Autoren: Heero und Quatre                                                                                                    back

E-mails: Heero_Yuy85@web.de und Quatre@animemail.de

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ICQ: Heero: 129884242 Quatre: 166232258

Pairing: Quatre x Heero

 

Warnings: angst, sad, violence, rape, Yaoi ( ist ja klar ^_^ ), lemon

Kommentar: Quatre ist Dr. J´s Gehilfe. Der Junge hat keine Ahnung, wie er in die Hände dieses bösen Wissenschaftlers kam, er kann sich an nichts mehr erinnern. Quatre soll sich um den 16-jährigen Heero Yuy kümmern, der sich Dr. J´s Befehlen widersetzt hat. Im Laufe der Zeit erinnert sich Quatre immer mehr an seine Vergangenheit, doch Dr. J weiß das zu verhindern. Heero und Quatre sind dabei, sich anzufreunden,

doch dann passiert etwas, was die beiden sehr verändert......

blau= Heero
schwarz= Quatre

Im Labor von Dr. J Teil 2/6

Völlig durcheinander lief ich zum Labor des Doktors. Ich klopfte zaghaft an. "Ja!" Ich schluckte. Was wollte ich hier eigentlich? Wenn ich ihm das erzählte, wer weiß... ich mußte an die vielen Injektionen denken, die Heero bekommen hatte. Wieder schluckte ich. Das machten sie doch hier mit allen, die aus der Spur liefen. Also, wenn ich den Vorfall meldete... auch mit mir! Ich atmete tief durch und betrat das Büro.
"Ich wollte nur sagen, dass das Fieber immer noch so hoch ist..." Wieder sah er nicht hoch. "Sie sollten kommen, wenn es weg ist, Quatre. Auf Wiedersehen." Ich drehte mich schon um, da konnte ich mich nicht mehr halten und platzte ich doch noch mit einer Frage heraus: "Warum machen Sie das mit ihm?" Jetzt sah er doch auf. "Was soll diese Frage?" "All die Injektionen! All die Tests! Das ist doch Quälerei!" Ich merkte, wie ich anfing schneller zu atmen. Ich drohte die Kontrolle zu verlieren... oh nein... in meinem Kopf drehte es sich. Dr. J kam langsam auf mich zu. Wie durch Watte hörte ich ihn  sagen: "Wir machen einen Perfekten Soldaten aus ihm, Quatre!" Dann spürte ich einen Druck am Hals und es wurde wieder dunkel um mich.

Es war nun schon etwas Zeit vergangen, doch Quatre war immer noch nicht von Dr. J zurückgekehrt. Ich fragte mich langsam, was er solange bei ihm machte. So lange konnte doch kein Mensch reden. Okay, Duo konnte das. Ich lächelte leicht. Aber was sollte Quatre schon viel mit Dr. J zu bereden haben? Ich schaute wieder auf die Bettdecke und überlegte krampfhaft, doch ich kam auf keine Lösung.

Ich kam kurz darauf wieder zu mir. Dr. J hatte mich in einen Sessel verfrachtet. "Na, gehts wieder? Sie haben hyperventiliert. Ich habe ihnen Kalium gespritzt..." Ich blickte mich benommen um. "Es... ist in Ordnung." Ich stand auf, etwas schwankend, aber es ging. "Dann gehen Sie zu Heero zurück. Er braucht sicher die Tabletten..." Ich machte, dass ich aus dem Büro kam. Ich hörte noch, dass Dr. J etwas murmelte. "Zeit für eine neue Dosis. Diesmal aber etwas höher..." 'Armer Heero' dachte ich, während ich zu seiner Zelle ging. Wahrscheinlich wieder ein neues Experiment. Ich betrat leise das Zimmer. Er schien zu schlafen, also sprach ich ihn nicht an und setzte mich wieder auf meinen Stuhl. Die Gedanken rotierten. Ich konnte es mir nicht erklären...

Ich hörte, dass jemand reinkam und sich auf den Stuhl neben meinem Bett setzte. Ich drehte meinen Kopf zur Seite und sah, dass es Quatre war. Er war also zurück. "Quatre" Ich sah ihn an. "Was habt ihr so lange beredet?"

"Nicht viel. Ich bin abgekippt." Abgekippt? Wie redete ich denn? Ich sah Heero unsicher an. "Irgendwas stimmt nicht mit mir..." Entschlossen griff ich zu dem Tuch und tränkte es mit Wasser. Ich fasste Heeros Stirn an. Immer noch sehr warm. Nachdem ich das Tuch dort platziert hatte, reichte ich ihm seine nächste Tablettenration. Dann setzte ich mich wieder und starrte vor mich hin.

"Abgekippt?" Ich runzelte die Stirn und sah ihn fassunglos an. "Quatre, was hat er mit dir gemacht? Hat er dir irgendwas gespritzt?" Ich hielt still, als er mir wieder das nasse Tuch auf meine immer noch sehr warme Stirn legte. Ich nahm die Tabletten und schaute ihn immer noch an. Was war los?

"Nur Kalium. Hab hyperventiliert." Plötzlich wieder ein Blitz. Ich in einem Auto, jemand drückt mir genau so eine Impfpistole an den Hals, dann nichts mehr - Dunkelheit. Wieder durchfuhr ein stechender Schmerz meinen Kopf und ich schrie auf. Dann war der Schmerz genauso plötzlich wieder weg. Ich schüttelte langsam den Kopf. "Heero, ich weiß jetzt, dass ich hier nicht hergehöre..."

Ich erschrak, als er plötzlich laut aufschrie. Doch dann schüttelte er nur den Kopf und meinte, er wisse, dass er hier nicht hergehöre. Ich war vollkommen verwirrt. Was hatte das alles zu bedeuten? Wieso konnte er sich jetzt erinnern? "Quatre, was....." Doch dann nickte ich nur, denn ich wollte ihn ja nicht weiter mit Fragen löchern. "Gomen....ich...schon gut."

"Ich weiß es nicht genau, aber ich glaube, ich bin entführt worden..." sagte ich langsam. "Und irgendwie hat er es geschafft, meine Erinnerungen zu unterdrücken, mit Medikamenten oder wie auch immer. Doch sie kommen allmählich wieder." Ich sah ihn an. "Ich will hier weg. Und dich nehme ich mit! Wir müssen nur warten, bis du wieder halbwegs auf den Beinen bist!" Flash. Eine neue Erinnerung traf mich wie ein Blitzschlag. Zwei Männer dringen in ein großes Haus ein - UNSER HAUS - das Haus der Familie ... "Winner" sagte ich leise. Heero sah mich fragend an. "Winner?"

Es kam alles so plötzlich. Er wusste auf einmal wieder, dass er wahrscheinlich entführt worden war. Und Dr. J hatte seine Erinnerungen zu unterdrücken versucht? Das erklärte einiges. "Ja, ich will auch hier weg, Quatre", stimmte ich ihm leise zu und sah ihn an. "Winner", sagte ich, "Ist das dein Familienname?"

"Ja. Quatre Raberba Winner. So heiße ich." Die Erinnerungen überfluteten mich jetzt förmlich. "Ich komme von... aaaah" wieder dieser Schmerz... "einer Kolonie. L4. Ich bin reich und ich bin Pilot. Mein Gundam heißt aaaaaaaaaaaaaaah" ich knickte in den Knien ein und hielt meinen Kopf fest "Sand... Sandrock..." konnte ich noch flüstern, bevor ich wieder ohnmächtig wurde.

"Quatre Raberba Winner?", flüsterte ich lautlos. Dann schrie er plötzlich wieder und ich erschrak. Was war nur mit ihm los? Wenn er sich an etwas erinnerte, dann bekam er anscheinend Kopfschmerzen. Das musste Dr. J´s Werk sein. Er versuchte offenbar mit allen Mitteln zu verhindern, dass Quatre sich an etwas aus seiner Vergangenheit erinnerte. Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, als er erneut aufschrie und in die Knie ging. "Quatre", rief ich, lief zu ihm, bückte mich und zog ihn in meine Arme. "Quatre" Ich nahm das Tuch, dass vorher auf meiner Stirn gelegen hatte. Es war noch etwas kalt. Ich tupfte damit seine Stirn ab. "Quatre, hörst du mich?"

Wieder war ich kurze Zeit später wach. Ich spürte etwas Kaltes auf der Stirn, und zwei warme, sehr warme Arme, die sich um mich gelegt hatten. 'Hörst du mich?' "Was?..." ich sah auf und wieder in dieses faszinierende Kobaltblau von Heeros Augen. "Ja!" Ich grinste mühsam. "Wenn du so brüllst, hör ich dich auch noch zwei Zimmer weiter!" Ich hätte aufstehen können, aber irgendetwas hielt mich zurück. Hielt mich in diesen zwei starken, warmen... Moment mal, warm? "Heero, mit deinem Fieber solltest du dich schleunigst wieder ins Bett legen!" Ich rappelte mich auf und zog ihn hoch. "Marsch, rein da!" Er sah mich total perplex an und tat, wie ihm geheißen.

"Hn.", gab ich nur von mir und ließ mich von ihm wieder ins Bett schieben. War ja klar. Gerade war er wieder aufgewacht und nun tat er so, als wäre nichts gewesen. "Du...du solltest dich vielleicht auch ausruhen. Dir scheint es nicht gut zu gehn.", bemerkte ich und sah ihn an. Ich zog mir die Bettdecke über den Körper und seufzte lautlos. Ich hatte keine Lust, ihn jeden Tag vom Boden aufzusammeln. Das musste ja nicht unbedingt zur Gewohnheit werden.

"Du hast Recht, ich fühl mich nicht besonders, aber ich hab Order, hier bei dir zu bleiben. Ich kann hier nicht weg." Mit diesen Worten setzte ich mich wieder auf meinen Stuhl. Ich lehnte mich an und schloss die Augen. Schlafen! Nur Schlafen!

Ich drehte den Kopf, um zu sehen, was er machte. Er hatte sich wieder in seinen Stuhl gesetzt und versuchte zu schlafen. Hn. Ich konnte mir nicht denken, dass man so schlafen konnte. Der Stuhl war doch dafür viel zu hart und unbequem. Aber wo sollte er denn sonst....? `Bei dir natürlich`, sagte mir meine innere Stimme und ich riss die Augen auf. Bei mir??? Iie. Niemals. Doch als ich ihn wieder anblickte, konnte ich nicht anders. Er sah so verkrampft aus. "Quatre?"

"Hmmm?" ich war tatsächlich eingenickt.

Ich seufzte. "Du kannst dich zu mir legen. Der Stuhl ist doch bestimmt nicht gerade bequem." Ich winkte ihn her.

Ich sah ihn an. Besonders begeistert war er nicht von seiner eigenen Idee, das konnte ich sehen. Meine anerzogene (und jetzt wieder erwachte) Höflichkeit verbot es mir eigentlich, sein Angebot anzunehmen, aber der unbequeme Stuhl ließ mich diese Höflichkeit ignorieren. "Danke, das ist sehr nett von dir!" Mit diesen Worten legte ich mich auf das Bett, ziemlich nah an der Kante, und schloss die Augen.

Ich lag neben Quatre und es war mir sichtlich unangenehm. Wahh, wie ich das hasste mit jemandem mein Bett zu teilen, doch ich hatte eben nicht anders gekonnt, als ich diese Schlafhaltung gesehn hatte. Das hatte wirklich zu jämmerlich ausgesehn. Ich seufzte lautlos und versuchte ihn einfach zu ignorieren. Okay Heero, er ist nicht da, er ist nicht da...Mist, wieso klappte es nicht. Ja, er atmete so laut neben mir, das war es. Ich verspürte langsam den Drang, ihn aus dem Bett zu werfen. Wenn er einmal schnarchen würde, würde ich ihm eins mit dem Ellenbogen verpassen. "Hn"

"Hn." Was war das denn? Ich drehte mich um. Indigo mit Kobalt. Oh, er wurde offenbar sauer. Trotzdem waren seine Augen ... wunderschön. Ich fragte mich langsam, wieso sie mich so magisch anzogen. "Wenn es dir nicht recht ist, warum bietest du es mir dann an?" fragte ich lächelnd und erhob mich vom Bett. "Ich setz mich raus, dann kannst du schlafen!" Er öffnete den Mund, um etwas zu sagen, doch bevor er dazu kam, ging draussen die Tür. Wir sahen uns an, dann zur Schleuse. Die Innentür ging auf und Dr. J und vier kräftige Männer kamen herein. "Bringt ihn ins Labor!" wies Dr. J zwei der Männer an und deutete auf mich. Auf MICH? Fassungslos sah ich ihn an. "Doktor, was ist denn?" Doch der wandte sich bereits Heero zu. "Ich nehme dir jetzt eine Blutprobe ab" hörte ich ihn sagen, während die beiden Männer mich hinauszerrten. Die anderen beiden stellten sich neben das Bett. Ich unterdrückte den Impuls, Heeros Namen zu schreien und ging schweigend mit.

Ich stand nun alleine mit den Soldaten und Dr. J in der Zelle. Wieso hatten sie Quatre mitgenommen? Was hatten sie jetzt schon wieder mit ihm vor?? Ich ballte die Fäuste und schaute Dr. J böse an. "Was haben sie mit ihm vor?? Lassen sie ihn gehn!!" Langsam wurde ich wütend. „Er läuft aus der Spur. Das Depot ist leer und muss aufgefüllt werden“ sagte dieser während er mir Blut abzapfte. ‚Depot? Auffüllen?’ was redete der denn da? Er drehte sich um und stellte das Röhrchen mit Blut in einen Kasten. Dann zog er eine weiteres Röhrchen voll von mir ab. Ich besah die Typen, die neben meinem Bett standen. Keine Chance. ‚Depot….’ Als der Doktor aufstand um mit den Wachen den Raum zu verlassen, tastete ich verstohlen nach meiner Achselhöhle. War da auch ein ‘Depot’? Und was war darin? Langsam wurde die Sache unheimlich… „Lass es gut sein Heero“ sagte der Doktor. Meine Hand zuckte zurück. „Das ist schon richtig so. Es wird dir … helfen!“ Wieder stieg Zorn in mir auf. Vor allem auch helfen! „Helfen? Wobei helfen?“ knurrte ich ihn an. Doch er gab keine Antwort. Sie gingen und ließen mich allein mit meinen Gedanken.

Ich stand vor Dr. J’s Schreibtisch. Ich wusste allerdings nicht genau, wie ich da hingekommen war, und ich fühlte mich leicht benommen, aber sonst wohl. „Sie werden jetzt zu Heero gehen und ihn überwachen. Er hat noch Fieber. Wenn es abgeklungen ist, werden Sie mich rufen. Äh, wie war noch mal Ihr Nachname?“ Er sah mich aufmerksam an. Nachname? „Ich habe keinen. Ich heiße … nur…“ Er lächelte zufrieden. „Ach ja, Sie heißen Quatre!“ Damit winkte er mich hinaus. ‚Quatre….’ „Zu wem soll ich gehen?“ „Heero Yuy, Zelle 0. Er reichte mir das Krankenblatt.“ ‚Heero Yuy…’ Ich ging, um seine Anweisung zu befolgen. Auf dem Weg las ich mir die Daten durch. ‚Gefährlich, Lungenentzündung, Antibiotika…’ Ich war vor der Zelle angekommen und sah auf den Monitor. Er lag auf dem Bett. Ich schloss die Türen auf und betrat das Zimmer. Er sah mich an – und lächelte. Wieso das denn? Dazu bestand kein Grund…

Ich hatte eine ganze Weile darauf gewartet, dass Quatre wieder zu mir kam. Ich hatte nun wirklich Angst um ihn gehabt, nach den geheimnisvollen Worten von Dr. J. und war nun ziemlich erleichtert, als er wieder zu mir in die Zelle kam. Ich setzte mich etwas vom Bett auf und schaute ihn an. Ich war so froh über seine Wiederkehr, dass ich ihn sogar anlächelte. "Quatre, da bist du ja wieder. Geht es dir gut?", fragte ich den blonden Jungen, der nun auf mich zu lief. Doch mit einem Mal verstummte ich. Ich schluckte, als ich seinen Blick sah. Er war plötzlich so....gleichgültig, abwesend, kalt. Eben anders als zu dem Moment, an dem er herausgezerrt worden war. Ich sah ihn etwas besorgt an.

Was sollte diese Frage? Kannte er mich? „Warum sollte es mir nicht gut gehen, und warum interessiert dich das?“ fragte ich gleichgültig. Ich fühlte seinen Puls und trug den Wert auf dem Blatt ein. Dann maß ich seine Temperatur und trug auch sie ein. „Du hast noch Fieber, wenn auch nur leicht. Du musst im Bett bleiben!“ wies ich ihn an und ging aus dem Zimmer. Ich schloss sorgfältig ab, setzte mich auf den Stuhl der dort stand und behielt den Monitor im Auge.

Warum mich das interessierte?? Ich blinzelte überrascht, dann runzelte ich verärgert die Stirn. Verstand er denn gar nicht, dass ich mir Sorgen um ihn machte?? Wieso behandelte er mich plötzlich so abweisend? Ich knurrte wütend, als er nachdem er meinen Puls gefühlt hatte wieder den Raum verließ. Das konnte doch nicht wahr sein. Es trieb mich wirklich zur Weißglut, dass er dauernd kam und ging wann er Lust hatte und noch dazu solch ein Verhalten hatte. Hn. Ich musste wieder mit ihm reden. Aber wie? Er ging ja immer, wenn ich etwas fragen wollte. Ich wusste nicht, ob er jetzt wieder zu Dr. J gegangen war oder ob er draußen irgendwo vor der Zelle saß. Bei meiner Flucht hatte ich draußen einen Monitor gesehen, mit dem die Wächter die Gefangenen genau beobachten konnten und wenn er nicht bei Dr. J war, würde er sicher draußen vor diesem Monitor sitzen und jede meiner Bewegungen verfolgen. Okay, die Wahrscheinlichkeit, dass er dort saß war groß, denn sonst sagte er immer zu mir er ginge zu Dr. J. Ich grinste hinterhältig. Ich müsste also nur etwas Aufmerksamkeit erregen und er würde wieder reinkommen, schließlich war ich ja krank und er musste dafür sorgen, dass ich wieder Gesund wurde. So schwang ich mich aus dem Bett und sah mich im Raum um. Was konnte ich tun?? Mein Blick fiel auf den Stuhl und ich grinste wieder. Das würde genug Krach verursachen, um ihn auf mich aufmerksam zu machen. Ich stürmte zu dem Stuhl, packte ihn und warf ihn mit aller Kraft gegen die Wand, so dass er einen riesen Krach verursachte. Ich lief zu dem Stuhl, hob ihn wieder auf und warf ihn erneut gegen die Wand. Dies wiederholte ich einige Male. Ich keuchte schwer.

Wenige Augenblicke, nachdem ich den Raum verlassen hatte, stand Herro Yuy vom Bett auf. Er blickte sich im Raum um. Plötzlich stürzte er zu dem Stuhl, der vor seinem Bett stand und warf diesen gegen die Wand. Ich erhob mich sofort, doch bevor ich die Tür aufschließen konnte, hatte er ihn schon mehrere Male gegen die Wand geschleudert. Als ich die Türen offen hatte, kniete er keuchend mitten im Raum und hielt sich die Brust. Ich hob ihn auf und geleitete ihn zu seinem Bett. "Das ist unklug. Du solltest Anstrengungen vermeiden" sagte ich zu ihm. Er konnte nicht antworten, da er einen Hustenanfall bekommen hatte. Warum war er so unvernünftig? Ich konnte diesen Ausbruch nicht verstehen. Ich legte ihn auf sein Bett und band vorsichtshalber seine Arme mit den Schlaufen fest. Es war einfach, denn er hustete zu sehr, um sich wehren zu können. Ich schloss die Türen ab und stellte den Stuhl wieder auf. Er war unbeschädigt, also setzte ich mich diesmal vor das Bett. Eine Spritze mit Beruhigungsmittel hatte ich schon bereitgelegt. Ich sah Heero Yuy an. Er starrte zurück, mit einem Ausdruck in den Augen, den man nur als puren Hass bezeichnen konnte. "Du Schwein!" keuchte er. Solche Gefühle waren mir jedoch fremd, also ging ich nicht weiter darauf ein.

Er band meine Arme wieder fest und ich konnte mich nicht wehren, weil mir die Kraft fehlte. Ich hatte mal wieder einen heftigen Hustanfall und dadurch dass meine Arme in den Schlaufen gefangen waren, konnte ich mir meine beim Husten schmerzende Brust nicht halten. Ich kniff die Augen zusammen und versuchte, mich wieder zu beruhigen. Eigentlich wollte ich das gar nicht, ich tat es nur, um nicht wieder so stark Husten zu müssen, denn es verursachte wirklich unheimliche Schmerzen in der Brust. Als ich mich wieder besser fühlte, drehte ich meinen Kopf und sah zur Seite, wo Quatre neben dem Bett auf dem Stuhl saß. Ich keuchte immer noch, brachte aber so viel Kraft auf, dass ich ihn als `Schwein` bezeichnen konnte, was er jetzt im Moment auch war. Ich sah ihn mit meinem `Killerblick` an und registrierte, dass er überhaupt nicht auf meine Beleidigung reagierte. Doch das machte mich nur noch wütender. "Baka", schrie ich ihn an, doch auch darauf reagierte er nicht. Ich spürte, wie mein Herz zu rasen anfing, so sehr versetzte er mich in Rage. Ich blitzte ihn wieder wütend an. "Bakayaro", schrie ich ihn an. "Omae o korosu du Feigling!!" Keuchend riss ich an den Schlaufen. Ich zerrte mit aller Kraft daran. "Mieser Penner. Schlappschwanz!."

Ich saß da und hörte mir seine Beleidigungen an. Was sollte das? Baka, … ich überhörte es einfach und betrachtete ihn genauer. Seine Augen wurden dunkel, wenn er zornig wurde. Er wirkte gleichzeitig stark und unheimlich verletzlich auf mich. Es ging ihm schlecht, daran bestand kein Zweifel, aber er kämpfte mit aller Kraft gegen seine Fesseln und gegen … mich. Wenn auch im Moment nur verbal, da ihm im wahrsten Sinne des Wortes die Hände gebunden waren. Ein seltsames Gefühl machte sich in mir breit. Es begann mich zu interessieren, was er wohl noch alles sagen würde, um mich zu provozieren. Also ging ich auf das Spiel ein. „Was soll das? Alles unnötige Kraftverschwendung… du bist gefesselt, Heero Yuy!“ Das seltsame Gefühl verstärkte sich. Merkwürdig, dass überhaupt so etwas wie Emotionen in mir waren… ich kannte das nicht… oder … doch? „Feigling! Schlappschwanz…“ plötzlich flammte in mir Wut auf. Es war Wut, kein Zweifel. Ich stand auf und brachte mein Gesicht nahe an seines. „Ich bin KEIN Schlappschwanz, Heero Yuy“ zischte ich ihn an. Er starrte mich aus Augen an, die vor Zorn fast schwarz glühten.

Ich war gefesselt, ja , das war mir klar, aber dass war mir im Moment ziemlich egal. Schließlich würde ich ja meine Hände nicht brauchen, um ihn wütend zu machen. Ich würde weitermachen, so lange bis er genug hatte, doch er stand plötzlich auf. Ich knurrte, als er sich zu mir runterbeugte und mit seinem Gesicht näher an meines rankam. Er würde mich niemals einschüchtern können, egal was er tat. Ich wusste ja ganz genau, dass es einzig und allein Dr. J´s Medikamente waren, die ihn so verändert hatten. Er funkelte mich wütend an und zischte, er sei kein Schlappschwanz. In mir stieg wieder die Wut hoch. "Wenn du kein Schlappschwanz wärst, wärst du schon längst von hier geflohen.", sagte ich und sah ihm in die Augen. Dann fing ich wieder an, kräftig an den Schlaufen zu ziehen. "Mach mich gefälligst los!!" schrie ich.

„Warum sollte ich fliehen wollen?“ Er redete wirr. Aber seine Wut begann, mir zu gefallen. Er war wütend und er konnte nichts tun. Das gab mir ein Gefühl von Überlegenheit. Als er mir wieder in die Augen sah, hatte ich kurz das Gefühl, als ob mir ich dazu schon mal irgendetwas gedacht hatte, aber ich kam nicht darauf, was es war. Wieder riss er an seinen Fesseln. Plötzlich, einem Impuls folgend, griff ich nach seinem Kinn und drehte sein Gesicht zu mir. „Tu das nicht. Du wirst dich verletzen, Heero Yuy!“ Dann beugte ich mich herab und wollte ihn küssen, doch er spuckte mir ins Gesicht und fauchte: „Lass das, du perverser Drecksack!“ Wieder flammte Wut in mir auf. Ich hielt seinen Kopf fest und presste meine Lippen auf seine. Dann ließ ich ruckartig von ihm ab. „Versuch mich doch daran zu hindern…“ flüsterte ich und merkte, wie ich grinsen musste. Ein noch stärkeres Gefühl von Macht überkam mich, und ich küsste ihn noch einmal. Dann setzte ich mich wieder auf den Stuhl und sah ihn nur an.

Ich riss weiter an den Fesseln, doch ich stoppte, als er nach meinem Kinn griff und mich zwang, ihn anzusehen. Er sagte mir, dass ich mich verletzen könne, aber das machte mir nichts. Alles was ich wollte war, dass es wieder zu Sinnen kam, dass er wieder der war, der er vorher gewesen war. Dann beugte er sich wieder hinab und kam meinem Mund näher. Ich keuchte innerlich auf. Was hatte er nun vor?? Okay, es war offensichtlich, dass er mich jetzt küssen wollte, doch ich konnte das einfach nicht glauben. Angewidert sammelte ich Speichel in meinem Mund und spuckte ihm ins Gesicht. Es war mir egal, hauptsache, er würde von mir wegbleiben. Er wich kurz zurück, doch dann griff er nach meinem Kopf, hielt ihn fest und kurz darauf konnte ich seine Lippen auf meinen spüren. Ich riss die Augen auf und zerrte an den Befestigungen, doch da hatte er sich auch schon wieder von mir gelöst. Er sagte ich solle doch  versuchen ihn daran zu hindern und er küsste mich erneut. Dann setzte er sich wieder auf seinen Stuhl. Ich schluckte. Wieso um alles in der Welt hatte er das getan? Keuchend starrte ich ihn an. "Wieso tust du das, du Schwein?? Wieso??" schrie ich. "Mach mich endlich los und verschwinde hier!!" Mir war es plötzlich nicht mehr recht, dass er hier war. Ich wusste nicht genau wieso, aber nach dem, was eben vorgefallen war, fühlte ich mich nun unwohl in seiner Nähe.

Ich beobachtete ihn und bemerkte einen neuen Ausdruck in seinen Augen. Es war nicht Angst, aber etwas, das diesem Gefühl ziemlich nahe kommen musste. "Warum ich das tue? Weiss ich nicht." Ich wusste es wirklich nicht... wie ich so vieles nicht wusste. "Sagen wir, du gefällst mir!" Ich musste schon wieder grinsen. Das Machtgefühl wurde stärker. Ich stand wieder auf, schob eine Hand unter sein Hemd und streichelte seine Brust. Er keuchte und wand sich. "Aufhören..." Ich wollte aber nicht aufhören. Wieder wusste ich nicht warum, aber ich wollte ihn weiter berühren. In mir war ein seltsames Verlangen erwacht. Ich kannte dieses Gefühl nicht, aber ich würde herausfinden, was es war.

Jetzt sah er mich plötzlich wieder an und ich hielt seinem Blick stand. Er sah so aus, als suche er etwas in meinen Augen. Dann anwortete er mir, er wisse nicht, warum er das tue. Ich verstand es nicht. Das mussten wohl wieder diese Medikamente von Dr. J sein. Er wusste ja langsam überhaupt nicht mehr, was er tat und das machte mir irgendwie Angst. Mir gefiel es überhaupt nicht, festgebunden zu sein, da ich nie wusste, was er vorhatte. Und ich mochte Überraschungen nicht, vor allem nicht solche. Dann grinste er und ich schluckte. Was hatte er jetzt schon wieder vor? Plötzlich schob er eine Hand unter mein Hemd und strich über meine Brust. Ich keuchte auf, denn das war mehr als angenehm, aber es war...falsch. Ich sagte er solle aufhören, doch er sah nicht so aus, als wolle er das tun. Er strich weiter über meine Brust und ich kniff die Augen zusammen. `Nein`.

Ich wollte aber nicht aufhören und streichelte ihn weiter. Seine Haut unter meinen Fingern war samtig. Es fühlte sich gut an. Ich hatte eine Erinnerung fast gepackt, doch sie entwischte mir immer wieder. Was war es nur? Nun beugte ich mich wieder über ihn und drückte meine Lippen noch einmal auf seine. Er warf wild den Kopf zur Seite und schrie: „Wirst du das wohl endlich sein lassen, du Bastard! Fass mich nicht an!“ Meine Brauen zogen sich zusammen. Jetzt hatte er mich wieder beim Nachdenken unterbrochen. Ich fasste sein Kinn hart und zwang ihn, mich anzuschauen. „Hör auf mich zu beschimpfen, oder es wird dir leid tun!“ sagte ich kalt.

Dann drückte er seine Lippen wieder auf meine. `Das gibt es doch nicht`, dachte ich. Wieso tat er das? Hn. Da er mir ja sowieso keinen richtigen Grund nennen würde, würde ich mich eben einfach versuchen müssen zu wehren. Seine Lippen waren so unglaublich weich, doch trotz allem war es falsch von ihm, so etwas zu tun. Vor allem stand er ja unter diesen Drogen von Dr. J. Er war an allem Schuld. Ich warf den Kopf zur Seite, um seinen Lippen zu entkommen und schrie ihn wieder an, er solle damit aufhören, mich nicht anfassen. Ich sah, wie er die Stirn runzelte und mich wieder böse anschaute. Ein kleiner Schmerzenslaut entfloh mir, als er mein Kinn hart packte und mich mit Gewalt zwang, ihn anzusehen. Er starrte mich wieder mit diesem  kalten, rücksichtslosen, gleichgültigen Blick an und ich schluckte. Er sagte, ich solle aufhören ihn zu beschimpfen. Ja, das sagte er doch schon eine ganze Weile. "Quatre, hör auf damit!! Das ist nicht richtig, was du tust.", versuchte ich ihm wieder einzureden und ich hoffte, ihn wieder unter Kontrolle zu kriegen. Er musste damit aufhören. Ich sah ihn flehend an und zitterte etwas, da er mein Kinn immer noch in einem festen Griff hatte und mein Hals dadurch schmerzhaft gestreckt wurde.

‚Nicht richtig’ … ich ließ ihn also wieder los. Zwei rote Flecke waren zu sehen, wo meine Finger gewesen waren. Er zitterte und sein Blick war jetzt flehend, was dazu führte, dass ich von ihm abließ. Sosehr sein Zorn mich auch provoziert hatte, seine faktische Unterwerfung ließ diese Wut schnell verrauchen. Was blieb war dieses Gefühl von Überlegenheit. „Du gibst also klein bei?“ fragte ich ihn. Wieder blitzten sein Augen. Offensichtlich war er sehr stolz. „Da kannst du lange drauf warten!“ spuckte er mir förmlich entgegen. „Mistkerl!“ Seine Reaktionen waren völlig unvorhersehbar und widersprachen sich von einer Minute zur anderen. Obwohl ich mit Emotionen absolut nicht umgehen konnte, wurde ich in ein Wechselbad der Gefühle getaucht. Wieder wurde ich leicht zornig. „Ich sagte doch, du sollst aufhören!“ wiederholte ich. Er sah mich nur verächtlich an. Wieder betrachtete ich ihn. „Du gefällst mir sehr, Heero Yuy“ sagte ich dann. Ich beugte mich vor, schob sein Hemd etwas hoch und legte meine Hand auf sein Herz. „Du hast ja so starkes Herzklopfen. Bist du so zornig?“ flüsterte ich und küsste seine Brust. Ich keuchte leise. Das war… ich wollte mehr davon! Er begann zu strampeln. „Lass mich… verdammt… aufhören…“ doch ich konnte und wollte nicht aufhören. Statt seiner Aufforderung zu folgen legte ich mich auf ihn. Meine Hand auf seiner Brust lassend, schob ich die andere unter seinen Kopf und hob diesen an. Er sah mich entsetzt an. Ich kraulte seinen Nacken und sah ihm noch eine Sekunde in die Augen, dann legte ich wieder meine Lippen auf seinen Mund. Er war wie erstarrt. Als er ihn wieder öffnete und etwas sagen wollte, schob ich meine Zunge hinein…

`Du gefällst mir sehr` Ich wusste nicht wieso, aber dieser Satz machte mir irgendwie etwas Angst. Ich sah seinen Blick und schluckte wieder. Wo sollte das enden? Gefiel ich ihm wirklich, oder sagte er das nur, weil er mit diesem Medikament abgefüllt war. Ich schloss kurz die Augen, als er mein Hemd hochhob und seine Hand auf mein Herz legte. Mein Herz musste wie wild rasen, denn er sagte ich hätte starkes Herzklopfen und er fragte mich, ob ich wütend wäre. Was war das für eine dumme Frage?! Natürlich war ich wütend. Wütend auf ihn und zugleich auf Dr. J. Dann küsste er meine Brust und ich hielt den Atem an, hörte, wie er leise keuchte. Ich zappelte herum, in der Hoffnung, dass er damit aufhörte. "Aufhören", schrie ich wieder, doch er ignorierte es einfach. Plötzlich legte er sich auf mich und ich erschrak. Hatte er jetzt den Verstand verloren? Er hob meinen Kopf an und ich erstarrte. Er wollte mich doch nicht schon wieder küssen. Doch genau das tat er. Er presste seine Lippen wieder auf meine und ich riss die Augen auf. Ich wollte ihm wieder sagen, er solle sofort damit aufhören, doch als ich den Mund öffnete, spürte ich seine Zunge in meinem Mund. Ich dachte daran, meine Hände zu benutzen, um ihn wegzuschieben, doch sie waren ja festgebunden. So ein Mist. Ich musste mir etwas anderes einfallen lassen. Ja...
Ich zog meinen Kopf etwas zurück und biss ihm in die Unterlippe.

Ich genoss das Gefühl, ihn zu küssen. Es war so, als ob ich das schon längst hätte machen sollen. Gerade wollte ich meinen Kuss noch mehr intensivieren, als er mich ziemlich heftig in die Unterlippe biss. Der plötzliche Schmerz vertrieb auf der Stelle die angenehmen Empfindungen und machte einer kalten Wut platz. Ich packte fester in seine Haare und riss seinen Kopf zurück. „Das war keine gute Idee, Heero Yuy!“ Er funkelte mich an. „Was willst du denn machen? Mich umbringen? Tus doch!“ fauchte er. „Das wär mir nur recht!“ Ich schüttelte den Kopf. „Auf keinen Fall!“ Ich ließ ihn los und setzte mich auf. Dann strich ich, diesmal mit beiden Händen, über seine Brust. Ich begann schneller zu atmen, denn die Gefühle, die mich durchschossen, waren sehr intensiv. Alleine die Tatsache, dass ich überhaupt etwas empfand, war schon überwältigend. Ich wusste nur eins: Ich wollte noch mehr davon. Ich legte meine Lippen an seinen Hals und küsste die empfindliche Haut… ein unbändiges Verlangen ergriff mich, und meine Hände wanderten abwärts, Richtung Heero Yuy’s Hosenbund. Er keuchte auf und begann sich heftig zu bewegen, doch weil er seine Hände nicht frei hatte, konnte er nicht viel ausrichten. Also schob ich langsam, aber unaufhaltsam, seine Hose von seinen Hüften.

Seine Finger vergruben sich plötzlich mehr in meinem Haar und er riss brutal meinen Kopf zurück, worauf ich ein schmerzhaftes Wimmern von mir gab. Na wenigstens hatte ich es geschafft, ihn zu beißen. Ich hatte die Augen zusammengekniffen, als er mir sagte, das sei keine gute Idee gewesen. Ich sah ihn durch halb offene Augen an und zischte, er solle mich doch umbringen und das es mir egal wäre. Ich wusste, er würde es sowieso nicht tun. Er setzte sich jetzt auf und strich wieder über meine Brust. Ich fing leise an zu keuchen. Seine Berührungen brannten wie Feuer auf meiner Haut. Ich versuchte die Reaktionen meines Körpers zu unterdrücken. Das konnte doch nicht wahr sein. Ich keuchte auf, als er seine Lippen an meinen Hals legte und diesen küsste. Ein Kribbeln durchfuhr meinen Unterleib und ich drehte meinen Kopf zur Seite, versuchte diesen weichen Lippen zu entkommen. Ich riss die Augen auf, als seine Hände hinab wanderten und ich zappelte wild herum. Ich sah, wie er meine Hose langsam runterzog und ich keuchte auf. "Quatre, nein, tu das nicht!!" Ich sah ihm jetzt in die Augen. "Du darfst das nicht tun. Bitte, du weißt nicht was du da machst." Mein Blick war jetzt schon flehend. "Du musst dagegen ankämpfen Quatre, bitte. Lass das nicht zu!!"

Unbeeindruckt von seinen Einwänden, zog ich ihm die Hose und schließlich auch die Shorts aus. Danach befreite ich mich von meinen Kleidern. Ich legte mich wieder auf ihn, denn ich wollte unbedingt seine Haut auf meiner spüren. ‚Ankämpfen’, wieso denn nur? Ich wollte es, wollte ihn, und er konnte nichts tun. Warum also sollte ich mich dagegen wehren? Meine Hände strichen über seinen bebenden Leib und ich küsste noch einmal seinen Hals. Wenn ich mich nicht sehr getäuscht hatte, hatte sein Körper darauf nicht nur ein wenig reagiert… ich presste mich an ihn und spürte wie das Begehren anfing, mein ganzes Denken auszufüllen. Er wehrte sich weiter mit aller Kraft, doch das steigerte nur meinen Wunsch, ihn zu bezwingen. Ich küsste ihn wieder hart auf den Mund und drängte mich zwischen seine Schenkel…

Er schien mein Flehen nicht zu hören, er ignorierte es einfach. Seine Hände strichen wieder meinen bebenden Körper entlang. Ich keuchte laut und mein Herz pochte wild gegen meine Rippen. Wieder riss ich mit aller Kraft an den Fesseln. Wenn ich doch nur freikommen könnte. Doch die Schlaufen gaben nicht einen Millimeter nach. Quatre presste seine Lippen wieder auf meine und drängte sich zwischen meine Schenkel. Er wollte doch nicht.....NEIN!! Ich zerrte wie wild an den Schlaufen, sodass meine Handgelenke schon rot waren. "Nein Quatre, tu das nicht.", schrie ich ihn an. Er sah mich wieder an.

„Ich… will dich. Du kannst dich wehren, dann wird es schlimm für dich, oder du entspannst dich, dann …“ ich lächelte, „dann hast du vielleicht auch Spaß!“ Ein mörderischer Blick traf mich. Dieses dunkle Blau… Seine Augen faszinierten mich zutiefst. Ich starrte hinein und mein Verlangen stieg ins Unermessliche. Ich stürzte mich förmlich auf ihn und keuchte in sein Ohr „Du bist wunderschön, weißt du das? Ich kann mich nicht zurückhalten! Ich will dich!“ Dann konnte ich nicht mehr warten. Ich presste mich an seinen Spalt und drang langsam in ihn ein. Er schrie auf und riss wie wahnsinnig an den Fesseln, doch ich drückte seine Arme fest auf die Unterlage und glitt vorsichtig weiter in ihn. Das Lustgefühl wurde übermächtig und ich stöhnte vor Ekstase.

Ich keuchte auf, als er sich auf mich stürzte. Er beugte sich runter und flüsterte in mein Ohr, dass ich wunderschön sei. Ich konnte es nicht fassen. Was redete er denn da? Er war ein Junge. Okay, ich konnte es ihm nicht übel nehmen, denn ich wusste ja, dass es an den Drogen von Dr. J lag. Dann fügte er hinzu, dass er mich wolle. Ich hielt den Atem an. Das konnte doch nicht sein Ernst sein. Doch zu meinem Entsetzen meinte er das ernst. Ich spürte, wie er sein steifes Glied an meine Öffnung drückte und dann langsam in mich eindrang. Was ich spürte, war ein heftiger, stechender Schmerz und ich schrie auf, zerrte kräftig an den Fesseln. Er sah mich böse an und hielt meine Arme fest auf das Bett gedrückt, während er tiefer in mich eindrang. Ich warf den Kopf zurück und kniff die Augen zusammen, wand mich unter ihm.  Sein Gewicht drückte auf meinen schmerzenden Brustkorb und ich musste wieder stark Husten. Ich konnte ihn über mir stöhnen hören.

Ein heftiger Hustenanfall schüttelte ihn durch. Ich hielt inne und strich ihm das verschwitzte Haar aus der Stirn. „Nicht… aufregen…“ flüsterte ich abgehackt, denn das Gefühl, in ihm zu sein war überwältigend. Ich merkte, dass ich ihm Schmerzen zufügte, also versuchte ich so gut es ging, sanfter zu sein. Ich wollte mein Verlangen stillen, aber irgendwie wollte ich ihm keinen Schaden zufügen… warum nicht? Wieder war da so ein Erinnerungsfetzen, den ich nicht fassen konnte. Was lag mir denn schon an ihm? Warum konnte ich ihn nicht so hart nehmen, wie ich es vorgehabt hatte? Flüchtig kam mir der Gedanke, was er wohl dabei empfand. Auch seltsam. Es konnte mir doch egal sein. Als der Husten aufhörte, begann ich mich langsam aber deutlich in ihm zu bewegen. Ich merkte, wie sich eine unheimliche Spannung in mir aufbaute und wieder stöhnte ich, denn ich spürte, dass ich bald soweit sein würde. Ich biss sanft in seinen Hals und leckte zu seinem Ohr hoch, und plötzlich… stöhnte er auf. War das Schmerz, oder Lust? Ich kam nicht dazu, diesen Gedanken zu Ende zu denken, denn sein Aufstöhnen war der Auslöser für mich, und ich stieß noch einmal fest zu, um mich dann mit einem Aufschrei in ihn zu ergießen. Außer Atem blieb ich auf ihm liegen, doch ein weiterer Hustenanfall ließ mich aufschrecken und mich von ihm lösen. Es war vorüber. Er lag keuchend da und hatte die Augen fest zusammengepresst. Ich deckte ihm seine Decke über und zog mich an.

Heero: Er biss sanft in meinen Hals und leckte bis zu meinem Ohr hoch. Ich drehte den Kopf zur Seite und stöhnte auf. Ich wusste nicht wieso ich das getan hatte, es war mir einfach so entflohen, ich hatte es nicht verhindern können. Ich kniff die Augen zusammen, als er noch ein letztes mal fest in mich stieß und kurz darauf schrie er auf und ich spürte seinen Saft in mir. Es war vorbei. Es war endlich vorbei. Ich blickte mit halb offenen Augen hoch und sah, dass er keuchend und außer Atem auf mir lag. Er hatte bekommen was er wollte. Als ich wieder Husten musste, setzte er sich jedoch auf, löste sich von mir. Er deckte meinen zitternden Körper mit einer Wolldecke zu und zog sich an. Ich sah ihn an. "Quatre, wieso hast du das getan?"

Ich holte die Injektionspistole aus der Tasche und lud sie mit einer Patrone. Ich musste ihm die Antibiotika spritzen, mit den Tabletten wurde das doch nichts. Dann maß ich wieder seine Temperatur und trug diese in das Krankenblatt ein. Da fiel mir etwas auf. Die Eintragungen vor diesem Tag waren alle in derselben Handschrift wie meine. Da drang seine Stimme an mein Ohr. „Quatre, warum hast du das getan?“ Ich sah ihn an. „Ich wollte dich, und ich konnte dich bekommen. Also…“ Wieder streifte mich sein verächtlicher Blick. Es war mir gleichgültig was er von mir dachte. Mich interessierte es vielmehr, wieso die Handschrift dieselbe war! „Kannten wir uns vorher schon? Ich meine, vor heute?“

Er konnte mich bekommen? Ja, er hatte mich bekommen, gegen meinen Willen. Er hatte meinen Körper bekommen. Ich beschloss, nichts dazu zu sagen, denn es wäre sinnlos gewesen. Er hatte ja selbst keinen richtigen Grund dafür, wieso er es getan hatte. Ich lag immer noch leise keuchend und leicht zitternd unter der Decke und mein Herz hämmerte wild gegen meine Brust. Mein Unterleib brannte etwas. Ich blickte hoch zu den Fesseln und sah, dass meine Handgelenke rot waren. Sie waren vom Reiben an den Lederschlaufen aufgescheuert. Ich bewegte sie leicht und stöhnte leise auf. "Hn." Ich sah Quatre wieder an. Plötzlich fragte er mich, ob wir uns vorher schon kannten. Ich blinzelte. Natürlich kannten wir uns. Ach so, die Drogen von Dr. J beeinflussten ja sein Erinnerungsvermögen. "Ja, wir kannten uns. Und ich kenne dich noch immer. Nur du....." Ich sah zu Boden. "Du kennst mich nicht mehr, Quatre." Ich seufzte lautlos. Hn. Wenn ich nur irgendwie an das Implantat rankommen konnte. Aber ich war gefesselt, er müsste mich zuerst losbinden. Ich stöhnte auf. "Quatre, mach mich bitte los, meine Handgelenke sind aufgescheuert. Das tut wahnsinnig weh." Ich hoffte, er würde mich jetzt los binden. Ich musste wieder husten.

Wir kannten uns… ich sah von dem Blatt auf. Er sah irgendwie traurig aus. Ich hatte eigentlich mit Zorn gerechnet, mit wüsten Beschimpfungen… aber es kam nur ein Seufzen. Ich sah, dass seine Handgelenke blutig gescheuert waren. Etwas wie Bedauern kam in mir auf. Nicht wegen dem, was ich ihm angetan hatte, sondern weil er sich selbst Schaden zufügte. Er bat mich, ihn loszubinden. Die Art, wie er meinen Namen aussprach… so – resigniert. Dann hustete er wieder. Ich beschloss, seiner Bitte nachzukommen, weil ich seine Handgelenke verarzten wollte. Während ich sie verband gingen mir viele Gedanken im Kopf herum. Wie gut kannten wir uns? Worüber hatten wir immer gesprochen? Ich wollte nicht fragen, es interessierte mich aber doch. Ich ahnte, dass meine fehlende Erinnerung irgend etwas mit der Operationswunde unter meinem linken Arm zu tun hatte, dass ich irgendwie manipuliert worden war. Ich sah Heero Yuy wieder an. Er hielt die Augen geschlossen und wirkte niedergeschlagen. Und er sah trotzdem noch schön aus… zu meiner Verwunderung hielt mein Interesse an ihm an. War es mehr als nur körperliche Gier? Ich schüttelte den Kopf und beugte mich vor, um die Utensilien wieder in die Tasche zu räumen.

Ich sah, wie er sich bückte, um das Verbandszeug wieder in seine Tasche zu räumen. Er kniete mit dem Rücken zu mir. Hn. Ich musste ihm dieses Implantat entfernen, ehe noch schlimmere Sachen passieren würden, doch mir war klar, dass er sich das nicht freiwillig entfernen lassen würde, also musste ich ihn wohl oder übel K.O schlagen. Ich schluckte. Ich tat das nicht gerne, aber es musste sein. Nur so konnte ich ihm helfen. Ich rückte ganz langsam immer näher zu ihm. Mein Unterleib brannte immer noch etwas und mir wurde leicht schlecht, als ich mich bewegte, aber ich musste das jetzt hinter mich bringen. Als ich direkt hinter ihm war, hob ich meine Hand und machte einen Handkantenschlag, direkt zu seiner Halsschlagader. Er keuchte auf, fiel jedoch sofort ohnmächtig zu Boden und ich fing ihn auf. So, jetzt musste ich nur noch dieses Implantat entfernen. Ich schaute unter seinen Armen nach und fand schließlich unter dem linken Arm ein Pflaster. Die Wunde war also noch ganz frisch. Ich atmete aus und zog das Pflaster ab. Mit den Fingern zog ich die Wunde etwas auseinander, sodass ich das Implantat sehen konnte. Ich schluckte. Ein Glück, dass er nicht wach war. Ich nahm das Implantat vorsichtig zwischen Daumen und Zeigefinger und zog es raus. Das war geschafft. Ich griff in Quatres Tasche, holte das Desinfektionsspray heraus und sprühte etwas davon auf die Wunde. Dann klebte ich das Pflaster wieder drauf und hob Quatre mit letzter Kraft in mein Bett. Schwach legte ich meinen Kopf auf das Bett neben ihm. Mir fielen die Augen zu.

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