sagte, diese sollten noch einen Moment liegenbleiben, hob sie das Kind aus dem kleinen Kasten heraus. Er war circa ein Jahr alt. Er weinte, und sie drĂĽckte ihn beruhigend an sich. „Schsch… mein Schatz, es ist ja alles gut… gleich gibt Mami dir was zu Essen…“ Sie sah Kakarott lächelnd an. „Er ist mein ganzer Stolz. Ich liebe ihn ĂĽber alles. Was seinen Vater betrifft…“ Sie grinste, als sie registrierte, dass Kakarott eine dunkelrote Farbe angenommen hatte. „Lassen wir das. Ich muss mich um meine Eltern kĂĽmmern. Halt mal!“ Sie hielt ihm den Kleinen entgegen. Mit klopfendem Herzen nahm Kakarott ihn in die Arme. Vegetas Sohn! Er sah ihn an und ein zärtliches GefĂĽhl ergriff ihn. Es war lange her, dass er ein Baby im Arm gehalten hatte… Er war schön… Kakarott schloss die Augen. Wie sein Vater… er öffnete sie wieder und sah durch die Scheibe auf Vegetas bleiche ZĂĽge. ‚Ich werde alles tun, damit du wieder gesund wirst… hier braucht dich jemand… und… ich brauche dich… ’ Trunks begann erneut zu weinen, und er sah hilflos zu Königin Bulma. Die half jedoch gerade ihrer Mutter beim Aufstehen. Plötzlich hörte er ein Geräusch hinter sich und drehte sich um. Dort standen Chichi und Gohan. Während letzterer sich neugierig umsah war Chichi in einen Hofknicks versunken. „Hoheit“ murmelte sie unterwĂĽrfig. „Lass nur, Chichi, so heiĂźt du doch? Ich bin nur Bulma. Ich habe von diesem Getue noch nie viel gehalten, und hier scheint es mir total fehl am Platze zu sein. Chichi sah auf. „Ihr… du hast recht, hier ist alles etwas anders…“ „Kannst du dich bitte um mein Baby kĂĽmmern, ich habe hier noch eine Weile zu tun!“ bat Bulma sie. Chichi ging zu Kakarott und riss ihm das Baby fast aus dem Arm. „Gib her, das kannst du doch gar nicht!“ blaffte sie. Bulma sah sie erstaunt an. Redete so eine Frau mit ihrem Gemahl? Dann fiel ihr wieder ein, was sie Vegeta alles in den letzten Tagen vor seinem fast tödlichen Einsatz an den Kopf geworfen hatte, und sie zuckte die Schultern. ‚Zeiten  ändern sich halt…’ dachte sie resigniert. ‚Zum GlĂĽck bin ich anpassungsfähig. Hoffen wir, dass es meinen Eltern und Vegeta auch leicht fällt, sich daran zu gewöhnen…’ Sie wandte sich erneut an Chichi. „Können wir bei Euch wohnen? Jedenfalls, bis wir einen geeigneten Platz fĂĽr unser Haus gefunden haben…“ „Euer Haus? Das mĂĽĂźt ihr erstmal bauen, oder?“ erwiderte Kakarott. „Misch dich doch nicht ein, Goku! Wir Frauen machen das schon…“ Bulma sah ihn irritiert an. „Goku??“ Verlegen sah er sie an. „Naja, ich dachte, mein Name sollte schon etwas irdischer klingen…“ „Na, viel VergnĂĽgen, wenn Vegeta jemals wieder fit ist, wird er dir die Leviten lesen…“ Kakarott verlieĂź mit einem unguten GefĂĽhl den Gleiter. Er wusste nur eines, dass er sich mit Bulma noch eingehend unter vier Augen unterhalten musste…

Es stellte sich heraus, dass Bulma in Zusammenarbeit mit ihrem Vater ein geniales System entwickelt hatte, Dinge stark zu verkleinern und in Kapseln zu verpacken, die bei Bedarf den gewĂĽnschten Gegenstand in Originalgröße wieder freigeben konnten. Egal, ob Haus, Fahrzeug, Maschine, sie hatte einen groĂźen Vorrat davon mitgebracht. Kakarott war begeistert von ihren Fähigkeiten, und sagte dies auch. Chichi zog die Brauen zusammen. FĂĽr ihren Geschmack war er etwas zu begeistert von Bulma… Diese bemerkte es und grinste in sich hinein. ‚Du wirst bald ganz andere Sorgen haben, meine Liebe’ dachte sie bei sich. Den Rest des Tages verbrachten sie damit, alles auszuladen, die Sarkophage in den Schuppen zu bringen und Vegeta’s Lebenserhaltungssystem im Wohnzimmer zu installieren. Dann machte sich Bulma daran, alle Edelmetalle aus dem Gleiter zu demontieren. Sie wollte das Gold und Platin als Zahlungsmittel verwenden, nachdem sie von Kakarott erfahren hatte, dass man auf der Erde Geld brauchte. Es kam ein stattlicher Haufen zusammen, der wohl ein Vermögen einbringen wĂĽrde. Und fĂĽr die Zukunft plante sie, ihre Entwicklungen zu verkaufen. Nachdem aus das erledigt war, wurde Mardek’s Leichnam in den Gleiter gebracht. Dann ‚verpackte’ Bulma diesen in eine Kapsel, die sie anschlieĂźen feierlich bestatteten. Kakarott erwies ihm voller Trauer und Dankbarkeit die letzte Ehre, doch seine Gedanken wanderten immer wieder zu seinem geliebten König, der in seinem Lebenserhaltungssystem im tiefen Koma lag. Nachdem alles erledigt war, brachte Chichi Bulmas Eltern in ihr Schlafzimmer. Sie wollte bei Gohan nächtigen, und Goku sollte auf das Sofa. Bulma und Trunks wollte sie in ihrem einzigen Gästezimmer unterbringen. Die beiden Frauen brachten die Kinder ins Bett, und Chichi blieb gleich bei Gohan. Endlich hatte sie Zeit, ĂĽber alles nachzudenken. Das ganze AusmaĂź der Katastrophe wurde ihr erst jetzt klar. Voller Trauer dachte sie an die zerstörte Heimat und daran, dass ihr Vater jetzt tot war. Aber dann gab sie sich einen Ruck. Wenn sie dort geblieben wären, hätte keiner von ihnen ĂĽberlebt, soviel stand fest. MĂĽde und niedergeschlagen ging sie ins Bett. Sie war total erschöpft, und das nicht nur von den aufregenden Geschehnissen, was sie auch nicht weiter verwunderte. Sie hatte festgestellt, dass sie wieder schwanger war. Morgen wĂĽrde sie es Goku sagen, dachte sie noch, bevor sie völlig erledigt einschlief. 

Als Trunks endlich eingeschlafen war, ging Bulma wieder hinunter in das Wohnzimmer. Dort war niemand, also überprüfte sie Vegetas Systeme, dann ging sie in die Küche. Am Tisch saß Kakarott, den Kopf in die Hände gestützt, und starrte traurig vor sich hin. Sie setzte sich ihm gegenüber und sagte sanft: „Ich kann mir vorstellen, dass das alles ein bisschen viel auf einmal war, habe ich recht?“ Kakarott sah auf. „Ich kann es nicht fassen, dass es den Planeten nicht mehr geben soll. Wie ist das nur passiert?“ Bulma holte tief Luft und begann zu schildern, wie, kurz nach Kakarotts Abreise, eine Abordnung eines fremden Eroberers names Freezer auf Vegeta eingetroffen war. Er hatte angeboten, alle die eroberten Planeten von nun an aufzukaufen, und sich um den weiteren Verkauf zu kümmern. Sie sollten an ihn natürlich zu einem geringeren Preis als üblich verkauft werden. Man hatte akzeptiert, es schien ein fairer Handel zu sein. Zuerst hatte die Zusammenarbeit gut funktioniert, aber die Preise wurden bald unverschämt niedrig, und der König hatte interveniert. Freezer war nicht gewillt, sie aus dem Vertrag zu entlassen, und forderte schließlich die Unterwerfung. Da Vegeta das natürlich nicht akzeptierte, kam es zu bewaffneten Konflikten. Die Kämpfe waren hart und erbittert, doch es stellte sich heraus, dass die Sayajins Freezers Truppen am Ende doch unterlegen waren. Sie wurden besiegt, und um Racheakte zu verhindern zögerte Freezer nicht lange und vernichtete den Planeten mit brutaler Präzision. Es überlebte niemand, außer einigen versprengten Truppen, von denen man nicht wußte, wo sie untergekommen waren, und eben den sechs Personen, die auf die Erde flüchten konnten, wobei Mardek es letzten Endes nun doch nicht geschafft hatte, und von König Vegeta wusste man auch nicht, ob er jemals wieder gesund werden würde. Dazu kam, dass die Wahrscheinlichkeit groß war, dass Freezers Leute auch irgendwann auf der Erde auftauchen würden. Beim Zuhören war Kakarott immer zorniger geworden, und als sie geendet hatte, sprang er auf. „Das wird dieses Schwein büßen!“ knirschte er. „Da wäre ich mir nicht so sicher!“ gab Bulma zurück. „Selbst die besttrainierten Sayajin-Krieger konnten nichts gegen ihn ausrichten, und du…“ sie sah ihn abschätzend an. „Ich muss leider sagen, dass du nicht gerade gut trainiert aussiehst!“ Kakarott schämte sich, aber er blickt entschlossen. „Dann werde ich eben mehr trainieren. Und meine Freunde werde ich auch fit machen!“ „Freunde?“ Bulma starrte ihn entgeistert an. „Was sind Freunde?“ Nun war es an Kakarott, ihr zu erzählen, was sich auf der Erde seit seiner Ankunft zugetragen hatte, und sie kam aus dem Staunen nicht heraus. Besonders das Phänomen der Freundschaft fand sie spannend, und fragte ihn darüber Löcher in den Bauch. „Sie sind nicht von dir abhängig? Sie sind freiwillig deine ‚Freunde’? Keiner ist dein Liebhaber? Gibs’ doch zu!“ „Nein, wirklich nicht. Also das ist so…“ „Moment, ich habe mal eine andere Frage. Hast du was zu trinken? Ich meine, so was wie Rum oder Wein?“

Kakarott starrte sie an. Diese Frau war absolut unköniglich, aber irgendwie – sympatisch! Er überlegte. „Ich habe Whisky!“ „Wiss-kie? Was ist das?“ „Na, halt so ähnlich wie Rum!“ er grinste. Er wusste, dass er keinen Alkohol vertragen konnte, aber wie es bei ihr war, konnte er nur vermuten. Er holte die Flasche, die völlig unangetastet seit Jahren im Schrank stand, und zwei Gläser. Er goss jeweils einen Fingerbreit ein und sie stießen an. Nach dem ersten Schluck verzog Bulma anerkennend das Gesicht. „Gut! Nur ein bisschen warm!“ Beflissen eilte Kakarott zum Eisschrank und tat jedem einen Eiswürfel ins Glas. „So ist es besser! Aber damit er nicht verwässert…“ sie setzte an und trank das Glas leer. Kakarott, der nur genippt hatte, schenkte ihr nach. Sie kippte es wieder herunter. Er fühlte sich verpflichtet, sie zu warnen.

„Vorsicht, Hoheit, das ist hartes Zeug …“ „Bulma!“ versetzte sie, und grinste. „Noch einen!“ Er gehorchte, mit einem unguten GefĂĽhl, und schenkte auch sein Glas nach. „Stoss mit mir an!“ verlangte sie, mit glänzenden Augen und einem leichten Rotschimmer auf den Wangen. Er tat wie ihm geheiĂźen, und sie trank wieder leer. „Du auch!“ sagte sie und zeigte mit dem Finger auf sein halbvolles Glas. Er trank aus und schĂĽttelte sich. Furchtbar. Und er musste sofort aufhören, sonst wäre er in kĂĽrzester Zeit voll wie eine Haubitze. Er schenkte sein Glas nicht mehr nach, und auch sie schien genug zu haben. Sie blies die Wangen auf und seufzte. „Mmh, gut. Aber jetzzz, hups, hoppla, jetzz reichsss.“ Sie sah ihn lächelnd an und streckte die Hand aus. „Frreunnne?“ lallte sie und er ergriff ihre Hand und nickte grinsend. „Meine GĂĽte! Saufen wie die GroĂźen, vertragen wie die Kleinen!“ neckte er sie. Sie sah ihn schmollend an. „Wenndu mein Freunnd biss, dann lässssu solche Scherze besser sein!” murrte sie. Sie gähnte herzzerreiĂźend. „Will ins Bett!“ murmelte sie und wollte aufstehen. Sie geriet ins Wanken und Kakarott fing sie in seinen Armen auf. Sie kuschelte sich an ihn und wollte ihm einen Kuss auf die Wange geben, doch das ging ihm jetzt doch zu weit. Sie maulte. „Mann, nur ein KĂĽsschen, machen Freunde das nicht auch?“ „Nein, normalerweise nicht wenn sie Mann und Frau sind.. Frauen untereinander ja, aber Männer geben sich die Hand oder schlagen sich auf die Schulter oder so…“ „Ach laber nicht rum, ich will ein… ein KĂĽsschen!“ beharrte sie und zog seinen Kopf herunter. Er schob sie sanft von sich. „Du bist betrunken. Ich bring dich ins Bett!“ „Ja ich weiĂź, du liebst meinen Gemahl, darum zierst du dich so!“ fauchte sie ihn plötzlich an. Kakarott erstarrte. Oh nein, bloĂź das nicht, keine Eifersuchtsszene! Hoffentlich wurde Chichi nicht wach, das fehlte noch. Doch sie war schon wieder friedlich. „Na von mir aus, wenner jemals wieder aufwacht, kannssu ihn haben, ich schenke ihn dir, diesen – diesen einnebildeten, arrogannden, des.. desspotischen…“ ihr gingen die Worte aus, und sie lehnte sich schwer an ihn. Kakarott dröhnten ihre letzten Worte in den Ohren. Du kannst ihn haben… was war denn jetzt los? Als ihm das AusmaĂź dieser Ă„uĂźerung klar wurde, begann sein Herz wild zu klopfen. „Wie meint Ihr, .. wie meinst du das?“ Sie starrte ihn wĂĽtend an. „Wie ich das meine? Genau so, wie ich essgesagt habe! Seit Trunks auf der Welt isst, nein, Unsinn, schon seit ich schwanger war, ham wir uns pausenlos gestritten. Ich habe ihn satt. Einn Erben braucher nich mehr, also habe ich Trunkss und.. und er hat von mir aus seine Freiheit wieder! Ich brauch so ’nen Kerl nich! Und ssum GlĂĽck hab’ich einen Beruf, jawohl, während er nur an Training, Training, Kampf, Training und wieder Kampf denkt. Typisch Mann!“ funkelte sie ihn an. In Kakarott tobte ein Orkan der GefĂĽhle. Sie gab Vegeta frei! Inzwischen waren sie am Gästezimmer angekommen und Kakarott wollte sich umdrehen und gehen. „Du wolltest mich doch ins Bett bringen“ nörgelte sie. Ergeben fĂĽhrte er sie in das Zimmer und zum Bett. Sie lieĂź sich darauf fallen. Kakarott sah nach dem Kleinen. Er schlief friedlich und nuckelte am Daumen. Wieder wurde sein Herz weich. Vegetas Sohn… Dann wurde er traurig. Ob er wohl jemals wieder mit dem König sprechen können wĂĽrde? Er blickte auf Bulma. Sie war eingeschlafen. Vorsichtig deckte er sie zu und ging wieder hinunter.

Vor dem Wohnzimmer blieb er unschlüssig stehen. Dort stand dieser schreckliche Glaskasten mit dem, was von Vegeta noch übrig war. Angst krallte sich in sein Herz. Er wollte ihn nicht verlieren. So ein Wiedersehen hatte er sich nicht vorgestellt… Er riss sich zusammen und ging hinein. Vor dem Apparat blieb er stehen. So bleich… Vegeta hatte die Augen fest geschlossen, und der Apparat summte und zischte leise. Seufzend wandte Kakarott sich ab und setzte sich auf das Sofa. Er begann zu grübeln. Wenn Vegeta jemals wieder aufwachte, würde er sich vor ihm rechtfertigen müssen. Er hatte den klaren Auftrag gehabt, die Erdbevölkerung auszulöschen. Wenn er sich jetzt vorstellte, das tun zu müssen, wurde ihm schlecht. Es schien alles so weit weg zu sein, die Eroberungen, der Verkauf der Planeten… Fast konnte er sich nicht mehr vorstellen, einmal selbst das Kommando gegeben zu haben, die Bewohner ganzer Planeten zu eliminieren. „Was wird er wohl dazu sagen…“ murmelte er vor sich hin. Er legte sich auf den Rücken und lauschte dem monotonen Geräusch des Apparates, bevor ihn der Schlaf schließlich übermannte.

Er wurde geweckt von einem schrecklichen Stöhnen. Er fuhr hoch und sah sich alarmiert um. In der Wohnzimmertür stand Bulma, und hielt sich den Kopf. „Oh Mann, was war das denn für ein übler Fusel!“ ächzte sie. „Sagte ich doch, Whisky“ grinste Kakarott. „Sag nicht, ich hätte dich nicht gewarnt!“ meinte er schadenfroh, während er sie in die Küche schob. Er löste eine Kopfschmerztablette in Wasser auf. „Hier, trink das, dann wird es gleich besser!“ Sie sah misstrauisch auf die sprudelnde Flüssigkeit. „Was ist das?“ „Ein Kopfschmerzmittel. Wirkt schnell!“ „Danke!“ Sie leerte das Glas in einem Zug. Als sie das bisschen Bodensatz im Mund hatte, spuckte sie aus. „Verdammt, willst du mich vergiften? Das ist ja widerlich!“ fluchte sie. „Beruhige dich, trink was nach, dann ist es gut!“ Er reichte ihr ein Glas Orangensaft. „Hör auf so zu grinsen!“ giftete sie. „Ich grinse doch nur, weil ich das auch schon mal erlebt habe, da hatten mich meine Freunde mit Wodka abgefüllt!“ „Wottka?“ „Ist fast wie Whisky, nur klar wie Wasser!“ „Oh! Müssen ja schöne Freunde sein…“ „Naja, viel Mühe hatten sie nicht, mich zu überreden…“ feixte Goku. Dann sah er über Bulmas Schulter hinweg zur Tür. „Guten Morgen, Chichi!“ Doch diese sah ihn nur finster an und begann wortlos, Frühstück zu machen. Kakarott schnitt eine Grimasse und bedeutete Bulma, mit ihm hinauszugehen. Doch Chichi sagte über die Schulter: „Hoheit… , ich meine Bulma, könnte ich wohl einen Moment allein mit meinem Mann sprechen?“ Diese hob die Brauen. Kakarott sah sie bittend an, und so ging sie achselzuckend hinaus. „Ich seh mal nach Trunks!“

Chichi drehte sich zu Kakarott um und funkelte ihn an. „Kaum drehe ich dir den Rücken zu, flirtest du mit ihr!“ fauchte sie. „Nein, Chichi, das verstehst du falsch! Sie hat gestern abend zuviel getrunken, und jetzt hatte sie Kopfschmerzen…“ „Mir doch egal. Du könntest ein bisschen Rücksicht nehmen, auf meinen Zustand!“ „Zustand?“ „Mann, sei nicht so begriffsstutzig! Ich bin schwanger!“ Er starrte sie an. Schwanger? Oh nein…

„Du siehst ja echt total begeistert aus. Vielen Dank auch!“ schnappte sie ein und wendete ihm den Rücken zu. Er fühlte sich bemüßigt, sie in den Arm zu nehmen. „Aber ja, ich freue mich, wann ist es denn soweit?“ Doch sie wehrte ihn ab. „Lass das, du siehst doch, dass ich zu tun habe! Wenn ich mich nicht beeile, kommt Gohan zu spät zur Schule!“ Resigniert ließ er sie los. Dann eben nicht. Er wollte hinausgehen, als sie sagte: „Ich bin Ende des vierten Monats. Also kommt das Kind ungefähr in 22 bis 24 Wochen.“ Bemüht fröhlich antwortete er: „Wie schön. Ich freue mich wirklich!“ Doch sie summte vor sich hin und beachtete ihn gar nicht weiter. Er ging vor das Haus. Dort wartete Gohan, dass ihn seine Mutter zum Frühstück rief und machte ein paar Trittübungen. „Schön dass du schon am Morgen trainierst, mein Sohn!“ lobte ihn Kakarott. „Ja, wenn die Bösen kommen, will ich stark sein!“ strahlte Gohan ihn an. Kakarott stutzte. Dann blickte er seinen Sohn streng an. „Du hast gestern abend gelauscht!“ Dieser senkte den Kopf. „Ja Papa! Entschuldige bitte!“ Kakarott musste lächeln. „Schon gut, irgendwann hättest du es ja sowieso erfahren. Und du bist ja auch schon groß!“ Gohan strahlte. Sein Vater fand, dass er groß war! „Bald hast du einen kleinen Bruder oder eine kleine Schwester!“ sagte Kakarott liebevoll. Gohan sah ihn groß an. „Bald?“ „In vier bis fünf Monaten!“ „Gut, das Baby beschütze ich dann auch!“ In diesem Moment rief Chichi Gohan zum Frühstück hinein. Kakarott sah ihm stolz nach. Sein Sohn war wirklich prachtvoll! Dann verdüsterte sich seine Miene. Wieder dachte er an Vegeta. Was wenn er nie wieder aufwachte? Und was würde sein, wenn er aufwachte? …

Als es Bulma wieder besser ging, macht sie sich mit Kakarott auf die Suche nach einem geeigneten Platz für ihr Haus. Sie nahm den großen Kasten mit den Kapseln mit. Als sie mit einem Ort vor einem Wald zufrieden war, holte sie eine Kapsel hervor und mit einem kleinen Explosion erschien ein komplettes Haus. Kakarott konnte nur starren. „Da staunst du, was?“ sagte Bulma stolz. „Das Verfahren habe ich zusammen mit meinem Vater entwickelt!“ Sie gingen hinein. Es war geräumig und vollständig eingerichtet. Kakarott war begeistert, doch Bulma war noch nicht fertig. „Ok, jetzt kommen wir zu dem wichtigsten Teil …“ Kakarott sah sie fragend an. „Na, der G.R.-Raum!“ „G.R.-Raum?“ „Ja, ich wusste ja, dass auf den meisten Planeten die Schwerkraft lächerlich gering ist. Da muss man ja schlapp werden. Deshalb habe ich einen Trainingsraum entworfen, in dem man die Schwerkraft beliebig hoch einstellen kann. Dann ist das Training viel effektiver!“ Kakarott sah sie bewundernd an. „Du bist genial!“ „Danke, ich weiß!“ sagte sie verschmitzt und warf die Kapsel. Ein gepanzerter Halbkugelförmiger Bau erschien. Bulma öffnete die Druckschleuse und betrat mit Kakarott den Raum. Sie verriegelte die Schleuse wieder sorgfältig. In der Mitte stand ein Schaltschrank. Sie ging darauf zu und aktivierte den Generator, und stellte ihn auf 10, die Schwerkraft ihres Heimatplaneten. Kakarott spürte, wie sich ein vertrautes Gefühl einstellte. Gleichzeitig merkte er, dass er tatsächlich nicht mehr so stark war. Er verzog grimmig sein Gesicht. Das musste sich ändern!

„Wann kann ich anfangen zu trainieren?“ fragte er. „Von mir aus sofort!“ „Woher bekommt der denn seine Energie?“ „Zum Glück ist die Sonne hier sehr stark. Das Gehäuse besteht aus Solarzellen, und in diesem Kasten sind Hochleistungsakkus, also ist das System autark.“ Zufrieden sah Kakarott sich um. Dann konnte es ja losgehen.

Aber zuerst wollte er noch einmal zu Vegeta. Bulma erriet seine Gedanken und meinte: „Langsam sollten wir uns mal um den König kümmern!“ Sie brachten den Lebenserhaltungsapparat in das neue Haus. Bulma programmierte den Öffnungscode und der Deckel öffnete sich langsam. „Bevor ich versuche ihn zu wecken, sollten wir einen Arzt rufen!“ meinte sie. „Dann sollten wir ihn aus dem Kasten herausnehmen, ich weiß nicht, wie ich den einem Arzt plausibel machen soll…“ entgegnete Kakarott. „Was, so was kennen die hier nicht? Dann kann auch Vegeta keiner helfen!“ sagte Bulma entsetzt. „Wir werden sehen!“ Er hob die Liege, auf der Vegeta lag, aus dem Sarkophag. Sie klappten die Rollfüße aus und brachten ihn in ein eigenes Zimmer. Der Apparat, an den er angeschlossen war, stellte sie am Kopfende auf. Kakarott betrachtete seinen König voller Liebe und Sorge. Er war so bleich und still! Bulma sah seinen Gesichtsausdruck und verließ leise das Zimmer. Sie dachte bereits darüber nach, wie sie die Sarkophage an das Krankenhaus verkaufen könnte… Kakarott holte sich einen Stuhl und setzte sich neben Vegetas Kopfende an das Bett. Vorsichtig ergriff er seine Hand, und strich mit dem Daumen sacht über seinen Handrücken. Er fühlte sich hilflos. „Wach wieder auf, bitte…“ flüsterte er verzweifelt. Keine Regung war auf dem Gesicht seines Geliebten zu sehen, nur das monotone Piepen der Überwachungsmonitore war zu hören. Lange saß er bewegungslos da und starrte auf Vegetas Gesicht. Irgendwann kam Bulma wieder herein und meinte „Wollen wir jetzt einen Arzt rufen?“ Kakarott nickte und ging nach Hause, um zu telefonieren. Chichi sah ihn misstrauisch an. „Wo warst du denn so lange?“ „Ich habe mich um den König gekümmert! Jetzt muss ich einen Arzt rufen!“ antwortete Kakarott. „Und danach gehe ich trainieren!“ „Trainieren! Na wunderbar!“ „Wir werden vielleicht die Erde vor einem gefährlichen Feind retten müssen!“ sagte Kakarott ernst zu ihr. „Mach was du willst, aber lass Gohan aus dem Spiel!“ sagte sie mürrisch. Kakarott schüttelte insgeheim den Kopf. War sie nicht auch eine Sayajin? Wieso hatte sie überhaupt kein Verständnis für den Ernst der Lage?

Er rief im örtlichen Krankenhaus an. Dort beschied man ihm, den Patienten hinzubringen, da im Moment kein Arzt abkömmlich war. Der Krankenwagen würde bald eintreffen. Zuerst war er ungehalten, doch dann entschied er, dass es vielleicht sogar besser so war. Er machte sich auf den Weg, um Bulma Bescheid zu sagen. Zwei Stunden später lag Vegeta auf der Intensivstation, wieder an Schläuche und Monitore angeschlossen. Auf die Frage nach der Ursache der schweren Verletzungen hatten sie „Arbeitsunfall“ angegeben, was ja im weitesten Sinne auch der Wahrheit entsprach. Der Arzt machte ein bedenkliches Gesicht. „Wir können nur warten, ob er von alleine wach wird…“ sagte er. Kakarotts Herz war schwer. Doch es half alles nichts. Als er sicher war, dass alles für Vegeta getan wurde, machte er sich auf den Weg, um seinen Freunden von der drohenden Gefahr zu berichten. Wider Erwarten waren Yamchu und Krilin begeistert von der Aussicht, mal ernsthaft zu kämpfen. Auch Ten shin han’s Augen blitzten unternehmungslustig, als er davon erfuhr. Nur Piccolo erfasste den Ernst der Lage und machte ein grimmiges Gesicht. Aber ausnahmslos alle waren sofort bereit, mitzuhelfen, die Erde zu verteidigen.

Die nächsten Tage verbrachte Kakarott abwechselnd an Vegetas Krankenbett und im G.R. Raum beim Training, wobei er es nie lange neben dem bewusstlosen König aushielt. Der Anblick stürzte ihn in tiefe Traurigkeit. Ab und zu leistete Gohan ihm beim Training Gesellschaft, heimlich, natürlich, da Chichi es niemals erlaubt hätte. Sie war sowieso wütend, weil Kakarott kaum noch zu Hause war. Sie fühlte sich von ihm im Stich gelassen.

Neun Tage nachdem Vegeta ins Krankenhaus eingeliefert worden war, kam Bulma in den G.R. Raum gerannt. „Kakarott, komm schnell, er ist aufgewacht!“ Der ließ alles stehen und liegen und fuhr mit Bulma sofort los. In Vegetas Zimmer waren mehrere Schwestern und der Arzt. Als Kakarott und Bulma eintreten wollten, wurden sie von eine Schwester daran gehindert. Kakarott lauschte auf das Gespräch im Zimmer. Er konnte Vegetas Stimme hören, diese klang schwach, aber sehr zornig. Er lächelte in sich hinein. So kannte er seinen Geliebten, immer voller Ungeduld… Jetzt kam die Gruppe aus dem Zimmer. Der Arzt sah sorgenvoll aus. „Sie können zu ihm, aber nicht lange, er ist noch nicht über dem Berg!“ sagte er ernst. Er wandte sich an Bulma. „Bitte sagen sie ihrem Mann, dass er unbedingt liegen bleiben muss!“ Diese grinste nur, bedeutete Kakarott, zu warten, und betrat das Zimmer.

Vegeta lag mit offenen Augen da und starrte sie an. „Hallo, Vegeta, schön dass du wach bist!“ lächelte sie ihn an. „Ich will sofort hier raus! Mach diese Kabel von mir ab!“ krächzte er. Ihr Gesicht verdüsterte sich. Er war ja wieder sehr freundlich. „Nichts da! Du bist noch lange nicht wieder soweit!“ blaffte sie. „Das hast du nicht zu bestimmen!“ „Ich nicht, aber der Arzt!“ „Ich scheiß’ drauf was der Arzt sagt!“ Bulma wurde langsam sauer. Kaum machte er die Augen auf, begann er wieder rumzumaulen. Sollte er doch! Sie meinte nur: „Du bleibst liegen, basta! Ich gehe jetzt wieder, aber draußen wartet jemand, der dich sehen will…“ „Was? Wer…“ brachte er mühsam hervor. Das Sprechen war sehr anstrengend für ihn. „Wirst du ja sehen…“ meinte sie geheimnisvoll und verließ das Zimmer. „Bulma…“ doch sie war schon draußen. Sie sagte zu Kakarott: „Geh zu ihm. Ich hab nicht gesagt, dass du hier bist…“ und verließ die Station. Sie hatte Kakarotts Gesichtsausdruck richtig gedeutet. Ihr war klar, dass sie im Begriff war, ihren Ehemann an ihn zu verlieren. Es tat ziemlich weh, aber sie war praktisch veranlagt. Sie hatte kein Interesse daran, mit jemandem zusammen zu leben, dessen Herz jemand anderem gehörte. Und so war es nun mal, da war nicht dran zu rütteln…

Währenddessen betrat Kakarott mit klopfendem Herzen das Zimmer. Vegeta hatte die Augen wieder geschlossen und lag reglos da. War er eingeschlafen? Vorsichtig setzte Kakarott sich auf  den Stuhl neben dem Bett und betrachtete Vegetas ZĂĽge. Es war etwas Farbe in sein Gesicht zurĂĽckgekehrt, aber er hatte dunkle Ringe unter den Augen und die Spuren dessen, was er durchgemacht hatte, waren noch nicht verblasst. Kakarott spĂĽrte, wie die Liebe zu Vegeta ihn heiĂź durchflutete und griff nach seiner Hand. Da öffnete dieser die Augen. Und schloss sie gleich wieder. Was er gerade gesehen hatte, war ein Traum! Das konnte nicht wahr sein… Auch die Lippen, die jetzt die seinen streiften,  und die Hand, die vorsichtig an seine Wange gelegt wurde… alles ein Traum. Die Stimme, die jetzt leise sagte: „Sieh mich an, mein König!“ war auch nicht real. Es konnte gar nicht sein…

„Vegeta? Alles in Ordnung?“ Die Stimme war jetzt etwas lauter geworden,  und sie klang besorgt. Seine Wange wurde getätschelt… Wieder ergriff jemand seine Hand… Konnte man so deutlich träumen? Er wagte es nicht, die Augen zu öffnen, aus Angst, dann alleine in diesem merkwĂĽrdigen Raum zu sein, mit den blinkenden Apparaten… wo war er nur?

„VEGETA!“ Erschrocken riss er jetzt doch die Augen auf. Und blickte direkt in Kakarotts besorgtes Gesicht. Es war kein Traum! Kakarott war hier… und er hielt seine Hand!

„Kakarott…“ hauchte er. Er war total erschöpft. Und schloss wieder die Augen. „Na endlich, Vege.., Hoheit…, äh, mein König…“ Kakarotts Herz raste. Er war sich auf einmal nicht mehr sicher, wie er ihn anreden sollte. Er hatte das Verlangen, ihn in seine Arme zu ziehen, aber… es war so viel Zeit vergangen… Vegetas Gesicht verzog sich, aber Kakarott wusste nicht, ob das ein Lächeln sein sollte oder nicht. Dann wurde seine Hand leicht gedrückt. Vegeta öffnete die Augen und bewegte die Lippen, doch Kakarott verstand nicht, was er sagte. Er beugte sich zu ihm herab und hielt sein Ohr dicht an Vegetas Mund. „Küss mich, du Idiot!“ „Wie du wünschst, mein König!“ Als sich ihre Lippen voneinander lösten, war Vegeta schon fast wieder eingeschlafen. Er murmelte noch etwas, das sich nach „… wirst du mir erklären müssen“ anhörte, doch Kakarott war sich nicht sicher. Er stand auf, als er merkte, dass Vegeta schlief. Da erschien auch die Krankenschwester und bedeutete ihm, dass er jetzt gehen müsse. Widerstrebend verließ er das Zimmer. Er wollte Vegeta am liebsten nie wieder alleine lassen.

Er überlegte, ob er nach Hause sollte, entschied sich aber, erstmal in die Capsule Corp. zu gehen, so hatte Bulma ihre frisch gegründete Firma genannt, und mit ihr zu reden…

Er fand sie in der KĂĽche beim Abwasch. Neckend fragte er sie, ob die groĂźe Erfinderin schon mal was von einer GeschirrspĂĽlmaschine gehört hatte, und sie beschloss, dass das ihre nächste Anschaffung sein wĂĽrde. Dann wurden sie ernst, doch das Gespräch verlief besser, als er befĂĽrchtet hatte. Bulma hatte sich schon vor Jahren mit der Tatsache abgefunden, dass das Herz ihres Gemahls fĂĽr Kakarott schlug. Anfangs waren sie noch gut miteinander ausgekommen, aber mit der Zeit hatte Bulma, die ja auch eine starke Persönlichkeit besaĂź, sich immer öfter mit Vegeta gestritten und ihr Verhältnis hatte sich immer weiter abgekĂĽhlt. Dass sie trotz alledem noch einen Sohn zustande gebracht hatten, grenzte an ein Wunder. Doch kaum war der ersehnte Erbe auf der Welt, brach der Krieg aus und der Planet, das Königreich und damit auch das Erbe wurden zerstört. Vegeta hatte an vorderster Front mitgekämpft… „Ich glaube, irgendwie hat er damit gerechnet, draufzugehen. Ich habe fast das GefĂĽhl, das er es darauf angelegt hat. Denn er wurde mit der Zeit immer deprimierter.“ Bulma sah ihn ernst an. „Er hat dich unglaublich vermisst.“ Kakarott bekam ein schlechtes Gewissen. Sicher, auch er hatte seinen Geliebten sehr vermisst, aber er hatte hier auf der Erde ein fast normales Leben gefĂĽhrt, er hatte Freunde, und – er hatte auch noch ein Kind gezeugt… wie wĂĽrde der König diese Tatsachen aufnehmen? Es musste fĂĽr ihn doch so aussehen, als ob Kakarott ihn vollkommen vergessen hatte… Er schĂĽttelte den Kopf. Erst einmal musste Vegeta gesund werden. Das war das allerwichtigste. Und dann war da ja auch noch die drohende Gefahr… 

Er stand auf. „Zeit fĂĽr’s Training…“ Bulma nickte. „Ja, du hast recht. Ăśbrigens, deine Freunde können den G.R. Raum natĂĽrlich auch benutzen… und seht zu, dass ihr schnell weiterkommt!“  „Zu Befehl, Hoheit, danke Hoheit…“ sagte er, sich verbeugend. Sie grinste und warf mit dem Handtuch nach ihm. Irgenwie mochte sie diesen jungenhaften Krieger, der doch auch so ernst sein konnte. „Ich kann dich verstehen, Vegeta…“ murmelte sie vor sich hin, als sie Kakarott zusah, wie er im Trainingsraum verschwand.

Am Nachmittag erschien nur Yamchu zum Training. Krilin, Ten chin han und Piccolo wollten woanders zusammen trainieren. Yamchu blieb unschlĂĽssig vor dem  Haus stehen. Goku war nirgends zu sehen. Plötzlich kam eine Frau aus dem Haus. Er sah sie an und war total von ihr fasziniert. Sie sah bildschön aus. War das die Königin, von der Goku erzählt hatte? Nein, sie trug eine SchĂĽrze und hatte das Baby auf dem Arm. Sicher die Kinderfrau, oder Haushaltshilfe… Geld hatten sie ja genug, hatte Goku erzählt. Also ging er freundlich lächelnd auf sie zu. „guten Tag, ich heiĂźe Yamchu! Ist Goku hier irgendwo?“ Bulma starrte Yamchu sprachlos an. Der sah ja gut aus! SchlieĂźlich fand sie ihre Stimme wieder. „Kaka… ähm ja, Goku ist schon im G.R. Raum. Willst du auf ihn warten?“ „Ja, gerne!“ Sie geleitete ihn in die KĂĽche und bot an, ihm Tee zu machen. Dann brachte sie Trunks in sein Bett und setzte Teewasser auf. Bis der Tee fertig war, schwiegen sie verlegen. Als sie ihm dann die Tasse vollschenken wollte, versanken ihre Augen ineinander,  und fast hätte sie ihm den Tee ĂĽber die Hand geschĂĽttet. „Oh, Verzeihung, das tut mir…“ nervös wischte sie auf dem Tisch herum. Da fasste er sich ein Herz und hielt ihre Hand fest. „Das macht doch nichts!“ sagte er, während er ihr wieder tief in die Augen blickte. Sie wurde rot, lieĂź ihn jedoch gewähren. Als sie gerade feststellte, dass sich auch auf seinen Wangen ein rötlicher Schimmer zeigte, kam Kakarott in die KĂĽche gestĂĽrmt. „Bulma, drauĂźen steht Yamchu’s Wagen, hast du…“ da sah er die Szene, die sich ihm bot. Sie fuhren auseinander und waren nun beide puterrot. Yamchu durchfuhr ein eisiger Schreck. Bulma? So hieĂź doch die Königin! „Verzeiht mir, Hoheit…“ stammelte er, doch sie winkte ab. „Vergiss es. Ich bin hier nur Bulma, und damit basta!“ sagte sie schroffer, als beabsichtigt, denn sie war wirklich sehr verlegen. „Musst du hier so reinplatzen?“ fuhr sie Kakarott an. Der grinste sie frech an. „Hab ich dich sehr gestört?“ „Raus hier! Alle beide. Ich habe noch genug zu tun! Verschwindet gefälligst!“ fauchte sie und hob drohend einen Teller. „Komm, Yamchu, die schmeisst garantiert damit nach uns!“ Grinsend zog Kakarott seinen verdatterten Freund aus der KĂĽche.

Draußen hielt er Kakarott am Arm fest. „Wie redest du denn mit ihr!“ sagte er vorwurfsvoll. Dieser lächelte. „Wir sind schon ganz gute Freunde! Irgendwie haben wir uns seit sie hier ist, sehr gut verstanden…“ Yamchus Herz wurde schwer. Da hatte er ja dann wohl keine Chance… Kakarott sah seinen Blick und beruhigte ihn sogleich. „Ich will nichts von ihr, keine Sorge! Wir sind nur Freunde!“ Yamchu wurde wieder rot, sah Kakarott aber erleichtert an. „Und ihr Gemahl? Wie ist er?“ fragte er beklommen. „Er ist – ganz außergewöhnlich…“ sagte Kakarott mit leiser Stimme. Yamchu sah ihn überrascht an. Dieser Klang in Gokus Stimme! Und dieser Ausdruck in seinen Augen… fast als ob… aber nein! Er hatte ja Chichi, und diese war gerade wieder schwanger. Wie kam er auf so abwegige Gedanken!“ „Bulma hat mir übrigens gesagt, dass ihre Ehe mit Vegeta quasi erledigt ist!“ sagte Kakarott lächelnd. „Also – ran an den Speck.“Entrüstet sah Yamchu ihn an. „Was denkst du denn von mir!“ sagte er aufgebracht, konnte aber das Grinsen in seinem Gesicht nicht abstellen…

Die Tage vergingen und Kakarott widmete sich weiterhin fast ausschließlich seinem Training und Vegeta, den er täglich besuchte. Seine Besuche waren immer von kurzer Dauer, da Vegeta fast immer schlief, und wenn er wach war, schienen sie beide nicht recht zu wissen, worüber sie reden sollten, da jedesmal auch jemand vom Krankenhauspersonal im Zimmer war. Vegetas Genesung machte indessen gute Fortschritte, was die Ärzte überraschte, und die Krankenschwestern zumWahnsinn trieb, denn er war ein sehr schwieriger Patient. Nach drei Wochen entschied man, dass er zu Hause weitergepflegt werden konnte.

Kakarott bestand darauf, dies zu ĂĽbernehmen, und Bulma rĂĽckte eine weitere Kapsel heraus, aus der ein kleines Haus zum Vorschein kam, mit zwei Zimmern, KĂĽche und Bad, das in unmittelbarer Nähe der Capsule Corp. stand. Sie stattete es rasch mit den notwendigen Details aus, und bald hatten sie ein Krankenhaus im Mini-Format mit allem Drum und Dran. Sogar ein Rollstuhl wurde ihnen von der Klinik ausgeliehen. Dann kam der Augenblick, als ein Krankenwagen Vegeta dorthin brachte. Es fuhr auch noch eine Krankenschwester mit, die Kakarott die notwendigen Instruktionen geben sollte. Sie war noch ziemlich jung und himmelte Kakarott offensichtlich an, was Vegeta mit Stirnrunzeln zur Kenntnis nahm, vor allem, weil Kakarott sehr freundlich zu diesem jungen Ding war – zu freundlich fĂĽr seinen Geschmack. SchlieĂźlich, als Kakarott merkte, dass Vegeta kurz vor dem Platzen war, schickte er das Mädchen zu Bulma hinĂĽber, um eine Pause zu machen. Als sie gegangen war, stand er unschlĂĽssig im Zimmer herum. Vegeta sah ihn stumm an. Irgendwann wurde  das Schweigen ungemĂĽtlich. „Ich …“  Kakarott verstummte. Was sollte er sagen? Vegeta sagte unvermittelt: „Warum hast du meinen Befehl nicht ausgefĂĽhrt?“ Ein kalter Schrecken durchfuhr Kakarott. Dann wurde sein Gesicht hart. Nun gut, dann eben so. Den Blick starr auf den Boden gerichtet, begann er  „Hoheit, es …“

„Kakarott!“ Vegetas Stimme klang leise und sanft. Der angesprochene blickte seinem König in die Augen. Was er dort sah, ließ einen Berg von Angst und Schuldgefühlen in sich zusammenbrechen. Vegeta lächelte ihn an und streckte eine Hand aus. Kakarott überwand die wenigen Schritte zum Bett und ergriff sie. Der König zog ihn zu sich heran. „Ich glaube in diesem Fall lasse ich es nochmal durchgehen!“ flüsterte er. Kakarott zog ihn langsam in eine liebevolle Umarmung. „Die Erdbewohner sind ganz in Ordnung, du wirst sehen“ sagte er und legte behutsam seine Lippen auf die Vegetas. Dann schmiegte er vorsichtig seinen Kopf an dessen Brust, und spürte, dass sein Herz heftig gegen die Rippen pochte. „Vegeta, du glaubst ja gar nicht, wie sehr du mir gefehlt hast…“ murmelte er dann und schloss die Augen. Vegeta zog seinen Kopf wieder zu sich herauf und küßte ihn erneut, dieses Mal wesentlich heftiger. „Nicht so sehr wie du mir …“ sagte er dann leise. Er war etwas außer Atem. „Ich bedaure nur, dass ich noch nicht gesund bin, sonst würde ich dir zeigen, wie sehr…“ er schaffte es tatsächlich, dass Kakarott errötete. Um seine Verlegenheit zu überspielen, sagte dieser: „Ich habe Trunks gesehen. Er ist wunderschön!“ Jetzt war es an Vegeta, verlegen zu sein. „Ja, das ist er. Du weißt ja, ich musste einen Erben zeugen…“ Kakarott grinste. Vegeta entschuldigte sich dafür, dass er Sex mit seiner Ehefrau gehabt hatte. Um ihn zu beruhigen, sagte er leichthin: „Ist schon in Ordnung. Chichi ist auch wieder schwanger!“ Im selben Augenblick hätte er sich ohrfeigen können.

Vegetas Gesicht war zu einer starren Maske geworden. „So. Ist sie das“ sagte er mit kalter Stimme. Dann drehte er sich mĂĽhsam um und wandte Kakarott den RĂĽcken zu. „Verschwinde.“ „Vegeta! Was soll das?“ „Raus.“ „Ach, wenn ich dasselbe tue wie du, ist es nicht dasselbe, oder wie?“ Kakarott wurde sauer. Doch Vegeta war bockig. Er wandte ihm weiter den RĂĽcken zu und schwieg. Kakarott war verzweifelt. Was sollte er sagen? Dass er Chichi nicht mehr liebte, dass jetzt alles anders war, und er nur Vegeta wollte? Er wĂĽrde ihm jetzt sowieso nicht zuhören, er hatte wieder total ĂĽberreagiert. Wie immer! „Vegeta!“ „Hau ab!“ „Du bist ein sturer, engstirniger, bornierter, begriffsstutziger…“ ihm gingen die Worte aus. Wäre Vegeta nicht verletzt gewesen, hätte er ihn jetzt zusammenschlagen können, dabei wollte er ihn doch viel lieber kĂĽssen…  „Dann geh doch zu deinem Weib, vielleicht versteht sie dich besser!“ stieĂź dieser jetzt hervor. Das reichte. Schweren Herzens, doch auch ziemlich zornig, verlieĂź er Vegetas Krankenzimmer und sagte der Schwester Bescheid, dass sie nun ĂĽbernehmen sollte. Bulma, die seinen Gesichtsausdruck wohl zu deuten wusste, schĂĽttelte den Kopf. Was hatte ihr verbohrter Gatte denn nun wieder angestellt? Sie beschloss, gleich mal mit ihm zu reden.

Kakarott ging währenddessen in den G.R. Raum. Er trainierte jedoch nur halbherzig, seine Gedanken waren bei Vegeta. Später gesellte sich Yamchu zu ihm, und gemeinsam trainierten sie bis zum Abend. Dann ging Kakarott nach Hause. Chichi empfing ihn zeternd wie immer, doch das war genau das, was er jetzt nicht brauchte. Er fuhr sie an, ihn endlich in Ruhe zu lassen und verschwand türenknallend im Schlafzimmer. Dort warf er sich aufs Bett und starrte wütend an die Decke. Dieser sture, dickköpfige, arrogante …verdammt er liebte ihn! Er hatte ihn die ganzen Jahre so vermisst! Und jetzt wo er hier war, musste alles wieder so kompliziert sein. Ach Vegeta… Er war total eifersüchtig. Er wusste ja nicht, dass Kakarott ihn nicht vergessen hatte. Für Vegeta musste es so aussehen, dass er sich mit Chichi und Gohan und jetzt noch mit dem bald geborenen Baby eine nette, kleine heile Welt aufgebaut hatte, in der für ihn kein Platz war. Und wenn Kakarott ehrlich zu sich selbst war, musste er zugeben, dass er, wäre Vegeta nicht gekommen, er auch genau so weitergemacht hätte. Aber so hatte es der König doch gewollt…. Doch jetzt war alles anders. „Ich werde ihm beweisen, dass ich ihn liebe“ murmelte er entschlossen. Mit der Erinnerung an ihren ersten Kuss seit fast fünf Jahren schlief er ein.

Bulma war zu ihrem Gemahl ins Krankenzimmer gegangen. Sie schickte die Schwester mit der Bemerkung hinaus. „Danke, ich übernehme jetzt. Sie können dann gehen.“ „Bis morgen“ murmelte das Mädchen und verschwand. Bulma setzte sich an Vegetas Bett. Er hatte die Augen geschlossen. „Ich weiß, dass du wach bist. Du kannst die Augen aufmachen!“ sagte sie amüsiert. Er tat wie ihm geheißen, sah sie jedoch nicht an. „Was bist du denn schon wieder so bockig?“ fragte sie ihn. Er schnaubte nur. „Hat Kakarott was Falsches gesagt?“ Keine Antwort, aber ein Hauch von Rot auf seinen Wangen. „Trottel!“ Er riss die Augen auf und starrte sie an. „Wie nennst du mich?“ „Nicht du. Kakarott ist ein Trottel. Wahrscheinlich hat er dir treu und brav gebeichtet, dass er wieder Vater wird, habe ich Recht? Und seine Majestät fühlen sich zutiefst verletzt und hintergangen, richtig?“ ein Blick in sein Gesicht bestätigte ihre Vermutung. „Richtig! Dann werde ich dir mal was sagen: Diese Ehe ist genauso am Ende wie es unsere ist. Chichi will es nur noch nicht wahrhaben, aber ich bin nicht blind. Es ist vorbei zwischen den beiden, Baby hin oder her.“ Zufrieden sah sie, wie sich das rot auf Vegetas Wangen vertiefte.

„Ist mir doch egal!“ „Ist es dir nicht!“ „Ach nein? Und warum sollte mich das interessieren?“ fragte er schlieĂźlich patzig. „Weil du ihn liebst, du Sturschädel! AuĂźerdem, woher sollte er denn wissen, dass wir hier aufkreuzen? Irgendwie musste er doch sein Leben weiterleben, oder? Das hast du doch auch getan!“ „Ja, schon, aber…“ „Kein Aber. Du weiĂźt, dass ich Recht habe. Also spring ĂĽber deinen verdammten Schatten, und gib es zu!“ Im Stillen gab er ihr recht. Aber ein anderer Gedanke beschäftigte ihn jetzt. „Macht es dir nichts aus, so ĂĽber mich und Kakarott zu sprechen, Bulma?“ fragte er plötzlich. „Hätte es vor ein paar Wochen sicher noch getan. Aber…“ jetzt war es an ihr, leicht zu erröten. „Es gibt jemanden fĂĽr dich?“ fragte er gespannt. „Hmmm. Ja…“ sie stand hastig auf. „Ich lass’ dich jetzt allein. Denk mal darĂĽber nach. Und glaube mir eines: Kakarott liebt dich immer noch! Da kannst du dir ganz sicher sein!“  Damit ĂĽberlieĂź sie ihn sich selbst und seinen Gedanken. „Kakarott liebt mich. Das glaube ich auch. Zumindest habe ich es bis heute geglaubt. Nur… wir hatten es damals beendet. Vielmehr, ich habe es beendet. Also war es klar, dass er irgendwie weitergemacht hat. Aber es tut weh…“ Die nagende Eifersucht wollte keine Ruhe geben. Die Vorstellung, dass Kakarott mit Chichi geschlafen hatte, brachte ihn fast um den Verstand. Und dieses neue Baby… ob es ihn dazu bringen wĂĽrde, bei seiner Frau zu bleiben? Das wäre eigentlich normal. Er wollte Trunks auch nicht verlieren, aber er glaubte, dass er sich mit Bulma einigen konnte. Ob Kakarott das bei Chichi auch gelang, ob er es ĂĽberhaupt wollte, war dagegen nicht sicher… Verdammt, warum musste er auch noch ein Kind machen! Ratlos und zornig schlief er irgendwann ein.

Am nächsten Morgen ging Kakarott sofort wieder trainieren. Er schuftete wie ein Besessener. Niemand konnte sagen, wann der Feind ankommen wĂĽrde, und sie mussten so gut wie möglich vorbereitet sein. Voller Zorn quälte er seinen Körper mit immer stärkeren Gewichten. Warum hatte er das Training so vernachlässigt! Warum war er so schlapp geworden, warum … WARUM hatte er seinen König so verletzt, indem er … ach, das war jetzt auch egal. Er musste Vegeta einfach wieder versöhnen… irgendwie… Resigniert lieĂź er sich auf den Boden sinken. Er war mutlos. Endlich, endlich war sein Geliebter hier, und jetzt war wieder alles … so schwierig… Ob er einfach noch mal… Entschlossen stand er auf. Ohne jemandem etwas zu sagen, flog er zu Bulmas Haus. Er schlich sich in Vegetas Krankenzimmer. Die Schwester war nicht da, und Vegeta schlief. Kakarott setzte sich ans Bett und betrachtete sein Gesicht genau. Er hatte sich in den fĂĽnf Jahren ĂĽberhaupt nicht verändert. Zärtlichkeit ĂĽberkam ihn, und Kakarott musste gegen das Verlangen ankämpfen, Vegeta in die Arme zu nehmen. Leise erhob er sich, und wollte das Zimmer verlassen, als der König sich regte. Er schlug die Augen auf und sah Kakarott an der TĂĽr stehen. „Was willst du hier?“ fragte er schroff. Kakarott zuckte innerlich zusammen. Dieser abweisende Ton… doch er riss sich zusammen und starrte Vegeta trotzig an. „Auf Dich aufpassen!“ blaffte er zurĂĽck. „Auf keinen Fall. Ich lasse mich nicht von einem Verräter…“ bei diesen Worten blitzten Kakarotts Augen und er kam auf das Bett zu. „Ich bin kein Verräter! Pass auf, was du sagst!“ gab er zornig zurĂĽck. „Sonst?“ reizte ihn Vegeta. „Willst du einen Schwerverletzten zusammenschlagen?“ Kakarott starrte ihn wĂĽtend an. ‚Im Moment schon!’ dachte er. Doch er hielt sich zurĂĽck. Mit fast normalem Tonfall fragte er: „Hast du Hunger? Oder Durst? Soll ich dir was bringen?“ Vegeta riss erstaunt die Augen auf. Dann schĂĽttelte er den Kopf. Doch im gleichen Moment meldete sich sein Magen mit lautem Knurren. Kakarott drehte sich um, damit Vegeta sein Grinsen nicht sah, und meinte: „Dann kann ich ja wieder gehen..“ Damit verlieĂź er den grollenden König, der auf seinen RĂĽcken starrte. ‚Mistkerl. Na warte!’ Er rief ihm nach „Du siehst reichlich schlapp aus, Kakarott. Ich wĂĽrde mal trainieren!“ So! Dem hatte er es gegeben! Zufrieden lehnte er sich zurĂĽck und schloss die Augen. Einige Zeit später hörte er, wie jemand hereinkam. Gespannt blickte er zur TĂĽr. Kakarott erschien, in den Händen ein voll beladenes Tablett mit allen möglichen Leckereien, bei deren Anblick Vegeta das Wasser im Munde zusammenlief. Kakarott stellte das Tablett auf einen Tisch und schob diesen ans Bett. „Guten Appetit!“ sagte er und lächelte seinen Geliebten an. Der spĂĽrte, wie sein Trotz dahinschwand. Dieses warme Lächeln… doch ein Rest Stolz wehrte  sich, so schnell klein beizugeben. Er setzte ein hochmĂĽtiges Gesicht auf. „Musst du nicht bei deiner schwangeren Frau sein?“ fragte er spöttisch. „Bring lieber ihr das FrĂĽhstĂĽck ans Bett!“ Er sah, wie sich Kakarotts Gesicht verschloss. Dieser stand auf. „Okay. So ist das also. Na, dann…“ Er drehte Vegeta den RĂĽcken zu und verlieĂź ohne ein weiteres Wort den Raum. Der König sah ihm traurig nach. Er hatte ihn verletzt. Es tat ihm schon wieder leid, aber – er konnte nicht … er war einfach rasend eifersĂĽchtig. Er besah sich das FrĂĽhstĂĽck. Eigentlich verspĂĽrte er schlagartig keinen Appetit mehr, aber der Hunger siegte. Nach dem Essen war er wieder erschöpft. AuĂźerdem war er deprimiert. Es fiel ihm nicht leicht, so hilflos im Bett zu liegen. Er schloss die Augen. Wenn doch Kakarott hier wäre…

Dieser trainierte inzwischen wieder hart an der Grenze seiner Fähigkeiten. Er grübelte. Warum war sein Verhältnis zu Vegeta immer und immer wieder so schwierig? Er liebte ihn, und wollte doch nur mit ihm zusammen sein! Und jetzt wäre es endlich möglich… Sie mussten es doch nur wollen! Was also sollte dieser irrationale Groll? Schließlich hatte Vegeta doch auch ein kleines Kind! Und Kakarott hatte nicht wissen können, dass er ihn jemals wiedersehen würde! War es denn ein Verbrechen, wenn man versuchte, sein Leben weiterzuleben? Aber nein, seine Hoheit konnte nichts davon akzeptieren! Nur sein Standpunkt zählte! Und immer musste er ihn zurückweisen und verletzen, wenn er beleidigt war! Dieser – Idiot! Voller Wut steigerte Kakarott die Schwerkraft, und er spürte, dass der Zorn seine Kräfte verstärkte. Plötzlich lächelte er grimmig. Wenigstens zu etwas war das Ganze also gut! Er machte weiter bis zur Erschöpfung und ging dann niedergeschlagen nach Hause. Chichi empfing ihn kühl, hatte jedoch das Essen fertig. Er aß mit Gohan und verzog sich anschließend nach draußen. Mit Chichi musste er auch noch reden… so ging das doch alles nicht weiter!

Vorerst jedoch änderte sich nicht viel. Kakarott trainierte, jetzt immer öfter zusammen mit den anderen, und ihre Kräfte wuchsen. Vegeta hatte er seit dem letzten Gespräch nicht mehr besucht. Dessen Genesung machte langsame Fortschritte,  und es dauerte fast zehn Wochen, bis er – auf eigene Faust – die ersten wackligen Gehversuche machte. Er war allein im Zimmer und hielt sich krampfhaft an dem Bettgestell fest. Die Schwäche drohte ihn zu ĂĽbermannen. Die Erinnerung an Kakarott, wie er damals zum ersten Mal wieder aufgestanden war, stand deutlich vor seinen Augen, und – es tat weh. Wo war Kakarott jetzt? Wieso half er ihm nicht, so wie Vegeta es fĂĽr ihn getan hatte? Er hatte ihn schon lange nicht mehr besucht… Aber er hatte es ja nicht besser verdient… Verbittert lieĂź er sich auf den Boden sinken, und lehnte sich an das Bettgestell. Obwohl er sich dafĂĽr verfluchte, liefen Tränen ĂĽber sein Gesicht. Tränen der Schwäche und des Zorns. Tränen der Trauer… 

Irgendwie fĂĽhlte Kakarott sich den ganzen Morgen schon unwohl. Eine innere Unruhe hatte ihn ergriffen. Wie es wohl Vegeta ging? Sollte er mal nach ihm sehen? Bulma hatte ihm regelmäßig von seinen Fortschritten berichtet, aber bislang war er immer noch bettlägerig gewesen. Kakarott hätte ihn gerne besucht, aber er hatte eine groĂźe Scheu davor. Er fĂĽrchtete sich vor der ablehnenden, spöttischen Art, die Vegeta das letzte Mal an den Tag gelegt hatte. Es hatte ihn mitten ins Herz getroffen. Aber seine Besorgnis wuchs, und schlieĂźlich hielt er es nicht mehr aus und flog auf dem schnellsten Weg zu Vegetas Krankenlager. Er betrat leise das Haus und lauschte. Seltsame Geräusche kamen aus dem Krankenzimmer, es klang fast wie … Schluchzen? Augenblicklich rannte er los und fand Vegeta vor dem Bett sitzend, die Augen geschlossen, Tränen liefen ĂĽber sein Gesicht. Er kniete neben ihm nieder und zog ihn in seine Arme, strich durch seine Haare. „Vegeta, nicht… ich bin ja hier!“ Dieser machte eine abwehrende Bewegung, drehte sein Gesicht weg und machte einen schwachen Versuch, aufzustehen. Doch Kakarott hielt ihn ganz fest. „Bleib hier, bleib doch bei mir, Geliebter!“ Langsam drehte Vegeta seinen Kopf und sah Kakarott in die Augen. „Geliebter?“ flĂĽsterte er. „Ja.. Geliebter!“ Kakarott sah ihn ernst an. „Ob du es mir nun glaubst oder nicht, ich liebe dich. Ich habe nie damit aufgehört! Und jetzt komm, ich helfe dir…“ Vegeta legte zögernd die Arme um seinen Hals und Kakarott hob ihn vorsichtig auf. Er zog ihn an sich. Sein Herz klopfte stĂĽrmisch, und er wĂĽnschte sich nichts so sehr, wie ihn zu kĂĽssen. Doch er wagte es nicht, aus Angst, wieder weggestoĂźen zu werden. So half er Vegeta nur, sich wieder hinzulegen und deckte ihn zu. Als er sich ĂĽber ihn beugte, um das Kissen zu richten, kam er seinem Gesicht ziemlich nahe. Ihre Blicke trafen sich. Ohne zu wissen was er tat, legte Kakarott seine Lippen auf Vegetas, und als dieser seinen leichten Kuss erwiderte, öffnete er seine Lippen und sofort spĂĽrte er Vegetas Zunge, die die seine suchte... AuĂźer Atem lösten sie sich schlieĂźlich von einander und Kakarott sah Vegeta forschend an. Dieser hatte die Augen geschlossen und sagte nichts. Kakarott wartete. Als er schon dachte, Vegeta sei eingeschlafen, sagte dieser leise „Bis das Kind auf der Welt ist, solltest du nicht mehr herkommen. Danach – nun, man wird sehen…“ Kakarott war tief getroffen. Vegeta wollte ihn nicht sehen – vielleicht nie mehr? Er verlieĂź ihn wie betäubt. Nicht mehr herkommen… und das eben? Gerade hatte es doch so ausgesehen, als ob alles wieder in Ordnung kommen könnte, und jetzt das! Er flog nach Hause und begann zu rechnen. Noch drei Monate, bis das Kind geboren werden sollte. Er seufzte. Drei lange Monate! Und was dann?

Vegeta lag grĂĽbelnd in seinem Bett. Wieder hatte er Kakarott zurĂĽckgestoĂźen. Doch dieses Mal hatte er einen Grund dafĂĽr. Kakarott sollte sich erst entscheiden, wenn sein Kind geboren war. Vegeta wollte vermeiden, dass es zwischen ihnen wieder anfing und er dann von Kakarott verlassen wurde, weil er doch bei seiner Familie bleiben wollte. „Du hast kein Vertrauen, gib es doch zu!“ murmelte er vor sich hin. Der KuĂź vorhin… fast wie frĂĽher… und auch das ewige hin und her, auf und ab war genau wie frĂĽher. „Es fragt sich bloĂź, wie lange Kakarott das noch mitmacht…“ gequält schloss er die Augen. Er war ein Idiot, so viel stand fest. Aber er hatte wahnsinnige Angst, verletzt zu werden. Und deshalb verletzte er Kakarott. Immer wieder.  „Bitte, Kakarott, bitte entscheide dich fĂĽr mich…“ flĂĽsterte er.

Die Tage vergingen und wurden zu Wochen. Kakarott, Ten Shin Han, Krilin, Yamchu und Piccolo trainierten täglich und dank des G.R. Raumes wurden ihre Kräfte unglaublich groß. Kakarott mied Vegetas Krankenzimmer, er hörte nur von Bulma, dass dieser gute Fortschritte machte. Der Geburtstermin rückte näher, und Kakarott wurde immer nervöser. Einerseits freute er sich auf sein Kind, doch da war auch die Angst, ob und wie es mit ihm und Vegeta dann weitergehen würde. Was würde Vegeta tun? Was wollte er überhaupt? Eines Nachts war es dann soweit, und Chichi brachte einen zweiten gesunden Sohn zur Welt. Sie nannten ihn Goten. Kakarott liebte den Kleinen vom ersten Augenblick an. Doch das Verhältnis zu seiner Frau wurde immer schlimmer. Er war nicht mehr bereit, ihre ständigen Launen zu tolerieren, und sie stritten pausenlos. Nach einer weiteren Woche unentwegten Nörgelns von Chichi platzte Kakarott endgültig der Kragen. Er machte ihr klar, dass er immer für die Kinder da sein würde, jedoch nicht mehr mit ihr zusammenleben konnte. Nach einem tränenreichen Ausbruch sah auch Chichi ein, dass es so nicht weiter ging. Letzten Endes wäre es wohl am besten, wenn Kakarott ausziehen würde, meinte sie, also packte der seine Sachen und bat Bulma um eine weitere Kapsel. Sie hatte jedoch keine weitere mit einem Haus und bot ihm stattdessen Asyl an. Eigentlich war ihm das zu nah an Vegetas Behausung, aber er nahm dennoch an. Während der ganzen Zeit wartete Kakarott auf ein Zeichen von Vegeta, doch dieser wartete, dass Kakarott zu ihm kam, und nichts geschah. Je länger dieser Zustand anhielt, umso mehr zog sich Kakarott in sich zurück. Chichi verwandelte sich wegen des Säuglings noch mehr in eine Glucke, und wurde dadurch von ihrem Trennungsschmerz recht schnell weitgehend kuriert, und Gohan hatte durch das neue Baby wesentlich mehr Freiheit und trainierte jetzt regelmäßig mit den anderen mit, natürlich immer erst, nachdem er seine Hausaufgaben erledigt hatte. Er hatte erstaunliche Fähigkeiten, und Piccolo nahm sich seiner besonders an und trainierte ihn zu einem perfekten kleinen Kämpfer. Auch seine Freunde trainierten unentwegt. Bulma entwickelte einen neuen Typ Kampfanzug, der Angriffen besser standhalten würde, kümmerte sich hingebungsvoll um Trunks und turtelte in jeder freien Minute mit Yamchu herum. Da jeder mit sich selbst beschäftigt war fiel es keinem auf, dass Kakarott immer stiller wurde und kaum noch der fröhliche Kumpel war, den sie kannten. Nur Gohan bemerkte die Veränderung an seinem Vater, doch als er ihn danach fragte, beruhigte Kakarott ihn und sagte, es sei schon alles in Ordnung, er mache sich nur Sorgen wegen der drohenden Gefahr. Gohan, der einen sechsten Sinn für so etwas hatte, nahm ihm das zwar nicht ganz ab, fragte aber nicht weiter nach. Er dachte, es läge daran, dass sich Mama und Papa getrennt hatten.

Bulma wunderte sich, dass Vegeta nie nach Kakarott fragte. Ihr war irgendwann aufgefallen, dass dieser nicht mehr an Vegetas Krankenlager erschien. Sie versuchte Vegeta auszuhorchen, doch dieser schwieg beharrlich, wobei seine Laune von Tag zu Tag schlechter wurde. Kakarott gab ausweichende Antworten… Sie wurde misstrauisch. Da stimmte doch was ganz und gar nicht… So war sie es schließlich, die Vegeta überredete, am nächsten Tag in den G.R. Raum zum Training zu gehen. Er war vollständig gesund und hatte bereits zu Hause trainiert, doch nun brannte er darauf, wieder voll zu Kräften zu kommen. Sie versprach ihm, dass er den Raum für sich haben sollte. Sie lud aber nur Kakarotts Freunde für diesen Tag aus und als Kakarott am nächsten Morgen zum Training ging, sagte sie ihm nichts …

Als er ankam, war Vegeta bereits mit 2G beim Training. Kakarott verriegelte die Schleuse wieder, und ging nichtsahnend in den Trainingsraum. Als er Vegeta sah, setzte sein Herzschlag aus, um dann mit irrer Geschwindigkeit loszurasen. Sein erster Gedanke war, wieder zu verschwinden, doch dann entschloss er sich, es hinter sich zu bringen. Eine Entscheidung musste getroffen werden, so oder so. Also stellte er sich an die Wand und sah ihm eine ganze Weile zu, ohne dass dieser ihn bemerkte. Es war offensichtlich, dass Vegeta schwer zu kämpfen hatte, seine Kräfte waren sehr gering geworden. Entsprechend schlecht war seine Laune. „Das geht ja schon sehr gut!“ sagte Kakarott trotzdem anerkennend. Vegeta zuckte zusammen. Er drehte sich um und starrte Kakarott konsterniert an. Doch dann fasste er sich wieder. Jetzt kam also die Entscheidung… vielleicht war jetzt alles endgĂĽltig vorbei…  „VerscheiĂźern kann ich mich alleine!“ raunzte er ihn an, um seine GefĂĽhle zu verbergen, und machte weiter. Kakarott steckte es weg, ohne mit der Wimper zu zucken. Zur Sache! „Vegeta!“ „Was ist?“ Er hörte auf zu trainieren und sah Kakarott ausdruckslos an. Innerlich jedoch tobte eine wilde Mischung aus GefĂĽhlen in ihm. Angst, Erwartung, ein leiser Funken Hoffnung… Er versuchte in Kakarotts Miene zu lesen, aber auch diese war undurchdringlich.

„Was ist nun?“ fragte dieser. „Was soll denn sein?“ „Du weiĂźt ganz genau, was ich meine. Das Kind ist geboren..“  „Meinen GlĂĽckwunsch!“ kam es bissig zurĂĽck. „Danke!“ erwiderte Kakarott trocken. „Doch eigentlich wollte ich jetzt wissen, wie es weitergehen soll?“ „Womit weitergehen?“ Aha, man stellte sich unwissend! Langsam begann Kakarott sich doch zu ärgern. „Hör auf, Spielchen zu spielen, Vegeta, sonst bereust du es vielleicht…“ sagte er grimmig. „Willst du kämpfen? Dann los!“ Vegeta ging in Kampfpose. Kakarott grinste nur. „Du bist noch zu schwach!“ Doch das wollte Vegeta nun ganz und gar nicht hören. „Das werden wir ja sehen!“ Er griff an. Kakarott packte ihn und warf ihn mit Leichtigkeit zu Boden. „Ich habe schon mit 10G trainiert, also vergiss es!“ meinte er, kniete nieder und hielt ihn an den Schultern fest. Doch er wollte Vegeta nicht demĂĽtigen, also lieĂź er ihn schnell wieder los und wollte ihm aufhelfen. NatĂĽrlich wehrte dieser ihn zornig ab, aber Kakarott nahm ihn an den Schultern und sah ihm beschwörend in die Augen.

„Vegeta! Hör endlich auf damit! Ich bin so froh, dass du hier bist! Ich habe dich nicht vergessen, auch wenn es jetzt für dich vielleicht so aussieht…“

Vegeta stand auf und drehte ihm den RĂĽcken zu. „Lass mich in Ruhe! Du hast doch deine Familie!“ murmelte er trotzig ‚…bitte, oh bitte geh nicht,  nimm mich in die Arme…’ . Kakarott schluckte. Das war eine Tatsache, aber … er wĂĽrde jetzt nicht aufgeben! Er erhob sich ebenfalls.

„Vegeta, versteh’ doch endlich! Ich kann nicht ohne dich sein! Chichi und ich, wir… wir haben uns getrennt… AuĂźerdem – hast du auch eine Familie! Wir werden einen Weg finden…“  â€žAch ja! Willst du mit mir durchbrennen, oder was? Vergiss es!“ höhnte dieser ‚…bitte, bleib bei mir,  ich will nur dich…’ „Gar keine schlechte Idee, das hätte ich schon vor fĂĽnf Jahren mit dir machen sollen…“ grinste Kakarott. Vegeta riss die Augen auf. `WAS?!’ „Das hast du gewollt? …“ „Ja, allerdings! WeiĂźt du noch, an dem  Bach, nach dem Kampf, den ich dich habe gewinnen lassen…“ „Von wegen gewinnen lassen! Ich habe dich besiegt!“ blaffte Vegeta ihn an, lächelte aber innerlich. ‚also doch…’ „Wie auch immer, danach wäre ich mit dir ĂĽberall hingegangen! Und… jetzt ist es wieder so!“ Kakarott trat dicht hinter ihn, brachte seinen Mund an Vegetas Ohr und flĂĽsterte: „Ganz genau so!“ Er legte Vegeta die Hand auf die Schulter, spĂĽrte, wie sich dieser versteifte. Verdammt! Langsam wusste er nicht mehr, was er noch sagen oder tun sollte. „Vegeta! Soll ich dich anbetteln, mir zu glauben? Also bitte, wie du willst…“ Vegeta sah aus den Augenwinkeln, wie Kakarott sich auf  die Knie niederlieĂź. Blitzschnell drehte er sich um und riss diesen wieder hoch. „Lass das sein!“ fauchte er ihn an. „Du musst dich vor mir nicht erniedrigen…“ Kakarott starrte ihn wortlos an. Dann zog er Vegeta in seine Arme und sagte leise „Vertrau mir doch – Geliebter!“ Dieser verbarg sein Gesicht an Kakarotts Brust … Kakarott… nein… oh verdammt… ja!’  … dieses Mal wehrte er sich nicht. Diese BerĂĽhrung tat so gut! Eng umschlungen standen sie da, und irgendwann sagte Kakarott leise „KĂĽss mich, mein König!“ Nur ein kurzes Zögern, dann hob Vegeta den Kopf und gab seiner Bitte nach. Sie kĂĽssten sich lange, genossen den Geschmack des anderen, und schon bald spĂĽrten sie, dass es nicht bei diesem Kuss bleiben wĂĽrde, bleiben konnte. Langsam sanken sie auf den Boden und Vegetas Hand verirrte sich in Kakarotts Oberteil. Er strich ĂĽber dessen Brust, verharrte an einem Nippel und schmunzelte, als Kakarott aufkeuchte. Dann wanderte seine Hand weiter nach unten… plötzlich stutzte er. Er griff zu und holte ein kleines Päckchen heraus. WeiĂźe Seide, mit dunklen Flecken … Ungläubig sah er Kakarott an. „Hast du es die ganze Zeit…“ „Fast“ gab dieser ruhig zur Antwort. „Es war das einzige, was ich von dir hatte, also…“ den Rest des Satzes murmelte er undeutlich in Vegetas Mund, da dieser seine Lippen mit einem leidenschaftlichen Kuss versiegelt hatte. Kakarott wurde es glĂĽhend heiĂź. Er griff nach Vegeta, packte ihn um die Mitte und zog ihn einfach auf sich. „SpĂĽrst du, was du mit mir machst?“ flĂĽsterte er heiser in Vegetas Ohr. Dieser rieb sich an ihm und seufzte genieĂźerisch. „Gleichfalls!“ murmelte er zurĂĽck, und kĂĽsste ihn fordernd. Dann fingerte an Kakarotts Kleidern herum. „Findest du nicht auch, dass diese Klamotten extrem stören?“ fragte er und begann, seinen Kampfanzug auszuziehen. „Hmmm, ja, könnte man so sagen!“ gab Kakarott zurĂĽck, und zog sich ebenfalls aus. Wieder einmal standen sie sich nackt gegenĂĽber, wieder einmal betrachteten sie sich genau. „Du hast ein paar Narben mehr, mein König…“ stellte Kakarott fest. „Und du ein paar mehr Muskeln…“ grinste Vegeta. Und dann, wie aus einem Mund: „Steht dir gut!“ Sie mussten lachen, und als sie sich in die Augen sahen, ĂĽberwältigte sie wieder das Verlangen. Sie fielen sich in die Arme und lieĂźen sich wieder auf den Boden sinken. „Ich will dich, Kakarott!“ flĂĽsterte Vegeta rau und schob sich zwischen seine Schenkel. Dieser öffnete sich ihm willig, raunte jedoch in sein Ohr: „Warte bitte noch!“ Verwirrt hielt dieser inne. „Warum?“ Kakarott nahm sein Gesicht in beide Hände, hauchte einen Kuss auf seine Lippen und sagte zärtlich:

„Ich habe noch nie jemanden so mit ganzem Herzen und ganzer Seele geliebt, wie dich, Vegeta. Und das wird sich auch nie mehr ändern! Willst du mit mir leben?“ Vegeta starrte ihn an. Dann erfasste er die Bedeutung dessen, was Kakarott gerade gesagt hatte. Sein Herz begann stürmisch zu klopfen, und er hatte plötzlich einen Kloß im Hals.

„Und ich hätte nie geglaubt, dass ich dazu fähig sein könnte, jemanden so sehr zu lieben, wie ich dich liebe, Kakarott. Denn das tue ich. Ich liebe dich ĂĽber alles! Und ja, ich will mit dir leben!“ sagte er heiser. Kakarott war sprachlos vor GlĂĽck. Bevor Vegeta es sich vielleicht noch anders ĂĽberlegte, zog er ihn fest an sich, und sie versanken in einem Kuss, der dieses Mal sehr zärtlich und hingebungsvoll war. Alle Probleme, die drohende Gefahr, alles trat in den Hintergrund während dieses Kusses. Sie spĂĽrten, es war richtig so, genau richtig. Zusammen wĂĽrden sie mit allem fertig werden. Bald wurde der Kuss wieder leidenschaftlich und wild, ihr Atem ging schneller, und Verlangen ergriff sie. Vegetas Lippen wanderten langsam, StĂĽck fĂĽr StĂĽck, zu Kakarotts Hals und er begann daran  zu saugen, was Kakarott ein Seufzen entlockte. Dadurch angefeuert biss Vegeta fest zu und Kakarott griff aufstöhnend nach seinem Hinterteil, um ihn enger an sich zu ziehen. Vegeta fĂĽhlte deutlich Kakarotts Erregung und um seine Beherrschung war es fast geschehen. Beherrschung? Er fragte sich was das eigentlich war, als  Kakarott ihn nun umschlang und in sein Ohr flĂĽsterte:

„Und jetzt…. nimm mich, Geliebter!“  „Worauf du dich verlassen kannst. Und ich lass dich nie wieder weg!“

 

Sorekara karera wa zutto shiawase ni kurashimashita … nozómuraku-wa

Und sie lebten fortan glücklich für immer … hoffentlich

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