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Fanfic zu Shaman King von Haruka

Pairing: Amidamaru x Yo

Disclaimer: Die Charaktere gehören nicht mir (;_;), sondern Hiroyuki Takei, die Story entspringt meiner Fantasie

Warning: naja, das übliche, denke ich…

Viel Spass!

 

 

Samurai

Missmutig saß Yo im Bett, und starrte die Wand an. Was war nur los mit ihm? Wieso saß er hier, mitten in der Nacht, und dachte so wirres Zeug? Er spürte deutlich, dass er sich verändert hatte. Seine Gefühle spielten verrückt. Er konnte sich nicht mehr konzentrieren, hatte sich nicht mehr im Griff. Gestern war er kurz davor gewesen, in Tränen auszubrechen! Er, der Schamanen-König werden wollte! Und alles wegen Amidamaru! Seit dem Kampf gegen Run Tao, die ihm den Geist des Samurai-Kriegers für ihren Bruder abjagen wollte, war nichts mehr, wie es vorher gewesen war. Während des Kampfes gegen ihren Geist Bailong hatte er kurz befürchtet, tatsächlich gegen diesen zu verlieren, und damit auch seinen Geist-Krieger. Die Panik, die ihn da überfallen hatte, war eigentlich durch nichts zu erklären, außer durch – Liebe. Er hatte sich in Amidamaru verliebt. Einen Geist. Einen männlichen Samurai-Geist! Der seit 600 Jahren tot war… Das war doch nicht normal! Mit Mantas Hilfe, der ein Holzschwert geklaut hatte, konnte Amidamaru den Kämpfer Run Taos, Bailong, schließlich bezwingen, und diesen von seinem Bann befreien. Danach hatte Yo sich bei seinem Samurai bedankt und war erleichtert gewesen. Doch die Gefühle die er gehabt hatte, ließen ihn seitdem nicht mehr los. Ein Satz, den er einmal zu Manta gesagt hatte, spukte immer wieder in seinem Kopf herum. „Ich will immer bei Amidamaru sein…“ Er seufzte und legte sich nieder. Er sollte schlafen …

Doch er lag weiter hellwach da und starrte an die Decke. Tagsüber war ja alles im grünen Bereich, da konnte er sich ablenken. Aber jetzt, in der Stille der Nacht, brach die Erinnerung mit Wucht über ihn herein. Als er zu Manta gesagt hatte, er wollte sich Amidamarus würdig erweisen, war das keine leere Floskel gewesen. Wenn er an ihn dachte, hämmerte sein Herz wie verrückt, und seine Hände wurden feucht. Wie gerne würde er ihn rufen, nur um mit ihm zu reden, denn mehr war ja sowieso nicht drin, und überhaupt – mehr! Was wollte er denn mehr?! Allein diese Frage verursachte ihm ein prickelndes Gefühl im Magen. Er stellte sich das Gesicht des Samurai-Kriegers vor, die edlen Züge, die langen Haare, wunderschöne Augen... „Amidamaru“ flüsterte er leise und bedeckte sein Gesicht mit den Händen.

„Ja, Meister?“ erklang sanft die Stimme des Geistes hinter ihm. Er schreckte auf. „Amida... was machst du denn hier?“ „Ihr habt mich doch gerufen?“ fragend sah dieser ihn an. „Nein, habe ich nicht! Ich habe nur deinen Namen geflüstert“ gab Yo unwirsch zurück. Sich nur nichts anmerken lassen! „Mit Eurem Herzen habt Ihr mich gerufen!“ sagte der Samurai und sah ihm in die Augen. Yo glaubte, der Boden täte sich auf und würde ihn verschlingen. „Mit... meinem..? „Ja! Ich musste kommen, der Ruf war absolut zwingend! Ist alles in Ordnung?“ Aufmerksam betrachtete Amidamaru Yo’s heftig errötetes Gesicht, auf dem sich die widersprüchlichsten Empfindungen spiegelten. „Ja, ja klar, alles in Ordnung. Du kannst gehen!“ stieß Yo hervor, drehte sich auf den Bauch und vergrub das Gesicht im Kissen. „Wie Ihr wünscht, Meister!“ Schon war der Geist verschwunden. Mit stürmischem Herzklopfen lag Yo da und rang um seine Fassung. „Ich habe ihn mit dem Herzen gerufen… so stark ist mein Gefühl für ihn, dass er es hören kann… was soll ich nur tun, ich werde noch verrückt. Oh, Amid…“ Nein! Nicht noch einmal…

„Meister?“ Oh nein! „Ja, verdammt, entschuldige, ich habe nur…“ Da spürte er es. Federleicht strich die Geisterhand über seinen Rücken. War das Einbildung? Doch die Hand streichelte weiter, wanderte langsam zu seinem Nacken hinauf und strich sacht durch sein Haar. Die Empfindungen die ihn durchschossen, waren mit Worten nicht mehr zu beschreiben. Was ging hier vor? Wurde er jetzt wahnsinnig? Er drehte sich zur Seite und sah den Samurai, der im Schneidersitz vor seinem Bett saß und sanft lächelte.

„Wie.. wieso kann ich dich spüren?“ stammelte Yo fassungslos. „Weil Ihr es wollt! Die Energie Eures Wunsches ist so stark, dass sie mir Substanz verleiht, und so kann ich Euch berühren! Aber die Energie reicht nur für kurze Zeit, und auch nur für den Arm…“ Yo fasste nach Amidamarus Schulter. Und glitt hindurch. Traurig ließ er die Hand sinken. Der Samurai sah ihn wieder an. „Meister…“ „Was ist?“ Yo konnte seine Enttäuschung nur durch unwirsches Auftreten überspielen. „Wenn Ihr Eurem Wunsch noch mehr Kraft verleiht, könnte ich kurze Zeit in die stoffliche Welt wechseln, aber einfacher ist es, wenn Ihr in die Geisterwelt wechselt“ sagte der Samurai lächelnd. „Wieso sollte ich das wollen?“ schnappte Yo. Statt einer Antwort verstärkte Amidamaru das Streicheln über die Haare seines Meisters. Dann ließ er seine Hand über die Wange des Schamanen gleiten und berührte zart dessen Lippen. Yo schluckte. Es fehlte nicht viel, und er wurde ohnmächtig.

„Das wäre zum Beispiel eine Möglichkeit… wenn Ihr bewusstlos seid, seid Ihr praktisch in der Geisterwelt. Euer Unterbewusstsein zumindest…“ „Sag bloß, du kannst meine Gedanken lesen?“ „Aber ja!“ „Schon immer?“ „Nein. Erst seit dem Kampf mit Run Tao. Eure Gefühle waren so stark, dass sich ein Zugang zu Eurem Bewusstsein für mich geöffnet hat.“ „Aber warum kann ich dann nicht deine Gedanken lesen?“ fragte Yo enttäuscht. „Ihr könnt es! Aber dazu müsst Ihr es wollen!“ lächelte der Geist. Zaghaft ließ Yo seine Gedanken ausgreifen, er spürte nichts, nur Leere, bis… „AH!“ Er schloss abrupt die Augen. Er war auf etwas gestoßen. Eine Welle unbeschreiblich intensiver Gefühle durchflutete ihn. Wärme… Geborgenheit… Vertrauen… Liebe..“ Moment! Liebe? Ungläubig riss er die Augen wieder auf. Und sah ein unglaublich zärtliches Lächeln auf dem Gesicht seines Samurai-Kriegers. „Wisst Ihr es denn immer noch nicht?“ fragte dieser leise. Das war zuviel für den  gefühlsgeschüttelten Schamanen. Er verdrehte die Augen und sackte lautlos auf dem Bett zusammen. Im selben Augenblick sah er sich selbst dort liegen, und hatte gleichzeitig das Gefühl, zwei Meter über dem Bett zu schweben. Doch halt! Er schwebte ja wirklich. Und.. Amidamaru saß immer noch vor dem Bett. Jetzt wandte dieser ihm den Blick zu. Aus seinen Augen strahlte so viel Zärtlichkeit, dass es für Yo keinen Zweifel mehr gab. Er ließ sich einfach in die Arme seines Kriegers sinken und spürte voller Freude, dass dieser jetzt tatsächlich Substanz besaß. Amidamaru schloss Yo liebevoll in die Arme und dieser legte seinen Kopf an Amidamaru’s Schulter und seufzte. Das war so gut! Doch er riss den Kopf gleich wieder hoch und erschauderte. Amidamaru hatte mit seinen Lippen zart seinen Hals gestreift, und ihn elektrisiert. „Ami…“ weiter kam er nicht. Seine Lippen wurden verschlossen von dem unwahrscheinlichsten Kuss der Weltgeschichte, jedenfalls kam es Yo so vor.

Er ließ sich völlig in diesem Gefühl versinken, dass ihn jetzt durchströmte, und erwiderte den Kuss voller Leidenschaft. Der Samurai verstärkte seine Umarmung und Yo strich zaghaft über dessen Rücken. Er war nur noch Emotion. Amidamaru löste sich von ihm und sah ihm in die Augen. Eine Frage stand in seinem Blick. Yo nickte nur. Ein Gedanke, und seine Kleidung war Vergangenheit. Da er sich in einem Zustand reiner Energie befand, war es ein Leichtes, sich in jede beliebige Größe zu verwandeln, und natürlich auch zu bestimmen, wie er bekleidet war, oder eben auch nicht… Amidamaru tat es ihm gleich, und so kam es, dass sie sich nackt auf dem Teppich wiederfanden, Yo etwas atemlos, falls man als Geist atemlos sein konnte, Amidamaru in den Armen haltend und voller Erwartung auf das Kommende. Zufrieden stellte er fest, dass ihre Größe sich aneinander angeglichen hatte, und schmiegte sich an seinen geliebten Samurai. „Das muss ein Traum sein“ murmelte er entzückt. Doch Amidamaru holte ihn schnell in die Wirklichkeit zurück, denn der begann jetzt, Yo zu streicheln, seine Hände waren einfach überall. Ein leises Keuchen von Yos Lippen zeugte von seiner Erregung, und er konnte nicht anders, als seine Hände ebenfalls auf die Reise zu schicken. In ihm breitete sich langsam ein Feuer aus, das den letzten Rest Verstand in Flammen aufgehen ließ. Er ließ sich treiben, genoss jede Berührung und berührte Amidamaru selbst voller Verlangen. Dieser legte sich jetzt auf den Rücken und zog Yo auf sich, worauf der Schamane leicht zusammenzuckte, als er spürte, wie erregt sein Samurai-Geist war – sie beide waren! „Hab keine Angst, Meister, ich tue nichts, was du nicht willst…“ flüsterte Amidamaru ihm ins Ohr, das Zusammenzucken falsch deutend.

„Nenn mich bitte Yo“ keuchte dieser, worauf der Samurai ihn fest an sich presste und „gerne – Yo“ in sein Ohr hauchte, was ihn erneut erschaudern ließ,  „und bitte…  ich habe keine Angst… ich vertraue dir… ich verlange nach dir…“

Das nächste, was Yo spürte, waren Amidamarus Lippen an seinem Hals, die langsam abwärts wanderten. Der Samurai drehte sich zusammen mit Yo um, so dass er halb über ihm zu liegen kam, und erkundete mit Lippen und Zunge den Körper seines Meisters. Dieser wand sich unter ihm und stöhnte leise auf, als die Zunge des Samurai immer tiefer wanderte... Schließlich konnte er sich nicht mehr zurückhalten und zog Amidamaru auf sich. „Tu mir einen Gefallen, und NIMM MICH endlich!“ keuchte er, fast von Sinnen vor Lust, „sonst vergehe ich noch…“

Amidamaru schloss ihn fest in seine Arme und drückte sanft seine Männlichkeit gegen Yo. Als dieser sich leicht verkrampfte ließ er ihn wieder los, streichelte er zärtlich seinen Bauch und küsste ihn, bis der Schamane seine Lippen öffnete und Amidamarus Zunge Einlass fand. Der Kuss wurde leidenschaftlich, und schließlich hob Yo sein Becken und zog den Samurai ohne weitere Umstände tief in sich hinein. „Aaaaaah…. hah...“ dieser war völlig überrumpelt und sank überascht auf Yo zusammen. Dieser musste sich erstmal von dem plötzlichen, stechenden Schmerz erholen und war froh, dass der Samurai sich nicht bewegte. Keuchend lagen sie aufeinander und lauschten ihren Herzschlägen. Yo wurde als erster wieder aktiv. Der Schmerz war abgeklungen, und unter das leichte Ziehen, das geblieben war, mischte sich jetzt ein neues, ungleich angenehmeres Gefühl, ein Gefühl, das nach mehr verlangte. Probehalber bewegte er sein Becken gegen das seines Geliebten, was dieser mit einem Aufstöhnen beantwortete. Amidamaru richtete sich auf und sah ihn an, in seinen Augen wieder eine Frage. Die Antwort kam sofort in Form eines heftigen Aufbäumens, und der Samurai kam der stummen Aufforderung gerne nach und rammte sich tief in die heiße Enge seines Meisters hinein. Gefangen im Rausch ihrer Gefühle steigerten sie das Tempo, und als Yo spürte, dass er nicht mehr lange aushielt, wollte er noch mehr, wollte die absolute Vereinigung, tastete mit seinen Gedanken nach denen Amidamarus.

Dieser musste den gleichen Einfall gehabt haben, denn sofort verschmolzen ihre Gedanken, und als sie beide den Höhepunkt erreichten, wurde diese Verschmelzung zu einem gleißenden, tosenden Energiestrahl, und jeder fühlte die Gefühle des anderen, spürte die Liebe, die der andere ihm entgegenbrachte, hatte das Gefühl, gleichzeitig auch im Körper des anderen zu sein… „Hyoui-Ver..eini..gung! Amiii... dama… ruuuu…“  Yo verlor jegliches Gefühl für Raum und Zeit. Sein Geist loderte hell im Feuer seiner Leidenschaft, und auch Amidamarus Astralleib glühte wie die Sonne. Dieser Zustand hielt noch eine ganze Weile an, dann verblasste das Licht langsam, und ihre Energiekörper verdunkelten sich wieder. Zum Schluss lagen sie sich wieder in den Armen, keuchend und mit klopfenden Herzen. „Wie kommt es eigentlich, dass ich mich und dich fühle, als ob wir echte Körper aus Fleisch und Blut hätten?“ fragte Yo schließlich, immer noch außer Atem. „Ganz einfach. Dein Geist hat sich auf das gleiche Energielevel begeben wie meiner, deshalb sind wir füreinander feststofflich. Dafür kannst du, wenn du willst, jetzt durch die Wände deiner Welt gehen…“ erklärte Amidamaru lächelnd.

Yo lächelte auch und kuschelte sich an ihn. „Will ich garnicht“ murmelte er glücklich. „Ich will bei dir bleiben…“ Amidamaru nahm sein Gesicht in die Hände und drückte einen Kuss auf seine Stirn. „Du musst jetzt zurück in deinen Körper, sonst wird es gefährlich!“ sagte er bestimmt. „Nein. Ich gehe nicht zurück! Was soll ich mit meinem Körper? Ich will dich!“ begehrte Yo auf. „Wenn dein Körper stirbt, wird dein Geist von ihm getrennt, und damit auch von mir! Ich wüsste dann nicht, wo ich dich suchen soll…“ sagte der Samurai traurig. „Kannst… du denn nicht mitkommen?“ „Nein. Wenn dein Geist sich auf den Weg macht, kann ich nicht sofort mitkommen. Ich müsste dich erst lange suchen, und es ist nicht sicher, dass du dich dann auch noch an mich, oder vielmehr an uns, erinnerst…“ Traurig ließ Yo den Kopf hängen. „Hey, nicht traurig sein! Wir sind doch immer zusammen, was willst du mehr?“ versuchte Amidamaru ihn aufzumuntern. „Naja, aber  das ist nicht dasselbe…“ „Du musst doch nur schlafen, um ganz bei mir zu sein!“ Yo riss die Augen auf. „Schlafen?“ „Ja klar, ob bewusstlos oder schlafend macht für dein Unterbewusstsein keinen Unterschied. Allerdings…“ er verstummte. „Allerdings?“ „Naja, ich weiss nicht, ob ich es dir sagen soll…“ „Los, sag es. Sofort!“ „Ach, nicht so wichtig! Wir können uns jedenfalls so wiedertreffen… wenn du es willst!“ antwortete Amidamaru ausweichend. „Aber das ist doch super! Warum sagst du das nicht gleich?“ Freudig machte sich Yo bereit, in seinen Körper zurückzukehren. Er umarmte Amidamaru noch einmal zärtlich und küsste ihn innig. „Bis bald, mein Geliebter! Ich freu mich schon…“ er merkte ein Ziehen, was wohl bedeutete, dass er jetzt umgehend in seinen Körper würde zurückkehren müssen. Er ergriff die Hand des Samurai. Dieser sah ihn traurig an. „Leb wohl, Yo, ich liebe dich…“ sagte er leise. „Ich liebe dich auch, und wieso leb wohl, sag lieber, bis bald!“ mit diesen Worten glitt Yos Geist in seinen Körper zurück. Sofort schlug dieser die Augen auf. Benommen starrte er an die Decke. „Was ist denn mit mir los?“ Kopfschüttelnd setzte er sich auf. Er erinnerte sich dunkel daran, dass er, bevor er eingeschlafen war, irgendwie niedergeschlagen oder traurig gewesen war, warum nur? Er zuckte die Schultern. Naja, so schlimm konnte es ja nicht gewesen sein, sonst wüsste er es sicher noch. Er wandte den Kopf und sah Amidamaru am Bett sitzen. „Nanu, was machst du denn hier? Habe ich dich gerufen?“ fragte er ihn erstaunt. Der sah ihn aus tieftraurigen Augen an und sagte leise „Nein, Meister, nur im Traum…“

 Owari

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