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Autoren: Heero und Quatre back
If I could turn back time 3/3 Ich fuhr aus dem Schlaf hoch. Hatte es geklopft? Es hatte geklopft! Mein Blick suchte die Leuchtziffern des Radioweckers. Halb zwei… ich beeilte mich, zur Wohunungstür zu kommen. Ich machte Licht im Flur und riss sie auf. „Heero…“ Er stand mit gesenktem Kopf vor mir und rührte sich nicht. „Willst du nicht reinkommen?“ fragte ich ihn und trat beiseite. Mein Kopf hob sich etwas. Reinkommen? Er wollte mich tatsächlich reinlassen? Nach all dem.... "Hai", sagte ich leise und betrat das Haus. Unser Haus. Mein Blick war noch immer gesenkt, ich konnte ihm einfach nicht in die Augen schaun. Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Doch dann, ganz langsam, fast unmerklich, hob ich den Kopf und sah ihn an. „Willst du da Wurzeln schlagen?“ Ich klang lockerer, als mir zumute war, aber ich wollte auf keinen Fall wieder Streit. Das letzte Mal hatte es damit geendet, dass er wieder weggelaufen war. Ich war heilfroh, dass er überhaupt wiedergekommen war. „Heero… ich bin froh, dass du wieder da bist. Ich hab mir Sorgen gemacht. Ich…“ ich holte tief Luft. „Ich liebe dich doch!“ Er liebte mich noch? Er liebte mich wirklich noch? Mein Herz machte einen hüpfer und ich lächelte leicht. "Arigatou..Quatre." Ich hatte das starke Bedürfnis, ihn zu umarmen, doch ich wusste nicht, ob ich es tun sollte. Ich wusste im Moment gar nicht, was ich tun sollte. Ohne weitere Umstände packte ich seine Hand und zog ihn in die Wohnung. Er blieb einfach stehen, während ich die Tür schloss. Ich drehte mich zu ihm und gähnte. „Ich war schon im Bett… willst du auch schlafen?“ Er sah mich groß an. „Oder… hast du Hunger? Ich könnte was zu Essen…“ kaum hatte ich ausgesprochen, lief er grün an und rannte zum Klo. „Heero! Was ist denn?“ rief ich ihm nach, doch er knallte die Tür zu. Ich stürmte zum Klo und übergab mich erneut. Mir war plötzlich wieder furchtbar übel geworden. So ein verdammter Mist aber auch! Wieso gerade jetzt in unserem Haus? Etwas wackelig auf den Beinen stand ich langsam auf und ging zum Waschbecken, drehte das Wasser auf und warf mir einen Schwall davon ins Gesicht. Meinen Mund spülte ich ebenfalls aus, bevor ich erschöpft wieder nach draußen ging, wo Quatre schon auf mich wartete. Ich sah ihn mir etwas genauer an. „Bist du betrunken?“ fragte ich ihn etwas befremdet. Heero und Alkohol? Ich wollte ihn erst fragen, wo er nun war, beschloss aber, das ganze auf den nächsten Tag zu verschieben. „Am besten du gehst ins Bett!“ sagte ich energisch und schob ihn Richtung Schlafzimmer. Er setzte sich aufs Bett und starrte vor sich auf den Boden. „Kannst du dich alleine ausziehen, oder soll ich dir helfen?“ Was war nur los? Er wirkte auf einmal so – fremd, als ob er hier gar nicht mehr hergehörte… ich verdrängte diesen Gedanken und trat auf ihn zu, um ihm nun tatsächlich behilflich zu sein. Ich fixierte noch immer den Boden, sah Quatre aber näher kommen und direkt vor mir stehenbleiben, da ich die ganze Zeit auf seine Füße schaute. Er zog an meinem Top und ich zog es mir schließlich über den Kopf. Ich starrte weiterhin zu Boden. Er war so lieb zu mir und ich...was hatte ich nur getan?! Ich zuckte leicht zusammen, als ich spürte, dass er mir meine Hose öffnete. Er zuckte zusammen, und ich ebenfalls. Was hatte er denn? Irgendwie benahm Heero sich sehr seltsam. Ich zog ihm seine Hose aus und drückte ihn leicht nach hinten, bis er nachgab und sich hinlegte. Ich zog die Decke über ihn und stützte meine Hände links und rechts von seinem Kopf ab, um ihm in die Augen zu sehen. „Ich denke, dass jetzt alles wieder zwischen uns so wird, wie es war…“ sagte ich lächelnd, und küsste ihn leicht auf die Stirn. Er war ja schließlich zu mir zurückgekommen. Ich war mir nicht sicher, ob ich erfahren würde, wo er gewesen war, aber wenn er es wollte, würde er es mir schon sagen. Ich war mir allerdings auch nicht sicher, ob ich es eigentlich wissen wollte… Er küsste mich auf die Stirn und ich lächelte leicht. Ich war glücklich, wieder bei ihm zu sein. Vielleicht war es besser, wenn ich aufhörte, an Duo zu denken. Doch das war nicht so einfach. Und ich wusste auch, dass es wahrscheinlich nie mehr so sein würde wie früher, zwischen Quatre und mir. Trotzdem flüsterte ich Quatre ein "Hai" entgegen und schloss die Augen. "Ai shiteru.", lächelte ich. Ich war wieder zu Hause. Ich zog mich ebenfalls aus und legte mich neben Heero. Er ließ die Augen geschlossen, lächelte aber weiter. Ich löschte das Licht und ohne darüber nachzudenken ob es ihm recht war, zog ich ihn an mich und legte meinen Kopf auf seine Brust. „Ich hab dich vermisst“ flüsterte ich in die Dunkelheit. Er hatte mich vermisst....Ja, ich hatte ihn auch vermisst. Ihn und seinen köstlichen Tee. Ich lachte innerlich auf. "Ich dich auch.", flüsterte ich zurück. Ich spürte, wie er mit der Hand, die er um mich gelegt hatte, meinen Brustkorb sanft zu streicheln begann und seufzte. Ich richtete mich leicht auf und küsste ihn sanft auf die Lippen. Meine Hand kraulte seinen Nacken, und irgendwie verirrte sich meine Zungenspitze zu seinem Mund. Ich stupste ihn vorsichtig damit an, doch er drehte, zwar nur leicht, fast unmerklich, den Kopf weg und ich hielt inne. Er wollte es nicht. Wollte… mich? .. nicht. Ich ließ mich auf mein Kissen sinken und schloss die Augen. Irgendwie fühlte ich mich auf einmal erschöpft. Und ängstlich. „Gute Nacht, Heero,…“ sagte ich leise und drehte mich auf die Seite, von ihm weg. Er drehte sich von mir weg. Es tat mir leid, doch ich hatte es einfach nicht gekonnt. In meinem Kopf kreisten so viele Fragen, ich wollte jetzt einfach nachdenken. Ich hatte ihn betrogen. Gerade war ich von Duo wieder gekommen, ich konnte doch jetzt nicht einfach mit Quatre....als ob nichts gewesen wäre. Nein. Und müde war ich auch. Ich musste jetzt dringend schlafen, morgen würde ich noch genug Zeit haben, darüber nachzudenken. Er gab mir keine Antwort, und ich wusste plötzlich mit absoluter Sicherheit, dass nichts mehr so sein würde, wie es gewesen war. Ich wurde sehr traurig. Wahrscheinlich hatte Heero jemanden kennen gelernt und war dort die ganze Zeit über gewesen. Ob er mich auch… ich wollte es nicht zu Ende denken, aber ich konnte es nicht abschütteln. … wenn er mich nun betrogen hatte? Ich wusste nicht, was ich machen würde. Ich wollte ihn nicht verlieren, aber ich wusste nicht, ob ich ihm verzeihen können würde, falls es so war. Ich war total kaputt, und schlief schließlich mit diesen traurigen Gedanken ein. Ich wurde wach, als ich das Zwitschern der Vögel hörte und mich die ersten Sonnenstrahlen blendeten. Gähnend streckte ich mich und drehte mich um, sah Quatre neben mir liegen. Ich ließ ihn schlafen und schwang mich aus dem Bett, um mir die Zähne zu putzen. Als ich aufwachte, war der Platz neben mir leer. Ich blieb noch liegen, weil ich nicht wusste, wie ich Heero gegenüber treten sollte. Er war im Bad, ich hörte wie er sich die Zähne putzte und dann duschte. Anschließend kam er wieder herein, um sich Sachen aus dem Schrank zu nehmen. Ich schloss schnell die Augen und stellte mich schlafend. Ich wusste wirklich nicht, was ich zu ihm sagen sollte. Es war eine schreckliche Situation. Aber wie konnte ich auch glauben, dass alles normal weitergehen würde? Schließlich hatte ich ihn geschlagen! Und er… na was auch immer er getan hatte, es hatte dazu geführt, dass eine Kluft zwischen uns war. Ich hielt mich ganz ruhig und wartete darauf, dass er mich ansprach… Nachdem ich mich angezogen hatte, drehte ich mich um und schaute zum Bett. Quatre lag noch immer ruhig da und hatte die Augen geschlossen. Ob er wirklich noch schlief? Langsam ging ich zum Bett und kniete mich neben ihn. "Quatre", flüsterte ich und hob meine Hand, strich sanft über seine Wange. Ich öffnete die Augen. Wozu sich weiter verstellen? „Hmm?“ Ich sah ihm in die Augen und las Unsicherheit darin. Was war nur los? Ich wich etwas zurück. "Gomen, ich.... wollte dich nicht wecken, ich... ich wollte nur sehen, ob du wach bist." Ich stand auf und drehte mich um, ging in die Küche, um mir ein Glas Milch zu holen. Ich hatte wahnsinnigen Durst. Was sollte ich Quatre nur erzählen, wenn er fragen würde...Ich seufzte und schenkte mir die Milch ein. Wieder wich er mir aus. Ich stand auf und folgte ihm in die Küche. Er stand mit einem Glas Milch am Schrank und starrte vor sich hin. Ich nahm meinen Mut zusammen. „Heero – sag mir doch, was du hast. Ich weiß, dass ich total Mist gemacht habe. Ich weiß nicht, wieso ich dich geschlagen habe. Es tut mir leid. Ich habe es schon zig-mal bereut, aber es ist nun mal passiert, und ich kann mich nur entschuldigen… bitte – lass es deswegen nicht zu Ende sein…“ ich konnte nicht verhindern, dass meine Stimme zitterte. Ich fürchtete sogar, dass ich gleich heulen musste. "Quatre..." Ich schüttelte sanft den Kopf, stellte das Glas Milch ab und nahm ihn in die Arme, drückte ihn. "Du hattest das Recht, mich zu schlagen, ich hatte dich angelogen und deswegen bin ich dir doch gar nicht böse." Ich seufzte und löste mich etwas von ihm. "Nicht du hast Mist gebaut, sondern ich. Und nur deshalb ist es nicht zu Ende. Ich liebe dich doch." ´Und was ist mit Duo?`, hörte ich eine Stimme in meinem Inneren, doch ich ignorierte sie. So wie ich alles ignorierte, was mich störte. Ich ließ mich von ihm umarmen, doch irgendwie fühlte es sich nicht richtig an. Er sagte, dass er mich noch lieben würde… und er gab zu, mich angelogen zu haben. „Heero…“ sagte ich langsam, „wo warst du denn nun wirklich? Ich meine, sollten wir nicht ehrlich zu einander sein?“ Ich blickte ihm in die Augen. Wieder war da – etwas Fremdes… Aber egal was es war, ich musste es jetzt wissen. Ich schluckte. Ich hatte gewusst, dass das jetzt kommen würde, doch ich konnte jetzt nicht wieder ausweichen, es ging nicht. Quatre hatte ein Recht darauf zu wissen, wo ich gewesen war und ich würde es ihm sagen...sagen müssen. "Ich war bei Duo.", sagte ich leise und sah ihm in die Augen, die sich leicht weiteten. "Er hat mich im Park aufgesammelt, an dem Tag, als du mich geschlagen hast und ich weggelaufen bin." ‚Bei Duo.’ Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass hinter diesen zwei Worten etwas steckte, was mir ganz und gar nicht gefallen würde, doch ich ermahnte mich, nicht gleich so schlecht von Heero zu denken. „Und, wer bitte ist Duo?“ fragte ich so neutral wie möglich. Wer ist Duo? Was wollte er denn von mir hören? Ich lehnte mich an die Küchenwand. "Duo wohnt neben dem Park. Er hat mich mit in einen Club genommen, weil er gerade auf dem Weg dorthin war und ich so gefroren habe." Gab Quatre sich damit zufrieden? Sollte ich mich mit dieser mageren Auskunft zufriedengeben und es auf sich beruhen lassen? Ich wusste, dass er mir nicht alles sagte, aber ich wusste ebenso, dass es eventuell weh tun konnte, die ganze Wahrheit zu wissen. Was sollte ich also tun? Ich war immer noch bereit, ihm zu verzeihen, was auch immer, aber wenn er mir nur Halbwahrheiten auftischen wollte… „Ich kann und will dich nicht zwingen, mir etwas zu erzählen, was du nicht erzählen willst, aber ich dachte, wir wären zumindest aufrichtig miteinander. Und –“ jetzt sah ich ihm in die Augen „ich hatte dich nicht für einen Feigling gehalten.“ Damit drehte ich mich um und verließ die Küche. Die Worte hatten mir selber weh getan, doch ich konnte nicht anders. Feigling?! FEIGLING?! Wenn er die Wahrheit unbedingt hören wollte, dann KONNTE er sie hören. Ich hatte es ihm nicht gesagt, weil ich ihm nicht weh tun wollte...konnte, doch er wollte es ja so. Ich ging ins Wohnzimmer. Er hatte sich auf die Couch gesetzt und den Fernseher eingeschaltet. Ich schnaufte und marschierte zum Fernseher, schaltete diesen aus. Quatre sah mich mit einem ´wieso hast du grade den Fernseher ausgemacht´ Blick böse an. Ich stellte mich vor ihn und sah ihm in die Augen. "Ich hab...mit Duo geschlafen. Es tut mir leid, Quatre." Jetzt senkte ich den Blick. „Ah so. Na dann…“ Ich starrte auf den Boden. Was gab es da schon zu sagen? „Was tut dir leid? Hättest du dir das nicht besser vorher überlegt? Und was gedenkst du jetzt zu tun? Ich meine – ein one-shot, und das war’s? Oder siehst du ihn wieder?“ In mir war eine Eiseskälte. Wie konnte er das einfach so sagen? Und vor allem, wie konnte er mit dem nächstbesten, der ihn aufgabelte, in die Falle… „Du warst in der ersten Nacht auch schon bei ihm, oder?“ Ich schluckte hart. "Ich weiß nicht, was ich tun soll." Das wusste ich wirklich nicht. Ich wollte Duo gerne wiedersehen, doch....ich liebte auch Quatre sehr. Ich setzte mich an den Tisch und vergrub mein Gesicht in den Händen, die ich auf die Tischplatte gestützt hatte. "Ja, ich war schon in der ersten Nacht bei ihm.", murmelte ich. Ich fühlte mich schrecklich. Mir war hundeelend. Das hätte ich nicht erwartet… ich hatte keine Ahnung, ob ich wütend, traurig, entsetzt oder einfach nur total enttäuscht war – wobei enttäuscht es wohl am besten traf. Ich stand auf und vermied es, zu Heero zu blicken, als ich das Zimmer verließ. „Wenn du es weißt, sag mir bescheid…“ sagte ich leise. Ich konnte im Moment seine Gesellschaft nicht ertragen. Ich wollte allein sein, also schloss ich mich im Schlafzimmer ein. „Aus. Aus und vorbei“ hämmerte es in meinem Kopf. Wie hatte es nur dazu kommen können? Aus diesem kleinen Streit um Banalitäten war eine Katastrophe entstanden. War es meine Schuld? Das war es ja. Ich wusste jetzt nicht was ich tun sollte und würde es auch in den nächsten 1-2 Std. nicht wissen. Woher denn auch? Ich hatte keine Erfahrung in sowas....menschliche Beziehungen. Mir blieb nur ein Ausweg. Ich musste weg. Quatre würde mir das nicht verzeihn, egal, was ich tat. Ich stand auf und ging zur Couch, holte unter dieser mein Messer hervor, steckte es ein und eilte zur Tür. Das ich mich mit Quatre unterhalten hatte, hatte alles nur noch schlimmer gemacht. Jetzt hasste er mich wahrscheinlich zutiefst, weil er es wusste. Ich hörte die Tür zuschlagen und sprang auf. Schon wieder! Er wollte schon wieder einfach weglaufen! Ich rannte zur Schlafzimmertür und wollte ihm nach. Mist, ich hatte ja abgeschlossen. In meiner Hast fiel der Schlüssel aus dem Schloss und ich beeilte mich, so schnell wie möglich aufzuschließen. Dann rannte ich ihm hinterher. Doch auf der Straße war bereits nichts mehr zu sehen. Wo mochte er hingelaufen sein? Ich rannte wieder die gleiche Strecke, die ich auch schon bei unserer ersten Auseinandersetzung genommen hatte. An der Straße entlang Richtung
Park. Während des Laufens kamen mir wieder die Tränen. Ich verfluchte mich selbst. Das wurde langsam aber sicher zur Gewohnheit. Auf gut Glück rannte ich los, die Straße hinunter, in Richtung Bushaltestelle. Immerhin hatte er davon was gesagt, als er das erste Mal wiederkam. Ich musste etwa 500 m laufen, doch als ich ankam, war niemand dort. Niedergeschlagen und ausser Atem trottete ich in die entgegengesetzte Richtung davon. Endlich kam ich im Park an. Dort setzte ich mich traurig auf eine Bank und zog die Beine an, umklammerte sie mit den Armen. Das Blut lief mir die Arme hinab und ich sah zu, wie hypnotisiert. Es war mir egal. Es war mir wirklich egal, im Gegenteil, es erinnerte mich wieder an Dr. J, an den Krieg und das war gut, denn ich musste jetzt an etwas anderes denken. Die Tränen liefen meine Wangen hinab, doch ich tat nichts, wischte sie nicht weg, saß einfach nur da. Als ich den Kopf hob, den ich auf meinen Knien abgelegt hatte, sah ich plötzlich Duo, der auf mich zukam. `Iie´Wieso musste er jetzt kommen? Wieso konnte mich denn niemand alleine mit meinem Schmerz lassen? Oder mich einfach töten. Ich wanderte ziellos umher, ohne zu wissen, warum. Doch irgendwie trugen mich meine Füße wieder in Richtung Park, wo ich Heero zuerst getroffen hatte. Ich weiß nicht, ob es eine Ahnung war oder einfach Sehnsucht… doch als ich ihn auf einer Bank sitzen sah, machte mein Herz einen Sprung. Als ich näherkam, stutzte ich. Er saß so komisch da… noch näher gekommen, sah ich das Blut, das seine Arme hinablief, und rannte auf ihn zu. „Heero! Was ist denn passiert? Warum blutest…“ da entdeckte ich das Messer in seiner Hand und erstarrte. Hatte er sich selbst diese Verletzungen zugefügt? Ich packte seine Schultern und schüttelte ihn unsanft. „Was machst du denn schon wieder für einen Mist?“ schrie ich ihn an. „Willst du etwa wirklich sterben?“ Er schüttelte mich heftig und schrie mich an und ich spürte, wie ich wütend wurde. Ob ich sterben wollte? Natürlich wollte ich das, war er blind? "Ja, ich will sterben, früh gemerkt!!", fauchte ich ihn an und stand ruckartig auf, stieß ihn von mir weg. "Töte mich oder verschwinde!!" Ich hatte echt die Nase voll. Von allem. Von dieser ganzen beschissenen, ungerechten Welt. Keuchend stand ich vor ihm. Meine Unterarme blutig und meine Wangen voller Tränen. "Und ich werde nicht mitkommen." Ich sah ihn nur schweigend an, wie er da keuchend vor mir stand, mit tränenüberströmtem Gesicht. Seine ganze Haltung war ein einziger Hilfeschrei. Ich ging vorsichtig auf ihn zu und umarmte ihn sanft. „Beruhige dich doch, Heero. Du brauchst auch nicht mitzukommen, wenn du nicht willst. Ich streichelte seinen Rücken. „Du brauchst gar nichts zu tun, was du nicht willst…“ murmelte ich leise. „Aber bitte, tu mir einen Gefallen, verletze dich nicht selbst. Du bist … mir wichtig… ich will dich nicht … einsperren oder festhalten, aber bitte, tu dir nicht weh…“ Ich wusste nicht wieso, aber ich ließ es zu, dass er mich in die Arme nahm und festhielt. Es tat gut, von jemandem gehalten zu werden. "Ich...ich weiß, Duo. Es tut mir leid, dass ich so....überreagiert habe, aber ich bin im Moment..." Hn. Was war ich? Traurig? Von mir selbst enttäuscht? Es gab wahrscheinlich kein Wort, dass meine jetztigen Gefühle beschrieb. "Weißt du, ich mache einfach alles falsch, wenn es um Gefühle geht.", sagte ich leise an seine Brust. Er war so schön warm. "Und Quatre ist jetzt ziemlich enttäuscht und traurig." „Hast.. du ihm gesagt..“ ich brach ab. Natürlich hatte er. Warum sollte Quatre sonst traurig und enttäuscht sein. „Wie hat er reagiert?“ Heero berichtete stockend von seinem Gespräch mit Quatre. Hm, er schien nicht ausgerastet zu sein. „Warum bist du weggelaufen?“ Ich sah ihn liebevoll an. „Du brauchst nicht zu antworten, wenn du nicht willst. Und wenn du eine Übernachtungsmöglichkeit brauchst…“ „Das kann ich mir vorstellen“ sagte eine sanfte Stimme hinter mir, die jedoch im Moment vor Kälte klirrte. Heero erstarrte und riss die Augen auf, als er über meine Schulter sah. „Quatre!“ hauchte er fassungslos. Ich drehte mich langsam um. „Du dürftest dann ja wohl Duo sein“ sagte ich, mich eisern beherrschend, um ihn nicht von Heero wegzuzerren. „Allerdings“ gab er kühl zurück. „Hör zu, ich weiß, dass du weißt, was gelaufen ist, also brauchen wir keine Spielchen zu spielen. Ich werde jetzt gehen und euch alleine lassen, dann könnt ihr reden. Und mach Heero nicht allzusehr runter, eigentlich bin ich schuld… also bye, und wenn du mir eine reinhauen willst, kannst du dich ja mal melden, aber im Moment ist Heero einfach wichtiger…“ damit entließ er Heero aus seiner Umarmung und trat einen Schritt zurück. „Das ist ja wohl…“ mir fehlten die Worte. Hatte der sie noch alle? ‚Mach Heero nicht allzu sehr runter?’ Wofür hielt er mich denn? Für eine tobende Furie? „Du kannst mich mal!“ murmelte ich. „Heero, kommst du mit nach Hause? Ich werde dich auch nicht mehr bedrängen!“ Dies sagte ich mit einem Seitenblick auf Duo. Er sah gut aus. Sogar verdammt gut. Ich spürte instinktiv, dass er mir Heero wegnehmen könnte, wenn er wollte. Aber das war eine Entscheidung, die nur einer treffen konnte, und das war … Heero! "Ich...bleibe noch etwas hier, auf der Bank.", sagte ich, zu Quatre aufschauend, als ich mich wieder auf der Parkbank niedergelassen hatte. Ich musste nachdenken. Oder reden... Duo stand noch immer da. Mit ihm konnte ich am besten reden, doch das musste Quatre ja nicht wissen. Ich zog meine Beine wieder an und lehnte mich zurück an die Lehne. Zum Glück hatte Quatre meine Verletzungen an den Armen noch nicht gesehen. Das Blut lief noch immer leicht. Ich sah, dass Quatre etwas in sich zusammensackte. „Ich gehe jetzt. Du weißt, wo du mich findest…“ sagte er tonlos und ging davon. Heero sah zu Boden und antwortete nicht. War das schon eine Entscheidung? Ich sah Quatre nach und blieb wie angewurzelt stehen. Als Quatre verschwunden war, saß Heero immer noch regungslos auf der Bank. „Willst du mit mir mitkommen? Ich verarzte deine Arme, und wenn du vielleicht reden willst…“ Verdammt, wieso musste ich ihn eigentlich immer in einem so jämmerlichen Zustand finden? Ich wartete geduldig auf eine Antwort. Quatre tat mir so unendlich leid. Ich hätte das alles nicht tun dürfen. Ich wusste nicht, ob ich mich für einen der beiden entscheiden konnte. Im Moment hatte ich das Gefühl, das würde ich nicht können. Nur was machte man in so einem Fall? Ich hatte mich ja noch nie mit so etwas auseinandersetzen müssen. Aber ich würde jetzt erst einmal zu Duo mit nach Hause gehen. Ich hatte nicht mehr die Kraft mit Quatre zu streiten, denn das würde vielleicht wieder der Fall sein, wenn ich nach Hause ginge. Ich sah zu Duo auf und nickte leicht. "Hai", sagte ich leise. Er streckte mir seine Hand hin und ich nahm sie, ließ mich von ihm hochziehen. "Arigatou, Duo." Ich nahm ihn an der Hand und ging mit ihm los, Richtung meine Wohnung. Da er die Hand nicht wegzog, ließ ich auch nicht los, und so gingen wir Hand in Hand weiter, was ich irgendwie genoss. Er liess allerdings den Kopf hängen und schwieg also ließ ich ihn in Ruhe, bis wir bei mir angekommen waren. "Soll ich erstmal Kaffee machen? Hast du gefrühstückt? Ich sah zu ihm auf. "Hai, Kaffee ist gut..danke.", sagte ich mit einem wahrscheinlich emotionslosem Blick. Dann ging ich zu der Couch und ließ mich auf ihr nieder. Ich war Duo sehr dankbar, dass er sich Sorgen um mich machte. Ich schaute ihm nach, als er in die Küche ging. Dann lehnte ich mich zurück in das weiche Polster und mein Blick fiel auf meine Unterarme. Die Schnitte waren rot und brannten etwas. Ich seufzte. Ich machte mir Sorgen, weil er so niedergeschlagen war. Ich brachte ihm eine Tasse Kaffee und setzte mich zu ihm. "Was ist dein Problem? Warum bleibst du nicht bei ihm - ich meine, nicht dass es mir nicht gefällt, dich hier zu haben" ich lächelte, "im Gegenteil... aber du liebst ihn doch noch - oder?" Im Stillen hoffte ich, dass er sagen würde, dass er sich für mich entscheiden würde, aber wieso sollte er das tun? Ich seufzte. Nach der Tasse Kaffee greifend sagte ich leise: "Ich wollte mit zu dir, weil... ich mich doch mit Quatre sowieso nur wieder streiten würde und außerdem...liebe ich dich." Ich trank einen Schluck Kaffee und stellte die Tasse wieder auf den Tisch. "Doch ich liebe Quatre auch." Das war wirklich alles nicht leicht. Er liebte mich? Mein Herz machte einen Sprung. Am liebsten hätte ich ihn umarmt. Leider sah er nicht so aus, als ob er das jetzt wollte. "Ich fürchte, ich kann dir nicht helfen... aber zuhören könnte ich, wenn du reden willst..." ich ergriff seine Hand und sah ihm in die Augen. Ich blickte ihm traurig in die Augen. "Wenn du mir nicht helfen kannst,....wer dann?" Es gab ja kaum noch jemanden. Hn. Doch er konnte mir ja auch schlecht sagen, was ich tun sollte. Es war ja meine Entscheidung. "Ich könnte Quatre nicht weh tun.", sagte ich leise. Dann drückte ich seine Hand. "Und dir auch nicht." Ich entschloss mich nun doch, ihn in die Arme zu nehmen. Ihn an mich drückend, flüsterte ich in sein Ohr "Ich weiß, das ist jetzt nicht ganz fair, aber ... ich liebe dich auch!" Dann hauchte ich einen Kuss auf seine Wange und setzte mich wieder ein Stück von ihm weg. "Duo..." Er drückte mich an sich und ich ließ es geschehen. Er liebte mich auch....Ich lächelte. Dann rückte er wieder etwas von mir weg und nahm mein Handgelenk, besah es sich besorgt. "Zeig mal deine Wunden!" "Iie" Ich zog ihm meinen Arm weg und keuchte kurz auf.. Das hatte weh getan. "Also, Heero, das lässt du in Zukunft aber sein, ja? Ich bin doch keine Krankenschwester!" moserte ich, während ich ihm die Arme versorgte. Die Schnitte waren nicht tief, aber es reichte um heftig zu bluten. "Ich weiß, gleich bist du wieder beleidigt, aber lass es doch mal zu, dass einer um dich besorgt ist! - So, fertig" ich zog ihn gleich an mich. "Nicht wieder bockig werden, - Koi" flüsterte ich und hielt ihn fest. Er zog mich fest an sich. Koi? Er hatte mich Koi genannt. Mein Herz machte einen Sprung. Ich drückte mich an ihn und streckte mich etwas. "Omae o korosu, Duo!!", hauchte ich in sein Ohr. "Das heißt, 'ich werde dich töten', stimmts?" flüsterte ich ihm ins Ohr und er nickte. "Egal, es klingt so... ich weiß auch nicht, - sinnlich?" Ich küsste seine Schläfe und bettete seinen Kopf an meiner Schulter. Dann streichelte ich über seinen Rücken. Ich fühlte mich so wohl ... Ich spürte wie er über meinen Rücken streichelte und lehnte mich an ihn. Es war so schön bei ihm. Am liebsten wollte ich ja bei ihm bleiben. Wir stritten uns nicht und ihn störte mein Verhalten nicht, ihn störte nicht, dass ich das normale Leben nicht gewöhnt war, oder? "Duo, ich...ich würde gerne..." Ich sah hoch in seine Augen. "Ich würde gerne bei dir bleiben, aber....ich weiß nicht, wie ich das Quatre beibringen soll." Das machte mir Angst. Ich war erstmal sprachlos über seine Äußerung. "Ähm, Heero, willst du nicht noch überlegen - ich meine - es ist ein bißchen schnell, oder? Rennst du vor etwas weg oder liebst du mich wirklich mehr als Quatre? Denn sonst geht alles irgendwann von vorne los. Du musst dich dem Leben irgendwann stellen, Koi!" Ich schnaufte und rückte von ihm weg, stand auf. "Wovor sollte ich denn wegrennen?" Ich sah ihn vorwurfsvoll an. "Du verstehst das genauso wenig wie Quatre glaub ich. Ich will dir mal was sagen. Ich bin nicht für dieses Gefühlszeug erzogen worden. Ich war ein Soldat und ein Teil von mir ist es noch immer....." Ich schüttelte den Kopf und ging aufgebracht ins Bad, um mir das Gesicht zu waschen. Ich brauchte jetzt eine Abkühlung. Ich ging ihm nach und blieb in der Badezimmertür stehen. "Das Soldatsein hast du gelernt, Fühlen kann man auch lernen. Du hast doch gesagt du liebst Quatre, und mich. Also fühlst du doch!" Ich trat hinter ihn und umarmte ihn sanft. "Lieben heißt doch nicht, Gefühl nur beim Sex zuzulassen! Sondern..." ich streichelte über seine Arme, "auch sonst!" Ich schmiegte mich an ihn. "Versuch es doch mal - für mich!" Ich hielt ihn einfach in den Armen und wartete. Er schmiegte sich von hinten an mich und ich drehte den Kopf leicht, um ihn hoffnungslos anzuschauen. "Ich hab´s bei Quatre auch versucht und...es hat nicht geklappt. Er...es war ihm nicht genug denk ich." Ich blickte zu Boden. "Er hat damals gesagt: `Bald werden wir uns nur noch streiten´, das weiß ich noch ganz genau." "Ich verlange nichts von dir, Heero, versuch einfach, dich nicht immer selbst unter Druck zu setzen! Nimm es einfach wie es ist: I love you!" dabei streichelte ich ihn weiter und sah vor uns auf den Boden, um ihn nicht mit Blicken zu bedrängen. "Komm her!" flüsterte ich und drehte ihn zu mir um. "Schließ deine Augen!" Ich wartete, bis er sie geschlossen hatte, dann strich ich mit dem Zeigefinger seine Lippen nach. Er wollte mich küssen, doch ich schob ihn weg. Irritiert sah er mich an. "Schsch.. Augen zu!" Verwirrt gehorchte er, und ich wiederholte meine Berührung "Du sollst fühlen, nichts sonst..." Ich nahm meinen Finger von seinen Lippen und zog ihn an mich. "Na, wie war das?" Wie es war? Ich wusste nicht so ganz, worauf er hinauswollte......was er jetzt von mir hören wollte, aber ich würde ihm eine Antwort auf seine Frage geben. Es hatte sich gut angefühlt. "Es war...schön.", sagte ich und lächelte ihn leicht an. "Dann mach das gleiche jetzt bei mir!" Ich schloss die Augen. War gespannt, ob er es tun würde... oder wieder weglaufen... Was wollte er damit bezwecken? Ich verstand das nicht, aber...okay, wenn er es gerne wollte. Nach kurzem Zögern hob ich langsam die Hand und berührte leicht seine Lippen. Ich schluckte. So etwas hatte ich noch nie gemacht. Nach erneutem Zögern fuhr ich seine Lippen schließlich sanft nach. Er hatte es tatsächlich gemacht! Ich lächelte mit geschlossenen Augen. Er nahm seine Hand wieder weg und ich sah ihn an. Er war verwirrt, aber gleich würde er noch viel verwirrter sein. Ich zog ihn ins Schlafzimmer zum Bett und setzte mich mit ihm darauf. Dann drückte ich ihn sanft nach hinten, bis er auf dem Rücken lag. "Augen zu!" Er war so perplex, dass er ohne zu Zögern gehorchte. Sodann schob ich sein Top hoch und streichelte seine nackte Haut. "Na, noch ein paar Gefühle gefällig?" fragte ich leise und streichelte ihn zärtlich weiter. Ich keuchte leise, als er anfing, meine Brust zu streicheln. "Duo...was machst du?", fragte ich mit geschlossenen Augen, da ich sie ja nicht öffnen durfte. Das fühlte sich unglaublich gut an. Wieso tat er das alles? "Das ist...wundervoll.", sagte ich leise. "Psssst... und lass die Augen zu!" Ich glitt neben ihn, nahm seine rechte Hand und legte sie unter meinem Shirt auf meinen Bauch. Sie dort liegenlassend, fuhr ich fort, ihn zu streicheln, und spürte, wie er begann, sacht, fast zaghaft seine Hand zu bewegen. So lagen wir eine ganze Weile da. "Heero, das ist so schön..." seufzte ich schließlich und machte die Augen auf. "Oder?" "Hai...das ist es.", antwortete ich mit noch immer geschlossenen Augen. Ich lächelte leicht, fragte mich, was er wohl noch mit mir vorhatte. Meine Hand streichelte noch immer seinen Bauch. Seine Haut war so schön weich. „Gut, dann lass uns ein Nickerchen machen“ ich grinste, als er erstaunt die Augen aufriss. „Was hast du denn gedacht? Die letzte Nacht war ja nicht gerade sehr erholsam, oder? Machen wir es uns gemütlich und pennen ’ne Runde…“ Ich kuschelte mich an ihn und schloss die Augen. Ein Nickerchen machen? Ging´s dem noch gut? Er kuschelte sich enger an mich. Oh man. Hn. Vielleicht dachte er immer noch, ich sei mir nicht sicher, wen ich nun wollte, Quatre oder ihn. Ich atmete hörbar aus und legte den Kopf auf das Kissen. "Wie du willst" sagte ich leise. Wollte er mich denn nicht mehr? Irgendwie wirkte er unwirsch ‚wie du willst!’ Das klang eindeutig beleidigt. „Heero – bist du jetzt sauer auf mich?“ Ich nahm ihn fester ihn in die Arme. „Hey, hör mal! Ich habe gesagt ich liebe dich! Warum sollte ich das jetzt nicht mehr so meinen? Ich bin bloß müde! Und kuscheln ist doch auch nicht schlecht!“ Ich krabbelte mit der Hand unter sein Shirt und streichelte seinen Rücken. Dann küsste ich seinen Nacken. „Komm schon, lass uns einfach so hier liegen, o.k.? Ich finde dich echt zum Anbeißen, nur – im Moment bin ich eben müde…“ Duo küsste meinen Nacken und ich lächelte. "Hai...gomen...ich hab das nicht so gemeint, ich hatte nur Angst du...ach vergiss es." Ich wollte ihn nur nicht verlieren. "Wir können so liegen bleiben, aber....." Ich stoppte kurz. "Gibst du mir einen Kuss? Bitte.." Ich schloss erwartungsvoll die Augen. Er wollte einen Kuss. Nagut, sollte er einen haben.. ich zog ihn an mich und küsste ihn auf die Stirn. „O.k. so?“ lächelte ich ihn an. Er hatte die Augen wieder aufgerissen und es war eindeutig zu erkennen, dass es nicht o.k. war. Er setzte zu einer Antwort an, doch ich ließ ihn nicht zu Wort kommen, und verschloss seinen Mund mit meinen Lippen. Er machte eine abwehrende Bewegung, aber als er meine Zunge spürte, gab er nach und wir küssten uns hingebungsvoll. Und lange. Außer Atem sahen wir uns dann in die Augen. „Wow, was für’n Gute-Nacht-Kuss!“ sagte ich atemlos. Ich sah ihn forschend an. „Ist das jetzt o.k. für dich, wenn wir schlafen? Ich versprech’ dir“ ich küsste ihn noch einmal „dass ich darauf zurückkomme!“ Ich lächelte ihn an und legte mich wieder hin, wobei ich ihn in meine Arme zog. Er zog mich in seine Arme und ich seufzte leise, kuschelte mich an seine Brust. "Hai", lächelte ich. Ich war so froh, dass ich ihn hatte. Es war so schön, in seinen Armen zu liegen. "Schlaf gut, Duo!", sagte ich leise und schloss die Augen. Ich wachte davon auf, dass mein Arm eingeschlafen war. Heero lag darauf, noch im festen Schlaf versunken. Ich lächelte und zog vorsichtig den Arm unter ihm hervor. Er war wohl doch fertiger als er zugeben wollte. Vorsichtig stand ich auf, um mir einen Kaffee zu machen. An der Schlafzimmertür sah ich noch einmal zurück. Er sah friedlich und gelöst aus im Schlaf, ganz im Gegensatz zu seinem sonst so verschlossenen Gesichtsausdruck. Er musste wirklich schwer mit sich zu kämpfen haben… Ich löste mich von dem Anblick und ging in die Küche. Da ich mir ziemlich sicher war, dass auch Heero gleich aufwachen würde, machte ich gleich eine ganze Kanne Kaffee. Ich streckte mich und gähnte leise, öffnete die Augen. Ich blinzelte. Duo lag nicht neben mir im Bett. Wo war er denn? Im Bad? Mich umschauend setzte ich mich auf und schob die Bettdecke beiseite. Dann schwang ich mich aus dem Bett und lief in Shorts bekleidet aus dem Schlafzimmer, um Duo zu finden, doch ich musste nicht weit laufen um ihn zu finden. Er war im Esszimmer und stellte gerade die Kaffeetassen auf den Tisch. Leicht lächelnd lehnte ich mich an den Türrahmen. Duo war so sehr in seine Arbeit vertieft, dass er mich nicht mal merkte. Ich räusperte mich kurz und er sah auf. Mit dem Tischdecken fertig, lächelte ich ihn an. „Na, ausgeschlafen?“ Er nickte, stieß sich vom Türrahmen ab und kam zum Tisch. Seine geschmeidigen Bewegungen faszinierten mich und ich sah ihn bewundernd an. „Was?“ Er lächelte und setzte sich, nach einer Tasse greifend, an den Tisch. “Wow, Baby, du bewegst dich wie eine Raubkatze!“ meinte ich und setzte mich ebenfalls hin. Ihn über den Rand meiner Tasse fixierend, fragte ich: „Wie geht es jetzt weiter?“ Ich wollte eigentlich nicht sofort davon anfangen, aber irgendwie brauchte ich auch Klarheit. "Wie es weiter geht?! Ich dachte, dass hätten wir gestern geklärt." Ich hatte ihm doch gesagt, dass ich bei ihm bleiben will. Was wollte er denn noch von mir hören? Ich schenkte mir die Tasse halb voll und sah ihn an. „Ahso, und Quatre lässt du einfach so sitzen, ohne Bescheid zu sagen, oder wie?“ Das konnte ich mir nicht vorstellen. Er erwartete doch nicht, dass ICH… Quatre die Wahrheit beibrachte? „Heero… ich meine… Quatre musst du es schon irgendwie selber sagen, meinst du nicht? Alles andere wäre ziemlich unfair, finde ich.“ Ich schüttelte den Kopf. "Iie. Natürlich werd ich es ihm sagen, es ist nur...." Ich seufzte. Er würde sehr traurig und verletzt sein. Ich wusste nicht, wie ich es ihm so sagen sollte, dass es nicht ganz so schlimm für ihn war, doch das ging wahrscheinlich überhaupt nicht. Mir machte das Angst. Ich senkte den Kopf und blickte auf die hölzerne Tischplatte. „Es ist sicher schwer für dich, das verstehe ich ja!“ Ich griff über den Tisch und nahm seine Hand. „Aber je länger du wartest, umso schlimmer wird es dann sein!“ Er tat mir leid. Es ist immer schlimm, wenn man in eine bestehende Beziehung ‚einbricht’ aber bei ihm war es noch anders. Wahrscheinlich verlor er jetzt das einzige bisschen Sicherheit, dass er je in seinem Leben gehabt hatte… denn ich glaubte fest, dass Quatre ihn liebte. Mir tat auch Quatre leid… aber ich war egoistisch genug, Heero für mich zu wollen, und schob den Gedanken beiseite. Ich liebte ihn schließlich auch, und ich würde von nun an Sicherheit für ihn bedeuten… das hoffte ich zumindest. Ich nickte und hob den Kopf. "Ja, ich werd später gehen und es ihm sagen." Ich seufzte und trank wieder von meinem Kaffee. "Ich liebe dich, Duo.", sagte ich leise und stellte die Tasse ab, lehnte mich etwas über den Tisch, sah ihm in die Augen. „Heero, ich liebe dich doch auch. Du kannst dich auf mich verlassen, ich lass dich nicht im Stich.“ Ich ging um den Tisch herum und zog ihn in meine Arme. „Ich bin froh, dass ich dich getroffen habe“ sagte ich zärtlich und küsste ihn leicht. „Ich will mit dir zusammen sein.“ Ich lächelte. "Ich bin auch froh, dich getroffen zu haben, Duo.", sagte ich und lehnte mich an ihn. "Ich bin gerne mit dir zusammen." Ich löste mich vorsichtig aus seinem Griff und stand auf. "Uhm....Duo. Meinst du, ich soll....es Quatre jetzt sagen?" „Denk’ schon. Es hinauszuzögern hilft auch nichts. Ich kann dich ja fahren.“ Er nickte und sah irgendwie erleichtert aus. Wir verließen zusammen die Wohnung und gingen zum Auto. Auf dem Weg zu Heeros und Quatres Wohnung sprachen wir kein Wort. Den Weg kannte ich ja nun, und irgendwie waren wir beide sehr nervös. Als wir ankamen parkte ich das Auto vor der Tür ein. Heero sah mich fragend an. „Wenn du willst… komme ich mit hoch“ sagte ich zögernd. Ich überlegte kurz und nickte dann. "Hai. Danke, Duo, das ist lieb." Ich sah ihn dankbar an und schnallte mich los, schluckte. "Okay, gehn wir.", sagte ich leise und wir stiegen aus, liefen über den Hof, bis wir endlich vor Quatres Haustür ankamen. Ich atmete noch einmal tief durch und sah Duo an, dann klopfte ich. Was würde Quatre wohl sagen, wenn er mich jetzt mit Duo hier sehen würde - was auch gleich passierte. *** Als es an der Tür klopfte, begann mein Herz wie wild zu schlagen. Ich rannte fast hin, um sie zu öffnen, doch als dann Duo und Heero mir gegenüberstanden, und ich Heeros Gesichtsausdruck sah, ahnte ich, dass Heero wohl nicht gekommen war, um mir zu sagen, dass alles wieder ihn Ordnung war. Ich sah in Duos Augen und las darin Trotz – und Mitleid. Resigniert ließ ich die Türklinke los. Wars das also… „Wollt ihr reinkommen?“ fragte ich sie, beiseite tretend. Heero ging ohne den Blick zu heben an mir vorbei in die Küche, während Duo mich verblüfft anstarrte. „Was hast du denn gedacht? Dass ich eine Knarre hole?“ fragte ich leicht aggressiv und öffnete die Tür noch etwas weiter. „Komm schon rein.“ Ich lehnte mich in der Küche gegen die Wand und seufzte. "Also...Quatre....ich...es tut mir leid, aber..." Ich musste erst einmal tief Luft holen. Wie konnte ich es ihm nur beibringen, ohne ihn zu sehr zu verletzen? Ich blickte auf den Boden, als ich weiter sprach. "Es ist besser, wir...wir trennen uns. Ich meine, wir streiten uns schon seit längerer Zeit nur noch und....es ist einfach nicht mehr so wie früher, verstehst du?" Ich blickte langsam hoch und meine Augen trafen die von Quatre. Er sah mich traurig an. Kami, ich hatte es doch tun müssen... „Na, da ist es aber praktisch, dass du gleich Duo gefunden hast, nicht wahr?“ fragte ich leicht sarkastisch. „Da braucht man sich dann keine Sorgen zu machen, wie man sich vielleicht wieder versöhnt, nein, man haut ab und sucht sich einen anderen Freund…“ ich atmete tief ein. So hatte das doch keinen Zweck. Ich war verletzt und wurde unfair. Heero konnte mir nicht in die Augen sehen, und Duo funkelte mich wütend an. „Sorry…“ murmelte ich. Ich wollte nicht so fies sein, aber in mir wütete ein zerreissender Schmerz, und ich wollte nur noch alleine sein. Meine guten Vorsätze, vernünftig mit ihnen zu reden, schmolzen dahin. „Bitte geht jetzt“ sagte ich mühsam. „Es ist ja alles gesagt, oder? Ihr kennt den Weg.“ Ich verließ die Küche ohne mich noch einmal umzusehen. Ich hatte noch immer den Blick gesenkt, als Quatre die Küche verließ. Innerliche zerriss es mich fast. Es tat mir leid, ihn so verletzt haben zu müssen. ´Da ist es aber praktisch, dass du gleich Duo gefunden hast´ Ich spürte einen schmerzenden Stich im Herzen. So wie er das sagte, klang es ja, als hatte ich ihn unbedingt loswerden wollen und war deshalb froh, dass ich Duo getroffen hatte. Nein, so war es nicht. Aber ich konnte ihm keine Schuld geben. Er war jetzt verletzt und hatte es auch aus Wut gesagt. Wenn man wütend ist, sagt man Sachen, die einem später vielleicht leid tun. Na ja..ob das bei Quatre so sein würde, wusste ich nicht. Ich seufzte traurig und machte mich, ohne aufzuschauen auf den Weg nach draußen. Als die Tür ins Schloss gefallen war, machte sich eine unerträgliche Stille in der Wohnung breit. Ich stand wie versteinert am Fenster und sah, wie die beiden aus dem Haus traten. Duo hielt etwas Abstand von Heero, der den Kopf gesenkt hatte. Dann sah Duo hoch zum Fenster. Er sagte etwas zu Heero, doch der schüttelte den Kopf und ging zu einem Auto, das dort am Straßenrand geparkt war. Duo sah noch einmal hoch und machte ein bedauerndes Gesicht. Dann wandte er sich ab und ging ebenfalls zum Wagen. „Dein Mitleid kannst du dir sparen“ murmelte ich. Schließlich hatte er mir Heero weggenommen. Aber vielleicht war es ja schon vorher vorbei gewesen, und ich hatte es nur nicht wahrhaben wollen. Heeros letzter Satz… „es war einfach nicht mehr so wie früher…“ im Grunde genommen war es nie so wie früher gewesen. Nachdem wir Dr. J entkommen waren, hatten wir zwar zusammengelebt, aber irgendwie war es mehr ein nebeneinander leben gewesen. Durch die Ereignisse dort, und durch die Tatsache, dass man uns immer wieder mit Drogen unsere Erinnerungen genommen hatte, gab es kein ‚früher’ für uns. Wir waren zwei Fremde, die zusammen wohnten… ganz krass ausgedrückt. Vielleicht konnte er sich mit Duo jetzt eine Zukunft – und eine gemeinsame Vergangenheit – aufbauen. Und ich… an diesem Punkt meiner Überlegungen schluchzte ich auf. Was wurde nun aus mir? Trotz aller Logik tat es einfach nur verdammt weh… „Warum hast du nicht wenigstens noch mal hochgesehen? Er stand am Fenster. Bestimmt hat er darauf gewartet“ meinte ich, während ich das Auto startete. Heero antwortete nicht. Er starrte auf seine Füße und presste die Lippen zusammen. Wir fuhren dann ebenso schweigend zurück zu meiner Wohnung wie wir zu Quatre gefahren waren. Dort angekommen wollte ich uns etwas zu essen machen, aber Heero lehnte ab mit der Bemerkung, er habe keinen Hunger. Dann ging er ins Schlafzimmer, warf sich aufs Bett und starrte an die Decke. Ich ging ihm nach. „Wollen wir nicht reden?“ Ich drehte meinen Kopf nicht, als er mich ansprach. Ich wollte jetzt etwas allein sein. War es wirklich das richtige gewesen, mit Quatre Schluss zu machen? "Iie. Es gibt nichts zu reden, Duo. Es ist doch jetzt sowieso egal." Ich seufzte und drehte den Kopf von ihm weg. "Bitte...lass mich jetzt etwas alleine.", sagte ich, so sanft wie möglich. Ich wollte ihn nicht auch noch verletzen. "Ich komm wieder raus, wenn es mir besser geht, Koi." „Wie du meinst“ mir ging die Sache ziemlich nahe. Quatre hatte wirklich sehr verletzt ausgesehen, und Heero wirkte jetzt auch tieftraurig. Ich ging ins Wohnzimmer und schaltete den Fernseher an, starrte darauf ohne wirklich etwas wahrzunehmen. War ich schuld daran, dass die beiden auseinander waren? Wenn ich Heero nicht mitgenommen hätte… ‚Und wenn ihn ein anderer mitgenommen hätte? Wäre er mit jedem mitgegangen?’ ich schüttelte diesen Gedanken ab. Es war Schicksal gewesen. Ich hatte ihn nicht überredet, es war seine Entscheidung. Und ich wusste schließlich auch nicht, was zwischen den beiden abgelaufen war. Irgenwann würde Heero mir das mal erzählen müssen… Hatte ich wirklich das richtige getan? Mir kamen die Tränen. Ich liebte Duo doch wirklich...aber ich hatte Quatre doch nicht so sehr verletzen wollen. Aufschluchzend drehte ich mich zur Seite und zog mir die Bettdecke über den Kopf, hüllte mich fest darin ein. Ich saß nervös auf dem Sofa und konnte mich nicht auf das Fernsehen konzentrieren. Wie mochte es Heero gehen? War er eingeschlafen? Entschlossen machte ich mich auf den Weg zum Schlafzimmer um an der Tür zu horchen. Ich legte mein Ohr an das Holz und hörte ihn Schluchzen. Sollte ich zu ihm gehen oder nicht? Keine Frage! Leise schob ich die Tür auf und ging zum Bett. Dort setzte ich mich auf die Kante neben ihn. Er war fast ganz unter der Decke versteckt, und ich legte eine Hand auf die Stelle, wo ich seine Schulter ausmachen konnte, schwieg jedoch. So saß ich einige Minuten, und Heeros Schluchzen wurde langsam weniger. Ich schluckte und schob langsam die Bettdecke beiseite, sah Duo mit verweinten Augen an. "Duo", flüsterte ich. "Denkst du..." Ich musste erneut schwer schlucken, bevor ich weitersprechen konnte. "Denkst du Quatre wird...darüber hinwegkommen?" Eine Träne bahnte sich ihren Weg über meine Wange. "Glaubst du er findet...jemand anderes...mit dem er...glücklich wird?" Ich ließ meinen Kopf auf Duos Schoß sinken. Sein Haar streichelnd blickte ich über ihn hinweg aus dem Fenster. Quatre hatte sehr verletzt ausgesehen, er würde sicher eine längere Zeit brauchen, um das zu verkraften. „Irgendwann - sicher!“ sagte ich überzeugt. „Quatre schafft das schon.“ Ich hoffte es für ihn – und für Heero. „Es tut mir so leid Heero, wenn ich vielleicht nicht so – so…“ wenn ich es mir recht überlegte, war ich froh darüber, also beendete ich meinen Satz lieber, bevor ich zu lügen anfangen würde. „Ich bin froh, dass es so ist, wie es ist, trotzdem tut mir Quatre leid“ sagte ich nur. "Ja, ich weiß.", sagte ich leise und hob den Kopf wieder von seinem Schoß, um ihn zu küssen. Er war so lieb, obwohl es ihm doch eigentlich hätte egal sein können. Er machte sich Sorgen um mich - und um Quatre. "Arigatou, Duo.." Er lächelte nur und küsste mich zurück. Ich küsste ihn ausgiebig und zärtlich. Gott, wie ich ihn liebte. Das war mir jetzt erst so richtig klar geworden. „Weißt du, Baby, dass ich deinetwegen meine Arbeit vernachlässige?“ grinste ich dann. „Arbeit?“ fragte er irritiert. „Ja, das ist das, womit man seine Brötchen verdient, verstehst du?“ zog ich ihn auf, doch ein Schatten flog über sein Gesicht. „Ich arbeite nicht…“ sagte er nachdenklich. „Quatre hat immer alles bezahlt, er ist sehr reich…“ Ach du Sch… „Kein Problem, das krieg ich schon hin! Ich besorg dir einen Job als Polizist… mit deiner Soldatenausbildung ist das kein Thema…“ (und er darf eine Waffe tragen hehe^^) Ich musste lachen. Was Duo alles für mich tun wollte, das war unglaublich. Er war so lieb. "Arigatou Duo", hauchte ich und zog ihn näher an mich, lächelte. "Du bist so lieb. Ich weiß gar nicht, wie ich das wieder gutmachen kann." Ich küsste ihn, bis uns beiden fast die Luft wegblieb. Ich war so glücklich. Er hatte gelacht! Außer Atem sagte ich dann „Warte doch erstmal, bis es geklappt hat! Vorerst reicht es mir, wenn du öfter mal so lachst, wie gerade.“ Ich hätte am liebsten gefeiert, aber es war wohl noch etwas zu kurz nach der Trennung von Quatre, also fragte ich nur „Hast du jetzt Hunger? Ich mach uns was zu Essen!“ Essen? Irgendwie hatte ich jetzt keinen Hunger. Ich wollte noch etwas im Bett bleiben. Es war so bequem, ich wollte jetzt nicht aufstehen. Mhm.. vielleicht würde ich Duo überreden können, jetzt bei mir zu bleiben. "Duo.." Ich strecke mich etwas, sodass ich seinen Hals erreichen konnte und küsste die glatte, weiche Haut dort. Er erschauderte. "Ai shiteru.“ hauchte ich. Sein Kuss und seine Worte jagten mir einen wohligen Schauder über den Rücken und ich ließ mich neben ihn auf das Bett fallen um ihn fest an mich zu ziehen. „Ich dich auch, Baby“ murmelte ich in sein Ohr und begann daran zu knabbern. Er seufzte und sog heftig die Luft ein, als ich leicht in seinen Hals biss. Meine Hände glitten wie von selbst unter sein Shirt und streichelten seinen Rücken. "Koi", seufzte ich und lächelte. Seine Hände auf meiner Haut fühlten sich wundervoll an. Sie jagten kleine Schauder durch meinen Körper. Ich beugte mich etwas nach vorne und leckte über seinen Hals. Er lachte leise und ich machte weiter, begann, daran zu saugen, und er keuchte leise. Meine Hände wanderten währendessen unter seine Kleidung, um seinen Bauch zu streicheln. „Mmmheerrro“ schnurrte ich in sein Ohr, als ich seine Berührungen spürte. Dennoch löste ich mich von ihm und stand auf. Über sein bestürztes Gesicht lächelnd zog ich mich rasch aus und schlüpfte zu ihm unter die Decke. „Ist doch bequemer so, das solltest du auch probieren“ flüsterte ich und küsste seine Lippen, während ich an seinem Shirt zupfte. Ich löste mich kurz von Duo, um mir mein Shirt über den Kopf zu ziehen. Lächelnd befreite ich mich auch von meiner Hose und drückte mich eng an ihn. "Besser so, Koi?", fragte ich leise, während meine Hand wieder zu seinem Bauch wanderte und ihn sanft streichelte. Duo wand sich leicht unter meiner Berührung und ich grinste. „Vieel besser!“ Ihm so nahe zu sein brachte mein Herz zum Rasen. Die Augen schließend legte ich meine Lippen an seinen Hals um mich ganz auf sein Streicheln zu konzentrieren. Es war gleichzeitig erregend und beruhigend, in seinen Armen zu liegen. Ich hatte mich selten so wohl gefühlt. Und – ich brauchte jetzt auch kein schlechtes Gewissen mehr zu haben, weil er seinen Freund betrog. Mit mir betrog. Ich seufzte befreit auf, um ihn dann leidenschaftlich zu küssen. Meine Hände umfassten seinen Hintern und ihn an mich ziehend murmelte ich „Du machst mich ganz schön an, Baby!“ Ich keuchte auf, als ich seine Hände an meinem Hintern spürte. Ich machte ihn an? Leise lachend leckte ich über seine Wange. "Du weißt gar nicht, wie sehr du mich anmachst.", keuchte ich an sein Ohr. Meine Fingerspitzen wanderten weiter runter und verharrten unterhalb seines Bauchnabels. Lächelnd streichelte ich ihn dort weiter. Er zitterte leicht. Wahrscheinlich wurde er ungeduldig. Das Gefühl, als er seine Finger über meinen Bauch gleiten ließ, war unglaublich intensiv, und ich schloss erwartungsvoll die Augen. Gleich… würde er… mein – oder… doch nicht? Ich begann zu beben. Worauf wartete er denn? Seine Fingerspitzen verharrten auf derselben Stelle und rückten keinen Millimeter weiter. Ich atmete tief ein. Das war gemein! Doch ich wollte nicht klein beigeben und wartete. Ich konnte sein Grinsen an meiner Wange spüren, denn er fühlte natürlich meine Ungeduld. Um mich zu revanchieren zog ich leicht seine Pobacken auseinander und ließ meine Fingerspitze auf Entdeckungsreise gehen. Nun grinste ich, als er scharf einatmete und sich unwillkürlich an mich presste. "Duo..", hauchte ich an sein Ohr und schloss die Augen. "Das ist....Quälerei." Wieder einmal wand ich mich unter ihm. Ich keuchte und biss leicht in sein Ohr, ließ meine Hand langsam in seine Shorts gleiten. Ich grinste, als ich seine harte Erektion spürte. "So sehr mach ich dich also an." Ich lachte leise. „Heero, bitte!“ flehte ich. „Du redest doch sonst nicht so viel…“ Meine Bewegungen wurden kühner, meine Fingerspitze wagte sich etwas weiter vor, die andere Hand legte ich an sein erregtes Glied. „Haah…“ unser Lippen fanden sich zu einem heißen Kuss und ich schob ihm die Shorts von den Hüften. „Oh Mann, Heero, ich liebe dich…“ wieder ein Kuss „so sehr…“ jetzt zog er an meiner Boxer „ich will dich…“ ein Nicken, und erneut ein atemloser Kuss. Schließlich lagen wir uns in den Armen und sahen uns in die Augen. "Ai shiteru, Duo. Ich...vertraue dir.", sagte ich leise und kuschelte mich eng an seine Brust, keuchte etwas. Nach einer kleinen Verschnaufpause rollte ich mich ein Stückchen von ihm weg auf den Bauch. Ich blickte verführerisch über meine Schulter, in sein Gesicht und leckte mir über die Lippen. Meine langen Beine streckte ich etwas gespreizt aus und meine Augen waren halb geöffnet. "Chikayoru, Koi!!", hauchte ich. Er brauchte mir nicht erst zu übersetzen, was er gesagt hatte, bei dem Blick verstand ich es auch so. Meine Hände streichelten über seine Schultern, die Arme und den Rücken hinab, während ich seinen Nacken küsste. Er seufzte und drehte den Kopf, um mich ebenfalls zu küssen. Langsam glitt ich auf ihn und legte meine Lippen an sein Ohr. „Ich liebe dich auch…“ flüsterte ich, während ich seine Lenden umfasste und mich langsam in seinen Körper drängte. Er keuchte laut auf. „Tu ich dir weh?“ fragte ich ihn leise und hielt inne. Ich legte meinen Kopf auf die Matratze und schloss die Augen. "Iie. Es ist nicht schlimm.", sagte ich leise. "Hör nur nicht auf!!" Ich wollte nicht, dass er sich Sorgen um mich machte, geschweige denn aufhörte. Beim letzten Mal war es so schön gewesen. Ich keuchte leise vor mich hin, während er stillhielt, damit ich mich an ihn gewöhnen konnte. „Aufhören kann ich sowieso nicht mehr“ keuchte ich und bewegte mich leicht in ihm, woraufhin er aufstöhnte. Ich presste mich an ihn, bis er mich ganz in sich aufgenommen hatte und stieß etwas fester. Er suchte mit seiner Hand nach meiner und wir verschränkten unsere Finger. Ich fühlte, wie er seine Muskeln um mich anspannte und damit Elektroschocks durch meinen Unterleib jagte. Ein lautes Stöhnen entkam mir. „Mmh, ja, Heero, das ist so gut…“ ich konnte nicht mehr anders als mich heftig in ihm zu bewegen. "Duo...", keuchte ich, als er schneller und härter in mich stieß. Ich liebte es, sein Stöhnen zu hören. Es machte mich verrückt. Meine Finger krallten sich in die Matratze unter mir, denn ich brauchte etwas Halt, um nicht bei jedem heftigen Stoß nach vorne zu fliegen. Ich drehte den Kopf leicht, damit ich in sein Gesicht sehen konnte. Er hatte die Augen fest geschlossen und atmete keuchend durch den leicht geöffneten Mund. Ich stöhnte leise und schloss ebenfalls wieder die Augen. Seinen Gesichtsausdruck auch nur zwei Sekunden länger zu sehen, hätte mir den Rest gegeben. Die Spannung in meinem Unterleib stieg und stieg. Ich richtete mich leicht auf und schob meine Arme unter Heeros Körper, um ihn fest an mich pressen zu können, während ich mich immer härter und tiefer in ihn trieb. Ich ergriff sein Glied und er schrie leise auf. Ich packte fester zu und strich im Takt meiner Stöße auf und ab. Wieder spannten sich seine inneren Muskeln an und wieder stöhnte ich laut. „Ich .. halt das.. nicht .. mehr lange.. aus, .. was .. du da.. machst“ keuchte ich und spürte gleichzeitig, wie sich ein gewaltiges Gefühl in mir anstaute, das sich gleich Bahn brechen würde. "Aaah...Duo." Er hatte mein Glied fest in seiner Hand und strich schon fast schmerzhaft auf und ab - Immer schneller und fester. Das war einfach zu viel. "Ich kann..nicht mehr." Ich warf den Kopf in den Nacken und schrie gequält auf, als sich mein Unterleib zusammenzog und ich mich in seiner Hand ergoss. Meine Finger hatten sich so fest in das Bettlaken gekrallt, dass die Knöchel schon ganz weiß waren. Erschöpft ließ ich den Kopf auf die Matratze sinken und stöhnte leise. Als Heero aufschrie und in meiner Hand kam, zogen sich die Muskeln hart um mich zusammen. Damit riss er mich mit in seinen Orgasmus, und sein Schrei ging unter in meinem Aufschrei, als ich mich tief in ihm entlud. Nachdem die Wellen abgeebbt waren, schmiegte ich mich keuchend an ihn und sein Stöhnen vibrierte in meinem Körper nach. Mein Herz klopfte rasend schnell und mein Atem ging stoßweise. So lagen wir geraume Zeit, bis ich mich sanft von ihm löste und mich neben ihn legte. Wir sahen uns stumm in die Augen. Und lächelten. ~ Owari ~ |