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Fanfiction zu Saiyuki von Haruka Pairing: Gojyo x Hakkai Diese Fanfiction ist für Mandalorian Frohe Weihnachten, Hakkai! Es wurde schon dunkel als Hakkai mit dem Weihnachtsbäumchen nach Hause zurückkam. Es war kein besonders großer Baum, aber immerhin. Er zog Schuhe, Jacke und Handschuhe aus und brachte die kleine Tanne ins Wohnzimmer, wo er schon einen Christbaumständer und einen Karton mit Kugeln, Lametta und Lichterketten hingestellt hatte. Er konnte sich Zeit lassen, denn Gojyo war in die Stadt gegangen. Seine übliche Pokerrunde wartete auf ihn, Weihnachten hin oder her. Auf Hakkais Frage, ob er zum Abendessen zurück wäre hatte er ausweichend geantwortet. `Mal sehen wie es läuft…’ er hatte ihm zugezwinkert und war gegangen. Während er den Baum mit Kugeln, Lametta und goldenen Ketten schmückte, dachte Hakkai darüber nach. Wie –was- lief? Das Spiel? Oder meinte Gojyo, ob ihn eine der Frauen abschleppen würde, die ihn immer umlagerten, wenn er in der Kneipe saß? Mit einem Seufzen befestigte Hakkai die Lichterkette und betrachtete dann sein Werk. Hübsch… Er holte sich einen Tee und setzte sich auf den Boden. Während er auf den Baum starrte ließ er die vergangenen Monate Revue passieren. Seit er sein ‚Neues Leben’ bekommen hatte, wohnte er bei Gojyo. Dieser hatte ihm mit einer erstaunlichen Selbstverständlichkeit angeboten, bei ihm einzuziehen und er hatte nur zu gerne angenommen, und das nicht nur, weil er sonst keine andere Bleibe gefunden hätte. Da Hakkai kein Einkommen hatte führte er halt den Haushalt, sozusagen als `Miete’, obwohl Gojyo lässig abgewinkt hatte. `Das geht schon klar.. mach dir keinen Kopf!’ Ihr Zusammenleben gestaltete sich dann auch recht unkompliziert. Hakkai sorgte dafür, dass die Wohnung auch als wohnlich bezeichnet werden konnte, er kochte und putzte, und Gojyo `verdiente’ Geld mit seiner Spielerei. Dass er dabei oft nachts nicht nach Hause kam hatte Hakkai nicht gestört. Zumindest hatte er sich das anfangs eingeredet… Leider klappte das recht bald nicht mehr allzu gut. Wenn Gojyo nach so einer Nacht nach Hause kam, übermüdet aber offensichtlich zufrieden, meistens nach schwerem Parfüm riechend, immer mit leichtem Hangover, empfing ihn Hakkai lächelnd und machte ihm ein Katerfrühstück. Zuerst hatte er dabei nur leichten Widerwillen empfunden, und es darauf geschoben, dass er den abgestandenen Kneipengeruch nun mal nicht mochte, doch mit der Zeit war sein Widerwillen gewachsen und er hatte sich eingestehen müssen, was es wirklich war: Er hasste es. Er hasste den Gedanken, dass Gojyo -mit einer Frau- die Nacht verbracht hatte… Missmutig stützte er den Kopf in die Hand. Es half ja alles nichts. Wenn er hier weiter leben wollte musste er sich damit abfinden. Es wurde nur immer schwerer… Seufzend trank er seine Tasse leer und begab sich in die Küche, um das Abendessen vorzubereiten. Wenn … nein –falls- Gojyo nach Hause kam, sollte es fertig sein. Er hatte Ente und verschiedene andere Leckereien eingekauft und ging mit großer Sorgfalt zu Werke. Es sollte besonders gut werden heute. Während er Gemüse putzte dachte er darüber nach, wie er Gojyo sein Geschenk überreichen wollte. Es einfach unter den Baum legen? Oder es ihm geben? Er dachte an das kleine Päckchen in seinem Schlafzimmer. Ein Lederband mit dem Kanji für Glück als Anhänger. Unverfänglich genug… Zwei Stunden später war alles fertig. Der Tisch war gedeckt, ein weißes Tischtuch, ein Kerzenleuchter, die besten Gläser und ein guter Rotwein. Jetzt fehlte nur noch Gojyo. Hakkai setzte sich auf das Sofa, unfähig irgend etwas Sinnvolles zu tun. Er hielt ein Buch in der Hand, ohne jedoch zu lesen. Hoffentlich kam Gojyo bald nach Hause. Er hatte sich schon so lange auf diesen Abend gefreut… Doch es wurde immer später, ohne dass er auftauchte. Hakkai kam kurz der Gedanke, dass er ihm vielleicht hätte sagen sollen, dass er ein Essen machen wollte und einen Weihnachtsbaum… als es langsam auf Mitternacht zuging zog er sich aus, warf seinen Yukata über und legte sich auf das Sofa. Das war wohl nichts gewesen. Gojyo würde heute nicht mehr nach Hause kommen. Ein letzter Blick auf den gedeckten Tisch, dann drehte er sich weg. Die brennende Enttäuschung versuchte er so gut es ging zu ignorieren, doch er konnte sich auch nicht entschließen, ins Bett zu gehen. Resigniert schloss er die Augen, aber der Schlaf wollte einfach nicht kommen. Also lag er einfach da und starrte die Sofalehne vor seinem Gesicht an. Er sollte sich einfach alles aus dem Kopf schlagen. Es brachte nichts, weiter zu hoffen. Gojyo war ein Frauentyp, sicher würde er nicht ausgerechnet mit –ihm- etwas anfangen… Plötzlich wurde Hakkai klar, dass es so nicht weiter ging. Er konnte nicht mehr mit Gojyo unter einem Dach leben, weil er ihn von Tag zu Tag mehr wollte. Er würde sich etwas einfallen lassen müssen, warum er auszog, denn Gojyo würde es sicher nicht verstehen. Eigentlich wollte Hakkai ja auch gar nicht weg… aber es tat einfach zu weh. Gojyo hatte keine Schuld, was konnte der schließlich dafür wenn er sich in ihn verliebte? Er rollte sich eng zusammen und schloss erschöpft wieder die Augen. Er –wollte- jetzt nicht mehr grübeln. /Wenn ich doch nur einschlafen könnte!/ Ein Motorengeräusch direkt vor dem Haus ließ ihn aufhorchen. Ein Auto? Jetzt? Hatte Gojyo sich von jemandem fahren lassen? Hakkai sprang auf und zündete rasch die Kerzen an. Vielleicht wurde ja doch noch etwas aus dem Abendessen… Er holte gerade die Ente aus dem Ofen, wo er sie warmgehalten hatte als die Tür aufging. „Tadaima.“ Ein leicht zerzauster Gojyo mit glänzenden Augen und geröteten Wangen stand im Raum. „Okaeri nasai.“ Hakkai lächelte ihn freundlich an, obwohl er auf den ersten Blick sah, dass Gojyo angetrunken war. Aber das war er schließlich öfter… Gojyo zog Jacke und Schuhe aus und starrte dann den gedeckten Tisch an. „Was’n hier los?“ Hakkai lächelte unverdrossen. „Abendessen.“ „Und wozu der Aufwand?“ „Es ist Weihnachten…“ Hakkai sah Gojyo forschend an. Hatte dieser schlechte Laune? Er atmete auf als Gojyo ihn breit angrinste, schluckte aber als dieser ihn von oben bis unten musterte. Er war ja schon ausgezogen… „Und du wolltest schon schlafen gehen?“ Hakkai zog den Yukata enger um sich. „Hai… es ist spät…“ Gojyo nickte und sah zerknirscht aus. „Gomen. Ich wurde aufgehalten. Na, da hab ich ja Glück, dass du noch wach bist…“ Hakkai lächelte leicht gequält. Er wollte gar nicht genau wissen, -wer- Gojyo aufgehalten hatte, aber immerhin – er war ja hier! Auffordernd deutete er auf einen Stuhl. „Entschuldigung akzeptiert. Setz dich doch.“ Gojyo nahm Platz und ließ sich die Ente servieren, Wein eingießen und das Gemüse vorlegen. „Doozo!“ Hakkai nickte ihm auffordernd zu. „Hai! Itadakimasu!“ Gojyo ließ es sich schmecken und die Konversation beschränkte sich auf `Bitte’ und `Danke’ beim Zureichen. Hakkai beobachtete ihn verstohlen. /Er wirkt eigentlich gar nicht so sehr betrunken…/ Nachdem auch der Nachtisch verspeist war räumten sie gemeinsam ab. Hakkai hatte protestiert, doch Gojyo bestand darauf. „Oder hast du Angst ich zerschmeiße was?“ „Nein, ich.. also gut.“ Jetzt saßen sie bei einer Schale Sake zusammen und Gojyo bewunderte den Weihnachtsbaum. „Das Essen war große Klasse, Hakkai.“ Dieser lächelte ihn an. „Danke.“ Plötzlich fiel ihm das Motorengeräusch wieder ein. „Hat dich jemand nach Hause gefahren?“ Gojyo starrte ihn verwundert an. „Nein. Wieso?“ Plötzlich schlug er sich mit der Hand vor den Kopf und sprang auf. Den verdutzten Hakkai an der Hand mitziehend lief er Richtung Tür. „Komm mit! Draußen steht dein Weihnachtsgeschenk!“ Vor dem Haus stand – ein Jeep. Hakkai starrte. „Mein - …“ „Hai. Hab ich gewonnen. Ich habe den ganzen Abend darum spielen müssen, darum ist es auch so spät geworden.“ Er lächelte Hakkai entschuldigend an. „Ich wollte wirklich nicht, dass das Essen kalt wird, aber es hat einfach nicht eher geklappt…“ er verstummte und starrte Hakkai an. „Was ist?“ „Du.. du –wusstest- dass ich ein Weihnachtsessen vorbereite?“ Gojyo nickte und grinste. „Natürlich. Meinst du ich kriege nicht mit wenn du die feinsten Zutaten bunkerst, Spitzen-Rotwein im Keller lagerst und eine Ente im
Kühlschrank liegt? Und die Kiste mit dem Christbaumschmuck habe ich auch gesehen. Und weil ich –wette- dass du auch ein Geschenk für mich hast – Voilà!“ Er zog Hakkai zu dem Jeep. Dieser betrachtete ihn mit gemischten Gefühlen. „Wieso ein Jeep?“ Gojyo zuckte die Schultern. „Ich dachte es passt zu dir.. weiß auch nicht. Wenn er dir nicht gefällt, kann ich ihn auch …“ „Nein!“ Die Antwort kam wie aus der Pistole geschossen und Gojyo sah Hakkai verwundert an. Dieser wurde verlegen. „Nun ja… es ist ein Geschenk von –dir-, Und egal was es ist… ich möchte es behalten. Außerdem gefällt er mir auch.“ Da er gerade das
Auto betrachtete entging ihm der Blick den Gojyo ihm zuwarf. Plötzlich schauderte Hakkai, es war bitterkalt. Gojyo sah ihn von oben bis unten an. „Lass uns reingehen, es ist lausig kalt hier draußen, du hast nur dieses dünne Ding an und ich möchte jetzt noch eine Schale Sake mit dir trinken.“ Er legte den Arm um Hakkai und dieser freute sich unglaublich darüber, riss sich dann aber zusammen. Er wollte sich nicht verraten, wollte nicht, dass Gojyo merkte wie er wirklich für ihn empfand. Wer wußte schon, was das sonst für ihre Freundschaft bedeuten würde… drinnen gab Gojyo ihn wieder frei und ließ sich auf seinen Stuhl fallen. Hakkai schenkte ihnen beiden nach. Der Rotwein und jetzt die zwei Schalen Sake hatten ihn etwas beschwingt werden lassen und er
fühlte sich mutig genug, das Geschenk zu holen. | „Hier bitte.“ Gojyo packte das Lederband mit dem Anhänger aus und lächelte Hakkai dann an. „Sehr schön. Das gefällt mir wirklich gut!“ Hakkai erwartete einen Spruch wie: `Da werden die Damen mir noch mehr zu Füßen liegen’, aber es kam nichts dergleichen. Gojyo trank noch eine Schale Sake leer, stand dann auf und hielt es ihm hin. „Machst du es mir um?“ Hakkai griff zögernd zu. „Warum ich?“ Konnte Gojyo das nicht alleine? Dieser sah ihn fragend an und lächelte. „Hast du was dagegen? Ich glaube ich hab zuviel getrunken, um mit dem kleinen Verschluss da klarzukommen.“ Er deutete auf den Federring. Hakkai öffnete das Band und trat auf ihn zu. Da es nicht sehr lang war musste er, um es in Gojyos Nacken zu schließen näher an ihn heran, was sein Herz schneller schlagen ließ. Schließlich nahm er all seinen Mut zusammen und legte Gojyo die Arme um den Nacken, versuchte den kleinen Ring in den Verschluss zu fummeln. Gojyo stand ganz still. Hakkai spürte dessen Atem leicht an seinem Hals und schloss die Augen. Zu nah… viel zu nah! Endlich war das Band geschlossen und erleichtert wollte er zurücktreten, als Gojyo ihn plötzlich umarmte. „Danke, Hakkai. Ich freue mich wirklich darüber. Wirklich - und … Frohe Weihnachten!“ Hakkai erwiderte die Umarmung etwas steif. „Gern geschehen. Hai. Frohe Weihnachten. Und danke auch für – ähm. Für den Jeep… der ist ja viel wertvoller…“ Er erwartete dass Gojyo ihn nun wieder freigab, doch dieser zog ihn im Gegenteil etwas mehr an sich. Und legte den Kopf an seine Schulter. Hakkai wurde es ungemütlich. Was sollte er tun? Gojyo schien etwas zu murmeln wie: `Für dich ist nichts wertvoll genug’ doch das konnte er sich auch eingebildet haben. „Ähm, Gojyo… lässt du mich bitte los?“ Kopfschütteln. Hakkai wandte etwas den Kopf und eine Alkoholfahne schlug ihm entgegen. Er lächelte traurig. Natürlich... „Du bist betrunken.“ „Hai.“ „Lass mich bitte los.“ „Iie.“ „Aber warum nicht?“ „Weil es sich gut anfühlt. Und weil ich das schon so lange tun will.“ Hakkai stockte der Atem. /Wie bitte??/ „Gojyo, bitte. Du bist betrunken.“ „Du wiederholst dich.“ Immer noch lag Gojyos Kopf an seiner Schulter, und seine Lippen streiften beim Sprechen leicht die Haut an seinem Hals. Das Gefühl verursachte Hakkai eine Gänsehaut als Gojyo jetzt wieder zu reden begann. „Wenn ich nicht betrunken wäre, würde ich mich das hier nicht trauen.“ Er hob den Kopf und legte seine Lippen auf Hakkais. Dieser versteifte sich abrupt. Gojyo brach den leichten Kuss. „Du magst das nicht…“ aber er ließ Hakkai immer noch nicht los. Dessen Gedanken rotierten. /Ich mag das viel zu sehr…/ „Gojyo… warum tust du das?“ Dieser löste jetzt doch seine Arme von ihm und winkte ab. „Vergiss es. Ich habe mich geirrt. Ich dachte du…“ er brach ab, sah einen Moment vor sich hin. Dann, als ob er meinte, jetzt sei es auch egal, zuckte er die Schultern und sprach weiter. „Ich hatte geglaubt, du bist vielleicht in mich verliebt. Ein bisschen.“ Hakkai riss die Augen auf. War es so offensichtlich gewesen? Und was gedachte Gojyo damit anzufangen? Langsam entgegnete er „Bin ich nicht.“ Gojyo sah ihn mit traurigen Augen an. Seine Schultern sanken nach vorne und er neigte den Kopf. „Tja… da kann man wohl nichts machen…“ Hakkai sah die Reaktion und sein Puls beschleunigte sich. Konnte es sein? War Gojyo auch in ihn… Aber wenn nicht würde er vielleicht alles für immer verderben. Trotzdem. Die Art wie Gojyo reagiert hatte sprach dafür, also fasste er sich ein Herz. „Es ist mehr als nur verliebt sein.“ Gojyos Kopf ruckte wieder hoch. Seine Augen suchten Hakkais und dieser erwiderte den Blick offen. „Wirklich?“ Gojyos Stimme war sehr leise. Hakkai nickte und zog ihn etwas näher. Gojyos Hände lagen leicht auf seinem Rücken und streichelten ihn sanft als er langsam sein Gesicht dem von Hakkai näherte. Überwältigt von den Gefühlen die ihn durchströmten schloss dieser die Augen, und ihre Lippen fanden sich erneut, diesmal zu einem intensiven, zärtlichen Kuss. Hakkai schmiegte sich fest in Gojyos Arme, war berauscht davon wie gut Gojyos Lippen sich auf seinen anfühlten, wie perfekt ihre Körper passten, wie sehr er die Berührungen genoss. /Als wären wir füreinander bestimmt…/ Sein Herz schlug wie verrückt als ihre Lippen sich voneinander lösten. „Endlich…“ Gojyos Stimme klang heiser. „Endlich?“ Hakkai war atemlos als er ihn fragend ansah. „Du hast ja keine Ahnung, wie lange ich mir das schon wünsche.“ Hakkai schüttelte ungläubig den Kopf. „Sicher nicht so lange wie ich…“ Gojyo schüttelte ebenfalls den Kopf. „Sicher länger.“ Hakkai schaute zweifelnd. Er glaubte kaum, dass Gojyo ihn auf den ersten Blick so gemocht hatte wie er ihn… als er
damals in seinem Bett aufgewacht war, Gojyos Gesicht über sich, dachte er zuerst, eine Art Geist zu sehen, da er geglaubt hatte er sei tot. Allerdings einen ziemlich gutaussehenden Geist. Die leicht ruppige Art Gojyos und die
Unordnung im Zimmer hatten ihn dann schnell davon überzeugt, nicht in der Hölle oder sonst irgendwelchen überirdischen Gefilden, sondern in einem leicht schlampigen Haus bei einem ziemlich coolen Typ gelandet zu sein. In der
Zeit, als Gojyo ihn aufgepäppelt hatte, war Freundschaft entstanden. Doch Hakkai hatte schnell gemerkt, dass Gojyo ihm nicht nur als Freund viel bedeutete. Und auch Gojyo hatte ja eigentlich mehr für ihn getan, als man für
einen normalen Freund tut. Er hatte sich mit einer Hartnäckigkeit für ihn eingesetzt… und als sie sich wieder gesehen hatten, nachdem Gojyo gedacht hatte, Hakkai sei tot… seine Gedanken wurden unterbrochen als Gojyo mit der
Hand durch seine Haare strich. Er sah ihn fragend an und Gojyo lächelte, doch seine Augen waren aufrichtig. „Als ich dachte du wärst tot – da habe ich gemerkt, was du mir bedeutest. Als wir uns dann wieder gesehen haben, hätte ich dir um den
Hals fallen können. Aber du warst so – abgehoben freundlich…“ Hakkai drückte ihn an sich. „Ich hätte dir auch um den Hals fallen können. Aber ich habe mich nicht getraut,… mitten auf dem Markt, mit all den Frauen dort…“ Er
sah Gojyo lächelnd an. „Und danach.. ich habe mich sehr gefreut als du mir angeboten hast, bei dir zu wohnen. Aber ich wäre nie auf den Gedanken gekommen, dass du… meine Gefühle erwidern könntest. Ich dachte, bei deinem
Verschleiß an Frauen… na ja. Dass ein Mann gar nicht erst in Frage käme.“ Gojyo grinste vor sich hin. „Bist du nicht darauf gekommen, dass genau das der Grund für den Frauenverschleiß gewesen sein könnte?“
„Nein.“ Hakkai hatte nur gedacht, dass Gojyo halt ein freiheitsliebender Mensch war, eher der Typ für das kurze Vergnügen. „Ich dachte, du willst keine feste Bindung.“ Gojyo fuhr mit den Fingerspitzen über Hakkais Wange. „Nur eine feste Bindung mit einer ganz –bestimmten- Person, Hakkai.“ Dessen Blick versank in Gojyos rubinroten Augen und er nickte atemlos. „Das will ich auch, Gojyo, ich…“ er kam nicht mehr dazu, den Satz zu vollenden weil sein Mund plötzlich von zwei warmen weichen Lippen in einem leidenschaftlichen, sinnverwirrenden, jeden Gedanken auslöschenden Kuss gefangen genommen war, den er ebenso feurig erwiderte. Die Intensität des Kusses, die Wärme zwischen ihnen und Gojyos Hände auf seinem Körper bewirkten, dass der lange, zu lange, unterdrückte Wunsch, Gojyo zu berühren, zu liebkosen, zu –besitzen- sich mit aller Macht Bahn brach. Mit einem erlösten Seufzen lehnte er sich in die Umarmung, ließ seine Hände unter Gojyos Hemd gleiten und stöhnte auf, als er die glatte Haut unter seinen Fingern spürte. Das war so ein gutes Gefühl… Gojyo ließ ein Schnurren an seinem Ohr heraus und schob Hakkais Yukata auseinander, um seinen Oberkörper mit den Lippen zu liebkosen. Hakkai fummelte an den Köpfen von Gojyos Hemd und schaffte es tatsächlich, sie aufzubekommen. Mit einer fast ungeduldigen Geste streifte dieser es von seinen Schultern und schob Hakkai dann auf das Sofa zu. Sie ließen sich darauf niedersinken und lagen schließlich, Gojyo halb auf, halb neben Hakkai, mit heftig gehender Atmung, da. Gojyo vergrub seine Nase in Hakkais Schopf. „Ich bin total heiß auf dich…“ Dieser ließ die Worte nachwirken wie eine körperliche Liebkosung und erschauderte. „Das kann ich fühlen…“ lächelnd kraulte er Gojyos Nacken und suchte mit seinen Lippen nach denen des rothaarigen Mannes über ihm. Wieder versanken sie in einem Kuss voller Hitze und Verlangen. Als sie sich atemlos voneinander lösten murmelte Gojyo in sein Ohr „Hast du schon mal? Mit einem Mann?“ Kopfschütteln. Gojyo nippte an Hakkais Ohrläppchen. „Ich auch nicht. Also werden wir es einfach ausprobieren müssen…“ Nicken. Hakkai war entschlossen, nicht aufzuhören. Nicht jetzt… „Wir werden ja sehen was uns gefällt und was nicht…“ er ließ seine Hand zwischen sie wandern und streichelte über die deutliche Beule in Gojyos Hose. Ein tiefes genüssliches Seufzen war sein Lohn. „-Das- ist schon mal gar nicht schlecht.“ Gojyo revanchierte sich auf der Stelle, nur dass Hakkai bereits wesentlich leichter bekleidet war als er. Ein kurzer Blickaustausch und Hakkais Finger beschäftigten sich intensiv mit dem Knopf und Reißverschluss der Jeans, die alsbald zusammen mit einem Paar Boxershorts dem Hemd auf dem Boden Gesellschaft leistete. Gojyo schob Hakkais Yukata auseinander und schob sich langsam, genüsslich den Hautkontakt auskostend, halb über ihn. Während er sich eng an ihn schmiegte liebkoste seine Zunge die weiche Haut an Hakkais Hals und seine Hände strichen gleichzeitig sanft und fordernd über dessen Seiten nach unten. Hakkais Reaktion kam prompt und heftig, indem er sich ihm keuchend entgegen drückte. Ermutigt umfasste er Hakkais Glied und drückte sanft zu, während er die Hand langsam auf und ab bewegte. Das Stöhnen fuhr ihm direkt in den Unterleib, so dass er Hakkai fest an sich zog und ihn hungrig küsste. Dieser antwortete ebenso gierig und ließ seine Hände nach unten auf Gojyos Hintern gleiten. Sie unterbrachen kurz den Kuss und Gojyo murmelte was von `sich Zeit lassen’ doch Hakkai schüttelte nur den Kopf. „Ich habe weiß Gott lange genug gewartet… ich will dich. –Jetzt-.“ Damit zog er Gojyos Kopf zu sich herab und küsste ihn hart und fordernd wobei er gleichzeitig die Schenkel öffnete, so dass dieser dazwischen glitt. Dieser eindeutigen Aufforderung konnte Gojyo fast nicht mehr widerstehen. Er presste sich eng an Hakkai, worauf dieser mit einem erwartungsvollen Stöhnen antwortete und sich ihm noch etwas mehr öffnete. Gojyo löste dennoch seine Lippen von Hakkais. Seine Stimme war ein heiseres Flüstern. „Ich habe kein Gleitmittel hier und ich habe absolut keine Ahnung wie es ist einen Mann zu nehmen… willst du das wirklich?“ Ein erneuter fordernder Kuss und ein Nicken. „Hai. Mach.“ Gojyo sah in die weitgeöffneten Augen des Mannes unter ihm. Soviel Vertrauen, Verlangen, … Liebe. Er nickte ebenfalls. Vorsichtig bereitete er seinen Geliebten auf sich vor. Als er den zweiten Finger einführte keuchte Hakkai kurz auf und spannte sich an, doch Gojyos Küsse und die Streicheleinheiten der anderen Hand ließen ihn sich wieder entspannen. Beim dritten war es noch einmal dasselbe Spiel, doch Hakkai war schon merklich ungeduldiger. „Komm schon… tu es einfach…“ Gojyos ohnehin schon rascher Herzschlag beschleunigte sich noch einmal, als er sich sorgfältig zurechtrückte und sanft die Spitze seiner Erregung an Hakkais Öffnung legte. „Ich komm jetzt r.. aaaaaaaah!“ Sein gekeuchter Aufschrei erklang unisono mit Hakkais, der ihn ohne noch lange zu zögern fest an sich gezogen hatte. Sie lagen heftig atmend aneinandergeklammert da, jeder damit beschäftigt sich an dieses neue, intensive Gefühl zu gewöhnen. „Tu ich dir weh?“ Gojyos Zunge liebkoste zärtlich Hakkais Ohr als dieser verneinend den Kopf schüttelte. „Das ist - unglaublich…“ Gojyo lachte atemlos auf. „Kein Wunder dass ich ständig auf der Suche war… so etwas –konnte- ich nicht finden.“ Hakkai grinste und hob mit einem leichten Ruck seine Hüften an, was sie beide aufstöhnen ließ. „Wie wäre es, wenn du aufhörst zu reden und einfach ha- aahh…“ Hakkais Augen schlossen sich in Verzückung. Gojyo hatte sich langsam in ihm bewegt. Hakkai stöhnte und kam ihm heftiger entgegen. Ihr Rhythmus wurde bald stetiger, schneller. Hakkai bog den Rücken durch um Gojyo noch mehr zu spüren, als dieser immer wieder seinen Sweetpoint streifte und er seinen Höhepunkt nahen fühlte. Nur noch ein bisschen mehr… Er spürte die wachsende Spannung in Gojyos Körper, spürte wie die Stöße schneller und härter kamen… er öffnete die Augen. Sein Blick verschränkte sich mit Gojyos, der mit halb vor Lust verschleierten Augen auf ihn nieder sah. Das Kerzenlicht ließ den feinen Schweißfilm auf seinem Gesicht schimmern und seine Rubinaugen leuchten, als er sich niederbeugte um Hakkai tief zu küssen, während er fester zustieß. Hakkai brach den Kuss und keuchte auf. Das war gut... aber er bekam immer noch nicht genug. Seine Lippen formten ein lautloses `Mehr’ und Gojyo gehorchte. Er schloss die Augen und trieb sich immer schneller in Hakkais willigen Körper, während er dessen pochende Erregung eng mit der Faust umschlossen hielt. Er stöhnte abgehackt, als die Lust ihn bei jedem Stoß in die süße Enge durchraste. Das hier war mit nichts zu vergleichen was er jemals erlebt hatte… Hakkais Beine schlangen sich um Gojyos Hüften, er hielt den harten Stößen mit Macht entgegen, nahm ihn so noch tiefer in sich auf. Seine Finger gruben sich fest in Gojyos Hinterbacken als er ihn ein letztes Mal tief in sich zog, dann warf er den Kopf zurück als sein Orgasmus ihn fortriss und er ergoss sich mit einem lauten Stöhnen in Gojyos Hand. Als sich seine Muskeln immer wieder fest um dessen Glied schlossen war es auch für Gojyo soweit und er folgte ihm mit einem erstickten Schrei in die Erlösung. Welle auf Welle durchpulste ihn die Ekstase während er sich tief in seinem Geliebten verströmte. Einen Augenblick stützte er sich außer Atem auf den Ellbogen ab, um Hakkais noch vom Höhepunkt der Lust sanftes Gesicht zu betrachten, dann ließ er sich auf ihn sinken. Hakkai streichelte sacht seinen Rücken und genoss das Gefühl von Gojyos warmen Atemzügen an seiner Schulter. Dieser liebkoste die Haut mit seinen Lippen und murmelte kleine Koseworte. Nachdem sie wieder normal atmeten und ihr Puls auf ungefährliche Werte gesunken war richtete Gojyo sich wieder auf. „Wie wäre es mit Dusche, und dann ins Bett?“ Hakkai nickte zustimmend. „Gute Idee.“ Ein Kuss, ein neckisches Grinsen Gojyos. „Zu dir oder zu mir?“ Hakkai lächelte glücklich. „Zu mir, mein Bett ist breiter…“ Lachend stand Gojyo auf und zog Hakkai mit sich. „Dann los, unter die Dusche.“ Während sie sich unter dem heißen Wasserstrahl gegenseitig abseiften, nicht ohne viele Küsse und Streicheleinheiten auszutauschen, dachte Hakkai darüber nach, dass er mit –so- einem Ausgang des Tages sicher nicht gerechnet hatte. Gojyo hielt in seiner Tätigkeit, ihm die Haare zu waschen, inne und sah ihn forschend an. „Hast du was?“ Hakkai schüttelte den Kopf. „Nein. Ich bin nur glücklich!“ Gojyo drückte ihn zärtlich an sich und spülte ihm dann den Schaum aus den Haaren. „Gut!“ Nach einem Moment des Schweigens redete er weiter. „Glücklich ist gar kein Ausdruck…“ Er stieg aus der Dusche, zog sich seinen Bademantel über und holte dann Hakkais, den er auffordernd aufhielt. Dieser ließ sich lächelnd darin einwickeln und anschließend noch einmal leidenschaftlich küssen. Sie gingen ins Wohnzimmer zurück und Gojyo sah ihm verliebt in die Augen. „Ich weiß nicht, ob ich dich schon in Ruhe lassen kann…“ Hakkai grinste. „Das gleiche habe ich auch gerade ged…“ Er kam nicht dazu, den Satz zu Ende zu sprechen, da vor der Tür ein Höllenlärm losbrach. Es klang zuerst wie lautes Kratzen, dann Flügelschlagen – Flügelschlagen? Sie sahen sich verdutzt an - und schließlich ein ohrenbetäubendes `Kyuu kyyuuuuu’. Gojyo holte sich das Fleischmesser aus der Küche und näherte sich der Tür. Er lauschte einen Augenblick, doch im Moment war es wieder ruhig. Er holte tief Luft und riss die Tür dann mit einem Ruck auf. Ein Schwall eiskalter Luft kam herein und mit ihm ein weißer Blitz, der flatternd mitten im Wohnzimmer auf den Boden nieder ging und nur noch ein klägliches `Kyuuu’ von sich gab. Gojyo fuhr herum und wollte mit dem Messer auf das Etwas los, doch Hakkai stoppte ihn. „Warte!“ Verdattert hielt Gojyo inne und betrachtete das Wesen genauer. Es sah aus wie ein kleiner weißer Drache. Was heißt sah aus? Es –war- ein kleiner weißer Drache. „Was ist –das- denn?“ Keine sehr intelligente Frage, und Hakkai lächelte nachsichtig. „Ein weißer Drache.“ Gojyo verzog das Gesicht. „Das sehe ich! Ich meine, wo kommt es her?“ „Keine Ahnung… aber er scheint zu frieren.“ `Kyuu’. Hakkai nahm eine Decke vom Sofa und legte sie über das zitternde Geschöpf. Gojyo besah sich die Aktion, zuckte die Schultern und schloss erstmal die Tür wieder. Dann sah er den Drachen kritisch an. „Soll der jetzt hier bleiben oder was?“ Hakkai sah auf. „Natürlich. Er ist halb erfroren! Sicher hat er auch Hunger.“ `Kyuu’ Ein hoffnungsvolles Aufblitzen in rubinroten Augen. Hakkai lächelte. „Sieh mal, er hat deine Augenfarbe!“ Gojyo schnaubte verächtlich. „Mir doch egal.“ Hakkai sah ihn forschend an. „Was hast du denn? Bist du eifersüchtig?“ Er lächelte über seine Frage doch Gojyo drehte ihm grummelig den Rücken zu. „Kaum kommt so ein komisches Vieh hier an bin ich vergessen!“ Hakkai stand auf und legte die Arme um ihn. „So ein Unsinn! Das ist nur ein kleiner Drache… wieso solltest du auf ihn eifersüchtig sein! Komm sei nett und hole ihm ein bisschen von den Resten des Entenfleischs, ja?“ Er unterstrich die Bitte mit einem Kuss auf Gojyos Schulter. „Na gut…“ Gojyo packte in der Küche ein paar restliche Haut- und Fleischstücke der Ente auf einen Teller und hockte sich vor den Drachen, der jetzt mit geschlossenen Augen am Boden lag. Dieser hob matt den Kopf, verschlang dann aber mit erstaunlicher Geschwindigkeit die angebotenen Happen. Als alles verputzt war leckte er sich die Schnauze. `Kyuuu?’ Er legte den Kopf schief. Gojyo lächelte widerwillig. „Noch mehr?“ `Kyuuuuu!’ Schon wieder versöhnt rappelte der Rothaarige sich auf und suchte noch ein paar Häppchen zusammen, während Hakkai sein Bett mit alten Bettzeug bedeckte. Als er aus seinem Zimmer zurückkam saß der Drache auf Gojyos Arm und ließ sich zufrieden mit Ente vollstopfen. Hakkai betrachtete das pralle Bäuchlein und lächelte. “Das dürfte dann reichen… sonst platzt er noch oder kotzt mein Bett voll…“ Gojyo sah überrascht auf. „Dein Bett?“ Hakkai nickte. „Ja… oder wolltest du ihn in deins lassen?“ „Aber – in deinem Bett wollten doch wir beide…“ Hakkai zuckte die Schultern. „Das geht dann eben nicht.“ Gojyos Gesicht verfinsterte sich zusehends. „Wegen diesem – Reptil soll ich alleine schlafen? Niemals!“ `Kyuuuu?’ Rote Äuglein glommen fragend auf. Brummig hielt ihm Gojyo noch einen letzten Bissen hin, der umgehend verschwand. Dann legte der Kleine den Kopf an Gojyos Hals und schnurrte laut. Hakkai lachte. „Du hast offenbar einen neuen Freund…“ Gojyo sah ihn hilflos an. „Einer reicht mir eigentlich zum Kuscheln… was soll ich jetzt machen?“ Hakkai zuckte die Schultern. „Ihn kraulen? Keine Ahnung was Drachen mögen.“ Probeweise kraulte Gojyo den Kleinen unter dem Kinn. Das Schnurren wurde lauter. „Nun gut. Also ab ins Bett mit dem Burschen. Oder eher auf das –Sofa-.“ Gojyo wollte den Drachen auf demselben absetzen, doch das stellte sich als nicht so einfach heraus, da sich dieser an seinem Arm festkrallte. „Autsch, lass los!“ Ein bockiges `Kyuu’, sonst geschah nichts. Gojyo sah hilfesuchend zu Hakkai hinüber. Dieser nahm noch ein Stück Fleisch vom Teller und lockte den Drachen zu sich, und dann weiter auf die Sofalehne. Er schubste ihn sanft auf die Sitzfläche und deckte ihn dann zu. Nun doch zufrieden rollte sich der Kleine zusammen und schnurrte wieder. Hakkai lächelte und nahm Gojyos Hand. „Lass uns schlafen gehen, aijin.“ Ein letzter misstrauischer Blick auf den Drachen, und Gojyo folgte der Aufforderung, indem er
losging, um Nachtzeug aus seinem Zimmer zu holen. Hakkai ging in sein Zimmer, setzte sich aufs Bett und sah nachdenklich vor sich hin. „Wie wollen wir ihn denn nennen?“ Gojyo der mit einer Pyjamahose bekleidet ins Zimmer kam, horchte auf. „Wie, `nennen’? Willst du den etwa behalten?“ „Ja sicher. Wenn er bleiben will…“ „Wenn –er- bleiben will? Und mich fragst du gar nicht?“ „Was hältst du von `Hakuryuu’, das klingt doch nett…“ „Hakkai! Was ist denn wenn ich das gar nicht will?“ „Ach komm schon, Gojyo, er ist doch ganz niedlich… und ich mag ihn.“ „Ich denke du magst –mich-!“ Hakkai schwieg einen Moment, dann stand er auf und umarmte Gojyo. „Ich dachte das hätten wir schon durch, das Thema. Ich –mag- dich nicht nur…“ Gojyo erwiderte die Umarmung. Seine Nase in Hakkais
feuchten Haaren vergrabend murmelte er eine Entschuldigung. „Hai. Gomen. Ich dich auch.“ Sie tauschten einen innigen Kuss, der von einem `Kyuu’ und heftigen Flügelschlägen unterbrochen wurde. Der weiße Drache schwebte mit unheilvoll rotglühenden Augen über ihren Köpfen. Gojyo verdrehte die Augen. „Su-per. Jetzt ist der Kerl auch noch eifersüchtig!!” „Hakuryuu! Geh schlafen!“ Hakkais Stimme klang zum ersten Mal ein wenig genervt, wie Gojyo zufrieden feststellte. Er ließ Hakkai los, packte das flatternde Etwas an den Füßen und schritt zur Tür. Sie öffnend hob er drohend den Arm zum Wurf. “Entweder du benimmst dich, oder…“ ein viel sagender Blick nach draußen. `Kyuu.’ Offensichtlich etwas betreten stellte der Drache das
Funkeln seiner Augen ein und faltete brav die Flügel zusammen. Gojyo sah ihn überrascht an und setzte ihn vorsichtig auf den Boden. “Der versteht irgendwie jedes Wort… möchte mal wissen wo der überhaupt herkommt!” Kaum hatte er das ausgesprochen flatterte Hakuryuu
durch die immer noch offene Tür nach draußen. Er setzte sich auf den Boden und – Ploff. Vor ihnen stand der Jeep. Sowohl Gojyo als auch Hakkai fiel die Kinnlade herunter. Sie hatten vorher gar nicht bemerkt, dass der Wagen
nicht mehr dagestanden hatte. Hakkai fand als erster die Sprache wieder. „Das… das ist mein Geschenk!“ Ein erneutes `Ploff’ und der Drache saß wieder vor ihnen. Hakkai brach in schallendes Gelächter aus. “Damit ist klar, dass er bleibt. Ich lasse doch mein Geschenk nicht wieder wegschicken!“ Der Drache kam wieder hereingeflattert und setzte sich auf Hakkais Schulter. Gojyo seufzte und knallte entnervt die Tür zu. „Na wunderbar. Morgen baue ich eine Garage!“
~Owari~ |