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Author: Leya    

Disclaimer: Irgendwie gehört mir so gar nichts.

Das mußte ich mir jetzt einfach mal geben. Wahrscheinlich wird sich nie einer hierhin verirren, aber wenn doch, dann seid gewarnt: Ich habe manchmal Anwandlungen, die sich dann in meinen Geschichten niederschlagen. Und noch etwas, wenn es noch NC-17 gäbe, dann wäre dies so eine Story. Jeder, der von dem Gedanken abgestoßen wird, Raistlin und Caramon zusammen zu erleben, sollte an dieser Stelle unterbrechen.

 Protection

Raistlin lag regunglos unter den heftigen Stößen, mit denen sein Bruder sich seines Körpers bediente, um sich zu befriedigen. Wie ein glühendes Eisen bohrte das Glied seines Bruders sich in seinen Körper, ließ ihn gequält aufstöhnen, er spürte, daß Caramon sich bis zu seinen Hoden in ihn versenkt hatte. Sekundenlang lag Raistlin wie ein aufgespießter Schmetterling unter seinem Bruder und ehe die Schmerzen abklingen konnten, nahm Caramon seinen Rhythmus auf, um sich immer wieder und wieder in den geschundenen Körper seines Bruders zu versenken.

Jeder seiner Stöße brachten das Fleisch seines Bruders zu Bluten. Raistlin starrte blicklos ins Feuer und ertrug jede Bewegung Caramons, der schließlich mit einem heiseren Keuchen seinen Samen in ihn ergoß.

Sein Bruder zog sich zurück und stand leise auf. Raistlin sah nicht auf, bis er sanfte Hände zwischen seinen Beinen spürte. Mit einen erschrockenen Laut preßte er seine Schenkel zusammen.

"Pst, Raist! Laß mich dir helfen!" Caramon zwang mit sanfter Gewalt die Beine seines Bruders auseinander, dann begann er vorsichtig, das Blut abzuwaschen. "Ich wollte dir nicht weh tun, Raist! Aber du bist immer so verkrampft!"

Raistlin spürte einen irrationalen Lachreiz in seinem Inneren aufsteigen, der sich jedoch bald in einen heftigen Hustenanfall verwandelte.  

"Warte, Raistlin! Ich helfe dir!" Caramon trug seinen Zwillingsbruder zu dem kleinen Bach, in dessen Nähe sie lagerten. Er legte ihn sanft ins Gras, dann machte er sich daran, die Verletzungen, die er seinem Bruder zugefügt hatte, mit zärtlicher Fürsorge zu pflegen. Als er fertig war, wickelte er ihn in seine Kleidung und trug ihn zu ihrem Lager zurück.

Raistlin seufzte lautlos, als er seine Roben enger um sich zog und seinen Bruder dabei beobachtete, wie er rasch neues Feuerholz sammelte. Er spürte, wie der Husten, der ihn seit seiner Prüfung im Turm begleitete, in seiner Kehle aufstieg und versuchte, ihn zu unterdrücken. Er wollte nicht schon wieder die Aufmerksamkeit seines Bruders auf sich ziehen.

"Es dauert nicht lange, dann wird dir warm werden!" Caramon legte das Holz nach. In diesem Augenblick verlor Raistlin den Kampf gegen seinen Husten.

"Raistlin!" Caramon kniete neben seinem Bruder und nahm ihn rasch in die Arme. "Wie kann ich dir helfen?! Wasser! Du brauchst Wasser für deine Medizin!"

Er sprang auf und innerhalb weniger Sekunden hatte er einen kleinen Topf mit Wasser über das Feuer gehängt. Er nahm seinem Bruder den Beutel mit den Kräutern aus den zitternden Händen und schüttete einige in den Topf. Als das Wasser kochte, füllte er den Sud in einen Becher und reichte diesen seinem Zwilling. Raistlin nahm den Trank mit gemischten Gefühlen entgegen. Diese Abhängigkeit von seinem Bruder war alles andere als angenehm.

"Du solltest dir mehr Ruhe gönnen! Warte, ich hole dir eine Decke!"

"Bei den Göttern, Caramon! Ich brauche kein Kindermädchen!" explodierte Raistlin aus heiterem Himmel. Als er den verletzten Gesichtsausdruck seines Bruders bemerkte, senkte er leicht betroffen den Blick. "Laß mir nur ein wenig Ruhe, Caramon!"

"Sicher, Raist!" Caramon zog sich hastig zurück. Er setzte sich auf die andere Seite des Lagerfeuers und machte sich daran, seine Waffen zu säubern. Doch sein Blick wanderte immer wieder zu seinem Bruder, der regungslos dasaß und in die Flammen starrte. Caramon preßte verärgert die Lippen aufeinander und schärfte sein Schwert.

Eine leichte Bewegung auf der anderen Seite des Feuers weckte seine Aufmerksamkeit. Raistlin hielt ein Tuch an seine Lippen und als er es wieder zurückzog, war das weiße Leinen blutbefleckt. Hustend fiel der junge Magier schließlich vornüber.

"Raist!" Caramon warf sein Schwert beiseite und half seinem Zwilling, sich aufzusetzen. Seine Hände streichelten durch die weißen Haare, strichen sanft über Raistlins Gesicht. "Was kann ich nur tun, damit du endlich kräftiger wirst!"

"Nichts! Meine Krankheit kann man nicht heilen!" Raistlin versuchte schwach, sich von seinem Bruder zu lösen, doch dieser wollte diesesmal nicht nachgeben. Er hielt Raistlin in seinen Armen und streichelte weiterhin dessen Gesicht.

"Laß mich los!" Raistlin griff nach der Hand seines Bruders und hielt diese fest. Ihre Blicke trafen sich. Braune Augen starrten in Stundenglas-Pupillen, dann senkte Caramon den Kopf und preßte seinen Mund auf Raistlins. Raistlin brauchte einige Sekunden, ehe sein Verstand wieder zu arbeiten begann, doch dann schlug er mit beiden Händen auf seinen Bruder ein, schob diesen gewaltsam fort. Heftig atmend starrten die Zwillinge sich an.

"Caramon, nein! Nicht schon wieder!" fauchte Raistlin seinen Bruder an, der wie ein verlegener Schuljunge neben ihm hockte.

Caramon musterte seinen Zwilling eindringlich. Die goldene Haut schimmerte im Schein des Feuers wie Bronze. Er sah den Abscheu in den Zügen seines Bruders und ihm fiel ein, was er bei der Prüfung mitangesehen hatte. All die Jahre, die er sich von Raistlin hatte sagen lassen, daß er dumm war, schwerfällig und unbeholfen, all dies kam ihm in den Sinn und er dachte auch an die Tatsache, daß sein Bruder fähig war, ihn zu töten.

"Ich liebe dich, Raist!" sagte er schließlich leise. Die goldenen Augen seines Bruders weiteten sich verblüfft.  

"Wieso sagst du das jetzt?!" verlangte Raistlin zu wissen. Seine Stimme war immer noch heiser vor Wut.

"Weil es die Wahrheit ist! Ganz gleich, was du mir angetan hast, oder was du mir antun könntest, ich liebe dich! Immer schon habe ich dich geliebt!" Er streichelte die goldene Haut auf der Wange seines Bruders mit sanften Bewegungen.

Raistlin schlug seine Hand beiseite und stieß ihn von sich. "Du gehst mir auf die Nerven, Caramon! Ich lasse mich von dir benutzen, weil Krieger die Möglichkeit brauchen, sich zwischen ihren Kämpfen abzulenken! Glaub nicht, daß es mir jemals gefallen hätte!"

Caramons Augen verdunkelten sich unvermittelt. "Ich liebe dich, Raistlin!"

"Aber ich dich nicht!" schleuderte sein Bruder ihm entgegen. "Ich hasse dich!"

Caramon schlug ihm ins Gesicht. Hart. Raistlin fiel benommen auf den Rücken und sah mit verschleierten Augen zu seinem Bruder auf.

Der Krieger zögerte nicht länger. Noch vor einigen Monaten hätte er, beschämt durch seine Gefühle, das Weite gesucht, doch die Handlungen seines Bruders waren ihm eine Lehre gewesen. Nimm dir, was du willst und bereue es nicht.

Er umfaßte Raistlins schmale Schultern und drückte den jungen Magier ins Gras. Sein Mund suchte den seines Bruders.

"Nein!" Er hörte die Panik in Raistlins Stimme und auf einmal fühlte Caramon sich gut. Macht war etwas, was er bisher noch nicht oft gekostet hatte. Noch nie hatte er Macht über seinen Zwilling gehabt, doch diese Erfahrung gefiel ihm. Sein Instinkt sagte ihm, daß sein Bruder einen Zauber vorbereitete. Mit einer schnellen Bewegung riß er die Beutel mit den Zauberzutaten vom Gürtel seines Bruders und schleuderte diese davon. Er hörte Raistlins wütenden Aufschrei und lächelte zufrieden.

"Du kannst mich nicht aufhalten, Raist!" flüsterte er seinem Bruder ins Ohr. "All die Jahre habe ich alles für dich getan und nichts bekam ich dafür zurück. Du hast mich ausgelacht, weil ich langsam bin und nicht gleich verstehe. Doch jetzt kannst einmal du etwas für mich tun! Na, wie ist es?! Du bist doch gerne bereit, mir diesen kleinen Gefallen zu erweisen!"  

"Nein! Caramon, bitte!" Raistlin stellte zu seiner eigenen Überraschung fest, daß er Tränen in den Augen hatte. Er liebte seinen Bruder, diesen ein wenig schwerfälligen Teil von sich selbst und niemals hätte er gedacht, daß seine kleinen Sticheleien solch eine Wirkung auf seinen Bruder gehabt hatten. "Tu mir das nicht an! Nicht schon wieder! Ich kann nicht mehr!"

"Warum nicht?! Du bist viel stärker als du aussiehst!" Caramon lächelte grimmig. "Außerdem hast du mich getötet! Du schuldest es mir!"

Endlich hatte er es ausgesprochen. Raistlin schloß müde die Augen. Würde dieser eine Fehler ihn immer begleiten? Gab es keine Vergebung für ihn?

"Was ist? Warum sagst du nichts?" Caramon sah auf seinen Bruder hinunter und tippte mit einem Finger gegen Raistlins Wange. "Ich will dir in die Augen sehen! Ich warte!"

"Ich habe einen Fehler gemacht, Caramon! Es tut mir leid, aber ich war so verzweifelt. Du hast alles, gutes Aussehen, Freunde, du bist beliebt! Und als ich dachte, du hättest mir das einzige genommen, was ich jemals hatte...!"

"Du Idiot! Du selbstsüchtiger Mistkerl!" Caramon riß die Roben seines Bruders mit einem kräftigen Ruck auseinander, dann vergrub er eine Hand in Raistlins Haaren und zerrte dessen Kopf zurück. "Gib mir nicht die Schuld, wenn du keine Freunde findest! Daran bist nur du allein schuld!"

Die Brüder starrten einander wütend an, dann kräuselten sich Raistlins Lippen in einem verächtlichen Lächeln. Das gab den Ausschlag. Mit einem ärgerlichen Zischen zerrte Caramon die Roben seines Bruders zur Seite, mit einer Hand umfaßte er die schmalen Handgelenke Raistlins und hielt diese über seinem Kopf fest. Seine andere Hand strich prüfend über den schlanken Körper unter ihm.

"Caramon?!" Raistlins Stimme klang so voller Furcht, wie sein Bruder sie noch nie vernommen hatte. Er versuchte, seinen Bruder von seinem Vorhaben abzubringen, doch als er in die Augen seines Zwillings sah, wußte er, daß er keine Chance haben würde. Eine eiskalte Hand schien nach seinem Inneren zu greifen, als er wie ein unbeteiligter Beobachter zusah, wie sein Bruder sich zwischen seine Beine drängte, seine Schenkel weit spreizte. Dann hoben kräftige Hände seine Hüften an.  

Caramon drang mit einem einzigen heftigen Stoß in ihn ein. Raistlin warf den Kopf in den Nacken und schrie seinen Schmerz in die Nacht hinaus. Er war noch wund von ihrer vorherigen Begegnung und so grob wie dieses Mal war Caramon noch nie zuvor gewesen. Immer hatte er Raistlin verletzt, dennoch hatte sein Bruder gewußt, daß Caramon es nicht absichtlich tat. Diesesmal jedoch spürte Raistlin, daß Caramon ihn verletzen, ihn brechen wollte.  

"Caramon, Caramon, bitte! Nein, nein!" Raistlin wußte, daß er bettelte, doch er konnte es nicht ändern. Alles was er wollte, war diesen entsetzlichen Schmerzen zu entfliehen, doch sein Zwilling hörte ihm nicht zu. Endlich kam Caramon mit einem letzten brutalen Stoß, der Raistlin das Gefühl gab, in zwei Hälften zerrissen zu werden. Ermattet brach der Krieger über seinem Bruder zusammen. Seine Hände lösten sich von Raistlins Hüften, auf denen sich dunkelrote Blutergüsse bildeten und er richtete sich müde auf. Sein Blick suchte den seines Bruders, der sich immer noch nicht gerührt hatte.

Raistlin starrte ihn mit großen, angsterfüllten Augen an und Caramon wußte, daß ihre Beziehung einen irreparablen Schaden erlitten hatte. Auch wenn jetzt noch keine Spur in Raistlins Blick davon zu lesen war, Caramon wußte, daß bald Haß in ihnen einkehren würde und er fürchtete sich vor dem Augenblick, in dem er seinen Bruder endgültig verlor.

Dann richtete sein Blick sich auf das Gras zwischen Raistlins Beinen und er atmete erschrocken ein. Die Erde war blutgetränkt. Immer noch rann ein dünner Blutfaden an der Innenseite von Raistlins Schenkeln herab. "Das wollte ich nicht, Raist!"

Caramon kramte hastig eine Decke hervor, die er neben dem Lagerfeuer ausbreitete. Sein Bruder wandte den Kopf ab, als Caramon ihn vorsichtig auf die Decke bettete. Caramon versorgte die Verletzung seines Bruders und immer noch sagte Raistlin kein Wort.

"Raistlin?!"

Der junge Magier sah ihn mit leeren Augen an. "Laß mich einfach schlafen, Caramon!" Er schloß die Augen, um seinen Bruder die Schmerzen nicht sehen zu lassen, die dieser ihm zugefügt hatte.

"Natürlich, Raist!" Caramon setzte sich neben seinen Bruder und bewachte dessen Schlaf.

 -Ende-