back

Autor: Ich glaub das bin ich. 
Email: Igrainneabayrn@aol.com
Warnungen: Lemon, spät geschrieben und nicht betagelesen
Disclaimer: WIR WISSENS!
Pairing: 1x2

Kommentar: es ist halb eins... und ich hab eben den Film gesehen von dem ich  den Titel da oben gestohlen hab. Und weil mich solche Filme in komische  Stimmungen versetzten habt ihr jetzt hier was zum Lesen. Und weil ich Vampi  mit Kurzschlußreaktionen nicht allein lassen will heute abend.  
Über FB freu ich mich immer, egal ob positiv oder negativ.

SALZ AUF UNSRER HAUT
Teil: 1/1   

Es war im Sommer.  Die Sonne brannte heiß auf uns alle hernieder und überzog die Haut mit einer  Schicht von Salz.  Die Kleider klebten am Körper und die Haut war feucht und weich vom Schweiß  und von der feuchten Luft, in der man das Meer riechen konnte, wie einen frisch gebackenen Kuchen. Ich trug eine Hose und doch sehnte ich mich danach nichts zu tragen um zu  spüren wie meine Oberschenkel sich aneinander rieben und sich eine glitschige  Schicht zwischen ihnen bildete. Schlüpfrig, salzig.

Die vom Schweiß schwarzen Strähnen deines sanftbraunen Haares klebten dir im  Nacken, der Schweiß rann in kleinen Tränen deinen breiten Rücken hinunter.  Beschrieb einen Weg vom Genick bis zum Kreuz wo die Tropfen dann im Bund der  Hose verschwanden.  Doch in meinem Kopf konnte ich sehen wie der Tropfen weiterlief. Über die  sanfte erste Erhebung deines Pos, zwischen den wohlgeformten Rundungen  hindurch um im weichen Kraushaar endgültig zu verschwinden.

Es war die Luft die erfüllt war von Feuchtigkeit und Elektrizität. Man hätte  glauben können man müsse nur die Hand im richtigen Winkel zwischen Himmel und  Erde halten und ein Blitz so gewaltig wie eine riesige Säule aus reinem Licht  und Silber müsste alles auseinander reißen.

Es war an der Ernte bei den McCoys wo ich dich zum ersten Mal wirklich ansah.  Du warst ein Cousin von Quatre, einem Freund aus den Jahren als ich noch hier  in Schottland zur Schule gegangen war, im Land meines Vaters und nicht, wie  jetzt in Frankreich... im Land meiner Mutter.

Die Schulzeit über verbrachte ich gemeinsam mit meinem Bruder Trowa in  Frankreich... aber sobald der Sommer kam und mit ihm die großen Ferien,  kehrten wir zurück... zurück nach Schottland.

Wir halfen bei der Ernte. Das Wetter würde bald umschlagen und die Felder  strahlten gerade zu vor Fruchtbarkeit und goldenem Getreide.  Alle waren sie gekommen. McCoys, Yuis, Winners, Changs und auch wir... die  Maxwells. Ein Gefühl beschlich mich, als wären wir alle nur die verschiedenen  Gliedmaßen eines riesigen Wesens... und dieses Wesen war das Land... das war  Schottland.

Deine Augen... grau-blau wie das Meer der rauen Küste glänzten im gleißenden  Licht der Sonne und brannten sich in meine Haut wie ein Brandeisen.

Dann spät am Abend... die Ernte war sicher, die meisten betrunken, warfst du  mir einen Blick zu, du standest auf und gingst hinter das Wohnhaus, wo dein  Motorrad stand.  Was mich letzten Endes dazu trieb dir wirklich zu folgen weiß ich nicht mehr.  Aber ich stieg hinter dir auf das Motorrad und wir fuhren davon. Einfach so,  vergessen, allein.

Wir fuhren ans Meer, an die raue Küste aus grau-schwarzen Felsen und weißer  Gischt.  Eine kleine Bucht mit weißem Sand tat sich vor uns auf und wir stiegen den  gefährlichen kleinen Weg hinab und setzten uns nebeneinander in den vom  langen Tag heißen Sand.

Es wurde dunkel, aber es blieb heiß und die warme Luft senkte sich auf uns  herab wie ein Schleier um uns vor den Blicken Fremder zu verbergen.

"Die große Fracht des Sommers ist verladen, das Sonnenschiff im Hafen liegt bereit,  wenn hinter dir die Möwe stürzt und schreit. Die große Fracht des Sommers ist verladen."

"Ist das aus einem Film?" Hast du gefragt und ich hab dich angelacht und den  Kopf geschüttelt dass mein hochgestecktes Haar sich fast aus der Umklammerung  der wenigen Haarnadeln löste.

"Nein. Es ist ein Gedicht von Ingeborg Bachmann."

Du sahst mich eine Weile an... dann standest du plötzlich auf.

"Komm mit!" Verlangtest du und zogst mich mit dir fort.

Wir rannten den Strand entlang. Der heiße raue Sand brannte unter meinen  bloßen Sohlen.

Wir erreichten eine Höhle und dann...

Wir sanken auf dem bloßen Gestein nieder, das, ausgewaschen vom Meer, seltsam  weich unter meinem Rücken war.

Du zerrtest mir die leichte Stoffhose vom Leib, ich dir das Hemd. Und während  ich an deiner Hose nestelte flogen meine Knöpfe davon und mein Hemd wurde zur  Liegedecke.

Wir klammerten uns aneinander als gelte es unser Leben. Verzweifelt öffnete  ich die Beine, wollte dich noch näher, wollte mehr von dir, von deiner  braungebrannten heißen Haut, deinen großen Händen, deinem weichem wirren  Haar.

Ich keuchte kurz vor Schmerz als wir Eins wurden. Dann keuchte ich nur noch  vor Lust.

Das Meer rauschte, der Wind brauste außerhalb der Höhle aber zwischen uns gab  es kein Brausen, keinen Sturm. Es gab nur uns, und den übermächtigen Schlag  unsres Herzens. Der Rhythmus war unser Leben. Ich pulsierte. Bebte.  Rau umfassten deine Hände meine Taille hoben mich leicht an, sodass mein Kopf  in den Nacken fiel und unsre Vereinigung noch tiefer wurde.  Hart triebst du dich immer und immer wieder in mein Innerstes und ich  streckte mich dir verzweifelt entgegen in dem ewigen Wunsch eins mit dir zu sein.

Meine Hände suchten Halt in dieser pulsierenden Welt, vergruben sich in  deiner Schulter, dort wo sich immer wieder die Muskeln anspannten wenn ein  weiterer Stoß einen Schrei aus unsren Mündern presste.

"Uhgn!" Zurückziehen.... zustoßen. "Uhgn!" Zurückziehen... zustoßen... immer  und immer wieder.  Das Rauschen des Meeres verschwand, zurück blieb lediglich  ein schales Wispern in meinem Ohr, während der Rhythmus den du mit deinen  Stößen vorgabst in meinen Körper eindrang, ihn in Besitz nahm bis mein Herz in eben diesem Rhythmus schlug.

Ich presste dich in mich, tiefer als je, härter als je. Ich spürte Wellen  heranrollen, sie kitzelten meine Füße und meinen Po. Aber ich verkrallte  meine Hände in deinem Haar, bäumte mich auf, schrie verzweifelt weil die  Macht, die durch mich strömte mich zerriss!

Ausgebrannt lag ich da. Nicht mehr wirklich anwesend. Geist vom Körper  getrennt. Auf den Steinen lag nichts anderes als eine leere, pulsierende  Hülle.

"Duo!" Du riefst mich, und als ich nicht reagierte beugtest du dich zu mir  herab, löste die Hand vom geschlossenen Reisverschluß seiner Hose und  tätschelten meine rote Wange. "Duo, steh auf, wir müssen hier weg!"

Ich sah dich an. Wieso weg? Ich konnte nicht aufstehen. Ich hatte keine  Muskeln mehr! Ich bestand nicht mehr aus Knochen, Sehnen und Muskeln. Nur  noch aus Gefühlen und puslierendem Fleisch. Ich öffnete den Mund aber kein  Laut kam über meine Lippen.

"Duo das Wasser..."

Das Wasser? Ich sah, ich spürte wie es stieg.

"Oh Gott!" rief ich und fuhr auf. Ich schwankte und du, nervös, hektisch,  warfst mich über deine Schulter und trugst mich davon. Nackt wie ich war,  meine Kleider schnapptest du dir im Vorübergehen.

Wir erreichten das Motorrad und fuhren los. Das Gewitter, das den ganzen Tag  Ã¼ber wie ein drohender Finger über unsren Köpfen geschwebt war entlud sich  mit aller Kraft.

Unter einem Megalith, an kaltem Stein, während das Gewitter um uns mit aller  Macht tobte und das  Wasser auf unsrer Haut von unsrer Hitze verdampfte, in  Wolken aufzusteigen schien und nur eine salzige Schichte zurückließ, liebten  wir uns wieder. Wie das Gewitter stürmisch, kraftvoll, elementar!

In diesem Herbst kam ein Anruf aus Schottland... du warst auf See geblieben.  Das Meer hatte sich seinen Sohn zurückgeholt. Und ich blieb allein zurück.  Mit der Erinnerung an Salz auf unsrer Haut.
 

"Das Sonnenschiff im Hafen liegt bereit,  und auf den Lippen der Galionsfiguren tritt unverhüllt das Lächeln der Lemuren.  Das Sonnenschiff im Hafen liegt bereit.

Wenn hinter dir die Möwe stürzt und schreit,  kommt aus dem Westen der Befehl zu sinken;  doch offnen Augs wirst du im Licht ertrinken,  wenn hinter dir die Möwe stürzt und schreit."

 

 PS: Dass das Gedicht von I. Bachmann ist und nicht von mir ist klar, oder?

back