Autoren: Heero und Quatre                                                                                                back

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Pairing: Quatre x Heero

 

Warnings: angst, sad, violence, rape, Yaoi ( ist ja klar ^_^ ), lemon

blau= Heero
schwarz= Quatre

Im Labor von Dr. J Teil 6/6

Wir wurden losgebunden und zurückgebracht. Auf dem Weg sah ich zu Heero hinüber, doch er starrte zu Boden. Mein Herz war schwer. Hatte Dr. J ihn überzeugt? Wir wurden in die gleiche Zelle gebracht und einer der Männer schaltete den Strom an. „Na, dann viel Spaß!“ grinste er und die Soldaten ließen uns allein. Heero ließ sich auf eine der Liegen fallen und starrte stumm an die Decke. „Heero…“ Ich wartete, doch er antwortete mir nicht. „Glaubst du ihm?“ flüsterte ich. „Glaubst du wirklich, ich belüge dich?“ Er gab mir keine Antwort. „Er will dich nur testen, Heero. Ob du ihm noch zu Willen bist…“ „Sei ruhig, Quatre.“ Mehr sagte er nicht, aber seine Stimme klang kalt. Ich zuckte zusammen. Er schien sich zumindest nicht mehr so ganz sicher zu sein, ob er mir oder Dr. J mehr vertraute. Also schwieg ich. Was sollte ich auch sonst tun? Schließlich hasste er es, vollgelabert zu werden…

Ich musste erst einmal über all das Nachdenken, was Dr. J zu mir gesagt hatte. Ja, er hatte mich nach Odins Tod aufgenommen. Ich hätte nicht gewusst, wo ich sonst hingekonnt hätte. Und obwohl ich es heute nicht gerne zugab, war ich damals nach Odins Tod sehr verletzt gewesen. Es tat so weh, als er starb. Er war wie ein Vater für mich gewesen. Ich hatte nicht mehr gewusst, was ich mit meinem Leben anfangen sollte, doch Dr. J änderte das schlagartig. Ja, ich hatte viele getötet und es hatte mir Spaß gemacht, aber..ich kannte das Wort ´Liebe´nicht, das war der Unterschied zu heute. Ich kannte nur Hass, Zerstörung und Töten. Ich sah zu Quatre. Er blickte mich an und deshalb sah ich wieder zu Boden. Ich liebte ihn, aber es war unheimlich schlimm für mich, dass Dr. J wieder von meiner Vergangenheit angefangen hatte. Es tat weh. Ich seufzte leise und legte den Kopf auf die Liege.

Ein Seufzen… sollte ich zu ihm gehen? Was, wenn er mich ablehnte? Hatten Dr. J’s Worte ihn beeindruckt? War er wieder der eiskalte Killer ohne Emotionen? Warum sah er mir nicht in die Augen? Vielleicht war er auch nur traurig. Dr. J hatte grausame Worte zu ihm gesagt. Sie hatten sogar mich getroffen. Wie viel mehr mussten sie ihn verletzt haben! Ich atmete tief ein. Wenn ich nicht zu ihm ging, würde ich es nie erfahren. Und wenn er mich umbringen wollte, würde er es so oder so tun. Ich war mir auch nicht sicher, ob ich weiterleben wollte, wenn… ‚Das sind Gedanken, die Schlappschwänze haben!’ tadelte ich mich selbst. Dann stand ich auf und ging leise zu ihm hinüber. Er hatte die Augen geschlossen. Ich kniete vor ihm nieder und umarmte ihn, dann legte ich meinen Kopf auf seine Brust. „Vergiss, was dieser Mistkerl gesagt hat. Ich bin für dich da. Immer!“ flüsterte ich. Er regte sich nicht. Ich schwieg, drückte ihn nur etwas fester an mich.

Ich spürte, wie Quatre mich umarmte und seinen Kopf auf meine Brust legte. „Vergiss, was dieser Mistkerl gesagt hat. Ich bin für dich da. Immer!“, flüsterte er in mein Ohr. Ich rührte mich nicht. Mich bewegte zutiefst, was er gesagt hatte. Es tat so gut, das zu hören. Er würde sich immer um mich kümmern. Dann drückte er mich fester an sich. Ich spürte, wie sich meine Kehle zuschnürte und ich schluckte schwer. Meine Augen fingen an zu brennen und ich zitterte leicht. Nein, ich konnte doch jetzt nicht weinen. Nicht vor ihm oder vor sonst jemandem.....nie. Ich presste die Augen und Lippen fest zusammen.

Ich fühlte, dass er schwer schlucken musste. Ich konnte mir vorstellen, dass es ihm nicht gefallen würde, wenn er jetzt vor mir weinte. Also was sollte ich tun? Ich drückte ihn noch einmal an mich und stand dann auf. „Heero, soll ich nochmal nach deinen Verletzungen sehen? Ich habe in dem Koffer da vorhin Salbe entdeckt, vielleicht wäre es ganz gut, wenn ich die auf die Schrammen auftragen würde…“ sagte ich so beiläufig wie ich konnte, obwohl mir ebenfalls zum Heulen zumute war, denn unsere Situation war aussichtsloser denn je. Und über Heeros seelische Verfassung wollte ich jetzt lieber nicht nachdenken… er konnte jederzeit ausrasten. Dr. J hatte es wirklich sehr geschickt angefangen! Ich musste sehr behutsam mit ihm umgehen…

Er stand auf und fragte mich, ob er noch einmal nach meinen Verletzungen sehen solle. Ich konnte ihn jetzt nicht ansehen. Ich fühlte mich wirklich furchtbar. Ich schluckte wieder und nickte dann einfach, sah aber noch immer zu Boden. "In Ordnung", sagte Quatre und ging die Salbe aus dem Koffer holen. Meine Verletzungen taten zwar noch weh, aber es war nichts im Vergleich zu dem, was ich innerlich fühlte. Die Narbe in meinem Herzen, die Dr. J wieder aufgerissen hatte, tat noch viel mehr weh. Ich schloss die Augen und senkte den Kopf, als Quatre sich neben mich setzte. Er hielt sanft meine Schulter fest und betrachtete die Schusswunde. Er seufzte. "Es blutet schon wieder, Heero." Ich öffnete die Augen. "Hn."

Wahrscheinlich war das alles nichts im Vergleich zu seinen seelischen Schmerzen. Doch dagegen konnte ich im Moment leider nicht viel tun. Ich lächelte ihn aufmunternd an und suchte ein Blutstillungsmittel in der Tasche. Als ich es endlich gefunden hatte löste ich den Verband und trug es auf die Schussverletzung auf. Dann verband ich die Schulter neu. Anschließend widmete ich mich den vielen Schürfwunden auf Heeros Rücken und strich Salbe darauf. Er lag ganz still und gab keinen Ton von sich. Als ich fertig war zog ich vorsichtig sein Shirt wieder herunter und kniete mich neben sein Kopfende auf den Boden. Er hatte die Augen geschlossen und wandte den Kopf auch nicht, als ich ihn leise ansprach. „Heero…“ Was sollte ich jetzt tun? Ich beschloss, ihm einfach zu zeigen, dass ich für ihn da war und streichelte seinen Arm. Ich lehnte mich an die Liege und schloss ebenfalls die Augen. Ich war todmüde…

Ich spürte, das er meinen Arm streichelte und ich seufzte lautlos. Ich war ihm so dankbar, dass er für mich da war. Ich musste es ihm auch irgendwie zeigen. Leise setzte ich meine Füße von der Liege auf den Boden. Er bewegte sich nicht. Er war wohl ziemlich erschöpft. Ich legte mich langsam neben ihn und kuschelte mich eng an ihn. "Arigatou, Quatre..für alles", flüsterte ich und küsste seinen Nacken.

Ich fühlte seinen Kuss und ein warmes Gefühl durchströmte mich. Also wollte er mir glauben. Vielleicht hatten Dr. J’s Worte sein Vertrauen in mich doch nicht erschüttert. Ich legte vorsichtig den Arm um ihn und wandte ihm den Kopf zu. „Ich tu alles für dich, das habe ich doch schon einmal gesagt…“ lächelte ich und küsste ihn auf die Lippen. „Wollen wir uns auf die Liege legen?“ fragte ich leicht grinsend. „Ich will mich ein bisschen ausruhen…“ Er verzog keine Miene, doch seine Augen lächelten. „Ok, ruhen wir uns aus!“ Ächzend erhoben wir uns und quetschten uns gemeinsam auf die schmale Liege. Er lag hinter mir und hatte seine Arme um mich gelegt. Ich kuschelte mich in die Umarmung, und obwohl es reichlich unbequem war, fühlte ich mich wohl. ‚Wie lange er das wohl aushalten wird?’ fragte ich mich, bevor ich langsam wegdämmerte.

Ich lächelte. Er glaubte doch nicht wirklich, dass er so schlafen konnte. Ich drückte mich enger an ihn und schlang mein Bein um seinen Hintern, seufzte gegen seinen Nacken. Ich spürte, wie er leicht erschauderte. "Ai shiteru", flüsterte ich gegen seinen Nacken und leckte über die weiche Haut. Ja, ich war mir sicher. Ich liebte ihn noch immer, egal was Dr. J sagte.

Es schien ihn nicht zu stören, dass es so eng war. Im Gegenteil, er kam noch näher und schlang zu seinen Armen auch noch ein Bein um mich. Mein Herz klopfte plötzlich ziemlich schnell, als er hinter mir ‚Ai shiteru’ flüsterte. Dann spürte ich seine Zunge in meinem Nacken und bekam eine Gänsehaut. Ich wandte den Kopf über die Schulter. Etwas heiser fragte ich ihn: „Heero, weißt du, dass du mich gerade ganz schön anmachst?“ Seine Antwort war ein weiterer Kuss, diesmal auf meinen Hals.

Ich kicherte leise und meine Hand wanderte unter sein Shirt, strich über seine glatte Haut. "Ich dachte, du wolltest schlafen.", hauchte ich an sein Ohr. Meine Zunge tauchte in seine Ohrmuschel, während meine Hand seine Brustwarze erreichte und sie massierte. Er würde bei dem, was ich mit ihm machte sowieso nicht schlafen können. Ich grinste innerlich.

„Hmmm, Heero…“ es war ein irres Gefühl, als er mich streichelte. Ich drückte mich gegen seine Hand und schnurrte leise. „Ich kann nicht schlafen…“ flüsterte ich. „So nicht…“ Ich drehte mich zu ihm um und fuhr mit der Hand unter sein Shirt, und liebkoste nun seine Brust. Er keuchte leise, und ehe ich mich versah, befanden sich seine Lippen auf meinen und seine Zunge begehrte Einlass. Ich öffnete die Lippen, und wir küssten uns, bis wir keine Luft mehr hatten. Außer Atem sah ich ihn an. „Das – ist … Wahnsinn…“ flüsterte ich.

Ich lachte leise. "Ja.....Wahnsinn.." hauchte ich seine Worte noch einmal. Ich schob sein Shirt etwas hoch und leckte an seiner Brustwarze. "Du bist wirklich süß.", flüsterte ich. Dann begann ich an ihr zu saugen und er stöhnte leise, vergrub seine Finger in meinem Haar. Meine Hand strich noch immer über seinen Bauch.

Ich verdrängte den Gedanken, dass jeden Moment jemand kommen könnte und gab mich den unglaublichen Gefühlen hin, die Heero mir bescherte. Ich schob meine Hände unter seinem Hosenbund durch und umfasste seinen Hintern, um ihn näher an mich zu ziehen. Dabei massierte ich seinen Po, und er stöhnte leise an meiner Brust, um dann noch intensiver an meiner Brustwarze zu saugen. Ich warf den Kopf in den Nacken. „Uuh, Heero, du machst mich noch verrückt!“ keuchte ich und zog ihn noch enger an mich.

Er massierte meinen Hintern und ich stöhnte leise, begann, heftiger an seiner mittlerweile harten Brustwarze zu saugen. Ich konnte ihn über mir stöhnen hören. Mit meiner anderen Hand bearbeitete ich nun seine andere Brustwarze, massierte sie zwischen Daumen und Zeigefinger, bis auch sie sich verhärtete. Ich biss leicht in die andere und leckte dann darüber. Ich stoppte und hob meinen Kopf, sah Quatre an, lächelte. Er hatte den Kopf leicht zurückgebeugt und keuchte schwer. "Scheint dir ja zu gefallen.", lachte ich leise und leckte kurz über seinen Hals.

Ich konnte nicht antworten, doch ich wollte mehr davon! Was er mit mir machte war einfach unbeschreiblich! Er hatte jetzt eindeutig die Führung und war dabei unglaublich sinnlich, so dass sich langsam ein Wunsch in mir immer deutlicher zu regen begann … Ich zögerte einen Moment, unsicher, ob ich ihn darum bitten sollte, doch dann beugte ich mich hinab an sein Ohr und flüsterte ihm zu „Schlaf mit mir, Heero, bitte…“

Ich keuchte auf. Er wollte was?! Ich schluckte. Hier? In der Zelle? Kami, ich konnte es nicht glauben. Seine Ideen wurden wirklich immer ausgefallener. Höhle, Zelle..was kam wohl als nächstes? "Uhm...Ich..." Was sollte ich sagen? Ich konnte schlecht `nein` sagen, doch ich wusste nicht, ob wir das wirklich tun sollten. Was war, wenn Dr. J kam und uns sah. Aber andererseits war es auch schwierig für mich, meine eigene Erregung im Zaum zu halten. Ich drückte mein steifes Glied leicht gegen seinen Oberschenkel, um meine Erregung etwas abzubauen. "Hnn..."

Ich merkte, dass ihm meine Idee nicht so zu gefallen schien. Doch als ich spürte, wie erregt er war, grinste ich in mich hinein. „Nagut. Ok.“ Ich löste mich von ihm, was ein überraschtes ‚Hn’ zur Folge hatte, doch ich griff mir nur eine der Decken und kuschelte mich dann sogleich wieder an ihn, wobei ich diese Decke über uns zog. „So besser?“ fragte ich leise und zog ihn an mich.

Ich lachte leise und kuschelte mich wieder eng an ihn. "Viel besser" Ich leckte wieder über die weiche Haut an seinem Hals. "Dir fällt aber auch immer was ein." Ich rutschte etwas zu ihm hoch und wir küssten uns wieder. Ich ließ wieder von ihm ab und strich über seine Wange, lächelte.

Sein Lächeln war so süß, aber das durfte ich ihm ja nicht sagen. Ich beugte mich zu ihm und knabberte an seinem Ohrläppchen. „Hmmm, du schmeckst so gut… langsam leckte ich zu seinem Hals hinunter und biss leicht in seine Halsbeuge, worauf er scharf die Luft einzog und sich wieder an mich presste. Ich schob meine Hände unter sein Shirt und streichelte seine Brust.

Ich keuchte auf und legte den Kopf zurück, als Quatre meine Brust streichelte. Es war ein unbeschreiblich schönes Gefühl...wie seine Fingerspitzen langsam meinen Bauch hinabwanderten und er kleine Kreise über diesen zog. Ich wandt mich etwas unter seinen Händen, in meinem Unterleib kribbelte es, als ob tausende von Ameisen darin umherkrabbelten. Ich drehte den Kopf zur Seite und leckte über Quatres Hals, der genau neben mir war. "Koi..", hauchte ich.

Ich sah ihm in die Augen. Sie waren halb geschlossen, und seine Züge waren ganz entspannt. Sein Mund war so verführerisch nahe, und ich küsste leicht seine Lippen, strich mit der Zunge darüber. Kurz darauf fand ich mich in einem atemberaubenden Kuss wieder, und spürte, wie Heero mich fest an sich zog. Ich stöhnte an seinen Lippen und zerrte an seinem Reißverschluss, denn lange würde ich meinem Verlangen nicht mehr standhalten können.

Ich spürte, wie er meinen Reißverschluss runter zog und ich legte meine Arme um ihn, massierte seinen Rücken leicht. Ich musste lächeln. Sein Gesicht sah nicht gerade entspannt aus, er war wohl noch erregter als ich. Ich sah ihn verführerisch an, während er die Hose von meinen Hüften schob. Ich hob diese etwas an, um ihm die Arbeit zu erleichtern. "Quatre", hauchte ich.

„Ja?“ Ich schob die Hose vollends von seinen Beinen und schubste sie vor die Liege. Dann ließ ich meine Hand an seinem Bein aufwärts gleiten, bis sie in seinem Schritt angekommen war. Dort angekommen, begann ich, ihn intensiv zu streicheln, worauf er unterdrückt stöhnte und nun seinerseits ungeduldig an meinem Reißverschluss zog.

"Ai shiteru", keuchte ich, während ich wieder über seine Brust leckte und seinen Reißverschluss runter zog. Ich saugte an seiner Brustwarze, während ich Quatres Hose über seine Hüften zog. Dann leckte ich eine nasse Spur vom Schlüsselbein zum Hals hoch und er keuchte. Ich legte mich zurück und sah ihn leicht lächelnd an.

„Willst du mich umbringen…?“ keuchte ich. Ich zitterte förmlich vor Verlangen, während er mich mit einem Wahnsinnslächeln einfach nur ansah. Ich drehte ihm ohne weitere Umstände den Rücken zu und presste mich in seinen Schoß. Dann legte ich den Kopf zurück, bis er an seiner Schulter lag, und leckte an seinem Hals entlang zum Ohr. Ich schloss die Augen, holte tief Luft und… „Nimm mich…. Bitte, Koi!“

Meine Hände wanderten nach unten und zogen die Shorts von seiner Hüfte, während ich seinen Nacken küsste. Dann zog ich meine eigenen Shorts runter und presste mein Glied an seinen Hintern. Ich leckte über seinen Hals und schlang meine Arme um ihn, drückte ihn an mich. Ich liebte ihn so sehr, ich konnte gar nicht beschreiben wie sehr. Ich legte meinen Kopf auf seine Schulter und schlang meine Beine um ihn.. "Kann ich?"

„Ja!“ stieß ich hervor und wandte den Kopf, um ihn anzusehen. „Ich liebe dich, Heero!“ Er küsste mich und begann langsam und vorsichtig, in mich einzudringen. Ich holte erschrocken Luft, als ein schmerzhaftes Ziehen sich in meinem Unterleib breit machte. Unwillkürlich krallte ich mich in seinen Arm. Er legte die Lippen an meine Wange und flüsterte dann beruhigend „Keine Sorge, das ist gleich vorbei…“ ich versuchte, ruhig zu atmen und stellte dankbar fest, dass er still hielt. Einen Moment später hatte ich mich an das Gefühl gewöhnt, ihn in mir zu haben, und der Schmerz hatte nachgelassen. Ich drückte leicht seinen Arm und nickte. „Weiter…“ murmelte ich.

"Hai" Damit begann ich, mich langsam in ihm zu bewegen. Es war unglaublich warm und weich in ihm. Ich schloss die Augen und verbarg meinen Kopf in seinem Nacken, als ich mich schneller bewegte. Ich spürte, wie mein Unterleib langsam zu brennen begann. "Uhm....Quatre", stöhnte ich und presste kurz darauf die Lippen zusammen. Dr. J oder einer der Wachen durften uns auf keinen Fall hören.

„Hah..Heero…“ keuchte ich, als plötzlich die Leidenschaft in mir hochflammte. Indem er sich in mir bewegte, war auch der letzte Rest von Schmerz vergangen, und ein unglaubliches Gefühl durchschoss mich. Ich kam ihm entgegen und spürte, wie er seinen Kopf an meinen Nacken legte und schneller wurde. Er stöhnte nur unterdrückt, aber auch ich fürchtete, dass uns jeden Moment jemand hören konnte. Dabei hätte ich vor Lust schreien können… „Hmm ja, … ich… will dich so sehr“ flüsterte ich heiser. 

Ich packte ihn an den Hüften und rammte mich noch heftiger in seinen Körper, wobei ich laut aufkeuchte. Ich presste die Augen zusammen und versuchte, so leise wie möglich zu sein. Mein Kopf ruhte jetzt wieder auf seiner Schulter und ich stöhnte ihm leise ins Ohr. "Wir..sind..verrückt..", keuchte ich, während ich meine Stöße noch einmal beschleunigte. Der Druck in meinem Unterleib wurde langsam unerträglich. "Quatre...bitte..", hauchte ich. Ich brachte fast kein Wort mehr heraus.

Verrückt? Ja, aber ich liebte es in diesem Moment, verrückt zu sein. Die Leidenschaft, mit der er mich nahm, sein leises Stöhnen, all das brachte mich an den Rand meiner Beherrschung. ‚Quatre bitte…’ Ich wusste, er war gleich soweit, und auch ich würde nicht mehr lange brauchen. Als ich seine Hand in meinem Schritt spürte, die mich im Takt seiner jetzt sehr heftigen Stöße massierte, stieß ich einen unterdrückten Schrei aus und kurz darauf überrollte mich mein Orgasmus mit Urgewalt. Er zog mich zu sich und erstickte mein Stöhnen mit einem Kuss…

Ich hörte seinen unterdrückten Schrei und wusste, er würde gleich kommen. Ich zog ihn an mich und presste meine Lippen auf seine, um das Stöhnen zu ersticken, als er zum Orgasmus kam. Ich spürte wie meine Hand nass wurde und ich stieß noch einmal fest in ihn, bevor ich ebenfalls kam. Ich presste die Augen und Lippen zusammen, um keinen Laut von mir zu geben. "Uhm.."Trotz allem entfloh mir ein leises Stöhnen und ich entlud mich in ihm. Leise keuchend ließ ich mich schwach gegen ihn sinken.

Außer Atem lehnte ich mich an Heero und schloss die Augen. Es war einfach lachhaft, wir befanden uns in einer denkbar schlechten Lage und ich fühlte mich trotzdem unsagbar wohl. Ich drehte meinen Kopf zu Heeros Gesicht und küsste ihn zärtlich. „Das war schön…“ flüsterte ich.

Ich lächelte und küsste ihn zurück. "Iie.....mehr als schön." Ich legte meinen Arm um ihn und drückte ihn enger an mich, gähnte leise. "Bin ich müde....und das ist alles nur deine Schuld. Warum schaffst du mich auch immer so?" Ich legte meinen Kopf zurück und schloss erschöpft die Augen.

Ebenfalls gähnend drehte ich mich um und kuschelte mich an seine Brust. „Ich liebe dich, Heero,…“ auch ich war müde, und irgendwie auch melancholisch. „Glaubst du, wir kommen hier jemals raus?“ fragte ich leise.

Ich strich über sein weiches, blondes Haar und blickte nachdenklich geradeaus. Ob wir hier jemals rauskamen? Wenn ich ehrlich war.....ich wusste es nicht. Aber ich durfte Quatre die Hoffnung nicht nehmen. Ich schluckte. "Natürlich, Quatre.....wir werden hier rauskommen."

Er glaubte wohl selber nicht so ganz daran, ebensowenig wie ich… aber… „Und wenn? Wie geht es dann weiter?“ ‚Mit uns…’ aber das traute ich mich nicht auszusprechen. Ich gähnte wieder. „Lass uns schlafen…“ vielleicht wollte ich die Antwort ja gar nicht hören…

Wie es dann weiter ging? Ich blinzelte. Was meinte er? Ich sah nach unten. Quatre gähnte wieder und sagte, wir sollten schlafen. Ich streckte mich der Länge nach aus und legte meinen Kopf neben ihn. Seine Augen sahen traurig aus. Als er in meine Augen sah, senkte er den Blick. "Du meinst, wie es mit uns weiter geht?", fragte ich leise.

Ich hielt den Atem an. Woher wusste er das jetzt? Ich hatte doch gar nichts… was sollte ich jetzt machen? Dies war eine außergewöhnliche Situation, und wenn wir erst wieder hier raus waren… ich wollte und konnte nicht darüber reden, also nickte ich fast unmerklich und schloss die Augen.

Er nickte leicht und schloss die Augen. Ich beugte mich zu ihm und küsste ihn auf dem Mund, lächelte leicht. "Es wird sich nichts zwischen uns ändern, Quatre.", flüsterte ich. "Ich werde dich immer lieben."

Ich erwiderte seinen Kuss und öffnete meine Augen wieder. Er löste sich von mir und lächelte. Und dann sagte er es „Ich werde dich immer lieben.“ Ich zog ihn an mich und legte meine Stirn an seine Brust. Mein Herz klopfte wie verrückt. Ich konnte nichts sagen, so glücklich war ich. Er legte die Arme um mich und an ihn gekuschelt, seine Worte in meinem Gedächtnis immer wiederholend, schlief ich schließlich ein.

Er sagte nichts mehr. Wahrscheinlich war er zu müde, um jetzt noch irgendetwas zu sagen, doch ich wusste ja was er dachte. Ich glaubte es zumindest zu wissen. Er war glücklich hier in meinen Armen. Wenn wir hier rauskommen würden, würde das alles vorbei sein. Wir müssten nie wieder kämpfen, nie wieder...getrennt voneinander sein. Einfach nur unser Leben genießen....das tun, was ich schon immer mal tun wollte. Ich schloss mit einem Seufzen die Augen und dämmerte langsam ein.

„Quatre. Quatre!“ Ich wurde derb an der Schulter gerüttelt. „Es kommt jemand!“ Ich riss die Augen auf. Oh Gott! Wir hatten so gut wie nichts an… verzweifelt versuchte ich, im Liegen wenigstens an meine Shorts zu kommen, keine Chance. Ich hörte, wie Heero unterdrückt fluchte. ‚Verdammt, wieso waren wir einfach so eingeschlafen… wie die Idioten’ dachte ich wütend. Doch dann fiel es mir wieder ein. Ich war einfach so glücklich gewesen, dass ich alles vergessen hatte. Trotzig schob ich das Kinn vor. Sollten sie doch kommen. Und sie waren auch schon da…

Zwei Wachen von Dr.J standen nun vor unserer Zellentür und starrten uns an. Als sie uns zusammen unter der Decke liegen sahen, redeten sie etwas, was ich nicht verstehen konnte, da ich zu weit weg war. Ich spürte, wie Quatre leicht zitterte und drehte mich zu ihm. "Keine Sorge..zieh dich einfach wieder an!!", flüsterte ich. Die Soldaten sahen mich leicht geschockt an, als ich die Decke beiseite warf und mich von der Liege schwang, um meine Sachen wieder anzuziehen. Es war mir egal, was sie jetzt dachten. "Was gibt es da zu glotzen?", fuhr ich sie an, als ich ihre Blicke sah.

Ich stand ebenfalls auf und griff mit zitternden Händen nach meinen Sachen. Als ich sie endlich zusammengesammelt hatte, atmete ich erleichtert auf, denn die Soldaten starrten jetzt Heero wütend an und ich konnte mich schnell anziehen, ohne dass sie mich beobachteten. Ich dankte Heero tausendmal für sein cooles Auftreten und bewunderte ihn unsagbar. Als ich fertig war, wurden wir sofort aus der Zelle gezerrt und durch dieselben endlosen Gänge geschubst wie beim letzten Mal.

Wir kamen vor einer Tür zum Stehen und einer der Männer klopfte an. "Ja, bringt sie herein!!", konnte man eine Stimme von drinnen hören. Die Tür öffnete sich und wir wurden in den Raum gezerrt. Dr. J saß dort an seinem Schreibtisch und sah auf, als wir den Raum betraten. Die Soldaten hielten uns in einem eisernen Griff, als Dr. J von seinem Stuhl aufstand und vor uns trat.

Wir standen nebeneinander vor Dr. J und wurden von den Soldaten festgehalten. Dr. J starrte Heero an, mich ignorierte er völlig. Ich sah zu Heero. Er sah dem Doktor trotzig in die Augen und zuckte mit keiner Wimper. Wieder war ich voller Bewunderung. So war er einfach, mein Heero, mein… Perfect Soldier… Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, als Dr. J’s unangenehme Stimme erklang. „Nun, Heero, wie ich sehe, hast du meinen Vorschlag nicht angenommen. Dieser Versager“, er machte eine Kopfbewegung zu mir, „lebt immer noch. Also hast du dich wohl gegen mich entschieden…“ Einer der Soldaten machte dem Doktor ein Zeichen. Dieser winkte ihn hinter den Schreibtisch und der Soldat sagte leise etwas zu ihm. Plötzlich verzerrte sich Dr. J’s Gesicht. Er drehte sich zu uns und zischte „So ist das also…“ Er starrte Heero hasserfüllt an. „Bringt Quatre wieder in die Zelle“ sagte er eiskalt. „Und wir“ er winkte den Soldaten die Heero festhielten, ihn zu ihm zu bringen „unterhalten uns jetzt.“

Dr. J ging voraus, in einen anderen Raum, ich wurde von dem Soldaten hinterhergezerrt. Diese hinterhältigen Wachen. Hatten sie Dr.J von mir und Quatre erzählt? Es musste so sein. Aber Dr. J war auch ziemlich sauer, weil ich Quatre nicht getötet hatte. Als wir in den Raum kamen, stellte sich Dr. J direkt vor mich und schüttelte den Kopf.
„Heero, Heero, Heero!“ Er trat dicht an mich heran und ich wollte zurückweichen, doch die Soldaten hielten mich eisern fest. „Du kannst keine körperliche Nähe aushalten, ich weiß!“ Der Doktor grinste mich fies an. „Dafür habe ich ja gesorgt!“ Also war er dafür verantwortlich! Mieses Schwein. Doch Quatre hatte diese Barriere durchbrochen. Ich grinste leicht. Dr. J’s Gesicht wurde finster. „Da frage ich mich doch, warum du dann mit diesem kleinen Nichts..“ er machte eine Pause, doch ich schwieg, und so fuhr er fort „fast nackt im Bett gelegen hast?“ Er trat wieder dicht an mich heran, und ich spürte, wie die Wut in mir hochstieg. „Bist du pervers oder was? Schwul?“ Das letzte Wort hatte er mir förmlich entgegengespuckt. Ich sah ihn nur höhnisch an.

Ich warf Heero einen verzweifelten Blick nach, als sie mich aus dem Büro zerrten. Ich wollte mich erst wehren, doch es war sowieso zwecklos. Also ging ich mit ihnen mit. Schweigend liefen wir den Flur entlang. Die beiden Wachen grinsten sich über meinen Kopf hinweg an. Einer sagte „Wenn das so ist, Kleiner, dann können wir dich ja heute nacht mal besuchen kommen…“ und zog mich nahe an sich. Mir wurde schlecht, doch ich antwortete kalt „Dann verabschiedet euch schon mal voneinander, denn den morgigen Tag erlebt ihr dann nicht. Vielleicht solltet ihr es lieber miteinander treiben! “ fügte ich spöttisch hinzu, was mir einen derben Stoß eintrug. Ich stolperte, und einer griff nach mir, um mich aufzufangen.

Ich knurrte und meine Augen wurden zu Schlitzen."Warum wir nackt im Bett gelegen haben geht sie gar nichts an!!", zischte ich. Was wollte dieser Mistkerl von mir? "Und überhaupt geht sie mein Leben nichts mehr an. Ich gehöre nicht mehr ihnen." Er lachte leise, schnellte dann jedoch ruckartig vor und packte mein Kinn, grub seine Finger fest in meine Wangenknochen, sodass ich ihn nur noch mit halb offenen Augen anschauen konnte. „Das werden wir ja sehen, Heero! Beantworte meine Frage, oder ich habe Mittel und Wege, die Antwort zu bekommen. WAS HAST DU MIT IHM DA GEMACHT?“ Wenn Dr. J mich nicht in seinem festen Griff gehabt hätte, hätte ich jetzt gegrinst, aber ich ließ es. "Was denken sie denn?", fragte ich zurück und sah ihn wieder an.

Ich nutzte die Gelegenheit und riss mich los, um ihm meine Handkante an den Hals zu schlagen. Er brach sofort zusammen. Gut so! Doch der andere drehte mir die Arme auf den Rücken. „Das hast du nicht umsonst gemacht, Kleiner!“ Ein seltsames Funkeln war in seinen Augen. „Andererseits“ er warf einen Blick auf seinen Kameraden „könnten wir beide jetzt ein bisschen Spass haben…“ „Gute Idee!“ grinste ich und lehnte mich gegen ihn. „Ah, du bist ja ein ganz Schlimmer…“  flüsterte er rau. Sein Atem war heiss an meinem Ohr und ich schüttelte mich fast.

Er ließ mich abrupt los und drehte sich weg. Seine Schultern sackten nach vorn. Ich starrte auf seinen Rücken. Was war denn jetzt los? „Heero, ich glaube es nicht. Du hast wirklich was mit diesem, diesem…“ „Ich wiederhole mich ungern, aber ich sage es noch einmal: Das geht Sie nichts an!“ Er fuhr herum „Oh doch! Du gehörst mir! Du warst fast von Anfang an mein Geschöpf, mein Perfect Soldier!“ Ein irrer Glanz war in seine Augen getreten. „Und ich werde dich wieder dazu machen!“ Er winkte die Soldaten fort. „Geht, ich schaff das alleine! Er wird mir nichts tun!“ Er grinste mich seltsam an. „Nicht wahr, Heero?“
Ich sah ihn misstrauisch an. Wieso schickte er seine Wachen jetzt weg? Was hatte er vor? Ich hörte ein Klicken, als der Soldat den Raum verließ. "Was haben sie vor?", fragte ich.
Er reagierte nicht auf mich, sondern murmelte etwas vor sich hin. "Warum, warum konnte Quatre ihm so nahe kommen,... ich versteh das nicht..." dann sah ich, dass er eine Spritze aufzog und sah rot.

„Das bin ich wirklich!“ ich grinste den Soldaten frech an und drückte mich noch mehr an ihn. Er sah sich seinen Kollegen an und zog an meinem Arm. „Komm mit…“
Er stieß eine der weissen Türen auf und ich folgte ihm in den Raum. Er war leer bis auf einen Haufen Wäsche, der auf dem Boden lag. Er schob mich vor sich her und drückte mich nach unten auf den Wäschehaufen. Ich gab nach und fiel auf die Knie. Er nestelte an seinem Gürtel und nahm Handschellen ab. „Du verstehst doch, dass ich dir die Hände fesseln muss…“ grinste er teuflisch. „Oh, schade…“ ich sah ihn herausfordernd an. „Dann entgeht dir aber was…“

`Nein´ Mit einem Mal wurde mein inneres von Panik erfüllt. `Nicht schon wieder` Keuchend trat ich zurück. "Iie", hauchte ich und mein Gesicht verfinsterte sich. Der Doctor trat langsam auf mich zu. "Sei vernünftig. Ich helfe dir, wieder normal zu werden, wieder mein perfekter Soldat zu werden, also lass dir helfen!" Er kam immer näher, diese widerliche Spritze in der Hand haltend. Ich schaute zurück. Es waren nur noch wenige Schritte bis zur Wand. Ich würde in der Falle sitzen, wenn ich mich dorthin treiben ließ, also musste ich etwas unternehmen. Ich musste ihn angreifen, mir blieb sonst nichts übrig. Knurrend rannte ich auf ihn zu und schubste ihn, ehe er reagieren konnte. Die Spritze landete etwas weiter weg von ihm auf dem Boden. Er schrie laut nach den Wachen. Die Tür flog auf, und zwei Soldaten stürmten herein. Einer hielt mich fest, der andere hielt mir so einen Elektroschocker an die Seite und drückte ab. Ich schrie gellend auf, der Schmerz war unbeschreiblich. Sofort waren meine Beine wie gelähmt und ich stürzte zu Boden.

Er schüttelte den Kopf, zögerte aber doch, mich zu fesseln. „Ich kann mir ja erstmal das Shirt ausziehen“ sagte ich verlockend. Er grinste lüstern und gab meine Arme frei. Ich tat was ich gesagt hatte und drehte mich dann zu ihm um, umarmte ihn voller Widerwillen, in der Hoffnung, an seine Waffe zu kommen. Er ergriff meine Oberarme, immer noch misstrauisch, und ich kniff die Augen zusammen, dachte „Gomen, Heero!“ und küsste seinen Hals. Er keuchte. Da hörte ich plötzlich einen gellenden Schrei über den Flur hallen. ‚Heero!’ dachte ich voller Angst. Auch die Wache war zusammengezuckt und ließ einen Augenblick meine Arme los. Dieser Augenblick reichte mir. Ich rammte ihm mein Knie zwischen die Beine und schubste ihn zu Boden. Während er sich noch keuchend seine Weichteile hielt, fesselte ich ihm die Hände mit seinen Handschellen auf den Rücken. Ich stopfte ihm ein Stück Wäsche in den Mund, riss seine Waffe aus dem Halfter, verließ den Raum, knallte die Tür hinter mir zu und rannte los. Den anderen fesselte ich ebenfalls, ließ ihn aber liegen wo er war. Ich hatte keine Zeit…

Keuchend lag ich am Boden und hatte die Augen zusammengekniffen, mein Körper zitterte und kribbelte noch immer. Ich stöhnte leise auf. Das hatte weh getan. Das erste was ich sah, als ich die Augen wieder aufschlug war, dass Dr. J sich ein paar Meter weiter vor mir wieder aufzurappeln versuchte. Als er die Spritze sah, stürmte er auf diese zu und wollte sie wieder aufheben, doch ich war schneller als er und trat ihm gegen die Hand. Er schrie auf und wich zurück. Einer der Soldaten riss mich grob hoch und hielt mir wieder den Elektroschocker an die Seite. „Mach keine Dummheiten!“ knurrte er. Dr. J stand schwer atmend an seinen Schreibtisch gelehnt und musterte mich kalt. „Ich sehe, es ist schlimmer als ich dachte…“ sagte er gefährlich ruhig. Er winkte dem einen der Soldaten. „Holen Sie eine Zwangsjacke.“ Der nickte und verließ den Raum. Zwangsjacke? Ich begann mich zu wehren, doch meine Beine waren fast taub und der andere Soldat hielt mich eisern fest.

Ich rannte so schnell ich konnte zu Dr. J’s Büro zurück. Kurz bevor ich an der Tür war, wurde diese geöffnet, und einer der Soldaten trat heraus. Ich blieb wie angewurzelt stehen, doch er schloss die Tür und bemerkte mich erst, als er sich wieder umdrehte. Dann riss er die Augen auf. Bevor er etwas sagen konnte, hatte ich ihn angesprungen und presste die Waffe an seinen Hals. „Was ist mit Heero? Ist er tot, oder warum gehst du da raus? Und sei leise, oder ich mach dich kalt“ zischte ich ihn an. „Nein. Nichts. Er spielt verrückt, ich soll eine Zwangsjacke holen…“ ächzte er. Ich schlug ihm die Pistole über den Schädel und er sackte zusammen. Der würde keine Zwangsjacke holen.. ich schleifte ihn ein Stück den Gang herunter um eine Ecke. Dann dachte ich scharf nach. Sollte ich warten, bis sie ungeduldig wurden und nachschauten, wo er blieb, oder den Raum stürmen? Womöglich brachte ich Heero damit in Gefahr… Andererseits konnte Dr. J auch noch andere Soldaten rufen…

Ich sah Dr. J vom Boden aus wütend an. "Sie mieses Schwein", schrie ich und zappelte heftig im Griff des Soldaten, doch der hielt mein Handgelenk auf den Rücken gedreht fest und so konnte ich nichts machen. "Sie werden gar nichts mit mir machen!!!", zischte ich und funkelte ihn hasserfüllt an. „Spar dir deine Kräfte, es bringt doch nichts, wenn du dich so aufregst. Du könntest dich verletzen!“ Der Doktor grinste. „ER könnte dich verletzen“ er sah zu dem Soldaten. Ich runzelte böse die Stirn und sah Dr. J mit vor Wut glitzernden Augen an. "Passen sie lieber auf, dass ICH SIE nicht verletze!!", sagte ich und der Dr. sah mich wütend an.

Ich hörte laute Stimmen von drinnen. Irgendetwas von verletzen wurde gesprochen. Meine Entscheidung stand fest. Ich würde es wagen. Ich trat auf die Tür zu und riss sie mit einem Ruck auf. Mit einem Blick hatte ich die Situation erfasst. Dr. J saß wieder am Schreibtisch. Er sah irgendwie müde aus… oder verbittert. Der zweite Soldat hatte Heero am Wickel. Dieser hing seltsam schlaff in dessen Griff. Was hatten sie mit ihm gemacht. Das alles hatte nur den Bruchteil einer Sekunde gebraucht, und schrie jetzt „Heero, lass dich fallen!“ gleichzeitig sprang ich auf den Soldaten zu und schlug ihm die Waffe an die Schläfe. Wie vom Blitz getroffen fiel er um – Heero aber ebenfalls. Der Dr. hatte schon den Telefonhörer in der Hand, doch ich richtete die Waffe auf ihn und sagte drohend: „Wählen Sie eine Nummer, und sie sind tot!“

Quatre zielte auf Dr.J, der wahrscheinlich per Telefon neue Soldaten anfordern wollte und drohte damit ihn zu erschießen, wenn er eine Nummer wählen würde. Der Dr. hielt inne und starrte Quatre zornig an. Ich versuchte währendessen, wieder auf die Beine zu kommen, doch als ich einen Fuß aufrichtete und ihn mit meinem Gewicht belastete, spürte ich ein Kribbeln und er knickte unter mir weg. Ich keuchte. `Kuso` Verdammter Mist!! Ich konnte nicht aufstehn, was sollten wir nun tun?

„Mach keinen Fehler, Quatre!“ knirschte Dr. J und begann zu wählen. Ich hob die Waffe etwas an. „Machen Sie lieber keinen Fehler!“ Heero versuchte aufzustehen, und ich sagte ohne hinzusehen „Bleib liegen, Heero, falls hier gleich die Kugeln fliegen“. Der Doktor wählte immer noch.  Ich machte zwei schnelle Schritte auf den Schreibtisch zu und packte ihn am Kragen seines Kittels. „Ich sagte, keine Fehler!“ knurrte ich. Ich zerrte ihn hinter dem Schreibtisch hervor und sah eine Spritze auf dem Boden liegen. „Was wollten Sie schon wieder mit ihm machen?“ fuhr ich ihn an. „Haben Sie ihn noch nicht genug gequält?“ „Das ist nur ein Schlafmittel, er hat sich wie ein Irrer aufgeführt!“ „Das ist ja sehr gut!“ ich grinste und zog ihn zu der Spritze hin. „Das ist sogar hervorragend!“ Ich hob sie auf und injizierte ihm das Mittel. Er erschlaffte fast sofort. „Schöne Träume, Dr. J!“ Ich liess ihn einfach zu Boden fallen und ging zu Heero. Seinen Arm über meine Schulter legend, zog ich ihn hoch. „Lass uns abhauen, Koi!“

Ich ließ mich von ihm hochziehen und lächelte ihn schwach an. "Arigatou, Quatre", sagte ich leise, fast flüsternd. Ich konnte es nicht lauter sagen, da meine Stimme nicht mehr mitmachte. Ich fühlte mich so schwach.....ich war fertig. Ich war Quatre so unendlich dankbar, dass er gekommen war um mir zu helfen, aber das würde ich ihm vielleicht später sagen. Zuerst mussten wir erst einmal hier raus. Ich keuchte, als meine Beine immer wieder unter mir nachgaben, während wir den Weg aus dem Gebäude liefen. Meine Beine kribbelten furchtbar und meine Knie waren weich wie Pudding. Kami, wie ich es hasste, so Schwach zu sein.....

Es war ein mühsames Unterfangen, durch die Gänge zu fliehen. Heero war recht wackelig auf den Beinen, und wurde schon wieder wütend. Ich kannte den Weg nicht, weil ich hier noch nie gewesen war, und jeden Moment konnten uns Wachen über den Weg laufen. „Heero“ keuchte ich ‚was machen wir jetzt? Weißt du, wie wir hier rauskommen?“

Quatre blieb kurz stehen....wahrscheinlich, dass ich mich ausruhen konnte und fragte, ob ich den weg wisse. Ich holte einen tiefen, zittrigen Atemzug und sah mich um. Ich konnte wirklich nicht genau sagen, welcher Gang es war, aber es musste ja schließlich einer dabei sein, der aus diesem Gebäude führte. "Hn. Gehen wir rechts!!", sagte ich. Quatre blinzelte und schaute mich an.

Er wusste es wohl nicht. Aber sein Tonfall war bestimmt, und ich dachte, jeder Weg ist so gut wie der andere. „Also gut!“ Ich stützte ihn so gut es ging und wir schlugen die Richtung ein, die er vorgeschlagen hatte. Weiter ging es die kahlen Flure entlang, bis wir schließlich tatsächlich in einem bekannten Bereich standen, nämlich vor ‚unserer’ alten Zelle! Ich konnte nicht anders „Wooow, Heero, du bist genial!“ Ich strahlte ihn an und gab ihm einen schmatzenden Kuss. Er sah etwas irritiert aus, aber dann lächelte er ganz leicht.

Ich sah zu Quatre hoch. "Lass uns den Wing holen!!", schlug ich vor und er schaute mich an. "Ja, das ist eine gute Idee." Wir liefen weiter und weiter, bis wir schließlich zum Hangar kamen. Quatre öffnete die Tür und zog mich mit hinein. Vor uns stand der Wing. Mich verließen die Kräfte und ich ließ mich keuchend zu Boden sinken. "Gomen.....", hauchte ich und sah nach oben in sein Gesicht. Doch er sah nicht böse aus.

„Was ist los, Heero?“ „Ich kann nicht weiter. Geh du…“ „Nicht schon wieder diese Nummer, Yuy!“ Energisch wollte ich ihn hochziehen, doch er funkelte mich wieder mit seinen Kobaltaugen an. „Jetzt sieh zu, dass du verschwindest, WINNER!“ zischte er. „Nochmal werde ich nicht riskieren, wegen deinem Starrsinn alles zu versauen!“ Ich sah ihn schockiert an. War ich wirklich schuld dass wir wieder hier waren? Dass sie Heero mit Elektroschocks gefoltert, ihn fast wieder in ihre Gewalt gebracht hätten…  Meine Schuld… Nur weil ich.. das schlechte Gewissen lähmte mich fast, als Heero meinen Arm schüttelte. „Quatre! Aufwachen…“ Ich riss mich aus meiner Erstarrung. Er hatte recht. Ich schritt auf den Wing zu und griff nach dem Helm für das Zero System. Ich versuchte, mich nicht umzudrehen, ich befürchtete, es dann nicht zu schaffen, ihn zurückzulassen. Aber ich konnte nicht. Ich musste ihn ansehen, noch einmal in seine Augen blicken… Ich wandte den Kopf. Er erwiderte meinen Blick, und ein warmer Ausdruck war in seinen Augen. „Leb wohl, Heero…“ flüsterte ich. Dann ging ich zum Wing.

Ich sah, als er zum Wing ging und einstieg. Ich blickte ihm solange nach, bis die Eingangsklappe des Wings zu war, dann senkte ich den Kopf und schluckte. Ich wusste, es war nicht leicht für ihn gewesen, mich hier allein zu lassen, aber....was hätte ich tun sollen? Ich hatte einfach nicht mehr die Kraft gehabt aufzustehn, so gern ich es auch gewollt hatte. Es war besser so gewesen. Er hatte gehen müssen. Mit dem Wing konnte er....das Labor zerstören!! Ich riss die Augen auf und sah hoch. Ja, er musste einfach nur das Labor zerstören und wir hätten das Problem gelöst. "Quatre", schrie ich. "Zerstör mit dem Wing das Labor!!"

Ich starrte entsetzt nach unten. Was rief er da? Das Labor zerstören? Dann würde er mit draufgehen! Das konnte er doch nicht… meinen… Doch ein Blick in sein entschlossenes Gesicht sagte mir, das er genau das meinte. Und dazu noch verdammt ernst. Also gut. Ich würde tun, was er sagte, und darauf vertrauen, dass Mr. Perfect Soldier es irgendwie schaffen würde, noch rechtzeitig rauszukommen. Ich setzte den Wing in Gang und bewegte mich mit ihm auf das Tor zu. Da ich sowieso alles zerstören würde, konnte ich ebensogut gleich anfangen. Ich hob den Beam Saber und schnitt das Tor aus den Angeln. Dann steuerte ich den Wing aus dem Hangar hinaus. Dabei fiel mir ein Gleiter ins Auge, der neben dem Tor geparkt war. Ich schrie über Funk: „Heero! Der Gleiter…“ da schlug eine Granate neben mir in die Wand. Die Soldaten waren da, ich musste weg…

Ich saß noch immer an dem Fleck, an dem Quatre mich zurückgelassen hatte. Er musste alles zerstören, es war egal, ob ich noch hier war. Ich war so in Gedanken, dass ich nicht bemerkte, dass Dr. J hinter mir auftauchte. Doch als ich es bemerkte, war es zu spät. Er hatte seinen Arm um meinen Hals geschlungen und drückte mir die Luft ab. "Da ist ja mein perfekter Soldat wieder.", sagte er und ich konnte das Grinsen in seiner Stimme hören. "Hast du gedacht, du würdest mir so leicht entkommen?!" Ich keuchte und griff nach seinem Arm, versuchte ihn von meinem Hals wegzudrücken, doch dann ließ er los und packte mich, warf mich über seine Schultern. "Lass uns gehn, Heero!!", sagte er und lief eilig zum Ausgang, hielt mich fest an den Beinen.

Ich stellte die Flügel des Wing auf und startete. Ich hatte den Helm nicht aufgesetzt, ich wusste nicht, wie ich auf das Zero System reagieren würde. Ich visierte das Gebäude mit dem Wing Vulcan an. Heero hatte gesagt, ich sollte es sprengen, also würde ich es sprengen. Ich entsicherte den Hebel und legte den Daumen auf den Auslöser. Ich starrte auf das Labor hinunter. Wenn ich es in die Luft jagte, würde ich Heero töten. Meine Hand verkrampfte sich. Ich sollte, ich musste jetzt diesen Knopf drücken, Heero hatte es gesagt… Ich erhöhte den Druck leicht, und kniff die Augen zusammen. „Jetzt…“ Ich atmete aus und nahm die Hand vom Hebel. Ich legte den Sicherungsbügel wieder um. Nein. Ich konnte Heero nicht töten.

Dr.J setzte mich draußen ab und hielt mich fest. Als er kurz wegschaute, holte ich mit dem Ellenbogen aus und schlug ihm ins Gesicht. Er fiel zu Boden und ich ebenfalls, doch ich rappelte mich wieder auf. Erleichtert spürte ich, dass mich meine Beine wieder trugen, zwar noch nicht hundert prozentig, aber soviel, dass ich Quatre helfen konnte. Was hatte er gesagt....uhm....Gleiter, genau!! Ich blickte mich um und da sah ich ihn auch schon, direkt neben dem Ausgang. Leicht schwankend lief ich zu dem Gleiter, öffnete die Türe und setzte mich hinein. Ich flog los, um zu sehen, was Quatre machte. Als ich ihn sah, traf mich fast der Schlag. Er hatte ja noch immer nichts zerstört. Wieso tat er nicht, was ich ihm gesagt hatte? Wie konnte er nur so dumm sein?! Ich riss das Funkgerät aus der Verankerung. "Quatre", schrie ich. "Verdammt, wieso tust du es nicht endlich? Zerstöre alles, mach schon!!" Ich war jetzt echt sauer.

Wie aus einem Traum erwachend, sah ich zur Seite. Ich hatte doch Heeros Stimme gehört… war es möglich … Da tauchte ein Gleiter neben mir auf. Ich konnte Heero darin sehen, und er sah ausgesprochen wütend aus. Wieder schrie er mir über Funk etwas zu. „Spreng das Labor, Quatre, sofort, du armer Irrer, worauf wartest du denn?“ Schnell legte ich den Entsicherungsbügel wieder um und legte den Daumen auf den Knopf. „Worauf ich warte? Auf dich, Yuy…“ flüsterte ich. Dann drückte ich ab und riss den Wing herum. Das Labor verschwand in einem riesigen Feuerball. Aus dem Augenwinkel sah ich, dass auch Heero abgedreht hatte und neben mir flog. Er grinste und nahm das Funkgerät an die Lippen. „Das hab ich gehört, Winner!“ sagte er und er hauchte einen Kuss hinein. Ich war wie vom Donner gerührt. Dann grinste ich ebenfalls und zog den Wing steil nach oben, flog mit Höchstgeschwindigkeit in den Himmel. „Yipppiieeeeh!“ schrie ich aus vollem Halse den Sternen entgegen.

Ich lachte und landete mit dem Gleiter auf einem Feld in der Nähe. Mein Herz schlug wie wild, als ich aus dem Gleiter stürmte und auf Quatre wartete. `Mein Koi` Ich war so froh, dass wir alles heil überstanden hatten, dass jetzt alles vorbei war. Mit leuchtenden Augen stand ich auf dem Feld und sah, wie der Gundam auf mich zusteuerte.

Ich fuhr die Luke auf und kletterte so schnell ich konnte am Wing Zero herab. Dann rannte ich Heero über das Stoppelfeld entgegen. Es war lausig kalt, und der Boden war leicht gefroren. Kurz bevor ich ihn erreichte blieb ich an einer gefrorenen Scholle hängen und kam ins Stolpern. Durch den Schwung flog ich förmlich in Heeros Arme, die er ausgebreitet hatte, um mich aufzufangen. Er zog mich zu sich hoch und sah mir in die Augen. „Hey, hast du auf die Schnelle Fliegen gelernt, Koi?“ „Für dich lass ich mir auch Flügel wachsen, Geliebter…“ sagte ich und zog ihn zu mir herunter. Der Kuss der dann folgte, ließ mich nur noch das eine Denken: „Dafür hat sich das alles gelohnt…“

~~ Owari~~

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