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Autorin: Heero back E-mail: Heero_Yuy85@web.de Homepages: www.gokus-world.de.vu und www.gokus-bedroom.de.vu ICQ: 129884242 Titel: Life goes on
Pairing: keins ( da staunt ihr, ne? ^__^) Okay, indirekt Heero & Duo Warnings: sad
Kommentar: Heero denkt über seine Vergangenheit nach. Die Idee kam mir, als ich den Song von Leann Rimes "Life goes on"
gehört hab. Da sind ein paar Stellen drin, da muss ich immer an Heero denken. *flenn* Ich weiß, dass ist bescheuert, aber es ist halt so. *grummel* Wenn einer was dagegen hat......*Pistole raushol* ^_______^ Na ja, etwas
persönliche Erfahrung ist auch noch drinnen. *seufz* Mir geht´s nämlich auch oft so, aber nicht das ihr jetzt denkt ich brauch ´nen Psychi *g* *zu Quatre schiel* *lach*
Grüße: Hn. *überleg* Hai, ich grüße wieder
einmal Quatre *umarm*, der sich immer so mit Tee zuschüttet. *fg* und sich immer so lieb um mich kümmert. *räusper* HAHA!!!
Ich grüße ebenfalls alle, die mir immer so liebe Sachen in mein Gästebuch schreiben. Arigatou!!! *lächel*
Feedback: Hai *nick* Nur her damit!!
Life goes on
Gefühle waren für mich immer selbstverständlich gewesen. Odin Lowe, der sich vor seinem Tod um mich gekümmert hatte, war ein
Mann gewesen, der Zuneigung zeigte. Er würde das wahrscheinlich nicht Zuneigung nennen, ich wusste, es war für ihn ein Teil der menschlichen Natur, die Dinge zu tun, die er tat. Sich um mich zu kümmern und mich zu erziehen.
So kalt und gefühllos ich auch erzogen worden war, es tat weh, als er starb. Psychischer Schmerz. Ich hätte niemals gedacht, dass es so weh tun würde. Es war schlimmer, viel schlimmer als körperlicher Schmerz, den
ich immer ignorieren konnte.
Dann traf ich Dr. J, der mich trainierte, ein Gundam Pilot zu werden. Ich wusste sehr gut, dass ich nur ein Spielzeug im Krieg sein würde, aber dann hatte ich mich darauf eingestellt. Ich
war vielleicht zu sehr von Odin abhängig gewesen, ohne ihn wusste ich nicht, zu welchem Zweck ich überhaupt auf diesem Planeten war.

Es spielte keine Rolle mehr, ein großer Teil von mir war schon herausgerissen worden als er gestorben war und es war ein Teil, der niemals wieder zurückkehren würde.
Ich öffnete das Fenster und ein kalter Windstoß kam mir entgegen. Es regnete in Strömen und es
donnerte, blitzte ab und zu. Mit einem Seufzer ließ ich mich auf dem kühlen Fensterbrett nieder und lehnte meinen Kopf zurück, an die harte Wand hinter mir. Der Wind wehte den heftigen Regen in meine
Richtung, die Regentropfen trafen meine Stirn, meine Wangen, rannen diese hinab und tropften schließlich an meinem Kinn zu Boden. Ich schloss langsam die Augen.
Es war richtig, keine menschlichen Gefühle zu zeigen. Mir wurde verboten, das zu tun. Ich sollte mich
nicht beschweren, denn ich war der jenige, der zugestimmt hatte, mit Dr. J zu arbeiten. Dr. J sagte mir immer wieder, dass es schwach sei, seine Gefühle zu zeigen.
Ein perfekter Soldat hat keine Gefühle. Gefühle bedeuten Schwäche. Und Schwäche bedeutet den Tod. Wenn du deine Gefühle zeigst, dann durchschaut dich jeder, sieht praktisch durch dich hindurch und
nutzt diese Gefühle schamlos aus, verletzt dich.
Du darfst niemanden an dich heranlassen, du musst eine Art Mauer oder besser gesagt `Schutz` um
dich herum bilden und das schaffst du nur, indem du dich wie ein Eisblock verhälst. Kalt, gefühllos und hart.
Ich dachte, dass ich nie wieder Gefühle zeigen könnte, aber das stellte sich als falsch heraus, als ich
an einer wichtigen Mission scheiterte.
Den Hügel, wo ich das kleine Mädchen traf, vergaß ich nie. Die Nacht, in der ich die Basis zerstörte, der Moment, als der Mobile Suit in das Wohngebiet krachte.
Ich öffnete die Augen wieder und schaute zum Himmel, sah die dunklen, schwarzen Wolken, die dort
umherzogen. Sie sahen so beindruckend aus. So geheimnisvoll, dunkel, so....unabhängig. Sie erinnerten mich an mich selbst, als ich noch bei Dr. J war. Als ich noch sein perfekter Soldat war. Nur, dass ich
nicht unabhängig war. Ich hatte den Dr. gebraucht, seine Aufträge, ohne ihn wäre mein Leben sinnlos gewesen. Ich seufzte und blickte auf das Fensterbrett.
Etwas glänzte dort, so dass es mir sofort auffiel. Es war....Duos Kreuz. Er hatte es abgelegt? Leicht lächelnd hob ich die Kette auf und ließ sie zwischen meine Finger gleiten.
Der Moment, in dem ich die Explosion hörte, die durch eine Kettenreaktion ausgelöst wurde,
verursacht durch meinen Fehler. Und der nächste Morgen, als ich ihren toten Welpen fand. Von dem Mädchen sah ich keine Spur mehr und das musste ich auch nicht. Die Antworte war viel zu klar, viel zu
schmerzhaft. Ich hatte nicht einmal ihren Namen gekannt.
Der Welpe wurde auf dem Hügel begraben, wo ich das Mädchen getroffen hatte. Es schneite heftig und
die Stille um mich herum war bedrückend. Ich starrte auf das Grab. Ich konnte nicht klar denken. Es war meine Schuld, ein Fehler, den ich nicht hätte machen dürfen.
Die Blume, die sie mir gegeben hatte, war schon lange verwelkt. Ich verdiente so etwas nicht von ihr, oder irgendjemandem. Überall wo ich auftauchte verursachte ich Tod, und sonst nichts.
"Heero?" Ich schreckte leicht auf und drehte den Kopf zur Seite. Duo stand direkt neben mir. Wie immer
machte er ein fröhliches Gesicht und lächelte mich an. "Duo" Mein Gesichtsausdruck wurde sanfter. "Willst du ewig hier sitzen bleiben? Du wirst dich noch erkälten."Er kramte in seiner Hosentasche und
holte ein Tuch hervor, wischte mir liebevoll über die nassen Wangen. Ich schloss die Augen und lehnte mich gegen seine Berührung. "Komm Heero, wir schließen das Fenster lieber, bevor es reinregnet.", lächelte er.
Ich hätte mich erschossen, wenn Dr. J nicht in diesem Moment gekommen wäre. Wäre ich tot gewesen, hätte ich nie die Chance gehabt, meinen Fehler wieder gut zu machen. Ich hätte niemals Relena getroffen.
Es war ungewöhnlich für mich, dass mich jemand so behandelte. Sie hatte keine Angst vor mir. Ich
hätte sie töten sollen, als ich sie das erste mal sah, aber jedes mal mischte sich jemand ein, als ich es gerade tun wollte. Aber bevor ich es wusste, war sie meine Verbündete geworden.
Ich bin die ganze Zeit weggerannt. Ich bin von ihr geflohen, vor mir selbst, von dem, was ich war. Als
ich in diese neue Schule gekommen bin und mit Duo und den anderen Jungen Basketball gespielt habe, konnte ich zum ersten mal in meinem Leben einfach nur das tun, was ich tun wollte - was mir immer
verboten worden war. Und das hatte ich nur Duo zu verdanken.
"Hai" Ich lächelte ebenfalls und stieg vom Fensterbrett. Duo schloss langsam das Fenster hinter mir,
während ich wie gebannt auf seine Kreuzkette starrte, die ich noch immer in meiner Hand hatte. "Heero-chan, du hast ja mein Kreuz gefunden!!", hörte ich plötzlich seine freudige Stimme und er
drückte sich von hinten eng an mich. "Danke" "Wieso legst du es auch immer überall ab?" Er lachte
wieder und ließ von mir ab. "Kommst du essen?", fragte er. "Ich hab uns Pizza gemacht." Ich nickte und sah ihm nach, als er wieder zur Tür rausging. `Duo`
Nach dem Krieg hatte ich nicht gewusst, wo ich hinsollte, was ich nun tun sollte. Ich war für den Krieg
erzogen worden und ich hatte nie etwas derart menschliches gelernt. Ich konnte nie so sein wie Duo. Immer fröhlich, immer gut gelaunt...nein. Das lag mir nicht im Blut. Nicht nach dieser Erziehung. Doch
eines wusste ich. Das Leben würde immer weiter gehn. Ich würde meine Bestimmung schon finden und Duo würde mir dabei helfen.
-Heero Yuy
Perfect Soldier back
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